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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Becke

Becke
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Heute ist mal wieder eine dieser Nächte, wo die Angst mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich hasse das. So hilflos zu sein.

23.11.2021 x 2 #1


103 Antworten ↓
RainerFeldweg

RainerFeldweg
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Ich bin seit langer, langer Zeit mal wieder im Forum unterwegs und möchte zu diesem Thema ein paar Gedanken und Anregungen loswerden. Meine Angst- und Panikstörung begann vor 6 Jahren. Nun einfach mal ganz ungefiltert ein paar Worte von mir.

TAVOR

Bitte passt mit Tavor auf. Mit dem Zeug ist nicht zu spaßen.
Mir wurde das damals zu Beginn von einer Psychiaterin verschrieben. Über etwaige Nebenwirkungen wurde ich dabei nicht aufgeklärt. (Nahm 1mg) Durch meine damalige Partnerin wusste ich glücklicherweise, dass die regelmäßige Einnahme zu starker Abhängigkeit führen kann. Der Entzug muss höllisch sein. Eine Abhängigkeit kann je nach Person bereits nach 14 Tagen eintreten.

THERAPIE

Ich befand mich in 2 tiefenpsychologisch fundierten Klinikaufenthalten, zu 10 und 11 Wochen.
In Einzeltherapie und seit einem Jahr in tiefenpsychologisches Gruppentherapie.
Die pandemische Lage macht Therapieplätze noch rarer und es ist schwierig, einen passenden Platz zu finden. Der Aufwand lohnte sich für mich aber immens.

AKZEPTANZ

Wie hier schon geschrieben wurde: Austausch ist wichtig, ja.
Macht euch jedoch bewusst, dass die Störung/Erkrankung nur einen Teil eures Wesens darstellt.
So solltet ihr da auch in der Kommunikation rangehen. Trotz Störung auch weiterhin gute Sachen machen, Freunde und Freundinnen treffen, Familie, ins Kino gehen, Konzerte usw. Das Leben wird sonst immer grauer und trister und vor allem diese Abwärtsspirale triggerte in mir noch heftigere (Todes-)Ängste. Zu Akzeptanz gehört auch, dass ihr euch euren Lieben öffnet und versucht ihnen die Ängste und Gefühle zu schildern. Ist dieser große Schritt erstmal getan, wird es besser. Großes Ehrenwort.

SCHLAF / ERNÄHRUNG / BEWEGUNG

Wenig Schlaf nimmt euch Widerstandskraft. Mit weniger Schlaf fühlt man sich schneller einsam und wird ängstlicher... Mit weniger Schlaf lässt man schnell mal die Ernährung schleifen und das tägliche Bewegen. Genau das sind aber Grundpfeiler. Und wie ihr sehen könnt, lauert hier ein Teufelskreis. Den gilt es zu durchbrechen. Immer und immer wieder. Auch wichtig: Ich habe Lebensmittelunverträglichkeiten. Seitdem ich das weiß, kann ich mich bewusster ernähren. Als ich das nicht machte, bekam ich sehr heftige Angstattacken inklusive Notaufnahme. Einige Male. Ihr könnt das beim Hausarzt zur Sprache bringen und per Atemtest abklären lassen - Laktose, Fruktose, Sorbitol... Ein täglicher Spaziergang von 30 - 60 Minuten sollte drin sein, wenn ihr ansonsten keinen Sport treibt. Die Bewegung macht den Kopf frei und erhöht den Schlafdruck.

...

Das soll es erstmal von mir gewesen sein. Wenn Fragen sind, gern fragen.
Ich wünsche euch alles Gute. 😇
...

Achso, noch ganz wichtig. Etwas Literatur.
Alles von mir gelesen und für gut und tauglich in der Sache befunden.

Zum Einstieg:
Roger Bager - Wenn plötzlich die Angst kommt. Panikattacken verstehen und überwinden

Anspruchsvoll:
Thich Nhat Hanh - Der furchtlose Buddha. Was uns durch die Angst trägt
Eckart Tolle - Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen

Wenn ihr gefestigter seid:
Nathaniel Branden - Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls. Erfolgreich und zufrieden durch ein starkes Selbst

02.08.2021 04:13 • x 6 #101


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A


Angststörung lässt mich nicht schlafen

x 3


TeddyBär21

TeddyBär21
Mitglied

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Naja höchstens mit schreiben, also hier.

Freitags mache ich gerne immer länger mit der Musik und seit ich die Panikstörung habe, mache ich bis 22 Uhr und dann werde ich unruhig... Eigentlich schon vorher. Letzte Woche konnte ich schön lange machen und es gab auch weitere schöne Freitage...aber heute ist einer von denen, wo ich halt früh Feierabend mache...der Auslöser ist folgender: Immer, wenn ich da sitze ist erst immer alles gut. Ich habe Spaß, ich liebe schließlich Musik und es ist immer eine große Freude, Partymixe zusammenzustellen, anderen diese Musik fürs Wochenende zu schicken und zu sehen, wie sehr sie Spaß daran haben. Ein tolles Publikum ist die beste Bezahlung...es ist einfach schön...so...dann kommt aber die berühmte Uhrzeit bei mir, so gegen 20-21 Uhr ..da werde ich plötzlich unruhig... Ich bekomme plötzlich Angst, dass wenn ich dort sitze, dass ich vom Stuhl kippe... Mir wird schwindlig, Herz schlägt schnell...eben waren meine Arme auch so lahm und auf Toilette dachte ich ich kippe gleich um und bin dann schnell ins Bett gerannt. Und das habe ich oft..immer in dieser Situation und zu der Uhrzeit... Wo ich sonst immer bis 23 Uhr oder sogar bis 2 Uhr gemacht habe, waren dann 22 Uhr die Lichter (Partybeleuchtung) aus. Und das macht mich so traurig.

09.07.2021 22:30 • #76


Zum Beitrag im Thema ↓


Lifeispain
ich kann dich verstehen habe genau dasselbe problem momentan. meine gedanken kreisen und schaukeln die angst weiter hoch. kann nicht schlafen. panikattacke. kratzt einfaxh an den nerven

x 2 #2


Becke
Wenn's hoch kommt eine Stunde geschlafen.
Warum lässt ein die Angst nicht los. Warum immer Abends. Die Angst ins Bett zu gehen

x 4 #3


Celinamaria
Zitat von Becke:
Wenn's hoch kommt eine Stunde geschlafen. Warum lässt ein die Angst nicht los. Warum immer Abends. Die Angst ins Bett zu gehen

Also eigentlich hab ich kaum Schlafstörung aufgrund der Angst aber bin grad einfach in Panik aufgewacht weil mein linker Arm geschmerzt hat. Es hat aufgehört wo ich mich gedreht hab. Aber ich bin grad trotzdem ängstlich und beobachte mich grad ständig selbst.

#4


Lifeispain
Warum immer angst. warum nicht einfach mal innere ruhe spüren. einfach mal zur ruhe kommen können. Aber es klappt einfach nicht.

x 1 #5


Celinamaria
@Lifeispain ja die Frage stelle ich mir auch immer wieder. Gerade auxh weil ich noch recht jung bin und eigentlich andere Probleme gerne hätte als eine angststörung

x 2 #6


Lifeispain
@Celinamaria ja habe gesehen bist 20 und ich bin 21. in solch einem alter müssten wir anderes im kopf haben aber haben die angst als besten freund. manchmal denke ich wenn das ganze leben so laufen wird dann hab ich kein bok drauf

#7


Celinamaria
@Lifeispain ich frage mich auch ernsthaft ob es gesund ist immer solch eine innere Anspannung, Angst, Kummer und co. zu haben?! Kann man damit überhaupt alt werden und wenn ja dann super wie überstehe ich dass den ?

x 1 #8


Becke
Ich beobachte mich auch sehr oft selbst. Bei jeden zuckerchen hab ich was.
Brustgänge durch die Angst. Denke dann ich bekomme ein Herzinfarkt.
Mein Partner versteht mich da irgendwie nicht. Ich kann da nicht so offen sprechen, ich mache da dicht

x 1 #9


Celinamaria
Zitat von Becke:
Ich beobachte mich auch sehr oft selbst. Bei jeden zuckerchen hab ich was. Brustgänge durch die Angst. Denke dann ich bekomme ein Herzinfarkt. Mein ...

Ja man achtet auf jedes zwicken und ziepen im Körper und macht sich Gedanken und das ist wie ein Kreislauf. Gerade denke ich mir wieder wie dumm ich bin das Ich grad so in Panik verfalle weil nichts ist. Aber indem Moment wo man Panik hat da setzt jeglicher Verstand aus. Meinem Partner kann ich zwar alles sagen, er versucht auch mich zu verstehen nur fällt ihm das sehr schwer. Ich verübele es ihm nicht, denn er hat keine Angststörung. Er hat mich vorhin auch gefragt: nur weil der Arm dir mal wehtut bekommst du Panik? Das kann nur jemand sagen der wirklich keeeeine Ahnung hat 😂 Aber ich bin ihm nicht böse.

x 1 #10


Becke
Zitat von Celinamaria:
Ja man achtet auf jedes zwicken und ziepen im Körper und macht sich Gedanken und das ist wie ein Kreislauf. Gerade denke ich mir wieder wie dumm ich ...

Ich habe ihn an meinen Gedanken in der Hinsicht noch nicht soviel Teil haben lassen. Aus Angst das er es nicht versteht oder es lächerlich findet.
Die nicht betroffen sind können das nicht verstehen. Diese Gefühl was man dann hat. Die Angst, die Unruhe.
Es gibt viele Erlebnisse die Angstzustände hervor rufen können. Leider. Nur manchmal will man es nicht wahrhaben

x 1 #11


Celinamaria
Zitat von Becke:
Ich habe ihn an meinen Gedanken in der Hinsicht noch nicht soviel Teil haben lassen. Aus Angst das er es nicht versteht oder es lächerlich findet. ...

In meiner ersten Angstkrise hatte ich ihn auch so gut wie nichts gesagt, eben aus Angst vor Zurückweisung oder dass er mich für verrückt erklärt. Aber ich habe seitdem ich wieder drin stecke angefangen mit vielen Personen darüber zu reden und ich bereue es nicht. Keiner hat mir das Gefühl gegeben ich wäre verrückt oder würde mir was einbilden. Aber eine Liebende Person wird immer versuchen dich zu verstehen und zu helfen.

x 1 #12


Becke
[QUOTE="Celinamaria"]In meiner ersten Angstkrise hatte ich ihn auch so gut wie nichts gesagt, eben aus Angst vor Zurückweisung oder dass er mich für verrückt erklärt. ...[/QUOTE
Das stimmt da hast du Recht. Vielleicht macht man sich mehr Gedanken darüber das die lieben das nicht verstehen können. Obwohl da gar nichts dran ist.

x 1 #13


Celinamaria
@Becke ja eben, und das verhindert leider oft das man darüber redet und alles mit sich selber ausmacht. Was manche auch sehr gut können. Ich bewundere das mich hat es aber immer nur fertig gemacht

x 1 #14


Becke
@Celinamaria ich mache leider auch viel mit mir selber aus. Das ist mein Fehler.
Sich zu öffnen ist nicht so leicht.
Ich habe mir auch noch nie ärztlichen Rat gesucht in der Sache

x 1 #15


Celinamaria
@Becke wow das hätte ich nicht gekonnt.

#16


Becke
@Celinamaria aber ich glaube das muss ich mal ändern

#17

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Celinamaria
@Becke wie lange hast du die Ängste denn schon? Und was vermutest du denn zu haben? Du hast sicherlich mal auf Google dich eingelesen oder?

#18


Becke
In der Vergangenheit habe ich das immer mal wieder gehabt.
Ich muss dazu sagen das 2011 mein Vater gestorben ist. Und ich nie darüber geredet habe, über den Verlust. Ich habe das alles verdrängt.
Und seitdem hab ich hin und wieder Panik, Angst.
Jetzt seit ca. 1 1/2 Wochen wieder extrem. Angst vor ein Herzinfarkt oder ähnliches. Todesangst.
Ich will so gar nicht denken. Versuche mich zu beruhigen und abzulenken

#19


Celinamaria
Zitat von Becke:
In der Vergangenheit habe ich das immer mal wieder gehabt. Ich muss dazu sagen das 2011 mein Vater gestorben ist. Und ich nie darüber geredet habe, ...

Verdrängen ist das schlimmste.. du hast es nie wirklich verarbeitet? Verständlich das du nicht so denken willst aber ich rate dir geh wirklich mal zum Hausarzt denn es wird immer wieder zu solchen Phasen kommen wo du Ängste hast, und dann kann es sich manifestieren und du bekommst es schwer los

#20


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Dr. Christina Wiesemann
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