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lovelygirl
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Sammelthema
Hallo,

ich weiß gar nicht, wo ich mit meiner Angst hin soll, da es so viele Unterforen betrifft, daher habe ich es mal hierher geschoben, weil es momentan das aktuellste Problem ist.

Es ist so, dass ich jetzt, wo es wieder heiß wird, Angst davor habe, einen Kreislaufkollaps zu bekommen. Das passiert mir jedes Jahr im Sommer, dass mein Kreislauf nach einiger Zeit der Hitze einfach nicht mehr mitspielt. Obwohl ich wirklich viel trinke und auch HK-Tropfen nehme. Es ist sogar so schlimm, dass ich nachts wach bleibe, damit mir nichts im Schlaf passiert, irgendwann schlafe ich aber dann doch vor lauter Erschöpfung ein. Wenn ich daran denke, dass ich in 5 Stunden wieder aufstehen muss und ich bis jetzt noch nicht müde bin, bekomme ich Panik. Dann hänge ich auf der Arbeit wieder durch und schwitze mich bei 30 Grad im Büro kaputt !!

Ausserdem habe ich Angst vor dem weiteren alleinsein. Ich bin seit ewiger Zeit alleine, ich habe keine Freunde und auch keine Bekannten, mit denen ich mich mal treffe. Im Sommer sowieso nicht, da bin ich ja nur am schwitzen, das wäre mir auch einfach zu peinlich.

Ich bin sowieso abgrundtiefhässlich. Ich weiß gar nicht warum, aber es ist so. Jeden Tag, wenn ich auf die Straße muss, schaue ich schon gar keine anderen Menschen mehr an, es könnte ja sonst sein, dass die mich anglotzen und irgendwelche dumme Sprüche loslassen. Wegen meiner Figur oder wegen meiner Hässlichkeit. Davor habe ich auch Angst. Daher bleibe ich meist zuhause. Ich gehe morgens zur ARbeit und gleich danach wieder nach Hause.

Auch ist es so, dass ich mir mittlerweile einen ganz schönen Fettpanzer (sorry, der Ausdruck, ist aber so !) angefressen habe, von dem ich nicht mehr runterkomme. Ich bin so tieftraurig über mein Gewicht (150 kg) und ich weiß auch, dass das gesundheitlich fast schon tödlich ist, aber ich kriege es einfach nciht hin, abzunehmen bzw. beim Essen kürzer zu treten. Ich habe Angst, dass ich die Notbremse nicht mehr ziehen kann, ich habe Angst, dass es immer mehr wird und ich habe Angst, dass ich aufgrund meines Gewichtes die Zukunft nicht mehr ändern kann. Das sich nichts mehr in meinem trostlosen Leben ändert.

Auf der anderen Seite würde ich sooo gerne etwas schlanker sein, in Urlaub fahren können, die Sonne genießen oder auch mit (bisher nicht vorhanden) Freunden etwas unternehmen zu können. Ich habe Angst, dass sowas für mich niemals möglich ist.

Ich habe davor Angst, dass meine Eltern sterben und vieles, was bisher nicht ausgesprochen wurde, niemals besprochen wird. Wenn meine Eltern nicht mehr sind, dann bin ich ganz ungeliebt auf dieser Welt. Das macht mir Angst.

Ich könnte ständig so weiter schreiben, ich bin total in meiner Angst gefangen und komme nicht raus. Dann frage ich mich, wenn ich meine Ängste überwinden oder wenigstens mit ihnen Leben könnte, würde ich mich dann besser fühlen? Was ist, wenn nicht?

So gerne würde ich meinen Mitmenschen etwas Liebe entgegenbringen, aber ich habe Angst, ausgelacht zu werden. Dass man sieht, wie ich wirklich bin, kein Klotz sondern eine Frau aus Fleisch und Blut.

lovelygirl

30.06.2023 #1


242 Antworten ↓
Lisa0002

Lisa0002
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Ich habe ständig mit der Angst zu kämpfen und suche ständig nach irgendwelchen sorgen um mich von anderen Sorgen abzulenken. Bei mir ist eine Angststörung nichts neues und wurde vor Jahren schon diagnostiziert.
Immer sucht mein Kopf etwas um zu grübeln. Wenn ich eine Angst abgeschlossen habe suche ich automatisch was anderes und ich kann bewusst nichts machen weil mein Gehirn das von selbst schon erledigt. Erst war es die dumme Angst vor einem Schlaganfall dann kam Alzheimer dann Demenz und jetzt bin ich beim Herzen und kann mir wirklich die Symptome einbilden oder auch hervorrufen die zu diesen Krankheiten passen.
Als ich vor Demenz Angst hatte hatte ich mir eingebildet mich selbst und die Leute um mich herum nicht wiedererkennen zu können obwohl ich wusste wer das ist. Ich hatte ständig Angst vor dem vergessen und nicht wiedererkennen. Bei meinem Herzen habe ich vorm Stolpern Angst und auch das kann ich durch grübeln hervorrufen
Ich will einfach aus diesem Teufelskreis raus und endlich Mal abschalten können. Ich möchte nicht mehr mir über jede Kleinigkeit Sorgen machen und einfach mein Leben leben ich bin viel zu jung um mich jetzt schon so kaputt zu machen. Bei mir ist es auch öfters so : wenn ich eine sorge habe muss ich etwas finde wovor ich noch mehr Angst habe um die vorherige Angst los zu werden. Nur auf diese Weise verliere ich die sorge um die vorherige Angst und ich komme so nicht weiter im Leben. Das ist mir bewusst aber ich komme nicht raus.
Ich musste das einfach Mal rauslassen.

09.05.2019 13:50 • x 2 #166


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Angst vor Allem

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Coonstarr

Coonstarr
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Hi Zusammen,

ich bin schon immer wieder stiller Mitleser und dachte ich melde mich mal an.
Ob man sich hier vorstellt weiss ich nicht, ich tu es einfach mal Smile.
Seit 23 Jahren leide ich unter einer generalisierten Angststörung.
Ich habe mich hier zum Austausch und auch um anderen zu helfen angemeldet Smile.
Was mir auch sehr fehlt ist der Austausch mit Gleichgesinnten, das hoffe ich hier ebenfalls zu finden.

Ich habe nun wirklich schon einige Medikamente und auch schlimme Angst und Panikepisoden hinter mir.
Die Angststörung hat sich um Laufe der Jahre auch ein wenig gewandelt, Anfangs stand noch die Angst "umzukippen" im Vordergrund. Danach ist Hyperventillieren dazu gekommen.
Im Laufe der Jahre hat sich das aber ein wenig gewandelt, nun stehen eher die körperlichen Symptome im Vordergrund.
Das Herz ist das Steckenpferd (man ist überzeugt Herzkrank zu sein, weil man sich sonst nicht logisch erklären kann, dass das Herz eben auch durch die Psyche stolpern und rasen kann).
Generell jede kleine körperliche Veränderung wird registriert und natürlich als bedrohlich empfunden (jaja, die doofe Googlerei ist einfach nix).
Ganz oft grübeln und Katastrophendenken (ich werde verrückt, ich komme in die Klapse etc) ich denke das kennen ein paar von euch auch.


Durch das jahrelange Recherchieren habe ich mir leider(für einen Laien) ein recht umfangreiches Fachwissen angeeignet bei dem sogar mancher Arzt verdutzt ist oder mich fragt ob ich vom Fach bin^^.
Aber ihr wisst ja sicher, dass genau so ein Wissen als Paniker eher kontraproduktiv ist :/.
Ich bezeichne mich sogar manchmal als "Angstprofi", weil ich schon so lange Erfahrung damit habe.
Vielleicht kann der ein oder andere hier davon profitieren.
Andererseits hoffe ich auch für mich, ein wenig von eurem Wissen und Erfahrungen zu profitieren.

Das Wissen allein schützt mich aber nicht vor immer wiederkehrenden Panikepisoden und Medikamentenwechseln.

Aktuell habe ich Venlafaxin von 150mg im Lauf eines Jahres auf 12,5mg runtergeschlichen.
Die letzte Dosisreduktion hat mir wahrscheinlich das Genick gebrochen.
Wirklich harte Panikepisoden, Dauergrübeln und angespannt bis ins dorthinaus.
Allerdings weigere ich mich Venlafaxin nochmal aufzudosieren - ich finde es ist mit Abstand eines der am schwersten abzusetzenden AD´s. Selbst Clomipramin (Anafranil) war ein Kindergarten im Vergleich dazu.
Diesmal wird Sertralin getestet und am 19 startet meine erste Psychotherapie^^ (ja ich hatte in jungen Jahren mal nen Versuch gestartet aber der Psychologe hätte wohl besser selbst ne Therapie gebraucht Mr. Green ).

Auf ein angenehmes Miteinander Trost

09.10.2020 20:06 • x 1 #216


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L
Der Vollständigkeitshalber: Bisher hatte ich noch keinen Kollaps, war aber mehrmals nahe davor !

#2


Linus42
Hallo Lovelygirl!

Ich möchte Dir einen Tipp geben. Wenn Du doch mit Deinem Gewicht so unzufrieden bist, gehe doch einfach ins Fitness-Center. Du schreibst, daß Du jeden Tag nach der Arbeit schnell nach Hause gehst! FALSCH!

Anstatt Dich nach dem Job nach Hause zu verkriechen, gehe doch einfach ins Fitness-Center. JEDEN TAG ein bischen auf's Laufband! Oder auf den Stepper. Immer ein bischen mehr. Was meinst Du wohl, wie schnell Du abnimmst!!

Da wird Dich auch NIEMAND dumm ansehen oder so. In meinem Fitness-Center ist mir aufgefallen, daß immer MEHR dicklichere Mit-Sportler dabei sind. Und das finde ich RICHTIG gut! Die schaut auch KEINER dumm an. Da mußte keine Angst haben. Da schauen sogar viele BEWUNDERND hin! Nach dem Motto: "Klasse, die versuchens!"

Statt Dich zu verkriechen, pack die Sport-Klamotten ein und gehe nach der Arbeit dahin! Schön laaaaaangsam angehen lassen.

Und das hat auch noch einen positiven Neben-Effekt: Der Sport macht Dich GUT gelaunt! Laß Dir das von einem Fitness-Fan sagen! Ich gehe viermal die Woche in die Muckibude und stemme Hanteln. Okay, ich war niemals dick oder so, aber eher ein bischen schmal. Nach 8 Jahren, in denen ich nun ins Fitness-Center gehe, bin ich zu einem echten Muskel-Berg geworden

Keine Angst, es dauert keine 8 Jahre, bis Du Dein Aussehen veränderst. Nach gut 5 Monaten wirste das aber merken! Also, hau rein in der Muckibude. Übertreibe es nicht, laß es laaaaaangsam angehen. Aber verkrieche Dich nicht NACH HAUSE, nach der Arbeit. Und Du wirst sehen, wie GUT Du Dich nach dem Sport fühlst!! Glaube mir!

Und was Deine Krankheits-Angst angeht. Die haben wir ALLE hier in diesem Forum! Leider!

Viele liebe Grüße
Linus42

#3


P
Hallöchen,
Du sprichst mir aus der Seele.Das mit dem Kreislauf und Hitze habe ich auch.Da kann ich fast gar nix unternehmen.Allerdings habe ich Abhilfe geschaffen in der Arbeit steht immer eine Cola bereit,weil mein Blutdruck immer runtersaust und ich gucke das ich immer kaltes Wasser zum abkühlen in der Nähe hab.Zum Thema Sport ich hab mir die Wii gekauft und sportel vorm fernseher bringt auch unheimlich viel da hab ich das Spiel hottest dance stage ist wie Aerobic und ich komm total ins schwitzen.Hast du nicht ein paar nette Arbeitskollegen mit denen du was unternehmen könntest?Ich hab auch immer Angst das meine Eltern sterben ist grausam der Gedanke und manchmal sehr schwer zum wegschieben.
Liebe Grüße

#4


P
Huhu,

Du schreibst, dass du sehr unzufrieden bist, und es gibt viele Baustellen in deinem Leben, das kann ich sehen.

Schauen wir zunächst die Dinge an, die du selber bestimmen kannst, auf die du selber Einfluss nehmen kannst:
Dein Gewicht und deine Einsamkeit.
Du siehst das Alles als Schicksallschläge, an denen du nichts ändern könntest, das stimmt aber nicht.
Du machst es dir mit dieser Ansicht der Dinge aber auch selber sehr schwer, denn du siehst diese beiden Dinge dann als Etwas, woran du selber nicht beteiligt bist, worauf du keinen Einfluss hast.
Das stimmt aber nicht!
Dein Gewicht ist kein Schicksal, das kannst du selber bestimmen.
Und auch deine Einsamkeit ist kein Schicksal, du kannst etwas daran ändern.
Wie wäre es, wenn du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst und dich zu Fitnesskursen anmeldest, oder bei den Weight Watchers?
Da würdest du unter der Anleitung von Profis lernen, deine Pfunde in den Griff zu kriegen, und du würdest dann eher durchhalten, weil du nicht alleine bist, und außerdem andere Leute kennen lernen, die auch mit ihrem Gewicht kämpfen! Da entstehen oftmals tolle Freundschaften, sag ich dir.
Ich will derzeit auch 10 Kilo abnehmen, die ich mir durch Stress und Frust angefressen hab, und ich nehm zusammen mit einer Bekannten ab, wir gehen also gemeinsam ins Fitnesscenter und erzählen uns regelmäßig unsre Erfolge -oder Misserfolge, je nachdem.
Davor haben wir uns halt so ab und zu gesehen, aber seitdem wir zusammen abnehmen sind wir richtig dicke miteinander geworden, und auch über ihr Pribvatleben weiß ich inzwischen viel.
Wenn man ein gemeinsames Problem und ein gemeinsames Ziel hat, dann schweißt das einfach zusammen.
Du könntest dadurch bestimmt einfach und schnell neue Bekanntschaften finden, und wer weiß, vielleicht wird ja auch die ein oder andere Freundschaft draus?
Auf jeden Fall wäre es einen Versuch wert, finde ich.
Wenn du nicht genug Geld dafür haben solltest, es gibt auch viele kostenlose Angebote. Bei uns in der Gemeinde z.B. gehen jeden Sonntag Morgen so 20 Leute gemeinsam joggen für eine Stunde, da war ich auch schon mal mit dabei, das war echt schön

Dass du dich mit dem Kreislauf nicht leicht tust ist auch kein Wunder, das kann ich gut nachvollziehen.
Du schleppst immerhin 150 Kilo mit dir rum, hast vielleicht länger keinen Sport mehr gemacht?
Das merkt man dann auch, gerade an heißen Tagen.
Ich hab auch 3 Jahre lang gar kein Sport gemacht, aus Angst, dass sich nach einer komplizierten Augen-OP meine Netzhaut ablösen könnte, und hatte dann beim Lungenfunktionstest 70% von dem, was ein Mensch in meinem Alter so leisten kann. Ab da hab ich wieder mit Sport angefangen, und muss sagen, es tut mir ECHT gut.
Ich mach jetzt seit 2 Monaten täglich 30 Minuten Ausdauersport, und ich bin viel aktiver und ausgeglichener geworden, renn die Treppen hoch und runter wie ich will und es macht mir einfach wieder Spaß, mich zu bewegen. Ich bin auch grad eben bei 32°C rausgegangen in die pralle Sonne und hab 2 Kilo Flaschen zum Container geschleppt -jetzt pack ich das Alles wieder. Vor einem Jahr wär ich vermutlich auch nahe am Kollaps gewesen -mein Körper war ja völlig außer Form.
Ich hab sehr vom Sport profitiert, und meine Psyche auch, weil ich merke, dass ich beim Sport viel Druck ablassen kann.
Merke ich z.B.dass ich unruhig bin oder aufgewühlt, mach ich meine 30 Minuten -dann ist es weg und mir geht's den Rest vom Tag hervorragend.
Menschen sind einfach Bewegungstiere, wir sind nicht dafür gemacht, bloß rumzuhocken und zu arbeiten. Wir müssen Bewegung und Spaß haben, und oft kann man Beides miteinander verbinden.

Zu deinen anderen Ängsten vor Dingen, auf die du keinen Einfluss hast:
Mein Papa ist schon gestorben, vor 5 Monaten. Das war sehr hart für mich. Nun hab ich auch Angst, dass meine Mama stirbt, sogar sehr oft.
Meine Eltern sind, für mich, die besten Eltern der Welt. Mein Papa war der liebste Papa der Welt und meine Mama ist einfach nur die gütigste Person der Welt. Sie hilft Allen, egal wer sie sind, hat für jeden ein offenes Ohr und ist niemals böse, gemein, oder ungerecht. Sie ist toll.
Aber irgendwann wird sie sterben.
Wie deine Eltern auch.
Daran kannst du nichts ändern, das ist der Lauf der Dinge.
Keiner kann für immer leben, Menschen müssen auch mal sterben.
Du hast darauf keinen Einfluss, du kannst es nicht ändern, so hart das auch zu akzeptieren sein mag. Was du aber ändern kannst, ist, wie deine Eltern dich sehen! Seit mein Papa gestorben ist sag ich meinen Liebsten jeden Tagm indestens einmal, wie gern ich sie habe. Ich unternehme fast jedes Wochenende was mit meiner Mama, das tut uns Beiden gut und da können wir rpima über Dinge reden, die im Alltagsstress untergehen.
Es tut uns gut, und wir sind sehr zusammen gerückt, seit wir öfter was gemeinsam machen. Du kannst nicht bestimmen, wann deine Eltern gehen, aber du kannst dafür sorgen, dass ihr bis dahin jede freie Minute nutzt, um füreinander da zu sein! Das ist es, worauf du Einfluss hast, und ich finde, das ist ein sehr schöner und tröstlicher Gedanke. So kannst du Zeichen hinterlassen und Spuren, im Leben deiner Familie, und andersherum kannst du viele schöne Eindrücke sammeln, die schöne Erinnerungen an deine Eltern werden. Denn keiner ist wirklich tot. Man lebt in den Erinnerungen anderer Menschen weiter.

Vielleicht wäre es nicht shclecht, wenn du eine Therapie aufnimmst.
Nach Papas Tod bin ich auch zum Therapeuten gegangen, und es war gut, jemanden zu haben, mit dem ich über alle meine Ängste reden kann. Ich hatte damals viele Ängste.. Angst vor dem eigenen Tod, Angst vor dem Tod Anderer, Angst zu versagen, Angst vor der Zukunft, Geld-Ängste.. Alles mögliche.
Und es tat mir sehr gut, mit jemandem zu sprechen, der das Alles etwas distanzierter und logischer betrachten konnte als ich.
Vielleicht tut dir das auch ganz gut?

Auf jeden Fall kannst du einige deiner Probleme selber in die Hand nehmen, und anpacken, und auch lösen.
Du darfst nur nicht weiterhin um deine eigenen Ängste kreisen, das nutzt dir nichts. Du musst ausbrechen und anpacken und wirst sehen, dann erscheint dir das Leben plötzlich auch wieder lebenswert

Alles Gute,
Pilongo

#5


L
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich einem Fitness-Studio bin ich schon angemeldet. Da habe ich auch gemerkt wie gut mir der Sport tut. Nur dummerweise sind da ein paar Frauen, die mal in meiner Nähe über mich geredet haben und die eine meinte, wenn sie so Fett wie ich wäre, würde sie sich erschiessen. Vielen Dank. Ich bin fast heulend aus dem Studio raus.

Ich habe innerhalb eines Jahres knapp 40 Kilo zugenommen. Bis heute kann ich einfach nicht verstehen, wie ich das zulassen konnte. Klar, die Chips und die Schokolade hat das gemacht, aber wieso zerstöre ich so meinen Körper? DAS ist das, was ich nicht verstehe !! Es muss doch einen Grund haben, warum ich so dick bin !!

Bei einer Therapeuten war ich schon 2 mal in Abständen von ca. 3 jahren. Es hat mir rein gar nichts gebracht. Ich habe nur geredet, aber irgendwie hat mir das alles nicht geholfen.

Was meine Einsamkeit angeht: Ich gehe ins Kino oder früher auch mal in die Volkshochschule. Aber dort stehe ich auch immer alleine rum, obwohl ich wirklich versuche, mit den anderen Kontakt aufzunehmen. Ich bekam mal gesagt, dass ich zwar lieb, aber langweilig wäre. Supi toll !

Ich muss jetzt erstmal über Eure Antworten noch etwas mehr nachdenken, dass war jetzt eben nur meine erste Gedankenreaktion.

Liebe Grüße

lovelygirl

#6


P
Zitat von lovelygirl:
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich einem Fitness-Studio bin ich schon angemeldet. Da habe ich auch gemerkt wie gut mir der Sport tut. Nur dummerweise sind da ein paar Frauen, die mal in meiner Nähe über mich geredet haben und die eine meinte, wenn sie so Fett wie ich wäre, würde sie sich erschiessen. Vielen Dank. Ich bin fast heulend aus dem Studio raus.

Ich habe innerhalb eines Jahres knapp 40 Kilo zugenommen. Bis heute kann ich einfach nicht verstehen, wie ich das zulassen konnte. Klar, die Chips und die Schokolade hat das gemacht, aber wieso zerstöre ich so meinen Körper? DAS ist das, was ich nicht verstehe !! Es muss doch einen Grund haben, warum ich so dick bin !!

Bei einer Therapeuten war ich schon 2 mal in Abständen von ca. 3 jahren. Es hat mir rein gar nichts gebracht. Ich habe nur geredet, aber irgendwie hat mir das alles nicht geholfen.

Was meine Einsamkeit angeht: Ich gehe ins Kino oder früher auch mal in die Volkshochschule. Aber dort stehe ich auch immer alleine rum, obwohl ich wirklich versuche, mit den anderen Kontakt aufzunehmen. Ich bekam mal gesagt, dass ich zwar lieb, aber langweilig wäre. Supi toll !

Ich muss jetzt erstmal über Eure Antworten noch etwas mehr nachdenken, dass war jetzt eben nur meine erste Gedankenreaktion.

Liebe Grüße

lovelygirl



Lass nicht zu, dass die Meinung anderer so vielen Einfluss hat auf dich
Es gibt auf der Welt 6.792.100.970 Menschen. (Stand: Heute, 18:27).
Davon kann dich, logischerweise, nicht jeder mögen.
Wenn einer davon meint, du seist langweilig, und einer, du bist dick - na und? Macht immer noch 6.792.100.988 Menschen, die du vom Gegenteil überzeugen kanst!
Wichtig ist doch nicht, was Andere denken, sondern, was du denkst.
Findest du dich langweilig?
Ich hoffe mal nicht!

Vielleicht tut es dir auch ganz gut, mal eine Liste zu machen mit Dingen, die du an dir magst, die du gut kannst.
Das ist ein einfaches aber hilfreiches Mittel.
Als mein Papa gestorben ist letzte Weihnachten ging es mir oft sehr schlecht, ich war oft nahe an einer Depression. Da hab ich mir damals eine Liste gemacht mit Dingen, für die ich dankbar sein kann, und die in meinem Leben gut sind.
Das hat mich jedes Mal aus meinem Loch geholt und mir immer geholfen, sie zu lesen.

Kleine Anekdote: Als ich noch in der Schule war (hab jetzt gerade Abi gemacht) da haben mich mal zwei Jungen angemacht, so 11-jährige Pubis: Ich bin hässlich und meine Hose is hässlich und mein Pulli is hässlich und meine büchertasche ist auch hässlich. So. Und?
Sowas kann ich gar nicht ernst nehmen. Die wollen provozieren, und sagen dann irgendwas. Wie die Frauen da im Studio. Die wollen lästern, also finden sie wen, über den sie lästern können. Das hat gar nichts zu bedeuten, die kennen dich ja gar nicht. Sie sehen dich, drücken dir einen Stempel auf, und fertig. Das darfst du dir nicht so zu Herzen nehmen.
DIE sind die Blöden, nicht du. Die sind hässlich, innen drin, nicht du.
Neulich hab ich mir auch nen Bob schneiden lassen, und da haben mir auch zwei kleine Teenies gesagt, dass ich ausschau wie ein Junge.
Manche sind einfach so, bläken irgendwas raus, egal was, hauptsache Provokation. Da braucht man als normaler Mensch gar nix drauf geben. Da steht man einfach gelassen drüber.
Ich nenn sowas liebevoll "Verbalkotze".
Und auf Verbalkotze geb ich nicht viel.
Und das solltest du auch nicht tun

Vielleicht hilft es dir auch was, morgens aufzustehen, in den Spiegel zu schauen, und zu sagen: "Ich bin cool!" Es ist ein ganz einfaches Mittel -aber es hilft. Mein Freund strotz nur so vor selbstbewusstsein, hat super Noten, wird jetzt an der Uni schon von Profs und der wirtschaft umworben, weil er gut ist, und seöbstbewusst ist. Und das ist er nur, weil er sich einredet. Wenn ich ihm sowas sag wie: "Wow, du verstehst mich so gut!" sagt er "Ich weiß. Weil ich cool bin!"
Tja, und weil er es sich jeden Tag sagt ist er's auch.
Man kann so viel an sich selber verändern, einfach, indem man es sich lange genug einredet.

Ich wünsch dir jedenfalls, dass du deinen Weg weiter gehst.
Fang an, dich selber zu lieben und zu akzeptieren, dann werden auch Andere dich mögen.

Alles Gute,
Pilongo

#7


S

Totale Angst vor allem

Hallo erstmal,

wollte euch meine Geschichte erzählen, da es momentan so schlimm ist, dass ich es kaum aushalte. Alles angefangen hatte es vor ein paar Jahren, wo Gedanken auf einemla in meinem Kopf geisterten, die nicht da hin gehören, wie z.b, wenn ich diese Sache jetzt mache, dann passiert das. Es wurde nicht schlimmer bis vor ca. 1 Jahr, jetzt fängt es mich an zu quälen und ich kann nicht mehr ich komme mir schon selber verrückt vor, ich habe Angst vor allem und um alles, habe total Angst um meine Mama, da sie ja schon älter ist, denke ich mir immer sie könnte sterben und so, deswegwen, wenn ich ihr Geld schulde oder ihr was abschlaga oder mit ihr streite, habe ich totale Schuldgefühke und denke, wenn sie jetzt stirbt, dann wird sie mir dass alles nicht verzeihen und ich mache mir dann Vorwürfe. Oder wo man meine Hunde einschläfern musste herje hatte ich da Schuldgefühle, die immer wieder kommen, ich mach mir Vorwürfe. Oder wenn der kleine meiner Schwester was macht, denke ich mir immer, da könnte er runter fallen oder sich was tun. Und so geht es mir bei allen Mitmenschen, die mir näher stehen, ich komme immer auf die gedanken, dass sie sterben könnten und ich mir Vorwürfe macha, dass ich nicht da war oder nich öfter da war oder das und das nicht mehr gemacht habe.

Schlimm ist es auch mir gegenüber, habe mittlerweile wirklich Angst vor allem, meine Migräne die ich schon seit Kindheit habe macht mir Angst, jeder kleine Ausschlag, jedes Fieber oder sonst was macht mir Angst und ich denke gleich ich habe eine schlimme Krankheit. Habe Angst Auto zu fahren ich könnte ja das machen und dann passiert eine Unfall, was würde ich dann machen. Ich habe Angst vor der Pille, die könnte mir ja eine Thrombose verpassen und ich könnte sterben oder bevor ich irgendwo hin gehe, überlege ich schon automatisch was mir da alles passieren könnte. Am morgen muss ich über ein bahngleis, ich denke immer wenn jetzt ein Zug kommt, denn ich dann aber von weitem schon sehen würde, bin ich tot. Mittlerweile kommen die gedanken am morgen bis ich ins Bett gehe und in ruhigen Momenten sind sie am schlimmsten, wenn ich im Bett liege und so.

So num der Kracher, seit letzter Woche habe ich ein beklemmendes Gefühl in der Brust und bekomme kaum Luft, vor ein paar Tagen kam Herzstolpern und schnelles schlagen des Herzes hinzu. Gestern der Knaller ich sitze aufd er Couch mir drückt es meinen Kopf zusammen und alles ist schwummrig und dreht sich, wie ein Hubschrauber im nüchternen Zustand. Wenn ich die Augen zumachte drehete sich immer noch alles, ich bin ins Krankenhaus den ganzen Abend war mir schwindelig. Gemacht wurde Ekg, Lungenröngten, Bluabnahme, Blutdruck allesw ok, vor nem Monat EEG und CT auch alles in Ordnung. Der Druck im Kopf ist auch heute noch da und ich fühle mich schon den ganzen Tag so erschlagen habe am Mittag geschlafen und mein herz stolpert immer noch, was mir schon ein bisschen Angst macht.

Und das schlimmste kommt noch, ich war im Spital dann kam eine Frau, ihr Mann lag tot im bett, als sie kurz einen Tee machen wollte sie rief die Rettung und in 3 Min seien sie da gewesen, nach wiederbelebung ab ins KA und dann Frau kommt weinen aus dem Schockraum, war gleich danebenim Behandlungszimmer, Ärztin mit Kleidung in der hand läuft raus.... Oh man dachte ich so schnell kann es gehen, jetzt habe ich immer Angst, dass es irgendjemand aus meiner Familie treffen könnte und wenn ich nicht da bin wäre dies furchtbar und dann denke ich mir wenn ich da bin, würde ich durchdrehen, also ich sage euch so ein Teufelskreis, muss mir eine Psychologen suchen, der mit mir eine Therapie macht, weil so kann das nicht mehr weiter gehen, habe eine Freund und wohne fast bei ihm, doch ich kann keinen Tag dort wein ohne, dass ich denke boa isch muss nach Hause wenn was dort passiert ich bin nicht da und so... Am Anfang habe ich mich geschämt, darüber zu reden, da ich dacjte, jeder hält mich für verrückt und nimmt dann Abstand von mir doch mittlerweile habe ich mich überwunden zu reden.

Würde mich über Antworten freuen.

LG

#8


S
HAllo Soni23

ich kann das alles sooo gut nachfühlen, mir geht es auch soo. Gerade jetzt zu Weihnachten habe ich ANgst das, dass mein letztes sein könnte. ICh habe ANgst das einer aus meiner Familie, freunde oder sogar ich sterbe! HAbe soooo eine Angst vor dem Tot

Mache schon eine Therapie, habe aber erst im neuen Jahr wieder einen Termin... Und sooo krass wie zur zeit war es mit diesen gedanken noch nicht...

Also fühle dich gedrückt und du bist nicht alleine damit

Lg Sherly

#9


N
was mir zurzeit hilft bei angst vor dem tod:
mich intensiv damit zu beschäftigen. was dann passiert, was danach ist, wie es wäre, wenn ich ECHT (nicht nur befürchtet) sterben würde. viel viel viel darüber nachdenken und nicht vor angst dann einige gedanken vermeiden...

einfach: wenn wir uns schon zu tode davor fürchten, was soll schon passieren, wenn wir uns noch intensiver damit beschäftigen?

#10


R
Hallo ihr Lieben,

seit geraumer Zeit habe ich Angst vor vielen Dingrn und wollte euch mal fragen, ob ihr das kennt bzw. was ihr dagegen tut.

Ich habe z.B. Angst vor/davor....

- Anschlägen
- Naturgewalten
- möglichen herabfallenden Schneebollen vom Dach
- meinen Freund nicht mehr zu lieben
- Reisen
- allen Dingen, die nur ein winziges bischen NICHT meinem Alltag entsprechen
- Massenpanik im Stadion
- Fehler zu machen auf Arbeit
- etwas Verdorbenes zu essen
- ...

Auch habe ich Schuldgefühle meiner Familie gegenüber, wenn ich nicht so viel Lust habe hinzufahren oder eben nicht so oft dort bin.

Ein weiterer Punkt ist das permanente negative Denken. Ich denke von fremden Menschen grundsätzlich was Schlechtes, ohne Grund, bzw. ich gehe vom Schlechten aus.

Außerdem tun mir ältere Leute leid, wenn ich sie sehe, da habe ich sofort Mitleid. Heute saß ein Mann am Tresen und ich hatte total Mitleid mit ihm weil ich dachte: "Oh je, der ist bestimmt mega einsam....".

Ich bin also grundsätzlich dauernervös wegen nix und wieder nix. Die Dinge vermeide ich nicht- ich tue eigentlich alles- es ist halt entsetzlich anstrengend.

Versteht mich jemand, tickt jemand genauso oder ähnlich?

Viele liebe Grüße
rotezora

#11


M
Oh man! ich bin neu hier im Forum und lese hier einige Beiträge und erkenne mich oft so wieder. Es fühlt sich irgendwie ein wenig erleichternd an, dass es anderen auch so geht. Nun denke ich, dass man etwas dagegen tun kann . es ist nicht 'unnormal' , nur es belastet das Leben halt sehr.

Die Angst vor den ganzen Dingen die du beschrieben hast kommen mir teilweise bekannt vor. Und auch das starke Mitleid mit anderen Menschen, dem alten einsamen Menschen. Dann überkommt mir so ein solches Mitleidsgefühl und auch irgendwie denke ich dass es Angst ist, dass ich selber so ende. Hast du das auch?

Und ich denke auch von Menschen permanent schlecht. Vor allem, dass sie mir etwas schlechtes wollen, mir etwas böses wollen oder von Grund auf jeder etwas böses als Hintergedanke hat. So ähnlich, ich kann es nicht so wirklich beschreiben. Ich versuche diese Gedanken abzustellen und klar ist es auch eine Sache dass man wohl auch automatisch explizit danach sucht.

Du denkst, dass andere Menschen schlecht sind? Dann wirst du auch lauter 'Beweise' für dieses Gefühl/diese Annahme finden. Ich denke, man muss irgendwie die Gedanken positiver gestalten und das immer wieder und wieder und nach positivem suchen und das positive in sich aufsaugen. Das negative wegdrängen, als irreal...ohne zu naiv zu sein natürlich.


Wovor hast du noch alles Angst? Woher meinst du kommt deine Angst? Und wielange hast du das schon? Gab es einen Auslöser?
Sprichst du mit jemandem drüber?

#12


R
Hallo maryjane und danke für deinen Beitrag!

Also ängstlich wär ich schon immer, meine Mutter im übrigen auch. Als Kind hatte ich einmal beim Übergang zwischen Grundschule und Gymnasium Angstzustände und Zwangshandlungen, die aber laut meiner Mama nur kurz angehalten haben.

Sonst ging es mir immer gut bis vor etwa 5 Jahren, da hatte ich beim Einkaufen eine Panikattacke und von da an kommt es immer wieder. Bis letztens nicht wirklich sehr störend, es nervt halt und entwickelte sich immer weiter. Zuerst war mit wochenlang schlecht, dann hatte ich dadurch Angst vor dem Erbrechen. Somit waren Unternehmungen aller Art unterschwellig immer mit Angst verbunden.

Im Sommer hatte ich dann einen Zusammenbruch, der mich wochenlang handlungsunfähig machte und am Rande der Verzweiflung trieb (habe auch in einem anderen Thread drüber geschrieben).

Seit dem beschäftige ich mich ausgiebig mit dem Thema Angst und Depressionen. Was ich wirklich habe weiss ich nicht, die Ärztin meint eine Anpassungsstörung, Art Depression, irgendwie vermischt sich sowieso alles.

Nun habe ich symptomstarke Tage und völlig symptomfreie Tage. Es wechselt sich ab. Jetzt hatte ich z.b. 4 Tage am Stück Ruhe dann merke ich wie sich langsam Unruhe einschleiht und somit Angstgefühle bis hin zu Angstzuständen- und ich weiss NICHT was der Auslöser ist. Wahrscheinlich negative Gedanken. Ich habe eben eine fürchterliche Angst, dass alles wieder so schlimm wird wie im Sommer, das könnte ich nicht nochmal durchstehen.

Auslöser könnte sein, dass sich meine Eltern etwa zu der Zeit der allerersten Panikattacke vor 5 Jahren getrennt haben. Sie wohnen nach wie vor zusammen in meinem Elternhaus und verstehen sich gut aber es belastet mich sehr. Ich dachte nur immer, dass Kinder darunter sehr leiden- ich bin fast 33 Jahre, da müsste ich doch damit umgehen können oder nicht??

Mit meinem Freund kann ich darüber sehr gut reden, er unterstützt mich sehr. Meine Schwester und Mama und eine Freundin sind auch eingebunden aber mehr oberflächlich. Wie es richtig in einem anfühlt kann man niemandem beschreiben finde ich.

Mein Freund meint immer, ich habe immer dann Angst, wenn ich die Kontrolle verlieren könnte und in andere Menschen vertrauen muss. Ich denke er hat recht.

Wäre schön, wenn du oder natürlich auch alle anderen Leser mir die gestellten Fragen auch beantworten würdest, wäre sehr interessant für mich.


Bis bald
rotezora

#13


M
Hey!

Meine Mutter hat auch viele Ängste, aber nicht so, dass es ihr Leben erheblich beeinflusst. Eher so Ängste, dass sie die Kontrolle nicht hat über all mögliche Dinge. Sie muss immer alles kontrollieren. zB wenn wir hier im Haus etwas selbst sauber machen wollen, dann machen wir es nicht gut genug und sie macht es nochmal. Sie will die komplette Kontrolle über alles hier haben. Sie will immer übertrieben und haargenau wissen wann ich gehe, wann ich nach Hause komme, ob ich gut angekommen bin wenn ich irgendwo hin fahre usw usw...ich bin übrigens 23 und dass ich auch schlecht beim rennen aussehe!
Aber solche Kleinigkeiten schränken ja nicht erheblich den Alltag ein, es sind eher die allgemeinen lähmenden Ängste die mich davon dann abhalten Dinge anzupacken. Die mich morgens manchmal so lähmen, dass ich nicht aufstehen kann und den Tag beginnen kann. Ich mache mir so viele Sorgen darum wie der Tag wird und befürchte, dass ich wieder nur alles versaue und dass alles schief läuft! Ich meine Aufgaben nicht hinbekomme usw.
Ein weiteres Problem ist die Angst von anderen verarscht zu werden, ausgenutzt zu werden. Ich bin irgendwie immer 'nett' zu allen und helfe gerne usw. denke auch meistens eher an die anderen als an mich. Ich find das eigentlich nicht schlimm, ich mache das auch gerne, so bin ich einfach. Aber das wurde halt auch viel ausgenutzt und Leute waren auch nett zu mir oberflächlich und ich dachte sie sind meine Freunde, aber plötzlich waren immer alle weg. .. Ist es hinderlich heutzutage einfach NETT zu sein? Ich habe immer das Gefühl, dass nette, hilfsbereite Menschen am Ende immer die doofen sind. Dann nehme ich mir immer vor auch dreister zu werden und unnetter ...aber irgendwie kann ich das nicht, ich ende dann doch wieder in meiner 'netten' Art und niemand will so wirklich dauerhaft mit mir zu tun haben. obwohl ich niemandem etwas tue.
Und Angst vor dem dumm sein habe ich auch, irgendwie habe ich ständig das Gefühl dumm zu sein, obwohl ich eigentlich recht gute Uni-Ergebnisse habe und weitere Dinge mir eigentlich das Gegenteil sagen. Aber habe immer die Angst, wenn ich mit jemandem spreche dass die mich für dumm halten. Irgendwie stimmt das auch, alle halten mich für dumm, sonst würden die mich ja nicht so offensichtlich anlügen oder verarschen. Die denken glaube ich ich merke das nicht, freuen sich, halten mich für dumm. grr

Naja die Trennung deiner Eltern ist vielleicht wirklich der Auslöser gewesen, aber vielleicht nicht wegen der Trennung als solches, aber vielleicht hat das etwas in dir ausgelöst, eine allgemeinere, tiefersitzende Angst. Die Trennung deiner Eltern hat diese Angst nur freigelassen, weißt du wie ich meine? vielleicht hast du damit (unterbewusst) so vieles assoziiert und deine ganzen Ängste kamen zum Vorschein. Bis dahin war vielleicht noch eine Art heile Welt für dich, die deine Ängste in dir drin gehalten haben ... aber eine Trennung der Eltern symbolisiert ja auch viel finde ich. Vergänglichkeit, Zukunft,...dass alles auch ein Ende haben kann immer, dass Sympathien und Liebe nicht ewig halten, dass es nie zu Ende ist dass man mal zur Ruhe kommen kann, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Und wenn man sich über sowas zuviele Gedanken macht, dann zieht das ziemlich runter... solche Gedanken sollte man in positive irgendwie umwandeln können

Auch das mit der Angst, wenn du anderen Menschen vertrauen musst und quasi die Kontrolle über Situationen abgeben musst... das muss man wohl als gegeben betrachten und schauen, was draus wird. Die Kontrolle kann man eh nicht mehr zurückgewinnen. Man kann keinen anderen Menschen und dessen Handlungen kontrollieren oder beeinflussen. Höchstens darauf Vertrauen, dass sie ihr best mögliches tun und darauf Vertrauen, dass sie dir nur gutes wollen und dass alles gut wird! Klar es gibt Menschen, die sind "böse" oder sind einfach nicht vertrauenswürdig, aber das wirst du herausfinden .

So, habe viel geschrieben, ich muss mal meine Hausarbeit für die Uni erledigen nun .

#14


R
Danke maryjane für deine Worte!
Deine Gedanken zur Trennung meiner Eltern haben mich sehr berührt und hast bestimmt recht mit dem was du sagst.
Ich kann leider nur mit meinem Freund darüber reden und das belastet mich auch. Meine Eltern verschließen sich dem und möchten nicht darüber reden. Bei meinem Vater verstehe ich das irgendwie, Männer reden ja nicht so gerne. Aber meine Mama blockt meine Versuche eigentlich alle ab. Sie hat einen neuen Partner, hat dort wohl Probleme, redet aber nicht drüber. Übel nehmen kann ich es ihr nicht, sie hat wahnsinnige Schuldgefühle uns allen gegenüber. Sie fühlt sich dafür verantwortlich wenn es meinem Vater nicht gut geht und fühlt sich auch für meine Situation glaube ich verantwortlich. Jetzt sitze ich hier und mir laufen die Tränen runter ohne Ende, das sollte Zeichen genug sein wie sehr mich das alles beschäftigt. Aber ich weiss nicht was ich tun kann.

An Tagen wie heute möchte ich schreien: Ja, ich habe eine Depression, so muss es sich anfühlen. Ich bin traurig und weiss nichts mit mir anzufangen. Ich hatte die letzten Tage frei und zuviel Zeit zum Nachdenken ist bei Grübelzwang alles andere als förderlich.

Eigentlich habe ich alles was ich mir wünschen kann und bin doch NIE zufrieden. Ich mäkel soviel an meinem Freund rum, der so ein toller Mensch ist. Ich bin schnell aggressiv und verabscheue oft Menschen, die ich gar nicht kenne, einfach so weil mir irgendwas nicht passt. Ich bin einfach grundsätzlich anti.

Mein Umfeld ist auf ein Minimum geschrumpft weil ich einfach kein Interesse an anderen Menschen haben, es strengt mich an.

Wenn ich eine Depression habe dann schon mehrere Jahre, ist dann denn normal?? Ich komme nicht damit klar was mit meinem Körper los ist. Tage, die ganz normal sind und Tage die depressiv sind- ich verstehe das nicht. Ich denke momentan nur: wie soll ich das alles schaffen wenn es nicht besser wird?

Das mit deiner Angst, dumm zu sein, kenne ich auch. Aber mehr die Richtung, dass ich Angst habe, dass mein Gegenüber denkt ich wäre dumm. Also auf Arbeit zum Beispiel. Eigentlich bin ich in jedem Lebensbereich perfektionistisch und oberkorrekt- FURCHTBAR!

Ich wäre gerne lockerer und würde gerne die Dinge leicht nehmen. Ich sehe alles verbissen und alles, was nicht eins zu eins meinen Alltag betrifft stellt mich vor Heausforderungen und ich überlege hin und her, wie ich was wann und wie mache damit es am Besten ist. Au man.

Bist du in Behandlung? Nimmst du Medikamente?
Ich bin in Behandlung aber Medikamente nehme ich nicht.

Viel Erfolg bei deiner Hausarbeit!
rotezora

#15


Valmont
Hallo rotezora und maryjane,
leider hab ich eure Diskussion erst jetzt gelesen, aber mir gehts genauso wie rotezora. Die sachen,die du auflistest sind genau die sachen vor denen ich auch große Angst habe. Alles was auch nur ansatzweise nicht "Alltag" ist oder einen irgendwie aus der Bahn werfen könnte macht mir tierische Angst.
Manchmal ist es so schlimm, daß die Angst mich völlig überwältigt und ich fast handlungsunfähig bin. Meine Psychaterin meinte, das sei Angst vor Kontrollverlust.
Im Moment kann ich zB auch keine Nachrichten gucken, weil sie Hochwasser angesagt haben und ich am Rhein wohne. Ich flipp fast aus vor Angst, aber auch hier denke ich wieder, das ist die Angst vor Kontrollverlust. Das hilft mir ein wenig mich zu beruhigen, bis dann der nächste Angstanfall kommt.
Mit anderen zu kommunizieren finde ich auch total anstrengend, weil ich mich damit irgendwie völlig überfordert fühle.

#16


R
Hallo Valmont,

ist schon blöd, mit was wir uns Tag für Tag rumquälen und uns damit die Lebensqualität rauben.

Das mit dem Kontrollverlust scheint bei mir auch so zu sein. Hat Dir Deine Ärztin diesbezüglich schon Tipps oder Ratschläge gegeben? Wenn ja kannst Du die umsetzten und helfen sie Dir?

Ich habe Angstzustände, die manchmal Tage manchmal nur Stunden oder Minuten anhalten. Ich habe dann Angst vor allem und ich sehe in jedem und allem Gefahr.

In diesen Zuständen habe ich auch komische Gedanken. Ich denke, wofür das alles wenn man sowieso irgendwann stirbt. Und Gedanken kommen auf, wieso die Dinge im Leben so sind wie sie sind. Ich kann das schwer erklären, vielleicht kann jemand erahnen was ich damit meine. Eben Fragen, die das Leben betreffen, Dinge die nicht greifbar sind.

Wenn ich diese Angstzustände habe kann ich zu 90% nicht sagen warum, ich erkenne keinen Grund. Das macht es vielleicht auch so schwer es anzunehmen und zu akzeptieren.

Wisst ihr immer den Aulöser von Angstzuständen (nicht Panikattacken)??

Viele liebe Grüße
rotezora

#17

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Valmont
Den Auslöser für die Angstzustände kann ich auch nicht immer ausmachen. Ich hab zwar auch ganz konkrete Ängste, zB Platzangst oder Angst vorm Fahren auf der Autobahn usw.
Aber ich hab fast immer morgens beim Aufwachen schon Angst und hab überhaupt keine Ahnung wovor. Ich hab Herzrasen und bin am Zittern und weiß absolut nicht warum. Manchmal bin ich sogar ganz froh, wenn ich meine Angst an etwas bestimmten festmachen kann, dann ist es wenigstens konkret.

Einen defintiven Weg wegen der Angst vor Kontrollverlust hab ich auch noch nicht gefunden. Aber ich habe gemerkt das es mir gut tut, dem ganzen etwas positives gegenüberzustellen, zB positive Gedanken oder ruhige Musik oder was ruhiges schönes im TV ansehen. Das hilft manchaml gegen die ganze negative Grübelei, die bei mir dann wiederum Ängste auslöst.

Zum Glück beginnt im März meine Verhaltenstherapie, da verspreche ich mir von, daß es mir dadurch etwas besser geht. Ich hab mir auch das Buch "Ängste verstehen..." besogrt, ich muß sagen das ist wirklich sehr gut und hilft mir die Wartezeit bis zur Therapie erträglicher zu machen.

#18


R
Hallo liebe Leut,

die letzten Tage haben die Ängste und Depressionen wieder voll zugeschlagen.

Es gelingt mir nicht mehr, mich abzulenken oder wenigstens ein paar symptomfreie Stunden zu haben.

Ich bin auch verzweifelt, weil ich nicht mehr weiss, was ich noch machen soll damit es wieder besser wird. Medikamente wären die letzte Lösung, möchte ich aber eigentlich vermeiden.

Jeder Tag ist eine Qual, jeden Tag muss ich mich anstrengen. Ich gehe weiterhin auf Arbeit, dort bin ich wenigstens ein wenig abgelenkt, ich denke es tut mir gut, auch wenn es sehr, sehr anstrengend ist.

Gestern war ich im Theater und ich konnte nicht entspannen und die Show geniesen, nein, es ist so frustrierend. Und alle tollen Ratschläge, wie negative Gedanken in positive umzuwandeln, sich selbst in Selbstgesprächen Mut zusprechen, nicht reinsteigern,... gelingen nicht, bzw. zeigen keinen Erfolg.

Ich habe ein Gefühl der Traurigkeit in mir, könnte heulen weil ich verzweifelt bin. Meinem Freund tu ich sehr weh, weil er mit ansehen muss, wie ich mich quäle.

Wenn ich lese, Tv schaue am Wochenende kann ich nicht zuhören bzw mich konzentrieren, weil sich all meine Gedanken in einer Endlosschleife um meinen Zustand drehen.

Ich versuche immernoch herauszufinden, wieso ich so drauf bin, was die Ursache ist und ich finde keine Lösung. Ich denke immer, irgendeinen Sinn muss diese Krankheit haben, für irgendwas muss es gut sein, aber an so Tagen wie heute und die letzten bezweifel ich das. Diese Gefühle und Gedanken wünsche ich Niemandem. Es ist wie wenn sich eine Liebe von einem trennt oder man eben aus anderen Gründen schlimm traurig ist.

Ich habe so eine große Angst, dass es nicht mehr besser wird und ich habe auch Angst davor, dass ich es nicht schaffe und in eine Klinik muss, das wäre furchtbar für mich.

Ich hatte in meinem Leben immer nur Glück, ist das jetzt die Retourkutsche??
Ich verstehe es nicht...

rotezora

x 1 #19


Valmont
Hallo rotezora,
sag mal, machst du eigentlich Therapie oder etwas in der Art? Das wäre ja eine Möglichkeit für dich rauszufinden, woher deine Depressionen und Ängste kommen, und zu lernen besser damit klarzukommen. Falls es gar nicht geht, würde ich dir doch Medikamente empfehlen. Die mußt du ja nicht für immer einnehmen, aber zumnidest solange bis es dir etwas besser geht.
Ich kenn diesen besch... Zustand den du beschreibst nur zu gut, ich komm leider auch nicht ohne Medis aus, ich nehme Seit Anfang des Jahres Cipralex. So allmählich fängts auch an zu wirken, und das tut mir echt gut. Zwar ist nicht alles weg - wenn mehrere negative Dinge passieren bin ich immer noch völlig neben der Spur - aber diese ständige Angst und dieses ständige Grübeln ist etwas besser geworden.
Das du arbeiten gehst finde ich übrigens sehr gut, versuch das beizubehalten, denn der Job gibt einem nciht nur Ablenkung sondern auch Selbstvertrauen und Anerkennung, und das ist ganz wichtig damit man nicht völlig in einem Loch versinkt.

#20


A


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Mira Weyer
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