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U

Ulf
Mitglied

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25
Mitglied seit:
wenn eine motte in meinem wohnzimmer ist, verzichte ich darauf auf meinem sofa fernzusehen, einzuschlafen, und wenn ich doch in dem raum bin denke ich meistens an nichts anderes als die motte. diesen riesigen fliegenden käfer, der für eigentlich gar keiner ist. gestern habe ich ein neues insektenspray ausprobiert ( ich habe nur 10 minuten abends gelüftet und sie schon in meinem zimmer gehört) und dachte damit wäre gut. nun wollte ich aufs sofa einen film schaun und da schlafen und schon höre ich wieder dieses laute dumpfe geräusch einer riesigen motte die mit überhöhter geschwindigkeit gegen irgenntwas fliegt.
mit spinnen, außer so großen, die schon sowas wie fleisch haben, habe ich kein problem.
aber das mit den motten ist echt eine plage für mich! zurückzuführen ist das wahrscheinlich auf eine geschichte aus meiner kindheit: wenn man motten schlägt fliegen sie wild um deine ohren. aber dass sie mich so belästigen ist erst seit 2-3 jahren so, und es waren auch nur 3 dieser riesigen Insekten in meiner wohnung. ich will und kann nicht mein wohnzimmer! und verstehe es nicht.

ist ein fliegengitter echt die einzigste möglichkeit?

bitte schreibt zurück ich hoffe auf einen eisigen winter.

18.07.2013 #1


136 Antworten ↓
M

Manava
Gast

Zitat von Schlaflose:
da müsste man sich aber bei jedem Schritt, den man tut, totale Gewissensbisse machen, dass man irgendwelche Ameisen oder andere Kleinstlebewesen zerquetscht.

Nein, das tut man nicht in schlechter Absicht.

Zitat:
Die Natur hat das so eingerichtet, dass von gewissen Tieren, wie z.B. Insekten millionenfach mehr produziert werden, als eigentlich nötig, gerade weil sie so leicht umkommen. Sie werden ja auch von anderen Tieren als Nahrung getötet.

Ja, das ist eine Überlebensnotwendigkeit.

Zitat:
Ob der Mensch dabei auch welche vernichtet, wenn sie in der Wohnung sind, macht da keinen Unterschied.

Doch, das ist ein großer Unterschied. Es geht dabei auch um den Menschen selbst. Ob er seinem Hass nachgibt, ob er feindlich oder freundlich der Umwelt, deren Teil er ist, eingestellt ist. Diese Einstellung ist die Basis für sein psychisches Gleichgewicht.

Tiere denken sicher nicht, dass menchliche Behausungen ein Gebiet des Feindes wären. Obwohl sie es leider oft tatsächlich sind. Das Tier ist nicht feindselig, es fühlt sich überall in der Welt Zuhause. Dass durch menschliche Ausbeutung der Natur für Tiere nur noch sehr wenig Lebensraum übrig bleibt, ist ein weiterer Grund dafür, dass sich viele Menschen verpflichtet fühlen sich an Tierschutzgesetzen zu halten und nicht noch mehr kaputt machen wollen. Abgesehen davon, dass Tiere die Schwächeren, also auch die Schutzbedürftigen sind, kann der Mensch auf diesem Planeten nur dank eines intakten Ökosystems überleben. Wenn ich mir immer wieder Gründe dafür ausdenke um Tiere totzuschlagen, werde ich irgendwann eine unterschwellige existenzielle Angst bekommen, und um nicht daran zu zerbrechen, werde ich wahrscheinlich versuchen meine Not durch Schuldzuweisungen zu lindern. Weil ich nichts ändern will, weil ich denke ich wäre zu schwach dafür. Irrtum, wissen wir ja. Aber so funktioniert nun mal dieser Mechanismus der Selbstentwertung.

Das alles ist auch wenig die Frage der Ethik. Und wenn ich selbst in Nöten lebe, bleibt für Ethik so gut wie kein Raum übrig, das ist menschlich. Ein weiterer Grund dafür sich darum zu bemühen, eigene Lebensumstände zu normalisieren.

Ein Tier, egal welches, ob Hund oder Käfer, empfindet Schmerzen, Hunger, Angst, genau wie wir. Wenn es nicht so wäre, hätten auch wir diese Gefühle nicht; der Mensch hat sich bekanntlich aus dem Tierreich entwickelt. Die Feindseligkeit, die wir den Tieren entgegen bringen, ist z. T. auch ein Produkt einer unserer Erfindungen - der Machtstrukturen. Du kennst doch die Geschichte von dem Chef, der seinen Untergebenen tadelt, von dem Untergebenen, der dann seine Frau anstreitet, von dieser Frau, die dann ihrem Kind eine scheuert und von dem Kind, das zuguterletzt dem Hund der Familie einen Tritt gibt? Dann siehst du ja, so und so ähnlich spielt es sich täglich sicher millionen Mal irgendwo auf der Erde ab.

Nur geht dann der Hund nicht zum Käfer, sagt nicht es wäre gerade seine Hütte, er würde Berührungsängste haben und zertatscht ihn! Warum wohl? Weil Hass ein typisches Merkmal des menschlichen Spezies ist, weil Hass etwas ist, was Mensch durch seinen Reifeprozess überwinden kann, aber nur dann, wenn er ihm nicht immer wieder freien Lauf gibt und seine Handlungen nicht nach ihm ausrichtet. Klar geht es dabei um den Schaden, den man anderen zufügt, aber ebenso geht es dabei um dieses perfide System, dessen Opfer zum Schluss man selbst wird, bzw. durch das man sich alle Chancen dem zu entkommen verbaut.

Zitat:
Es bleiben auch so noch genug übrig. Es würden ja wahre Insektenplagen entstehen und die ganze Welt wäre bedroht, wenn alle Insekten, die schlüpfen, länger überleben und wiederum zig Millionen Eier legen, aus denen neue entstehen usw. Töten und getötet werden ist in der Tierwelt Teil der Natur. Das hat ja auch nichts mit Gewalt oder Aggression zu tun.

Das steht hier aber auch nicht zur Rede. Das ökologische Gleichgewicht regelt die Natur selbst, so lange Menschen nicht kontraproduktiv eingreifen. Und das tut er, leider werden mit der Zeit immer mehr Ökosysteme vernichtet, tropische und andere Wälder, Überfischung der Meere sowie Verödung fruchtbaren Bodens sind wohl genügend Beispiele um zu verstehen, dass auch dieser Umgang mit der Natur zur menschlichen Arroganz zählt. Jede zusätzliche Manifestation ist doch wohl absolut überflüssig.

Zitat:
Also hör bitte auf, jemanden, der Ungeziefer in seinem Haus ausmerzt, wie einen blutrünstigen Mörder zu behandeln.

Liebe Schlaflose, ich habe deine Lebensgeschichte hier im Forum gelesen. Bitte versuche doch dir selbst ein besseres Leben einzurichten, damit du auch der Außenwelt etwas mehr Freundlichkeit entgegen bringen kannst. Ich würde mich für dich wirklich vom Herzen freuen.

Liebe Grüße
Manava

09.10.2011 20:40 • #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst vor Motten und Fliegen

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G

GastB
Gast

Mich wundert und erschreckt es ehrich gesagt, dass eine Lehrerin eine so verächtliche Meinung von Tieren und eine so abgehobene Meinung von Menschen hat
und beide so kategorisch voneinander trennt. Das meine ich ganz sachlich.

Zitat von Schlaflose:
Bei Menschen nennt sich das Angst vor der Angst, weil der Mensch sich die Zusammenhänge zwischen den Situationen bewusst macht. Bei Tieren nennt man es klassische Konditionierung und ist ein unbewusster, reflexartiger Vorgang.
Eine "klassische Konditionierung" ist eine, die Reaktionen bewusst und absichtlich erzeugt.
UND: Genauso nennt man so etwas auch beim Menschen "Konditionierung".
Da gibt es keinen wesentlichen Unterschied (wenn überhaupt einen).
http://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Konditionierung

Zitat von GastB:
Der Fehler, den du machst und den auch die meisten anderen Leute machen, ist, die Situation eines Tieres aus menschlicher Sicht zu bewerten. Man stellt sich vor, wie man sich selbst fühlen würde, wenn man in dieser und jener Situation wäre, aber das ist einfach nicht vergleichbar.
Zum einen ist die menschliche Fähigkeit zur Empathie selber ein Teil unserer Evolution und daher liegt man als Mensch damit keineswegs immer falsch, wenn man sich in ein Tier "einfühlt". Und zum anderen gibt es dazu inzwischen genügend wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen, die belegen, dass Tiere sehr wohl unter Gefangenschaft bzw. den Bedingungen der Gefangenschaft leiden (können) bis hin zum vorzeitigen Tod. Je mehr die Bedingungen der Gefangenschaft den Lebensbedingungen in Freiheit entsprechen, desto weniger leiden die Tiere natürlich. In einem riesigen Naturschutzgebiet wie z.B. der Serengeti fühlen sich die Tiere sicherlich ziemlich gut bis sehr gut, da dort ihre Lebensbedingungen natürlich sind, sie ihre Freiheitsbegrenzung praktisch nicht wahrnehmen (ist doch irgendwie eingezäunt, oder nicht mal das?). Allerdings haben sie dort natürliche Feinde und Fresskonkurrenten - aber das ist der natürliche Preis der Freiheit - der allerdings auch für Sport, Spiel und Spannung in ihrem Leben sorgt (s.u.).

Haustiere sind ja wieder etwas anderes. Die meisten könnten in Freiheit ja gar nicht überleben, sind auch emotional-sozial stark an den Menschen gebunden und sind extra dafür gezüchtet, mit Menschen zu leben. Katzen aber sind ja dafür bekannt, dass sie ihre Freiheit lieben und oft tagelang auf die Walz gehen.

Und wie war das neulich mit der Kuh ("Nutztier"), die auf der Flucht war und sich partout nicht einfangen lassen wollte? Es schien ihr in der Freiheit besser zu gefallen! (Wobei ich das durchaus spekulativ sage, denn vielleicht hatte sie nur Angst vor Menschen. Trotzdem: Sie muss mit Menschen in ihrer Gefangenschaft schlechtere Erfahrungen gemacht haben als in ihrer wenige Wochen dauernden Freiheit.)

Alle deutschen und wohl alle mittel- und westeuropäischen Zoos haben inzwischen begriffen, dass sie verhindern müssen, dass ihre Tiere sich in ihren Anlagen langweilen, denn sonst gehen sie ein. (Siehe Panther - das ist eine reale Beobachtung, keine dichterische Projektion!) Die Tierpfleger denken sich inzwischen täglich irgendwelche einigermaßen spannenden Spielchen mit dem Futter für die Tiere aus, damit die eben nicht vor Langeweile eingehen. In der Natur ist die tägliche Futtersuche und die regelmäßige Partnersuche ein Lebenselixier für die Tiere. Genauso wie auch wir eingehen, wenn wir nichts Nützliches und/oder Spannendes mehr zu tun haben, sondern nur noch auf der Couch sitzen können und Essen auf Rädern bekommen ...

10.06.2012 22:11 • #127


Zum Beitrag im Thema ↓


G
Was hast du denn gegen ein Fliegengitter?

Das ist auf jeden Fall für alle Beteiligten, auch dich, besser, weil nicht gesundheitsschädlich, als Insektenspray!

Abgesehen davon hilft nicht jedes Spray gegen jedes Insekt.

Die Motten folgen nur ihrem natürlichen Trieb zum Licht. "Männer umschwirrn mich wie Motten das Licht" sang schon Marlene Dietrich.

Daher muss man etwas zwischen sie und das Licht bringen, wenn man nicht will, dass sie reinkommen. Entweder Fenster zumachen oder Fliegengitter oder einen durchsichtigen, leichten Store ( http://www.spardeingeld.de/gardinen_vor ... rware.html ) , die es auch fertig genäht gibt, vor die Tür oder das Fenster hängen (wobei sie dann aber evtl. seitlich reinkommen können, wenn der Store zu schmal ist); angeblich hlft auch ein südländischer Vorhang aus Perlen- oder Bambusschnüren, die auch ganz hübsch aussehen. Das habe ich aber noch nie getestet.

Außerdem gibt es auch ein Lavendelöl-Spray, das man vorsorglich an die Fenster- und Türrahmen sprüht. Angeblich hält es die Insekten ab.http://de.shopping.com/greeny-insektens ... bNg==/info

Also brauchst du dich und die Tiere nicht mit Insektiziden zu vergiften.

#2


H
Wir hatten bis vor wenigen Monaten ein halbes Jahr lang Lebensmittelmotten in Küche und Wohnzimmer. Es war unheimlich schwer, deren Larven alle zu entdecken und zu beseitigen. Das war eine regelrechte Plage, weil die sich sogar in geschlossene Verpackungen reinfressen.

Als mir das noch nicht klar war, habe ich mir nichts sonderliches gedacht. Aber am Ende habe ich die auch gehasst. Und zwar zu Recht.

#3


O




Ach ja die gute alte Marlene

Schade das es so etwas heute nicht mehr gibt an Musik . Oder doch ?

Maax Rabe ??





Und außerdem bin ich nur wegen Dir hier ?




Jaja die gute alte Zeit


Sorry aber mal zwischendurch ne kleine Abwechslung kann ja nicht schaden . Bin schon wieder wech

#4


U
Zitat von GastB:
Was hast du denn gegen ein Fliegengitter?



ich habe nichts gegen ein gitter, im gegenteil, ich habe nur noch nie selbst eins angebracht.

#5


G
Dann fang jetzt damit an.

#6


G
Zitat von Heilstrom:
Als mir das noch nicht klar war, habe ich mir nichts sonderliches gedacht. Aber am Ende habe ich die auch gehasst. Und zwar zu Recht.

Die hatte ich auch mal. Grässlich.

Aber das sind andere Motten als Ulf gemeint hat. Die kommen oft gar nicht durchs Fenster, sondern ihre Eier können schon in den Lebensmitteln enthalten sein. Die ausgeschlüpften Motten arbeiten sich dann wrklich durch fast hermetisch abgeschlossene Packungen durch.

Und in einer Küche sollte man natürlich kein Insektenspray = Giftstoffe aussprühen.

#7


U
ich meine diese fliegenden tiere die einen pelz haben wie ein vogel, aufdringlich sind wie spinnen und schnell sind wie ratten. brr. ich bilde mir sogar fabelhafte dinge auf sie ein, dass sie aus bestimmten in meine wohnung kommen. aber dieses insektspray gibt das gefühl nicht wehrlos zu sein. wenn ich das nächste mal eine entdecke werde ich sie sofort damit besprühen oder jagen. ich habe nur angst vor der art wie daran sterben wird. aber mit dem staubsauger bekomme ich sie nicht, und mit einer zeitung draufhauen möchte ich auch nicht, alleine der gedanke ist für mich wiederlich.

#8


G
Es sind aber auch Lebewesen mit einem Recht auf Leben, und sie haben ihren Nutzen in der Natur.

Ich versuche immer, diese Tiere irgendwie ins Freie zu locken oder unbeschädigt einzufangen und sie dann hinauszubringen. Immer gelingt es nicht, aber doch relativ oft.

Du kannst ja einen Menschen, der neben dir im Bus steht und dir missfällt, auch nicht mit einem Insektenspray besprühen oder totschlagen. Da musst du dir auch eine sozialverträgliche Variante überlegen. Dasselbe kann man auch mit den Tieren machen.

Ich fange sie z.B. oft mit einem (leeren) Marmeladenglas ein. Oder mache das Licht im Zimmer aus und ein Licht auf dem Balkon an, dann fliegen Motten schnell hinaus.

#9


Z
@gastB: sehr tolerant.

@ulf: ich mag auch keine insekten bei mir zu haus. da kommst du wohl an einem fliegengitter nicht vorbei. ich hab auch welche und seitdem ist bei mir alles insektenfrei sooo schön.

eine andere alternative wäre: fenster zu lassen. aber dann riecht es halt schnell wie im pumakäfig.

nimm dir allerdings zeit beim anbringen von den gittern...das ist manchmal ein wenig nervenaufreibend. aber es lohnt sich.

man kann aber nicht ausschließen, dass doch mal ein tierchen zu dir in die wohnung gelangt (durch die tür!)...dann gehst du entweder so sachte vor wie GastB oder so radikal wie ich

lg

#10


U
ich finde es nicht unsozial insekten zu töten. sie mache mir angst, und ernähren sich von lebewesen. soviel freiheit habe ich noch

#11


G
Zitat von Ulf:
ich finde es nicht unsozial insekten zu töten. sie mache mir angst, und ernähren sich von lebewesen. soviel freiheit habe ich noch

Tötest du jeden, der dir Angst macht und der sich von Lebewesen ernährt?

Dann bist du hoffentlich Vegetarier?

#12


U
nein, so wie der staat früher piraten gejagt hat, jage ich heute die insekten in meiner wohnung. ganz einfach

#13


G
Zitat von Ulf:
nein, so wie der staat früher piraten gejagt hat, jage ich heute die insekten in meiner wohnung. ganz einfach

#14


M
Zitat von Ulf:
nein, so wie der staat früher piraten gejagt hat, jage ich heute die insekten in meiner wohnung. ganz einfach

Nachtfalter orientieren sich seit Jahrmillionen am Licht des Mondes und der Sterne. Das künstliche Licht der Menschen bedeutet für sie in vielen Fällen eine Falle, in deinem Fall also eine Tödliche.

Die biologische Gleichberechtigung der Tierwelt ist spätestens seit Darwin klar. Soziologisch gesehen ist also deine Einstellung eine Ausgrenzung und Minderbewertung. Und "Speziesismus" ist so zu sagen der kleine Bruder des Rassismus.

Hast du es schon mit Antiaggressionstraining versucht? Das wäre ja immerhin eine Möglichkeit.


LG Manava

#15


U
Zitat von Manava:
Hast du es schon mit Antiaggressionstraining versucht? Das wäre ja immerhin eine Möglichkeit.
LG Manava


nein, ich neige nicht zur gewalt. ich schlage mich nicht nie usw.
und jetzt so zu tun als würde elephanten töten finde ich auch nicht fair.
ich hasse es wenn ich alleine im bett oder auf dem sofa schlafen möchte und so ein nachfalter im raum ist. dann kann ich nicht schlafe und so weiter. UND FANGEN KANN MAN DIE NICHT!!

#16


M
Ich weiß ja nicht, was dich antreibt. Ob Aggression oder Frust oder Angst. Oft verhält man sich impulsiv und versucht erst hinterher dafür eine Erklärung zu finden, und oft ist man nicht mal dabei zu sich selbst ehrlich, geschweige noch zu den anderen.

Es ist egal ob Mücke oder Elefant, die Kraft, die deine Zellen wachsen und sich vermehren lässt ist die gleiche, die auch einfachere Organismen am Leben erhält. Deshalb ist es auch ziemlich egal, welches Leben man vernichtet, ein Leben ist ein Leben. Demnach ist Gewalt gegen die kleinste Mücke keine Gewalt gegen die Mücke selbst, sondern gegen das Leben allgemein. Weil wir alle gemeinsam diesen Lebensprozess bilden. Gewalt in jeder Form ist auch Gewalt gegen sich selbst. Und Angst und Panik sind im Grunde Symptome, die eine Alarmfunktion erfüllen. Entweder du hörst darauf und steigst aus, indem du nichts mehr tust und schlechte Emotionen ins Leere laufen lässt, oder du bleibst im Hamsterrad hängen und ärgerst bzw. ängstigst dich weiter.

Fliegengitter - fällt mir auch wieder ein.

Antiaggressionstraining ist eine gute Sache. Allein schon das sich genervt zu fühlen ist eine Aggression. Das tun wir alle immer wieder, aber wenn ich dann anfange um mich herumzuschlagen, habe ich ein Problem.


Gruß
Manava

#17

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M
Zitat von Ulf:
UND FANGEN KANN MAN DIE NICHT!!

Das stimmt nicht. Klar kann man die fangen. Ich habe schon Tausende hinausgetragen.

Spätestens wenn du das Licht ausmachst, bleiben sie irgendwo sitzen.
Ein Glas drüber stellen, ein Papier drunter schieben. Wenn du sie in die Hände fängst, geht der feine Staub von den Flügeln ab - dann können sie vermutlich schlecht fliegen.

#18


U
ich habe echt schwierigkeiten mich dennen zu nähern.
und fliegengitter ist sicher gut, aber es ist dann auch leichter zu rauchen und damit würde ich mich ja für die opfern...naja ist ziemlich weit hergehohlt

#19


Schlaflose
Hallo Manava,

da müsste man sich aber bei jedem Schritt, den man tut, totale Gewissensbisse machen, dass man irgendwelche Ameisen oder andere Kleinstlebewesen zerquetscht.

Die Natur hat das so eingerichtet, dass von gewissen Tieren, wie z.B. Insekten millionenfach mehr produziert werden, als eigentlich nötig, gerade weil sie so leicht umkommen. Sie werden ja auch von anderen Tieren als Nahrung getötet. Ob der Mensch dabei auch welche vernichtet, wenn sie in der Wohnung sind, macht da keinen Unterschied. Es bleiben auch so noch genug übrig. Es würden ja wahre Insektenplagen entstehen und die ganze Welt wäre bedroht, wenn alle Insekten, die schlüpfen, länger überleben und wiederum zig Millionen Eier legen, aus denen neue entstehen usw. Töten und getötet werden ist in der Tierwelt Teil der Natur. Das hat ja auch nichts mit Gewalt oder Aggression zu tun.

Also hör bitte auf, jemanden, der Ungeziefer in seinem Haus ausmerzt, wie einen blutrünstigen Mörder zu behandeln.

Viele Grüße

#20


A


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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