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01.08.2009 22:46 • 28.07.2020 #1


90 Antworten ↓


hallo veve!

erstmal möchte ich dir sagen, dass du damit nicht alleine bist.

angstzustände und panikattacken sind sehr unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich. auch wenn man oftmals sogar todesangst in den situationen hat, sollte man sich das immer vor augen halten.

ich würde dir raten, nochmal zu deinem hausarzt zu gehen. beschreib ihm nochmal, was du alles für probleme hast. ein bluttest und ein ekg sollten ja schon mal körperliche erkrankungen anzeigen oder ausschließen können.

wenn dann körperlich soweit alles in ordnung ist, leidest du wahrscheinlich unter einer angst- bzw. panikstörung. hier kann dir ein psychologe, theurapeut und/oder psychiater helfen.
auf http://www.keine-panik.org findet man auch noch viele weitere nützliche sachen zum thema.

das wichtigste ist aber, dass du eben nicht einfach den ganzen tag im bett liegen bleibst. davon wird es nämlich nicht besser. und sind wir doch mal ehrlich... eine panikattacke ist schrecklich, aber aus panik nur noch zu hause zu sitzen und keine sozialen kontakte mehr wahrnehmen zu können, ist noch schlimmer.

ein weg führte dich zu deiner angst... es führt aber auch wieder ein weg raus. lass den kopf nicht hängen. mir geht es genau so und ich leide darunter nun schon seit vielen jahren... jetzt hab ich erst angefangen mich um eine therapie zu kümmern. besser spät als nie!

falls du bücher magst und dem "esoterischen" nicht abgeneigt bist, würde ich dir noch "zen sein - zen leben" empfehlen. das buch brachte mir ein paar mehr blickwinkel mein leben und erleben zu betrachten.

liebe grüße und alles gute,

samadhi

01.08.2009 23:14 • #2



Angst den ganzen Tag

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Oh, der Gedanke den ganzen Tag im Bett zu verbringen, den habe ich jeden Tag. Mein Tagesablauf ist eigentlich immer, den Tag zu überstehen. Den Gedanken hasse ich! Dieser Teufelskreis aus Angst ist wirklich Sch*****! Ich suche noch den Weg, diesen aus zu brechen!

Halte durch!

Viele Grüße

02.08.2009 20:43 • #3


@Veve:

Mir geht es wirklich gaaanz genau gleich...............
Kann so auch nicht mehr....
Oft möchte ich von einem Hochhaus runter springen............

Möchte nur noch schlafen und mich betäuben mit Alk. oder Tabletten......


ABER:
Eins mache ich ganz konsequent, und das ist der einzige Weg, wieder gesund zu werden:
Ich gehe jeden Tag raus.
Sei es Gassi mit den Hunden, zur Psychologin, zum Zahnarzt oder in den Supermarkt...........

Nur, wenn wir der Angst ins Gesicht schauen, können wir sie besiegen.....
Bin auf dem Weg, aber er ist schwierig..........aber wenn wir alle zusammen halten, dann schaffen wir das!!

Geben wir uns die Hände.......

Uns macht nichts kaputt, denn man muss ein STARKER und SENSIBLER Mensch sein, um dieser "Krankheit" zu verfallen.
Und genau diese 2 Eigenschaften sind die beste Voraussetzung für Heilung!

Liebste Grüße und hoffentlich auf bald, Eure Redfox

05.08.2009 04:15 • #4


02.10.2009 16:56 • #5


Hi Tina,
ich kenn das.
habe ich auch . Das gefuehl, dass die dinge einem entgleisen.

04.10.2009 18:12 • #6


Zitat von tinaschen:
Hallo

ich bin Tina. Seit meine Großmutter gestorben ist habe ich Angst und Panik. Momentan den ganzen Tag. Ich überlege ob ich in eine Tagesklinik gegen soll, bis zur Therapie dauert es noch lange.
Ich bin in mehreren Foren aktiv, im panikstoerung.info Forum wegen des Psychiaters und auch bei Morschitzky. Ich hoffe auf netten Austausch!


Hy Tina,

diese Gefuehle kenn ich leider auch. Also wenn die Angst und Panikzustande bei mir aufkommen, versuche ich immer mir einzureden, es sind ja "nur Gefuehle". Was mir noch wirklich hilft, sind lange spaziergaenge (wirken bei mir besser als viele Medikamente, die ich jetzt nich mehr nehme).
Und falls es aber mal wirklich brenztlich wird, und wenn ich fuehle das die Angst und Panikzustand zu gross ist (zum Glueck passiert mich das in letzer Zeit nicht mehr), dann habe ich mich auf die Atmung Konzentriert, hat mir schon geholfen.

Auf jeden Fall solltest du analysieren welche Dinge dir diesen Zustand verschlimmern (z.b wenn du an ein Problem nachdenkst und wenn du gedanklich nicht davon loss kommen kannst).

Ich wuensche dir alles gute, wenn du willst kannst mich auch auf dem MSN anklicken (das gilt natuerlich fuer alle ). Wir mussen ja zusamenhalten und uns gegenseitig helfen!

Mein MSN ist:

04.10.2009 20:19 • #7


Hallo#

ich danke euch für die Antworten. Das mit der Tagesklinik werde ich jetzt machen weil ich aus dem Kreislauf zur Zeit nicht austeigen kann.
Ich habe leider kein MSN bin aber oft im oben besagten Forum, die haben einen Angstchat!

05.10.2009 23:20 • #8


Hallo alle zusammen, ich bin neu hier und suche nach Menschen denen es genauso geht wie mir. Ich kenne viele Menschen mit einer angststörung, aber keiner leidet daran so wie ich.
Vielleicht finde ich hier jemanden dem es genau so geht wie mir.

Seit ich 14 bin leide ich an panikattacken, das sind bis jetzt 8 jahre. Therapien habe ich zahlreiche hinter mir, genauso wie einen kkinikaufenthalt.

Jahre lang verliefen meine panikattacken wie es auch immer beschrieben ist, plötzlich mit allem drum und dran und dann war es wieder vorbei. Am Anfang immer nur nachts vor dem schlafen gehen. Vor 4 Jahren kam dann auf einmal schwindel und schluckprobleme dazu und meine Attacken beschränkten sich nicht nur noch auf die Nacht sondern tauchten immer auf wann sie wollten. Ich ging in die Klinik und mit anschließender Therapie wurde auch alles wieder besser.

Nun ist es aber so, dass meine panikattacken nicht immer plötzlich auftauchen und wieder gehen, sonder die Symptome verfolgen mich den ganzen Tag, mal mehr und mal weniger.
Ich habe häufig ein schwindelgefühl, oft sehstörungen und das Gefühl einen Film auf der Linse zu haben, kribbeln in den armen und im gesicht, das Gefühl ich könnte umkippen, mir ist oft übel und ich habe immer Kopfschmerzen, Auto fahren ist für mich die hölle. Oft kann ich tagelang nichts essen, weil ich schluckprobleme habe und ich hasse es alleine zu sein und am schlimmsten ist es alleine zu schlafen. Das geht den ganzen Tag so und die Symptome verschwinden oft auch einfach nicht bis zum nächsten Tag.

Ich Frage mich wie es sein kann, dass trotz Therapie keine richtige besserungen auftreten.

Vielleicht kann ich mich mit jemanden austauschen, dem es ähnlich geht oder ging.

Vielen Dank

12.07.2017 00:35 • #9


patriot
Hallo Majakarat,

hatte auch Therapie Stationär etc. aber 100 % ist es nie weg! Es gibt im Alltag Momente die Triggern unbewusst bei dir etwas, so das es der Auslöser ist für àngste und PA. Was war den in deinem 14 Lebensjahr?

12.07.2017 00:38 • #10


Hallo Patriot,
Das es nie ganz weg geht ist mir bewusst. Ich verstehe aber nicht wie es mich immer noch so einschränken kann, obwohl ich genau weiß was es ist. Natürlich gibt es bei mir auch Auslöser die es verstärken, die ich auch alle sehr gut kenne.

Als ich 14 war ist von einer sehr guten Freundin der Vater in der Nacht an einem Herzinfarkt gestorben als ich bei ihr war.

12.07.2017 00:44 • #11


patriot
Nimmst du auch Medikamente?
Ich selber kenne das alles auch, habe für mich ich Skills gefunden z.b einfach bewusst atmen , Meditation etc. Auslöser meiden im Alltag ist schwierig man kann es einfach nicht kontrollieren. Desto wichtiger ist es zu wissen wenn es auftritt passend und schnell die Gedanken von der Angst zu lösen! Leicht gesagt ich weiss.

12.07.2017 00:47 • #12


Die Medikamente habe ich vor 2 Jahren abgesetzt, da sie mir nie geholfen haben, sondern meine Symptome meist nur noch verstärkt haben.
Alles sowas hilft mir leider nichts, ich kann mich von meiner Angst nicht ablenken. Egal ob ich es mit Serien, gesellschaftsspielen oder mit shoppen mit Freunden versuche, sobald ich drin bin, komm ich aber schwer wieder raus.

Ich fühle mich oft aber vom Kopf her total gesund, aber die Symptome der angststörung und der Depression sind trotzdem immer da.

12.07.2017 00:51 • #13


patriot
Hast du eine gute Psychiaterin oder Psychologin wo du regelmässig bist? Mir ist es wichtig wöchentlich meine Gespräche wahrzunehmen. Es ist wichtig das deine Gedanken und àngste verarbeitet werden.
Oder Jemand der dir Mut macht Freund, Freundin.......Eltern?
Natürlich will man ja niemanden nerven mit seinen Problemen aber mir z.B ist es wichtig wenigstens eine Person zu haben wo ich regelmässig darüber sprechen kann.

12.07.2017 00:55 • #14


Meine Therapie habe ich Anfang des Jahres "erfolgreich" abgeschlossen. Ich bin auch momentan ehrlich gesagt durch mit Therapie und habe keine Kraft mehr hinzugehen.

Ich Rede allgemein sehr ungern darüber, meine Familie möchte ich ungern damit belasten. Sie haben schon so viel mit mir durch gemacht, ich kann es ihnen nicht mehr zumuten.

Mein Freund versucht mich zu unterstützen, nur leider kann er nicht verstehen wie es mir wirklich geht, ich glaube wenn man es nie durchgemacht hat, kann man es aber auch kein3m übel nehmen, der es nicht versteht.

12.07.2017 00:59 • #15


patriot
Da hast du Recht ein gesunder Mensch weiss nicht was panische àngste sind. Sie kennen nur die natürliche Angst.
Wichtig in der Partnerschaft ist es deinen Freund damit nicht zu überfordern. Sowas gehört in professionelle Hand.
Du bist nun hier , darf ich dich fragen was erhoffst du hier im Austausch?

12.07.2017 01:03 • #16


Ich hab oftmals das gefühl, dass das was ich am Symptomen empfinde nicht die Regel ist und kenne niemanden der genau so empfindet wie ich. Ich hoffe einfach hier Leute zu finden, den es so geht wie mir, die nicht mehr unter diesen plötzlichen PA leiden, sondern eher den ganzen Tag diesen stillen begleitet haben.

12.07.2017 01:05 • #17


patriot
Auf jeden Fall leidet jeder individuell anders. Und du bist hier schon richtig , wennich ehrlich bin habe ich durchgehend die Angst mal stärker mal schwächer und trotzdem will ich nach aussen natürlich wirken. Ist schwer .....man verzweifelt und man ist neidisch auf die Menschen die das nicht haben.
KOmmst du mit Job, Alltag etc gut zurecht?

12.07.2017 01:09 • #18


Ja nichts wünsche ich mir mehr als einfach ein "normales" Leben zu führen.

Mit manchen Dingen komme ich besser mit anderen schlechter zurecht.

Ich habe ein ganz großes Problem mit der Müdigkeit, komm morgens nie aus dem Bett und könnte immer jede Chance nutzen um nichts machen zu müssen.
Ich arbeite in der Gastronomie und ich weiß das es eigentlich ein absolutes no go ist, weil es purer Stress ist, aber es ist die einzige Möglichkeit nicht daran zu denken, wenn ich Stress habe. Ich würde gerne studieren gehen, allerdings kann ich nicht so lange stillsitzen und mich konzentrieren. Aber besten muss ich immer unter Strom stehen. Dann geht es mir meistens gut.
Mitm Haushalt ist es immer je nach dem ich mich motivieren kann, wenn ich Urlaub habe putze ich gerne, wenn ich arbeite fehlt mich oft die Motivation dazu vorher oder nachher noch was zu machen.

12.07.2017 01:21 • #19


patriot
Mit der Müdigkeit klar, Angst frisst Energie und irgendwann muss der Körper ja auch sich erholen. Und in deinem Fall auch noch so einen stressigen Job!
Wenn ich ins Fitness gehe und mir volle Maximum Power gebe sind meine àngste für einige Stunden weg. Und morgens habe ich auch das Problem aus dem Bett zu kommen. Vor allem wenn man genau weiss der Tag ist zusätzlich belastet mit àngsten!
Ich kann dir kein Patent Rezept geben ........aber dir nur sagen das du , ich und Millionen andere Menschen genau so betroffen sind. Du bist nicht allein, und jeder von uns kämpft den beschissenen Tag irgendwie durchzukommen.
Aber wir können aber nicht unser ganzes Leben uns nur ablenken von der Angst.........Ursachen Bekämpfung ......du sagtest das mit dem Vater deiner Freundin......scheint der Auslöser zu sein. Hast du daran gearbeitet?

12.07.2017 01:29 • #20



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Dr. Christina Wiesemann