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Hallo ich hab mich extra hier angemeldet weil ich dachte das mir hier vllt jemand helfen kann.
Schon seit fast einem Jahr laufe ich mit einem ständigen Angstgefühl im Bauch rum das mich von morgens bis abends begleitet. Sobald ich morgens aufstehe ist das Gefühl da, manchmal wirds abends was besser aber es gibt so gut wie keinen Moment wo es mir wirklich gut geht.
Bis jetzt hab ich fast nur von Leuten gelesen bei denen sich die Angst so lange angestaut hat bis es dann zu Panikattacken kam aber bei mir ist einfach nur dieses Gefühl da.
Die Angst ist nicht wirklich greifbar und bezieht sich nicht auf irgendeine Situation wie normale Ängste. Ich hab zwar ein paar Theorien was die Angst auslösen könnte aber wirklich sicher bin ich mir nicht wieso ich eig dieses Angstgefühl hab. Ich hab schon ziemlich viel versucht aber wirklich geholfen hat mir bis jetzt nichts. Ich hab versucht die Angst zu akzeptieren aber gebracht hat es nichts. Durch die Angst bin ich ständig am Grübeln, meist über philosophische Themen aber generell mach ich mir eig um alles viel zu viele Gedanken. Hör ich auf zu Grübeln ist die Angst trotzdem da.
Das einzige was mich wirklich manchmal ablenkt ist Fußball. Alles andere bewirkt nur das ich die Angst für kurze Zeit "verdränge" was dann aber dazu führt das die Angst sogar Bauchschmerzen hervorruft. Durch die Angst bin ich außerdem fast permanent gefühlstaub weil mein Fokus halt ständig auf der Angst liegt und ich andere Gefühle nur noch schwach wahrnehme.
Sozial geht es mir noch einigermaßen gut. Ich hab nen großen Bekanntenkreis weil ich noch in die Schule gehe und oft Fußball spiele aber ich hab nicht wirklich irgendwen mit dem ich reden könnte oder will. Durch die Angst hab ich mich trotzdem irgendwie zurückgezogen weil mir fast nichts mehr wirklich Spaß macht und ich mich überfordert fühle. Ich mach zwar ab und zu was mit Freunden aber auch das ist seltener geworden weils mir dadurch auch nicht besser geht. Manchmal würde ich am liebsten einfach nur ein Messer holen und die Angst aus mir rausschneiden weil ich dieses Gefühl nur noch hasse.
Kennt irgendwer vllt das gleiche Gefühl und weiß was dagegen hilft?
Ich werde in nächster Zeit wenn alles gut läuft auch ne Therapie anfangen weil ich sonst auch nicht mehr weiter weiß.

02.09.2014 19:19 • 08.08.2021 #1


56 Antworten ↓


Zeitchen
Hallo Noname

Ich weiss zwar nicht wirklich wie es ist, dieses Gefühl jeden Tag zu haben, jedoch kenne ich dies nur allzu gut. Es ist wirklich nervig.
Das mit der Therapie würde ich wirklich ausprobieren. Vielleicht weisst
du dann auch, wieso dass du diese Angst verspürst.
Ist etwas vor dem ganzen Problem vorgefallen, was dies ausgelöst haben könnte? Oder kam es einfach plötzlich?
Du sagtest, dass Fussball dir manchmal helfe. Hast du auch schon andere Sportarten ausprobiert? Mich lenkt Sport meistens von allem ein wenig ab.

Gruss
Zeitchen

02.09.2014 22:26 • #2



Ständiges Angstgefühl im Bauch

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Das Angstgefühl selbst hat sich glaub ich ziemlich plötzlich eingestellt, aber ich hatte davor manchmal schon Angstzustände. So wirklich kann ich mich aber nicht mehr dran erinnern wie das genau passiert ist. Ich glaube ausgelöst worden ist das alles durch zu viel Stress und dadurch das ich mich zu sehr unter Druck gesetzt hab. Ich hatte zu der Zeit ne Art Beziehung mit einem Mädchen aber wir hatten ständig nur Streit weil wir beide ziemliche Verlustangst hatten. Mir ist das alles zu viel geworden und ich hatte oft vor mich zu trennen aber wirklich geschafft hab ich das erst ein paar Monate später weil ich einfach gar nicht mehr konnte. Anfangs dachte ich das die Angst vllt nur Verlustangst wäre aber selbst ein paar Monate nachdem ich mich getrennt hab lauf ich ja immer noch damit rum.
An Sport hab ich auch schon Laufen probiert aber das bewirkt nur das ich noch mehr in Gedanken versinke. Schwimmen lenkt auch manchmal ab aber lange nicht so gut wie Fußball. Das traurige ist nur das ich sobald ich fertig geduscht bin und aus der Kabine komme schon wieder diese Gefühl im Bauch habe.
Was ich auch oft versuche sind Entspannungsvideos . Dadurch gehts mir zwar besser aber das Angstgefühl bleibt trotzdem.
Leider bin ich durch die Angst auch permanent gestresst und mir wird alles schnell zu viel. Ich hab auch schon drüber nachgedacht die Schule deswegen zu schmeißen weil ich einfach keinen Bock mehr hab mich überhaupt noch jeden Tag durchzuquälen. Selbst im Urlaub oder an ruhigen Tagen wo ich den ganzen Tag zu Hause bin gehts mir einfach richtig schlecht und ich hab die Hoffnung verloren das das von alleine wieder besser wird.

02.09.2014 23:32 • #3


Hey Du

Ich kenne bzw kannte es den ganzen Tag das Angstgefühl zu haben. Alles drehte sich nur noch darum.
Was auf jeden Fall hilft ist Bewegung und Sport denn dadurch baust Du Stress ab der durch dieses Angstgefühl entsteht.

06.09.2014 09:14 • x 1 #4


@Herzklopfen

Weißt du denn woher dieses Angstgefühl bei dir gekommen ist? Der Sport hilft ja nur den Stress vorerst zu reduzieren aber die Ursache vom Problem wird dadurch ja nicht gelöst.

08.09.2014 15:06 • #5


Nein ich weiss leider nicht woher dieses Angstgefühl bei mir gekommen ist. Bin noch dabei es rauszufinden.

08.09.2014 20:11 • #6


Ich wünschte das wär alles niemals passiert. Seitdem ich diese Angst hab ist das was ich lebe kein Leben mehr. Jeden Tag komme ich nach Hause und erinnere mich daran das mal alles anders gewesen ist das mal alles gut war. Ich würde einfach alles dafür geben nochmal zurückgehehn zu können. Ich hab keine Ahnung mehr was mit mir los ist ich hab keine ahnung mehr wer ich bin. Ich wünsch mir nur noch das die Angst weg geht. Ich fang so gut wie jeden Tag an zu heulen wenn ich allein bin und kann einfach nicht mehr nachvollziehen wie alles nur so werden konnte. Ich glaub nicht mehr das es irgendwann nochmal besser wird. Ich glaube auch nicht mehr das die Welt um mich herum real ist. Ich fühl mich als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Eig ist das einfach nur krank das ich überhaupt noch in die Schule gehe und manchmal noch was mit freunden mache. Nach außen hin betrachtet führ ich ein ziemlich normales Leben abgesehen davon das ich ziemlich schüchtern und unsicher geworden bin.
Eben musste ich wieder heulen und ich war einfach sauer auf mich weil ich von morgens bis abends diese Angst hab. Diesmal war aber alles anders. Mir wurde leicht schwindelig und plötzlich wurden meine Arme ganz taub und kribbelten. Alle meine Muskeln von Kopf bis Fuß haben angefangen zu zucken und ich konnte meine Hände nicht mehr bewegen weil sie so verkrampt waren Ich hab mich einfach hingelegt und hab gewartet bis es besser geworden ist. Als ich den Text angefangen hab musste ich noch mit einem Finger tippen weil ich die anderen Finger nicht richtig bewegen konnte...
Ich frag mich ob das ne Panikattacke war? Danach hatte ich noch ein Rauschen in den Ohren was nach ein paar Minuten weggegangen ist.
Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll die Angst schneidet mich von allem ab ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und fühl mich so abgschnitten von allen anderen. Ich versuch jeden Tag was dagegen zu machen auch gedanklich gegen meine Minderwertigkeitskomplexe gegen zu halten aber insgesammt gehts mir immer schlechter. Alle paar Wochen bekomm ich dann nen Zusammenbruch wo ich mich fühle als könnte ich nicht mehr klar denken weil mein Kopf vom ständigen Grübeln und der Angst so überlastet ist.
Ich hoffe nur irgendwer kann mir hier helfen

09.09.2014 17:44 • #7


_Moon_
Hey Noname,
kann mir gut vorstellen, dass das Panikattacken waren. Ich kenne diese Gefühle auch sehr gut. Angstgefühle gehen immer irgendwann weg, das kann ich dir sagen. Du darfst nur nicht aufgeben. Du musst gegen die Angstgefühle kämpfen, versuch es mal mit Sport, der hilft oftmals.

09.09.2014 17:55 • #8


Hey NoName

Das war eine Panikattacke. Ich weiss es ist schlimm das wir das alles durch machen aber irgendwann und irgendwie bekommen wir das auch wieder los.
Muss meinem Vorredner recht geben. Umso mehr Sport Du machst umso mehr Stresshormone und Adrenalin baust Du ab.

10.09.2014 14:05 • #9


Also ehrlich gesagt fand ich die Panikattacke im Nachhinein nicht viel schlimmer als das Angstgefühl was ich sowieso von morgens bis abends hab. War halt ein merkwürdiges Gefühl und ich konnte keinen richtigen Gedanken mehr fassen.
Ich frag mich nur was die Panikattacke ausgelöst hat? Ich hab vorher halt versucht zu realisieren was eig in meinem Leben alles passiert ist und wie schlecht es mir geht. Normalerweise lauf ich den ganzen Tag nur rum und bin so weit weg das ich fast gar nicht mehr mitbekomme was alles passiert.
Heute war das Angstgefühl wieder ganz schlimm, das geht soweit das ich nen stechenden schmerz im bauch spüre und mir richtig schlecht ist das ich fast kotzen muss
Ich weiß nicht was ich noch machen soll, schule geht gar nicht mehr weil das angstgefühl fast unerträglich wird. Am liebsten würde ich den ganzen Tag nur noch zuhause sitzen...

15.09.2014 16:41 • #10


@Herzklopfen

Hey ich hab mal ne frage,
Ist das bei dir auch so das dieses Angstgefühl auch Angstgedanken auslöst?
Wenn bei mir das Angstgefühl sehr stark ist sind auch die Angstgedanken verdammt stark und es werden so viele das ich fast nicht mehr klar denken kann.
Wenn das Angstgefühl schwächer ist, sind die gleichen Gedanken lange nicht mehr so angsteinflößend und treten viel seltener auf...
Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher das das Angstgefühl die Gedanken auslöst und nicht umgekehrt was ja eig ziemlich merkwürdig ist oder?

Ich hab mich auch schonmal gefragt ob dieses Gefühl nicht ne Art Warnzeichen ist das meine Erwartungen an mich zu hoch sind oder ich mich überfordere?

21.09.2014 16:38 • #11


Zitat von 1Noname1:
@Herzklopfen

Hey ich hab mal ne frage,
Ist das bei dir auch so das dieses Angstgefühl auch Angstgedanken auslöst?
Wenn bei mir das Angstgefühl sehr stark ist sind auch die Angstgedanken verdammt stark und es werden so viele das ich fast nicht mehr klar denken kann.
Wenn das Angstgefühl schwächer ist, sind die gleichen Gedanken lange nicht mehr so angsteinflößend und treten viel seltener auf...
Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher das das Angstgefühl die Gedanken auslöst und nicht umgekehrt was ja eig ziemlich merkwürdig ist oder?

Ich hab mich auch schonmal gefragt ob dieses Gefühl nicht ne Art Warnzeichen ist das meine Erwartungen an mich zu hoch sind oder ich mich überfordere?


Du denkst schon richtig gut. Bei mir hat auch die Angst die Gedanken ausgelöst.
Du solltest auf alle Fälle mehr auf Dich achten.
Mir geht es seit zwei Wochen wieder gut. Fast wie vorher. Aber wie gesagt ich nehme Tabletten.

21.09.2014 16:51 • #12


Hey!

Ich habe genau das gleiche Problem. Vllt möchtest du dich mal bei mir melden? Lg

28.09.2014 18:07 • #13


Kaiser
Das "Angstbauchgefühl" ist meist eine Art "Adrenalinpümpchen" - vielleicht vergleichbar damit wenn Du im Straßenverkehr unterwegs bist und vor Dir einer OHNE Vorwarnung bremst - Du schaffst es im LETZTEN Moment zu bremsen... da macht sich dann in dem Moment so ein "Durschießendes" Gefühl vom Magen ausgehend breit. Das ist schlicht und ergreifend Angst. Unruhe. Streß. Selbstkonzentration. Lauern auf das Gefühl. Kommt es: Wird es stärker. Wird es stärker: Wirst Du unruhiger. Mach doch mal folgendes, so lächerlich das klingt: Steh am Morgen auf und sag: "Hallo Bauchgefühl, na, was machen wir heute schönes?" Das es am Abend besser wird: Ist bei Angst fast normal. Ruhe, Dunkelheit, kein Streß, keine Hektik. Etwas Entspannung. Sieh das Gefühl doch einfach als was von Dir an. Ist ja auch von Dir, in Dir, aus Dir. Wenn Du immer nur darauf lauerst und es thematisierst: Geht es auch nicht weg. Also mach es genau anders herum: Annehmen, Spaß mit dem Gefühl haben, es zu Deinem Kumpel machen: "Ach, auch mal wieder da? Komm, wir gehen ein stück spazieren!". Rede mit dem Gefühl... sprich mit ihm, führe eine nette Unterhaltung. schei. was andere darüber denken KÖNNTEN - Du musst das ja nicht unbedingt im vollbesetzten Bus oder Zug machen.


Und, isses da, das Gefühl? Grüß schön von mir....

29.09.2014 18:32 • x 3 #14


Fee*72
Es is so wie mit der Angst zu reden,wurde mir gestern erst wieder geraten..die Angst begrüßen..sagen,das es schön is das sie nach mir schaut,aber es im moment unpassend ist und sie gern später wieder gucken kann,mir geht es gut u sie braucht sich keine sorgen machen..ich werde trotzdem allem nachgehen was ich möchte oder was ansteht..sie dann verabschieden..genauso is es mit dem bauchgefühl..
Ich hab schon bevor ich einkaufen fahre oder Termine habe Angst im Bauch..Angst das was passieren könnte etc..obwohl noch nix eingetreten ist,ausser panikgefühl im Auto,oder Einkaufen..aber sie vergeht wieder..
werde es mal versuchen mit dem "Bauch" zu reden

01.10.2014 12:10 • #15


Hey,
Also mit ging es eigentlich immer ganz genauso. Jetzt nach der Schule studiere ich und das Gefühl ist zwar heftiger da aber nicht mehr den ganzen tag. du musst wirklich jetzt an den ängsten arbeiten, weil du später sonst einige Probleme haben wirst. Die angst schränkt mich persönlich so sehr ein, dass ich jede Beziehung die ich je geführt habe, in den Sand gesetzt habe. einfach nur weil ich meine angst auf den anderen übertragen habe. Ich bin jetzt seit einem Jahr in Behandlung aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt an einem Punkt stehe, an dem mir meine Psychologin auch nicht mehr helfen kann. Ich werde manchmal fast verrückt weil ich einfach so aus dem nichts Herzklopfen bekomme und mich auf nichts mehr konzentrieren kann. wenn du eine Lösung gefunden hast, bitte teile sie Ansonsten kann ich dir einfach nur sagen: Kopf hoch. Mir hilft es immer wenn ich mir mein Worst und best case Szenario ausmale. das beruhigt. und immer dinge planen auf die du dich freuen kannst.
LG

01.10.2014 14:07 • #16


Hallo NoName,
da ich deine Situation sehr gut nachvollziehen kann, möchte ich dir auch ein paar kurze Worte schreiben.
Wir können dir zwar alle einige Tipps geben, aber da die Angst bei allen in so unterschiedlicher Weise auftritt, musst du schlussendlich für dich herausfinden wie du deiner Angst am besten begegnen kannst.
Da die ständige innere Unruhe mir auch sehr zu schaffen gemacht hat, habe ich mir Lasea aus der Apotheke geholt. Das hat zwar einige Tage gedauert bis es gewirkt hat, aber danach konnte ich weigstens wieder entspannen und die Gedanken haben nicht mehr so krass gekreist. Aber vor allem konnte ich dann anfangen an mir zu arbeiten.
Ich habe mich dazu durchgerungen eine Verhaltenstherapie zu machen und das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Die Zeit bis dahin habe ich damit verbracht Fachliteratur zu lesen. Allein zu Wissen wie Angst entsteht und aufrechterhalten bleibt kann schon sehr hilfreich sein. In vielen Büchern werden dir außerdem Strategien zur Angstbeweltigung gezeigt
Den Fußball habe ich übrigens seitdem auch zum Stressabbau genutzt
Wichtig war bei mir auch, dass ich mich meinen engsten Familienangehörigen und vor allem Freunden anvertraut habe. Das hat einiges erleichtert, wenn die Anspannung mal sehr groß war.
In der Psychotherapie hat mir für Ängste, die diffus und nicht konkret waren, bisher besonders geholfen ein stoisches Verhalten anzulernen nach dem Motto: "Komme was wolle, ich stehe das durch!". Das ist zwar anstrengend, aber in Verbindung mit weiteren kognitiven Strategien verhilft das zu mehr innerer Stärke.
Ich erhebe hier nicht den Anspruch darauf, dass das alles ein Patentrezept ist, aber vielleicht hilft dir ja irgendwas davon weiter. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du es schaffst!

01.10.2014 20:26 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Skalar51
Hallo an all hier im Forum,

bin heute auf eure Seite gestoßen und habe mir zahlreiche Einträge zum Thema Angst durchgelesen und bin bei dem Sichwort :Angstbauchgefühl neugierig geworden.

So wie es NoName zur Zeit ergeht und auch allen anderen hier ist weniger schön, wozu ich mich leider auch zähle. Daher wünsche ich uns allen Gute Besserung !

Nun zu meinem Fall:

Ich habe auch Panikatacken, dieses Angstbauchgefühl und das nun wieder fast täglich. War auch schon in Behandlung (das übliche Klinik, Angstteraphie u.s.w. Habe im November einen neuen Termin beim Psychologen und weiß schon jetzt, das es nichts ändern wird
Nach einem Todesfall in der Familie fing alles an und hört auch leider nicht mehr auf und das schlimme daran ist, das ich mir sage...so willst du nicht sterben müssen! Und dadurch habe ich diese unsägliche Angst bekommen. Wir alle hängen an unserem Leben ob es nun schön ist oder nicht und man will auch keinen den man liebt im Stich lassen. Meine Frau kann mir nicht helfen und versteht leider auch nicht meinen Zustand, was ich gut nachvollziehen kann, da es nicht ihr Körper ist. Das schlimme an der Sache ist nun auch noch, das es meine Schwiegermutter war, die starb und meine Frau mich mit allem an sie errinnert, was nicht ihre Schuld ist und sie es sich auch nicht ausgesucht hat.
Es gibt Zeiten, da bin ich froh, wenn meine Frau außer Haus ist..schlimm so zu denken..dafür gehöre ich schon in die Hölle. Aber sie löst unbewusst vieles aus. Es gibt aber auch Zeiten, da bin ich so froh, das sie bei mir ist..wegen der Panikatacken, was nicht heißen soll, das ich sie nur dafür benötige, aber es ist nun mal so.
Im Sommer geht es mir einigermaßen gut, aber sobald die dunkle Jahreszeit anbricht und auch besagter Todeszeitpunkt ...spielt mein Körper verrückt. Ich habe dann schon Morgens dieses schei. Gefühl und es geht auch den ganzen Tag nicht mehr weg..Abends vieleicht, was sich mit den Aussagen einiger hier deckt. Die Symtome sind vielfälltig..aber zusammengefasst kann ich nur sagen, das ich ständig unter Strom stehe,hippelig bin,lustlos und stellenweise Depressiv. Dann frage ich mich, was ich eigendlich noch hier mache. Es will keine Sonne in meine Seele und diese ständige Verantwortung und immer dann, wenn ich mich nicht gut fühle und und und. Ich will mein Leben zurück..so wie es war..aber die Chancen stehen zur Zeit schlecht. Selbst meine Arbeit kann mich nicht befriedigen und ehrlich gesagt gehe ich auch nur, weil ich muss... es ist soviel mit Geld verbunden,ihr kennt das alle. Hinzu kommt noch..wehe mir tut was weh, dann fängt der Kreis sich zu schließen an. Ich springe dann von einem Symtom zum anderen..sprich ich habe jeden Tag was neues..wer sich das dann noch anhören muss, denkt zwangsläufig...der hat sie doch nicht mehr alle. Was soll ich machen?
Habe mir hier schon viele Ratschläge durgelesen und kann nur sagen..das einzige was mich beruhigt ist, das es mir nicht alleine so geht..was natürlich kein Trost sein kann..weil mich die Tatsache stört, das andere auch viel an Lebensqualität einbüßen müssen und das kann es nicht sein!
Abschließen kann ich nur sagen, das es mal schön ist, sich was von der Seele zu schreiben..das hilft auch ein wenig.

Ich wünsche uns allen sehr viel Kraft und Geduld und nochmals Danke an dieses Forum mit seinen zahlreichen Tipps und Hilfestellungen

LG Skalar51

31.10.2014 18:40 • #18


Hey Skalar und alle anderen

Auch ich finde mich in euren Beiträgen wieder. Dieses mistige Angstgefühl war lange mein Begleiter. Wodurch das ausgelöst wurde, lässt sich nur vermuten. Da waren zu diesem Zeitpunkt so viele Dinge um mich herum die nicht stimmten und mich mürbe gemacht haben.

Ich war in der Klinik, habe Therapie gemacht und war auch in der Reha. Letztendlich kann ich gar nicht mehr sagen was den Ausschlag gegeben hat, dass es mir besser geht.
Ich mache viel Sport, gehe zum Yoga, ja und spreche mit meiner Angst wenn sie noch mal " vorbei kommt". So nach dem Motto, was willst Du denn? Du kannst mir eh nix und gebrauchen kann ich Dich auch nicht.

Ich nehm auch seit ein paar Monaten Lasea, halten meinen Stresslevel niedriger. Ausserdem eine Minidosis Betablocker. So kann ich meinen Alltag meistern und geh nicht bei jedem Knall in die Luft.

Ich habe viel in meinem Leben geändert,viele kleine Dinge und auch ein paar große. Ich umgebe mich nicht mehr mit Leuten die nur sich selbst im Sinn haben und mich als Kummerkasten brauchten, ich probiere allem Negativen noch was positives abzugewinnen. Ich sage meine Meinung klar und deutlich und verplane meine Freizeit wie es mir passt.

Heute kann ich sagen dass ich auf einem guten Weg bin. Sicherlich gibt es auch mal Tage, da muss ich aufpassen dass ich mich nicht wieder rein steigere.

Ich kenne dieses Gefühl dass alles keinen Sinn mehr macht, alles ist anstrengend und ewig ein neues Symptom gegen das man angehen muss.
Aber wir haben nur dieses eine Leben und wir wollen das Beste draus machen.

Ich wünsche euch und mir die Kraft weiter dagegen anzugegehen.

LG
Hola

31.10.2014 20:25 • x 2 #19


Hallo,

ich habe den Beitrag gerade gesehen und mich direkt angemeldet, da ich zurzeit auch dieses Angsgefühl habe. Es ist eigentlich ständig da. Vor 2 Tage ging es sogar soweit das ich Herzrasen bekommen habe. Danach hat es am ganzen Körper gekribbelt, ich hab gezittert wie blöd. Es war so schlimm das ich dachte es ist vorbei.

31.10.2014 20:52 • #20



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