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Falco, stimmt, es fehlt die (richtige) Gemeinschaft. Hat man die falschen Leute (Extrembeispiel Mobbing), ist man allein besser dran. Ich denke, jeder zweite psych. Kranke mindestens wäre schlagartig gesund, wenn er die passende Gemeinschaft hätte.
Bei mir ist es auf Arbeit so, mit Arbeit blühe ich auf. Das in dem Maße, wie ich anerkannt und bezahlt werde. Arbeit allein also bringt es nicht. Und abends ist man doch wieder allein, da hast du recht. Ich habe mal eineinhalb Jahre an einer Tankstelle gearbeitet. Eigentlich ein Job, wo man Kontakte ohne Ende knüpfen sollte, noch dazu bei Stammkunden. Nicht ein einziger Kontakt. Was ist es also? Kurzzeitig nicht mehr allein zu sein? Beschränken wir uns darauf und erwarten weiter nichts, dann ist die Arbeit allerdings ein Erfolg. Dummerweise mache ich immer Arbeiten, wo ich bewußt allein bin, sonst platze ich irgendwann und das trifft dann immer die Falschen. Ich suche mir auch körperlich schwere Arbeiten, um es nicht so weit kommen zu lassen. Bin seit 6 Jahren auf einer Messe Mitarbeiter, 16-Stunden-Tage, und trage sonst Zeitungen aus. Ganzen Tag im Büro mit anderen sitzen geht nicht, hätte kein Ventil zum Abbau von Aggressionen und die anderen würden es irgendwann abkriegen.
Katze, Konkurrenz bei der Arbeit ist sowas von übel... aber die Menschen werdem umso schlimmer, je besser der Job wird. Ich weiß nicht, muß man sich dann was suchen außer Konkurrenz. Ich habe schon oft gehört: "ich könnte das nicht machen", verstehe aber nicht, warum. Ich gurke halt gern herum und andere sitzen gern im Büro. Bloß nicht um einen Job prügeln, das ist er nicht wert.
Der genannte Job von dir war auf alle Fälle nichts für die Dauer, wenn du dich da nicht wohlgefühlt hast, aber wenn das Geld stimmt, ich würde mir HEUTE überlegen, ob ich nicht doch den Ar. zusammenkneife und es mitnehme, solange es geht. Früher hätte ich nach einer Aussprache vom Chef sofort geschmissen. Heute denke ich: ihr könnt mich alle mal, und wenn ihr noch so mobbt, ihr bezahlt mir mein neues Isolierfenster, Auto, Traumreise... (Einsetzen nach Belieben). Wenn man dann raus ist, muß man zwar lange durchatmen, aber das Geld bleibt. So denke ich jetzt auch, auch wenn ich die ganze Nacht vor Schmerzen nicht schlafen kann, weils wieder zuviele Zeitungen waren. Egal, die Schmerzen vergehen, das Geld bleibt. Irgendwie muß man ja mal zu was kommen.
Unter Ha(r)tz4-Niveau bei Vollzeit arbeiten heute viele. Solange man sich da rauswinden kann... niemals freiwillig. Es sei denn, es bringt andere Vorteile mit sich. Was ist eigentlich so schlimm daran, obdachlos zu sein. Es ist doch "nur" das Zeug, was dann flötengeht. Man selber kriegt seinen Hintern doch abends sicher in irgendein Heim unter. Problematischer stell ich mir die Hygiene vor. Und die Zeit tagsüber irgendwo, wo es warm ist, herumzubekommen. Es ist so schon schwer, etwas zu finden. "Was, Sie kriegen ALG2? Wir hatten schon genug schlechte Erfahrungen". oder: "Aber nur, wenn die Miete direkt vom Amt auf mein Konto geht." (laß ich mich nicht drauf ein, wäre eine weitere Entmündigung) oder: "zu teuer bzw. zu groß für das Amt" oder: "Sie haben doch hoffentlich Vollzeitarbeit?" oder es ist schlicht zu laut in der Bude oder was anderes. Was meinst du, wie ermüdend und erniedrigend das ist, sich jedesmal wieder neu nackig machen zu müssen und dazu die ganzen Beschränkungen vom Amt in bezug auf Größe und Preis noch beachten zu müssen. Es geht weit über meine Kräfte. Habe auch schon um die 100 E für Anzeigen, Benzin... ausgegeben. Das Amt hilft nicht bei der Wohnungssuche. Gerade jetzt im Frühling, würde ich gern mein Zeug irgendwo unterstellen, zum Amt gehen und sagen: leckt mich alle mal kreuzweise.
Beobachter, wenn der Lohn stimmen würde, meinst du nicht, es würde gleich schlagartig wesentlich besser gehen, auch ohne Familie? Ich gehe mal 100%ig davon aus, denn bei mir wäre es so. Es sollte wenigstens ein Gebiet abgedeckt sein, IRGENDWO eine Stütze sein. Gutes Heim, Familie, Freunde, guter Lohn. Aber wenn GAR NICHTS davon da ist, ist das ein Wunder, wenn sich die Leute Psychopillen ohne Ende einpfeifen? Und gerade das wollen die Regierigen. Die Leute immer schön ruhigstellen, damit ja keiner aufmuckt. Ich nehme keine Pillen mehr, ich brauche einen klaren Kopf, um Überlebensstrategien zu finden. Und bisher ging es auch immer, aber es soll jetzt auch mal aufwärts gehen.
Mathis, das ist schon sehr erschreckend. Und damit hat es sich auch. Gibt es von den gleichen Seiten, die diese Meldungen verbreiten, eine Lösung? Ich werde in diesem schei. System immer wütender und kann nichts dagegen tun, außer irgendwann abwandern...
13.02.2011 10:23 •
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