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Icefalki
Zitat von Saranja:
Lymphdrüsenkrebs


Ich bin Brustkrebspatientin und jeder Krebspatient fürchtet ein Rezidiv. Das kann man auch nicht wegreden, oder wegschieben- der Dreck macht einen fertig.

schei. .

Also durchhalten, bis du sicher weisst, was Sache ist und dann geht es weiter. Immerhin hast du uns ja hier gefunden und jeder von uns kennt diese psychischen Ausnahmezustände, die kaum auszuhalten sind.

Wir begleiten dich gerne auf deinem Weg und versuchen, dir Mut zu machen.

x 6 #21


S
@Kruemel_68 Ich danke dir für deine ausführliche Antwort! Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dich in meine Sorge so reindenkst.
Medizinisch gesehen ist es bei Lymphdrüsenkrebs dieser Art tatsächlich so, dass bei einem Rezidiv eine autonome Stammzellentransplantation erforderlich wird. D.h. neben der Chemo auch noch 3 Wochen steril in einem Zimmer ohne Besuch und sonstiges. Da kann man natürlich froh sein, dass es heute jegliche Art der Medien zum Kontaktaufnehmen gibt.
Und ja - ich habe einen wunderbaren Partner, bei dem ich mich gehenlassen kann. Aber der ist selbst schon ziemlich platt vor Sorge und ich möchte ihn nicht zu sehr belasten, er hat einen anspruchsvollen und verantwortungsvollen Job mit verschiedenen Schichten, ist also eh schon ziemlich belastet.
Auch eine gute Freundin, die mich vor wenigen Tagen von einer Notaufnahme zur anderen kutschiert hat und mich unbedingt begleiten wollte überall, gibt es.
Aber es reicht, dass ich selbst leide, ich ziehe ungern noch andere mit rein. Es ist allein schon ungewöhnlich, dass ich hier schreibe! Das erleichtert mir hier eine gewisse Anonymität.
Am liebsten wäre es mir, wenn ich in eine Klinik könnte, mit Dro. vollgepumpt werde, und in 6 Tagen wieder aufwache und die Zeit nicht als so quälend erlebe.
Selbst in 6 Tagen, wenn geröntgt wird, wird das nicht der Schluss sein, es wird (so war es das letzte Mal auch), biopsiert und die Gewebeprobe geht in ein Labor. Das Ergebnis dauert dann wieder paar Tage mindestens.
Erschwerend hinzu kommt, dass mein Partner und ich eine große Fernreise gebucht haben nach Südostasien, alles schon bezahlt, in vier Wochen WÜRDE es losgehen. Auf die habe ich mich so sehr gefreut bei meinen vielen Jobs und Ehrenämtern, einfach mal ganz raus. Aber mein Partner sagt, das ist zweitrangig, womit er ja Recht hat.
Wir haben zum Glück eine Reiserücktrittsversicherung.
Es ist alles einfach nervig und ein saudoofer Zeitpunkt.
Falls du dich nochmals meldest, werde ich es erst morgen früh sehen, ich mache jetzt das Notebook aus und morgen sehr früh zum Homeoffice wieder an.
Dir alles Gute - ich weiß nicht mal genau, warum du hier bist. Leider bin ich auch gerade nicht in der Lage, das en detail aufzunehmen, aber es interessiert mich - für später - unbedingt.
Hab einen schönen ruhigen entspannten Abend

x 1 #22


A


Krebs wieder zurück?

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Doreanne
@Saranja hallo, es ist auf jeden Fall toll dass du hier schreibst, das nimmt die etwas den Druck und du konntest dir von der Seele schreiben.

Was du jetzt tun kannst.

8 Tage klingen erstmal viel. Aber sollte es sich tatsächlich wieder um einen Rückfall handeln, ist der 7.1. doch schonmal super für den nächsten Termin. Versuche die bewusst zu sein, dass egal was passiert, die Ärzte, genau wie beim letzten Mal helfen werden wieder gesund zu werden.

Was hast du damals gemacht als du die Diagnose erhalten hast? Für ein gutes Gewissen, ernähre dich so gesund wie möglich. Viel trinken. Denn du könntest auch einen angehenden Infekt bekommen. Da Schwellen die Lymphknoten gerade bei Vorerkrankungen auch stark an.

Um deinem Körper nicht zusätzlichen Stress aufzubrummen hilft sich abzulenken und sich gut zuzureden.

Sage dir, selbst wenn es so ist, du schaffst das. Du bist nicht allein. Ich denke ganz dolle an dich.

x 1 #23


S
@Doreanne Danke dir! Meine Lymphknoten sind nicht geschwollen, das wurde in der Notaufnahme bereits überprüft.
Bei mir manifestiert sich der Tumor tatsächlich in der Brust bzw in beiden, so war es damals auch.
Beide Brüste verhärtet und größer...
Ich halte euch hier auf dem Laufenden.
Einen schönen Abend

x 4 #24


Kruemel_68
@Saranja Ich bin hier wegen einer Angst- und Somatoformer Störung. Aber ich habe schon ein gutes Stück meines Weges zurückgelegt und es geht mit mittlerweile besser. Wenn Du später mal detailliert nachlesen willst, kannst Du das unter diesem Link tun:

erfolgserlebnisse-f59/mein-tipp-koerper-psychotherapie-bei-somatoformer-stoerung-t106750.html

Ansonsten hoffe ich, dass Du Dich durch das Homeoffice heute etwas ablenken kannst. Die Aussicht einer Stammzelltransplantation ist natürlich wirklich nicht schön - aber auch das wirst Du schaffen wenn Du weißt, dass es sein muss.

Bezüglich des Fallen lassens - da kann ich nur nochmal an Dich appellieren, in dieser Situation mehr an Dich als an andere zu denken. Natürlich sind die Personen um Dich rum auch krank vor Sorge, aber in dieser Situation DARFST Du sie auch belasten. Du musst nicht alles mit Dir selber abmachen.

Und das mit der Reise wird sich finden. Ja, ein maximal blöder Zeitpunkt jetzt - aber gibt es einen Zeitpunkt, an dem so ein sch. gelegen käme? Wahrscheinlich nicht.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Dein Tag heute einigermaßen schnell rumgeht!

x 1 #25


S
@Kruemel_68 Danke! Den Link werde ich lesen.
Es freut mich sehr für dich, dass es dir besser geht!

Danke für deine Unterstützung!
Es ist leider nichts los im Homeoffice bzw an der Uni, sind alle im Urlaub , normalerweise genieße ich das,
aber heute wäre mir Stress lieber

x 1 #26


S
@Kruemel_68 Ich habe das von dir gerade durchgelesen.
Vor Spinnen habe ich auch Angst.
Genauso davor, von Tavor abhängig zu werden, nehme nur jeden zweiten Tag 0,5 mg.
Rein med. scheint es bei dir so zu sein, dass der Sympathikus und der Parasympatikus nicht richtig zusammenspielen?
Ich kann das nur so theoretisch einschätzen aus dem ständigen Unterricht als Sani, wo auch das Nervensystem usw immer wieder Thema ist.
Liebe Grüße

#27


Kruemel_68
@Saranja Genau, der Sympathikus läuft auf Hochtouren während der Parasympathikus quasi gar nicht mehr genutzt wird. Das ist als wenn Du Auto fährst, und versuchst, die Geschwindigkeit nur mit dem Gaspedal zu regeln, weil die Bremse nicht funktioniert. Das ist das Resultat aus ungünstigen Glaubenssätzen meiner Vergangenheit, durch die ich nie Grenzen gesetzt haben, viele Dinge geschluckt habe, nie meine Meinung gesagt etc. Das geht jahre- und jahrzehntelang gut, aber irgendwann kommt ein Kipppunkt. Und dann fangen die körperlichen Symptome an. Die Seele schreit aber man hört nicht zu. Dann beginnt die Phase, in der man im Außen sucht, von Arzt zu Arzt rennt, alles an Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen, Hormonen und sonstigem Gedöns probiert und man einfach nur verzweifelt ist.

Bis man dann irgendwann realisiert, dass es sich zu einer psychischen Krankheit ausgewachsen hat und dann beginnt die AD- und Therapie-Odyssee. Und an dem Punkt muss halt jeder seinen Weg suchen und finden. In meinem Fall waren es nicht die Medikamente, sondern eine körperorientierte Psychotherapie.

Was mir übrigens gerade noch einfällt - hattest Du in Deiner letzten Krebsbehandlung einen psycho-onkologische Begleitung? Wenn ja, gäbe es da vielleicht die Möglichkeit, diesen zu kontaktieren?

x 1 #28


S
@Kruemel_68 Hatte ich nicht, bzw. nicht gewollt.Mir ging es relativ gut damals, das Schlimmste war für mich der Haarverlust, aber die Heilungsprognose war bei 96 %.
Das ist bei einem Rezidiv nicht mehr gegeben.
Zudem bin ich jetzt einiges älter, und jede Chemo macht im Körper ein bisschen mehr kaputt...
Mit einem Rezidiv hatte ich nie mehr gerechnet, die Ärzte sagten, es sei unwahrscheinlich.
Nach 12 Jahren sagten sie, jetzt ist es als hätte ich es nie gehabt. War nie mehr was.
Bis zur Diagnose muss ich noch warten, dann kann ich sicher solch eine Unterstützung bekommen.

x 1 #29


H
Liebe Saranja, kann es denn gar nicht sein, dass du dich irrst? Wie du selber sagst, ist dein Körper insgesamt schließlich ganz anders als vor 12 Jahren. Ich wünsche dir sehr, dass du mit deiner Vermutung falsch liegst.

x 1 #30


S
@Hascherl123 Es ist für mich sehr unwahrscheinlich. Ein Irrtum meinerseits wäre mir sehr willkommen natürlich
Danke sehr für die Unterstützung und das Mitdenken! Es hilft mir mehr als ihr ahnt.

x 1 #31


S
@Icefalki Wie geht es dir eigentlich zwischenzeitlich mit dem Brustkrebs? Was wurde gemacht, muss noch etwas gemacht werden,oder bist du in Remission?

#32


Icefalki
Zitat von Saranja:
@Icefalki Wie geht es dir eigentlich zwischenzeitlich mit dem Brustkrebs? Was wurde gemacht, muss noch etwas gemacht werden,oder bist du in Remission?



Was den BK anbelangt, bisher ist alles ok. Man wird ja engmaschig kontrolliert. Allerdings meint mein Körper seit 4 Jahren, dass er mir deutlichst zeigt, dass Altern nix für Feiglinge ist.

Seit neustem sind die Nieren ein Thema. Und bei mir ist immer alles ganz zu Beginn, was aber trotzdem einen Befund darstellt.

Dieses ganze Krebsthema ist zudem ein riesen mentaler Kraftakt, denn wir reden hier über Tatsachen. Und die Tatsache, dass dir dein eigener Körper das antut, mit letalem Ergebnis, sofern nix hilft - ist unbeschreiblich.

Meine Strategie ist Wegschieben. Ich mache natürlich alles, was die Ärzte sagen und was nötig ist, aber informiere mich nicht im Inet. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ein negativer Bericht alles Positive zerstören würde . Mag heutzutage nicht das Bild eines informierten Patienten entsprechen, aber , ich bin eben so.

Jetzt zu dir. Ich kann sehr gut mitfühlen, was du gerade durchmachst und werde nicht mit den üblichen Sprüchen kommen.

Einzig die Tatsache, dass ein klarer Befund dich von diesem Hoffen und Bangen erlöst. Dieses Dazwischen - grausig. Und sollte es ein Rezidiv sein, dann hilft alles nix und man nimmt den Kampf wieder auf.

Meine Anteilnahme und Mitgefühl ist dir sicher, denn so ein Mist braucht kein Mensch.

x 4 #33


S
@Icefalki Wie alt bist du denn?
Falls es irgendwo steht oder bereits erwähnt wurde - sieh es mir bitte nach.
So ganz fühle ich mich nicht mehr als Herr/Frau meiner Sinne...

#34


Icefalki
Zitat von Saranja:
@Icefalki Wie alt bist du denn? Falls es irgendwo steht oder bereits erwähnt wurde - sieh es mir bitte nach. So ganz fühle ich mich nicht mehr als Herr/Frau meiner Sinne...


Im Februar werde ich 67Jahre.

Und ich kenne diesen Zustand auch zur Genüge. Mein Mann muss mich da immer führen, weil ich sowas von verpeilt bin, dass ich keinen Ausgang mehr finden würde. Letztens in der Nephrologie geschehen.

Da läuft innerlich ständig ein Film ab und man kann sich weder konzentrieren, noch irgendwas Vernünftiges hinkriegen.

Also Verpeiltsein ist ok. Da bist du nicht alleine mit.

x 2 #35


S
@Icefalki Dann sind wir fast gleich alt, ich werde im April 67.
Stimmt - Ablenkung funktioniert nicht. Die blöden Gedanken sind stärker und kreisen wie ein Dämon in einem rum.
Ich glaube, das können wirklich nur Menschen verstehen, die das slebst schon durchhaben.
Hast du denn eine richtige Diagnose bezüglich deiner Nieren? Und falls ja - wie wird vorgegangen?

x 1 #36


Icefalki
Zitat von Saranja:
Hast du denn eine richtige Diagnose bezüglich deiner Nieren?


Mitte Januar bekomme ich den Befund beim Hausarzt. Man sagte mir, sollte sich im Blut oder im Urin etwas Auffälliges zeigen, würden sie anrufen. Angerufen haben sie nicht. Gottseidank.

Wird darauf hinauslaufen, dass der Blutdruck auf Dauer niedrig sein sollte.

Du kannst dir vorstellen, wie toll das jetzt ist, wenn man Blutdruck messen tut. Nix mit niedrig, trotz Medis. Und wenn der niedrig ist, bin ich schlapp. Insofern wird das noch ein Spass. Habe ja auch Vorhofflimmern, ..... sagte ich schon den Spruch mit Altern und Feigling?

Und meine Überlegungen gehen auch in die Richtung, dass ich immerhin 60 Jahre soweit ganz gut habe leben dürfen (ok, bissle Angsterkrankung musste ich auch wuppen).

Und wenn dann der Mist kommt - nützt ja alles nix, dann müssen wir durch. Das habe ich immerhin begriffen, dass Wünsche zwar ganz nett sein können, sie aber einen nicht vor der Wirklichkeit schützen.

x 2 #37

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D
@Saranja

Die Warterei ist zermürbend.
Das habe ich als Ehefrau eines an Leberkrebs erkrankten Mannes im letzten Jahr miterlebt.
(Vom starken Verdacht bis zur endgültigen Gewissheit hat es ca. 3 Wochen gedauert.)

Ich drücke Dir beide Daumen, dass es kein Rezidiv ist.

x 4 #38


S
@Dundun Ich danke dir! Und dann weißt du, was Warten heißt.
Man dreht mit der Ungewissheit schier durch.
Selbst eine schlechte Diagnose ist letztendlich besser als nichts zu wissen...

x 1 #39


S
@Icefalki Vorhofflimmern ist zum Glück nicht lebensgefährlich, Kammerflimmern hingegen sehr wohl. Da brauchst den Defi.
Trotzdem wartest du ja jetzt auch. Warum muss man da immer so lange warten? Das müsste doch auch schneller gehen, man sollte sich in die Lage der Patienten reinversetzen!

x 1 #40


A


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