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Guten Morgen an alle,

mir viel gerade etwas wichtiges ein. Ich selbst leide auch an Angstzustände, die bei mir eher daher rühren das in meiner kindheit einiges schiefgelaufen ist. diese gefühle übermannen mich dann und somit entstehen diese ängste in mir.

ich habe ein tipp vom apotheker ernst genommen und mir lasea besorgt. es sind lilane kapseln, mit reinme lavendelöl.es ist rein pfanzlicher natur, doch leider bekommt man es nicht vom arzt verschrieben und muss sich diese selbst bezahlen. es hilft wirklich.

anfangs stösst man immer das lavendelgeschmack aus. dies ist etwas unangenehm doch mit der zeit gewöhnt sich dein körper daran und es passiert dann nicht mehr so häufig. man kann auch diese während der mahlzeit zu sich nehmen und dann ist der effekt nicht so schlimm. probiert es aus. ich war im ganzen viel ruhiger und diese angstzustände waren entweder nicht mehr da oder nur noch ganz leicht, so das ich gut damit umgehen konnte.

momentan nehme ich diese nicht weil es mir im ganzen was diese angstzustände anbelangt recht gut geht, sobald sich das ändert werde ich sofort damit anfangen.

lg

31.05.2012 08:41 • 22.06.2012 #1


63 Antworten ↓


Es gibt Menschen, die Lasea nicht vertragen. Sie bekommen Ausschlag und schlimmstenfalls landen sie sogar in der Notaufnahme, weil sie allergisch auf Lasea reagieren.
Also doch auch mit vorsicht an Lasea.

01.06.2012 22:42 • #2



Ein guter Tip!

x 3


Menschen die versuchen ihre Wundermittel als supergeheimtips zu verkaufen würde ich am liebsten x.=editiert: Bitte mäßige Dich in Deiner Wortwahl!. Mach erstmal eine Therapie und lern was Angst ist bevor du den Menschen irgendeine Wunderpille der Kategorie Vermeidung andrehst!

Mal abgesehen davon.. der Vergleich von Angstzuständen mit einer Angststörung ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt und eine generalisierte Angststörung bedeutet 24h Angst in fast jeder Situation. Generalisierung... die Definition davon in Verbindung mit der Angst kann man sich so vorstellen:

Es fängt mit einer einzigen Situation an. Nehmen wir mal das Beispiel die Spinne.
Zuerst hat die betroffene Person ausschliesslich Angst vor der Spinne, reagiert Panisch und vermeidet diese, Die Angst breitet sich aus und die Person vermeidet Räume in denen sich eine Spinne befinden könnte. Die Ausbreitung geht weiter und die Person kontrolliert Aussenwände, Eingangstüren und Fassaden nach Spinnen und vermeidet diese. Weitere Ausbreitung... Die Person mach einen großen Bogen um Büsche, Bäumen und bewegt sich nur auf gut überschaubaren Wegen. Das Ende der Generalisierung ist dann häufig, das die Person nichtmehr in der Lage ist die Wohnung zu verlassen und bereits dort Angst und Anspannung spürt.

03.06.2012 05:21 • #3


Hui ... warum so feindselig?

04.06.2012 23:22 • #4


Winterblume hat es sicher nur gut gemeint .... - aber es ist schon für Angstpatienten gefährlich, jed.en TIPP anzuwenden...

06.06.2012 23:03 • #5


Ich meinte nicht Dich, Gina68 sondern Deine Nachrednerin oder Deinen Nachredner, dessen Worte teilweise sogar zensiert werden mussten. Kommt feindselig und überheblich rüber.

Das Internet ist übrigens voll von Links zum Thema "Lasea". Und ja, wie Du sagst, gibt es allergische Reaktionen bei einigen Menschen, die ganz verzweifelt darüber sind, da ihnen das Mittel nämlich super geholfen hat. Auch hier im Forum war es schon mehrmals Thema.

Der Mensch braucht Strohhalme und Hoffnung und ich finde es einfach unangebracht, jemanden hier anzugreifen, nur weil er einen Tipp gibt. Die meisten von uns sind angsterkrankt, aber sicher nicht dumm. Es obliegt doch jedem selbst, ob er einen Tipp annimmt oder nicht, ob er sich informiert oder nicht. Es rennen nun doch nicht alle gleich blind in die nächste Apotheke und kaufen die Lasea-Regal leer.

Und zudem macht der Ton einfach die Musik!

07.06.2012 00:09 • #6


Dann Entschuldige ich mich für die grobe Wortwahl und erklär es nochmal anders, damit auch jeder versteht warum ich so sauer war.

In einer Therapie lernt man sehr genau was Angst verstärkt, aufrecht hält, welche Konsequenzen eine Vermeidung mit sich zieht und wie man eine Angst wieder loswird.
Wie schwer letzteres wirklich ist und wie schnell man sich Hilflos, Kraftlos und unmotiviert
fühlt sich der Angst zu stellen brauch man nicht weiter zu erläutern.
Wichtig finde ich allerdings, gerade weil sich viele in diesem Forum Hilfe suchen die noch keine Therapie gemacht haben und vielleicht sogar noch in den Anfangsschuhen der Angst sind, das man sie nicht gleich an Medikamente/Placebos/andere Hilfsmittel bringt. Ja, der Tip war gut gemeint.. aber(!) er gehört in die Kategorie Hilfsmittel, die kurzzeitig Linderung verschaffen aber die Angst nach und nach verstärken. Irgendwann verliert es die Wirkung, man zweifelt diese an oder braucht immer mehr davon und wenn man sie in "Notfällen" nicht dabei hat fühlt man sich sofort unwohl und hat Angst.

Um eine Angst nachhaltig loszuwerden sollte man ohne jegliche Hilfsmittel in die Angst gehen (Medikamente/Placebos, Mittel zur Ablenkung z.B. Bücher, Musik und auch Freunde die mit einem reden, sonstiges was man einfach glaubt zu brauchen z.B. die allseitsbekannte Wasserflasche, eine Tasche voll mit irgendwas, das Handy um Hilfe zu holen, Geld für eine Telefonzelle etc....), nicht aus der Situation flüchten oder kurz raus gehen und sich belohnen wenn die Angst abklingt.

"Die meisten von uns sind angsterkrankt, aber sicher nicht dumm."
Den Satz finde ich ebenfalls wichtig! Je intelligenter die Person, desto umfangreicher die Vermeidungsstrategien und aufrechterhaltenden Faktoren!

Also, statt Wunderpillen, schnelle Lösungen für zwischendurch und gut gemeinte Hoffnung zu geben, lieber ein wenig mehr Aufklärungsarbeit und reele Lösungen anbieten.

07.06.2012 09:50 • #7


"Die meisten von uns sind angsterkrankt, aber sicher nicht dumm."
Den Satz finde ich ebenfalls wichtig! Je intelligenter die Person, desto umfangreicher die Vermeidungsstrategien und aufrechterhaltenden Faktoren!

Hey, davon habe ich noch nie gehört. Meinst Du, das ist wirklich so? Ich frag jetzt aus echtem Interesse. Ist ein ganz neuer Aspekt für mich.

08.06.2012 09:17 • #8


Na ja, das ist ja nun keine Aufklärung, was hier geschrieben steht, sondern z.T. Allgemeinbildung und gefährliches Therapie-Halbwissen.

Angst ist zunächst mal eine ganz normale, sinnvolle Reaktion. Wenn wir keine Angst empfänen, wären viele schon längst tot. Die Angst schützt uns vor Gefahren und so hat die Menschheit überlebt. Das ist ein wichtiger Teil unsere evolutionären Erbes.

Man wird es als "reiner Angstpatient" so kennen, dass Therapeuten jeden Weg, der Vermeidung, bedeutet, konsequent den Weg abschneidet, um nicht weiter das Vermeidungsverhalten zu fördern.

So, jetzt kommt das große ABER:

Es leiden viele Menschen an Ängsten, Angstzuständen, Panickattacken, bei denen diese Symptome Teil einer noch schwereren psychischen Erkrankung sind. Und da gilt es ganz oft, die Leute zunächst soweit zu stabilisieren, dass sie noch leben und überleben können. Und da wird dann ganz gezielt gesagt, dass man auch eine Weile Dinge umgehen soll, die einem nicht gut tun. Das gilt ganz besonders für die posttraumatische Belastungsstörung. Wer sich hier zu früh und falsch konfrontiert und aussetzt, verschlimmert seinen Zustand und z.B. meine Wenigkeit hat deshalb sehr lange Lasea genommen. Hat der Arzt entschieden, zur Entlastung und damit das Gehirn zur Ruhe kommen kann. Es gibt auch andere Motive, als Vermeidung. Und in der Vergangenheit haben viele Therapeuten mit zu viel und zu früher Konfrontation Patienten überfordert und dekompensieren lassen. Es kann therapeutisch angezeigt sein, bewusst zu vermeiden, um sich zu erholen und die Übererregung in den Gefühls- und Angstzentren runterzu bekommen.

Man muss da viel genauer hinschauen, für wenn welche Vorgehensweise die richtige ist. Und was man in der eigenen Therapie vermittelt bekommen hat, gilt zunächst mal nur für einen selbst. Angst ist nicht gleich Angst und deshalb sind auch die Wege, aus ihr herauszukommen verschieden. Was für die generalisierte Angststörung gilt, gilt nicht 1: 1 für andere Patienten, die unter Angst in krankhafter Form leiden.

Lasea hilft sehr vielen und dass es Allergien gibt und insbesondere Medikamentenallergien ist ja nun doch etwas, was jeder weiß. Warum man sich da so entrüstet, ist mir unverständlich.

08.06.2012 10:08 • #9


@Lily: Jede Krankheit hat auch Vorteile.. Und wenn die Angst soviele Vorteile bietet, das eine Linderung von bestimmten Symptomen oder das Ausprobieren von anderen Hilfsmitteln und Vermeidungsstrategien einer Heilung vorgezogen wird hat das schon was mit Intelligenz zu tun. Das passiert total unbewusst und ist keineswegs bösartig zu bewerten.

@Grille: Dein Aufklärungsversuch ist ebenfalls sehr gewagt! Wir sind hier in einem Forum für generalisierte Angstörungen. Einem Betroffenen eine neue Möglichkeit anzubieten sich in ein komplett anderes Krankheitsbild einzuordnen finde ich persönlich auch nicht sehr produktiv. Dazu kommt noch das Winterblume eine sehr allgemeine Aussage über sich und die Einnahme von Lasea trifft ohne genaue Hintergrundinfos über Ihre Form der Angst und Erfahrungen mit einer Therapie. Sie hat den Tip von einem Apotheker bekommen und folgt Ihrer Intuition statt es erstmal in irgendeiner Form abklären zu lassen. Eine Selbsttherapie ohne Rückmeldung von aussen über reele Möglichkeiten halte ich für absolut gefährlich.

08.06.2012 15:51 • #10


@ Within:

Zitat von Winterblume:

Guten Morgen an alle,

mir viel gerade etwas wichtiges ein. Ich selbst leide auch an Angstzustände, die bei mir eher daher rühren das in meiner kindheit einiges schiefgelaufen ist. diese gefühle übermannen mich dann und somit entstehen diese ängste in mir.

ich habe ein tipp vom apotheker ernst genommen und mir lasea besorgt. es sind lilane kapseln, mit reinme lavendelöl.es ist rein pfanzlicher natur, doch leider bekommt man es nicht vom arzt verschrieben und muss sich diese selbst bezahlen. es hilft wirklich.

anfangs stösst man immer das lavendelgeschmack aus. dies ist etwas unangenehm doch mit der zeit gewöhnt sich dein körper daran und es passiert dann nicht mehr so häufig. man kann auch diese während der mahlzeit zu sich nehmen und dann ist der effekt nicht so schlimm. probiert es aus. ich war im ganzen viel ruhiger und diese angstzustände waren entweder nicht mehr da oder nur noch ganz leicht, so das ich gut damit umgehen konnte.

momentan nehme ich diese nicht weil es mir im ganzen was diese angstzustände anbelangt recht gut geht, sobald sich das ändert werde ich sofort damit anfangen.

lg




Ähm, ich habe in Winterblumes Posting keinen Hinweis gefunden, der besagt, dass sie an einer generalisierten Angststörung leiden würde. Soweit ich das hier sehe, hat Winterblume nie irgendeine Diagnose genannt und vielleicht hat sie auch keine?


Zitat von Winterblume:
Ich selbst leide auch an Angstzustände, die bei mir eher daher rühren das in meiner kindheit einiges schiefgelaufen ist. diese gefühle übermannen mich dann und somit entstehen diese ängste in mir.


Dieser Passus weist für mich doch eher auf eine PTBS hin als auf eine generalisierte Angststörung; klingt nach traumatischem Nacherleben von Gefühlen, sog. Flashbacks. Was genau da los ist, kann ich freilich nicht beurteilen.

Jedenfalls gehe ich nicht einfach davon aus, dass Winterblume an einer gen. Angstst örung leidet. Dafür habe ich keinen Grund. Auch die Überschrift über dieser Rubrik hier ist nicht eindeutig. Mir war nicht klar, dass hier nur diagnostizierte Patienten mit einer gen. Angststörung vertreten sind/schreiben dürfen?! Ist das denn hier tatsächlich so streng?

Ich ging davon aus, dass alle Menschen mit Angst- bzw Paniksyptomatik angesprochen sind. Dazu zählen mit Sicherheit auch PTBS-Patienten, denn die PTBS ist die teuerste Angsterkrankung und auch eine häufige. Viele davon leiden unter Zukunfsängsten und insofern bin ich auch wegen der Überschrift der Rubrik hier reingestolpert.

Ich sehe nicht, dass ich Winterblume "ein anderes Krankheitsbild anbiete", zumal sie ja noch gar keines genannt hat. Im Übrigen habe ich Probleme mit dem Begriff des Anbietens in diesem Kontext. Winterblume hat, was sie hat, und daran kann ein Eingehen auf ein Krankheitsbild, das ihres evtl. sein könnte, falls sie überhaupt behandlungsbedürftig krank ist, was auch unklar ist, sicher nichts ändern.

Ob sie das ärztlich/fachärztlich abklären lässt, ist doch ihre Entscheidung allein. Es gibt ja durchaus auch Menschen, die spontan remittieren und es ist nicht gesagt, dass es etwas besser macht, wenn man sich zu früh an Psy-Fachleute wendet.

Da wird immer wieder sehr pauschal irgendwas geraten, aber so einfach ist das alles nicht. Es gibt nicht wenige Menschen, die erst nach Aufnahme von Psy-Behandlung massive Problematiken entwickelt haben, die vorher so niocht da waren, daher sollte man auch immer mal in Betracht ziehen, eine Entwicklung erst mal selbst weiter zu beobachten. Sollte sich die Lage so beständig erweisen oder verschlechtern, kann man immer noch zum Arzt gehen.

Es ist nicht sinnvoll, sofort und ständig alles an Profis abzugeben und zu delegieren. Oft fangen nämlich genau deshalb die Probleme erst an.

08.06.2012 16:58 • #11


@Grille

Deine Aussagen sind sehr plakativ und blenden wichtige Fakten aus dem Kontext aus.
Ebenso gibt es in der Psychologie eine wichtige Regel zur Diagnostik.. Man arbeitet nicht mit Vermutungen! Winterblume's Ausführung ihrer Erkrankung ist sehr schwammig und die Indikationsentscheidung hat sie dem Apotheker überlassen. Ob das von der Wertigkeit her besser ist, als gezielte fachliche Hilfe, wage ich zu bezweifeln.

Das eine Angsterkrankung im Grunde eine verschleierte PTBS, Depression, Borderline oder andere Krankheit ist oder im Verlauf eine andere Krankheit entwickelt ist natürlich möglich. Dies aber jemanden einfach so, im Zeitalter von google und Informationsquellen dritter, darzulegen ohne ausreichend faktischem Fundaments gehört für mich persönlich in die Kategorie "sich einzuordnen". Die Frage die aufkommt ist "Hab ich dann doch etwas anderes?" und verstärkt deutlich die "Befürchtungen", die den Angstkreislauf weiter ins Rollen bringen.

Ob jemand fachliche Hilfe in Anspruch nimmt oder nicht ist wirklich jedem seine Sache, da gebe ich dir recht. Hilfe sucht, wer Hilfe braucht, nicht weiterkommt oder einen Blick auf Dinge haben möchte, die er selbst nicht sieht oder einschätzen kann. Niemand zwingt einen eine Therapie zu machen.

08.06.2012 20:25 • #12


Zitat von Within:
Ebenso gibt es in der Psychologie eine wichtige Regel zur Diagnostik.. Man arbeitet nicht mit Vermutungen!
Stimmt nicht wirklich. Die Psychologie und auch die Psychiatrie als medizinisches Gebiet sind, im Gegensatz zu anderen medizinischen Bereichen, keine exakten Wissenschaften. Vieles basiert hier nur auf Vermutungen, in Richtung "könnte sein...".

08.06.2012 20:32 • #13


Zitat von crazy030:
Zitat von Within:
Ebenso gibt es in der Psychologie eine wichtige Regel zur Diagnostik.. Man arbeitet nicht mit Vermutungen!
Stimmt nicht wirklich. Die Psychologie und auch die Psychiatrie als medizinisches Gebiet sind, im Gegensatz zu anderen medizinischen Bereichen, keine exakten Wissenschaften. Vieles basiert hier nur auf Vermutungen, in Richtung "könnte sein...".


Seh' ich auch so.

Und Ausdruck findet das in der Praxis darin, dass häufig V.a.-Diagnosen gestellt werden und der Fachmann dann überprüft, ob sich diese Annahme auch bei längerem Zeitraum, in dem die Erkrankung eingeschätzt wird, erhärtet.

Diese V.a-Diagnosen sind dann erste Arbeitsdiagnosen, man nimmt zunächst mal, was man vorfindet und natürlich kann hinter dem vordergründigen Symptom eine andere (größere) Erkrankung stehen.

Ich war allerdings nicht hier der User, der in Winterblumes Posting eine generelle Angststörung reininterpretiert hat, sondern habe das genannte Symptom "Angstzustände bei Erinnerungen an die nicht gut gelaufene Kindheit" aufgegriffen, nicht mehr. Ich habe auch keine PTBS unterstellt, aber es liegt bei der Beschreibung im denkbaren Bereich.

Wenn Winterblume es für nötig hält, wird sie schon für sich sorgen und einen Arzt zu Rate ziehen. Wenn sie bisher mit ihrer Entscheidung bezüglich Apotheke und Lasea zufrieden ist, sehe ich keinen Grund, ihr das madig machen zu müssen. Sie ist ein erwachsener Mensch und kann doch für sich allein entscheiden, wie sie die Sache anpacken möchte. Es gibt jedenfalls viele Nachteile, wenn man sich wegen psychischer Symptome in ärztliche oder fachliche Hände begibt und von daher kann man nicht einfach sagen:"Geh' zum Arzt!". Das würde ich nur dann raten, wenn die Erkrankung einen bestimmten Schweregrad erreicht.

08.06.2012 20:49 • #14


Eine Vermutung zu haben oder zu äußern heist nicht automatisch gleich damit zu arbeiten alá "Mein Patient könnte eine Depression haben. Also Übergeh ich erstmal weitere Diagnostik und stell ihn prophylaktisch auf Antidepressiva ein." Ohne Hypothese würde es selbstverständlich keine Diagnose geben. Mit "Man arbeitet nicht mit Vermutungen." meinte ich, das man den Diagnostischen Prozess nicht übergeht. Und wir sind keine Psychologen/Psychiater, die dazu berechtigt sind eine Diagnose zu stellen. Genausowenig ist ein Apotheker dazu berechtigt.

Wenn man nochmal auf die Postings zurückgeht sehe ich keinen User, der Winterblum eine generalisierte Angststörung unterstellt.

08.06.2012 21:36 • #15


@ Within:

Leidest Du an einer verzerrten Wahrnehmung?

Bei Dir scheinen die Inhalte der Postings irgendwie nie so anzukommen, wie sie dastehen. ??

Z.B. dieser Apotheker-Vergleich...

Ähm, es ist seine Aufgabe, den Kunden Medikamente anzubieten, die bei den genannten Beschwerden indiziert sind.

Wie wär's, wenn Du einfach mal zurückruderst und Deine Postings als in einigen Fällen doch als "über's Ziel hinausschießend" erkennen könntest? Das würde ich an Deiner Stelle tun. Aber das würde ich halt machen... Du bist aber Du.

Ich steig' aus der Diskussion aus.

08.06.2012 21:48 • #16


Zitat von Within:
Um eine Angst nachhaltig loszuwerden sollte man ohne jegliche Hilfsmittel in die Angst gehen (Medikamente/Placebos, Mittel zur Ablenkung z.B. Bücher, Musik und auch Freunde die mit einem reden, sonstiges was man einfach glaubt zu brauchen z.B. die allseitsbekannte Wasserflasche, eine Tasche voll mit irgendwas, das Handy um Hilfe zu holen, Geld für eine Telefonzelle etc....)

Das ist vollkommen richtig.

Zitat von Grille:
Ähm, es ist seine Aufgabe, den Kunden Medikamente anzubieten, die bei den genannten Beschwerden indiziert sind.

Beim Knochenbruch wird er wahrscheinlich das Pfefferminzöl anbieten.

Gruß, S.

08.06.2012 22:56 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Shangir:

Zitat von Grille:
Ähm, es ist seine Aufgabe, den Kunden Medikamente anzubieten, die bei den genannten Beschwerden indiziert sind.

Beim Knochenbruch wird er wahrscheinlich das Pfefferminzöl anbieten.

Gruß, S.


Tja, vermutlich wird er wohl da kein Pefferminzöl anbieten, vermutlich auch keine Schokominzblättchen, weil beides bei einem Knochenbruch nichtindiziert sein dürften....

09.06.2012 00:17 • #18


Bei Ängsten ist also Lavendelöl indiziert, dazu wahrscheinlich Globuli und Placebos von x namhaften Pharmaerzeugern. Du hast ja recht, auf dem Gebiet kann man gut Leute um ihr Geld betrügen ohne dass sie etwas merken.

Und das alles ändert nichts an dem beschriebenen Sachverhalt, dass eine direkte Konfrontation mit der Angst ohne Hilfsmittel wie Placebos, Talismane u. ä. die einzige geeignete und wirksame Methode ist, um Ängste dauerhaft aufzulösen.

Gruß, S.

09.06.2012 00:51 • #19


Zitat von Shangir:
Und das alles ändert nichts an dem beschriebenen Sachverhalt, dass eine direkte Konfrontation mit der Angst ohne Hilfsmittel wie Placebos, Talismane u. ä. die einzige geeignete und wirksame Methode ist, um Ängste dauerhaft aufzulösen.
Das setzt aber voraus, der/die Auslöser müssen bekannt sind. Und die Konfrontationsmethode greift dann doch auch nur in Bezug auf Orte (Bus, Kaufhaus, Fahrstuhl u.v.m.) oder Situationen (in Menschenmassen, an einer vollen Kasse anstehen, Alleinsein, totaler Stress auf Arbeit und so weiter).

Das ist eine Seite, es gibt aber auch andere Zusammenhänge mit Angst und da bringt eine Konfrontation nichts. Schnelle Reizüberflutung ist z.B. Teil mancher psych. Störungen und auch hier kommt es oft zu Angstzuständen oder Panik deswegen. Hier ist weniger oft mehr und Konfrontation macht alles nur schlimmer.

Angststörungen sind auch oft Teil oder Auswirkung anderer psych. Erkrankungen und einige dieser Grunderkrankungen sind nicht heilbar. Das ist sicher selten, es gibt diese Krankheiten aber. Nennen kann man da Autismus, Asperger Syndrom, ADS/ADHS und einige Persönlichkeitsstörungen.

Dann, sicher ist das auch nicht häufig, gibt es Menschen, die reagieren generell hypersensibel. Auch auf körperliche Abläufe, die aber im medizinischen Sinne nicht behandlungsbedürftig sind, z.B. ein relativ niedriger Blutdruck. Keine 90 zu 55, bei manchen Menschen reichen schon 110 zu 60, wenn er sonst deutlich höher ist, um sehr unruhig und ängstlich zu werden. Ich kenne solche Menschen. Und diese Hypersensibilität ist in der Psychiatrie auch nicht neu.

Und mir würden noch genug Beispiele einfallen.

Keine Ahnung, wo manche Leute hier ihre Erkenntnisse herhaben, aber es gibt nicht immer nur Ursache X und wenn man die kennt und sich damit ständig konfrontiert, löst sich die Angststörung irgendwann in Luft auf. Das ist totaler Blödsinn und damit auch obiges Zitat. Zumindest kann man es nicht so verallgemeinern.

Und letztlich gibt es auch Fälle, da ist nichts klar und durch erstmal noch ewig lange Konfrontation kann (muss nicht) die Sache gleich mal noch schön schnell chronisch werden. Das sind dann Leute, die ihre erste Panikattacke im Bus hatten und nichts vermeiden wollen (aber auch sonst nichts weiter therapeutisch machen) und dann schon seit 20 Jahren Angst im Bus haben, obwohl sie täglich fahren, ausser am Wochenende. Gibt es nicht? Na aber sicher. Ich kenne eine solche Person.

09.06.2012 02:18 • #20



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