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54

F

Funker
Mitglied

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Mitglied seit:
Nach nun 6 Monaten nach meinem Zusammenbruch und 3 Monaten Psychotherapie(6 Sitzungen), spricht meine Psychotherapeutin davon, ich solle unbedingt meinen alten Job kündigen und mir was neues suchen. Dann würde die Angst und die somatischen Störungen verschwinden. Das ich nicht in den alten Job kann wo alles anfing ist klar, aber ist ein neuer Job jetzt die Heilung? Ich fühle mich noch nicht bereit oder irre ich und es wird besser wenn ich abgelenkt bin? Was sind eure Erfahrungen?
VG

09.05.2024 #1


63 Antworten ↓
D

Disturbed
Gast

@Funker Deine Frage danach, ob Deine Therapeutin recht hat, kann ich natürlich nicht beantworten. Du schreibst aber, dass Du eine Rente anstrebst und da verstehe ich nicht, weshalb ein Jobwechsel für Dich noch von essenzieller Bedeutung sein sollte.

Der Drang etwas zu „Arbeiten“ muss ja nicht zwangsläufig auch in Erwerbsarbeit münden.
Wichtig ist doch erstmal, wie und ob der Lebensunterhalt irgendwie gesichert ist und ob er es zukünftig auch wäre.

Das Deine Therapeutin Dir eine Zeitvorgabe macht, wann Du einen anderen Job zu haben hast, fällt mir schwer zu glauben. Denn Sie sollte soviel Hirn haben, um zu wissen, dass Sie dazu weder das Recht noch irgendwelche Mittel hat. Allerdings kann Sie dazu anregen, mal über einen Jobwechsel nachzudenken, was natürlich auch missverstanden werden kann und sogar Druck erzeugen. Da ist es wichtig, dass auch in der Therapie anzusprechen.

Falls Du in eineinhalb Jahren tatsächlich in Rente gehen könntest, gibt es bis dahin schon auch Möglichkeiten diese Zeit, wenn auch mit finanziellen Einbußen, zu überbrücken und dazu musst Du ja nichtmal selbst kündigen sondern nur aufgrund Deiner Erkrankungen arbeitsunfähig geschrieben werden. Sollte nach Krankengeld dann eine Aussteuerung folgen, bist Du immerhin nicht Mittellos und auch weiterhin Krankenversichert.

Am besten suchst Du Dir mal eine Beratungsstelle bezüglich Deinem Rentenwunsch. Eventuell könnte auch eine Erwerbsminderungsrente in Frage kommen, bis zum tatsächlichen Zeitpunkt der Regelaltersrente. Allerdings müsstest Du da dann schon selbst erstmal die Initiative ergreifen und solltest Dir schon im Klaren sein, wohin die Reise gehen soll.

Zitat von Funker:
Wenn es keiner meldet.......
Ich habe es beim Chef angesprochen und der sagt kein Geld da.

Hierzu denke ich, wenn es (sonst) keiner meldet, wieso meldest Du es nicht bei der BG?
Wenn die BG es dann von Deinem Chef fordert, wird er schon Geld erübrigen können. Die Gefahr, dass er nicht davon begeistert ist, dass Du das gemeldet hast, sofern er es herausbekommt, ist allerdings sehr hoch. Was das dann in der Konsequenz für Dich bedeutet, wird sich dann zeigen.

04.05.2024 10:55 • x 2 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Psychologin sagt ich soll meinen Job kündigen

x 3


D

Disturbed
Gast

Zitat von Funker:
Wenn ich einen neuen Job vor Ablauf der 78 Wochen antrete und nicht durchhalte, was passiert dann?

Naja, wer soll das wissen? Da kann ja alles passieren. Vielleicht wird der Arbeitgeber Dir in der Probezeit kündigen, oder eben auch nicht. Fakt ist, unabhängig vom Arbeitgeber gilt die Blockfrist bezüglich der (ich betone) selben Erkrankung.

Konkretes Beispiel (meines) erstmalig wegen Depression krankgeschrieben und nach 6 Wochen Krankengeld bezogen für ca. 50 Wochen bei Arbeitgeber A. Wieder arbeiten gegangen und nach meiner Kündigung bei Arbeitgeber B angefangen. Wieder krankgeschrieben wegen Depression und Krankengeld bekommen für 10 Wochen. Dann wieder gearbeitet und wieder krankgeschrieben. Während der Krankschreibung selbst gekündigt. Krankengeld wurde weiterhin bezahlt. 2 Monate vor Ablauf der Blockfrist (3 Jahre seit erster Diagnose und diesbezüglicher Krankschreibung) kam die Aussteuerung und ich habe mich bei der AfA arbeitslos gemeldet. Das bedeutet, selbst wenn ich noch einen Job gehabt hätte, hätte ich vor Ablauf der Blockfrist und beginn einer neuen, kein Krankengeld mehr für Depression bekommen. Und um die neue Blockfrist zu starten, hätte ich erstmal wieder Arbeiten und Beiträge an die Krankenkasse leisten müssen. Achja und übrigens, es gibt keine Verlängerung der Blockfrist, wenn eine Erkrankung hinzukommt, während man im Krankengeldbezug ist. Also es ändert sich nix, wenn man sich währenddessen noch das Bein bricht oder sonstwas einhandelt.

04.05.2024 14:13 • x 1 #48


Zum Beitrag im Thema ↓


Löwenzähnchen
Das ist schwer zu sagen. Ich denke nicht, dass ein neuer Job ein Heilmittel an sich ist, wenn allgemein psychische Erkrankungen vorliegen. Ist der Arbeitsplatz jedoch der haupttrigger, dann kann ein Wechsel sehr gut die Situation verbessern. Mein Bruder hatte mal einen neuen Job. Er hat sich da überhaupt nicht wohl gefühlt, konnte aber nicht einmal sagen warum genau. Das hat aber zu panikattacken auf dem Weg dorthin geführt. Ihm ging es richtig schlecht. Er hat dann einen neuen Job gesucht, sich wohl gefühlt und dann ging es ihm besser.
Bei mir sind die psychischen Erkrankungen nicht abhängig vom Job. Mir würde ein Jobwechsel soviel bringen wie ein Kilo Smarties am Tag.....

x 2 #2


Mupsi
Ich weiß nicht. Bin ja kein Experte. Finde es aber doch sehr sportlich von ihr das nach dich vergleichsweise kurzer Zeit zu behaupten... nur vom Gefühl her...

x 1 #3


D
Eigentlich ist es der Job eines Therapeuten dem Klienten zu helfen, selbst Lösungswege zu erarbeiten. Und nicht, diese vorzugeben.

Ob sie rein inhaltlich Recht haben könnte, kann ich nicht beurteilen.

Aber von der Arbeitsweise her ist es too much.

x 8 #4


F
Zitat von Dunkelbunte:
Eigentlich ist es der Job eines Therapeuten dem Klienten zu helfen, selbst Lösungswege zu erarbeiten. Und nicht, diese vorzugeben. Ob sie rein ...

Na sie fordert von mir das ich nach 12 Sitzungen einen neuen Job vorweise. Ich fühle mich stark unter Druck gesetzt. Sie hat das zu Beginn der Therapie gleich angesprochen.

x 2 #5


Islandfan
Zitat von Funker:
Na sie fordert von mir das ich nach 12 Sitzungen einen neuen Job vorweise. Ich fühle mich stark unter Druck gesetzt. Sie hat das zu Beginn der Therapie gleich angesprochen.

Das darf sie gar nicht, sie ist ja nicht das Jobcenter. Total unprofessionell. Du bestimmst das Tempo und nicht sie.

x 7 #6


D
Ich hab schon einige Psychotherapeuten von nahem gesehen und kenne so ein Verhalten nicht.

Entweder du bindest uns hier einen Bären auf oder .... Ach egal. Ich bin wieder raus.

Mach jut 🖐😌

#7


Löwenzähnchen
So einen Therapeuten hatte ich auch mal. Die Betonung liegt auf hatte. Ich kann dich verstehen, das setzt einen massiv unter Druck. Ich habe mich damals wie ein Versager gefühlt.

x 3 #8


Löwenzähnchen
Zitat von Dunkelbunte:
Ich hab schon einige Psychotherapeuten von nahem gesehen und kenne so ein Verhalten nicht.

Die gibt es leider wirklich. 😓

x 2 #9


F
Zitat von Islandfan:
Das darf sie gar nicht, sie ist ja nicht das Jobcenter. Total unprofessionell. Du bestimmst das Tempo und nicht sie.

Ich durfte da nichts bestimmen, schon garnicht das Tempo. Sie wollte das in kurzen Abständen, von 7-10 Tagen zwischen den Sitzungen, durchziehen. Ich habe jetzt um 3 Wochen gebeten.

#10


F
Zitat von Zwergeule:
Das ist schwer zu sagen. Ich denke nicht, dass ein neuer Job ein Heilmittel an sich ist, wenn allgemein psychische Erkrankungen vorliegen. Ist der ...

Der Job war schon der Haupttrigger da Mobbing und Arbeitseinsätze unter ständiger Angst alltäglich waren. Das Faß zum überlaufen haben dann meine Krankheiten Abfang 2023 gebracht. Aber steht alles in einem meiner ersten Beiträge.

#11


U
Zitat von Dunkelbunte:
Eigentlich ist es der Job eines Therapeuten dem Klienten zu helfen, selbst Lösungswege zu erarbeiten. Und nicht, diese vorzugeben.

Das kommt ganz auf die Diagnose und die TherapieFORM drauf an.
Nicht immer werden Patienten mit Samthandschuhen angefasst. Es gibt sogar die *provokative Therapie* (nur als Beispiel)
Die Therapiemethoden können sehr unterschiedlich sein !
Das sollte ein Therapeut allerdings abschätzen können, welche Methode er welchem Patienten *zumuten kann* oder besser nicht.
Was erwarte ich denn von einem Therapeuten?
Soll er sich nur meine Probleme anhören und mich verstehen......oder soll er mir auch neue Wege zeigen?
Therapie ist Arbeit. An sich selber.

Zitat von Funker:
Nach nun 6 Monaten nach meinem Zusammenbruch und 3 Monaten Psychotherapie(6 Sitzungen)

Wenn du 6 Stunden überwiegend von deiner Arbeit gesprochen hast ( hast du? ) und *was sie mit dir macht oder bei dir auslöst*
dann liegt die Vermutung nahe, das dort auch dein *Problem sitzt*.

Theoretisch könntest du auch versuchen / überlegen...ob es nicht Sinn macht, vorzeitig in Erwerbsminderungsrente zu gehen.
Wenn deine Diagnose dafür ausreicht.

Wenn du dich überfordert oder unter Druck gesetzt fühlst...dann solltest du das dem Therapeuten sagen.
Nur so kann Therapie erfolgreich sein.

x 1 #12


F
Zitat von KenTucky:
Das kommt ganz auf die Diagnose und die TherapieFORM drauf an. Nicht immer werden Patienten mit Samthandschuhen angefasst. Es gibt sogar die ...

Ich habe sehr schnell gemerkt das die Arbeit mich überfordert. So konnten meine Ängste voll aufleben. Ich kann Ende 2025 theoretisch mit Anzügen in Altersrente gehen was ich anstreben. Mal schauen ob ich die restliche Zeit zwischen AU Ende und Rente mit einem entspannten Job füllen kann. Ich gehe eigentlich gerne arbeiten, aber irgendwo sind Grenzen. Und wenn man mich unter andrem ständig auf schwindelerregende Dächer schickt, ohne PSA!, dann musste ich eben die Reißleine ziehen.

#13


U
@Funker
na siehst du....dann ist der Vorschlag des Therapeuten ja auch nicht weit her geholt.

Sie kann dich aber nicht zwingen wollen oder dich dabei unter noch mehr Druck setzen. Das denke ich auch, falls es so rüberkam von ihr.

PSA ? Was ist das ? Bist du Dachdecker?

#14


F
Zitat von KenTucky:
@Funker na siehst du....dann ist der Vorschlag des Therapeuten ja auch nicht weit her geholt. Sie kann dich aber nicht zwingen wollen oder dich dabei ...

PSA= persönliche Schutzausrüstung/ Fallgurt
NEin, ich bin Elektriker aber muss alles machen in der Firma. So geht das nicht weiter.

#15


U
@Funker
Was sagt denn die Berufsgenossenschaft dazu oder die Handwerkskammer, dass du ohne PSA arbeiten musst? verrueckt

Schau mal rein :
https://www.bgbau.de/service/haeufig-na...tellen-rab

#16


F
Zitat von KenTucky:
@Funker Was sagt denn die Berufsgenossenschaft dazu oder die Handwerkskammer, dass du ohne PSA arbeiten musst? verrueckt Schau mal rein :

Wenn es keiner meldet.......
Ich habe es beim Chef angesprochen und der sagt kein Geld da.

#17

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F
Unruhe und ständiger Drang was zu tun......ist normal bei Angststöfung? Psychologin sagt das es Depression sei. Irre ich oder ist man da nicht eher lustlos?

#18


U
Zitat von Funker:
Wenn es keiner meldet.......
Ich habe es beim Chef angesprochen und der sagt kein Geld da.

Dann solltest DU das wohl mal melden.

Wenn Dir was passiert oder du einen Arbeitsunfall hast, hat er größere Probleme ! (ohne Arbeitsschutz)
Dann kann er dicht machen.

x 2 #19


U
schau mal in den Link....Anzeichen einer Depression. Angst gehört auch dazu.

https://www.neurologen-und-psychiater-i...hsymptome/

Zu den Nebensymptomen einer Depression gehören:

verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
übertriebene Zukunftsängste oder "Schwarzsehen"
Suizidgedanken oder -versuche, Selbstverletzungen
Schlafstörungen
verminderter Appetit

x 1 #20


A


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Mira Weyer
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