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F

Falco
Gast

Hey Leute!

Ich bin gerade auf Jobsuche und es kommen dabei einige Ängste in mir hoch.

Ich würde gerne in der Nähe meines Heimatortes bleiben, zumindest im näheren Umfeld. Es gibt aber im Moment kaum Stellen für mich hier in der Gegend. Also bewerbe ich mich auch schon in anderen Bundesländern, obwohl ich dort eigentlich nicht hin möchte. Das ruft schon stärkere Ängste in mir hervor, da es mir sehr schwer fällt, sehr weit von meinem jetzigen Wohnort weg zu gehen ohne die Freunde und die Familie.

Außerdem bewerbe ich mich auch auf Jobs, für die ich eher weniger bis gar nicht qualifiziert bin, da ich die gestellten Anforderungen laut Stellenanzeige nicht oder kaum erfülle. Da ich mich aber irgendwo bewerben muss, schreibe ich diese Firmen trotzdem an. Das ruft auch Ängste hervor, weil die Anforderungen teilweise so weit über meinen Fähigkeiten liegen, dass ich gar nicht weiß, wie ich diese überhaupt erfüllen könnte.

Auch würde ich gerne erstmal eine Teilzeit-Stelle antreten. Dabei würde ich mich wohler fühlen. Ich würde es sogar in Kauf nehmen, wenn ich erstmal weniger verdiene als wenn ich Vollzeit arbeite. Später würde ich dann wohl auf Vollzeit umsteigen wollen.

Am Liebsten würde ich mich nur auf Stellen bewerben,
die mir gefallen,
deren Anforderungen ich auch erfüllen kann und
die in meinem Bundesland sind.

Wenn ich nur diese Kriterien berücksichtigen würde, dann wären meine Ängste schon ein Stück weit geringer. Da ich aber alle drei Kriterien oftmals nicht berücksichtige, kommen bei mir schon Ängste hoch, ob ich das alles bewältigen kann, wenn ich in einem Job bin, der mir nicht gefällt und dessen Anforderungen ich kaum erfüllen kann. Das kann ja nicht Sinn und Zweck der Job-Suche sein, oder? Dennoch handele ich teilweise so, obwohl ich weiß, dass es nicht richtig ist. Aber irgendwas muss ich ja machen, kann einfach nicht nur abwarten und keine Bewerbungen schreiben.

15.05.2011 #1


66 Antworten ↓
P

Pilongo
Gast

Falco,

Mein Freund hat die Erfahrung gemacht dass das Arbeitsamt bei der Jobvermittlung von Akademikern nicht so gut ist. Der hat sich selbst dahinter geklemmt, als Akademiker muss man auch viel Initiativbewerbungen verschicken, das wird heutzutage von einem so erwartet. Richtig ausgeschrieben werden die freien Stellen da oft gar nicht mehr
Dann sollte man auch noch sehr flexibel sein, also bereitwillig für einen Job auch mal ein paar hundert Kilometer umziehen, oder wenn keine Stelle frei ist einfach mal anfragen wegen Praktikum und so. Das war mein Freund, also flexibel meine ich, der hat sich Deutschlandweit beworben mit einem Diplom von 1,1 in Informatik und Maschinenbau. Trotzdem hat er 6 Monate suchen müssen bis er was hatte und ich weiß noch genau wie hart das für ihn war. Fertig studiert zu haben, auch noch mit Diplom und in einem Studiengang der immer als gefragt präsentiert wird, und dann trotzdem so lange ohne Arbeit zu sein. Ist also nicht selten dass man als fertiger Akademiker erst mal zum Amt gehen muss.

ABER inzwischen hat er eine Stelle mit super Gehalt die ihn richtig glücklich macht. Er mag seinen betreuenden Prof, er mag seine Kollegen, er mag die Studenten, er ist wirklich zufrieden. Am Meisten hat ihm bei der Suche geholfen auch mal mit Profs aus dem eigenen Fach zu sprechen und sie zu fragen was sie direkt nach der Uni gemacht haben, was man da versuchen kann. Die Profs oder auch die jüngeren Doktoranden, die haben da meist bessere Tips für dich als z.B. das Arbeitsamt. Hast du mal versucht dich mit Leuten zu unterhalten denen es evtl. ähnlich ging wie dir nach dem Abschluss?
Dann gibt's doch noch die Studienberatung und Career Managment an jeder Uni. Manch einer findet das ja nichtssagend, ich geh da gern hin. Die Berater konnten mir z.B. obwohl ich Lehramt studiere (ist ja eigentlich das One-Way-Studium pur) auf Anhieb fünf andere Jobrichtungen nennen in die ich mich nach dem Abschluss auch noch orientieren kann. Das fand ich echt beeindruckend, und auch echt beruhigend diese Alternativen zu kennen. Ich kenne ein Paar, die haben beide Sozialwissenschaften studiert und nach dem Studium auch nochmal mit ihren alten Profs geredet. Eine davon geht jetzt nach Kanada und hat angeboten sie als ihr Team mitzunehmen - da haben Beide zugestimmt, und jetzt haben sie ihren Job. Durch Zufall, aber eben auch durch Beziehungen. Es werden immer noch sehr viele Jobs rein über Beziehungen und Bekannte vermittelt, deshalb mein Rat: Geh doch nochmal an die Uni und rede dort mit den Profs.

Vielleicht fehlt dir auch ein klares Berufsfeld, die Grenzen sind zu diffus? Dann würde es Sinn machen auch mal Praktika in Erwähung zu ziehen. Da bekommst du zwar meist kein Geld dafür, aber immerhin hast du so die Chance auf Kontakte und Erfahrungen. Und im Zweifelsfall verkauft sich das besser im Lebenslauf als eine zu große Lücke! Ganz davon abgesehen wird es dir sicherlich auch persönlich weiter helfen in der Entscheidung.

Wäre auch denkbar sich über Deutschlands Grenzen hinweg ins Ausland zu bewerben. Das will zwar meistens keiner hören, aber inzwischen wird diese Art der Flexibilität verlangt. Ich hab mich letzte Woche mit einem "Informationstechniker" unterhalten der deutschlandweit nichts fand und jetzt auf Beamten umsattelt damit er hier bleiben kann. Seine Firme hatte ihn vor die Wahl gestellt: Shanghai oder gehen. Und bei allen neuen Mitarbeitern ist bereits im Arbeitsvertrag fest gelegt dass sie bereit sein müssen ihrer Firma auch ins Ausland zu folgen oder alternativ ohne Abfindung ihre Koffer packen dürfen. Da lässt sich jetzt drüber streiten, aber ich glaub unsere junge Generation muss sich mit dem Gedanken anfreunden dass sesshaft bleiben nicht mehr geht oder nur noch schwer realisierbar ist

Mir gefällt das auch nicht, aber ich beginne schon jetzt mich anzupassen. Da z.B. absehbar ist dass mein Freund in 5 Jahren mit seinem Doktortitel ins Ausland geht studier ich jetzt noch zusätzlich Deutsch als Fremdsprache um meine Qualifikationen im Ausland zu erhöhen, damit ich mitziehen kann. (Und in Deutschland hält mich eh nicht viel, außer meine Familie.) Als Muttersprachler ist man da jederzeit gern gesehen wenn man noch dazu Erwachsene oder Kinder unterrichten kann, immerhin kann man das besser als Jeder der dort wohnt. Das wäre z.B. auch ne Ecke in die du als Geisteswissenschaftler ohne großartige Zusatzqualifikation einsteigen kannst, wenn dich sowas interessiert.

Hast du mal fernab von Tageszeitung die Job-Vermittlung von Unis durchgeschaut? Ich seh auf meiner z.B. sehr viele Angebote für Geisteswissenschaftler im Bereich PR, Journalistik, Messe, etc. pp. Auch Nebenjobs. Wenn Arbeitgeber schon speziell was für die Berufsgruppe anbieten, dann meistens eher auf Uni-internen Seiten als öffentlich. Evtl. lohnt sich das auch für dich mal zu gucken.
Ich hab schon oft solche Studenten getroffen, Leute die eigentlich super fertig studiert hatten und dann nichts gefunden haben. Und ich finde die haben immer zwei Dinge gemein: Zum Einen haben sie kein klar definiertes Berufsbild, keine Vorstellung davon wie es nach der Uni weiter gehen soll. Zum Anderen haben sie meist neben der Uni nichts Sinnvolles gemacht. Keine Jobs, keine Praktika, nichts. Das ist natürlich schlecht, weil sowas fehlt in der Bewerbung aber auch für einen selbst. Man muss ja Diverses kennen lernen um sich dann entscheiden zu können wenn man fertig ist!
Ach so, was Drittes hatten sie auch noch fällt mir gerade ein. Nämlich viel zu hohe Erwartungen und die Vorstellung dass die Arbeitswelt sie jetzt mit offenen Armen empfängt. Das ist aber leider nicht so. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, auch nicht mit Diplom/Master.

Ich hab selber richtig Schiss irgendwann so zu enden nach der Uni. Ohne Job UND ohne Orientierung. Wenn man nach der Uni erst anfängt zu schauen "Och, was könnt mir denn gefallen" dann ist man viel zu spät dran. Deswegen mach ich das jetzt schon. Und hoffe dass mir dann das Schicksal vieler Anderer erspart bleibt

Geld zum Leben brauchst du natürlich trotzdem. Wie wär's mit Supermarktkasse oder so? Nachhilfe kannst du doch sicher auch geben, vielleicht im Institut. Das wird meistens Beides recht gur bezahlt und wirft so 350-400€/Monat ab, wenn man will und kann auch mehr. Ich hab an der Kasse auch schon 11€/Stunde bekommen und damit fast so viel verdient wie meine Mom im Monat bekommt.
Wobei natürlich 400€/Monat zu wenig sind zum Wohnen UND Leben. Als Dauerlösung würde ich das an deiner Stelle auch nicht sehen.

Auch mir macht die Situation am Arbeitsmarkt Angst, und ich weiß nicht wie das aussieht wenn ich fertig studiert hab. Vielleicht werd ich dann auch Supermarktregalsortierer weil ich einfach nichts Anderes finde oder muss noch mal neu umsatteln. Keine Ahnung.
Ich denke aber auch dass es sich lohnt sich gegen die Angst zu stellen und einfach mal auszuprobieren, Praktika zu machen, Jobs zu probieren. Gerade wenn man Angst hat vor "zu viel" wäre es z.B. eine Überlegung wert erstmal mit Minijobs oder Nebenjobs einzusteigen. Zwei 400€-Jobs im Monat sind auch schon 800€. Davon könnte ich im Moment z.B. recht gut leben. Und solche Jobs verlangen meist keine besonderen Anforderungen. Ich mein, es gibt keinen Job der perfekt auf einen Menschen zugeschnitten ist, erst mal recht einfach, und dann auch noch in greifbarer Nähe. Sowas findet glaube ich kein Mensch, den gibt es einfach nicht.

Wenn man sich mal in der Familie so umhört dann merkt man auch dass es das noch nie gab. Ich weiß nicht wieso so viele Studenten heutzutage danach suchen. Mein Papa z.B. hat die Schule geschmissen und dann die erstbeste Ausbildung genommen die er kriegen konnte, zum Einzelhandelskaufmann im Modegeschäft gehobener Klasse. Er wurde ein guter Berater, dann Abteilungsleiter, dann kam das Internet in Mode. HTML hat ihn interessiert, er hat ne Fortbildung gemacht, und bis zu seinem Tod war er dann Mediendesigner für Plakate, Zeitungswerbung, und Internet-Auftritte. Also was ganz Anderes als das was er am Anfang gemacht hat. Meine Mom hat ne Bäckerlehre gemacht und ist inzwischen in der Elektroabteilung im Supermarkt. Mein Opa hat Schreiner gelernt, dann Bierkutschen gefahren, und am Ende fuhr er LKW für ne Spedition mit Möbeln und Kleidung. Auch was ganz Anderes.

Ich glaube wichtig ist dass man sich mal traut ins kalte Wasser zu springen und irgendwo irgendwie anzufangen. Und dann sucht und weiter macht, sich meinetwegen umentscheidet und so weiter. So haben's die Anderen auch gemacht, die Meisten geben es nur nicht zu! Aber ich glaub am Teichufer stehen und überlegen wo man jetzt am Besten rein springt und wie tief das Wasser da ist und das dann zu kalt ist oder zu warm an der Stelle - ich glaube das nutzt rein gar nichts.

Und wenn ich mir jetzt überleg was ich so geschrieben hab, dann werd ich mir noch irgend ein sozial repräsentatives Hobby suchen für den Lebenslauf, glaube ich. Man muss inzwischen wirklich unglaublich flexibel sein und interessant wirken um zu gefallen. Ein BMW-Chef meinte mal zu mir: "Ich stell lieber den ein der 1 Jahr im Ausland war und in Mathe nur ne 4 hatte als den der stur durch studiert hat und dann im Diplom ne 1 vorweisen kann aber nie was Nebenher geleistet hat."
Und sich ohne Hemmungen verkaufen natürlich. Als ich mich letztens beworben hatte für nen Nebenjob am Empfang ging es im Gespräch um Kundenorientierung, da hab ich mal dezent meine 6 Wochen Ferienarbeit im Call-Center ausgedehnt zu massiver Erfahrung im Umgang mit Kunden und in Sachen Problemlösung und so Aber leider hat's dann doch eine bekommen die ne Ausbildung im Hotel gemacht hatte. Aber dieses Verkaufen, auch im Lebenslauf, das können wiederum die in der Career-Beratung gut mit einem üben, und die im Arbeitsamt können das auch. Die schauen auch den Lebenslauf gern nochmal an für dich.

Es hilft auch enorm (mir jedenfalls) mir klar zu machen dass beim Ausschreiben das Nonplusultra ausgeschrieben wird, also das was die im Idealfall haben wollen. Dass das kaum einer erfüllen kann wissen die selber. Und wenn man das auch weiß dann sinken die Hemmungen sich mehr zu bewerben, jedenfalls bei mir.
(Aber ich such auch Aushilfsjob, keine feste Stelle.)

Ich selber brauch Arbeit um leben zu können. Wenn ich nichts habe und nur Zuhause sitze verfalle ich ins Grübeln, und dann kommt auch die Angst. Es ist sogar statistisch bewiesen dass Arbeitslose eher zu psychischen Problemen neigen als arbeitende Menschen. Einfach weil ihnen etwas grundlegendes fehlt: Das Gefühl gebraucht zu werden und sich beweisen zu können.


Liebe Grüße,
Bianca

03.03.2011 16:28 • #41


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst bei der Job-Suche

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Falco
Gast

Hallo Pilongo!
Vielen Dank für einen ausführlichen Beitrag, den ich jetzt hier an dieser Stelle mal beantworten werde.

Zitat von Pilongo:
Falco, Mein Freund hat die Erfahrung gemacht dass das Arbeitsamt bei der Jobvermittlung von Akademikern nicht so gut ist. Der hat sich selbst dahinter geklemmt, als Akademiker muss man auch viel Initiativbewerbungen verschicken, das wird heutzutage von einem so erwartet.


Der Besuch beim Amt ist ja eigentlich Pflicht, wenn man da eben gemeldet ist. Hoffnung auf nützliche Tipps habe ich dabei keine. Im Grunde genommen kann mir dabei ganz gut selbst helfen. Ich schaue regelmässig in einigen Tageszeitungen, Online-Stellenbörsen und habe eine Stellen-Zeitschrift abonniert. Da pflüge ich mich regelrecht durch die verschiedenen Seiten.

Zitat von Pilongo:
Er mag seinen betreuenden Prof, er mag seine Kollegen, er mag die Studenten, er ist wirklich zufrieden. Am Meisten hat ihm bei der Suche geholfen auch mal mit Profs aus dem eigenen Fach zu sprechen und sie zu fragen was sie direkt nach der Uni gemacht haben, was man da versuchen kann.. Es werden immer noch sehr viele Jobs rein über Beziehungen und Bekannte vermittelt, deshalb mein Rat: Geh doch nochmal an die Uni und rede dort mit den Profs.


Ich habe mich bereits 2mal an der Uni beraten lassen bei den Karriere-Fachleuten. Da habe ich Bewerbungen abgegeben mit Lebenslauf, Anschreiben und so weiter. Die Hilfe war ziemlich gut, weil sie eben auch mit den Gegebenheiten der jeweiligen Studienfächer vertraut sind. Davon konnte ich einiges gebrauchen. An den Formulierungen im Anschreiben und an den sonstigen Unterlagen war bis auf ein paar Kleinigkeiten nichts auszusetzen.

Ich hatte nie ein persönliches Verhältnis zu irgendwelchen Dozenten, zu Professoren schon mal gar nicht. Hinzu kommt auch, dass viele Dozenten mit Zeitverträgen ausgestattet sind/waren, und die Leute, die ich in Prüfungen hatte, sind gar nicht mehr an der Uni zu finden. Zumal die Uni-Leute einen eh nicht kennen, sofern man dort nicht gearbeitet hat, was ja eh nur eine große Minderheit aller Studierenden macht. Da wüsste ich nicht, was es bringt, Leute zu fragen, mit denen ich nie in irgendeiner Weise zu tun hatte.

Zitat von Pilongo:
Vielleicht fehlt dir auch ein klares Berufsfeld, die Grenzen sind zu diffus? Dann würde es Sinn machen auch mal Praktika in Erwähung zu ziehen. Da bekommst du zwar meist kein Geld dafür, aber immerhin hast du so die Chance auf Kontakte und Erfahrungen. Und im Zweifelsfall verkauft sich das besser im Lebenslauf als eine zu große Lücke! Ganz davon abgesehen wird es dir sicherlich auch persönlich weiter helfen in der Entscheidung.


Ich habe gerade diese Woche noch irgendwo angerufen und gefragt, ob ich da mitarbeiten könnte. Der Chef ist aber im Urlaub, werde da in zwei Wochen aber nochmal nachhaken. Weiterhin habe ich schon so einige Telefonate geführt, aber ohne Berufsausbildung in dem jeweiligen Gebiet ist da schwer was zu finden. Zum Beispiel würde ich übergangsweise auch eine Sekretär-Stelle annehmen. Wenn ich da anrufe, wird gefragt "Haben Sie denn eine kaufmännische Ausbildung?" Wenn ich dann nein sage, dann heißt es "Ja, wir suchen aber Leute mit Erfahrung". Gleiches gilt auch zum Beispiel für Kellnern (wer hätte das gedacht?)

Zitat von Pilongo:
Ich hab schon oft solche Studenten getroffen, Leute die eigentlich super fertig studiert hatten und dann nichts gefunden haben. Und ich finde die haben immer zwei Dinge gemein: Zum Einen haben sie kein klar definiertes Berufsbild, keine Vorstellung davon wie es nach der Uni weiter gehen soll. Zum Anderen haben sie meist neben der Uni nichts Sinnvolles gemacht. Keine Jobs, keine Praktika, nichts. Ach so, was Drittes hatten sie auch noch fällt mir gerade ein. Nämlich viel zu hohe Erwartungen und die Vorstellung dass die Arbeitswelt sie jetzt mit offenen Armen empfängt. Das ist aber leider nicht so. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, auch nicht mit Diplom/Master.


Ich habe schon was nebenher gemacht, wobe ich nicht ausschließen will, das ich das nicht hätte noch mehr machen müssen. Aber wer weiß, ob es das gebracht hätte? Dann hätte ich 5 statt 3 Praktika gehabt und dann wird einer eingestellt, der eben 8 Praktika hatte. Das kann man immer drehen und wenden, wie man will. Und hohe Erwartungen hatte ich vielleicht nur 1-2 Monate nach dem Abschluss. Nach einem halben Jahr Jobsuche erwarte ich gar nichts mehr. Und ich bewerbe mich auch nicht auf die Top-Stellen mit Top-Gehalt, sondern oftmals bei sehr kleinen Firmen (weniger als 20 Mitarbeiter), und auch bei Stellen, wo die Ansprüche jetzt eben "normal" klingen und nicht extrem hoch sind.


Zitat von Pilongo:
Ich glaube wichtig ist dass man sich mal traut ins kalte Wasser zu springen und irgendwo irgendwie anzufangen. Und dann sucht und weiter macht, sich meinetwegen umentscheidet und so weiter. So haben's die Anderen auch gemacht, die Meisten geben es nur nicht zu! Aber ich glaub am Teichufer stehen und überlegen wo man jetzt am Besten rein springt und wie tief das Wasser da ist und das dann zu kalt ist oder zu warm an der Stelle - ich glaube das nutzt rein gar nichts.


Ich bin schon ein eher ängstlicher und daher auch etwas zögerlicher Typ. Einiges traue ich mich einfach nicht, wenn es mir gar nicht behagt. Aber es führt wohl kein Weg daran vorbei, es einfach mal zu versuchen. Ich habe mich auch öfter schon auf Stellen beworben, wo ich vor einem halben Jahr noch dachte "Das machst du auf keinen Fall!" Weil die (finanzielle) Not ist doch schon sehr groß, so dass ich schon sehr vieles machen würde, um endlich eigenes Geld zu verdienen. Wichtig ist ja erstmal, überhaupt den Einstieg zu finden. Und wenn es ganz schlimm in dem Job ist, dann müsste ich mich halt wieder woanders umschauen.

Zitat von Pilongo:
Ich selber brauch Arbeit um leben zu können. Wenn ich nichts habe und nur Zuhause sitze verfalle ich ins Grübeln, und dann kommt auch die Angst. Es ist sogar statistisch bewiesen dass Arbeitslose eher zu psychischen Problemen neigen als arbeitende Menschen. Einfach weil ihnen etwas grundlegendes fehlt: Das Gefühl gebraucht zu werden und sich beweisen zu können.


Das mit den psychischen Problemen bei Arbeitslosen habe ich auch schon öfter gelesen. Je länger ich auf Jobsuche bin, desto mehr kann ich mir das auch vorstellen, dass es für die Befindlichkeit nicht gut ist, arbeitslos zu sein. Neben dem Geld fehlt einfach die Tagesstruktur, dass man irgendwo "mitmacht" und Kontakt zu anderen Leuten hat. Und irgendwie sehe ich bei mir auch die Gefahr, dass ich da etwas abrutschen könnte. Denn teilweise bin ich schon deprimiert, und es bessert sich ja nicht wirklich was.

Manchmal habe ich aber auch ein wenig Energie und möchte mit der Arbeit loslegen. Dann bekomme ich etwas mehr Power und möchte endlich meine Fähigkeiten einsetzen. Es ist so blöd, das Potenzial nicht nutzen zu können!! Denn ich bin ja noch relativ jung und will noch was erreichen. Nur müsste ich ja auch mal die Chance dazu bekommen...

Jetzt habe ich ja auch sehr viel geschrieben!

05.03.2011 02:30 • #48


Zum Beitrag im Thema ↓


23juni2009
Du kannst dich doch auf stellen bewerben wo ungelernt/quereinsteiger gesucht wird gerade halbtags gibts da viel....aus welchen bundesland kommst du?

also du hast nat die möglichkeit etwas neues kennenzulernen und evtl macht es spaß wenn nicht rate ich davon ab!
ein bischen spaß sollte man schon dran haben sonst bringt es keinen was.

ich habe auch bammel davor weil ich nicht weiß was auf mich zukommt und ob ich alles erfüllen kann.

ich denke nicht das du dich da bewerben solltest wo du nix erfüllen kannst....vorraussetzungen stehen ja meist schon da.
das drückt nur die stimmung wenn du da keinen erfolg hast.

lg david hoffe konnte helfen

#2


M
Hey Falco..

Gerade bin ich auf deinen Beitrag gestoßen, weil ich auf der Suche nach genau diesem Problem war...
Als ich deine Zeilen gelesen habe, wusste ich gleich "was bei dir los ist" !
Mir gehts genauso.
Ich bin selber derzeit auf Jobsuche und wollte nie aus meiner Heimat weg. Dennoch bin ich in ein anderes Bundesland gezogen, da mein Freund da wohnt.
Schon vor dem Umzug habe ich mich hier beworben und mich meist "unter Wert" verkauft da meine Ängste den Anforderungen nicht gerecht zu werden sehr groß sind.
Ich habe meine Ausbildung damals mit 1 abgeschlossen, ich weiß also quasi worum es geht, habe dennoch 0 Selbstbewusstsein was einen Neuanfang in einer Firma betrifft.
Irgendwie hab ich die größte Angst vor dem Anfang, neuer Chef, neue Kollegen, neue Aufgabe...

Oftmals merke ich selber dass mir bei Angaben zu Jobangeboten bestimmte Sachen missfallen die eig. unproblematisch sind, oder sein sollten und ich deswegen die ganze Anzeige ignoriere. Vorallem rede ich mir manchmal selber ein dass es nichts passendes für mich gibt.
Neulich schickte ich Bewerbungen ab und hab im gleichen Augenblick gemerkt dass ich richtig Angst hatte dass sich jemand darauf meldet, telefonisch z.B.

Die Sache mit der Teilzeitanstellung, die du erwähnt hast, verstehe ich auch.
Mir wäre eine halbe Stelle für den Anfang auch lieber, selbst mit finaziellen Einbußen - einfach um den Start nicht mit voller Wucht abzubekommen.

Manchmal bin ich sauer auf mich selber, wenn ich merke dass ich wieder in meinen Trott verfalle und denke dass der Arbeitsmarkt sich bei mir meldet. Es ist ja auch nicht so als würde ich nicht wissen dass man nichts geschenkt bekommt. Es gibt Momente in denen ich voller Antrieb und Elan an die Sache rangehe, die Angst wie weggepustet, leider sind diese nicht von Dauer.

Mich wundert manchmal selber wie es dazu kommen konnte.. Noch während meiner Ausbildung z.B. war ich viel motivierter und ehrgeiziger...

Ich drücke Dir bei deiner Suche die Daumen...

#3


M
Ich kann eure Ängste sehr gut nachvollziehen! Bei Bewerbungen gehts mir genauso!

Bei ner Suche im Netz bin ich mal auf folgendes gestossen, könnte evtl. intressant sein:

http://www.merz-bau.de/images/angst_projektarbeit.pdf
( Verlinkung ist erlaubt und wird auch andernorts z.B.: http://lexikon.stangl.eu/116/ergophobie/ verwendet - sollte es dennoch nicht gewünscht/gestattet sein dann einfach löschen und falls wer intresse hat PM an mich )

#4


F
Hallo!
Markus, so etwas Ähnliches hatte ich vor einiger Zeit bereits im Internet gefunden. Das ist ganz hilfreich und trifft auch wohl ungefähr auf meine Situation zu.

Michaela, mir geht es da ganz ähnlich wie dir. Letzte Woche war ich sogar total erleichtert über eine Absage. Normalerweise müsste ich mich ja darüber ärgern. Aber der Beruf hätte mir eh kaum zugesagt und meine Kompetenzen dafür waren auch überschaubar - weswegen ich wohl auch nicht genommen wurde.

Wenn ich mich in dem Beruf persönlich wiederfinden kann und meine, dass dieser zu mir passt, dann habe ich nicht so viel Angst davor. Dann fühle ich mich etwas mutiger, diese Sache anzugehen. Würde ich aber einen Job annnehmen, bei dem ich überfordert bin, dann habe ich ziemlich starke Ängste.

Ich habe zwar ein Studium abgeschlossen, sehe mich aber nicht als absoluter Karriere-Mensch, der eine 60-Stunden-Woche benötigt, um dann ein paar Tausend Euro netto zu kassieren. Das bin ich ganz und gar nicht! Ich muss auch nicht in erster Reihe stehen, ich kann auch ganz gut "im Hintergrund" arbeiten.

Vor ein paar Jahren bin ich schon einmal umgezogen. Das war schon eine sehr große Umstellung für mich. Es wurde mir dabei fast alles zuviel. Da hatte ich so starke Ängste, dass ich teilweise sogar dachte, ich würde das nicht überleben! Und weil der erste Umzug schon so schrecklich stressig war, möchte ich das in der vollen Wucht von damals jetzt dringend vermeiden. Daher würde ich am liebsten hier in der Nähe irgendwo arbeiten, gerne auch anfangs in Teilzeit. Wenn ich soweit weg müsste für den Job, dann löst das schon starke Ängste in mir aus.

#5


M
Hey..

Ich kann das alles wirklich gut nachvollziehen. Absolut identisch mit mir. Selbst die "Freude" über eine Absage von einer nicht so passenden Stelle verstehe ich gut. Ging mir auch schon oft so.
Bei mir muss dringend was passieren, das kann so nicht weitergehen.
Nur leider kann ich mir selber nicht helfen und ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, was mir hilft. Manchmal wünsche ich mir dass es einfach einmal ganz schnell geht und ich eine "anspruchslose" Stelle bekomme und ohne zu fackeln annehme. Dass ich eben einfach durch muss.
Vielleicht würde es mir helfen wenn ich einfach ein bisschen mehr unter Zwang stehen würde.
Hast du schon irgendwie Hilfe gesucht ?

Liebe Grüße, Michaela

#6


M
Auch mir gings so wie euch. Als ich letztens auf das Ergebnis eines Vorstellungsgesprächs gewartet hab war ich total durch den Wind und pendelte immer zwischen hoffen und bangen ( hoffen auf genommen werden aber auch hoffen abgelehnt zu werden ). Als dann die Mail eintraf hat mich voll die Panik erwischt und es hat mich viel Überwindung gekostet sie überhaupt auf zu machen. Als es dann eine Ablehnung war hab ich erstmal erleichtert aufgeatmet obwohl mir klar ist das ich ne Stelle finden muss.

Jedesmal wenn ich wieder eine Bewerbung schreibe kostet mich das enorm an Überwindung, von der Wartezeit bis zur Antwort garnicht erst zu sprechen...

#7


F
Hm, ist das bei euch denn immer so, dass ihr euch auch erleichtert seid, wenn es mit einem Job nichts wird? Bei mir ist das unterschiedlich. Wenn ich zuviel Angst vor den Anforderungen im Job habe, der Job viel zu weit weg ist, dann bin ich meistens erleichtert. Letzte Woche hatte ich mich aber auch richtig geärgert, weil ich einen Job nicht bekommen habe. Dieser wäre nicht so weit weg gewesen und im Prinzip wäre er "genau mein Ding" gewesen. Leider gibt es viel zu wenige Jobs, die mir so viel Freude machen, dass ich fast keine Ängste verspüre. Bei vielen Jobs bekomme ich schon Angst, wenn ich nur die Stellenanzeige lese, wo dann steht "Wir suchen selbstbewusst, kontaktfreudige, kommunikations- und durchsetzungsstarke Persönlichkeiten..."
Deswegen bewerbe ich mich auch nur da, wo die Anforderungen nicht so exorbitant hoch sind.

@Michaela: Ich bin mir nicht sicher, ob das besser ist, wenn man total unter Druck steht. Dann nimmst du aus Panik vorschnell einen Job an, der dir eh nicht gefällt, nur um einen Job zu haben. Dadurch wird die Angst ja kaum geringer, spätestens wenn du den neuen Job angetreten hast und dieser nichts für dich ist.
Hilfe geholt habe ich mir bislang noch nicht, werde dies auch vorerst nicht tun!

#8


M
Hey..

@Falco:
Weiß auch nicht ob es gut ist aber ich vermute dass es mich ein Stück weiter bringt als wenn ich vor Allem kneife. Ich weiß ja auch nicht ob die Stelle unbedingt schlecht ist, vielleicht verpasse ich einen tollen Job den ich mag, der mir vielleicht sogar Spaß macht und in dem ich geschätzt bin. Dann erfahre ich es nur nicht, weil ich mir selber im Weg stehe. Stört mich tierisch. Leider kann ich es ja aber nur rausfinden, wenn ich einmal die Augen schließe und das Beste hoffe.

Heute hatte ich einen Termin zu einem Eignungstest für einen Job in dem keine wirklichen Anforderungen gestellt wurden. Zumindest keine, die ich nicht erfüllen konnte.
Mir war gestern Abend schon übel und ich hatte echt Schiss, wie immer, vor solchen Terminen.
Aber ich war schon so stolz auf mich selbst dass ich es bis hierhin geschafft habe
und .. naja..
es war wirklich garnicht schlimm, im Gegenteil. Nun heißt es abwarten.
Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich freuen, wenn es mit dieser Stelle klappen würde.
Und wenn nicht, dann glaube ich dass mich schon dieser kleine Schritt animiert mutiger zu sein.

Ich wünsche Dir alles Gute bis dahin...

#9


F
Naja, bei mir ist das so, dass ich manchmal "froh" bin, dass es bei einigen Stellen nicht geklappt hat. Aber auch nur, weil ich von Anfang an der Ansicht war, dass dieser Job nichts für mich ist, da ich die Anforderungen eh nicht erfüllen kann. Dann bringt das ja auch nichts!

Letzte Woche kam wieder eine Absage, darüber war ich auch irgendwie erleichtert. Der Job hätte mir wohl Spaß machen können, der war aber am anderen Ende von Deutschland. Deswegen war ich froh, dass sie mich nicht genommen haben, denn ich möchte nicht so wahnsinnig weit weg von zu Hause.

Manchmal habe ich den Wunsch oder die Vorstellung, einfach einen für mich unterqualifizierten Job anzunehmen, nur wenn dieser hier in der Nähe ist. Ich bin irgendwie ein Mensch, der seine gewohnte Umgebung nur ungern verlässt, weil mich vieles Neue einfach ängstigt. Daher würde ich sogar Gehalts- und Qualifikations-Einbußen in Kauf nehmen, nur um hier in der Nähe bleiben zu können. Ob ich mit der Ansicht so weit kommen kann, weiß ich nicht. Es wäre halt schade, wenn ich meine Potenziale nicht nutzen kann, weil die Ängste eben überwiegen.

#10


F
Hey, mich würde mal interessieren, ob jemand von euch auch einen Teilzeit-Job hat, den ihr freiwilig angenommen habt? Manchmal sehe ich einige Stellen-Anzeigen wo ich dann lesen kann "Wir bieten Voll- und Teilzeit-Stellen an". Ich würde mich da schon gerne bewerben, nur habe ich Bedenken, dass die Chefs das "komisch" fänden, wenn ich mich freiwillig auf Teilzeit-Jobs bewerbe. Kommt das nicht irgendwie so rüber, als hätte ich "wenig Lust" überhaupt zu arbeiten? Außerdem käme ich mir dabei komisch vor, wenn ich Teilzeit arbeiten würde, weil das ja eben eher selten vorkommt. Andererseits denke ich, dass ich zunächst einmal mit einem Teilzeit-Job besser zurechtkommen könnte. Es soll ja auch nur zum Einstieg ins Berufsleben so sein und kein Dauerzustand werden.
Was meint ihr, hat jemand von euch ähnliche Überlegungen oder bereits Erfahrungen mit Teilzeit-Jobs gemacht?

#11


M
Auf so eine Stelle hab ich mich bisher noch nicht beworben, aber wenn du dem Chef einen Grund für deinen Teilzeitwunsch gibst ( was für ein Grund ist natürlich individuel abhängig, z.B. kürzer treten, private Projekte, Familie, ... natürlich muss man hier immer aufpassen was man sagt bzw. wie es aufgefasst werden könnte ). Natürlich könntest du auch ehrlich sein und sagen das du in deinem mom. Zustand weniger arbeiten möchtest was natürlich auch entsprechend Nachteilig bei ner Bewerbung ist

Wenn du dich auf so eine Stelle bewerben willst würd ich auf jeden Fall in der Bewerbung erstmal nicht auf Voll/Teilzeit eingehen sondern erst im Vorstellungsgespräch. Dort kannst du ja auch vorher nach dem ganzen anderen Fragen ( Welche Aufgaben, Was ist mit Teilzeit gemeint, Wieso geht bei der Stelle überhaupt beides, usw. usf. ) und dem Chef das dann da sagen.

#12


F
An manchen Tagen bin ich gut drauf und dann traue ich mir auch mehr zu. Dann denke ich: "Mach das doch einfach, bewirb dich weiter weg und dann zieh das mal durch!". Wenn ich schlecht drauf bin, dann traue ich mir das überhaupt nicht zu, und möchte am liebsten hier "um die Ecke" irgendwo arbeiten. Leider überwiegt in der letzten Zeit letzteres, denn im Grunde genommen fällt es mir sehr schwer, aus der gewohnten Umgebung herauszugehen. Ich würde es wohl machen wolllen, wenn ich mich dazu einigermaßen in der Lage fühle und die neue Situation mich nicht überfordert.

#13


T
Hallo Falco,
es ist nicht leicht einen Teilzeitjob zu finden. Kürzlich habe ich diese Jobbörse gefunden, wo man viele Jobs anbietet. Vielleicht kannst du etwas auf dieser Seite finden. Ich wünsche dir viel Glück.
Gruß
Tomas

#14


M
Einen Job zu finden ist in der heutigen Zeit generell schon nicht leicht ( auch wenns heisst das es durch den Aufschwung nach der Krise und dem Fachkräftemangel leichter sein soll.. ) aber wenn man dann noch irgendeienen ( oder mehrer Makel ) hat ( zu klein/groß, dick, Arbeitslos, fehlende Erfahrung, ... ) dann wird erst recht schwer und wenn mans dann doch schafft mal zu nem Gespräch eingeladen zu werden kommt der Druck und die Angst ( solangs "nur" die normale Angst/Nervosität ist, aber wenn dann noch Ängste wie z.B. soz. Phobie dazu kommen oder der Druck das man unbedingt was finden muss wg. Hartz4 und Familie dann kommt der Horror... ) dann wirds erst recht schwer.

Besonders "problematisch" wirds wenn man dann noch "Wünsche" ( nicht mit Forderungen verwechseln ) bei der Stellensuche hat z.B. best. Arbeitszeiten, Teilzeit, Entfernung zur Arbeitsstelle,... Allein schon bei ner Teilzeitstelle muss man immer sagen warum man "nur" Teilzeit arbeiten will und wenn man dann die Wahrheit ( Angst ) sagt...

Ganz abzusehen von den Arbeitgebern die geradezu unmögliches von einem Bewerber verlangen. Ich hab mal eine Stellenanzeige gesehen in der ein Autohaus ( mittlere Größe, ein Standort ) einen Verkäufer gesucht hat. Gefordert wurden Studium, Auslandsaufenthalt, Praktikas, Englisch und 2. Fremdsprache ( 2. Fremdsprache war nicht optional sondern gefordert ), Berufserfahrung von mind. 2-3 Jahren und dann war da noch als Alter 25-30 angegeben. Und das alles für die Stelle als Autoverkäufer? Kurioserweise war da nirgends etwas wie Verkaufstalent, Freude am Kontakt mit Kunden usw. angegeben ....

#15


F
Zitat von Markus01:
Einen Job zu finden ist in der heutigen Zeit generell schon nicht leicht ( auch wenns heisst das es durch den Aufschwung nach der Krise und dem Fachkräftemangel leichter sein soll.. ) aber wenn man dann noch irgendeienen ( oder mehrer Makel ) hat ( zu klein/groß, dick, Arbeitslos, fehlende Erfahrung, ... ) dann wird erst recht schwer und wenn mans dann doch schafft mal zu nem Gespräch eingeladen zu werden kommt der Druck und die Angst ( solangs "nur" die normale Angst/Nervosität ist, aber wenn dann noch Ängste wie z.B. soz. Phobie dazu kommen oder der Druck das man unbedingt was finden muss wg. Hartz4 und Familie dann kommt der Horror... ) dann wirds erst recht schwer.


Ich merke das ja jetzt schon nach ein paar Bewerbungen, dass die Anforderungen sehr hoch sind. Nur weil ich das Studium fertig habe, stehe ich nicht gleich ganz oben auf der "Wunschliste" der Firmen. Denn es gibt immer noch Leute, die zwei Semester schneller studiert haben, drei Praktika mehr haben, im Ausland waren und so weiter. Dann reicht ein "guter Abschluss" eben nicht aus und man müsste schon "mit Auszeichnung" auf dem Zeugnis stehen haben, um überhaupt mal eingeladen zu werden. Bislang hatte ich auch noch kein einziges Bewerbungsgespräch, das ist schon etwas blöd.

Zitat von Markus01:
Besonders "problematisch" wirds wenn man dann noch "Wünsche" ( nicht mit Forderungen verwechseln ) bei der Stellensuche hat z.B. best. Arbeitszeiten, Teilzeit, Entfernung zur Arbeitsstelle,... Allein schon bei ner Teilzeitstelle muss man immer sagen warum man "nur" Teilzeit arbeiten will und wenn man dann die Wahrheit ( Angst ) sagt...


In der Hinsicht habe ich das "Glück" (oder Pech), dass viele Jobs in meiner Richtung auch in Teilzeit angeboten werden. Vor allem im öffentlichen Dienst und an Hochschulen werden Stellen oftmals halbtags besetzt. Daher gibt es dort auch eine Reihe von Teilzeit-Jobs. Auf diese bewerbe ich mich dann eben auch, zumal so die massive Anzahl an Vollzeit-Jobs in meinem Bereich auch nicht zu finden sind. Da muss man mehr oder weniger schon zufrieden sein, wenn man überhaupt was findet.
Im Übrigen bin ich gar nicht so anspruchsvoll: Ich bewerbe mich eigentlich fast überall dort, wo meine Qualifikationen ungefähr hinkommen. Ich bewerbe mich auch weiter weg von zu Hause, aber mehr aus Not als aus freiwilligen Stücken.

Einige Anforderungen nehme ich auch gar nicht mehr Ernst: Denn wer kann schon fließend usbekisch sprechen oder ist so tropentauglich, um irgendwo im Dschungel den Einheimischen als Entwicklungshelfer zur Seite zu stehen. Aber gut, es gibt ja auch noch angemessene Anforderungen und da kann ich mich ja auch bewerben.

#16


M
Zitat:
Bislang hatte ich auch noch kein einziges Bewerbungsgespräch, das ist schon etwas blöd.


Du wirst schon noch was finden/bekommen!

Ich hatte auch erst zwei, kurioserweise grad bei solchen Firmen wo ich entweder total überqulifiziert war ( hatten in der Anzeige nen kfm Sachbearbeiter gesucht, in dem Gespräch stellte sich raus das sie nen einfachen Lagerhiwi wollen - hät ich zwar vorrübergehend auch gemacht, haben mich aber nicht genommen ) oder wo ich in nem Bereich gearbeitet hätte in dem ich noch nie war.

Einfach Augen zu und durch und weiter probieren - Angst ins Auge schaun und auf das Beste hoffen!

#17

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F
Irgendwie kommen bei mir im Moment jetzt doch stärkere Ängste zum Vorschein. Ich bin ja jetzt mitten drin im Bewerbungsprozess und manchmal frage ich mich auch: "Was mache ich denn, wenn die mich wirklich nehmen?"

#18


M
Zitat:
Was mache ich denn, wenn die mich wirklich nehmen?"


Die Angst kenn ich nur zu gut. Ich selber bin da voll in der Zwickmühle "Was ist wenn ich garnichts finde" vs. "Was ist wenn die mich nehmen". Grad wart ich wieder auf ne Antwort und jedesmal wenn ich zum Briefkasten geh oder die Mails anschau kommt wieder die Angst hoch...

#19


F
Hey, ich bin ja immer noch in der Bewerbungsphase. Bin aber schon sehr angespannt, weil ich nicht weiß, ob ich so schnell einen Job finde, es sieht im Moment eher nicht danach aus. Außerdem weiß ich ja auch nicht, ob ich in zwei Monaten in Hamburg oder Frankfurt bin und das verunsichert mich irgendwie. Ich kann da einfach kaum Lockerheit reinkriegen, sondern bin immer irgendwie angespannt. Denn irgendwas möchte ich ja auch mal arbeiten, nur zu Hause sitzen ist ja auch keine Lösung.

#20


A


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Mira Weyer
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