Guten Morgen ihr Lieben
@Zita @Elemente @Kruemel_68 @darkshadow @Hotin @sandracookie
Vielen Dank für eure Nachrichten.
🙏 Liebe Kruemel_68, ich bin in Behandlung bzgl. Hormonersatztherapie. Mir hat (außer mein Frauenarzt, welcher jetzt in Rente ist), keiner geglaubt das einige der Symptome auch mit den Wechseljahren zusammen hängen könnten; es hieß immer "Das ist die Psyche".

Ich war (als Selbstzahler) bei einem Endokrinologen, dieser hat sehr schnell erkannt das es mit den fehlenden Hormonen zusammen hängt, ich nehme seit ca. 2 Monaten jetzt Gynokadin Geld & Famenita. Es ist besser geworden, aber nicht so das ich sagen könnte "Super"! Die riesige Erschöpfung und Überforderung ist leider nach wie vor vorhanden. Bei einer Heilpraktikerin war ich auch, da war ich aber enttäuscht, denn ich hatte nicht das Gefühl das sie einen Plan für mich hat. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn du mich an deinem Weg teilhaben lässt / berichtest.
Hinzu kommt, dass ich jetzt im Krankengeld bin, d. h. ich habe roundabout Euro 450 im Monat weniger und das ist viel Geld und kann mir daher die Selbstzahler-Untersuchungen / Ärzte nicht leisten.
Mir ist gestern beim Angsttagebuch schreiben eines bewusst geworden: Allein sein. Einsam sein. Das ist etwas, was mich seit meiner Kindheit begleitet und ich mich oft noch so fühle, wie ein Kind, welches Dinge stemmen muss, die ein Kind nicht stemmen kann, nicht stemmen sollte. Dieses Gefühl sitzt ganz tief in mir, ich sag immer "Es sitzt in meiner DNA", denn ich fühle es in jeder Zelle meines Körpers. Die Blockade vor Dingen allein zu machen, die Symptome sind immer gleich: Schwindel, Nervosität, Unsicherheit, Überforderung. Das ist mir anhand des Angsttagebuchs noch mal sehr deutlich geworden.
Nun, was soll ich also machen? Auch wenn ich weiß woher diese Ängste kommen, kann ich nicht schnippen und sie sind ab sofort weg. Das ist die Kernfrage, das ist das, was mich umtreibt und was selbst in einer Gesprächstherapie nicht aufgedröselt werden konnte.

Und wenn ich mit meinem jetzigen Therapeuten darüber rede, nimmt er es nicht wirklich an - er sagt zwar, ja, das hängt mit der Kindheit zu tun, aber üben, üben, üben! Nur das üben scheint ja nicht zu helfen

Eine Gesprächstherapie kann ich nicht mehr machen respektive muss da definitiv 2 Jahre warten, meine Stunden sind mehr als ausgereizt, meine alte Therapeutin hat manches Mal Stunden nicht aufgeschrieben ("vergessen"), damit ich noch einen Puffer hatte.
Unabhängig von all dem habe ich heute um 14 Uhr ein Vorstellungstermin! Ich kann es selbst noch nicht glauben. Ich bin eine Fachkraft (Personalfachwirt) und diese sind bekanntermaßen Mangelware.
Ich hatte mich, als mir klar war, dass ich meinen Mobber/Bossing-Job zum 30.06.2025 kündigen werde, u. a. auch für 100 % Remote beworben. Ich habe mich von (ich nenne es jetzt mal so) meinen Kindern/Freunden "bequatschen" lassen, das das nichts für mich ich, ich dann noch mehr in die soziale Isolation komme, so dass ich das Angebot abgelehnt habe.
Ich habe mir ein Herz gefasst und den Personalchef angeschrieben ob die Stelle noch vakant ist etc. pp. Ich hatte nach nur 1/2 Stunde eine Antwort, dass sie das Gespräch sehr gern (!) fortsetzten würden.
Nun, dies Gespräch habe ich also heute. Und ich habe für mich (!) erkannt, dass es derzeit das Beste für mich wäre, einen 100 % Remote-Job zu machen. Ich kann mir meine Kräfte einteilen, ich habe nicht die Reizüberflutung mit vor-Ort. Es fühlt sich für mich richtig an. Nur verstehe ich nicht, warum ich nicht vor Freude durch die Gegend springe? Warum ich mich überfordert fühle?
Da kommt dann wohl wieder die alt bekannte Angst, das alte Muster, das Coping (so nennt es der Therapeut) durch? Ich weiß es nicht.

Liebe Grüße an Euch.