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Beobachter
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 22.Dez.2011, 11:13 |
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Registriert: 23.Apr.2010, 17:10 Beiträge: 4475 Wohnort: Im eigenen Käfig
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Hallo sadie
Folgeanträge (HartzIV) lassen sich auch per Post oder durch Briefkasteneinwurf auf dem Amt einreichen. Das vermeidet den direkten Amtskontakt und Wartezeiten.
Dein Gefühl, besonders bei Folgeanträgen, sich dort wie ein Bittsteller zu fühlen, kenne ich auch nur allzugut. Es ist aber "nur" ein Gefühl, nicht die Realität. Ein Land, welches Menschen aus dem System entfernt, hat diese Menschen zu ver- sorgen, darauf besteht ein Anspruch, menschlich wie rechtlich.
Der globalisierte und kranke Kapitalismus, der Menschen die nicht 200% Leistung bringen können (Wenigqualifizierte, Alleinerziehende, Kranke/Behinderte etc.) die Teilnahme verweigert, hat hier eine klare Bringschuld einzulösen, die keiner Bitte (Bittstellergefühl) bedarf.
Liebe Grüsse, Der Beobachter
_________________ Nee, ich bin nicht die Signatur, ich mache hier nur sauber ...
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ängstlicheKatze
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 22.Dez.2011, 13:48 |
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Registriert: 16.Nov.2010, 21:46 Beiträge: 329 Wohnort: südlich von Hannover
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Hallo,
diese Angst vor der Arge habe ich auch. Ich habe immer vorher Angst vor neuen Terminen, vor dem Gespräch mit dem Sachbearbeiter, vor Leistungskürzungen und davor, dass sie mich in irgendwelche total bescheuerten Maßnahmen stecken.
Die ersten Male hatte ich immer Panikattacken, wenn ich dann da war, aber das hat sich zum Glück gelegt. Heute habe ich zwar immer noch vorher Angst, aber wenn ich dann beim AA bin ist sie fast weg.
Ich sehe das auch so wie Beobachter. Man muss sich nicht schuldig oder minderwertig fühlen nur weil man arbeitslos ist und von der Gesellschaft aussortiert wurde.
Im übrigen geht es vielen Menschen so wie uns, das sollte man sich immer wieder bewußt machen. Beim AA, wenn ich im Warteraum sitze spüre ich manchmal so was wie Solidarität zwischen den Arbeitslosen, das empfinde ich dann als sehr beruhigend.
_________________ Wenn du das Glück nicht suchst, kommt es zu dir
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dreadqueen
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 23.Dez.2011, 12:59 |
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Registriert: 17.Dez.2011, 14:05 Beiträge: 31
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Hallo  Hab jetzt nicht alles gelesen, aber antworten mag ich trotzdem.... Ich hoff nur ich wiederhol jetzt nicht allzuviel von dem, was dir andere schon geraten haben  Falls doch, nicht übel nehmen bitte Aaaaaaaaaaaaalso... Ich hab diese Phobie auch, bei mir ging es so weit, das ich vor lauter Drang das zu vermeiden einen Soizidversuch unternommen habe. Als ich dann damals in der KLinik gelandet bin, habe ich eine Sozialarbeiterin zur Seite gestellt bekommen. Die hat dann den ganzen Ämterkram mit mir gemacht. Nach der Klinik habe ich dann einen sogenannten "ambulanten Wohnbetreuer" bekommen. Dieser Service wird bei nachgewiesener Diagnose vom LVR bezahlt. Die gehen mit einem zu den Ämtern, übernehmen teilweise auch die Kommunikation, wenn man das will, machen aber auch viele andere Dinge mit einem, wie Haushaltspläne und Ärtzesuche und -gänge u.a. Informationen dazu gibt der LVR ( http://www.lvr.de/de/nav_main/kliniken/ ... nen_1.html), wenn du nicht aus deren Einzugsbereich kommt, können die dir sicherlich sagen, an wen du dich in deiner Gegend wenden kannst. Ansonsten können dir in den meisten Fällen die örtliche AWO, Caritas oder Diakonie auch weiterhelfen. Eine andere Möglichkeit, die aber noch mehr Vermeidung zur Folge hätte, wäre eine gerichtliche Betreuung. Klingt immer gruselig nach Entmündigung, hat aber eigentlich große Vorteile. Eine gerichtliche Betreuung kann man beim örtlichen Amtsgericht beantragen und dabei festlegen für welche Bereiche der Betreuer zuständig sein soll. Dabei gibts eben auch die Möglichkeit, das der die Kommunikation mit der Arge übernimmt.... macht der Betreuer Mist, oder man vertraut ihm nicht, kann man ihn relativ einfach wechseln, und los wird man sie auch relativ einfach. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
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sadie
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 23.Dez.2011, 23:14 |
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Registriert: 28.Jan.2010, 09:28 Beiträge: 93
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Mahabharata hat geschrieben: Hallo, Sadie, wer hat Dich denn da so angemacht beim Amt, und warum angeblich genau? War das Dein Sachbearbeiter? Oder jemand anders? Hast Du eine Kopie gemacht, während Du auf Deinen Termin gewartet hast und wärst dann schon drangekommen, warst aber nicht da? Blick`s grad nicht so ganz... Nein, ich hatte keinen Termin, wollte nur den Folgeantrag fürs ALG abgeben, da sitzt man ja immer ewig, und weil ich danach noch dringend den Antrag fürs Wohngeld abgeben mußte, die Zeit aber langsam knapp wurde, hab ich die eine Kopie fürs Wohn.-Amt bei der ARGE gemacht. Da laufen immer so "Wachhunde" rum, die alles kontrollieren, was die "Versager ALG-Empfänger" da so treiben.Jedenfalls kann es ja so schlimm nicht sein, wenn Du dann kurz weg warst! Wenn Du richtig angeblökt worden bist, hätte ich an Deiner Stelle schon was gesagt, ob es auch ein wenig höflicher ginge! Hallo, Du sprichst von Deinen Kids, hast also mindestens zwo Ja, zwei ganz toll geratene :D bist also eine gestandene Frau, die ihre Kinder durchbringt, Verantwortung hat, dem Staat Steuerzahler großzieht  - da soll man Dir auch mal etwas mehr Respekt entgegenbringen!! Und den kannst Du auch einfordern- bloß, weil man in einer sozialen Notsituation ist, muß man sich nicht alles widerspruchslos gefallen lassen! Und Dir zu wünschen, Du wärst tot, geht schon mal gar nicht- denk an Deine Kids, und solche Gedanken sind die Schluffis vom Amt gar nicht wert! Liebe Grüße Danke...
_________________ [color=#8000FF][i]Für mich bin ich wichtig[/i][/color]
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Mahabharata
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 24.Dez.2011, 19:02 |
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Registriert: 17.Okt.2010, 14:30 Beiträge: 98
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Bitte , sehr gerne!!! Fröhliche Weihnachten!!! 
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resley
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Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der ARGE Verfasst: 24.Dez.2011, 20:06 |
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ich kenne das auch. sie haben einen "an den eiern" das ist nunmal so.. oft weiß bei der arge auch der eine nicht was der andere tut. ich bekam jedes mal herzrasen wenn ich nur diese ökopapierumschläge im briefkasten sah  man muss immer befürchten das wieder etwas ausgeheckt wurde dem man sich dann unterwerfen muss. irgendwie durchlebt man totale existenzängste bis zur bewilligung.dann hat man wieder ein bisschen ruhe aber meistens nicht lange. ich bin zwar im moment nicht bei der arge aber habe einen termin bei der berufsberatung - was auch von finanzieller bedeutung ist da ich kindergeld bekomme. ständig werden mir vermittlungsvorschläge geschickt die garnicht zu mir passen. so "bitte bewerben sie sich am arsch der welt als quatschtante - gehalt 1cent"  und das obwohl meine ängste bekannt sind... is echt scheiße wenn man abhängig ist 
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