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A

Angsthäschen_
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Sammelthema
Hallo ihr Lieben,
ich spüre zur Zeit so eine unglaubliche Wut meiner Familie gegenüber. Kennt das jemand? Eigentlich will ich ja gar nicht wütend sein, da ich meine Familie ja liebe. Aber manchmal denke ich mir, wenn ich nicht so erzogen worden wäre, wie ich erzogen wurde, dann hätte ich gewisse Probleme nicht. Außerdem stört mich, dass ich mich vor ca. 7 Jahren in meiner (nach außen) "Heile-Welt"-Familie "geoutet" habe, insofern, dass ich meine tiefsten Ängste (Referate, Vorlesen, etc) offenbarte und damit *beep* vor ihnen stand. Aber es reagierte keiner darauf. Es wurde quasi umgangen und "nicht gehört" bzw. nicht ernst genommen. Ich fühlte mich wie der totale Depp. Mich macht diese Erinnerung so ohnmächtig und wütend. Denn als ich zum ersten Mal eine solche Todesangst spürte, war ich 15 und bat meine Mutter darum, mit mir zum Psychologen zu gehen. Doch anstatt mich ernst zu nehmen, lachte sie mich aus. Es wurde wieder "überhört". Und ich denke mir, wenn sie mich ernst genommen hätten und damals mit mir zur Therapie gegangen wären, dann hätte man noch einiges "retten" können. So habe ich mir aber im Laufe der Zeit ein "Pseudo"-Dasein angeeignet und etliche Vermeidungsstrategien auf Lager, die mir jetzt immer mehr zu Schaffen machen und ich nun wieder als Trottel in der Familie dastehe und alle mir nahelegen, was ich doch für ein Looser im Berufsleben bin, "Schisser" habe ich auch schon gehört. Mir hängt es langsam zum Hals raus, immer die alleinschuldige an meinen Sozialen Ängsten zu sein... Die haben doch mit ihrer Erziehung und verantwortungslosen Handlungsweise auch viel dazu beigetragen. Es macht mich alles so wütend zur Zeit... Hat das von Euch auch schon mal jemand durchgemacht? Wie geht ihr damit um?

Liebe Grüße,
Angsthäschen_

24.12.2023 #1


121 Antworten ↓
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Seelentänzer
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Hallo Leute,

die Angst vor der Ohnmacht kenne ich.

Die Sache ist ganz einfach und das müsst ihr kappieren und anwenden, dann geht es euch besser.
Ich gehe so vor, weil es sich richtig und stimmig anfühlt.
Es geht darum euch umzuprogrammieren, heraus aus dieser Angstrealität, in der ihr euch für schwach, hilflos, orientierungslos, mutlos, lieblos, lebensunfroh haltet.

Eure Sinneswahrnehmungen (die aus vorherigen Erfahrungen in eurer Unterbewusstsein gesickert sind) und eure aktuellen Gedanken formen eure Realität.
Euch geht es gut, bis ihr euch entschließt raus zu gehen, Einkaufen etc. Es wird sich oft gleich mal eine schlimme Situation vorgestellt und dann wundert man sich,
wenn es auch noch so kommt (Thema Selbsterfüllende Prophezeiungen).
1. So wenig wie möglich nachdenken - nicht nicht nachdenken wollen, einfach machen - sich sagen "Ich beurteile die Situation erst, wenn ich wieder da bin" "Jetzt schaue ich mal wie es wird" - Neugier wecken
2. die aufkommenden Gefühle begrüßen, sie sind ein Teil von euch und es geht nicht um einen Kampf gegen sie (klar sind sie unangenehm und das unangenehme will man meiden) - es geht um ein miteinander mit der Angst. Die in gewissem Maße da sein darf und normal ist und Säbelzahntiger-Naturbedingt-Normal ist.
3. Sich sagen, es ist wie es ist (auch wenn sich innerlich alles sträubt)
4. Die Angst wenn sie denn überhaupt aufkommt - zulassen (ihr habt immer die Wahl in eurem Leben, dagegen wehren -> wirds schlimmer, zulassen -> wirds eher wieder besser) - ihr müsst den Moment erleben, in dem die Angst nachlässt, das ist der Schlüssel, das speichert sich ab und wird besser. Es bleibt vielleicht nie ganz aus, aber ihr habt die Kontrolle! - denn es ist wie es ist Smile
5. Liste machen, welche Situationen glaube ich machen mir Angst, sortieren und ab gehts - ihr müsst euch pushen Leute - sanft und beständig
Von alleine wird es nicht besser. Konfrontiert euch, zeigt euch selbst, dass es ungefährlich ist. Stück für Stück.
6. Viel Geduld mitbringen und negative Gedanken wie "ach heute bin ich doch eh schon so schlapp, da wird mir sicher schwindlig" etc. belustigen und sie durch positive ersetzen. "Ach ich schaffe das schon" "Es geht darum meine Realität zu sprengen, ich weiß dass ich solche Situationen durchleben will, also lasse ich mich auf sie ein"
7. Lebt so wie ihr leben wollt!
Es ist wie beim Sport, in einer Beziehung, im Job, im Leben eben. Alles erfordert irgendwo Disziplin und Hingabe, gebt euch diese Eigenschaften, sie stecken in jedem von euch. Programmiert euch um, bringt euch selbst bei, dass ihr alles schaffen könnt. Nehmt Rückschläge hin 2 Schritte vor 1 zurück. Das geht allen so, auch denen ohne extremere Gefühle. Seid weiter mutig, denn ihr seid es bereits jeden Tag!
8. Belohnt euch! Egal wie nichtig und klein es euch erscheinen mag endlich wieder einkaufen gewesen zu sein (da es doch normal ist) - ihr habt euch überwunden, seid angetreten und könnt mächtig stolz sein! Daumen hoch

17.09.2013 12:56 • x 1 #46


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Angst vor Ohnmacht

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Gaulin

Gaulin
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Hey Schmetterling23,
Ich kann dich voll verstehen. Bei mir ist es auch ein ständiges Auf und Ab.
Bist du schon mal umgefallen oder hast du "nur" die Angst umzufallen?
Mit den längeren Autofahrten gehts mir auch so. Vor jeder Reise schon Tage vorher fühle ich mich sehr unwohl, Ängste, Magen-Darm usw. Zusätzlich entsteht dann noch die Angst krank zu werden und nicht fahren zu können. Oder das ich mich im Urlaub rumquäle und viel zu weit weg von Zuhause bin um mal fix wieder heimzufahren. Wenn ich mich zu sehr reinsteigere wie lange die Autofahrt dauert, geht es mir sehr schlecht. Da kommen Panikattacken.
Ich buche und fahre dennoch immer wieder und freue mich auch drauf. Es ist so ne Art Gefühlschaos, widerspricht sich völlig...
Dennoch sehe ich eben auch nicht ein, auf so schöne Momente zu verzichten nur wegen dieser verdammten Angst.
Ja es ist voll anstrengend, manchmal macht mich das richtig wütend. Immer kämpfen, kämpfen..
Aber bisher ist nix lebensbedrohliches passiert, das tröstet natürlich nur bedingt.
Ich bin als Teenie oft umgekippt, war für Sekunden ohnmächtig. Durch diese vielen Anfälle habe ich gelernt, was man tun kann um nicht umzukippen. Damals habe ich zu lange gewartet und zack war ich weg. Sobald ich merke, dass mir schwindelig, schwarz vor Augen wird bleibe ich nicht stehen, setze oder lege mich (wenn möglich), Beine hochlegen bzw. Im Sitzen Kopf nach unten zwischen die Knie zb. So dass das Blut in den Kopf laufen kann (wurde mir damals so gesagt). Nach paar Minuten gaaanz langsam und schrittweise wieder hochkommen, immer Pausen dazwischen machen und abwarten. Tief Atmen, in den Bauch rein. Wenn ich es komplett geschafft habe, frische Luft und Wasser trinken, zur Not etwas Süßes essen oder trinken (Traubenzucker zb oder roten Saft, Orangensaft).. wenn man wenig gegessen hat, dann auch erstmal ne Kleinigkeit essen. Danach nicht gleich wieder voll Turbo weitermachen. Am besten ist dann Ruhe, Entspannung oder auch wenige leichte Gymnastik. Beim Autofahren halte ich sofort an, wenn ich es merke, egal wo ich grad bin. Warnblinker an. Besser als Unfälle zu verursachen. Normalerweise kippt man nicht urplötzlich um, man merkt es zuvor schon. Aber man muss zeitnahe handeln. Damals hatte ich Kreislauftropfen, weiß den Namen gar nicht mehr, ist schon ewig her.
Ich lebe ganz gut damit und bin seitdem nie wieder umgefallen. Ich habe keine Angst mehr davor, es ist eben nur sehr unangenehm. Mein Blutdruck ist immer noch grenzwertig niedrig, daran habe ich mich gewöhnt. Mir geht es dann eher schlechter, wenn er mal höher ist... Ursache wurde nie gefunden.
Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig beruhigen...
Liebe Grüße und alles Gute

06.06.2019 22:52 • x 1 #77


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S
Hallo!
Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst.
Früher hatte ich unheimliche Angst auf Menschen zuzugehen. Ich konnte mich niemandem öffnen. Nicht über Gefühle sprechen, oder manche Gedanken. Hab mich immer unverstanden gefühlt. Und ich hatte vor vielen Dingen einfach unheimliche Angst. Ich konnte nicht telefonieren, ich bin nicht Auto gefahren. Bin nicht mehr raus gegangen.
Und es hat nie jemand bemerkt. Ich hatte mir selbst immer Rechtfertigungen einfallen lassen, um etwas zu vermeiden... Wozu rausgehen, wenn ich doch hier alles habe? Wozu selbst einkaufen, wenn ich mir was mitbringen lassen kann... Wieso irgendwas unternehmen, wenn ich alleine bin und es mir so keinen Spaß macht?
Und immer sowas eben. Das alles änderte sich für mich, als ich meine Exfreundin kennenlernte. Sie brachte mir unheimlich viel bei was selbstvertrauen angeht und ich lernte all das zu tun, was ich eben erwähnte.
Doch mittlerweile bin ich leider wieder alleine und als es so kam brach meine ganze Welt zusammen und es begannen die Panikattacken.
Meine Familie versteht nicht wie es mir mit meinen Panikattacken geht.
Mein Vater würde es nie verstehen, aber ich hab auch keinen guten Draht zu ihm. Meine Mutter versucht es zu verstehen, aber kann es nicht und das setzt mich unter Druck. Ich sehe das es sie belastet.
Mein Bruder versucht es zu verstehen und kann es vielleicht am besten, aber ich sehe ihn nur selten.
Auf jedenfall kann ich gut nachvollziehen, weshalb du wütend bist.
Ich habe auch das Gefühl mit meiner Panik nicht so ernstgenommen zu werden wie es eigentlich sein sollte.
An einem Tag schütte ich mein Herz aus wie schlecht es mir geht und im nächsten Moment wird etwas gesagt, was mir klar zeigt, dass nichts verstanden wurde. Das ist unheimlich enttäuschend und verletzend.
Vor allem, weil das gerade mal die Oberfläche von dem ist, wie ich mich fühle. Und wenn das schon keiner in meiner Familie versteht, dann macht es keinen Sinn tiefer zu gehen. Das hilft nicht mir und ihnen auch nicht.
Wie auch immer...
Ich glaube an meinen Ursprünglichen Ängsten, die immer mal wieder durchkommen, ist mit sicherheit auch meine Umgebung mitschuld.
Lange habe ich mir eingeredet, es wäre meine Schuld. Aber ich weiß es nicht.
Mich belastet im Moment am meisten die Sache mit den Panikattacken. In der Hinsicht kann ich nur zu gut verstehen wie wütend es dich macht.
Denn mir gehts da genauso. Oft weiß ich einfach nicht was ich machen soll und ich bin einfach wütend, dass es niemand versteht. Ich fühle mich alleine gelassen. Mir wird gesagt, ich sei nicht alleine damit, bin es aber doch.

P.S. Ich bin auch ein Angsthäschen

Liebe Grüße, Lars.

#2


A
Hi du,

danke für deine Antwort. Mir fällt spontan dazu ein: Du hast von Erfolgen innerhalb deiner ehemaligen Beziehung berichtet. Dabei solltest du aber unbedingt bedenken, dass dir "nur" gut zugeredet wurde; aber gehandelt hast letztendlich du! Du allein bist verantwortlich für deinen Erfolg und nicht deine Ex-Freundin.

Ich finde es beruhigend gleichzeitig aber auch schade, dass es anderen auch so geht. Dieses nichtverstanden werden ist noch viel schlimmer als das Leiden selbst. Und es ist auch nie jemand davor geschützt. Es kann quasi jedem passieren. Meist wird man eben erst dann verstanden, wenn es einem andern auch passiert ist. Dabei ist doch schon lange bekannt, dass es sich bei Angst- und Panikattacken um eine Krankheit handelt. Wenn man sagt, man hat Krebs, dann hat jeder Verständnis. *Pffff*

Naja, wie auch immer. Ich bin wohl gerade auf einem ekelhaften Selbstmitleids-Trip und mein Partner hält es nicht mehr aus. Gestern sagte er, dass ich endlich etwas ändern soll. Darum muss ich jetzt schnell genesen, weil ich Angst um meine Beziehung habe.

Manchmal bin ich auch total wütend auf mich selber, weil ich meine Talente nicht für das Berufsleben nutzen kann. Da versage ich total und muss mich mit einer minderqualifizierten Stellung zufrieden geben, nur um nicht "aufzufallen"...

Liebe Grüße,
das Angsthäschen

#3


S
Hallo Angsthäschen!

Zitat von Angsthäschen_:
danke für deine Antwort. Mir fällt spontan dazu ein: Du hast von Erfolgen innerhalb deiner ehemaligen Beziehung berichtet. Dabei solltest du aber unbedingt bedenken, dass dir "nur" gut zugeredet wurde; aber gehandelt hast letztendlich du! Du allein bist verantwortlich für deinen Erfolg und nicht deine Ex-Freundin.


Da hast du natürlich recht. Sie hat mir nur die Kraft dazu gegeben. Aber das mit den Panikattacken ist leider eine ganz neue Sachen für mich, die alles unheimlich schwer macht.

Zitat:
Ich finde es beruhigend gleichzeitig aber auch schade, dass es anderen auch so geht. Dieses nichtverstanden werden ist noch viel schlimmer als das Leiden selbst. Und es ist auch nie jemand davor geschützt. Es kann quasi jedem passieren. Meist wird man eben erst dann verstanden, wenn es einem andern auch passiert ist. Dabei ist doch schon lange bekannt, dass es sich bei Angst- und Panikattacken um eine Krankheit handelt. Wenn man sagt, man hat Krebs, dann hat jeder Verständnis. *Pffff*

Da hast du vollkommen recht. Es ist wirklich furchtbar, dass die meisten Leute es einfach nicht verstehen können.

Zitat:
Naja, wie auch immer. Ich bin wohl gerade auf einem ekelhaften Selbstmitleids-Trip und mein Partner hält es nicht mehr aus. Gestern sagte er, dass ich endlich etwas ändern soll. Darum muss ich jetzt schnell genesen, weil ich Angst um meine Beziehung habe.


Wenn du darüber sprechen möchtest, kannst du mich gerne anschreiben. Ich höre sehr gerne zu und vielleicht kann ich dir ja irgendwie dadurch helfen.
Dieses Gefühl "jetzt schnell geneses" zu müssen, ist auch mein Problem. Und das macht mir nur noch mehr Druck. Ich weiß das es für mich keine schnelle Lösung gibt. Wenn ich sonst glücklich wäre, würde mir vieles sicher leichter fallen, aber so muß ich eben auch eine Lösung finden.
Ich habe schon viel darüber nachgedacht was ich tun kann. Und ich glaube es gibt keine schnelle Lösung. Aber das zu akzeptieren fällt mir schwer.

Zitat:
Manchmal bin ich auch total wütend auf mich selber, weil ich meine Talente nicht für das Berufsleben nutzen kann. Da versage ich total und muss mich mit einer minderqualifizierten Stellung zufrieden geben, nur um nicht "aufzufallen"...


Da sprichst du mir gerade total aus der Seele. Ich habe eigentlich viele Talente, aber gerade im Moment fällt es mir unheimlich schwer die zu nutzen. Ich kann im Moment überhaupt nicht kreativ sein und genau das müsste ich eigentlich. Aber wann immer ich es versuche, wirds einfach schlimmer. Es sei denn es kommt von alleine. Aber jede "Aufgabe" scheint zu viel zu sein.

P.S. Wie gesagt, wenn du Lust has kannst du mir gerne schreiben. Ich höre gerne zu. Manchmal hilft es einfach, selbst dieses Selbstmitleid sich mal von der Seele zu reden, wenn es einem schlecht geht. Und manchmal sehen außenstehende vielleicht etwas positives, was man selbst nicht so sieht.

Liebe Grüße, Lars.

#4


T
hi angsthäschen,

zu dem ersten punkt, den du angesprochen hast: wut auf die familie.
ich habe das auch durch. hatte total wut auf meinen vater, weil der mir nie zugehört hat und mich nie bestätigt hat. bin deshalb damals nachts aufgewacht und hatte wutheulkrämpfe. hatte dann ein gespräch mit ihm (nach einigem hin und her - er wollte erst nicht), wo ich ihm alles gesagt habe, auch ganz alte geschichten, die mich schon ewig belastet haben, kleinigkeiten eigentlich... jedenfalls wollte er nicht die schuld übernehmen für mein "verkacktes" leben, weil er mir wohl oft genug "gute tipps" gegeben hätte und dachte, ich nehm die sowieso nicht an und sich deshalb von mir distanziert hat. also er dacht, ich will ihn nicht, und ich dachte, er will mich nicht.....(er denkt z.B., dass ich ihm im alter nicht helfen würde, was ich ganz krass aus seiner sicht finde. klar würd ich den pflegen... is halt mein oller vater!)

was es mir gebracht hat: die wut auf meinem vater hat dadurch langsam aufgehört, weil er mir richtige antworten auf bestimmte sachen geben könnte. (sonst machen wir nur behinderten small talk)
was er nicht sagen konnte, war: dass er mich lieb hat (hört sich banal an, aber ist immer so ein grundgefühl gewesen... hab mich immer schei. gefühlt, weil ich dachte, es könnte so sein. jetzt weiß ich: er hat mich halt nicht lieb. fertig.)

ich glaube, mit handfesten ansagen kommt man besser klar als mit irgendwelchen hassgefühlen, die man nicht richtig deuten kann. vielleicht ist deine familie nicht perfekt, vielleicht haben dich einige noch nicht mal gern. vielleicht erwarten sie von dir auch irgendetwas (mein vater z.B. hat gesagt, ich erzähl ihm sowieso nichts und mache eh, was ich will) und sind deshalb so zu dir.

mir hat jedenfalls das direkte gespräch geholfen und es war mir auch nicht unangenehm, wie bescheuert dabei zu heulen. mein vater denkt ja eh, ich hab n schaden

viel glück

#5


F

Neuzugang - Angst vor Ohnmacht

Hallöchen zusammen,

ich bin noch total neu hier und es hat mich ein wenig Überwindung gekostet, mich hier anzumelden... doch jetzt habe ich den Schritt doch gewagt, in der Hoffnung, hier ein paar Tipps zu bekommen.

Mein derzeitiges Problem ist, dass ich Angst davor habe, in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden.
Es ist mir schon ein paar Mal passiert, also so ca. alle 2 oder 3 Jahre einmal, dass ich tatsächlich (kreislaufbedingt) ohnmächtig geworden bin (u.a. in der Schule, in der Kirche, im Geigenunterricht als Kind).. danach hatte ich oft mehrere Wochen Angst, dass es mir wieder passieren könnte, doch die Angst legte sich nach einer Weile ganz von alleine.

Ich besuche eine berufsorientierte Schule, zu der ich täglich eine Stunde mit dem Bus fahren muss.
Tja und Ende Januar dieses Jahres ist es dann passiert: Ich bin auf der Rückfahrt von der Schule im Bus ohnmächtig geworden. Der Bus war proppenvoll, die Luft stickig, mein Rucksack schwer, ich musste stehen - das war einfach zuviel für meinen Kreislauf. Der Busfahrer hat sofort einen Krankenwagen alarmiert, der mir dann ins Krankenhaus transportiert hat (es war das erste mal, dass ich wegen Ohnmacht bis ins Krankenhaus gekommen bin). Dort wurde ich nach zwei Stunden allerdings wieder entlassen, da es wirklich nur am Kreislauf gelegen hatte.
Doch seitdem werde ich die Angst, im Bus (oder auch in der Schule, beim Frisör, an der Supermarktkasse) erneut ohnmächtig zu werden, einfach nicht mehr los. Die ersten paar Wochen waren der blanke Horror - jeden Morgen bevor ich in den Bus steigen musste, hatte ich vor Nervosität/Angst Durchfall.

Von früheren Psychotherapien (die ich aus anderen Gründen besucht habe) weiß ich, dass es am besten hilft, sich der Angst zu stellen und ihnen auf keinem Fall auszuweichen. Genau das mache ich auch - ich fahre trotzdem weiterhin Bus und gehe all meinen Alltagstätigkeiten nach.

Inzwischen schaffe ich es, mich zu beruhigen und diese (eingebildeten) Schwindel- und Ohnmachtsgefühle relativ schnell in den Griff zu bekommen. Doch ganz weg sind sie einfach nicht - und das ist extrem anstrengend! Ständig dabei zu sein, sich selbst zu beruhigen wird mit der Zeit wirklich lästig und demotivierend.

Trotzdem möchte ich mein Problem ohne Psychotherapie in den Griff bekommen, da ich mit Psychotherapien bisher keine so tollen Erfahrungen gemacht habe (die haben mir auch nichts neues erzählt, was ich nicht schon aus dem Internet gewusst hätte).

Nochmals kurz zusammengefasst: Ich bin jetzt im Alltag nicht eingeschränkt deswegen und gehe trotzdem jeder Tätigkeit nach. Doch ich leide oft unter Nervosität (Angst vor den "Schwindelattacken") und immer wieder unter diesen Ohnmachtsgefühlen (die ich dann einfach vorbeiziehen lasse, sozusagen "ertrage", da ich weiß, dass sie dann in der Regel schnell abnehmen).

Hat jemand einen Tipp, wie man diese Angst völlig in den Griff bekommen könnte? Hat jemand auch schon Erfahrungen mit der Angst vor Ohnmacht gemacht?

Würde mich sehr über Tipps freuen.

Herzlichst
faint32

#6


S

Angst vor Ohnmacht wird schlimmer

Hallo,
mein Name ist David bin 31 Jahre alt und komme aus Duisburg.
Ich leide schon länger unter Panikattacken, bin eigentlich ein
kräftiger Kerl. Nur leider habe ich immer Angst in Ohnmacht
zufallen! Ganz schlimm ist es wenn ich an der Einkaufskasse
stehe. Es ist schon soweit das meine Mutter für mich einkaufen
muss, weil ich es nicht mehr schaffe.(meine Mutter hatte auch
Probleme mit der Angst).

Das blöde ist wenn ich etwas getrunken habe kann ich
ein fast normales leben führen. Disco's, Kneipen u.s.w
alles kein Problem.

Ich habe mir mehr als 10 Jahre eingeredet ich hätte kein
Problem. Doch ich habe ein sehr grosses Problem, und jetzt
kommen noch Depression und schwarze Gedanken dazu.

Habt Ihr etwa die gleichen Probleme oder ein guten rat für mich?

#7


S
Hallo,

ich habe diese Panikattacken zwar noch nicht sehr lang aber ich gebe mir die beste mühe dies irgendwie in den "griff" zu bekommen.

Ob Alk. hilft weiß ich auch nicht, da ich garnicht trinke. Trinkst du deshalb auch regelmäßig um alles etwas zu "minimieren"

#8


S
Hallo schane5891,
meine grosse Sauerei hat eigentlich damit
angefangen als mich meine Freundin verlassen
hat.

Stimmt davor war ich nur "Partytrinker"

*grübel*

#9


S
Das kann ich wiederrum absolut garnicht verstehen...ich muss aber auch dazu sagen, das ich sehr angst vorm erbrechen habe und auch das bei jemandem anderes zu sehen oder nur das zu sehen...deshalb fasse ich nichts zu trinken an und mag es auch nicht wenn jemand betrunken ist...Viele sagen ja, das ihnen Alk. "hilft" andereseits macht man andere sachen nur schlimmer damit.
Nachdem meine Attacken anfingen und immer heftiger wurden ging ich ins Krankenhaus, ich glaub ich habe da von allem etwas gesehen...aber den Alk. ging es auch nicht gerade gut...

#10


Wendy
Hallo, David, herzlich willkommen hier im Forum.

Zitat:
Das blöde ist wenn ich etwas getrunken habe kann ich
ein fast normales leben führen. Disco's, Kneipen u.s.w
alles kein Problem.


du hast ja schon erkannt das du ein Problem hast,und das ist einfach dahingehend nur wunderbar das es für noch eine Frage der Zeit ist bist du auch die Lösung dafür findest. nur lass dich bloss nicht auf den Alk. ein damit es dir besser geht. Das ist keine Lösung für das Grundproblem.

Berichte doch mal im Forum worum es genau bei deinen Ängsten geht.

vg von Wendy

#11


M
Hallo,
Alle Symptome sind bei mir schon wen, nur Unruhe und die Angst vor der Ohnmacht:-( ist noch da:-(
Mir der Unruhe komme ich klar, aber das mit der Ohnmacht ruiniert mir mrin Leben:-((
Was soll ich dagegen machen, habt Ihr Tipps?
Vielen Dank

#12


P
Habe das ja auch. Wovor hast du genau Angst? Umfallen und nicht gefunden werden? Oder umfallen und dich verletzen? Mich plagt diese Angst schon über ein Jahrzehnt immer wieder. Bin in der ganzen Zeit noch nie umgefallen.

#13


M
Hmmm..klingt bloed aber weiss es selber nicht.
Extrem ist es auf der Arbeit Sad dass es alle sehen, denke ich?
Zu Hause ist es weniger geworden bzw nur noch sporadisch.
Auf der Arbeit die ganze Zeit:/( schraenkt so ein.
Was machst Du dagegen?
Ist ein Horror, oder?habe es jetzt wieder im Auto, war schon besser Sad bzw sooo gut und jetzt ist Autofahren wieder ein Horror:-(

#14


P
Habe Baldrian genommen, Johanniskraut (sehr hoch dosiert), nehme nun Lasea. Wenn es ganz schlimm ist, nehme ich Kreislauftropfen.
Ich hatte wirklich schon ganz ganz schlimme Phasen. Helfen konnte mir keiner. Das ist halt eine spezielle Phobie.
Wenn man genug Geld hätte: Hypnose. Aber vielleicht hast du den einen Bericht hier gelesen, wonach es 20-25 Sitzungen dauert. So ne Sitzung kostet gern mal 90 Euro. Wer hat schon soviel Geld?

#15


M
Ich mache die Hypnose schon, aber erst seit 5Wochen:/(
Habe schon viele Fortschritte gemacht,aber Ohmachtsgefuehl ist leider noch da.
Der Therapeut meinte, es dauert noch etwas.
Bist Du mir der Ohnmachtsangst auch zur Arbeit?

#16


P
Eine Zeit lang früher ja. Dann erst wieder als es besser wurde. Ich fand das auch mit am Schlimmsten, wenn man damit arbeiten muss.

#17

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A
Hey habe das gleiche Probleme, obwohl ich auch noch nie umgefallen bin.

pumuckl: Hat dir keine Therapie geholfen? Das ist ja schon entmutigend. Ich würde so gerne einfach mal wieder normale Dinge tun wie einfach nur einkaufen ohne die ständige Angst, ich könnte vor allen Leuten in Ohnmacht fallen Sad

LG

#18


P
Ich habe erst im April eine Psychotherapie angefangen. Beim ersten Mal habe ich alles Mögliche ausprobiert, viel Geld ausgegeben und geholfen hat nix. Dann war es weg. Einfach weg. Lag vielleicht daran, dass ich eine schöne Zeit hatte. Ein toller Job, ein Chef, mit dem ich klar kam, nette Kollegen, genug Geld, ein schickes Auto, Freunde, einen Freund, Urlaubsreisen usw. Leider kam es dann wieder nach einer Streßphase. Und ist wieder so wie früher. Ich gehe inzwischen zwar wieder täglich raus, auch alleine einkaufen.Aber mein Radius ist eingeschränkt und ich habe oftmals immer noch Angst, ich könnte umfallen. Wenn ich morgens schon Symptome habe, ist der Tag quasi gelaufen.

#19


A
Ich mache auch eine Therapie seit Dezember. Zunächst gings mir immer besser. Konnte wieder einiges allein und mit wenig Angst machen. Dann hatte ich einmal im Bus Kreislaufprobleme. Und schwups war ich wieder drin im Teufelskreis und bin es immer noch Sad Da geht es mir wie dir pumuckl.: wenn ich morgens Schwindel habe oder mich anders nicht gut fühle trau ich mich kaum vor die Tür. Betreibe da wahrscheinlich zu viel Selbstbeobachtung Rolling Eyes

Dass es bei dir einfach so weg war...das wünscht man sich ja. Aber wenns dann doch irgendwann wieder da ist...ist ja wirklich nervig. Rolling Eyes

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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