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Hallo,

wie der Name des Threads schon sagt, habe ich Angst um meine Mutter.

Ich muss erst mal etwas weit ausholen, die Situation ist die folgende:

Meine Mama ist gerade 63 geworden und lebt mit ihrer Mutter, meiner Oma, die sehr krank ist (83) 2000 km von mir entfernt. Am Popo der Welt, sozusagen, in Russland.
Sie hat schon 2 mal die Krebserkrankung überstanden. Wir leben aber in der ständigen Angst, dass der verfluchte Krebs zurückkehren könnte. Das ist mal meine Angst Punkt 1.
Gesund ist sie nach diesen ganzen Strapazen nicht und kann sehr schwer ihr Leben noch managen.
Sie redet ständig davon, dass sie wohl alleine sterben wird und es macht mich sehr traurig. Sie wird wohl spätestens in 10 Jahren Pflege brauchen und ich bin ratlos, was ich machen soll, denn ICH lebe in Österreich und habe einen deutschen Pass.
Könnte ich sie hier zu mir holen, notfalls?
Ich bin ja selber schwer behindert und habe gerade erst den Job bekommen. Ich habe mich schon erkundigt, theoretisch ginge es sie hier , zu mir zu holen, bloß muss ich ihr den Unterhalt garantieren. Sie würde vom Staat natürlich keine Unterstützung bekommen, oder? Und keine Versicherung`.. Mit ihren Krankheiten, schaffe ich es wohl kaum privat zu zahlen.
Mir bleibt wohl die Option, wenn es so weit sein wird, jemanden in Russland zu engagieren, die sie pflegen wird, oder ist das jetzt nicht richtig?
Ich würde ja sie sehr gerne bei mir haben, bloß wie?
Das sind meine Zukunftsängste.
Und es gibt keine Garantie, was ich natürlich nicht hoffen will, dass es mir selber nicht schlechter psychisch gehen wird.
Bin gerade am grübeln...
Auch, macht mir Sorgen, dass sie mir sagte, wenn ich nach Österreich komme, lebe ich nicht mehr lange, da ich da niemanden kenne, was werde ich da den ganzen Tag machen in einer für mich fremden Welt...

07.04.2017 18:46 • 09.11.2017 #1


31 Antworten ↓


Icefalki
Hör auf, dir jetzt! Darüber Gedanken zu machen. Jetzt kümmerst du dich um dich, dann kannst du dich in 10 Jahren gesund und erfolgreich um deine Mama kümmern. So geht das.

Leb im Hier und Jetzt.

07.04.2017 18:55 • x 2 #2



Angst um meine Mutter

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Danke fuer Deine Antwort Icefalki.

Es ist bloß ein ständiges Thema, wenn wir skypen, und vielleicht haben wir ja nicht die 10 Jahren. Ich sollte mich jetzt schon irgendwie, zumindest behördlich vorbereiten...
Ich weiß echt nicht, was ich machen werde, wenn sie anruft und mir sagt, sie sei jetzt Pflegefall. Kann ja jederzeit passieren.
10 Jahren habe ich nur optimistischerweise als Anhaltspunkt genommen. Sie redet jetzt schon davon, dass ich meine Wohnung und sie ihren Haus verkaufen , uns finanziell zusammen tuen und sie dann zu mir übersiedelt und wir ein kleines Haus uns hier außerhalb von Wien kaufen. Sie sagt, sie wuerde es ungerne machen, aber sie hat unglaubliche Angst, dass wenn meine Oma nicht mehr da ist ( meine Oma hatte vor einem Monat einen Schlaganfall, wir wissen nicht, wie lange sie noch lebt), dass sie dort alleine einfach verrückt wird und es alleine nicht mehr schafft.

07.04.2017 19:05 • #3


Icefalki
Deine Mama hat doch schon eine Lösung für alle Fälle. Behördlich kann ich leider nicht mitreden. Kenn mich net aus.

07.04.2017 19:16 • x 1 #4


Vielleicht kannst du dich im Vorfeld bei den Behörden in Österreich informieren. Noch ist ja dieses Problem nicht so akut und wenn der Ernstfall eintritt , kannst du reagieren.

07.04.2017 19:25 • #5


Ich habe mich schon erkundigt und ich musste erst die Garantie haben, dass ich meine Mutter ernähren kann. Mit meinem jetzigen Gehalt wäre es zwar kein Problem uns Beide durchzubringen, aber mich schrecken die Arztkosten ab, sie wäre dann, glaube ich nicht mitversichert. Das muss ich noch tatsächlich klären.
Und die Angst, dass sie hier zu Grunde geht ist ja auch präsent. Sie hat selber die große Angst das Land am Abend ihres Lebens zu wechseln.
Ich muss schon jetzt daran denken, da wir vor kurzem via Skype ein Gespräch darüber führten und ich konnte heraushören, dass sie von mir hören will, dass ich sie nicht in Stich lasse. Das ich etwas unbedingt dann unternehmen werde.
Schon jetzt ist das ein Problem, sie muss z.b. eventuell bald an der Schilddrüse operiert werden (böser Verdacht) und musste für mehrere Wochen ins Krankenhaus. Sie weiß nicht, was mit meiner Oma dann wird. Wer auf sie während dieser Zeit aufpassen wird. Und all solche Geschichten.
Wollte mir bloß von dem Herz schreiben...

07.04.2017 19:37 • x 1 #6


Zitat von Icefalki:
Hör auf, dir jetzt! Darüber Gedanken zu machen. Jetzt kümmerst du dich um dich, dann kannst du dich in 10 Jahren gesund und erfolgreich um deine Mama kümmern. So geht das.

Leb im Hier und Jetzt.



Wenn die Mama dann noch lebt.

07.04.2017 19:38 • x 1 #7


yellowBag
Ich würde da auch anfangen mir Gedanken zu machen. Keine gute Idee im hier und jetzt zu leben und das Problem zu verdrängen.

War bei meiner Mama auch so. erst ging es noch so einigermassen allein , dann als Notfall in KH und danach ging es rund.
Innerhalb von 2 Tagen eine Lösung finden und organisieren, das war heftig.

Also vorher eine Plan haben ist besser. erkundige dich wie das alles läuft. Kannst du sie nicht Familienversichern?

Oder lass dich beraten was du machen kannst.

Für die Oma kannst du vielleicht eine Pflege zahlen, wenn die Mama ins KH muss?

07.04.2017 19:59 • x 3 #8


Hallo yellowBag, Danke für Deinen Beitrag!

Wenn meine Mama ins Krankenhaus muss, wird für die Oma wohl die einzige Option bleiben die Pflege vor Ort zu arrangieren.
Jetzt, wo ich arbeite, habe ich keine Zeit mit Behörden zu telefonieren. Könnte mich ohrfeigen, dass ich das nicht schon früher gemacht habe.
Aber mir ging es ja selber noch vor kurzem sehr schlecht. Erst jetzt ist es mit der Psychose und PA's besser geworden..
Vielleicht gibt es tatsächlich eine Möglichkeit meine Mama irgendwie mitzuversichern, denn sonst, hat es keinen Sinn, mit ihren Krankheiten, könnte ich nie finanziell hier privat aufkommen...

Habe mich hauptsächlich auf dieser Seite informiert:

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd ... 20401.html

07.04.2017 20:11 • #9


yellowBag
Kann ich verstehen. Ich renne hier immer noch rum, alles zu organisieren.
Hätte man alles vorher regeln können.

In Deutschland gibts die Familienversicherung, vielleicht geht das in Ö auch.

Macht einen Plan wie das alles laufen soll. Haus und Wohnung verkaufen will auch organisiert sein.
Wenn die Oma nicht mehr ist und die Mama zu dir kommt, muss alles geklärt sein.

Wegen der Eingewöhnung der Mama bei dir würde ich mir nicht so viel Sorgen machen.
Meine Mama wollte um keinen Preis zu Hause weg, lieber sterben.

Jetzt ist sie hier und findet es schön in unserer Nähe zu sein und die Umgebung gefällt ihr auch. dabei ist sie schon 87.
Der Mensch ist da glücklich wo er nicht mehr alleine ist.

P.s. Gibt es da nicht so Ämter oder Behörden wo du eine persönlichen oder telefonischen Beratung bekommst?
Ich habe überall ständig angerufen, bis ich alles wusste.

07.04.2017 20:21 • x 1 #10


Hab diesen Link jetzt hier gefunden und gelesen:
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd ... 20830.html

Es ist halbwegs klar, wie es ablaufen könnte.
Schon wieder ein Haufen von Papieren

Ich habe dazu noch die Angst, falls meine Mutter ein Pflegefall wird, wie soll sie da alleine alles erledigen.
Bei der Krebserkrankungen war sie z.b nicht im Stande überhaupt raus zugehen.

Da gibt es noch ein Punkt:
Nachweis über Unterhaltsgewährung

Kein Schimmer was das ist..
Ja, ich werde wohl mit unserem Bezirksamt in Kontakt treten und mich über alles informieren.
Vor allem, ob sie mitversichert werden kann..

07.04.2017 20:32 • #11


yellowBag
Ist kompliziert alles wegen der Krankenversicherung.
Das hier gilt wieder nur für Deutschland, aber ähnliches Problem:
http://www.frag-einen-anwalt.de/Recht-a ... zu-Tochter)--f60943.html

Oder du gehst zum Anwalt in Östereich und lässt dich beraten.
Habe ich letztlich auch gemacht, weil ich Angst hatte etwas zu übersehen oder falsch zu machen.

07.04.2017 21:35 • x 1 #12


Ist Deine Mutter jetzt mitversichert, wenn ich fragen darf?

Ja, es ist alles nicht so einfach. Ich muss selber gesund sein um das Ganze zu managen...Bin selber ja schwerbehindert. Ob ich um meine Mutter überhaupt kümmern kann?
Das ist auch mein Bedenken.

Wenn der Notfall, was ich nicht hoffe, eintritt, werde ich wohl einen Anwalt aufsuchen müssen.

07.04.2017 21:45 • #13


yellowBag
Meine Mutter ist selbstversichert. Sie hat ja nur etwas weiter weg von uns gelebt, aber in Deutschland.
Ich habe mal in deinen Link geschaut. das wird doch sehr bürokratisch und vorallem zeitaufwendig.
Braucht ja ein Visum usw. Wenn deine Mama krank ist und deine Hilfe braucht gibt es evtl, eine Regelung für so
Notfälle?
Ich würde ganz schnell einen Termin beim Anwalt machen und mich beraten lassen.Wenn der Notfall eintritt ist es viel zu spät.

Ich habe auch nicht gedacht, dass ich das alles schaffe. Man ist stärker als man denkt , wenn es darauf ankommt.
Die Alternative, die Mama dort alleine zu lassen gab es für mich auch nicht.

08.04.2017 09:46 • x 1 #14


Danke für Deine Antwort yellowBag!

Meine Mama in Stich zu lassen, kommt für mich auch nicht in Frage...Ich muss mit ihr alles noch mal besprechen. Aber so lange meine Oma lebt, wird sie nicht zu mir übersiedeln.
Ich gehe zuerst zum Bezirksamt und erkläre dort die Situation und hole mir all die nötige Informationen.
Danach werde ich mir wohl einen Anwalt suchen müssen, der sich darauf spezialisiert hat.

08.04.2017 09:53 • #15


kalina
Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber in Deutschland ist das mit einer Versicherung nicht so einfach, wenn Du aus dem Ausland kommst.
Gesetzliche nimmt sowieso niemanden mehr, der älter als 55 Jahre ist auf.
Eine Versicherung nimmt im Prinzip niemanden gerne, bei dem es von vorne herein klar ist, dass es Geld kostet.

Also bliebe nur eine private. Ich glaube, man kann eine Art "Gastversicherung" machen, wenn jemand für eine kurze Zeit hier ist. Aber da kann man keine länger bestehenden Krankheiten behandeln lassen. Die ist nur für den Fall, wenn man einen Unfall hat, oder eine plötzliche Grippe oder so. Aber genau weiß ich das auch nicht.

Du musst einfach mal bei der Krankenversicherung in Österreich anrufen und nachfragen, wie das dort ist.

Ich denke das Beste ist, wenn Du zu Deiner Mutter gehst wenn sie krank wird. Dann musst Du Dir eine Zeitlang Urlaub nehmen. Das machen ja viele hier auch, wenn sie einen Angehörigen pflegen müssen.

Gibt es nicht noch andere Angehörige in Russland? Geschwister oder Freunde, die sich ein bisschen kümmern können?

Deine Mutter weiß doch bestimmt auch, dass Du eine Krankheit hast, die Dich auch immer mal wieder aus der Bahn werfen kann. Und wenn es Dir gerade schlecht geht, dann kannst Du Dich selbstverständlich nicht um sie kümmern, sondern musst erstmal selbst wieder auf die Beine kommen.

08.04.2017 10:09 • x 1 #16


Hallo Kalina,

Ja alles ist nicht so einfach.

Wenn es so weit kommen sollte, werden mir 2 Optionen bleiben: entweder meine Mama hier zu holen und privat versichern, falls es überhaupt geht und ich es finanziell schaffen werde. Aber bei allen ihren Krankheiten wird es sehr schwierig sein, kann ich mir vorstellen.
Oder eine gute Pflege für sie vor Ort in Russland zu arrangieren...Ich bin ja die Deutsche Bürgerin, kann selber mich kaum länger als 3 Monate in Russland aufhalten.
Zudem, wenn ich meinen Job aufgebe, um meine Mutter vor Ort zu pflegen, von was sollen wir leben? Sie lebt quasi in einem sehr kleinen Ortschaft, wo kaum Arbeitsstellen gibt, und ich habe dort ja nicht mal Arbeitserlaubnis.
Alles so kompliziert.
Ich habe zwar noch einen Bruder, aber er lebt selber 2000 km von meiner Mutter in Weißrussland und hat kein Geld.

Von hier aus, wenn ich Arbeit habe, kann ich meiner Mutter dort doch eine gescheite Pflege bitten und in Urlaubszeiten sie denn besuchen.

08.04.2017 11:30 • #17

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Hier in Österreich gibt es eine kostenlose Infostunde mit einem Anwalt...erkundige dich mal darüber...da ist ein Gespräch gratis und du kannst alle Fragen stellen die dir so anfallen...ich würde das aufjedenfall in Anspruch nehmen...darauf hat jeder EU Bürger das Recht...

Ich kenne das selbst da ich selber deutsche Staatsbürgerin bin und meinen Lebensunterhalt auch selber sichern muss...ist schon eine verzwickte Lage...es ist hier aufjedenfall schwieriger als in Deutschland...weil man hier sich nicht Abhängig machen darf...aber lass dich da genau beraten...

Grüßle
MissPanicRoom

08.04.2017 11:38 • #18


Danke für den Tipp, MissPanicRoom!

Werde mich darum kümmern.

08.04.2017 11:42 • #19


Zitat von JPreston:
Danke für den Tipp, MissPanicRoom!

Werde mich darum kümmern.


http://www.infoup.at/kostenlose-rechtsb ... -auskunft/

08.04.2017 11:45 • x 1 #20



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