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Finya

Finya

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Wieder an so einen schlechten Arzt zu geraten wie in der 1. Reha.
Diese war voll fürn A...llerwertesten. Eine reale Einschätzung der Erwerbsfähigkeit? Nix wars. Ich habe mich zum ersten Mal im Leben nicht verstellt. Alle Karten auf den Tisch. Ganze Lebensgeschichte. Therapien seit dem Grundschulalter, Jugend in Kliniken verbracht, keine Ausbildung trotz zahlreicher Versuche. Sozialdienst sagte Rente beantragen - Arzt lachte und meinte 6+ erwerbsfähig......und dass obwohl ich Vollzeit egal in welcher Branche nie länger als 2 Tage durchgehalten habe. Arzt saß am längeren Hebel. Ich wurde 6+ entlassen. Völlig unrealistisch.
Nach zahlreichen Beschwerden bei der DRV, SPDI im Rücken, Erwerbsunfähigkeit laut Agentur für Arbeit und Rentenantrag, darf ich jetzt nach nur einem Jahr noch eine Reha machen. Ich weiß schlimmer als 6+ nochmals geht nicht, aber für mich ist es so schmerzhaft dass mehrere Diagnosen seit Kindheit und etlichen versuchen in der Arbeitswelt so ignoriert und mit Füßen getreten werden, nur damit das drin steht was die DRV gern lesen würde. Es war für mich in der ersten Reha sehr schwer mich zu öffnen und ich zu sein und es hat sich nicht im geringsten gelohnt. Ich frage mich ernsthaft wie ich mich in dieser Reha jetzt noch verhalten soll. Ich wünsche mir einfach so sehr einen realistischen Plan für danach. Zu wissen mein Tempo, meine Einschränkungen werden akzeptiert und die Erwartungen runter geschraubt und nicht wieder dieses 6 Wochen Reha, gesund und dem Arbeitsamt zum Fraß vorwerfen.

21.04.2019 19:14 • 17.05.2019 #1


50 Antworten ↓


Wollpert03

Wollpert03

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Das ist ja schlimm.

Wieso lacht der Arzt nach deinen schlimmen Schilderungen? Was ist das denn?

21.04.2019 21:39 • #2


Finya

Finya


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Zitat von Wollpert03:
Das ist ja schlimm.

Wieso lacht der Arzt nach deinen schlimmen Schilderungen? Was ist das denn?

Weil es ein Idiot war. Hat mir immer erzählt, ich müsste in meine Gedanken positives einbauen, dann würde das schon wieder werden.

21.04.2019 21:40 • #3


Miami

Miami

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Idioten gibt's immer.

Ich wünsche Dir das Du dieses Mal auf jemand Kompetenten triffst plus echte Hilfe für Dich.

21.04.2019 22:29 • x 1 #4


kalina

kalina

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Ich verstehe auch nicht, warum Du Reha machen sollst. Bei Reha soll man ja schließlich wieder erwerbsfähig gemacht werden.

Warum gehst Du nicht in eine normale stationäre psychosomatische Intensivklinik.
Das wäre das Naheliegendste und auch Sinnvollste, wenn Du nicht erwerbsfähig bist.
Eine Reha ist viel oberflächlicher, zumindest was ich von Anderen mitbekommen habe.

21.04.2019 22:46 • #5


Safira

Safira

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Also ich an deiner Stelle würde genauso offen und aufgeschlossen reagieren zu den neuen Ärzten wie in deiner ersten Reha.
Du hattest wirklich leider Pech mit diesem Arzt. Was aber nicht bedeutet dass der andere Arzt in der zweiten Reha genauso ist. Du hattest wirklich Pech. Und es bringt dir ja auch nicht wirklich was wenn du nicht offen bist.
Dass du jetzt Angst hast kann ich sehr gut verstehen. So eine Erfahrung sitzt

Mich würde es auch nicht wundern wenn solche Ärzte bestochen werden. Oder eine gewisse Quote erfüllen müssen. Das Gesundheitssystem ist doch wirklich nicht so doll wie es immer geschrieben wird. Kannst du die die Klinik eigentlich selber aussuchen?

21.04.2019 22:55 • #6


Finya

Finya


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Zitat von Finya:
Weil es ein Idiot war. Hat mir immer erzählt, ich müsste in meine Gedanken positives einbauen, dann würde das schon wieder werden.


Dank dir. Ich hoffe auch, dass ich an jemanden gerate, der Ahnung hat.


Zitat von kalina:
Ich verstehe auch nicht, warum Du Reha machen sollst. Bei Reha soll man ja schließlich wieder erwerbsfähig gemacht werden.

Warum gehst Du nicht in eine normale stationäre psychosomatische Intensivklinik.
Das wäre das Naheliegendste und auch Sinnvollste, wenn Du nicht erwerbsfähig bist.
Eine Reha ist viel oberflächlicher, zumindest was ich von Anderen mitbekommen habe.


Ich denke ich bin einfach ein Spielball des Systems. Ich war schon sehr oft in psychosomatischen Kliniken und aus der letzten wurde ich als nicht therapiefähig entlassen. Auch meine letzte ambulante Therapie habe ich mit gemeinsamen einvernehmen mit dem Thera beendet, da er auch nicht wusste, wie er mir helfen kann. Die DRV sieht das aber nicht ein. Mein Antrag auf EM Rente wurde auch abgelehnt, ohne dass ich zu einem Gutachter durfte. Es standen alle Diagnosen da, die Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Ängste mit Zwängen und PAs, starkes Untergewicht seit der Jugend, etc.....paar körperliche Sachen sind auch dabei und drunter der nette Satz - meine Diagnosen würden mich nicht daran hindern Vollzeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden zu können.

Zitat von Safira:
Also ich an deiner Stelle würde genauso offen und aufgeschlossen reagieren zu den neuen Ärzten wie in deiner ersten Reha.
Du hattest wirklich leider Pech mit diesem Arzt. Was aber nicht bedeutet dass der andere Arzt in der zweiten Reha genauso ist. Du hattest wirklich Pech. Und es bringt dir ja auch nicht wirklich was wenn du nicht offen bist.
Dass du jetzt Angst hast kann ich sehr gut verstehen. So eine Erfahrung sitzt

Mich würde es auch nicht wundern wenn solche Ärzte bestochen werden. Oder eine gewisse Quote erfüllen müssen. Das Gesundheitssystem ist doch wirklich nicht so doll wie es immer geschrieben wird. Kannst du die die Klinik eigentlich selber aussuchen?


Ich hoffe auch, dass ich an jemanden gerate, der Ahnung hat.
Jein, ich habe ja freie Klinikwahl und wenn ein Widerspruch begründet ist wird dem auch oft stattgegeben. Ich habe mir die Klinik jetzt nicht ausgewählt, weil ich mit dem Vorschlag der DRV im Großen und Ganzen recht zufrieden war. Die alte Rehaklinik durfte ich z.B. im Vorfeld ausschließen.

22.04.2019 19:52 • #7


Sephiroth89

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Also bei meinem Vater und meiner Mutter die Erwerbsminderungsrente beantragt habe wurde der erste Antrag auch abgelehnt ich denke dass das normal weil ich glaube das sie nach einer "Liste" arbeiten und durch Ablehnung wieder 1 Jahr Zeit gewinnen, weil du ja im Endeffekt dass gleiche Geld kriegen würdest wie jetzt schätze ich mal. Hast du auch was vom Psychologen was bescheinigt dass du nicht arbeiten kannst?

22.04.2019 20:02 • #8


Safira

Safira

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Bekommt man da nicht die Rente ab Antragstellung? Auch wenn es abgelehnt worden ist rückwirkend? Ich dachte das wäre so

22.04.2019 20:05 • #9


Finya

Finya


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Zitat von Safira:
Bekommt man da nicht die Rente ab Antragstellung? Auch wenn es abgelehnt worden ist rückwirkend? Ich dachte das wäre so

Wenn bewilligt werden sollte, bekommt man Geld ab Antragstellung und das wird dann mit dem Alg das man Ersatzweise bekommen hat verrechnet.

Ich würde eh nicht viel bekommen, da ich zwar dir Voraussetzungen erfülle, aber eben nur knapp. Mir geht es auch weniger ums Geld, sondern darum nicht mehr hin und her geschoben zu werden. Von Amt zu Amt und immer wieder der Kampf, weil sich keiner recht zuständig fühlt.

23.04.2019 09:39 • #10


petrus57

petrus57

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Zitat von Finya:
ich müsste in meine Gedanken positives einbauen, dann würde das schon wieder werden.


Das versuche ich auch schon seit Jahren. So richtig funktioniert es nicht. Ich wünsche solche Ärzte auch mal eine psychische Krankheit an den Hals, dann wird denen auch das Lachen vergehen.

Ich hatte Menschen früher auch eher belächelt, die mir erzählten, sie hätten eine Depression. Bis ich den Mist mal selbst an der Backe hatte.

23.04.2019 09:45 • x 2 #11


Finya

Finya


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Ich fang voll an zu zweifeln bin traurig, müde, fertig

28.04.2019 12:20 • #12


Wollpert03

Wollpert03

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Zitat von Finya:
Ich fang voll an zu zweifeln bin traurig, müde, fertig



Hast du eigentlich den Klageweg beschritten wegen EM-Rente?

28.04.2019 12:32 • #13


Finya

Finya


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Zitat von Wollpert03:


Hast du eigentlich den Klageweg beschritten wegen EM-Rente?


Nein. Die letztendliche Entscheidung steht ja noch aus.

28.04.2019 15:25 • #14


slipknot

slipknot

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Der 1.Schritt muss immer der Eintritt in einen Sozialververband (VDK,SOVD) sein.
Dann solltest du dauerhafte Arztbesuche über einen längeren Zeitraum nachweisen können.

Jeden Befund,jedes Attest,MRT-Aufnahmen,alles kopieren+Akte anlegen.

Versuchen (dürfte bei deinen Erkrankungen kein Problem sein)
aus der Reha IMMER arbeitsunfähig,sprich unter 3.Stunden entlassen zu werden.

Zusammen mit dem Rentenantrag,Bescheinigungen der behandelnden Ärzte bzw. Therapeuten einreichen,aus denen unmissverständlich hervorgeht,dass du nicht mehr arbeitsfähig bist.

Solltest du zum Gutachter einbestellt werden,im Vorfeld erkundigen (geht über den Sozialverband)
wie der Gutachter so tickt.
Falls negativ,ablehnen.Steht dir frei.

Wenn die DRV sich zu viel Zeit lässt,anrufen und darauf aufmerksam machen,dass sie Fristen unterliegen.
Alles andere ist Verfahrensverschleppung.
Dann drohst mit Untätigkeitsklage über den Sozialverband.

Wenn du über die in deinem Post genannten Krankheiten schriftliche Diagnosen hast,dürfte deiner Rente nichts im Wege stehen.

28.04.2019 17:10 • x 2 #15


kalina

kalina

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Der Vdk ist auch nicht immer hilfreich. Wenn die Arztberichte und Krankenhausberichte nicht passen hilft auch kein VdK.

Alle Leute die ich durch die Krankenhausaufenthalte kenne, die Rente bekamen, waren nicht im VdK.
Der einzige, der mit dem VdK geklagt hatte, hat auch nur eine Teilrente zugesprochen bekommen.
Das Ausschlaggebende sind IMMER die Berichte der Ärzte oder Gutachter und möglichst viele und lange Krankenhausaufenthalte.
Mit Reha alleine bringt das glaub ich nichts, da nützt auch der VdK nichts.

Ich würde auf jeden Fall vollstationär in die Akutpsychosomatik gehen.
Ich glaub eher nicht, dass eine Reha ausreicht.

28.04.2019 17:51 • x 1 #16


Finya

Finya


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Zitat:
Ich denke ich bin einfach ein Spielball des Systems. Ich war schon sehr oft in psychosomatischen Kliniken und aus der letzten wurde ich als nicht therapiefähig entlassen. Auch meine letzte ambulante Therapie habe ich mit gemeinsamen einvernehmen mit dem Thera beendet, da er auch nicht wusste, wie er mir helfen kann. Die DRV sieht das aber nicht ein. Mein Antrag auf EM Rente wurde auch abgelehnt, ohne dass ich zu einem Gutachter durfte. Es standen alle Diagnosen da, die Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Ängste mit Zwängen und PAs, starkes Untergewicht seit der Jugend, etc.....paar körperliche Sachen sind auch dabei und drunter der nette Satz - meine Diagnosen würden mich nicht daran hindern Vollzeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden zu können. 


Ich zitiere mich mal selbst.
Ich habe mehrere Klinikaufenthalte und Therapien hinter mir beginnend mit dem 8. Lebensjahr
Ich habe fast keine andere Wahl als in Reha zu gehen, denn sonst dreht mir das Amt wegen fehlender Mitwirkung den Geldhahn zu.

28.04.2019 17:56 • #17


slipknot

slipknot

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Natürlich bedeutet die Mitgliedschaft nicht automatisch die Rente.
Darum geht es doch gar nicht.

Wenn dein Antrag abgelehnt wird,du vor das Sozialgericht musst und evtl. nicht über eine Rechtsschutzversicherung verfügst...was dann?
Die Mitgliedschaft liegt glaube ich bei 6Euro im Monat.

Du musst für die Bewilligung deiner Rente nicht einen Tag irgendwo stationär gewesen sein.
Ausschlaggebend ist,dass du nachweislich krank bist.

28.04.2019 18:01 • #18


kalina

kalina

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Zitat von slipknot:
Natürlich bedeutet die Mitgliedschaft nicht automatisch die Rente.
Darum geht es doch gar nicht.

Wenn dein Antrag abgelehnt wird,du vor das Sozialgericht musst und evtl. nicht über eine Rechtsschutzversicherung verfügst...was dann?
Die Mitgliedschaft liegt glaube ich bei 6Euro im Monat.

Du musst für die Bewilligung deiner Rente nicht einen Tag irgendwo stationär gewesen sein.
Ausschlaggebend ist,dass du nachweislich krank bist.


Vor das Sozialgericht kann man immer gehen. Dazu braucht man auch keinen Vdk. Soviel ich weiß kostet es nichts vor dem Sozialgericht zu klagen. Dazu braucht man keinen Rechtsanwalt. Wichtig ist nur immer rechtzeitig Widerspruch einzulegen. Ganz formlos. Ohne großartige Begründung. Wenn man wenig verdient, was ja bei Finya zutrifft, kann man sich auch einen kostenlosen Beratungsschein beim Amtsgericht holen.

Wie gesagt, alleine die Diagnosen und Arztberichte zählen.

Ich kenne keinen der ohne Krankenhausaufenthalte Rente bekommen hat. Vor allem nicht in den jungen Jahren. Es reicht auch nicht ein Arztbericht, sondern mehrere.

Man darf nie vergessen: auch wenn die Rente bewilligt wird, dann meistens auch immer nur für zwei Jahre, danach geht das Ganze von Neuem los.
Ich würde auch keinen Gutachter ablehnen. Die Ablehnung von Gutachter oder Krankenhaus kann einem gegenteilig ausgelegt werden. Im Sinne von fehlender Mitarbeit oder fehlendem Willen. Ich glaub auch nicht, dass der Vdk bei der Rentenversicherung positiv angesehen wird.

28.04.2019 18:45 • x 1 #19


slipknot

slipknot

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@kalina
Okee... du bist als Antragsteller bei der DRV auch nicht gut angesehen.
Was willst du jetzt machen,keinen Antrag stellen?

28.04.2019 18:49 • #20




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf

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