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Greta__

Greta__
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Hallo.

Ich habe aufgrund einer schweren Depression eine tiefenfundierte Therapie (mit Trauma-Arbeit) gemacht.

Leider habe ich seit 08.2024 eine Angststörung entwickelt und beginne jetzt eine Verhaltenstherapie.

Bis dato hatten wir 4 Sitzungen, gestern hatten wir 120 Minuten da 3 Fragebögen gemacht werden mussten (die hatten es in sich).

Vielleicht bin ich zu naiv, aber als ich gestern hörte, Kindheit, Vergangenheit, innere Kind etc. hätte ich kreischend im Kreis springen können. Das habe ich in der tiefenfundierten Therapie durch und es hat mich mega (sorry) angekotzt.

Ich dachte ich hätte das alles hinter mir und in einer Verhaltenstherapie geht es um Stabilisierung und Umgang mit Angst.

Könnt ihr mir eure Erfahrungen schildern oder Ablauf einer Verhaltenstherapie?

Viele Grüße, Greta

24.03.2026 #1


172 Antworten ↓
Darkshadow

Darkshadow
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Liebe Greta,

oh man, je mehr ich von deinem Therapeuten lese, umso mehr ärgere ich mich über ihn. Die Aussage „VT ist keine Gesprächstherapie“ ist einfach unzutreffend, natürlich ist VT auch eine Gesprächstherapie. Und seine Reaktion auf deine Entscheidung, auf der neuen Arbeitsstelle nicht weiter zu bleiben, finde ich mehr als schwierig.

Ich habe ja, wie gesagt, auch schon einmal direkt mit einem Therapeuten in Ausbildung gearbeitet und darüber hinaus noch mehrere Therapeuten in Ausbildung in kurzen Einheiten erlebt.
Es gibt sehr gute Therapeuten in Ausbildung, das möchte ich vorweg klarstellen.

Es gibt aber auch solche, die total unsicher sind, die sich nicht trauen, zu ihrer eigenen Meinung zu stehen und immer nur die Meinung ihrer Ausbilder übernehmen.
Manche Therapeuten werden ihre Unsicherheit im Umgang mit Patienten auch später im Berufsleben nicht los, andere berappeln sich irgendwann, aber oftmals dauert das seine Zeit.
Wenn man nun als Patient auf einen sehr unsicheren Therapeuten trifft, gerade wenn der noch in Ausbildung ist, darf man sich fragen, ob das wirklich das Richtige für einen selbst ist.
Und er wirkt mega unsicher auf mich: Er hat seine Haltung zu dir und seine Sicht aud dich und deine Probleme nach Rücksprache mit seiner Ausbilderin direkt geändert und an ihre Meinung angepasst.
Und: Er hat auf die Sache mit den Hausaufgaben übertrieben streng reagiert. Nach so kurzer Zeit, die ihr euch kennt, war das eine völlig überzogene und unangemessene Reaktion. So eine übertriebene Strenge spricht für eine große Unsicherheit. Ich habe so etwas mehrfach gesehen, bei angehenden unsicheren Therapeuten, aber z.B. auch bei angehenden unsicheren Lehrern, die meinen, sie müssten so ihre Autorität unter Beweis stellen. Souveränität sieht anders aus.
Er hat noch kein Gefühl dafür entwickelt, was in welcher Situation wirklich angemessen ist.

Ich fürchte weiterhin, dass er seine Sicht auf dich und auf deine Handlungen durch den Input seiner Ausbilderin nachhaltig verändert hat. Dadurch fallen seine Interpretationen deiner Handlungen dementsprechend aus, und daher kam meiner Meinung nach auch die unangemessene Reaktion auf deine Job-Situation.
Er hat eine andere „Brille“ aufgesetzt, die seine Sicht auf die Dinge verändert hat, und ob er diese Sicht nochmal wieder ändert, ist sehr fraglich.

Ich sehe ihn als Therapeuten für dich in deiner aktuellen Situation daher recht kritisch. Ich bin aber auch Realistin und weiß, dass es dauern kann, bis man einen neuen Therapeuten gefunden hat.
Trotzdem habe ich auch erlebt, dass eine Therapie bei einem unpassenden, unsicheren und übertrieben kritischen Therapeuten auch mehr schaden als nutzen kann.

Ich glaube, ich würde mir an deiner Stelle langfristig auf jeden Fall einen anderen Therapeuten suchen. Was jetzt die aktuelle Verlängerung angeht, kannst du es dir ja noch überlegen: Wenn er die Stunden doch noch beantragen will, würde ich mich an deiner Stelle fragen, ob du das selber wirklich möchtest, ob du ehrlich glaubst, dass er dir, so, wie sich die Dinge entwickelt haben, wirklich helfen kann.
Wenn du glaubst, dass er Dir vielleicht doch irgendwie helfen kann, kannst du die erneuten 12 Stunden ja noch bei ihm machen, wenn du denkst, dass daraus irgendeine Art von positiver Hilfe für dich dabei herumkommen könnte.

Aber langfristig würde ich mir einen anderen Therapeuten suchen.
Vielleicht kannst du es ja so sehen:
Sollte er sagen, dass aus der Verlängerung nichts wird, hast du daraus positiv gewonnen, dass du keine weiteren Stunden für diesen Therapeuten investieren musst.
Vielleicht hilft es dir, dir zu sagen, dass es jetzt ja erstmal nur um weitere 12 Stunden geht, das ist jetzt nicht sooo viel, wenn man die gesamte Therapie betrachtet.
Wirklich wichtig sind die knapp 60 Stunden VT, die dir danach noch bleiben. Bei dem Gespräch nächste Woche geht es also nur um einen sehr überschaubaren Zeitraum.

Ich würde mich an deiner Stelle auf die Suche nach einem neuen Therapeuten machen, unabhängig davon, was er nächste Woche sagt. Ob du diese eventuellen 12 Stunden unter diesen Umständen überhaupt bei ihm machen möchtest, kannst du dir ja noch überlegen.

Auf jeden Fall: Das, was da passiert ist, liegt zu 100% an seiner Unsicherheit und Unerfahrenheit und zu 0% an dir, du hast nichts falsch gemacht. Er hat schlecht kommuniziert, er hat offenbar noch zu wenig Erfahrung darin, wie man mit Patienten umgeht, und er traut seinem eigenen Urteilsvermögen nicht.
Und er versucht, Dir seine Versäumnisse und Unzulänglichkeiten in die Schuhe zu schieben.
Als Therapeut führt man seinen Patienten sorgfältig an die Therapieform heran, erklärt viel, ist transparent, gibt dem Patienten Raum, zu lernen, und schießt nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen, wenn der Patient nicht gleich zu 100% alles so macht, wie der Therapeut das will, schon gar nicht dann, wenn viel zu wenig erklärt und schlecht kommuniziert wurde.

Wie gesagt, mir tut das alles sehr leid für dich! Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du mit solchen Erfahrungen nicht alleine bist und dass es definitiv nicht an dir lag/liegt! LG

10.08.2025 15:44 • x 5 #102


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A


Verhaltenstherapie - Erfahrungen gesucht

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Kruemel_68

Kruemel_68
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Zitat von Greta__:
Ich bin depressiv und habe Ängste. Ich soll mich den Ängsten stellen. Wenn ich das mache, dann geht es mir danach so schlecht (Erschöpfung), dass mit mir im schlimmsten Fall 2 Tage nichts anzufangen ist. Ich sage das meinem Therapeut auch immer, auch anhand des Angsttagebuchs. Seine Aussage "So lang machen bis es besser wird". Ich bin damit aber komplett überfordert und brauche viel Zeit um mit der Erschöpfung klar zu kommen. Ich weiß nicht ob es ein Kommunikationsproblem ist oder die Therapie nach Schema F durchgezogen werden soll ohne das zu berücksichtigen.

In dem Fall würde ich sagen, das Problem ist das Schema F. Und das ist auch der Grund, warum ich glaube, dass die Verhaltenstherapie bei bestimmten Problemen nicht weiterkommt. Das war bei mir auch der Fall. Bestimmte Dinge konnte ich einfach nicht umsetzen. Weil ich nicht wusste wie. Und mein jetziger Therapeut nimmt sich die Zeit, mir das zu zeigen. Es gibt halt Dinge, die muss man lernen wie eine neue Sprache (in meinem Fall z.B. Abgrenzung). Wenn ich es nicht kann, brauch ich halt jemanden, der mir zeigt, wie es geht. Es ständig von mir zu verlangen kann man zwar machen, wird aber nix nützen.

Ich gehe sogar soweit zu sagen - wenn Du ans Grundproblem drankommst, brauchst Du Dich nicht mehr zu konfrontieren. Dann gehen plötzlich wieder ganz von selbst. Und umgekehrt - solange das Grundproblem nicht gelöst ist, bringt konfrontieren wenig (wie z.B. bei Dir das Gassi gehen). Aber das ist meine persönliche Ansicht, die aus meiner Geschichte resultiert. Bei anderen mag das anders sein.

09.08.2025 19:12 • x 5 #89


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J
@Greta__ naja das hat schon alles was miteinander zu tun- deshalb geht sie das mit dir durch, auch wenn dir das nicht gefällt. Das gefällt keinem im alten Quark der ggf uncool war rum zu stochern.

Das hatte ich bei der ersten Therapie vor über 10 Jahren auch so… und bei der jetzt die ich im August 2024 angefangen hab ebenso.

Geht ja nicht nur darum dein Verhalten bezüglich deiner Ängste zu ändern sondern auch mal allgemein das Verhalten, Glaubenssätze zu hinterfragen…

x 1 #2


Greta__
Zitat von Junika2906:
@Greta__ naja das hat schon alles was miteinander zu tun- deshalb geht sie das mit dir durch, auch wenn dir das nicht gefällt. Das gefällt keinem ...

Ich habe (erstmalig) einen Therapeuten und hatte gehofft das die Therapie anders läuft.

Bin, so denke ich, pappsatt von dem Thema Vergangenheit, innere Kind etc., das ich das nicht wieder will. In der tiefenfundierten Therapie hatte ich darauf auch keine Lust, weil nervig, tut weh, anstrengend.

Und jetzt echt schon wieder?

x 1 #3


J
@Greta__ ja leider tut das weh. Aber evtl müssen genau die Dinge angeschaut werden.

Wie ist dein Verhältnis zu deinen Eltern, bist du jemand der schlecht nein sagen kann, jemand der es unbewusst immer recht machen will usw. Sich selbst unterdrücken und immer den Clown aller spielen kann Ängste schon auch begünstigen.. dein Körper sagt hey Moment…

Mir geht es viel besser seit ich gewisse Dinge / Leute aussortiert habe zb.

Und wenn dir das immer noch so weh tut- muss es wohl noch betrachtet werden…

x 1 #4


Korval
@Greta__ Unser Verhalten resultiert aus der kindlichen Prägung. Wie sind die Eltern bzw das engere Umfeld miteinander und auch mit dir umgegangen, was hast du da erlebt, was "mitgenommen" und so weiter. Es ist ein sehr essenzieller Teil der Verhaltenstherapie das da auf die Vergangenheit und gerade auf die Kindheit und Jugend geschaut wird, denn dort wurdest du quasi aufs Leben als Erwachsene vorbereitet und dort sind oftmals auch die Wurzeln des Übels das dich heute begleitet auszumachen.

Ich weiß, das ist schwer, tut weh und holt viel vor, auch Dinge die man begraben lassen wollte. Ich kann nur an dich appellieren, stell dich dem, leg auf den Tisch was gewesen ist, denn nur so kann der Therapeut sich ein umfangreiches, "gutes" Gesamtbild machen und weiß wo und wie er ansetzen muss.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg in der Therapie! Ich bin mir sicher, du schaffst das! 👍

x 1 #5


Z
Also ich kann von mir berichten, dass ich die ersten 3! Jahre in der Verhaltenstherapie ausschließlich skills, Stabilisierungsübungen etc. immer anhand von aktuellen Beispielen aus meinem Alltag, kennengelernt und geübt habe. Jetzt nach dieser Zeit und seitdem ich etwas stabiler bin, konzentrieren wir uns auf die Familiengeschichte, die Kindheit und die Jugend...da geht es auch um bestimmte Schemata und das innere Kind.

Also, eine Verhaltenstherapie geht meiner Meinung nach, weit über die alleinige Beschäftigung mit der Vergangenheit hinaus. Ich persönlich empfinde sie als sehr hilfreich.

x 2 #6


P
Zitat von Greta__:
Hallo. Ich habe aufgrund einer schweren Depression eine tiefenfundierte Therapie (mit Trauma-Arbeit) gemacht. Leider habe ich seit 08.2024 eine ...


Eigentlich sollte die Verhaltenstherapie auf das Jetzt ausgerichtet sein, auf Lösungen und Skills, die einem helfen, sein Verhalten zielführend zu ändern.
Sie dient eigentlich nicht dem Ergründen der Ursachen, zumindest nicht wenn diese sehr komplec und/oder diffus sind wie Themen in der Vergangenheit. "Eigentlich", weil sich die VT schon auch etwas gröffnet hat in Sachen Ursachenforschung. Manchmal macht das schon Sinn, z.B. wenn die Ursache der Problene in einer unglücklichen Beziehung oder krank machenden Job liegt.

Wenn es bei dir solche "einfachen:" Zusammenhöbge nicht gibt und du auch keinen Sinn siehst, das zu bearbeiten, würde darum bitten, lösungsorientiert am Verhalten zu arbeiten.

x 4 #7


Greta__
Zitat von Pauline333:
Eigentlich sollte die Verhaltenstherapie auf das Jetzt ausgerichtet sein, auf Lösungen und Skills, die einem helfen, sein Verhalten zielführend zu ...

Lieben Dank euch für eure Hilfe und Antworten 🙏🙏

Ich hatte 100 Stunden tiefenfundierte Therapie und wir sind das Thema bis zum erbrechen durch. Ich kann und mag einfach nicht mehr.

Ich weiß das ich Probleme bzgl. inneren Kind habe, aber ich möchte definitiv nicht mehr in "Damals" wühlen. Das war in der tiefenfundierten so, dass ich echt labil etc. durch die Aufarbeitung war.

Ich möchte Skills im Hier und Jetzt erlernen, Stabilisierung erfahren.

Ich denke das werde ich nächste Woche auch so kommunizieren.

x 4 #8


Luce1
Zitat von Greta__:
Ich denke das werde ich nächste Woche auch so kommunizieren.

Ja gute Idee, wenn ihr das eh schon so oft durchgesprochen habt.

x 1 #9


R
Hallo,
anscheinend haben die 100 Stunden tiefen fundierte Psychotherapie nicht den Erfolg gebracht, wenn wieder psychische Symptome aufgetaucht sind. Mit einer neuen Therapie fängt das Spiel von vorne an, ist doch logisch. Kein Therapeut gehorcht auf Wunsch des Klienten, er ist kein Dienstleister, er leitet eine Therapie.
Ansonsten ist jede Therapie individuell, auch eine Verhaltenstherapie. Habe einige Therapien erlebt, musste selten Fragebögen ausfüllen, war jedoch stets bereit über meinen Schmerz zu reden. Wozu eine Psychotherapie, wenn man nicht ans Eingemachte geht? Nur ein paar Tricks lernen, um immer Spaß zu haben? Das ist für einen psychisch betroffenen Menschen sehr unrealistisch. Wenn die tiefen fundierte Therapie keinen Erfolg hatte, setzt sich das Ganze bei einem anderen Therapeuten mit Verhaltenstherapie fort. Es geht um Aufarbeitung der Kindheit, da liegt die Ursache der psychischen Störung.

x 1 #10


P
Man kann definitiv auch ohne Aufarbeitung des Kernproblems durch Therapie wieder handlungsfähig bis hin zu stabil oder sogar psychisch gesund werden.
Wenn man bereit ist, das Gewesene anzunehmen, zu akzeptieren und jetzt weiter zu gehen.
Das ist eigentlich das ursprüngliche Ziel der Verhaltenstherapie.

x 4 #11


Luce1
Zitat von realo:
Mit einer neuen Therapie fängt das Spiel von vorne an, ist doch logisch



Zitat von Greta__:
Ich hatte 100 Stunden tiefenfundierte Therapie und wir sind das Thema bis zum erbrechen durch. Ich kann und mag einfach nicht mehr.

Das glaub ich Dir. Du musst für Dich selber rausfinden, ob Dir das dann noch hilft.

Sagen wir mal, irgendjemand ist toxisch zu Dir aus Deiner Familie, da kannst Du therapieren wie Du willst, Schläge kann man nicht rückgängig machen
oder das Gefühl dass Du nicht geliebt wirst.

Kennen bestimmt einige …

x 1 #12


Luce1
Zitat von Pauline333:
Wenn man bereit ist, das Gewesene anzunehmen, zu akzeptieren und jetzt weiter zu gehen.

Seh ich auch so.

x 2 #13


W
@Greta__

Auch in der Verhaltenstherapie wird am Anfang oft kurz in die Vergangenheit geschaut, einfach um zu verstehen, wo bestimmte Denk- und Verhaltensmuster herkommen. Aber: Anders als in der tiefenpsychologischen Therapie bleibt man da nicht ewig hängen.

Verhaltenstherapie heißt: Was kannst du heute konkret ändern? – Also strategisch nach vorne schauen, nicht nochmal alles durchkauen.

Sprich das ruhig an in der Therapie – vielleicht hilft’s, wenn ihr da schneller in die aktive Phase kommt. Du bist nicht wieder bei null, du gehst einfach den nächsten Schritt.

x 3 #14


Gaulin
Also so ganz ohne Vergangenheit wird das nicht funktionieren, weil ja verstanden werden muss, warum gewisse Verhaltensmuster so entstanden sind und was genau "umgedacht" werden muss. Aber: Man muss nicht ins Detail gehen und immer wieder diese Themen der Vergangenheit besprechen. Ganz wichtig, sage ihr was dir auf dem Herzen liegt, was du möchtest und was nicht. Jedes kleine Bedenken oder auch andere Meinung kannst du ihr mitteilen. Es geht dabei nur um dich selbst. Du kannst dort rotzeehrlich sein, dich genauso präsentieren wie du bist mit allen positiven wie negativen Eigenschaften. Damit kann sie am besten arbeiten und dir persönlich helfen.

x 2 #15


D
Zitat von Greta__:
Ich hatte 100 Stunden tiefenfundierte Therapie und wir sind das Thema bis zum erbrechen durch. Ich kann und mag einfach nicht mehr.

Das wäre etwas, dass Dein neuer Therapeut so wissen sollte. Er könnte dann erfragen, weshalb Du so lange in dieser Therapie geblieben bist, zu der Du ja nicht gezwungen wurdest und Dir dann etwas über Dein Verhalten erschließen. Falls das dann für Dich stimmig wäre könnte es passieren, dass er Dir Mittel an die Hand gibt, mit denen Du Dein Verhalten beeinflussen könntest. Und würdest Du diese Mittel erfolgreich umsetzen können, wäre die Verhaltenstherapie dann eigentlich auch abgeschlossen, ohne das Kontingent ausschöpfen zu müssen, oder wollen.

x 3 #16


Panda4
@Greta__
Ich verstehe das Dich .
Als meine Therapeutin mich auf meine Kindheit angesprochen habe ich nach der 2-3 Sitzung gesagt das ich persönliche in meiner jetzigen Situation keinen sinn sehe das mich das weiterbringt . Da ich an meinem jetzigen Zustand etwas ändere möchte . Denn meine Stunden sind ja begrenzt. Sie hat es verstanden und wir haben beim nächsten mal mehr von der jetzigen Situation gesprochen und hin und wieder kam dann mal eine frage von früher. Gut jetzt weis ich inzwischen warum und wie das Problem entstanden ist . Aber mir ganz persönlich hilft mir diese info nicht weiter . Ich denke das ist aber bei jedem anders.
Bin froh das ich mit meiner Therapeutin das gesprochen habe und wir zügig an meinem aktuellen Problemen arbeiten konnten .

x 1 #17

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Greta__
Wow, Danke für die vielen weiteren Inputs! 🙏🙏

Die tiefenfundierte Therapie hat mir sehr weiter geholfen. Ich war ja fertig mit der Therapie, da kam dann die Angststörung. Diese wurde ausgelöst durch Wechseljahre sowie Überdosierung von L-Thyroxin und starken Vitaminmangel.

Leider bin ich dadurch täglich in Angst und Panikattacken gerutscht und das hat sich "festgesetzt". Jetzt wo ich mit L-Thyroxin besser eingestellt bin, ist die Angst und die Panikattacken um vieles besser geworden. Leider sind aber alte Trigger "hängen geblieben", welche ich bearbeiten möchte.

Das möchte ich definitiv angehen, aber halt nicht wieder Alles von Anfang.

x 1 #18


R
Zitat von Greta__:
Diese wurde ausgelöst durch Wechseljahre sowie Überdosierung von L-Thyroxin und starken Vitaminmangel. Leider bin ich dadurch ...

Glaubst Du das selber wirklich, dass eine Angststörung mit Panikattacken durch diese Dinge verursacht wurden? Das wahren vielleicht Auslöser, aber die Ursachen psychischer Störungen liegen fast immer in den seelischen Konflikten. So wie Du Dich hier darstellst, vermute ich, dass Du Dich auch in der tiefer fundierten Therapie sehr oberflächlich verhalten hast, denn sonst räumt so eine Therapie komplett mit den seelischen Konflikten auf und dann sind die eigenen Belange für den Rest des Lebens geklärt. Dann kann man ausgeglichen den Alltag bestreiten und selbst Krisen werfen nicht aus der Bahn. Eine tiefen fundierte Psychotherapie von 100 Stunden klärt alle Konflikte der Kindheit auf, wenn der Klient das möchte, wenn nicht, weicht er 100 Stunden lang dem eigentlichen Thema aus. Wer einmal bewusst durchgegangen ist durch den eigenen Schmerz, hat damit keine Berührungsprobleme mehr, im Gegenteil, er weiß, je öfter er es erwähnt, um so besser ist die Verarbeitung. So funktioniert ganz simpel die Traumabehandlung.

#19


Greta__
Zitat von realo:
Glaubst Du das selber wirklich, dass eine Angststörung mit Panikattacken durch diese Dinge verursacht wurden? Das wahren vielleicht Auslöser, aber ...

Ja, sowohl Wechseljahre als auch Schilddrüse können schwere Ängste, Panikattacken auslösen. Hormone. Kann dir jeder Arzt, Fachliteratur und Betroffene sagen.

Ich habe nach Erfahrungen mit Verhaltenstherapie gefragt, wenn du diesbezüglich etwas berichten kannst, freue ich mich davon zu lesen.

x 3 #20


A


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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