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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 22.Aug.2011, 14:59 
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Registriert: 02.Aug.2011, 12:00
Beiträge: 13
Hi,

ja, stimmt schon. Ist gegenwärtig wirklich jammern auf hohem Niveau. Und es gehört, wenn ichs richtig verstanden habe, eben auch dazu, nicht davon auszugehen, die Erkrankung für immer besiegt zu haben, sondern sie als Begleiter zu akzeptieren, aber immer wieder richtig damit umgehen zu können.

CU, Amyg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 22.Aug.2011, 17:58 
:D :D :D
@AMYG.Dala

Oder mal zu hören das jemand der über 10 Jahre Panikattacken und Herzneurose nach vielen Todesfällen (Eigener Sohn-Partnerin-Eltern und Freundin) Eltern Alkis) und Heimkind nach erfogreichen 3 Langzeitherapien und regelmäßigem Sport (Joggen und Mountenbiken) Seit 20 Jahren geheilt ist. :D :D :D

Nur von einem nicht ;-) Vom Sport und das ist auch gut so ;-)

Du hast es doch schon geschafft :zustim :zustim :zustim :daum :daum :daum

Sind doch nur die Gedanken noch (Es könnte wieder mal kommen ) Na und ? Als ob wir das nicht kennen würden.haha Dann kommts eben mal .grins :mrgreen:

Viel Erfolg weiterhin bei Deinem Sport. Du bist Klasse :daum :daum :daum :daum :daum


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 23.Aug.2011, 10:15 
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Registriert: 02.Aug.2011, 12:00
Beiträge: 13
Danke Dir!!!

Meinen größten Respekt und Glückwunsch an Dich zum Überwinden der Erkrankung :!: :!: . Ich muss sagen, dass ich gemessen an Deiner kurzen Aufzählung, hinter der sich offenbar wirkliche Dramen verbergen, eine wirklich gute Ausgangslage für die Bewältigung habe. Ruhige Kindheit, stabile Beziehung mit großartiger Partnerin, Job, den ich kann und der mir Spaß macht und zur Zeit einigermaßen sicher ist, bislang keine Schicksalsschläge um mich rum. (Da frag ich mich doch, warum hab ich das eigentlich :roll: ...)

Und zum Sport: Ich habe so eine Sportsozialisation mit Sport ab 10 Jahren und zwischen 15 und 25 Leistungssport. Danach immer noch leistungsorientierter Hobbysport. Deswegen wollte und will ich Sport eben auch auf keinen Fall der Krankheit opfern. Andererseits hat das die Angst auch teilweise befördert, weil man ja als Sportler sinnvollerweise lernt, auf seinen Körper zu hören. Manchmal auch ein bißchen zuviel ... 8)

CU, Amyg


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 29.Aug.2011, 09:37 
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Registriert: 02.Aug.2011, 12:00
Beiträge: 13
Morgen,

die nächste Wochenzusammenfassung:

Die Zaps sind noch da. Jetzt nervts allmählich. Natürlich je angespannter ich bin, desto häufiger. Ich hätte die gern weg, alleine schon um das Gefühl zu haben, die Medikamentierung jetzt ganz hinter mir zu haben. :twisted:

Ich war die ganze letzte Woche etwas nervös, weil ich diesen Mi. ne kleine Dienstreise habe, eigentlich ein Witz, aber die Erinnerunskombi aus Zugfahrten und Sektlasschwenkerterminen sorgt für Spannung. Deshalb gab es ein paar Auf und Abs.

Do. kam es dann prompt zu zwei Mikro-Attacken, ausgelöst jeweils durch Extrasystolen. Konnte ich schnell wieder abwürgen, aber die Grübelspirale wird halt angeworfen: Warum jetzt? Gehts jetzt wieder los? Wird sich das aufbauen? Ist erst jetzt das Medikament ganz raus? Bin ich vlt. doch nicht herzgesund? ... Irgendwann halfen dann die inflationär gesetzten Stopps und es wurde jeweils etwas ruhiger.

Am Wochenende war dann mein erster Triathlon angesagt, quasi ein Heimspiel, ich wohne 300m vom Start/Ziel-Bereich entfernt. Vorher wie immer vor Sport-Events nervös (Was ist wenn ich untergehe? Auf dem Rad Extrasystolen bekomme? Zu schnell laufe und umkippe? Wespenstich? ... ). Morgens am Wettkampftag dann alles i.O., das Rennfieber hat mich aufgesogen, schönes Rennen im Rahmen meiner Möglichkeiten, viele Freunde getroffen, super Tag. Direkt danach denke ich dann immer: "Nicht schlecht für nen Angstkranken". (gibts eigentlich ne WM für Herzphobiker?).

Das hält bloß nicht so sehr lange vor. Sitze jetzt im Büro und habe wieder tierisches Herzstolpern. Das nervt, und ist immer so, als ob ich eine Tür zu halte, aber der kleine fiese Gedanke "Vielleicht ists ja doch nicht harmlos" versucht, sich durch den Türspalt zu zwängen. Müsste mir mal beibringen, das zu "überhören", ähnlich wie Tinnitus-Patienten das wohl machen.

Herausforderungen der Woche: Dienstfahrt, wichtige Besprechungen, Sport (gilt langsam nicht mehr). Alltagsleben halt. Viele Abendtermine.

Außerdem stehen ja nun auch noch wirkliche Konfrontationsübungen aus, um wirklich substanziell weiter zu kommen. Bislang gings ja immer darum, gedanklich rechtzeitig in die Speichen zu greifen, damits gar nicht zur Attacke kommt. Hm, bin gespannt, werde berichten.

Weitermachen!

Amyg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 18.Sep.2011, 22:46 
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Registriert: 20.Okt.2010, 16:24
Beiträge: 586
Wohnort: im schönen Remstal
Hey Amyg,

Na, wie ist es die letzten Wochen gelaufen? Ich hoffe gut?

Grüssle
Strand

_________________
Weniger ist auch genug.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 19.Sep.2011, 11:23 
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Registriert: 02.Aug.2011, 12:00
Beiträge: 13
Hi Strand,

danke der Nachfrage. Den letzten Wochen stehe ich etwas ambivalent gegenüber. Einerseits hatte ich keine richtigen Attacken, sondern maximal nur kleine Anflüge, die ich immer sofort in den Griff bekomme. Andererseits beschäftige ich mich immer noch gedanklich viiieeel zu viel damit, dass ich auf Attacken warte, die nicht kommen. Das nervt. Ebenso wie meine Extrasystolen, die symptomatische Wurzel allen Übels, die mir zwar zigfach als harmlos diagnostiziert wurden, aber mich immer und immer wieder an meiner Gesundheit zweifeln lassen. Dann habe ich Tage mit zig Herzstolperern und irgendwelchen wabernden Brustschmerzen, oder, oder, oder ... :verrück

Konfrontationsmäßig muss ich jetzt immer größere Geschütze auffahren, denn der Alltag ist eben quasi attackenfrei. Also jetzt so Späße wie: übernachten in (von außen) abgeschlossenen Kellerräumen, Seilbahnfahren, lange Zugfahrten alleine ohne Handy ... Das fällt mir extrem schwer, weil es immer auch einen gewissen Organisationaufwand bedeutet, der meinen Tagesrhythmus sprengt. Ein Teil ist aber eben auch "Vermeidung de Luxe", (lieber Laufen als schwimmen gehen, lieber Hand mitnehmen statt liegen lassen) ... :x

Mit den Medikamenten hat das alles nix mehr zu tun, obwohl ich immer noch das habe, was ich als Zaps bezeichnete. Die sind also entweder noch da, oder es sind irgendwelche Bagatellreaktionen, die ich auf Grund meiner Internetlektüre völlig überbewerte.

Fazit: Keine Attacken trotz "Vermeidung de Luxe", und genervt von mir selbst, dass ich 1) nicht bereits weiter bin, 2) doch noch vermeide und 3) mit dem Erreichten so unzufrieden bin.

Cu, Amyg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 19.Sep.2011, 12:42 
:D :D :D

Hallo Sportlerkollege ;-)

Was machste Dich denn verrückt ;-) ???

"NORMALE"...(was immer das sein mag ) Leute haben auch ihr Handy einfach dabei. Was auch ganz nützlich ist falls mal ein Notfall eintritt. Muss ja gar nicht das gut trainierte herz sein. Ein Stolpern und schon ist in einer einsamen Gegend das Bein gebrochen , reicht ja schon. Ergo eine sinnvolle völlig normale Vorsichtsmaßnahme.

Du hast Dir ständig neue Konfrontationen gesucht um die Angst zu überwinden und nun festgestellt das dies gar nicht mehr notwendig ist.

das einzige was Dir nun Kopfzerbrechen bereitet ist, das die Angst wieder kommen könnte wenn Du Dich nicht mehr steigern kannst oder mal das Handy mitnimmst , weil Du es als Fehler oder Schwäche interpretierst. ob Deluxe oder nicht. ;-)

Doch gerade dieser Gedankengang lässt Dich ein unbehafgliches Feeling bekommen. Nicht das mitgenommene Handy ;-)

Wenn Du verstehst was ich meine . Früher hast Du als Sportler zu oft in Deinen Körper hineingehört, heute hörst Du zu oft auf Deinen Verstand den Du ständig kontrollierst ob Du auch ja genug tust um weiter in die Konfrontation zu gehen.

Da kann ein diesmal mitgenommenes Handy schon zur Belastung werden weil Du Dir Gedanken machst ob Du nun schwächer bist nur weil Du es wieder mitnimmst.

Anstatt sich zu sagen ich mach schon soviel Sport wie kaum ein anderer. ich hab mich schon so weit gebracht das ich die Angst entgültig überwunden habe und ich bin doch nicht bekloppt und zweifel an mir nur weil ich dsas Gefühl habe ich nehm das Handy diesmal wieder mit.

Jeder Mensch ist mal mehr mal weniger Leistungsfähig. Weißt Du bestimmt als Sportler. Auch psychisch. das hat aber nix damit zu tun das die Angst wieder kommt ;-)

Warum Du Dir Gedanken machst warum Du angebliuch nichts erreicht hast ist mir völlig unverständlich. (Sportlicher Ehrgeiz ?)

Und noch mehr und noch mehr und noch mehr ???? Wie lange ? Bis sich die positiven Ergebnisse ins Gegenteil verwandeln ? Man kann sich auch überfordern. Übrigens eins der Hauptursachen für Ängste.

Vieleicht sagt Dir dein Körper ich brtauch mal ne Pause mach mal slowley ;-)

Du machst so viel (laut Deiner Aufzählung) was andere in 100 Jahren nicht mewhr hinbekommen und bist unzufrieden ??? Spinnst Du ??? :shock: :shock: :shock:

Das was Du geleistet hast und immer noch leisten kannst (ABER NICHT STÄNDIG MUßT) ist schon der Wahnsinn.

Das erreicht kaum jemand . Deine Unzufriedenheit mit Dir selber liebt eher an den Maßstäben die Du Dir selber stellst. Eine zu hohe Erwartungshaltung schlägt beim Fehlversuch nur all zu gern in Entäuschung um. Und das kann sich körperlich (Brustschmerzen ) Herzstolpern oder in ? Richtig Unwohlsein oder Ängsten äüßern.

Dann wärst Du bald wieder da wo Du angefangen hast. Ehrgeiz in allen Ehren. Aber angemessen. ;-)

Bleib auch easy wenn de mal das Handy mitnimmst. Ist die normalste Sacghe der Welt für angstfreie Leute.

Wenn Du angstfrei bist dann verhalte Dich auch doch in solchen Sachen so ;-) Jeder hat ein Handy . Also Du auch. Schließlich biste wieder ein geheilter noirmaler Mensch und darfst wieder so leben wie jeder gesunde auch ;-)

Du setzt Dich viel zu sehr unter Druck. Das kannste beim Sport die letzen 100 Meter vorm Ziel machen aber doch nicht ständig im Leben bei Kleinigkeiten wie ein Handy oder ähnliches.

Die meisten der Leute auf der Welt haben nicht mal 5% von dem erreicht im Sport wie Du . Auch viele nicht im Durchziehen von Therapie und Angstbewältigung.

Es gibt also gar keinen Grund an Dir zu zweifeln. Vergiss den Blödsinn ganz schnell ;-)

Man muss auch nicht ständig auf der Überholspur fahren ;-) Du hast anderen gegenüber so viel Vorsprung das des auch mal ein paar Kilometer auf der rechten Fahrbahnseite schaffst ins Ziel ohne Dich auszupowern bis zum umfallen oder bis zum Rückfall ;-)

Take it Easy ;-) :D :D :D :zustim :zustim :zustim :daum :daum :daum :daum

Du bist Klasse El Basta. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 25.Sep.2011, 13:40 
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Registriert: 20.Okt.2010, 16:24
Beiträge: 586
Wohnort: im schönen Remstal
Hey Amyg,

Du bist vielleicht auch etwas streng mit Dir, ich finde Deine Erfolge klasse :)
Und vielleicht könntest Du mehr auf das Acht geben was bereits super klappt, als Dich mit dem zu stressen was Du noch schaffen musst/willst?
Ich versteh Dich aber gut, ich bin auch recht ungeduldig wenn nicht alles sofort ohne Rückschlag klappt.
Aber ich finds toll und motivierend dass Du das Paroxetin abgesetzt hast und es gut ohne schaffst! Weiter so und lass Dich nicht entmutigen wenn's mal nicht so klappt! :)

LG
Strand

_________________
Weniger ist auch genug.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 26.Sep.2011, 11:08 
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Registriert: 02.Aug.2011, 12:00
Beiträge: 13
Hi,

Ozonik und Strand: danke für Eure Beiträge. Ich könnte dazu jetzt viel schreiben, aber ich machs kurz: Ihr habt Recht. 8)

Ich müsste jetzt auch mein ganzes Therapiekonzept ausbreiten, um das eine oder andere detailliert zu begründen, (Abbau von Schein-Sicherheiten ...) aber das führt m. E. zu weit. Aber der Deal ist, diesmal noch weiter zu kommen, als beim letzten Mal, um einem eventuellen weiteren Rückfall besser begegnen zu können.Und das erfordert eben jetzt noch ein wenig Biss. :twisted:

Und nochmal, nun aus der Sicht einige Wochen später: Für mich hat sich die Einnahme der Medikamente eindeutig gelohnt. Das hat mich in die Lage gebracht, in der attackenfreien Zeit anzufangen, so an mir zu arbeiten, dass die Tür zur Bewältigung sperrangelweit aufgegangen ist.

Noch kurz die Wochenbilanz:
Viel Spocht (das Wetter ist so goil)
Ein paar Konfrontationen
Keine Attacken, ein paar Fast-Attacken.

CU, Amyg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Paroxetin absetzen - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 26.Sep.2011, 13:29 
:D :D :D

Und die Fastattacken kommen nur weil Du nu auf dem Tripp bist immer noch mehr zu erreichen (aus Angst) die Attacken kjönnten zurück kommen. Wenn Du Dich jedoch damit verausgabst hast Du sie 100%tig wieder ;-)

Deshalb ja mein Tipp. Mach mal nen Tacken langsamer . ;-)

das is sonst wie wenn Du nen Farari ständig auf der Überholspur fährst mit 360 km/h

weil Du meinst so kommst Du am schnellsten ans Ziel, vergisst aber zu tanken ;-)

Und dann liegste im Strassengraben und ich kann Dich mit meinem VW Käfer da rausziehen.hihi :D

Der kommt vieleicht nicht so schnell ans Ziel wie Dein Ferrari, dafür aber zuverlässiger weil er sich nicht verheizt ;-)

Und läuft und läuft und läuft ;-)......

http://www.youtube.com/watch?v=5S4gSFe2 ... re=related :mrgreen:

http://www.youtube.com/watch?v=Mdv-g-fs ... re=related

:D :D :D :wink:


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