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ängstlicheKatze.
Gast

Hi,

ich würde gern mal wissen, wie ihr mit eurer Arbeitslosigkeit umgeht. Bei mir ist das so, ich bin 45 Jahre alt, habe einige Jahre nicht gearbeitet und mache jetzt private Weiterbildungen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für mich aber leider schlecht. Ich habe Ängste und Depressionen, die ich früher als ich noch eine gute Arbeit hatte nicht hatte.

Ich habe eben einen Artikel in "Weltonline" gelesen, darin schreibt ein Psychologe, dass die vergebliche Jobsuche Arbeitslose depressiv werden lässt. Menschen mit sehr schlechten Jobchancen sollten sich lieber ehrenamtlichen Tätigkeiten widmen als weiter erfolglos nach Stellen zu suchen, da genau das auf Dauer depressiv macht. Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich mal was Ehrenamtliches ausprobiere.

Wie "füllt" ihr euren Tag?

21.10.2014 #1


54 Antworten ↓
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Eloise1965
Gast

Falco, stimmt, es fehlt die (richtige) Gemeinschaft. Hat man die falschen Leute (Extrembeispiel Mobbing), ist man allein besser dran. Ich denke, jeder zweite psych. Kranke mindestens wäre schlagartig gesund, wenn er die passende Gemeinschaft hätte.

Bei mir ist es auf Arbeit so, mit Arbeit blühe ich auf. Das in dem Maße, wie ich anerkannt und bezahlt werde. Arbeit allein also bringt es nicht. Und abends ist man doch wieder allein, da hast du recht. Ich habe mal eineinhalb Jahre an einer Tankstelle gearbeitet. Eigentlich ein Job, wo man Kontakte ohne Ende knüpfen sollte, noch dazu bei Stammkunden. Nicht ein einziger Kontakt. Was ist es also? Kurzzeitig nicht mehr allein zu sein? Beschränken wir uns darauf und erwarten weiter nichts, dann ist die Arbeit allerdings ein Erfolg. Dummerweise mache ich immer Arbeiten, wo ich bewußt allein bin, sonst platze ich irgendwann und das trifft dann immer die Falschen. Ich suche mir auch körperlich schwere Arbeiten, um es nicht so weit kommen zu lassen. Bin seit 6 Jahren auf einer Messe Mitarbeiter, 16-Stunden-Tage, und trage sonst Zeitungen aus. Ganzen Tag im Büro mit anderen sitzen geht nicht, hätte kein Ventil zum Abbau von Aggressionen und die anderen würden es irgendwann abkriegen.

Katze, Konkurrenz bei der Arbeit ist sowas von übel... aber die Menschen werdem umso schlimmer, je besser der Job wird. Ich weiß nicht, muß man sich dann was suchen außer Konkurrenz. Ich habe schon oft gehört: "ich könnte das nicht machen", verstehe aber nicht, warum. Ich gurke halt gern herum und andere sitzen gern im Büro. Bloß nicht um einen Job prügeln, das ist er nicht wert.

Der genannte Job von dir war auf alle Fälle nichts für die Dauer, wenn du dich da nicht wohlgefühlt hast, aber wenn das Geld stimmt, ich würde mir HEUTE überlegen, ob ich nicht doch den Ar. zusammenkneife und es mitnehme, solange es geht. Früher hätte ich nach einer Aussprache vom Chef sofort geschmissen. Heute denke ich: ihr könnt mich alle mal, und wenn ihr noch so mobbt, ihr bezahlt mir mein neues Isolierfenster, Auto, Traumreise... (Einsetzen nach Belieben). Wenn man dann raus ist, muß man zwar lange durchatmen, aber das Geld bleibt. So denke ich jetzt auch, auch wenn ich die ganze Nacht vor Schmerzen nicht schlafen kann, weils wieder zuviele Zeitungen waren. Egal, die Schmerzen vergehen, das Geld bleibt. Irgendwie muß man ja mal zu was kommen.

Unter Ha(r)tz4-Niveau bei Vollzeit arbeiten heute viele. Solange man sich da rauswinden kann... niemals freiwillig. Es sei denn, es bringt andere Vorteile mit sich. Was ist eigentlich so schlimm daran, obdachlos zu sein. Es ist doch "nur" das Zeug, was dann flötengeht. Man selber kriegt seinen Hintern doch abends sicher in irgendein Heim unter. Problematischer stell ich mir die Hygiene vor. Und die Zeit tagsüber irgendwo, wo es warm ist, herumzubekommen. Es ist so schon schwer, etwas zu finden. "Was, Sie kriegen ALG2? Wir hatten schon genug schlechte Erfahrungen". oder: "Aber nur, wenn die Miete direkt vom Amt auf mein Konto geht." (laß ich mich nicht drauf ein, wäre eine weitere Entmündigung) oder: "zu teuer bzw. zu groß für das Amt" oder: "Sie haben doch hoffentlich Vollzeitarbeit?" oder es ist schlicht zu laut in der Bude oder was anderes. Was meinst du, wie ermüdend und erniedrigend das ist, sich jedesmal wieder neu nackig machen zu müssen und dazu die ganzen Beschränkungen vom Amt in bezug auf Größe und Preis noch beachten zu müssen. Es geht weit über meine Kräfte. Habe auch schon um die 100 E für Anzeigen, Benzin... ausgegeben. Das Amt hilft nicht bei der Wohnungssuche. Gerade jetzt im Frühling, würde ich gern mein Zeug irgendwo unterstellen, zum Amt gehen und sagen: leckt mich alle mal kreuzweise.

Beobachter, wenn der Lohn stimmen würde, meinst du nicht, es würde gleich schlagartig wesentlich besser gehen, auch ohne Familie? Ich gehe mal 100%ig davon aus, denn bei mir wäre es so. Es sollte wenigstens ein Gebiet abgedeckt sein, IRGENDWO eine Stütze sein. Gutes Heim, Familie, Freunde, guter Lohn. Aber wenn GAR NICHTS davon da ist, ist das ein Wunder, wenn sich die Leute Psychopillen ohne Ende einpfeifen? Und gerade das wollen die Regierigen. Die Leute immer schön ruhigstellen, damit ja keiner aufmuckt. Ich nehme keine Pillen mehr, ich brauche einen klaren Kopf, um Überlebensstrategien zu finden. Und bisher ging es auch immer, aber es soll jetzt auch mal aufwärts gehen.

Mathis, das ist schon sehr erschreckend. Und damit hat es sich auch. Gibt es von den gleichen Seiten, die diese Meldungen verbreiten, eine Lösung? Ich werde in diesem schei. System immer wütender und kann nichts dagegen tun, außer irgendwann abwandern...

13.02.2011 10:23 • #49


Zum Beitrag im Thema ↓

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Ängste und Depressionen wegen erfolgloser Jobsuche

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Eloise1965
Gast

Beobachter, ich habe auch nur eine Beziehung gehabt, die hatte dann 13 Jahre gehalten, sonst war bei mir nix gewesen. Nichtmal Affären. Aber man macht auch so viele Fehler und man weiß nicht, was nicht richtig ist, nur, daß man sich nicht gut dabei fühlt. Aber ob man was Besseres findet, weiß der Geier. Wäre ich in der Ehe geblieben, wäre ich irgendwann zur unfreiwilligen Mama genötigt worden. Aber vielleicht ist das genau das Richtige. Das Alleinsein im Alter kann aber auch Leute mit Kindern treffen. Kinder zu haben bedeutet nicht automatisch, daß diese sich dann auch um einen kümmern. Jedenfalls nicht in dieser Art von Gesellschaft. In Vietnam z.B. ist das ganz anders. Bei den Indianern und Eingeborenen glaube auch, da sind alte Leute verehrt. Hier sind sie eine Last. Doch ist man heute nicht genauso allein und abhängig von anderen? Unabhängig ist nur, wer genug Geld hat. Man könnte sich ja z.B. auch einen Partner suchen, der schon Kinder hat. Ob da aber eine tiefe Bindung entstehen könnte wie bei leiblichen, weiß ich nicht. Hatte die Erfahrung noch nicht. Manchmal denke ich auch an so Sachen wie eine Gemeinschaft gründen, wo jeder jedem hilft, aber funktioniert das? Es soll ja keine Sekte werden, aber auch nichts in der Art, wo sich dann Teile der Gemeinschaft auf anderen ausruhen und nur abzapfen, was geht. Vielleicht wäre das wirklich ein Extrathema. Wie kann man sich als kinderloser Mensch vor Einsamkeit im Alter schützen?

4 Monate im Brutkasten ist ganz schlimm. Ob das wieder aufholbar ist, ich denke schon, aber es ist nicht leicht. In dem Buch, wo das stand mit den Babys, da stand auch drin, daß Menschen, denen diese Erfahrung des Getragenwerdens fehlt, später z.B. gern rasen, weil das Auto sie sozusagen trägt und das eine gute Kompensation sei. Ich rase gern. *g* Es stand auch drin, man soll mehrere Menschen nehmen und die im Kreis hinsetzen, immer einer hinter dem anderen dicht an dicht, daß jeder einen vor sich und einen hinter sich hat. Solche Spielchen habe ich auch mal in Therapien gespielt und es war ansatzweise zu erkennen, daß das wirklich hilft, wenn man es täglich und ausgiebig machen könnte. Nur fehlen dazu die anderen.

Was macht beim Einkaufen Angst? Ist es vielleicht unterschwellig das Geldausgeben? Habe gerade gelesen, man soll sich jede Ausgabe aufschreiben, dann sieht man, was man alles unnütz gekauft hat, ich finde den Tip gut.

Katze, Antidepressiva? Wie wirken die denn so? Hatte glaube 6 Sorten probiert. Eine hatte mich schwindlig gemacht und mein Kopf war wie in Watte, es war sehr unangenehm. Ich habe sie kurz danach abgesetzt. Eine hatte mich 10 kg fetter gemacht (das kann aber auch am guten KH-Essen gelegen haben). Die 4 anderen haben gar nichts gemacht. Seit 2 Jahren nehme ich auch nichts mehr. Hätte aber gern was zur Beruhigung und zur Stimmungsaufhellung. Was soll denn die Wirkung eigentlich sein?

Auf andere zugehen, dazu muß ich mich auch zwingen, besonders wenn ich mir in Erinnerung rufe: die anderen erwarten das. Z.B. in einer Malerausbildung, das hat 1 Jahr gedauert, bis ich mit den Leuten da geredet habe. *g* Inzwischen habe ich gemerkt, man MUSS Smalltalk betreiben, damit die anderen einen richtig einschätzen können. Sonst fangen sie an, einen für arrogant zu halten. Ist mir sehr oft passiert. Dabei hatte ich nur Angst. Und als Nebenprodukt fällt dann oft ab, daß man Dinge erfährt im Gespräch, die man für sich als nützlich erachtet und sonst nie erfahren hätte. Lieber würde ich mich in die Ecke verkrümeln, statt zu reden. Aber das ist genau das Falsche, man muß sich regelrecht zwingen, Kontakte aufrecht zu erhalten, sonst steht man wirklich irgendwann völlig allein da. Das mit den Gruppen in den Therapien fand ich aber immer so übel, und noch übler finde ich Wettbewerbe.

Die Fragen nach den Selbstmordversuchen kamen bei mir auch des öfteren von Ärzten. Ich habe mich gewundert, sowas gefragt zu werden. Wenn ich der Meinung bin, es soll so sein, dann mache ich es und rede nicht drüber. Aber ich will nicht dieses Leben nochmal leben müssen, deshalb mache ich es nicht. Auch wenn ich keine Katzen habe. Ich habe dafür den Glauben, daß man dann das gleiche Leben nochmal leben muß, wenn man es selbst beendet. Das Schlimmste für mich ist nicht die Arbeitslosigkeit oder die Sinnlosigkeit oder die Armut oder das ewige Umherziehen - das Schlimmste ist die Einsamkeit. Und noch schlimmer, keine Aussicht auf Besserung, im Gegenteil, je älter man wird, umso schwerer kommt man da raus. Wenn ich dann die alten Damen auf der Straße sehe, die ihren Hund zuquatschen, weil sie sonst keinen mehr haben, denke ich, so will ich niemals enden.

10.02.2011 20:26 • #41


Zum Beitrag im Thema ↓


C
Hallo ,

in deinem Fall finde ich die Idee, eine ehrenamtliche Tätigkeit zu suchen, klasse. Es gibt so viele Einrichtungen, die händeringend nach Leute suchen. Diese Menschen werden wirklich gebraucht, was Balsam für die Seele sein kann. Ich kann dir da nur Mut zusprechen, das wirklich mal zu probieren.

LG,
Chenoah

#2


N
Hallo Chenoah,

ja, ich werde mal was versuchen, vielleicht finde ich ja was was mir Spass macht.

Liebe Grüße, ängstlicheKatze

#3


your_sista
Hallo ängstlicheKatze.

Ich bin auch schon längere Zeit zu Hause und merke sehr, dass es einen depressiv macht. Trotz größter Anstrengungen will sich einfach kein Job in Aussicht stellen. Also sitze ich den ganzen Tag nur rum und grübel ständig nach.
Dein Tipp mich ehrenamtlicher Arbeit finde ich sehr gut. Ich hatte vor ein paar Monaten mal ein unbezahltes Praktikum gemacht und das hat mich sehr auf andere Gedanken gebracht und super viel Spaß gemacht. Nun überlege ich, wieder eins zu absolvieren. Aber ich werde auch mal googlen wer ehrenamtliche Helfer in meiner Nähe sucht. Super Tipp, weiter so!

LG

#4


G
Ehrenamtliche Tätigkeit ist gut, solange man kein Arbeitslosengeld bezieht.

Andernfalls darf man nicht einmal ohne Bezahlung tätig sein, sonst gilt man nicht mehnr als arbeits-los und es wird einem das Geld gestrichen.

(Es gibt aber Ausnahmen, wenn man eine besonders nette Betreuung im AA hat.)

#5


B
Hallo

Befristet und in Absprache mit dem Arbeitsamt darf man ehrenamtlich tätig werden.
Ansonsten wird es als "dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehend" ausgelegt.

Mir persönlich ist der bürokratische Aufwand und die damit verbundene Unsicherheit
(durchgehende Zahlung von ALG zum Lebensunterhalt und zur Miete) zu gross geworden.
Das ist auch Thema in der Politik, aber bisher hat sich noch nichts wirklich verändert.

Viele Grüsse, Der Beobachter

#6


N
Hallo,

vielen Dank für eure Beiträge Dann werde ich auf jeden Fall erst mal mit meinem Betreuer sprechen.

Auf viel Bürokratie und Ärger mit dem Arbeitsamt habe ich allerdings auch überhaupt keine Lust.

Liebe Grüße, ängstlicheKatze

#7


E
Liebe Katze,

pass aber auf, daß du nicht draufzahlst. Ich hätte eine ehrenamtliche Stelle als Beraterin von Arbeitslosen haben können, einfache Strecke 25 km 5x die Woche. Als ich nach Fahrkostenerstattung fragte, bekam ich die Antwort: "wir wollen hier niemanden, der sich an dem Job bereichern will!" Kein weiterer Kommentar.

was ich frage will: hast du evtl. einen Link zu der Aussage: "Menschen mit sehr schlechten Jobchancen sollten sich lieber ehrenamtlichen Tätigkeiten widmen als weiter erfolglos nach Stellen zu suchen"?

Ich bin 45, seit Jahren arbeitslos und solch eine Aussage, wenn sie fundiert ist, könnte mir ggf. helfen, eine EU-Rente zu bekommen, die meine Anwältin dann durchsetzen würde. Netter Nebeneffekt: man darf mehr hinzuverdienen als bei Hartz. Ich habe genug von Hartz und möchte mich gefahrlos und risikolos in Jobs ausprobieren können, ohne gleich jedesmal Rechenschaft ablegen zu müssen.

Viele Grüße

#8


N
Hallo Eloise,

ja, wenn ich noch Fahrtgeld aus eigener Tasche ausgeben müsste, würde ich das Ehrenamt auch nicht annehmen, geht ja auch gar nicht bei Hartz.

Der Link ist: [url][/url]http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article6716716/Vergebliche-Jobsuche-macht-Arbeitslose-fertig.html

Ich wusste gar nicht, dass man als EU Rentner mehr dazuverdienen darf, ist mir ja irgendwie schleierhaft warum da ein Unterschied gemacht wird.

Liebe Grüße, ängstlicheKatze

#9


E
Interessanter Link... ich glaube, bei EU-Rente darf man 400 E dazuverdienen (weiß ich jetzt nicht genau), aber ich würde die Rente + 400 E bevorzugen als die ewige Arbeitssuche plus den Druck vom Amt hat man gratis dazu. Rente + Nebenjob ist zwar in der Hinsicht blöd, daß man wieder Leistungen vom Staat bekommt, statt sich selber zu ernähren, aber vielleicht hilft es, einen richtigen Job zu finden, als Übergangslösung, besser. Nur wie vertickt man das dem Amt, daß man nicht mehr suchen möchte?
Ich werde den Link gleich mal meiner Anwältin schicken, damit kann die vielleicht was anfangen, danke!

#10


your_sista
Ich wollte nur mal erwähnen das ich nächste Woche ein "Vorstellungsgespräch" in einem Behindertenheim zur ehrenamtlichen Arbeit habe. Es ist zwar nicht um die Ecke und ein Stückchen zu fahren. Aber einmal in der Woche kann ich das mal für einen halben Tag arbeit machen. ich erhoffe mir, dass sich vllt. mal ein festbezahlter 40h p.w. Job ergibt. Ach das wär so schön.
Ich bin übrigens nicht arbeitslos gemeldet. ALG I ist abgelaufen und ALG II habe ich nicht beantragt. Würde wahrscheinlich auch nichts kriegen.
Sry, wollt ich nur mal loswerden
...weitermachen....



PS: ich habe die persönliche erfahrung gemacht, dass beim amt oft jedes wort auf die goldwaage gelegt wird nur damit sie nicht zahlen müssen oder einen ganz loswerden können.

#11


G
Würde aber die Zeit der jetzigen Arbeitslosigkeit nicht wenigstens für die Renten-Anwartschaftszeiten mitgezählt, wenn du dich weiter arbeitssuchend melden würdest? (Nicht für die Rentenhöhe.)

Oder hast du schon genügend Jahre für alle Arten von Renten? (Da braucht man normalerweise viele Jahre.)

Und was ist mit deiner Krankenversicherung?

Ich kenne mich da nicht 100%ig aus, aber ich weiß, dass es Leute gibt, die dann wenigstens 1 Euro vom AA bekommen, damit sie gesetzlich versichert bleiben können, oder so ähnlich.

(Das soll nur eine Anregung sein, das nicht auf eine allzu leichte Schulter zu nehmen - aber vielleicht hast du da ja schon alles bedacht.)

#12


your_sista
Krankenversichert bin ich. Das mit der Rente weiss ich nicht. Ich werde schon Lücken haben solange ich zu Hause bin. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich mal was kriege wenn ich "alt" bin. Deshalb sorge ich anderweitig vor.

#13


E
Welche Möglichkeiten gibt es, anderweitig vorzusorgen? Bausparvertrag, Riesterrente... wird alles angerechnet, mache ich nicht mehr. Hatte schon einen auflösen müssen. Ich denke daran, ein kleines baufälliges Haus zu kaufen auch entgegen den Amtsvorschriften und das herzurichten, bis ich alt bin, daß es dann halbwegs fertig ist und ich dann keine Miete mehr zahlen muß... Hab das Geld dann halt zweckgebunden geschenkt bekommen und man kriegt ja schon für 5000 welche. Kann man allein, ohne Geld und ohne Kinder auch noch anders vorsorgen? Freue mich über Ideen.

#14


your_sista
@ Eloise1965
richtig, ich habe einen Bausparvertrag, Riester und für mich selber noch was beiseite gelegt wo ich immer rankomme.
Ich habe kein ALG II beantragt und bin auch nicht arbeitslos und arbeitssuchend gemeldet. Von daher kann mir niemand was wegnehmen oder anrechnen.
Aber die Idee mit dem Haus ist gut. Hast du mal dran gedacht, nur ein Grundstück oder mehrere zu kaufen und die dann weiter zu vermieten/verpachten? Wird das dann auch angerechnet als Einnahmen? Ein Grundstück kannst du dir auch offiziell "schenken" lassen. Wie dem auch sei, deine Idee ist gut und ich werde so etwas auch machen bzw. bei gegebener zeit und entsprechendem alter evtl. was erben. Noch bin ich zu jung um mir darüber ausreichend gedanken zu machen. Erstmal nen Job finden und beruflich wieder auf die beine kommen ist in meinem Fall wichtiger.
Ach so, und kauf nicht so eine schrott ruine für 5000 oder 10000 EUR. Da zahlst du noch drauf und arbeitest dich kaputt.

#15


E
Für mehr als eine Schrottruine wirds kaum reichen Es ist saukalt hier, der Vermieter hat entweder die Heizung abgedreht oder die Ölnachlieferung verpennt. Ich will einfach mein eigener Herr sein.

Natürlich rechnet das Amt Mieteinkünfte an. Daher wäre es gut, ein Haus zu kaufen, wo man dann selbst drin wohnt als auch Mieter drin hat und dann weg kann vom Amt. Mieter haben heute aber so viele Rechte und man kriegt sie nicht raus, wenn es nicht funktioniert, sie wollen nur alles Mögliche gemacht habe für die 200-300 kalt, die nichtmal kostendeckend sind. Das sind sie wieder, die beschissenen Ängste...

#16


your_sista
Ich bin am Lande aufgewachsen und kenne das Thema Mietswohnung nur, weil ich selbst in Berlin mal in einer gewohnt habe (wegen neuem Job und wollte mal weg vom Dorf )
Doch jetzt weiss ich das ein Eigenheim mit Garten viel schöner ist. Ich möchte es nicht mehr missen. Von daher kann ich dich gut verstehen. Du willst dein eigener Herr und nicht mehr abhängig von Mietshaien sein
Doch mach nichts unüberlegtes, nur damit es schnell schnell geht! Bauruinen können einen selbst in den Ruin stürzen. Dann bist du noch unglücklicher und hast Schulden. Es ist sehr schwierig das Thema. Hast du denn Freunde oder gute Bekannte die dir helfen könnten? Dir muss bewusst sein, dass viel Arbeit auf dich zu kommt. Und du wirst damit rechnen müssen, dass du das meiste allein und mit deiner eigenen Körperkraft meistern musst. Gute Freunde sind da wichtig - auch finanziell gesehen.
Hast du denn schon einen konkreten Plan oder ist es erstmal nur eine "Idee" von dir? Ich wünsche dir auf jedenfall viel viel Kraft die richtige Entscheidung zu treffen. Du selbst musst glücklich sein und wie schon gesagt, ich bin auch der Meinung das man sich heutzutage was schaffen muss um nicht all zu abhängig von anderen zu sein.

#17

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E
Denke sowieso, das meiste in Eigenleistung zu machen. Habe Malergesellenbrief, kriege auch Fliesen an die Wand und habe ansonsten keine hohen Ansprüche, kann also erstmal mit Außenklo und Wasser auf dem Herd aufkochen leben. Das, was ich nicht kann, müßte ich per Handwerker machen lassen. Gute Freunde, würde ich nicht darauf vertrauen, habe ich so gut wie nicht und vor Ort dann sowieso nicht. Das macht aber nichts, ich muß selber realistisch einschätzen können, ob ich den Winter in dem Haus dann aus eigener Kraft überleben kann - bisher ging das nicht, weil in den billigen Häusern Heizung etc. defekt oder nicht vorhanden war. Einen direkten Plan habe ich nicht, es muß mir einfach gefallen und wenn möglich noch eine weitere Wohneinheit zum Vermieten drin haben. Das Richtige wird einen schon anspringen, wenn es soweit ist, solange heißt es sparen Danke für deinen Zuspruch.

#18


your_sista
Eine Kleinigkeit habe ich noch:
Hast du schonmal was von einer Tauschbörse für Dienstleistungen gehört?
Also du machst was für jemanden, z.B. Tapezieren, Fliesen verlegen, malern, Babysitting usw. und bekommst dafür kein Geld, sondern eine Art "Gutschein". Den Gutschein kannst du bei jemand anderen einlösen und der tut dann bei dir was anderes machen was du nicht kannst, z.B. mauern, elektrizität, Dach decken usw.
Bei uns ist das sehr beliebt. Wenn du dich mal informieren willst oder interesse hast, schicke ich dir gerne einen Link. Ich müsste halt erst gucken ob das Deutschlandweit ist. Ich bin da nicht dabei, aber mein Partner und Bekannte machen da mit.

#19


N
Hallo your_sister,

freut mich, dass du was Ehrenamtliches gefunden hast, ich wünsche dir viel Spass bei deiner neuen Aufgabe. Vielleicht ergibt sich dann ja sogar ein richtiger Job für dich.

Eine Tauschbörse für Dienstleistungen hört sich ja interessant an.

#20


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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