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20

R
hey, kennt das jemand?
ich denke oft daran wie lange ich schon lebe und wie alt ich wohl werde.
immer wenn ich leute sehe ich schon lange kenne, fallen mir fältchen und andere alterungserscheinungen auf, auch an mir selbst... mich nimmt das sehr mit weil ich bisher mein leben nicht genießen konnte und mir irgendwie die zeit davon läuft so das ich das hier und jetzt auch nicht genießen kann weil ich immer zwangsweise denke bald bist du alt. man wird jeden tag älter und vor meinem geitigen auge sehe ich schon wie ich in 40jahren mal aussehen werde und irgendwann ist dann alles vorbei. ich kann garnicht mehr richtig glücklich sein weil ich so oft daran denke wie schnell die zeit vergeht.. ich bin 22 und ich kriege schon fältchen unter den augen die viele andere nicht haben, ich gucke mich sehr oft im spiegel an und stelle fest das ich langsam alt werde obwohl ich mich garnicht so fühle. es schätzen mich viele auch sehr viel jünger ein weil ich mich wohl so gebe...dennoch stehe ich irgendwie total unter zeitdruck

hat das hier vielleicht auch jemand ?

lg
resley

16.10.2011 09:48 • 12.12.2018 #1


27 Antworten ↓


Schlaflose
Hallo resley,

wenn man älter wird, ist man froh, dass es nicht mehr lange dauert, bis man endlich stirbt. Geht mir zumindest mal so.

Viele Grüße

16.10.2011 10:04 • x 1 #2


A


Angst vorm Altern, Peter-Pan-Syndrom?

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L
MIr tun die Älteren immer irgendwie leid, weil sie haben ihr Leben ja schon hinter sich....

Ich will auch nicht alt werden, aber es gehört zum Leben dazu, drum sollte man ja sein Leben in vollen Zügen genießne um später sagen zu können, ich habe mein Leben gelebt.... naja.... einfacher gesagt.

LG

16.10.2011 10:30 • #3


A
Hallo Resley,

ich glaube es ist ziemlich normal, daß in einem Zeitalter (immer diese Zeit... ) das von Schnellebigkeit geprägt ist, die Angst vor dem Alter zunehmen kann.
Eine Kultur die den Jugendwahn in ihrer extremen Form zelebriert, (man denke da nur mal an die auf Jugendlich gestylten Mumien Hollywoods etc) möchte und darf nicht alt werden.
Nur weisst Du, wenn ich jetzt so zurückschaue, ich möchte kein Lebensjahr missen, möchte aber auch gar nicht mehr in der Zeit zurückgehen, möchte auf gar keinen Fall mehr 20 sein, oder 30.
Jede Lebenszeit hat etwas wirklich schönes, aufregendes für sich, da kannst Du jetzt schon gespannt drauf sein.

Ich habe aber die Vermutung, daß bei Dir die Angst vor dem Alter etwas ausgeprägter ist?
Warum stehst Du denn unter Zeitdruck? Was gibt es denn, was Du unbedingt erreichen musst? Und was hat Dich bisher davon abgehalten es zu erreichen, bzw. den Schritt es zu erreichen zu gehen?

Lg
Angela

16.10.2011 10:44 • #4


R
hi

schlaflose.. deine ansicht finde ich ziemlich heftig.. ich habe keine angst vorm sterben

sondern eher davor zu sterben ohne wirklich gelebt zu haben.
und mit meiner jugend abzuschließen weil ich keine schöne vergangenheit habe, ich führe erst seit einem jahr ein gutes leben und fühle mich irgendwie so als wäre ich nie wirklich jung gewesen weil ich immer viel verantwortung und keine freunde hatte mit denen ich was machen konnte - viel verpasst.. ich sage auch nicht das man mit 30 oder 40 sein leben gelebt hat

16.10.2011 12:27 • #5


I
Zitat von resley:


ich fühle mich so als würde nur mein körper altern aber mein geist ist immernoch wie vor 10 jahren


Ich kenne das auch sehr gut. Ich bin gerade 35 geworden und fühle mich aber nicht so. Gut, ich fühle mich schon reifer als mit Anfang 20, aber wenn ich so die Leute in meinem Umfeld anschaue, die in meinem Alter sind, dann wirken sie alle so erwachsen und mitten im Leben stehend. Ich habe dann das Gefühl, ich habe zu wenig Selbstbewusstsein. Ich habe mich aber vor kurzem mit einer unterhalten, die 42 ist und die meinte, sie hätte das gleiche Gefühl.

Was ich aber angenehm finde am Älterwerden, ist, das man vieles gelassener nimmt. Ich stelle mich selber immer als Oma in 40 Jahren vor, die mit einer Strickjacke zu Hause sitzt und rundum zufrieden ist.

Den ganzen Schönheitswahn mit Botox und Co. finde ich ätzend. Wenn man nur noch nach Makeln an seinem Körper sucht, verliert man den Blick für das Wesentliche.

16.10.2011 15:00 • x 1 #6


F
Zitat von resley:
hey, kennt das jemand?
ich denke oft daran wie lange ich schon lebe und wie alt ich wohl werde.


Hallo,

ja, das kenne ich. Nur bin ich auch schon mehr als doppelt so alt wie Du. Mit Anfang 20 erschien mir ein Jahrzehnt wahnsinnig lang, und in Anbetracht einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 70 Jahren bedeuteten die 50 Jahre, die damals (rein theoretisch) noch vor mir lagen, eine Ewigkeit.

Jetzt sind es nur noch 23 Jahre bis zu diesem Punkt, und wenn ich daran denke, wie schnell die zweite Hälfte meines bisherigen Lebens vorüber gegangen ist und dann auch noch in Betracht ziehe, dass die Zeit mit zunehmendem Alter subjektiv schneller vergeht, werde ich schon bald sterben.

Alles Grübelei, die schnell zu Depressionen führen kann. Sind solche Gedanken ständig präsent, kann man sich auch die schönsten Momente versauen. Okay, der Vorteil, den ich in meinem hohen Alter sehe, ist der, dass ich die Begriffe richtig leben oder was erlebt haben anders definiere.

Das oft zitierte Leben auf der Überholspur betrachte ich rein qualitativ als höchst bedenklich. Denn wenn man möglichst viel in einen möglichst kurzen Zeitraum zu stopfen versucht, bleibt der Genuss auf der Strecke. Mehr ist - wie das Wort schon sagt - auf die Quantität, also die pure Menge bezogen und gibt keinerlei Aufschluss über die Qualität des Erlebten.

Ich finde, dass es sich wie mit einer Weltreise verhält, bei der man im Zeitraffer-Tempo alle möglichen Orte und Sehenswürdigkeiten mitnimmt, ohne dass letztendlich was davon hängen bleibt. Wenn man so durch´s ganze Leben rast, ist es wie die Jagd nach dem ultimativen Highscore, den man aber sowieso nie erreicht. Und selbst, wenn man das täte - was wäre danach?!

Wäre man dann fertig? Hätte man dann richtig gelebt und könnte sich auf dem Friedhof nach der letzten Adresse umsehen? Wohl kaum. Doch dieses Höher-schneller-weiter-Denken scheint irgendwie im menschlichen Hirn verankert zu sein, weil jedes Individuum danach trachtet, sich von der Masse abzuheben...

Gruß, Jan

17.10.2011 15:52 • x 1 #7


Abendschein
Jeder Moment will gelebt werden. Jedes Alter kann schön sein. In jedem Alter kann der Mensch genießen. Wann ist man alt? Ich kann das was manche hier schreiben gar nicht nachvollziehen. Ich hänge am Leben. Es gibt immer gute und schlechte Zeiten und kommt auf den Wert des Lebens an. Bei manchen Antworten bleibt mir der Mund offen stehen. Aber nicht weil ich erstaunt bin sondern sprachlos wie junge Menschen über das Leben denken.

11.12.2018 02:07 • x 1 #8


F
Zitat von Abendschein:
Jeder Moment will gelebt werden. Jedes Alter kann schön sein. In jedem Alter kann der Mensch genießen. Wann ist man alt? Ich kann das was manche hier schreiben gar nicht nachvollziehen. Ich hänge am Leben. Es gibt immer gute und schlechte Zeiten und kommt auf den Wert des Lebens an. Bei manchen Antworten bleibt mir der Mund offen stehen. Aber nicht weil ich erstaunt bin sondern sprachlos wie junge Menschen über das Leben denken.


Jeder nach seiner Erfahrung Abendschein.

Musst du halt akzeptieren.

Wer nur Mist erlebt hat, woher soll da die Freude auf weiteren Mist kommen?

Wer nur Schönes erlebt hat, möchte alt werden.

Is doch okay.

11.12.2018 02:16 • x 3 #9


YesItsMe0
Zitat von Schlaflose:
wenn man älter wird, ist man froh, dass es nicht mehr lange dauert, bis man endlich stirbt. Geht mir zumindest mal so.


Tut mir leid dass du die Welt so siehst

11.12.2018 11:07 • x 2 #10


jana.k
Zitat von YesItsMe0:

Tut mir leid dass du die Welt so siehst


Dem schließe ich mich an.
Das Grübeln über Alter und Tod scheint mir in jungen Jahren aber in gewisser Weise normal zu sein. Ich kenne es aus Erzählungen und erinnere mich selbst daran, und auch daran, dass mir alte Leute als Kind ebenfalls leid taten, weil sie ja nicht mehr lange zu leben hatten.
Die meisten von uns werden mit zunehmendem Alter wohl gelassener, was den Gedanken an den eigenen Tod angeht, und wünschenswert ist es dann, ihn auch annehmen zu können, wenn es so weit ist.

11.12.2018 12:09 • #11


laribum
ich finds gut das man älter wird denn wer möchte denn schon der Highlander sein.

11.12.2018 12:15 • #12


Abendschein
Zitat von YesItsMe0:

Tut mir leid dass du die Welt so siehst

Also ich warte bestimmt nicht auf den Tod und bin auch schon Älter.
Und es gibt in jedem Alter schöne Momente, manche Älteren sind son schön geschminkt
und lachen so herzlich,. Ich finde alte Menschen schön und bewundernswert.
Ich denke grade an die alte Dame von der Titanic.

11.12.2018 20:21 • #13


E
Angst habe Ich nicht (Wer weiß denn, ob Ich überhaupt alt werde?), aber es ist frustrierend, das man noch bis fast 70 arbeiten muss. Ein Masterplan muss her. Millionär wäre Ich v.a. gerne, damit Ich nie mehr arbeiten müsste. So ist (fast) jeder Tag Routine und man hat kaum ein Leben, lebt nur.

12.12.2018 00:07 • #14


guteFee
Zitat von Veritas:
aber es ist frustrierend, das man noch bis fast 70 arbeiten muss.


Seht ihr?
Hat alles seine Vor - und Nachteile.
Ich habe nicht mehr soooo lang.

Früher habe ich auch immer gedacht, oh man wenn ich alt bin ist alles vorbei!

Jetzt denke ich, als ich jung war habe ich immer unter Druck gestanden.
Wirklich schöner war das alles auch nicht!

Habe mir mein Leben in jungen Jahren anders vorgestellt.....
Träumen darf man ja!
Große Liebe, Haus voll Menschen, nie alleine. Harmonie.

Heute lebe ich alleine und ziemlich zurück gezogen.

Aber die Harmonie kam erst als ich aufhörte zu träumen!

12.12.2018 01:24 • #15


Mondkatze
Eigentlich hätte ich so viel dazu zu sagen.
Aber es triggert mich sehr.
Habe sowieso jede Nacht Angst vorm Schlafengehen.
Also sag ich lieber nix.

12.12.2018 01:54 • #16


Schlaflose
Zitat von Mondkatze:
Habe sowieso jede Nacht Angst vorm Schlafengehen.


Ich auch, aber nur, weil ich Angst habe, nicht schlafen zu können.

12.12.2018 06:26 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

petrus57
Zitat von Veritas:
Angst habe Ich nicht (Wer weiß denn, ob Ich überhaupt alt werde?), aber es ist frustrierend, das man noch bis fast 70 arbeiten muss.


In deinem Alter hatte ich auch noch keine Angst. Die kam erst auf als viele Bekannte und Verwandte, die in meinem Alter waren,verstorben sind.

12.12.2018 08:18 • x 1 #18


Abendschein
Zitat von Mondkatze:
Eigentlich hätte ich so viel dazu zu sagen.
Aber es triggert mich sehr.
Habe sowieso jede Nacht Angst vorm Schlafengehen.
Also sag ich lieber nix.

Ich hatte Früher viel mehr Angst vor dem Schlafen gehen,
weil ich Angst hatte im Schlaf zu sterben.

Heute auch manchmal noch, aber nicht mehr so doll wie Früher.
Immer mehr Menschen in meinem Alter sterben.
Zwei sind schon wieder tot, gestern erfahren

12.12.2018 10:04 • x 1 #19


E
Erst gestern musste ich mir wieder von meinem besten Freund anhören , dass wir auf der Zielgeraden
des Lebens sind und wieviel unserer Bekannten/Freunde nicht mehr da sind.
Fakt ist doch , dass nicht nur alte Menschen sterben , das ist traurig aber nicht zu ändern.
Wenn ich mir jetzt auch noch wegen jeder Falte Gedanken machen soll oder wieviel Zeit mir noch bleibt ,
dann geht mir doch Lebensqualität verloren.
Und ich kann nur sagen , auch wenn man etwas älter ist , macht das Leben soviel Spass.
Ich kann mir nicht vorstellen , dass Menschen mit 60 oder 70 sich verabschieden wollen , die haben
auch noch viel vor.

12.12.2018 10:22 • #20


A


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