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201109.07




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Hallo, ich nehme seit ca 4 Jahren Paroxetin 10 mg. Zeitlang habe ich 20 mg genommen.
Es hat mir sehr gut geholfen. Ich habe meine Probleme nicht komplett gelöst, doch hatte mehr Elan an ihnen zu arbeiten, ich war einfach viel entspannter,es war ein wenig wie Zauberpille für mich.
Ich habe mich spontan entschloßen das Medikament abzusetzen und nehme es seit einer Woche nichts mehr.
Ich kannte das volle Programm vom Reduzieren der Dosis, also hieß es erst mal Abwarten und Tee trinken, weil nach einer Woche hatte ich mich wieder gut gefühlt
Nun ist jetzt eine Woche rum und ich kann immer noch nicht schlafen.

Es geht mir schrecklich. Am Anfang war es furchtbar, die "Stromstösse" im Kopf waren noch das geringste Übel. Es hört sich arg an, aber es ist ein bekanntes Absetzsymptom.
Ich bin antriebslos, lebe in den Tag hinein, habe keine Lust mehr irgendetwas zu tun, habe Konzentrationsstörungen (die aber allmählich besser werden) nichts mehr macht mir Spaß was mir davor Spaß gemacht hat. Das wirkt sich auch auf die Schlafstörung aus, ich bin nicht mehr ausgelastet und dauermüde. Ich bin nur noch frustriert und genervt von mir selbst, daß ich nichts mehr auf die Reihe mehr kriege. Es ist so wie vor dem Medikament.
Ich bin gene Ich habe Angst daß der Zustand bleibt.
Ich habe mir wieder eine Packung geholt, für den Notfall.
Soll ich noch weiter warten? Wird es immer so bleiben?
Und ich bin enttäuscht, daß ich ohne das Medikament vielleicht nicht lebensfähig bin. Ich möchte aber nicht vom Medikament abhängig sein.
Und bitte sagt nicht, daß ich zum Arzt soll, die Beratung beim Psychiater ist ein Witz. Dauert 5 Minuten, hört nicht richtig zu und bin danach genau so schlau wie vorher.
Bei Informationen über Medikamente hat mir bis jetzt Internet am besten geholfen.

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  09.07.2011 23:19  
Wie redefreudig hier Menschen sind. Ich dachte Behandlung mit SSRI ist die gängige Praxis bei Angstpatienten, bes. bei sozialer Angst.
Mittlerweile habe ich was Besseres gefunden. http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzen/
Sie hat sich noch länger gequält.
Mittlerweile denke ich auch dran das Zeug wieder zu nehmen und schrittweise abzusetzen.
Komisch, Schweissausbrüche und Kopfschmerzen hatte ich nicht.
Was heisst komisch, Kopfschmerzen hatte ich noch nie im Leben.
Ich hatte aber Konzentrationsstörungen und koordinative Störungen, mir ist alles aus den Händen gefallen.
Schaue gerade auf zdf Neo "wild germany" über crystal meth.
Da erzählte eine Patientin über Entzugserscheinungen, 13 Tage nicht schlafen und Hallus, nur dösen und ich dachte, das kenne ich doch irgendwoher





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  10.07.2011 00:11  
Ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich hier ein wenig blogge.Wird vielleicht eines Tages jemandem helfen.
Zitat:
Basierend auf den Erfahrungen meiner Leidensgenossen, die den Entzug schon hinter sich gebracht hatten, fahre ich Paroxetin nunmehr in 2,5mg-Schritten pro 8 Tage herunter. Allerdings sehe ich es schon kommen, daß ich wahrscheinlich Paroxetin noch in 0,1mg-Schritten weiter reduzieren muß.

Mein Psychiater wollte mir Johanniskraut verschreiben, als ich sagte ich möchte absetzen. Ich sollte echt zu einem anderen Arzt gehen.

Danke1xDanke


  10.07.2011 09:25  
morgen ilva,

ich habe selbst paroxetin genommen. einmal 2 jahre, dann pause von 2 jahren und dann wieder fast 3 jahre. im jänner 2010 habe ich LANGSAM bis oktober 2010 abgestzt, die dosis wirklich langsam runtergefahren. denn der haken an den dingern ist, dass, obwohl das gegenteil behauptet wird, den körper und vorallen dingen den gehirnstoffwechsel abhängig macht.
obwohl ich wirklich langsam abgestzt habe, habe ich seither herzryhtmusstörungen, welche von einem sehr verständnisvollen arzt in zusammenhang mit dem absetzen von paroxetin gebracht wurden. eine englische studie hat auch bewiesen, dass paroxetin aufs herz geht. meine neurologe hält dies jeoch für unwahrscheinlich (klar, er lebt ja von der pharmaindustrie!)

leider ist es so, dass "mediziner" gerne SSRI verschreiben, ohne den mündigen patienten über all die netten nebenwirkungen und absetzsymptome zu informieren.
klar hilft es, aber es setzt dem körper auch ganz schön zu.

ich würde dir also raten, die dosis wirklich gering wieder einzunehmen und dann langsam auszuschleichen, somit gibst du deinem körper die chance, sich besser daran zu gewöhnen, ohne paroxetin auszukommen.

alles gute
queeny





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  10.07.2011 15:03  
Hallo Queeny
Als du das erste mal abgesetzt hast war es nicht so schlimm?

Ich habe Paroxat wieder genommen. Nach 8 Tagen Ich habs nicht ausgehalten.
Ich konnte sofort einschlafen obwohl es angeblich aufputschend wirkt.
Ich finde es schade, weil es langsam besser wurde, nur daß ich ständig so angespannt war.
Seltsam, daß ich mit Rechtschreibung weniger Probleme habe, wenn ich das Zeug nehme. Überhaupt - ich bin komplett anderer Mensch. Das macht mir Angst.

Komisch ist nur, daß die kleinste Dosis, die man kaufen kann 10 mg ist. Eigentlich etwas unverantwortlich von den Herstellern, wenn die Absetzerscheinungen so heftig sind, sie könnten mal extra Absetzsets verkaufen, mit niedriger dosierten Packungen.
Also wie dosiert man niedriger 10 mg? Zb zwei Tage nehmen einen Tag nicht? Dann jeden 2 Tag?
Und warum habe ich bei nur 10 mg so heftige Symptome.

Zitat:
denn der haken an den dingern ist, dass, obwohl das gegenteil behauptet wird, den körper und vorallen dingen den gehirnstoffwechsel abhängig macht.


Ja aber es entsteht nicht direkt ein Verlangen wie zb bei Zig..
Es macht dich total kaputt, es bricht deinen Willen, so daß man spätestens nach einer Woche es doch wieder nimmt.
Teufelszeug.





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  10.07.2011 15:21  
Zitat:
obwohl ich wirklich langsam abgestzt habe, habe ich seither herzryhtmusstörungen, welche von einem sehr verständnisvollen arzt in zusammenhang mit dem absetzen von paroxetin gebracht wurden. eine englische studie hat auch bewiesen, dass paroxetin aufs herz geht. meine neurologe hält dies jeoch für unwahrscheinlich (klar, er lebt ja von der pharmaindustrie!)

Ohje...Wenn Du mich fragst, die wissen alle viel zu wenig über Auswirkungen von Paroxat. Das menschliche Nervensystem, und die Reizübertragung ist auch noch lange nicht so gut erforscht.
Gehts dir aber ansonsten wieder gut?
Ich habe von unterschiedlichen Absetzsymptomen gelesen. Bei jedem ist es anders. Manche spüren gar keine Wirkung von Paroxat also vermutlich auch keine Absetzsymptome.
Habe gutes Herz (Sport), aber vielleicht kommt es dann zu anderen Dauerschäden.
Zb könnte bei mir Schäden im Gehirn , auf der "neuronalen Ebene" vorstellen, was Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen zu Folge haben könnte.
Immerhin ist es nach einer Woche "Entzug" bei mir nicht besser geworden, es hat sich verschlimmert. Gut, die Konzentration ist etwas besser geworden. Das merkt man an meiner Rechtschreibung

Du schriebst du hast 10 monate ausgeschlichen hast. Also wie lange nehme ich die jeweils niedrigere Dosis? Reicht ein Monat ?



  10.07.2011 20:31  
Natürlich empfindet jeder anders die Absetzreaktionen. Ich habe meine Herzrythmusstörungen auch nicht damit in Verbindung gebracht, denn die sind erst wirklich schlimm nach ca 2 Monaten OHNE Paroxetin aufgetreten.

Mein Arzt hat mich darauf hingewiesen - er ist im übrigen nicht gut auf sämtliche SSRIs zu sprechen - denn er sieht dahinter nur Geschäftemacherei. Denn es wird heutzutage viel zu oft und viel zu schnell verschrieben...!

Ich hatte nach den ersten beiden Jahren der Einnahme auch heftigste Absetzreaktionen (20mg Tagesdosis). Vorallen Dingen starke Unruhe, ständig musste ich mich bewegen. Auch Kontrollverlust. Als es nicht mehr ging, habe ich damit wieder angefangen (weil ich es nicht besser wusste damals... )

Ich würde auch nicht sagen, dass nach mittlerweile 9 Monaten all das Zeugs aus meinem Körper raus ist. Denn ich spüre noch immer öfters diese elektrischen Schläge in den Armen, unruhig bin ich auch, aber nicht mehr so stark wie früher mal.
Gute Alternative ist Magnesium, jedoch ist das ein komplexes Thema, denn es sollte hochdosiert eingenommen werden.

Nachdem du auf 10mg täglicher Dosis bist, würde ich vorschlagen, die Dosis um 2,5 mg Schritte zu reduzieren. Die Zeit ist individuell. Ich habe mich nach meinen körperlichen Symptomen gerichtet. Sobald ich mich z.b. mit 7,5 mg wohlgefühlt habe, habe ich weiter reduziert. Aber du solltest dir dabei keinen eigenen Streß auferlegen, sondern wirklich Zeit lassen.

Ich würde es nicht mehr einnehmen, so schlecht kanns mir gar nicht gehen, denn es stellt wirklich einiges im Körper an. Und du hast recht, es ist erschreckend

LG, Queeny


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