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hallo erst einmal
ich bin 27 jahre alt und bin im moment wirklich verzweifelt ich im moment wirklich denke jegliche hoffnung und antrieb im meinem leben verloren zu haben .
es fällt mir schwer darüber zu reden weil ich es eigentlich nicht gewöhnt bin über mich und meine probleme zu reden.
weil ich eher den gedanken habe das es eh niemand interesiert .
ich fühle mich seit monaten nur noch einsam und ziehe mich immer mehr zurück
und spiele immer mehr mit dem gedanken mich von diesen leben zu verabschieden
was vtl ein wenig komisch klingt aber mich für einen augenblick wieder glücklich macht.
ich fühle mich einfach nur wie ein gegestand der nur von anderen gebraucht wird
wenn jemand probleme hilfe und sonst was braucht bin ich gut genug aber wenn ich jedoch mal hilfe oder einfach mal ein gespräch über mich und meine sorgen führen will stoße ich meist auf taube ohren oder man landet automatisch wieder bei deren problemen
ich fühle einfach nur eine hilflosigkeit eine leere in mir .
ich habe ständig angst das falsche zu machen zu sagen oder mich falsch zu verhalten
immer mit der angst was denken die anderen über mich wenn ich was falsch sage mögen sie mich dann nicht mehr ? ziehen sie sich dann zurück usw . diese gedanken habe ich ständig es macht mich einfach nur fertig
deswegen versuche ich es jeden recht zu machen und bin halt der kerl der zuhört die anderen zum lachen bringt mit der hoffnung das man bei einem bleibt
deswegen fällt es mir immer schwerer jemanden an mich ran zu lassen weil die angst in den knochen sitzt was falsch zu machen oder wieder alleine und enttäscht zu werden .

ich habe nur einen richtigen freund aber ich merke das ich mich an diesen nur noch klammere und schon die schlimmsten gedanken habe wenn man mal ein paar tage nichts von einander hört oder mal die laune etwas anderes ist
da habe ich schon wieder den gedanken das ich etwas falsch gemacht hätte
und so ist es auch in meinen beziehungen die ich hatte ich bin ständig misstrauisch habe einfach angst verlassen zu werden .
aber meist ist es so das ich nach einer zeit wieder verlassen werden
na gut nach mir finden meine ex partner wenigstens ihre große liebe

ich bin einfach nur verunsichert mit meinem tun und handeln das macht mich selber verrückt !

ich sehe wie mein umfeld immer mehr ihr leben in den griff bekommen sei es sie leben in einer festen partnerschafft leben zusammen heiraten usw

und fühle mich einfach erfolgslos lebe mit den neid auf andere und wünsche mir dieses
auch

minderwärtig fühle ich mich einfach liegt vtl auch daran wenn ich in den spiegel schaue einfach nur ein monster sehe ich habe die schlechtesten zähne die man sich überhaupt vorstellen kann was auch an meiner stoffwechselkrankheit liegt und meiner riesen panik vor dem zahnarzt
ich kann nicht mehr jemanden an lachen oder gar normal essen weil das mit den zähnen nicht mehr geht und normal reden ist auch nicht mehr
iich bräuchte normalerweise ein komplett neues gebiss aber diese kann ich mir halt nicht leisten!
und mit so einem oma gebiss möchte ich mit 27 auch noch nicht leben
ich bin langsam wirklich am ende die hoffnung wird immer weniger du bist seit deinem lebensanfang nur am kämpfen sei es mit dieser krankheit zu leben eine alkohlsüchtige brutale mutter. im frauenhaus vergewaltigt zu werden als kind die zeit als obdachloser alles geschafft und gemeistert aber jetzt kann ich einfach nicht mehr will einfach nicht mehr sein in diesen leben
der lösungsansatz fällt mir die motivation warum und wozu noch stark sein fällt mir müde
vom leben mit 27
wo ich doch denke einfach aufzugeben und nachzugeben !
für was und für wenn noch leben ist die frage die sich im kopf immer wieder stellt
um wieder entäuscht zu werden immer weniger vertrauen in einen menschen zu stecken
man schreit um hilfen so niemand nimmt die zeichen war

na gut bevor ich hier noch ein buch schreibe höre ich lieber mal auf
ich erwarte nicht das man drauf antwortet oder oder mich gar versteht

lg grüße diaz

14.04.2011 17:27 • 14.02.2021 #1


4 Antworten ↓


Hallo Diaz, herzlich Willkommen hier im Forum. Hier bist du gut aufgehoben, denn vieles was Du schreibst ist hier nicht unbekannt!
Du hast eine ganze Menge schlimme Dinge erleben müssen, die jeden Menschen kaputt machen würden! Außerdem kommt es mir so vor, als wenn du von deinen Mitmenschen gnadenlos übergangen wirst, bzw. das sie dich als Abladeplatz benutzen. Ich denke auf solche netten Freunde könntest Du getrost verzichten. Auch finde ich es völlig OK, wenn du dich an dem einzigen echten Freund klammerst. ABER, damit es ihm auch nicht zu anstrengend und schwer wird, solltest du ernsthaft über professionelle Hilfe nachdenken. Suche Dir einen Therapeuten, denke über eine Traumatherapie nach, denn die Vergewaltigung scheinst Du nie verarbeitet zu haben. Auch ein Leben mit einem Alk. Elternteil ist nicht einfach über Bord zu werfen. Meine Mutter hat erst mit dem trinken angefangen als ich bereits aus dem Haus war, aber es war/ ist nach wie vor sehr schwer für mich mit dieser Tatsache umzugehen! Mag mir gar nicht vorstellen was Kinder erleben und erdulden müssen!

Wenn du wie viele andere auch zu lange Wartezeiten bei Therapeuten haben solltest, dann empfehle ich Dir Beratungsstellen der sozialen Einrichtungen! Dort gibt es Hilfe für Opfer, Hilfe für Angehörige von Alk.. Dort triffst du auf Menschen die Erfahrung und Kompetenz haben, sowie auf Menschen die ähnliches erlebt haben!
Das "darüber Reden" wird dir sicherlich schon mal etwas Druck wegnehmen, und vor allen Dingen das Du dich verstanden fühlen kannst.

14.04.2011 20:02 • #2



Müde und kaputt vom Leben

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Hallo Diaz,

ich finde in deinen Worten viel von mir selbst. Ich bin nicht vergewaltigt worden und musste auch nie körperliche Gewalt seitens meiner Eltern erfahren aber ich weiss wie es ist, wenn die Mutter trinkt. Ich weiss, welche Schuld man sich selbst gibt das sie es tut. Da kommen die Fragen auf "Hat sie mich denn gar nicht lieb, wieso tut sie mir das an?".

Du siehst, du wirst hier sehr wohl verstanden.

Ich kann mich Söckchen nur anschließen. Da es lange Wartezeiten auf Therapieplätze gibt, versuche in ambulante Therapiezentren unterzukommen. Erkundige dich ob du bei staat.-/oder kirchlichen Einrichtungen Hilfe bekommen kannst.
In meinem Fall habe ich damals bei der Caritas angerufen und einen Termin vereinbart. Der Mitarbeiter der dort auf mich zu kam (mich besuchen kam) war sehr nett und sehr kompetent und von da an ging es bei mir bergauf.

Aber das wichtigste was ich dir auf deinem Weg mitgeben kann ist: Du musst es wollen, du musst ganz tief in dir den Hebel umlegen und Hilfe annehmen.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und alles Gute, du schaffst das.

15.04.2011 14:36 • #3


Guenter518405
Tja, was soll ich da als Siebzigjähriger dazu sagen, nach einer lieblosen Ehe, hatte ich das Glück nochmals eine Partnerin zu finden und eine gute Beziehung zu führen bis zu Ihrem Unfalltod vor 18 Jahren. Seitdem habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr zum Leben.
Weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr wie das weitergehen soll, besonders da mir der Lockdown sehr zusetzt.
In meinem Alter nochmals einen Neuanfang wagen, das ist jetzt zum 4. Mal daneben gegangen.
Mag einfach nicht mehr, zumal meine gesundheitliche Situation auch nicht gerade berauschend aussieht.
Nun gut ich weiss ja, wie es ganz schnell geht, um über die Regenbogenbrücke zu gelangen.

13.02.2021 20:31 • #4


Calima
Zitat von diaz83:
und spiele immer mehr mit dem gedanken mich von diesen leben zu verabschieden
was vtl ein wenig komisch klingt aber mich für einen augenblick wieder glücklich macht.


Das könnte daran liegen, dass es dir die Möglichkeit gibt, zu handeln und damit etwas nach deinem Willen zu beeinflussen.

In deinem restlichen Leben scheinst du eher in deiner aktiven Lebensgestaltung eingeschränkt. Es macht den Eindruck, als würdest du primär auf das Leben, die Menschen und Ereignisse reagieren, als selbst die Fäden in die Hand zu nehmen.

Und hier könnte ein Knackpunkt liegen: Du solltest den Weg in ein selbstbestimmtes Leben suchen, anstatt dich abhängig von den Umständen und anderen Menschen zu machen.

Ich fang mal mit deinen Zähnen an: Sie sind weit mehr als ein optisches Problem und können viele schwerwiegende Erkrankungen verursachen, da sie permanent Krankheitserreger in deinen Körper ausschütten.

Heißt: Die Versorgung ist medizinisch notwendig. Du hast einen Anspruch auf entsprechende Behandlung und kannst diese auch über Härtefallregelungen deiner Krankenkasse in Anspruch nehmen.

Dazu musst du erst mal zu einem Zahnarzt gehen, denn du brauchst ein Gutachten und einen Heil- und Kostenplan. Der Zahnarzt wird dich auch beraten, wie es dann weitergeht.

Ich bin sicher, wenn du diese große Hürde für dich in Angriff nimmst und meisterst, wird dir das auch Kraft für weitere Dinge geben, die dir ein selbstbestimmtes und aktiv gestaltetes Leben ermöglichen.

14.02.2021 10:40 • #5