App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

28

D

Depri-Martha72
Mitglied

Beiträge:
8
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo liebe Mitglieder.

Ich habe mich heute hier im Forum angemeldet, da ich etwas verzweifelt bin. Ich leide seit ca. 9 Jahren unter schweren rez. Depressionen.
Ich war ca. 10 x in stationärer Behandlung. Derzeit bin ich in ambulanter Psychotherapie. Ich hab schon sämtliche Medikamente ausprobiert. Mein letzter Klinikaufenthalt dauerte 5 Monate in der geschlossenen Abtlg. und 1 Monat in der offenen Abtlg. Insgesamt wurden 24 Elektrokrampftherapie (EKT)-Behandlungen durchgeführt. Derzeit nehme ich 12 Tabletten am Tag ein. Mein Mann hat mich vor 1/4 Jahr verlassen und hat jetzt eine gesunde neue Freundin. Ich habe große Zukunftsangst.

Ich fühle mich zurzeit nicht gut, teilweise stark depressiv mit den entsprechenden Gedanken und habe große Angst, dass ich wieder abstürze. Ich möchte keinen stationären Aufenthalt mehr in einer Klinik. Vor zwei Tagen hat mich eine ehemalige Mitpatientin angerufen u. gesagt, dass sie alle 14 Tage eine Auffrisch-EKT erhält.

Hat jemand hier im Forum damit Erfahrungen?

24.01.2025 #1


47 Antworten ↓
silverleaf

silverleaf
Mitglied

Beiträge:
1467
Danke erhalten:
7948
Mitglied seit:
Hallo Silke,

es tut mir echt leid, dass es Dir so schlecht geht!

Zitat von SRittscher:
wie bist du denn aus dem ganzen Schlamassel wieder rausgekommen?

Na ja, wirklich "raus aus dem Schlamassel" bin ich nicht wirklich, ich stecke noch mittendrin in der Problemlösung.

Ich mache intensiv ambulante Therapie, gehe in die Klinik, wenn es zuhause nicht mehr geht, und habe ambulant zusätzlich eine ambulante psychiatrische Pflege. Ich nehme an Medikamenten, was möglich ist. Durch die MS und die dazugehörigen Medikamente musste ich meine hochpotenten Neuroleptika absetzen, darum brauche ich regelmäßig "fachmännische" Augen, die beurteilen können, wann ich zu instabil werde oder psychotisch o.ä. werde. Die Symptome bemerke ich inzwischen meistens in frühen Stadien selber und kann diese dann einordnen, dann finde ich einen Umgang damit, indem ich einfach akzeptiere, dass sie da sind und mein Gehirn mir jetzt gerade einen Streich spielt, wenn ich diesen "frühen" Zeitpunkt verpasse, kann ich das nicht mehr, dann wird es Zeit für die Klinik, und das lasse ich mir von meinen Behandlern sagen und höre dann auch auf diese.
Ich habe Benzodiazepine als Bedarfsmedikation, nehme inzwischen statt eines SSRIs ein SNDRI.
Auch intensivere Therapiephasen, in denen es um intensivere Traumatherapie geht, mache in in der Klinik.

Es hat also viel mit Akzeptanz zu tun. Es gibt für mich nur den Weg, meine Problemfelder mit Therapie durchzuarbeiten. Wenn ich ein Medikament umstellen muss, dann mache ich das, Absetzsymptome gehören da leider oft einfach dazu, gehen ja aber auch irgendwann wieder vorbei, also ziehe ich das durch, auch, weil es oftmals keine wirklich gute Alternative gibt. Und es gibt ja auch Medikamente, die diese Phasen erleichtern können. Und im Zweifel kann man das ja auch in der Klinik machen, wenn es gar nicht anders geht.
Quetiapin hatte ich irgendwann auch mal, habe ich auch wieder abgesetzt, weil es ungünstig gewirkt hat.
Und ich habe auch schon miterlebt, wie Mitpatienten wirklich fiese Entzüge (z.B. von einer schweren Tavor-Abhängigkeit) machen mussten, alter Falter, das ist wirklich heftig, aber es geht, auch wenn es alles andere als einfach ist.

Ich versuche, die Phasen, in denen ich ambulant zurechtkomme, möglichst lang zu halten, wenn es aber nicht mehr geht, akzeptiere ich, stationär gehen zu müssen, auch um meinen Mann zu entlasten, damit er schlimmere Phasen nicht allzu lange aushalten muss. Der ambulante Betreuer hilft auch sehr dabei, die ambulanten Phasen verlängern zu können.

Zusammenfassend: Ich akzeptiere, das folgende Komponenten aktuell zu meinem Leben dazugehören:
- eine ziemlich schwere Symptomatik, die aktuell nunmal leider da ist, also akzeptiere ich sie
- Therapie (ambulant und stationär)
- Klinik (in (un)regelmäßigen Intervallen)
- ambulante Betreuung
- Medikamente und Medikamentenumstellungen
- ein Therapeut, ein Psychiater und ein Betreuer, die alle ein gewisses Mitspracherecht haben und auch gewisse Entscheidungen für mich treffen dürfen, wenn ich es nicht mehr kann

Die Situation hat sich dadurch de facto eigentlich nicht wirklich verändert, aber mein Umgang mit der Situation hat sich verändert. Seit ich nicht mehr so dagegen ankämpfe, mit meinen Schicksal hadere und darüber verzweifele,
bin ich ruhiger geworden, die Therapie läuft besser und ich spare Energie, denn die Formel lautet ja:

Leiden ist Schmerz mal Widerstand. Das heißt: Je mehr wir gegen den Schmerz ankämpfen, umso stärker leiden wir darunter.

Den Schmerz kann ich aus der Gleichung nicht entfernen, aber den Widerstand.

Und ich stelle fest, dass es durchaus vorangeht, dass ich Fortschritte mache, wenn auch langsam. Aber das ist ok.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dir damit weiterhelfen konnte, denn es ist jetzt nicht die schnelle Zauberformel, die den Schlamassel schnell beseitigt. Aber zumindest für mich ist es der einzig gangbare Weg.

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG Silver

21.03.2022 06:04 • x 6 #38


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Elektrokrampftherapie (EKT) Depressionen - Erfahrungen

x 3


silverleaf

silverleaf
Mitglied

Beiträge:
1467
Danke erhalten:
7948
Mitglied seit:
Hallo SRittscher,

meine Ärzte haben mir das auch mal vorgeschlagen. Bei mir ging es darum, dass die schwergradigen Depressionen einfach nicht besser werden, keine Therapie und kein Medikament dagegen hilft, auch weil bei mir zusätzlich neurologische Probleme hinzukommen.
Ich habe auch immer wieder psychotische Symptome (inkl. Halluzinationen und Verfolgungswahn), aber die waren hierbei nicht mit im Gespräch.

Es war eine Ärztin in einem Krankenhaus, und ich habe echt gedacht, die will mich auf den Arm nehmen, weil mir bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar war, dass diese Methode wieder im Kommen/ verstärkten Einsatz ist.
Ich habe also abgelehnt und voller Empörung meinem ambulanten Psychiater davon erzählt, der dann zu meiner absoluten Überraschung total dafür war, es für eine exzellente Idee hielt und die andere Ärztin gleich telefonisch kontaktiert hat. Ich habe trotzdem abgelehnt, weil ich mit der Vorstellung einfach nicht klarkam und meine Ängste zu groß waren bzw. sind.

Nichtsdestotrotz kann ich sagen, dass ich meinem Psychiater grundsätzlich echt vertraue, der hat ziemlich viel Ahnung, hält sich auch sehr auf dem Laufenden, und wenn der etwas empfiehlt, tut er es nicht leichtfertig.

Darum würde ich, trotz meiner persönlichen Ablehnung des Verfahrens, grundsätzlich sagen, dass es scheinbar bei bestimmten Indikationen wirklich tolle Resultate erzielen kann (auch wenn ich emotional trotzdem nicht damit zurechtkomme).
Und nichtsdestotrotz würde ich es erst in Betracht ziehen, wenn wirklich alles andere ausprobiert wurde und nichts geholfen hat.
Ich weiß jetzt ja nicht, wie viele verschiedene Medikamente, Therapien und Kliniken Du schon ausprobiert hast.

Alles Gute Dir!

LG Silver

19.03.2022 23:45 • x 5 #36


Zum Beitrag im Thema ↓


S
Hallo Depri- Martha72
Nein, habe leider damit keine Erfahrung. Kann dir nur ein paar mitfühlende Worte schreiben. Sicherlich wirst du in der nächsten Zeit, die eine oder andere Antwort, die dir weiterhelfen wird bekommen. Habe mich auch vor ein viertel Jahr von meinem Alk. Mann getrennt. Seitdem kämpfe ich auch gegen meine Panickattaken und Depressionen an. Jeder Tag ein neuer Kampf und da tun ein paar helfende Worte sehr gut. Schon allein der Gedanken, man ist nicht allein, ist Gold wert. Das du keinen neuen Klinikaufenthalt möchtest, kann ich, bei der Anzahl, die du schon hinter dir hast, gut verstehen. Ich hoffe, du erhälst schnellst Möglich deine Antwort, die dir dann auch weiterhelfen wird.
Einen schönen Abend wünsche ich dir.
LG Ulla

x 1 #2


Icefalki
Hallo Martha, willkommen bei uns.

Deine Frage kann ich nicht beantworten, kenn mich da nicht aus.

Was dir vielleicht hilft, tausch dich mit uns aus.. Mit deinen Erfahrungen kannst du bestimmt dem einen oder anderen helfen und bekommst selbst Hilfe. Wenn auch nur viruell.

Das mit deinem Mann, oh je, dass dich das natürlich nochmals runterzieht, ist verständlich.

Haben die dir EKZs etwas gebracht?

x 1 #3


Kathleena
Zitat von Depri-Martha72:
Hallo liebe Mitglieder. Ich habe mich heute hier im Forum angemeldet, da ich etwas verzweifelt bin. Ich leide seit ca. 9 Jahren unter schweren rez. Depressionen.
Ich war ca. 10 x in stationärer Behandlung. Derzeit bin ich in ambulanter Psychotherapie. Ich hab schon sämtliche Medikamente ausprobiert. Mein letzter Klinikaufenthalt dauerte 5 Monate in der geschlossenen Abtlg. und 1 Monat in der offenen Abtlg. Insgesamt wurden 24 EKT-Behandlungen durchgeführt. Derzeit nehme ich 12 Tabletten am Tag ein. Mein Mann hat mich vor 1/4 Jahr verlassen und hat jetzt eine gesunde neue Freundin. Ich habe große Zukunftsangst. Ich fühle mich zurzeit nicht gut, teilweise stark depressiv mit den entsprechenden Gedanken und habe große Angst, dass ich wieder abstürze. Ich möchte keinen stationären Aufenthalt mehr in einer Klinik. Vor zwei Tagen hat mich eine ehemalige Mitpatientin angerufen u. gesagt, dass sie alle 14 Tage eine Auffrisch-EKT erhält. Hat jemand hier im Forum damit Erfahrungen?

Liebe Martha,
Viele Kliniken bieten schon Intervall Behandlungen an.Das heißt das Du in bestimmten Abständen wieder für eine gewisse Zeit in die Klinik gehst.So das man deine Fortschritte sieht.Dir aber auch bei gegenwärtigen Problemen zur Seite steht.Dies dient dazu das Du Dich entweder erneut Stabilisieren kannst.Oder aber das man so Deine Stabilität aufrecht erhalten kannst.So würden die Akut Aufnahmen weniger werden oder Du sie garnicht mehr benötigst .

x 1 #4


J
Hallo liebe Martha,

ich heiße dich im Forum willkommen. Ich bin auch depressiv und bei mir wollte man vor ein paar Jahren auch mit EKT anfangen, weil Tabletten und Therapie nicht geholfen haben. Ich habe die EKT aber verweigert, weil ich Angst vor den möglichen Nachwirkungen hatte, sodass ich dir darüber nichts sagen kann.
Ich möchte dir Mut machen, es doch weiterhin mit Medikamenten zu versuchen - ich hatte so ziemlich alles probiert, was der Markt hergibt, und erst das letzte hat angeschlagen. Hatte gar nicht mehr daran geglaubt. Vielleicht gibt es für dich doch auch ein Medi, das nur auf dich wartet Wink
Wenn es doch EKT sein soll: Meine frühere Ärztin hat darauf geschworen und hat auch von Patienten berichtet, die regelmäßig zur "Auffrischung" kämen. Denen ginge es danach immer richtig gut.

x 2 #5


G
nach dem Abitur habe ich als junger Mann ein jahr in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet. Das war Ende der 80er. Damals führte man recht häufig bei aggressiven und schwer depressiven Patienten die sg. Elektroschocks, heute EKT genannt, durch. Ich fand das -was ich an dieser Stelle nicht schildern möchte - schon als nur Beteiligter manchmal schwer erträglich. Ich habe damals bei keinem der so behandelten Patienten eine wirkliche Besserung, schon gar nicht von Dauer bemerken können. Die meisten Leute waren danach sehr müde, schliefen viel, und irgendwann war es so wie vorher. Seit einigen Jahren erlebt nun die EKT eine Renaissance in D, insbesondere bei der Behandlung schwerer/chronischer Depressionen. Es gibt einiges dazu im Netz an Infos. Und ich weiß auch nicht, was/ob sich da etwas in der direkten Anwendung gegenüber der von mir benannten von vor 20 Jahren verändert hat. Das Prinzip ist in jedem Fall das Gleiche geblieben. Vielleicht ist die Stromstärke verändert etc... Jedenfalls wurden da in einigen filmen Patienten mit schweren Depressionen vorgestellt, bei denen die klass. medikamentöse Therapie keine Erfolge brachte. Die berichteten dann, dass es ihnen mit den regelmäßigen Behandlungen deutlich besser ginge. Mir hatte das auch ein Arzt schon mal angeboten, da die Medis bei mir nicht besonders wirken, aber ich bin ehrlich: ich hatte einfach Angst davor.

x 2 #6


Syla
Zitat von Depri-Martha72:
Hallo liebe Mitglieder. Ich habe mich heute hier im Forum angemeldet, da ich etwas verzweifelt bin. Ich leide seit ca. 9 Jahren unter schweren rez. Depressionen.
Ich war ca. 10 x in stationärer Behandlung. Derzeit bin ich in ambulanter Psychotherapie. Ich hab schon sämtliche Medikamente ausprobiert. Mein letzter Klinikaufenthalt dauerte 5 Monate in der geschlossenen Abtlg. und 1 Monat in der offenen Abtlg. Insgesamt wurden 24 EKT-Behandlungen durchgeführt. Derzeit nehme ich 12 Tabletten am Tag ein. Mein Mann hat mich vor 1/4 Jahr verlassen und hat jetzt eine gesunde neue Freundin. Ich habe große Zukunftsangst. Ich fühle mich zurzeit nicht gut, teilweise stark depressiv mit den entsprechenden Gedanken und habe große Angst, dass ich wieder abstürze. Ich möchte keinen stationären Aufenthalt mehr in einer Klinik. Vor zwei Tagen hat mich eine ehemalige Mitpatientin angerufen u. gesagt, dass sie alle 14 Tage eine Auffrisch-EKT erhält. Hat jemand hier im Forum damit Erfahrungen?

Das hört sich ja furchbar an ! Ich habe nicht gewusst,das EKT 's heutzutage noch zur Behandlung eingesetzt werden-ich bin sprachlos ! Bei einer Medikamentendosis von 12 Tabletten am Tag (sicher mit starken Nebenwirkungen ) und 24 EKT- Behandlungen kannst Du NIEMALS gesund werden ! Wechsle - wenn möglich- sofort die Klinik und den Arzt der so was in der fast schon strafbaren Menge zur Behandlung einsetzt ! Vielleicht kennt jemand hier im Forum einen empfehlenswerten Arzt der Dich mit einer guten , nicht stationären Therapie wieder ins normale Leben zurück bringt . Sei lieb umarmt Syla

x 1 #7


S
Hallo
Ja, es ist fast unglaublich. Aber um helfen zu können ,bräuchte man doch, ein paar mehr Informationen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass diese EKT helfen können. Im Gegenteil für mich wäre diese eine zusätzliche Belastung. Eine vernünftige Therapeutin wird sicherlich hilfreicher sein, als diese EKT und diverse Medikamente.Ich habe auch sehr viel schlimmes erlebt und hatte und habe kein leichtes, schönes Leben,aber egal in welcher Situation ich auch war, ich möchte Herr meiner Sinne bleiben. Das ist sicherlich einfacher gesagt, als getan. Aber mal ehrlich, diese ganzen Anti- depressiva- Medikamente machen doch nicht nur müde, sondern man hat das Gefühl in einer anderen Welt zu sein, neben seinen Schuhen zu stehen, nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein. Wer will das schon - ich nicht, so schwer das Leben in Moment auch sein mag.

x 1 #8


D
Hallo liebe Forumsmitglieder,
herzlichen Dank für Eure Antworten u. mitfühlende Beiträge. Zu der Frage, ob die EKTs bei mir gewirkt haben: Ja, zwar nur kurzfristig, aber durch die EKTs wurde ich wieder zurück ins Leben geholt. Ich war sehr stark depressiv u. habe keine Erinnerung mehr an diese Zeit in der Klinik. Durch die EKT-Behandlungen habe ich Schwierigkeiten mit meinem Gedächtnis. Dies wurde mir erst klar, als ich wieder zu Hause war. Im Alltag ist mir immer mehr aufgefallen, wieviele Gedächtnislücken ich habe. Ich habe sehr große Angst vor einem erneuten Klinikaufenthalt und evtl. weiteren EKT-Behandlungen. Auch Ketamin-Infusionen waren damals im Gespräch. Glücklicherweise bin ich seit ca. 2 Monaten bei einer sehr guten Psychotherapeutin in Behandlung. Sie nimmt mich und meine Krankheit sehr ernst. Sie hat mir sogar für den Notfall ihre Handy-Nr. gegeben. Ich will es ohne Klinikaufenthalt schaffen. Die negativen Gedanken sind sehr stark und rauben mir gerade meine ganze Energie. Ich kämpfe gerade dagegen an, weiß aber nicht, wielange ich dies noch schaffe. Ich fühle mich so leer, kraftlos und habe Angst, ...
Viele Grüße
Martha

#9


Icefalki
Martha, wenn's gerade sau schlecht ist, schreib hier einfach. Ist immer jemand da.

Oder oben der Button Ratgeber und dann Soforthilfe. Da kannst du mit jemanden reden.

Es tut mir echt leid, dass du so leiden musst. Wenn's aber gar nicht mehr geht, dann geh in die Klinik.

Fühl dich mal ganz doll umarmt.

#10


S
Hallo Martha
Also, wenn ich deine Geschichte lese, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Ich rate dir auf jedem Fall, egal was ist, nicht wieder in DIESER Klinik zu gehen. Sicherlich wird, wenn es notwendig sein wird, deine Therapeutin, eine bessere Lösung finden oder gar eine Klinik, die dir gut tut und nicht kaputt macht. Ich wünsche dir viel Kraft.
LG. Ulla

x 1 #11


D
Ich fühle mich als Riesenversagerin. Viele, viele Klinikaufenthalte, Therapien, Therapeuten, Medikamentenwechsel, EKT...und nix hilft wirklich langfristig. Mein Mann hat sich von mir getrennt, er will wieder ein "normales" Leben leben. Ich habe keine Kraft und vor allem keine Hoffnung mehr, dass ich jemals wieder gesund werde. Jeder Tag ist ein Kampf. Wielange kann ein Mensch das aushalten? Die Gedanken sind dementsprechend düster.

#12


F
Liebe Martha

Du bist keine Versagerin. Du bist schwer krank. Und dafür kannst du überhaupt nix. Und du kannst auch nix dafür, dass die Medikamente, EKTs etc. leider nicht langfristig helfen. Das gibt es leider, das hat nichts mit persönlichen Versagen zu tun. Niemand will krank sein, wenn wir diese Zustände ändern könnten, würden wir es doch SOFORT tun! Ich kann deine Gedanken voll verstehen. Man sieht wie die anderen leben und kann nicht teilnehmen. Das tut weh.

Ich habe mal von einer Magnetfeldtherapie gelesen, die bei schweren Depressionen helfen soll, hier ein Artikel dazu:
http://psychiatrie.uni-bonn.de/forschun ... x_ger.html

Auch habe ich gelesen, dass eine CBASP bei chronifizierten Depressionen (das hab ich vermutlich) helfen kann.
Hier ein Artikel dazu:
http://www.tellmed.ch/include_php/previ ... e_id=12607

@juwi was ist das für ein Medikament, das du nimmst? Bei mir nützen die Medikamente auch nur unzureichend.

Liebe Martha, gib nicht auf, auch wenn es dir sehr schwerfällt. Du bist nicht Schuld an dem ganzen und hast auch nicht versagt.

x 1 #13


D
Hallo. Die Magnetfeldtherapie wurde bei mir auch schon ausprobiert. Hat bei mir leider überhaupt nix gebracht.
Meine Medikamente:
Risperdal, Seroquel prolong, Saroten retard, Elontril, Quiloneum ret. (Psyche)
Simvahexal, Aspirin, Magnesium (Herz)
Syrea (Blut)
Ein Wundermedikament gibt es leider noch nicht.
Aber: Heute ist ein guter Tag und ich werde diesen genießen.
LG Martha

x 1 #14


F
5 psychoaktive Medikamente.... Ich bin sprachlos....

Genau, geniesse den Tag!

#15


Matzeeeeeeee
Ich kann 5HTP empfehlen.Einfach mal belesen im Internet.......mir hilft es auf jeden Fall.

#16


S
Hallo Leute!
So schlimm das Leben auch sein mag, der Tag, die Stunde. Es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkung. Jeder hier, sollte sich dieses bewusst sein. Wir wollen alle ein Angstfreies Leben und manchmal geht es halt nicht ohne. Wir sollten hier aber nicht irgendwelche Medikamente empfehlen, das sollte nur der Arzt machen. Ich bin erschrocken,wenn ich hier lese, dass manche mehrere Sorten gleichzeitig nehmen. Was nützt uns ein Leben mit weniger Angst, dafür mit kaputten Nieren oder Magen usw.
Das hier ist auf keinen Fall böse gemeint, nur es ist halt einfacher sich eine Pille rein zu schieben, als mühevoll an sich zu arbeiten.
Ich wünsche uns Alle hier, schnell wieder etwas gesünder zu werden,ohne Gift.
LG

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Matzeeeeeeee
Tja mein lieber nur was ich empfohlen habe verschreibt dir auch kein arzt weil es Pflanzlich ist und komischerweise die Wirkung sofort da ist und nicht erst nach wochen. Nebenwirkung habe ich auch nicht festgestellt! Ich hab nur ein Tip gegeben und das die Leute sich vorerst belesen.

#18


S
Hallo Matze mit ganz vielen e
Du fühlst dich angegriffen, das war nicht meine Absicht. Du warst auch nicht persönlich damit gemeint. Aber wenn man hier in den letzten Tagen, die Beiträge durch liest, stößt man ständig auf eine riesen Anzahl von Medikamenten, dass war damit gemeint.
Sorry, das es so rüber kam, als wenn Du gemeint wärst.
Schönen Abend

#19


F
@Stehwiederauf leider gibt es so schwere Formen von Depressionen, die nicht ohne Medikamente behandelbar sind. Niemand schiebt sich freiwillig die Pillen einfach so rein, und vor allem nicht so eine Menge, wie Martha einnehmen muss. Überleg doch bitte mal genau, würdest du freiwillig EKT's machen, wenn es irgendwie noch gehen würde? Wohl kaum! Aber im Falle von sehr schweren Depressionen, können diese Erleichterung bringen, und dann nimmt man alles in Kauf, auch Nebenwirkungen! Manchmal ermöglichen diese Massnahmen ein Stück weit ein Leben, wo sonst nichts mehr hilft.

Depressionen sind auch Veranlagung und wenn man Pech hat, dann bricht es aus und kann einen sehr schweren Verlauf nehmen. Niemand kann da etwas dafür, absolut niemand, es ist nicht eine Frage des "an sich Arbeitens" sondern schlicht und einfach eine schwere Krankheit.

Ich wünschte mir du würdest dich besser informieren, insbesondere über Depressionen, bevor du hier so unbedachte Äusserungen los lässt. Diese Äusserungen sind das letzte, was ein Depressiver braucht, der seit 9 Jahren nix anderes tut als an sich zu arbeiten, und trotzdem nicht raus kommt!

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
App im Playstore