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K

Kelly
Gast

Sammelthema
Hi,

leide seit ca. 7 Jahren an einer Hypochondrie.
Sehr oft schon wurden alle möglichen Untersuchungn gemacht.
Manchmal ist es besser, in letzter Zeit wieder schlechter.
Das liegt daran, dass ich leichte Erhöhungen der Blutwerte habe seit ca. 1/2 Jahr. Seitdem habe ich auch häufig Infekte. Und ich merke auch Beschwerden am Herzen. Obwohl ich vor ca. 1 1/2 Woche während einer Grippe erst ein EKG gemacht bekommen habe, habe ich Herzbeschwerden.
Ich hatte diese Woche eine sehr aufregende Situation auf der Arbeit, und plötzlich hatte ich gestern einen ganz unregelmässigen Puls. Die Pulsschwankungen waren schon extrem und ich hatte auch Herzstolpern dabei. Eigentlich müsste ich wissen, dass es nichts organisches ist, aber trotzdem hat man immer Angst, dass man nicht richtig untersucht wurde.
Ich kontrolliere regelmässig meinen Puls. Diese psychische Belastung verbessert den Gesundheitszustand nicht unbedingt.

25.08.2019 #1


84 Antworten ↓
disturbingme

disturbingme
Mitglied

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14
Themen:
1
Mitglied seit:
wenn es einem schlecht geht.. fühlt es sich so an als würde man damit alleine sein.
es kommt mir vor als würde mir niemand helfen wollen oder können, gefangen in einem körper der unkontrollierbar ist und man ausgeliefert ist. vorerst .. ich leide seit ich klein bin an schweren depressionen, leider war ich noch nicht in therapie.
vor 2 jahren circa fing es an.. mit den ersten panikattacken. ich war im Dro... und war etwas länger drin..
dann stand ich an der kasse.. und mir wurde sehr schlecht und schwindlig.. hatte herzrasen atemnot alles was dazu gehört.
da es das erste mal war und ich von dem ganzen noch nichts wusste.. und nichtmal wusste dass die psyche so etwas auslösen kann dachte ich ich würde gleich sterben oder wäre totkrank. ich hatte wakelige knie.. wäre fast umgekippt aber bezahlte noch zitternd meinen einkauf und lief raus, setzte mich auf ne bank.. und atmete. dort saß ich glaube ich eine stunde lang bis es besser wurde.
schwindelig war mir immer noch aber ich ging nach hause. dann das nächste mal kurze zeit später wurde mein arm taub.
ich dachte ich hätte einen herzinfarkt und es würde in den arm austrahlen, ich bekam panik. aus panik rief ich einen notarzt..
sie untersuchten mich, nahmen mich mit zum krankenhaus und untersuchten mich. blutprobe, ekg, fiebermessung, urinprobe usw.
alles war ok.. sie meinten es wäre eine panikattacke und ich war etwas beruhigt. dann kurze zeit später fing es wieder an.. mit den taubheitsgefühlen und schmerzen aber sie verbreiteten sich auf beide arme und das angstgefühl kam wieder.. es war schlimm. ich zitterte,bebte und verkrampfte.. meine finger verkrampften sich. solche anfälle bekam ich dann öfters, vielleicht jede woche ein mal. sobald ich in einen laden ging wurde mir schwindelig.. und wacklig, ich ging sofort raus. ich konnte nirgendwo hingehen. ich war wie auf nem wankenden boot.. es wackelte alles. so ging es mir monatelang, ein halbes jahr vielleicht... bis es dann besser wurde und fast aufhörte mit den attacken.ein jahr war dann stille.. ich konnte wieder einkaufen und rausgehen.. manchmal war es schwer aber es ging einigermaßen. davor hatte ich etliche verkehrsmittel gemieden weil bei mir sofort die angst kam und die klaustrophobie.
jetzt vor 3 wochen fing es wieder an. ich wollte in den urlaub fahren, saß in der bahn und mein arm wurde taub.. als ich mich dann in den vollen bus nach rügen setzte wurde mir sehr komisch , es wurde heiß und ich bekam herzrasen und musste sofort raus. es war zu eng und es waren zu viele menschen im bus. ich ging raus, das wars also mit meinem urlaub. ich quälte mich nach hause.. mit atemnot... und herzstolpern. als ich zuhause war legte ich mich hin und stand nicht mehr auf. mir ging es nicht besser, in den nächsten tagen konnte ich kaum gehen so schwindlig war mir. es war eng im brustkorb.. hatte herzrasen.. und angstattacken. das gefühl von atemnot.. und situationen die man nicht kontrollieren kann. vor einigen tagen hatte ich dann was extremes.. hatte stundnelang unruhig geatmet .. und dann fingen meine arme an zu vibrieren und zu beben..dann auch mein gesicht und beine also alles bebte. ich verkrampfte bekam schwer luft.. es fühlte sich an wie sterben. ich hatte wieder den notruf gewählt.. sie sagten ich hätte hyperventiliert.. und durch das unruhige atmen verkrampfte sich alles. mir geht es furchtbar und ich sehe keinen ausweg.. ich fühl mich hilflos und weiß nicht weiter. ich will demnächst eine therapie machen.. habe sogar einen termin ende juni nicht allzu weit weg von mir. doch ich habe angst zusammenzubrechen.. und angst vor dem weg dahin.. weil ich momentan kaum laufen kann.. weiß ich nicht wie ich dahin kommen werde. ich weiss dort geht es wohl vielen wie mir.. aber trotzdem leidet jeder für sich. denn jeder empfindet anders. vielleicht helfen da antidepressiva zum beruhigen? geht es jemandem wie mir. . da draußen? kann mir jemand helfen? Sad

05.06.2015 15:54 • #36


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A


Herzprobleme und Herzbeschwerden - eure Erfahrungen

x 3


E

Ex-Mitglied
Gast

Hallo Experten-Team,

ich bin momentan in der unglücklichen Situation als u.a. Herzphobiker vor knapp 2 Wochen starke Extrasystolen entwickelt zu haben.
Zunächst fast durchgehend bis zu 10mal die Minute, nun meist "nur" noch beim aufstehen, essen und bewegen. Die ersten beiden Tage dachte ich, daß ich sterben werde. Auch jetzt kommen diese Ängste immer wieder mal hoch, wenngleich nicht in diesem Maße.

Ich bin in ärztlicher Behandlung, aber es dauert alles so lange hier in Köln.

Zu meiner persönlichen Beruhigung lebe ich momentan sehr starr. Ich habe mir direkt alle Genußmittel verboten (Alk., Niktin, Süßigkeiten, üppige und ungesunde Mahlzeiten), nehme Johanniskraut und Baldrian zur Beruhigung, trinke Weissdorn-Tee, ess Suppen mit Knoblauch und nehme Magnesium für das Herz. Gegen die Nervosität setze ich gesunde Kaugummis aus dem Bio-Markt ein. Neben dem Tee trinke ich nur Wasser.

Im Moment bin ich eigentlich nur am warten. Warten auf Ergebnisse, Termine und auf bessere Zeiten. Ich weiss, daß ich mich eigentlich bewegen müsste, aber da die Extrasystolen vor allem dann auftreten, tu ich nur noch das nötigste.

Ich glaube das ist nach all den Panikattacken, Tragödien und sonstigen Stressfaktoren in meinem Lerben trotz dieser momentanen Ruhe die schlimmste Phase, die ich je durchlebt habe.

Und ich weiss nicht worauf ich mich freuen soll, denn mein altes Leben mit der ständigen Atemnot, der Aggression, der Perspektivlosigkeit, der permanenten Überforderung und dem daraus resultierenden Rückzug ins Internet will ich auch nicht mehr zurück.

Im Moment tröste ich mich damit, daß das evtl. die Chance sein könnte mein ungesundes, unbefriedigendes Leben dauerhaft zu verändern. Aber ich weiss nicht wie dieses Leben dann aussehen soll, woher die Kraft kommen soll, wer mir Chancen geben soll und wie man auf einmal so schnell erwachsen werden kann, wenn mans vorher nicht gelernt hat.

Ab 15.06. steht mein zweiter Tagesklinik-Aufenthalt bevor. Borderline-Station. Ich weiss nicht ob ich dieses Ambiente und diese Tagesstruktur mit den Herzproblemen meistere. Im Moment kämpfe ich ja schon am Limit mit all dem Verzicht, dem nahezu kompensationslosen Aushalten von Ängsten und Einsichten.
Wäre es nicht vielleicht ratsam den Klinik-Aufenthalt zu verschieben, bis ich körperlich komplett durchgecheckt bin? Aber auf der anderen Seite bin ich ja dringend therapiebedürftig, also was tun?

Ja, jetzt hab' ich viel geschildert und wenig Fragen gestellt. Aber die konkreten Fragen können mir wohl nur die Ärzte beantworten.

Was ich aber noch gerne beantwortet hätte: Wissen sie denn gute Anlaufstellen im Raum Köln, an welche man sich kurzfristig wenden kann, wenn einem alles zuviel wird?

Vielen Dank
David

27.05.2009 15:34 • #19


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A
wenn du deinen puls an der brust kontrollierst dann mach das nicht sondern über deine pulsschlagader... ist besser. wegen muskelzuckungen in der brustmuskulatur und sowas

#2


G
hallo kelly
ich hatte die herzprobleme das erste mal mit 14 gehabt, jetzt mit 20 wieder
inzwischen nehme ich betablocker, bis es mir psychisch wieder besser geht.
erst hatte ich das herzrasen nachts, zwei-bis drei stunden nachdem ich eingeschlafen bin, anschließend sogar tagsüber.
ich habe auch immer wieder angst, dass ich irgendeine noch nicht entdeckte krankheit habe...
beruhigend finde ich allerdings, dass man anscheinend mit seinen problemem nicht alleine ist.
wenn du möchtest, antworte mir, wir können uns darüber dann konkreter austauschen.

#3


J

Herzprobleme

Hallo,

in meiner Verzweiflung lande ich hier und hoffe jemand von Euch kann mir einen Rat geben.

Ich bin 25 und nehme seit 2 Jahren Betablocker gegen zu hohen Puls. Das ganze soll psychisch sein und bis jetzt kam ich mit 2,5 mg am Tag super aus. Insgesamt fühlte ich mich immer stabiler die letzte Zeit. Doch dann und wann kam immer mal ein Tag, wo es mir schlechter ging. Leichtes Herzklopfen trotz der Medizin, vermehrte Müdigkeit und sowas.

Seit letzten Mittwoch ist es unschreiblich. Mein Herz rast trotz Erhöhung des Beta Blockers, besonders bei Belastung! Dazu ziehende Schmerzen am oberen Teil vom Herz. Manche Tage schwitze ich immer weiter, heute geht es dagegen wieder. Fühle mich total kaputt und habe Kopfschmerzen. Samstag hat mich meine Mutter in die Notaufnahme gebracht, wo ich untersucht wurde, mit dem Ergebnis, nichts festzustellen. Ich drehe langsam echt ab. Bin nicht mehr arbeitsfähig, die Leute meinen ich sähe "schlecht" aus. Achja, schlecht ist mir auch teilweise und das zu genüge.

Hatte jetzt was über die sogenannte Herzneurose gelesen, von der auch der Arzt sprach. Kann mich aber nur zum Teil damit identifizieren. Da steht die "Anfälle" wären meistens eher kurz, bei mir geht es aber direkt bei Belastung los und es steht nichts dort von der furchtbaren abgeschlagenheit. Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll. Kann mir bitte jemand einen Tip geben? Wie gesagt Laborbefund war ok, inkl. Schilddrüse. EKG, zeigte nur einen ganz leichten Entschlag im Vorhof, "nichts dramatisches". Röntgen ebenso okay.

Vielen Dank im vorraus!

#4


M
Liebe Jeany,

möchte dir den Rat geben einen Termin bei einem Radiologen zu machen. Ich glaube wir können das nicht richtig beurteilen, da wir keine Mediziner sind.
Habe auch öfters diese Probleme...liegt aber daran das ich mich durch meine Herzneurose zeitweise zu sehr schone, dann jagt das Herz natürlich bei der kleinsten Anstrengung. Dazu kommt noch, daß mein Ferritinwert zu niedrig ist..löst auch starkes Herzklopfen aus.
Mit Betablokern kenn ich mich nicht aus, aber vielleicht das falsche Medikament oder falsche Dosierung.
Geh zu einem Arzt, laß einfach nochmal nachsehn...auch zu deiner eigenen Beruhigung.
Wünsche dir einen schönen angstfreien Tag.

Alles Liebe
Claudia

#5


W
Hey Jeany,

kann gut nachfühlen, wie es Dir geht...

Es ist natürlich wichtig, beim Arzt abzuklären, ob keine organischen Befunde vorliegen. Ob die Untersuchungen ausreichen, die bei Dir schon gemacht wurden, kann ich nicht beurteilen. Aber so wie Du es beschreibst, ist es wahrscheinlich seelisch bedingt.

Ich nehme auch Beta-Blocker, schon seit ca. 15 Jahren. Meine Dosierung ist, denke ich, höher wie bei Dir. Ich nehme diese auch wegen zu hohen Puls und gegen Herzstolperer. Der Beta-Blocker macht das Herz ruhiger.

Machst Du Dir Sorgen wegen Deines Herzens? Bist Du unruhig und kannst schlecht schlafen? Machst Du Dir generell viel Sorgen? Bist Du melancholisch? Bist Du oft unglücklich? Falls ja, dann kommen Deine Beschwerden sehr wahrscheinlich davon. Was hilft? Natürlich weniger Gedanken machen und ein gesundes Vertrauen zu den Ärzten. Wenn das nur so einfach wäre.... Oft hilft auch Sport, Ausdauersport. Der hat eine ähnliche Wirkung wie die Tabletten, nur gesünder (senkt auch den Puls). Kläre aber wie gesagt bitte vorher ab, ob Du wirlich gesund bist.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen. Ansonsten wünsche ich Dir alle Kraft, das durchzustehen.

Ganz lieber Gruß Wiesenmohn

#6


J
Hallo und danke erstmal für Antworten!

Ich bin heute Morgen wirklich noch mal zu meinem Arzt. Der hatte jetzt zur Vorsicht noch ein Langzeit und Belastungs EKG vorgeschlagen, eben um wirklich alles auszuschließen. Das Herzrasen war jetzt mit der angepassten Dosis der Beta Blocker etwas besser und ich hoffe es bleibt so. Fühle mich nur immer noch mega schlapp. Denke das ist auch von der Anstrengung und Aufregung der letzten Tage, so es so gejagt hat und hoffe das es sich auch noch legt.

@Wiesenmohn Ich war eine zeitlang mal melancholisch, ja, aber seit einigen Monaten, gings mir durch eine Veränderung im persönlichen Umfeld sehr viel besser, war sogar richtig augegelichen. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum sich die Psyche ausgerechnet jetzt melden soll. :-/

Danke jedenfalls für Eure Unterstützung! Da fühlt man sich wenigstens nicht mehr so alleine damit. Ich hoffe einfach das alle betroffenen einen Weg finden, damit möglichst gut leben zu können!

#7


W
hallo, habe beim überfliegen diesen text gefunden.
ich finde es sehr schlecht einen betablocker zu verschreiben wenn man denkt das es psyisch sein könnte. man muß natürlich das herz und so genau untersuchen, aber wenn das passiert ist und alle befunde negativ sind sollte man unter ärztlicher kontrolle den betablocker absetzen und die ursache des hohen puls bekämpfen, also eine psychotherapie machen mit evtl. pflanzlichen medikamenten beruhigen.... warum in so jungen jahren das herz lähmen mit betablocker? das hat extrem viele nebenwirkungen. Aber vorsicht ! dies alles nur unter ärztlicher kontrolle ! man darf diese medikamente nicht einfach so absetzen.
Ich bin etwas unter zeitdruck........leider....
schreib mal was du von meinem vorschlag hälst...
LG -wladimir-

#8


J
Sollte sich rausstellen, dass nichts organisches die Ursache ist, dann will der Arzt auch sehen das ich davon runterkomme. Man darf die meisten Medikamente ja nicht einfach so absetzen und ich experimentiere da auch nicht alleine rum. Da hab ich zu viel Respekt vor. Nächsten Dienstag werde ich mehr wissen und dann werden auch die nächsten Schritte besprochen.

#9


W
sehr richtig,
nie ohne Arzt etwas tun.
Nur sollte man die Therapien mancher Ärzte überdenken. Es ist ja schon mal ganz gut das dein HA selber die Betabloker absetzen will wenn es nichts organisches ist.
Ein Freund von mir, hat viel Stress, also nicht unbedingt auf der arbeit, aber durch verluste im Freundeskreis und in der beziehung. er zitterte und bekam Herzklopfen und pulsrasen ohne sich traurig oder emotional wirklich schlecht zu fühlen. er ging zum HA und bekam einen Betabloker verschrieben obwohl die Herz untersuchungen alle negativ waren.
Da er aber ende 30 ist und die nebenwirkungen von diesen medikamenten nicht auf dauer hinnehmen wollte informierte er sich auch anders.
Er ging zu einem Homöopathen der auch eine psychatrische ausbildung hat. mit gesprächstherapie die total unkompliziert war ,nahm er zusätzlich bachblüten und noch irgendwas ein.....
er sagte das die symptome erst extrem schlimmer wurden, aber dann fast komplett weggingen....
Ich will nicht sagen das es immer die lösung ist, aber dieses beispiel hat auch mir als " Schulmediziner" gezeigt das sowas auch besser sein kann als direkt ein gesundes Organ wie das herz zu lähmen.
Natürlich, und das ist mir wirklich wichtig darf jede art von therapie nur unter ärztlicher kontrolle erfolgen und man darf narürlich nicht selber einfach so medikamente absetzen.
schreib bitte weiter was du erlebst mit den ärzten. das ist sehr interessant.
Ich wünsche dir schnelle hilfe und gute besserung.
LG -wladimir-

#10


D
Zitat von Jeany:
Hallo,

in meiner Verzweiflung lande ich hier und hoffe jemand von Euch kann mir einen Rat geben.

Ich bin 25 und nehme seit 2 Jahren Betablocker gegen zu hohen Puls. Das ganze soll psychisch sein und bis jetzt kam ich mit 2,5 mg am Tag super aus. Insgesamt fühlte ich mich immer stabiler die letzte Zeit. Doch dann und wann kam immer mal ein Tag, wo es mir schlechter ging. Leichtes Herzklopfen trotz der Medizin, vermehrte Müdigkeit und sowas.

Seit letzten Mittwoch ist es unschreiblich. Mein Herz rast trotz Erhöhung des Beta Blockers, besonders bei Belastung! Dazu ziehende Schmerzen am oberen Teil vom Herz. Manche Tage schwitze ich immer weiter, heute geht es dagegen wieder. Fühle mich total kaputt und habe Kopfschmerzen. Samstag hat mich meine Mutter in die Notaufnahme gebracht, wo ich untersucht wurde, mit dem Ergebnis, nichts festzustellen. Ich drehe langsam echt ab. Bin nicht mehr arbeitsfähig, die Leute meinen ich sähe "schlecht" aus. Achja, schlecht ist mir auch teilweise und das zu genüge.

Hatte jetzt was über die sogenannte Herzneurose gelesen, von der auch der Arzt sprach. Kann mich aber nur zum Teil damit identifizieren. Da steht die "Anfälle" wären meistens eher kurz, bei mir geht es aber direkt bei Belastung los und es steht nichts dort von der furchtbaren abgeschlagenheit. Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll. Kann mir bitte jemand einen Tip geben? Wie gesagt Laborbefund war ok, inkl. Schilddrüse. EKG, zeigte nur einen ganz leichten Entschlag im Vorhof, "nichts dramatisches". Röntgen ebenso okay.

Vielen Dank im vorraus!


Könnte eine organische, aber auch metaphysische Ursache haben.
In diesem Sinn was will dein Herz Dir sagen?!
Hast du schon mal darüber nachgedacht. Es gibt ein mystisches Herz, jenseits deines organischen.

Liebe Grüße

#11


J
Ich wollte Euch noch mal auf dem laufenden halten. Heute Moren war ich zum Belastungs EKG. Lief nicht sooo toll. Musste nach knapp 4 Minuten mit einem Puls von 192 abbrechen, weil mir schwindlig wurde. Die ARzthelferinhat zum Glück direkt reagiert. Kam ein zweiter Arzt mit uns Zimmer, weil er wohl dachte es schreibt noch niemand mit. Die Ärztin war aber schon am Auswerten. Habe folgende Brocken mitbekommen:

- Supraventrikuläre Tachykardie
- Vorhof Extrasystolis
- Nicht absolut

Den Rest konnte ich mir nicht merken. Besprechung ist am Donnerstag Morgen. Bin ja mal gespannt. Ich sag Euch dann noch mal Bescheid!

#12


C

Herzprobleme

Ein freundliches Hallo an Euch!
Ich habe durch Zufall dieses Forum gefunden und bin froh, dass ich auch mal irgendwo meine Angst loswerden kann.
Habe seit ein paar Tagen, wie schon vorher immer mal wieder (so ein bis zwei mal im Jahr) Probleme mit dem Herzrythmus. Ich habe Extrasystolen im Bereich U6, Sinusarythmie, und werde irgendwie nicht damit fertig. Gestern noch schnell beim Arzt gewesen, weil es so geholpert und gestolpert ist, EKG gemacht, Extrasystolen auf dem EKG gefunden, gesagt bekommen "ist nicht dramatisch" und mit Galacordin nach Hause geschickt worden. Für mich ist es aber dramatisch! Weil es nicht aufhört und ich dauernd in mich reinhöre. Mal geht es bissel - im Stehen und Bewegen ist nicht viel zu spüren - aber im Sitzen oder Liegen geht der Rock'nRoll wieder los. Habe außerdem lt. Doktor ein Römheld-Syndrom (zuviel Luft im Bauch) und weiß nun gar nicht, kommt das Gehoppse vom Magen oder vom Herz.
Hat jemand von Euch auch solche Probleme? Was hat euch geholfen? Bin für jede Antwort dankbar.
Liebe Grüße
ChrisLe

#13


I
Hallo ChrisLe

Herzlich willkommen.....kann dich gut verstehen, was für einen Arzt nicht dramatisch ist, kann für Betroffene die Angst bekommen sehr schlimm sein.

Ich habe zeitweilig auch diese Extrasystolen, meine Ärztin hat mir erklärt, das dies viele Menschen haben und es nicht schlimm ist. Menschen die ängstlich sind haben das sogar recht oft und weil man dann in sich hinein hört merkt man das eben, was anderen garnicht auffällt.

Versuch es mal mit progressiver Muskelentspannung mir hilft das.

LG Ina

#14


C
Hallo Ina! Danke für deinen Beistand. Ich habe mal im Experten-Video - wird ja hier empfohlen - geblättert und heulend vor dem pc gesessen.
Es stimmt ja alles so genau! Jede Beschreibung dieser Neurose stimmt bei mir. Ich bin in meinem Leben immer stark gewesen, habe anderen Hilfe und Rat gegeben und stehe nun vor meinen eigenen Ängsten so hilflos da. Ich glaube, das ist im Moment das Schlimmste für mich, dass ich "Angst" habe. Das gab es nie bei mir. Vielleicht muss ich das für mich eingestehen, dass ich das auch haben darf. Meine Familie weiß das gar nicht so genau, für sie bin ich immer "Mama-fit".
Werde es mal mit der Muskelentspannung versuchen.
Danke!
LG ChrisLe

#15


I
Hallo ChrisLe

ja wir Powerfrauen können oder wollen es nicht wahrhaben. Auch wir dürfen Ängste haben und müssen nicht immer wie du schreibst " Mamafit" sein.
Ich bin auch son Superweib, anderen kann ich meistens gute Ratschläge geben und auch helfen. Geht es aber um mich, bin ich wie gelähmt und hilflos. Boah wie mich das nervt

wünsche dir baldige Besserung

lg Ina

#16


S
Hallo!

Habe die Extrasystolen seit 1996, wahrscheinlich schon länger aber da bemerkte man sie durch Zufall.

Weiss wie es dir da geht. Bin jetzt 38 .

lg Sonja

#17

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C
Hallo Ihr Lieben, die ihr mir beigestanden habt!
Seit Samstag geht es mir wieder besser. Ich glaube, das Galacordin ist eine gute Wahl gewesen. Galacordin ist ein hochdosiertes Kalium-Magnesium-Präparat. Gibt es frei in der Apotheke (100 Stück ca. 15,00 €) zu kaufen. Wer auch so Herzstolperer hat, die als ungefährlich eingestuft wurden, kann es auch mal damit probieren. Vielleicht ist eine Mangelerscheinung an Kalium oder Magnesium an den Stolperern schuld.
Auf jeden Fall ist es bei mir besser geworden. Habe am Freitag mit 3 Stück pro Tag angefangen und gehe nun auf morgens und abends ein Tablette zurück. Ich kann auch wieder gut schlafen ohne zu überlegen, auf welcher Seite die Stolperer weniger zu spüren sind. Ist schon mal ein ganz anderes Gefühl und man horcht auch nicht mehr so sehr (geht aber wohl nie ganz weg das horchen)in sich rein.
L.G.
ChrisLe

#18


E

Herzprobleme, grosse Krise, alles zuviel

Hallo Experten-Team,

ich bin momentan in der unglücklichen Situation als u.a. Herzphobiker vor knapp 2 Wochen starke Extrasystolen entwickelt zu haben.
Zunächst fast durchgehend bis zu 10mal die Minute, nun meist "nur" noch beim aufstehen, essen und bewegen. Die ersten beiden Tage dachte ich, daß ich sterben werde. Auch jetzt kommen diese Ängste immer wieder mal hoch, wenngleich nicht in diesem Maße.

Ich bin in ärztlicher Behandlung, aber es dauert alles so lange hier in Köln.

Zu meiner persönlichen Beruhigung lebe ich momentan sehr starr. Ich habe mir direkt alle Genußmittel verboten (Alk., Niktin, Süßigkeiten, üppige und ungesunde Mahlzeiten), nehme Johanniskraut und Baldrian zur Beruhigung, trinke Weissdorn-Tee, ess Suppen mit Knoblauch und nehme Magnesium für das Herz. Gegen die Nervosität setze ich gesunde Kaugummis aus dem Bio-Markt ein. Neben dem Tee trinke ich nur Wasser.

Im Moment bin ich eigentlich nur am warten. Warten auf Ergebnisse, Termine und auf bessere Zeiten. Ich weiss, daß ich mich eigentlich bewegen müsste, aber da die Extrasystolen vor allem dann auftreten, tu ich nur noch das nötigste.

Ich glaube das ist nach all den Panikattacken, Tragödien und sonstigen Stressfaktoren in meinem Lerben trotz dieser momentanen Ruhe die schlimmste Phase, die ich je durchlebt habe.

Und ich weiss nicht worauf ich mich freuen soll, denn mein altes Leben mit der ständigen Atemnot, der Aggression, der Perspektivlosigkeit, der permanenten Überforderung und dem daraus resultierenden Rückzug ins Internet will ich auch nicht mehr zurück.

Im Moment tröste ich mich damit, daß das evtl. die Chance sein könnte mein ungesundes, unbefriedigendes Leben dauerhaft zu verändern. Aber ich weiss nicht wie dieses Leben dann aussehen soll, woher die Kraft kommen soll, wer mir Chancen geben soll und wie man auf einmal so schnell erwachsen werden kann, wenn mans vorher nicht gelernt hat.

Ab 15.06. steht mein zweiter Tagesklinik-Aufenthalt bevor. Borderline-Station. Ich weiss nicht ob ich dieses Ambiente und diese Tagesstruktur mit den Herzproblemen meistere. Im Moment kämpfe ich ja schon am Limit mit all dem Verzicht, dem nahezu kompensationslosen Aushalten von Ängsten und Einsichten.
Wäre es nicht vielleicht ratsam den Klinik-Aufenthalt zu verschieben, bis ich körperlich komplett durchgecheckt bin? Aber auf der anderen Seite bin ich ja dringend therapiebedürftig, also was tun?

Ja, jetzt hab' ich viel geschildert und wenig Fragen gestellt. Aber die konkreten Fragen können mir wohl nur die Ärzte beantworten.

Was ich aber noch gerne beantwortet hätte: Wissen sie denn gute Anlaufstellen im Raum Köln, an welche man sich kurzfristig wenden kann, wenn einem alles zuviel wird?

Vielen Dank
David

#19


B
Hallo David,

das was Du schilderst, zeigt sehr deutlich, dass Du Hilfe annehmen solltest, weil Du sehr erschöpft und ratlos klingst.
Deshalb die Tagesklinik nicht verschieben ! Auf jeden Fall diese Chance wahrnehmen.

Du schilderst großes Potential an Selbststeuerungskräften - wie Du Deinen Alltag im Moment "sicher machst". Du nutzt es im Augenblick eher selbstkasteiend, aber das ändert nichts daran, dass Du dieses Potential hast. Setze es für Deine Veränderung ein ! Es ist wichtig, Dich an diese Stärken zu erinnern UND NICHT DARAN ZU ZWEIFELN; DASS DU DEN KLINIKAUFENTHALT FÜR DICH NUTZEN KANNST. Lass Dir keine Hintertür zur Flucht oder zum Vermeiden. Das erscheint mir im Moment das Wichtigste, auf das Du Dich konzentrieren solltest.

In Bezug auf Deine Krankheitsängste und Deine Herzphobie kannst Du Dir gerne noch einmal die Materialien und Videos auf der seite ansehen. Konkrete Hilfen stehen da auch als pdf-Materialien bereit.

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dir natürlich auch fest die Daumen.

Lieben Gruß

Bernd Remelius

P.S. Jetzt hätte ich fast Deine letzte Frage vergessen. Ich habe keine konkreten Kenntnisse von Anlaufstellen in Köln. Aber in einer Großstadt gibt es die auf jeden Fall. Hier kannst Du z.B. nach Beratungsstellen für Lebensfragen oder in Krisen suchen (oft von den Kirchen getragen) oder Du kannst natürlich jederzeit als Akutpatient Dich an eine Ambulanz einer psychiatrischen Klinik wenden.

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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