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Basia2403
Hallo ihr Lieben,
ich bin ziemlich am Ende mit meinen Kräften und vielleicht gibt hier jemanden der mir einen Rat geben kann, bzw der die gleichen Ängste kennt.
Ich habe vor 10 Wochen aus völligster körperlicher Gesundheit heraus einen anaphylaktischen Schock daheim erlitten.
Ich habe an diesem Tag nichts gegessen was ich sonst auch nicht esse und die Ursache konnte bis heute nicht geklärt werden .Musste eine Nacht auf der Intensivstation verbringen und wurde am nächsten Tag entlassen.
Die Allergie-Diagnostik ist soweit abgeschlossen und außer einer Birkenpollen-und Gräser-Allergie ( beides in ziemlich schwacher Form und ich hatte bzw habe auch keine typischen Heuschnupfen-Symptome wie tränende Augen, Nase zu etc. ).
Seit dem Vorfall habe ich eine panische Angst vorm Essen entwickelt.
Ich esse außer Nudeln mit Öl überhaupt nichts mehr, obwohl es eine Palette an Nahrungsmitteln gibt, die negativ getestet wurden .
Ich habe es schwarz auf weiß und dennoch kann ich mich nicht überwinden, diese Dinge zu essen .
Ich habe mittlerweile 11 kg abgenommen und merke wie ich von Tag zu Tag schwächer werde.
Ich habe durch eine Arbeitskollegin einen Therapeuten vermittelt bekommen, dort war ich bereits 4 mal und es tut gut mit ihm zu reden, aber sobald ich daheim bin geht das Gedankenkarussel wieder los und ich esse nichts.
Ich war in 4 verschiedenen Krankenhäusern und habe um eine stationäre Aufnahme gebeten, jedoch würde ich abgewiesen mit der Begründung , dass ich körperlich ja gesund sei ( eine Ärztin meinte sogar dass Size Zero ja wieder in ist und ich froh sein soll, dass ich es mit Nudeln geschafft habe so viel abzunehmen ).
Die anderen Kliniken meinten, sie würden mich erst stationär aufnehmen, wenn ich unter 45 kg komme-ich bin jetzt bei 50 kg bei einer Größe von 168 cm).
Dann war ich in einer Tagesklinik. bat dort um Hilfe. dass ich verschiedene Nahrungsmittel unter Beobachtung und mit psychologischer Betreung wieder ausprobiere.
Dort wurde ich auch abgelehnt, weil die Esstörung mindestens 6 Monate bestehen muss. 10 Wochen seien ein Witz- so der leitende Oberarzt.
Ich will es aber nicht so weit kommen lassen. ich will nicht auf unter 45 kg kommen oder überhaupt so weitermachen noch mehrere Monate- das schaffe ich psychisch und körperlich einfach nicht.
Ich koche mir jeden Tag irgendwas was ich immer total gerne gegessen habe und sitze dann ewig davor und schaffe es nicht einmal eins Gabel davon zu essen.
Aus dem gesellschaftlichen Leben bin ich mittlerweile auch komplett raus und meinen langjährigen Mädelsurlaub, der jedes Jahr in der ersten Juniwoche stattfindet, musste ich dieses Jahr auch absagen .
Meine Freundinnen sind ohne mich geflogen .
Mich deprimiert das alles und ich entwickle jetzt auch eine Depression und mir macht nichts mehr Spaß.
Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende und weiß mir langsam nicht mehr zu helfen .
Auch wenn Freunde / Familie bei mir sind-ich schaffe es nicht etwas zu essen . obwohl ich ein Notfallset daheim habe.
Ich habe dann diese schrecklichen Bilder im Kopf. wie mein Hals zuschwillt. wie ich jämmerlich ersticke.
Diese Bilder begleiten mich den ganzen Tag.

18.06.2019 13:59 • 02.07.2019 #1


74 Antworten ↓


machs halt so dass du jeden tag n neues lebensmittel ausprobierst und wieder in dein speiseplan aufnimmst, so hab ichs gemacht, ich hatte vor einem jahr des gleiche problem, nachdem ich äpfel gegessen hatte und der notarzt kommen musste, danach hab ich auch fast nix mehr gegessen, ausser jeden tag pute

Lg sebastian

18.06.2019 14:10 • #2



Angst vorm Essen - Allergischer Schock

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Luna70
Ich begrüße dich ganz herzlich hier bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst Hilfe finden.

Bei manchen Aussagen deiner Ärzte kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Du sollst also so lange warten, bis du ein medizinischer Notfall bist und erst dann bekommst du eine psychotherapeutische Behandlung?

Zitat:
Dann war ich in einer Tagesklinik. bat dort um Hilfe. dass ich verschiedene Nahrungsmittel unter Beobachtung und mit psychologischer Betreung wieder ausprobiere.
Dort wurde ich auch abgelehnt, weil die Esstörung mindestens 6 Monate bestehen muss. 10 Wochen seien ein Witz- so der leitende Oberarzt.


Das klingt auch mehr nach Angststörung und nicht nach einer Ess-Störung und bei einer Angststörung ist es vollkommen unsinnig, zu warten bis ein halbes Jahr rum ist. Bis dahin hätte sich alles ja noch mehr manifestiert. Ich denke, du bist da auf der richtigen Spur, dass du jetzt etwas tun willst. Auch wenn dir gerade keiner so richtig helfen will, würde ich trotzdem dran bleiben. Was ist denn mit deinem Hausarzt? Hat der Verständnis? Vielleicht unkonventionell, aber möglicherweise könntest du beim Arzt in der Praxis ein weiteres Lebensmittel essen.

18.06.2019 14:20 • x 1 #3


Basia2403
@ Inside Out
Wie lange hat es bei dir gedauert bis Du den Mut zusammen gefasst hast und neue Lebensmittel ausprobiert hast?
Ich bringe momentan einfach den Mut dazu nicht auf...
@luna 70
Ich habe eine ganz liebe Hausärztin und genau das haben wir anfangs ausprobiert-dass ich Lebensmittel in der Praxis ausprobiere...nur habe ich jedes Mal so eine heftige Panikattacke bekommen, dass es auch die anderen Patienten mitbekommen haben und für meine Hausärztin war das auch nicht einfach.
Ich wollte sie damit dann auch nicht mehr belasten, deshalb wollte ich stationär oder in einer Tagesklinik aufgenommen werden .

18.06.2019 14:51 • #4


Luna70
Hast du mal versucht, bei der Krankenkasse Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Klinik zu bekommen? Was mir noch einfallen würde, wäre einen Termin bei einem niedergelassenen Psychiater zu machen, der dich dann eventuell mit einer Einweisung in ein Akut-Krankenhaus einweisen könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kliniken die auf Ess-Störungen spezialisiert sind, zu deiner Problematik nicht so richtig passen.

18.06.2019 15:55 • #5


Hallo,

das kann ein Trauma ausgelöst haben , von den solltest du dich so schnell es geht lösen.
Eine Therapeuten Liste kann bei der Krankenkasse bekommen.
Alles Gute

18.06.2019 17:13 • #6


@Basia2403 des hat ne zeit gedauert ich schätz mal an die 3 monate so, zumal ich mir vielleicht auch bei manchen lebensmitteln eingebildet hab dass mein hals zuschwillt obwohls vielleicht gar ned so war, aber es is schwierig auseinander zu halten was jetzt einbildung is und was ned, gerade nach so einem erlebnis und des verständnis des umfelds hält sich ja auch meistens leider in grenzen

ich hab mich halt wie gsagt mit putenfleisch durchgeboxt, jeden tag den grill angeschmissen, pute deshalb weil ich damals mir sicher sein konnte dass da wirklich fast 1000%ig nix passiert, weils so gut wie kein histamin enthält, deswegen wär des auch ne möglichkeit erstmal nur lebensmittel ohne wenig histamingehalt zu essen, da hat man bissl mehr sicherheit damit, um sich dann wieder langsam an andere sachen ranzutasten, was anderes machen sie im grunde in ner klinik auch ned

https://www.histaminunvertraeglichkeit....ensmittel/

ansonsten wenn du ne gräser, bzw. pollenallergie hast, red mal mit einem hno, da gibts die möglichkeit ner "sensibilisierung" in spritzenform, damit kann man die allergie wegbekommen und somit auch die damit verbundenen "kreuzallergien" auf lebensmittel, des könnte ja auch n grund für den schock gewesen sein

lg sebastian

18.06.2019 17:18 • #7


rero
Oha ich wünsche dir gute Besserung und bald guten Appetit.
Was hast Du denn damals gegessen, was den Schock auslöste ?

Ich habe seit ich Tenager war Hauschnupfen und seit ich 20 bin Lebensmittelalergie auf Äpfel.
Ein paar Jahre habe ich mit auf verschiedene mögliche Allergieen testen lassen und da kamen noch Nüsse dazu, was viel schlimmer reagierte.
Bis dahin konnte ich aber noch problemlos Nüsse essen. Die Ärzte meinten das die Allergie vorhanden sei und die auf einmal ausbrechn könne.
Und Tatsächlich etwa 10 Jahre später hatte ich auf einmal ein geschwollene Zunge übersäht mit Bläschen dazu Fieber vom übelsten.
Die Hausärtz hatte den zusammenhang vermuter aber nicht eindeutig festlegen können.
Ich bin auf div. Bäume Erlen, Eschen, Haseln Birken so wie Gräser allergisch und als Kreuzreaktion auf div. rohes Opst wie Äpfel Birnen use. Alle Nüsse und Schrimps.

Vieleicht kannst Du ein Haupttest machen lassen bei einem Spezialisten / Dermatologen oder Ernährungsberater.
Und die so langsam wieder an verschiedene Lebensmittel heranwagen.
Wenn Du mal weisst auf WAS du Allergisch bisch hillft das allgemein.
Zur sicherheit frage ich jetzt immer wenn ich auswerts esse ob es Nüsse drinn hat.
Auf den Meisten Verpackungen steht "kann Nüsse enthalten" -d.h für mich das Produkt meide ich.....

Dir alle Gute wünschen.
LG


Ergänzung:

ps. Desensibilisierung von meiner Vorredner kann ich auch nur Empfehlen.
Die ging bei mir rund 3 Jahre. Da bekommt man jeden Monat eine Spritze mit der Substanz auf die man Allergisch ist, bis sich der Körper daran gewöhnt und Pollen nicht als "Fremdkörper" sieht.
Die Dosis fängt tief an und wird langsam gesteigert.
Während der Behandlung waren die Symptome bei mir verschwunden....nach ein paar Jahren kommt es allmählich bei mir wieder zurück....

18.06.2019 22:03 • #8


Basia2403
Danke für eure Antworten
Die Diagnostik ist bei mir ja soweit abgeschlossen und ich habe sogar diesen ImmunoCAP Test machen lassen ( muss man selbst bezahlen ).In der allergologischen Ambulanz war ich auch bei uns in der Uniklinik...Bluttests wurden gemacht ...Im Endeffekt kam immer das gleiche raus...Birke und Gräser...sonst wurde alles negativ getestet ( bei diesem ImmunoCAP werden 200 Allergene getestet-diverse Lebensmittel, Tiere etc).
Die Ärzte vermuten dass es bei mir ein Zusammenschluss mehrere Faktoren war..ich wurde 4 Tage vorher geimpft (4-Fach Impfung), an diesem Tag war die Birkenpolle sehr aggressiv, ich war draußen 10 km laufen und dann noch im Fitnessstudio...gegessen habe ich Nudeln mit Champignons und einen Eiweissriegel mit Nüssen ...Irgendetwas davon hat es wohl ausgelöst.
Mein Problem ist nur, dass dennoch solche Angst habe etwas zu essen, obwohl ich es schwarz auf weiß habe durch verschiedene Tests, dass ich dagegen nicht allergisch bin.Ich denke dann immer, dass so was ja auch spontan kommen kann und eine Allergie sich urplötzlich entwickeln kann....diese Angst bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf ...
Mittlerweile habe ich auch Angst mir die Haare zu färben, neue Cremes auszuprobieren etc..obwohl ich auf solche Dinge nie allergisch reagiert habe ...

19.06.2019 21:40 • #9


Ham die dich auf nüsse auch getestet?

19.06.2019 21:47 • #10


rero
Ich tipp auch auf die Nüsse. Am besten da vorsichtig sein überall wo es Nüsse drinn haben könnte.

19.06.2019 22:01 • x 1 #11


Basia2403
Auf Nüsse würde ich getestet- war negativ, was jedoch eine Kreuzreaktion an diesem Tag nicht ausschließen kann.

20.06.2019 11:52 • #12


Aso ok, würde alles mit nüssen oder wo welche drin sein könnten weglassen, steht auch immer hinten auf der packung drauf

20.06.2019 12:30 • #13


Basia2403
Das mache ich ja ...aber ich lasse halt so gut wie alles weg...das ist ja mein Hauptproblem- dass ich vor jedem Lebensmittel mittlerweile panische Angst habe..selbst wenn es negativ getestet wurde...

20.06.2019 21:01 • #14


Hallo Basia, wie geht es dir heute? Dein Thema beschäftigt mich etwas.
Hast du eigentlich schon mal was von den Fresubin Drinks gehört? Das würde dir etwas Kalorien und Vitamine zuführen, damit du zu Kräften kommst und nicht weiter abnimmst. Die habe ich eine zeitlang laut Ärztin trinken müssen, weil ich appetitlos abnahm. Bekommt man mittlerweile in jeder Apotheke. Damals wurden die Frisubin Drinks als Flüssignahrung für Astronauten hergestellt. Das könnte dir wieder etwas Energie geben. Google gerne mal danach.

21.06.2019 13:20 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Basia2403
Mit den Frisubin Drinks habe ich schon Bekanntschaft gemacht.Die habe ich in der Anfangszeit getrunken bis mir dann auch da die tolle Idee kam, dass ich darauf allergisch reagieren könnte...
Bescheuert...ich weiß...
Ich habe mittlerweile enorme Mangelerscheinungen dadurch (Vitamin B6, Folsäure und Vitamin D), die sich auch bemerkbar machen .
Habe hochdosierete Präparate von meinem Arzt letzte Woche dagegen bekommen, aber auch die habe ich mich nicht getraut zu nehmen ...Heute habe ich mir selbst gesagt, dass es mir reicht...bin ins Krankenhaus in die Notaufnahme, habe gleich gesagt, dass ich kein Notfall bin und kurz meine Geschichte erzählt und darum gebeten , dass ich die Tabletten dort einnehme und mich einfach für 1-2 Stunden ins Wartezimmer setze und ein Buch lese...
Die waren dort total lieb und ich habe mich dort sehr sehr sicher gefühlt.
Hoffe ich kann die Tabletten ohne Panik und Angst morgen daheim nehmen...

21.06.2019 18:53 • #16


Super, das ist doch gut! Dieses Erlebnis hat sich bei dir wie ein Trauma im Kopf eingebrannt. Langsam, langsam...Stück für Stück...und was kann dir schlimmstenfalls passieren? Wenn das nochmals vorkommen sollte, was ich nicht glaube, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass das mit der Impfung zusammen hängt..aber die ist schon lange her, dann weißt du was zu tun ist. Du hast ein Notfallkit oder die Nummer 112 im Handy. Du hast den ersten auch überlebt.

21.06.2019 19:08 • #17


Basia2403
Du hast ja recht ...eigentlich kann mir nichts passieren ...ich habe das Notfallset und der Notarzt ist in paar Minuten hier.
Ich glaube ich habe einfach Angst vor diesem Gefühl...das ging so schnell auf einmal.Das schlimmste war war das Gefühl am Hals..als würde jemand seine Hände darum legen und zudrücken...
Dieses Erlebnis hat sich wirklich tief in meinem Kopf eingebrannt und es begleitet mich den ganzen Tag - manchmal auch nachts ...
Ich hatte seitdem nur ein positives Erlebnis was essen angeht.Das war vor paar Wochen, ich war mit Freunden auf einem Weinfest.Dort haben sie mich alle überredet ein Glas mitzutrinken ...daraus wurden 2...dann war die Angst komplett weg.Ich habe allem das notfallset gezeigt und wie sie es anwenden müssen und mir gedacht, dass ich in der Innenstadt bin und der Notarzt auch hier in paar Minuten ist.
Und dann habe ich -aus dem größten Hunger heraus-eine Rindswurst, eine Bratwurst und Thai-Curry-Nudel gegessen.Es ist natürlich nichts passiert.Leider könnte ich an das positive Erlebnis nicht mehr anknüpfen bis heute ...

21.06.2019 19:36 • #18


@Basia2403 Glaub ich dir, mir gehts ähnlich trotz dass ich inzwischen wieder normal ess, man hat die angst nach wie vor im nacken sitzen dass es wieder passieren könnte, vor allem weil man in der situation so ausgeliefert war, oh man

21.06.2019 20:03 • #19


Basia2403
@InsideOut
Hast Du auch das komplette Notfallset immer im Schlepptau dabei ?
Ich habe früher alles gegessen und mir nie Gedanken gemacht...in Indien oder in Thailand- irgendwelche Sachen irgendwo auf einem Markt von denen ich nicht einmal eine geringste Ahnung hatte, was das überhaupt ist ...
Den einzigen Gedanken den ich damals hatte, war ob es schmeckt oder nicht

21.06.2019 21:14 • #20



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