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Alisia_
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Hallo. Im Sommer letzten Jahres haben meine extremen Panikattacken begonnen. Ich hatte diese zwar schon Jahre davor, aber ab da wurde es richtig schlimm. Sogar Krankenwagen usw war dabei.

Ich bin in der Ausbildung und hätte jetzt in ca einem Monat die zwischenprüfing. Danach sind es nochmal 2 Jahre.

Ich habe Vorallem sehr großes Glück mit meinem Ausbilder, der über alles bescheid weiß und sich große wenn nicht riesige Mühe gibt mir zu helfen alles zu schaffen.

Nur leider ist jeder Tag ein Kampf und ich merke, das jede Phase mit Panikattacken schlimmer ist. Manchmal fängt es schon im bus an, extremes herzrasen und ich gerate in komplette Panik. Dann geht es sogar in der Schule weiter und ich saß neulich sogar über eine Stunde vor dem Klassenzimmer weil ich mich so mies fühlte.

Auf der Arbeit gehe ich regelmäßig aufs Klo um mich irgendwie durch den Tag zu kämpfen. Meine Noten sind extrem abgestürzt weil ich versuche meine Probleme einfach zu verdrängen. Und dazu kann ich mich null konzentrieren. Ich bin eigentlich nicht dumm, aber manche idioten halten mich dafür, weil ich eben kaum was sage oder gehen nach meinen Noten.

Mein Ausbilder hat ihnen aber klar gemacht das Dumme Sprüche aufhören.

Naja. Ich habe schon öfter überlegt die Ausbildung abzubrechen. Meine Eltern sind relativ streng und setzen mich damit sehr unter Druck. Heute bin ich mit den Nerven wirklich wieder komplett am Ende und überlege alles hin zu schmeißen.

Aber das schlimmste: ich habe gemerkt, das ich durch die Krankheit alles habe schleifen lassen, und in einem
Monat ist schon die Prüfung. Ich werde zwar enorm gut vorbereitet, aber ich habe gerade das extreme Gefühl das ich das nicht packen kann mit den Panikattacken.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich will die Menschen um mich herum oder Vorallem meinen Ausbilder der sich so bemüht nicht enttäuschen. Aber ich reite mich unbewusst immer mehr in die sch..

16.02.2020 #1


7 Antworten ↓

leica46
Zitat von Alisia_:
Ich will die Menschen um mich herum oder Vorallem meinen Ausbilder der sich so bemüht nicht enttäuschen.


@alisia, Enttäuschen könntest Du doch nur, wenn Du aus Nachlässigkeit Deine Vorbereitung auf die Prüfung schleifen ließest. Das tust Du ja nicht. Wer also auch nur einigermaßen sich mit dem immer weitere Kreise erreichenden Krankheitsbild der Angststörungen (ich vermute, dass Du unter einer solchen leiden könntest) auskennt, weiß dass Du Dir das, ja nicht selbst ausgesucht hast. Warst Du schon beim Arzt deswegen ?
Wer Dich trotzdem tadelt, sollte Dein Selbstwertgefühl nicht ernsthaft beschädigen können, denn er kennt sich einfach nicht mit den Leiden derer aus, die davon betroffen sind.
Lass Dich nicht noch mehr unter Druck setzen als Du es Dir gegenüber selbst schon tust. Tu was du kannst, bereite Dich so gut vor wie es Dir jetzt möglich ist, versuche an der Prüfung teilzunehmen, es sei denn der Arzt rät Dir davon ab. Und versuche sie erfolgreich zu absolvieren. Wenn es Dir nicht gelingt hast nicht Du versagt, sondern die Angst war zur Zeit einfach stärker. Mit dieser Einstellung würdest Du viel Druck aus der Situation nehmen.

Aber ich kenne kaum eine Ausbildung, bei der nicht eine Zwischenprüfung zu einem späteren Zeitpunkt auch wiederholt werden kann.
Du hast noch nichts davon geschrieben ob Du in ärztlicher Beratung stehst. Mit einem entsprechenden Attest dürfte eine Wiederholung noch leichter sein.

Wenn das möglich und Dein Arzt, wenn er die Ursache diagnostiziert hat, dazu rät, ist bereite Dich so gut wie möglich vor. Und gehe dann zur Prüfung. Wenn Du sie bestehst dann ist das auch ein wichtiger Schritt zur Besserung der Angststörung. Wenn Du sie nicht bestehst wäre das verständlich. Kopf hoch, Du solltest Dein Selbstwertgefühl nicht von solchen äußeren Bedingungen abhängig machen.

Deine Eltern setzen Dich vielleicht unter Druck weil sie denken, man könne Dich mit Druck motivieren und Du müßtest Dich nur zusammennehmen. . Das glaube ich nicht, denn da steht Deine -wie ich vermute - Angststörung dagegen. Ich kenne die auch. Und Druck ist da nicht hilfreich - eher im Gegenteil. Der Arzt (Du hast für den Anfang doch sicher einen Hausarzt) könnte ggf. auch Deine Eltern Aufklärung geben.

LG.

x 1 #2


A


Die Angststörung macht mein Leben kaputt

x 3


A
vielen Dank für die Antwort. Mein Arzt weiß Bescheid und hat mir Lasea verschrieben das ich jetzt jeden Tag nehmen soll.

Ich bin bis jetzt leider nur einmal im Monat bei einer Psychologin in einer Klinik, suche aber nun nach etwas richtigen.

Ich versuche zwar immer mir den innerlichen Druck zu nehmen, aber umso mehr ich das versuche desto schlimmer wird es. Ich wünschte ich würde nichtmal drüber nachdenken.:/

x 1 #3


A

Panikstörung+ Hypochonder

Hi. In letzter Zeit geht es mir wieder schlechter und ich dachte ich schreib es mir einfach mal von der Seele da das oft hilft. (Antworten helfen umso mehr) Smile

Ich werde ich Moment wieder jeden Tag MINDESTENS von einer Panikattacke geplagt. Gestern hatte ich eine gründliche Untersuchung beim neurologen. Alles ok.

Mein Herz ist auch genau untersucht und anscheinend kerngesund. Bleibt aber das Problem das mein Ruhepuls immer bei mindestens 100 ist. Immer. Und in einer Panikattacke schaffe ich locker 170. (Mein Blutdruck ist aber immer niedrig bis normal.) Und nicht zu vergessen ich mache Sport. Aber selbst beim Fitness habe ich durchgehend Angst. Ich bekomme kaum Luft, befürchte immer umzufallen und mir fehlt die Kraft. Das treibt mich fast in den Wahnsinn.

Das ist das, was mir immer am aller meisten Panik macht. Das zusammen mit Schwindel.

Umso mehr ich mir sage beruhige dich doch endlich mal, desto schlimmer wird es. Ich raste mittlerweile regelrecht fast aus, weil ich so wütend bin und will das dieser Mist einfach mal aufhört. Ich habe noch keinen Therapeuten gefunden.

Schilddrüse wird jetzt zum Glück nächste Woche noch abgeklärt, meine Werte waren schonmal nicht Optimal.

Es ist so komisch. Ich fühle mich immer so schlapp und am Ende, aber dann rast mein Herz und ich bin so unruhig, als müsste ich irgendwas machen das mich wieder ausgleicht. Es ist irgendwie, als wäre ich in mir selbst gefangen.

Meine größte Angst sind meine körperlichen Symptome. Nicht zu vergessen mein Vater ist Hypochonder, und als ich klein war (5) habe ich meine Schwester (1) fast sterben gesehen. Ich habe es ziemlich traumatisch in Erinnerung, auch die Zeit, als sie im Krankenhaus war. Ich habe auch große Angst vor Krankenhäusern, und wenn ich einen Krankenwagen sehe bekomme ich direkt Panik. ( wurde selbst aber schon 2 mal von einem geholt)

Ich bin langsam echt verzweifelt und kann einfach nicht mehr. Ich weiß nicht was ich machen soll.

#4


flow87
Zitat von Alisia_:
Hi. In letzter Zeit geht es mir wieder schlechter und ich dachte ich schreib es mir einfach mal von der Seele da das oft hilft. (Antworten helfen umso mehr) SmileIch werde ich Moment wieder jeden Tag MINDESTENS von einer Panikattacke geplagt. Gestern hatte ich eine gründliche Untersuchung beim neurologen. Alles ok.Mein Herz ist auch genau untersucht und anscheinend kerngesund. Bleibt aber das Problem das mein Ruhepuls immer bei mindestens 100 ist. Immer. Und in einer Panikattacke schaffe ich locker 170. (Mein Blutdruck ist aber immer niedrig bis normal.) Und nicht zu vergessen ich mache Sport. Aber selbst beim Fitness ...


Du beantwortest deine Symptome ja fast selbst. Der hohe Ruhepuls kommt von der ständigen Anspannung und Angst.
Was löst bei dir diese Panik aus, das ist die Frage. Ich denke bei dir ist es zum grössten Teil die Psyche, da du ja gut untersucht worden bist.
Was natürlich auch möglich wäre, das bei dir ein hormonelles Problem vorliegt, die Schilddrüse. Das würde das Herzrasen und Panik natürlich erheblich unterstützen.
Lass dein Blut nochmals Untersuchen wie du gesagt hast, dann sollte sich rausstellen woran es liegt.

x 1 #5


A
[quote="flow87"]

Das frage ich mich auch. Ich habe in 2 Monaten Prüfung, und das setzt mich auch unter Druck. Seit dem ist es auch wieder schlimmer. danke für die Antwort.

#6


A

Atemprobleme auch bei Sport?

Hi, ich hätte da mal eine Frage. Ich hab mich gestern mal überwunden mit einer Freundin in die stadt zu gehen und Spaß zu haben. Ich hatte wirklich keine Angst, aber ich habe trotzdem immer die Symptome. Kann das sein?

Immer wenn ich laufe fühle ich mich unglaublich schwach und habe das Gefühl als könnte ich jede Sekunde umkippen. Ich muss dann immer tief durchatmen aber es hilft nicht. Fühlt sich immer an als hätte ich nicht genug Luft. Und habe immer so ein merkwürdiges körpergefühl als wäre ich einfach mega instabil um es zu beschreiben.

Jetzt war ich grade am trainieren und ich hatte auch echt Lust, aber irgendwann bleibt mir einfach die Luft weg und es ist wieder das selbe Gefühl. Ich kann einfach nicht mehr. Mein Herz rast und mir wird so schwummrig vor den Augen und übel.

Mein Blutdruck ist immer im niedrigen Bereich aber eigentlich nie zu niedrig.

Ich Zweifel echt. Wenn das alles von der Angst kommt, wieso geht es mir dann auch schlecht, wenn ich keine habe?

Ich habe solche Angst das ich doch ein körperliches Problem habe aber es einfach nicht gefunden ist.

Ps: diesen Donnerstag hab ich endlich die Untersuchung in einer schilddrüsenpraxis.

#7


Gorilla
Ich mache auch zur Zeit keinen Sport da ich Angst habe das meine Atembeschwerden dadurch schlimmer werden. Dabei habe ich immer so gerne Sport gemacht.

#8






Dr. Christina Wiesemann
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