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Michael_93
Hallo zusammen!
Vielleicht erst einmal kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt, habe mein naturwissenschaftliches Studium vor etwas mehr als einem Jahr abgeschlossen und bin seitdem in einer sehr angenehmen Anstellung an der Uni in der Forschung. Toller Job, wohne in meiner Traumstadt, habe eine schöne Beziehung, könnte also eigentlich total zufrieden sein. Leider habe ich seit Anfang des Jahres ein Problem, dass mir wirklich alles kaputt macht und mir jede Freue am Leben raubt:

Seit ca. Ende Januar bekomme ich permanent nicht richtig Luft. Es ist ein Gefühl, also könnte ich nicht richtig einatmen bzw. durchatmen. Einseits als käme nicht genug Luft und Körper an, was dann so ein beklemmendes/aufgeregtes Gefühl gibt, als wäre halt nicht genug Luft da. Andererseits halt wirklich das mechanische Gefühl, dass nicht genug Luft in die Lunge geht, ich nicht so richtig fertig atmen kann und nicht so richtig an dieses finale Gefühl der vollen Lunge rankomme. Bzw. wenn ich das doch schaffe, brauche ich sehr viel Kraft, als würde ich in noch Luft aktiv nachstopfen müssen. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Ich war natürlich bei diversen Ärzten (Internist/Pneumologe/Kardiologe/Allergologe...), teilweise bei mehreren verschiedenen, aber gefunden wurde trotz ausführlicher Untersuchung nie etwas relevantes. Laut diesen Ärzten sind Herz und Lunge gesund, Blutwerte (incl. Schilddrüse) sind auch iO. Bleibt also fast nur die Psyche. Aber es ist komisch... ich kenne psychische Beschwerden, hatte jahrelang schlimme Krankheitsängste, die ich eigentlich dank Theraphie seit Jahren überwunden glaubte. Aber da war es auch anders. Symptome waren schon präsent, aber wenn man mal abgelenkt war, waren sie auch rückblickend weg. Außerdem habe ich alle paar Wochen die Krankheit gewechselt, jetzt sind es über 5 Monate. Und ich habe auch keine Angst mehr vor einer konkreten Krankheit, ich will einfach nur mal wieder normal atmen und leben können

Dazu kommt noch, dass die Beschwerden wirklich vom ersten Atemzug morgens an da sind (tatsächlich morgens direkt nach dem Aufwachen sogar etwas schlimmer als im Tagesverlauf... aber nicht viel) und unter Belastung zunehmen. Überall liest man, dass psychogene Atembeschwerden schon in Ruhe da sind und unter Belastung eher besser werden.
Ich habe die Symptome immer, also auch schon in Ruhe. Aber ruhig auf dem Rücken im Bett liegen, ist so das einzige setting in dem es irgendwie aushaltbar ist. Sobald ich anfange mich zu bewegen, und sei es nur der zügige Gang in die Küche, wird es schlimmer. Wenn ich dann tatsächlich Sport zu machen versuche (unsportlich bin ich allerdings sowieso und schon immer gewesen), wird es noch etwas schlimmer, ist dann wirklich wie eine Blockade beim Durchatmen. Muss allerdings auch nicht nach 1er Minute aufhören. Einmal um den Block joggen geht dann schon, wenn ich mich dazu zwinge einfach trotz Atemblockade weiterzulaufen.

Habe viel probiert mit in den Bauch atmen, in die Brust atmen, in beides atmen... aber so richtig genützt hat es nicht. Das einzige andere, dass mir aufgefallen ist, ist dass ich häufig ein leichtes Kitzeln im Hals habe, dass mit minimalem Hustenreiz einhergeht... wirklich husten tue ich aber nciht, sowie beim tief atmen manchmal so ein minimal verschleimtes Gefühl im Hals bleibt. Laut Pneumologen aber nur etwas trockene Schleimhäute, definitiv kein Asthma o.ä.

Meine letzte Hoffnung war so etwas der Rücken... während meiner früheren Ängste, waren viele meiner Beschwerden (Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrengeräusche, ...) ziemlich deutlich über den Mittelweg massiver Verspannungen verursacht. Ich hatte nun mehrfach gelesen, dass diese Beschwerden (in Ruhe) von der BWS kommen können, bin also mit der letzten Hoffnung zum Orthopäden und Chiroprakt. Habe auch leichte Schmerzen in der Gegend, aber fällt mir selbst nur auf, wenn ich darauf achte. Der hat auch tatsächlich mehrere Blockaden der BWS festgestellt und sie behoben. Nur besser wurde es mit dem Atmen leider nicht wirklich und wenn dann nur minimal und kurzfristig :'(

An manchen Tagen akzeptiere ich, dass es wohl psychisch sein muss oder es zumindest akzeptiert werden muss, da wird es zwar auch nicht besser, aber ich kann zumindest mal raus und habe minimal Spaß an Aktiviäten. Aber meistens verzweifle ich einfach nur an diesem Gefühl und kann mir nicht vorstellen, dass da nichts ist. Gerade, dass es unter Belastung zunimmt irritiert mich völlig. Dann fürchte ich, dass doch etwas übersehen wurde und suche mir wieder den nächsten Arzt oder so. Mit diesem Gefühl nicht atmen zu können, habe ich kaum noch Freude an Tätigkeiten, die ich nicht im Liegen machen kann. Und darüber werde ich dann total traurig, weil ich soviele Dinge gerne tun würde, aber es einfach nicht geht, wenn man sich nicht richtig bewegen kann.

Jedenfalls wollte ich mal fragen, ob jemand diese Atembeschwerden von sich kennt? Vllt hilft es mir sie als psychisch anzunehmen, wenn andere ähnliches haben :/ Noch besser wäre es natürlich, wenn jemand das einmal hatte und es sogar wieder wegegangen ist und Tipps geteilt werden können

Ich wünsche euch jedenfalls allen einen schönen Abend!

25.07.2018 20:31 • 02.11.2018 #1


30 Antworten ↓


Hallo Michael, willkommen hier im Forum!
Leider kenne ich deine Symptome nur zu gut und ich hab noch keine wirkliche Lösung gefunden.Gab es zu der Zeit, als es das erste Mal auftrat irgendeine Situation die sehr stressig oder belastend für dich war?

VG Thomas

25.07.2018 20:55 • #2



Immer Atembeschwerden machen Leben kaputt Wer kennts?

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Michael_93
Hallo Thomas, vielen Dank!

Tut mir sehr leid, dass du auch damit zu kämpfen hast! Aber es freut mich natürlich auch damit nicht ganz alleine zu sein. Ist es bei dir im Liegen auch besser als in Bewegung? Wie lange hast du denn schon damit zu kämpfen?

Ich habe auch lange hin und her überlegt was ein Auslöser gewesen sein könnte, wenn es denn unmittelbar psychisch (so richtig glauben kann ich es noch immer nicht) , aber so richtig eingefallen ist mir im ersten Moment nichts, das ein unmittelbarer Auslöser war. Andererseits gab es in der Zeit ein paar anderweitige Unsicherheiten in meinem Leben (Beziehungsprobleme, anstehender Umzug, usw.), die mich eventuell unterbewusst mehr gestresst haben als mir bewusst war. Aber diese Faktoren sind soweit eigentlich alle abgeschlossen :/ Ich muss wirklich sagen, dass es mir "eigentlich" psychisch gut geht, ich auch mit meinem alten Krankheitsängsten, wenn mal etwas anderes ist (neuer Leberfleck, Kopf gestoßen, Herzstolpern,...) gut zurande komme, ich bemerke diese Sachen noch mal kurz, aber das wars dann auch. Keine Ängste, kein Grübeln. Wenn diese Atembeschwerden nicht alles so unfassbar anstrengend und angstbesetzt machen würden, wäre gerade alles wunderbar :/ Aber natürlich ist die Psyche ja leider auch recht komplex und sowas kann sich sicher auch schon selbsterhaltend festfahren oder so :/

Dann drücke ich uns mal die Daumen, dass es wieder weggeht!
VG Micha

25.07.2018 21:46 • #3


Bittegesund
Lösung des Problems gibt's hier Kostenlos.

www.psychic.de/forum/agoraphobie-panika ... 91778.html

LG

25.07.2018 22:20 • #4


Hallo Michael,
ich habe die selben Atembeschwerden wie Du, allerdings nicht morgens sondern erst im Verlauf des Tages. Ich habe dann das Gefühl ich muss gegen eine Widerstand atmen, als wäre ich eingeschnürt. Mittlerweile habe ich herausgefunden dass es zum einen mit der BWS und der Verspannung der Rückenmuskulatur zu tun hat, zum anderen gab es bei mir aber ca. 3 Monate zuvor einen Anlass der mich in einen seelischen Ausnahmezustand versetzt hat. Aber egal ob man eine Ursache oder Auslöser findet oder nicht, übel sind einfach diese Atemprobleme. Ich hatte das dann ganze mal ausgetestet ob es die Psyche ist oder nicht (Arztbesuche waren auch alle o.k.) mit der Einnahme einer halben Tavor (ich nehme sonst keine Chemie) und siehe da ich entspannte mich und alles war okay. Wenn es bei Dir morgens schlechter ist kann es sein du hast evtl. eine zu harte Matratze, denn manchmal am Nachmittag oder Abend wenn ich mich auf eine z.B. Gartenliege auf den Rücken legen will bekomme ich ganz schlecht Luft. Ich war letzte Woche beim HP und hatte Wirbelblockaden die er gelöst hat, danach 3 Tage super. Dann fing es wieder an. Die Muskulatur ist so hart dass sie eben auch Wirbel etwas verschieben kann und auch die Rippen einengen kann inkl.Lungen. Ich mache jetzt ein spezifisches Training gegen Muskelverspannungen im Brustwirbelbereich das hilft, anderen Sport sowieso aber das reicht nicht dafür. Stell dich mal aufrecht hin, die Beine etwas auseinander und heb die Arme wie zur Siegerpose, nur nicht senkrecht nach oben sondern etwas ausgebreitet und so weit wie möglich nach hinten, die Hände nicht geballt sondern offen. Die Schulterblätter werden dabei angespannt. Dann halte das eine Weile, so eine Minute, es muss brennen. Danach wirst du merken du kannst leichter atmen und du weisst es sind muskuläre Verspannungen. Die Ursachen musst du aber selbst heraus finden.

25.07.2018 23:52 • #5


Hallo Michael, bei mir ist es im Liegen auch besser als wenn ich mich bewegen muss.Es fängt morgens an, wenn ich die Augen öffne und ist die ersten Stunden dann schlimmer.Bei mir kam das, nach drei sehr heftigen Panikattacken Ende März.

LG Thomas

26.07.2018 07:58 • #6


petrus57
Das mit dem schlecht einatmen habe ich schon gut 40 Jahre. Bei mir ist es auch psychisch bedingt. Je mehr ich meine Atmung beobachte, desto schlimmer wird es. Achte ich nicht drauf, habe ich keinerlei Probleme.

26.07.2018 08:50 • #7


Hallo Michael!
Ich kenne das Problem Atembeschwerden leider auch sehr gut. Ich weiß noch, dass ich beim aller ersten Auftreten total in Panik verfallen war und dachte zu ersticken. Bei mir wurde damals Belastungsasthma diagnostiziert. Im Nachhinein weiß ich aber, dass es das nicht alleine war. Phasenweise war sicher auch Hyperventilieren ein Problem. Mein Asthma wurde gut eingestellt und behandelt, dennoch habe ich Phasen, in denen ich das Gefühl habe nicht richtig atmen zu können. Ich habe mir vor einiger Zeit einen Pulsoximeter gekauft. Wenn ich sehe, dass trotz meiner Beschwerden die Sauerstoffsättigung im Normbereich ist, fällt es mir leichter sie anzunehmen und so weit es geht zu ignorieren. Manchmal wenn es mich richtig nervt versuche ich es mit Luft anhalten. Klingt jetzt wahrscheinlich total bescheuert, aber manchmal hat mir das tatsächlich geholfen zu merken, dass ich die Atmung steuern kann. Aber das muss natürlich jeder für sich raus finden. Ansonsten habe ich auch mentholhaltige Lutschpastillen, die lassen mich das Atmen deutlicher spüren.

26.07.2018 09:25 • #8


petrus57
Zitat von Glitzerlicht:
Manchmal wenn es mich richtig nervt versuche ich es mit Luft anhalten.


Aber bitte nicht länger als 5 Minuten.

26.07.2018 09:28 • #9


Ich glaube selbst fünf Minuten würde ich nicht schaffen, geschweige denn länger

26.07.2018 09:31 • #10


petrus57
Im Kinderheim hatten wir immer das Ohnmachtsspiel gespielt.Dabei muss man solange die Luft anhalten bis man ohnmächtig wird.

Bis dann dabei mal jemand aus den Doppelstockbett fiel und daran gestorben ist. Zum Glück hatte ich das nicht gesehen. Soll kein guter Anblick gewesen sein.

26.07.2018 09:40 • #11


Ich dachte immer man selbst kann gar nicht die Luft so lange anhalten sondern irgendwann würde man automatisch nach Luft schnappen, wenn es nicht mehr geht

26.07.2018 09:45 • #12


petrus57
Wir hatten erst ein paar mal hyperventiliert und dann die Luft angehalten. Davon wird man dann ohnmächtig.

26.07.2018 10:35 • x 1 #13


Erschreckend auf was für Ideen Kinder kommen

26.07.2018 10:38 • #14


Michael_93
Hallo,

das ist ja wirklich spannend, dass ihr das auch kennt. Gerade was du beschreibst Thomas, trifft es wirklich genau bei mir. Ich öffne die Augen und merke schon beim ersten Atemzug, ehe ich überhaupt Zeit hat etwas zu denken, dass der nicht richtig funktioniert. Und denke mir dann, das kann ja nun wohl nicht psychisch sein, ich bin ja noch gar nicht ganz wach und hatte noch gar keine Chance mir Sorgen o.ä. zu machen. Im Laufe des Tages akzeptiere ich es dann jeweils ein bisschen, es geht keinesfalls weg, aber zum Abend hin ist es meistens etwas erträglicher.
Wirklich gut auszuhalten ist es eigentlich nur im Liegen. Sobald ich dann aufstehe und z.B. in die Küche laufe, merke ich sofort wieder, dass sich der Atmen irgendwie nicht richtig anfühlt, die Brust irgendwie eng, dass ich nicht richtig durchatmen kann. Tja, irgendwie verdorben einem das wirklich alles. Alle Tätigkeiten werden so anstrengend und ich warte eigentlich nur darauf irgendwann mal tot umzufallen so bedrohlich fühlt sich das manchmal an. Aber nun ja, angeblich bin ich ja gesund :/ Und was ihr so berichtet spricht ja wirklich auch dafür, dass es letztlich "harmlos" ist.

Petrus, dass es bei dir schon so lange da ist, ist ja furchtbar. Kannst du wenigstens etwas Sicherheit daraus ziehen, dass es nicht gefährlich ist, weil es schon so lange beteht? Weg geht es bei mir leider nur, (bzw. nehme ich es dann nicht so bewusst wahr) wenn ich liege UND dabei abgelenkt bin. In Bewegung geht das nicht, da ist das Gefühl zu heftig, selbst wenn ich mit dem Kopf gerade eigentlich sonst total woanders bin.


Glitzerlicht, das ist natürlich besonders gemein, wenn man ein Asthma und diese Beschwerden gleichzeitig hat und nie so genau weiß woran es jetzt liegt. Ich hatte bei mir auch erst vermutet, dass es wohl ein Asthma sein müsse, aber das hat der Arzt wohl ziemlich sicher ausgeschlossen, sagt er. Ein PulsOxi habe ich mir auch vor Jahren gekauft und früher hat mich das durchaus auch beruhigt, wenn ich mal akut eine Panikattacke hatte und dadurch Atemnot hatte. Aber jetzt wo es jeden Tag immer da ist, hilft es mir leider nicht mehr. Ich weiß ja, dass genug Sauerstoff in meinem Blut ist, das wurde ja ausführlich untersucht. Nur die Beschwerden bleiben und ich empfinde sie als bedrohlich, da hilft mir leider auch der Messwert vom Pulsoxi nichts mehr. Wobei ich es trotzdem oft in der Tasche habe, um mich ggf. zu beruhigen, wenn es ganz fies wird. Aber so beschreibst du es ja auch, es geht mehr um ein annehmen der Beschwerden, als dass sie wirklich weggehen würden. Witzigerweise hilft mir das mit dem Luftanhalten manchmal auch. Nicht immer, manchmal wird es auch schlimmer. Aber wenn das Gefühl wirklich vom Rücken und den Muskeln kommt, finde ich es recht logisch, dass es hilft. Weil das komische Gefühl ja durch die Atmenbewegung entsteht und nicht durch Sauerstoffmangel. Also ist es quasi nur sinnvoll, dass es besser wird, wenn man mal nen Moment nicht atmet. Klappt halt nur im Sitzen oder so bei mir, wenn ich gehe, brauche ich die Luft, sonst wird sie wirklich knapp und dann kommen die Gefühle auf sehr berechtigtem Wege daher^^

Und: Das sind ja gemeine Spiele, die ihr da gespielt habt, sowas haben wir nicht gemacht. Wusste aber auch gar nicht, dass das überhaupt geht :O


Musketieren: Und noch jemand, der es kennt! Genau, so wie du es beschreibst, ist es bei mir auch, wie eingeschnürt trifft es gut. Bei mir kommen dann manchmal noch so flaue Gefühle in der Brust dazu und gelegentlich so ein bisschen Stechen im Brustkorb. Da kriege ich dann immer doppelt Angst, dass es etwas schlimmes ist. Das klingt immer alles so wie es von den ganzen schlimmen Herz- oder Lungenerkrankungen beschrieben wird. Aber da die ja ausgeschlossen sind, nehme ich an, dass dieses flaue Gefühl in der Brust wohl eine unterbewusste Angstreaktion auf die (orthopädische?) Atemenge sein könnte. Tatsächlich habe ich wie gesagt häufiger mal so ein (nicht schlimmes, aber wahrnehmbares) Schmerzgefühl in der BWS, also ergäbe das ja schon Sinn. Nur leider hat das Einrenken bei mir nicht geholfen. Ein paar Tage mit weniger Beschwerden als Folge einer solchen Behandlung, hätten mir wenigstens die Sicherheit gegeben, dass es davon kommt und ich wüsste wo ich anpacken kann. Meinst du, es ist möglich, dass das alles so verhärtet und verspannt ist, dass die Lösung der Wirbelblockade alleine nicht ausreicht, um wirklich beschwerdefrei zu sein?
Ich habe deine Übung jetzt ein paar Mal ausprobiert! Vielen Dank dafür! Ich kann leider nicht sagen, dass ich danach wirklich besser Luft bekomme. Was ich aber beim nach hinten lehnen während der Übung merke ist wie verfestigt der Bereich bei mir im Oberbauch ist, das fühlt sich ganz ungewöhntlich an, wie es da an der Haut zieht. Wenn da Verspannungen sind, sind sie wahrscheinlich auch in den ganzen feinen Zwischenrippen- und Rückenmuskeln, auch wenn ich sie da nicht so merke. Hach, wäre schon toll, wenn ich eine Erklärung dafür finden würde, die "harmlos" ist. Dann könnte ich wenigstens die Angst davor einstellen, könnte es besser annehmen und vllt ginge es dann auch mal weg :/ Ich werde die Übung jedenfalls weitermachen, vllt hilft es langfristig irgendwie.
Bzgl. Bett: Ich glaube, wenn dann ist es eher etwas zu weich. Ich merke auch jeden Morgen, dass ich in der Schulterpartie sehr verspannt bin. Dass wird dann binnen Stunden besser. Die Matratze habe ich aber schon länger, die morgendlichen Verspannungsgefühle an den Schultern auch immer mal wieder. Nur der Atemteil ist seit Anfang des Jahres neu. Aber vielleicht ist es ja irgendwie mal das Quäntchen zuviel gewesen.



Weiß sonst noch jemand davon zu berichten / hat ähnliche Beschwerden oder Lösungansätze? Fände es auch spannend, ob ihr neben diesen reinen Durchatmenbeschwerden auch dieses flaue Gefühl in der Brust bekommt manchmal. Fühlt sich immer alles so echt an, als wäre wirklich etwas massiv mit Lunge oder Herz nicht ok und der Körper gerade so am Überleben. Aber wenn das alles so dramatisch wäre, sind ja keine kleinen Beschwerden, müsste man das ja irgendwie medizinisch greifen können, denke ich mir... ich verfolge jetzt wohl erst einmal weiter das Projekt: "Kommt vom Rücken" und versuche irgendwie damit zu leben wie es ist... auch wenn das alles sehr bescheiden ist.

LG
Micha

29.07.2018 15:10 • #15


Bei mir ist es manchmal so schlimm das ich dann immer versuche schneller und tiefer zu atmen. Und dann wird es noch schlimmer.

29.07.2018 17:21 • #16


Hat sich mal ein Physiotherapeuten deine Rippenwirbelgelenke angeschaut? Die können sehr unangenehme Beschwerden hervorrufen, die häufig atemabhängig sind. Ich selbst hatte leider in diesem Bereich schon häufig Blockaden, die sich unter anderem mit einem unangenehmen Druck im Brustkorb und stechenden Schmerzen beim Einatmen bemerkbar gemacht haben.

29.07.2018 19:28 • #17

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Zitat von Marko2906:
Bei mir ist es manchmal so schlimm das ich dann immer versuche schneller und tiefer zu atmen. Und dann wird es noch schlimmer.


Das kann dann schnell Richtung Hyperventilieren gehen, besser ist es zu versuchen ruhig, aber dafür bewusst zu atmen. ZB. eine Hand auf den Bauch legen und dann kontrolliert in die Hand hinein atmen. Das ist natürlich in Situationen, die einem Angst machen einfacher gesagt als getan, aber einen Versuch ist es wert.

29.07.2018 19:33 • x 1 #18


Michael_93
Zitat von Glitzerlicht:
Hat sich mal ein Physiotherapeuten deine Rippenwirbelgelenke angeschaut? Die können sehr unangenehme Beschwerden hervorrufen, die häufig atemabhängig sind. Ich selbst hatte leider in diesem Bereich schon häufig Blockaden, die sich unter anderem mit einem unangenehmen Druck im Brustkorb und stechenden Schmerzen beim Einatmen bemerkbar gemacht haben.

Hallo Glitzerlicht,

ja, ich war beim Phsysiotherapheuten/Osteopathen/Chiropraktiker. Der Mensch hatte mehrere Ausbildungen. Er hat Verspannungen im oberen Rücken und mehrere BWS Blockaden festgestellt, die er dann auch gleich gelöst hat. Hat nur leider die Atembeschwerden nicht behoben, kann weiterhin nicht richtig durchatmen, sobald ich mich etwas bewege. Aber das ist vielleicht auch etwas viel erwartete Wunderheilung. Das mit dem Druckgefühl würde natürlich schon passen. So richtig deutlich Schmerzen habe ich nicht, nur ein bisschen in den Rippen manchmal und die sind dann nur wenig atemabhängig. Hauptproblem ist halt das Problem nicht richtig durchatmen zu können sobald ich mich ein bisschen bewege, bisschen als würde man in einen schon vollen Sack atmen wollen, um den ein Gürtel gebunden ist... oder so ähnlich^^
Thomas hat ja scheinbar genau das gleiche Problem wie ich und ich nehme mal an, dass er auch schon einiges versucht hat und nichts ganz offensichtlich geholfen hat. Da bleibt nur dranbleiben, werde sicher demnächst noch ein paar Mal zum Physio gehen und hoffe, dass es langfristig hilft! Bei Musketieren scheint es ja bei ähnlichen Problemen zu helfen.

@marko: Bei akuter Hyperventillation half mir immer mich bewusst aufs Ausatmen und nicht aufs Einatmen zu konzentrieren. Hast du es denn "nur" so anfallsweise oder hast du immer Atembeschwerden und die Hyperventillation kommt noch als gelegentliches "Extra" dazu?

VG
Micha

29.07.2018 19:57 • #19


Meist bei einer panikatacke.Aber wenn ich keine Panikatacke habe also im ruhigen Zustand habe ich immer das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen

29.07.2018 20:41 • #20



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