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139

H

Hilfesuchende01
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Hallo ihr Lieben,
da ich immer wieder unter abwertenden Gedanken leide, habe ich mir mal Gedanken über die Gedanken gemacht. Es würde mich freuen eure Meinung dazu zu hören.

Also ich habe gelernt, dass man nicht beeinflussen kann welche Gedanken man hat. Gedanken passieren einfach und sind willkürlich daher auch der wichtige Spruch: Ich bin nicht meine Gedanken, ich habe Gedanken. Erst jetzt wo ich die Gedanken habe wähle ich aus welche Gedanken für mich richtig sind und meiner selbst entsprechen, also mit welchen Gedanken ich im Einklang bin. Ist das bei euch auch so?


Weiters stelle ich mir die Frage ob der Gedankenstrom denn man den ganzen Tag so hat aus der Vergangenheit kommt und vielleicht sogar teilweise erlernt wurde?
Muss man sich den von Gedanken alles gefallen lassen?

12.11.2021 x 6 #1


85 Antworten ↓
M

moo
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@Hilfesuchende01

Auch noch ein paar Gedanken (sic!) dazu:

1. Gedanken und Denken sind zwei verschiedene Dinge!

Gedanken sind im Geist gespeicherte Sinneseindrücke, die aus bereits stattgefundenen Sinneskontakten (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten) entstanden. Der Unterschied zu den Sinneskontakten ist lediglich, dass sie von "innen" (aus dem Geist) kommen.

Denken ist aktives geistiges Gestalten und findet in aller Regel unbewusst statt. Unbewusst bedeutet hier, dass Denken nicht bewusst erlebt und schon gar nicht beobachtet werden kann. Nur sehr weit fortgeschrittene Meditierende sind in der Lage, den Beginn und das Ende des geistigen Gestaltens zu erkennen, doch ich schätze, das ist bei keinem hier im Forum der Fall zwinkern

Daraus folgt, dass das was Du oben beschreibst, lediglich ein Beobachten von Gedanken darstellt.

2. Weshalb die Angst/Unsicherheit?

Einer der Gründe, weshalb uns "wirre" Gedanken ängstigen, ist der (vermeintliche!) Kontrollverlust. In Wahrheit ist es aber kein Verlust von Kontrolle, sondern Unwissenheit über Punkt 1 (s.o.).

Da wir glauben, Gedanken seien gleichbedeutend mit Denken beziehen wir die Gedanken auf uns! Es fühlt sich so an, als hätten wir etwas mit unseren Gedanken gemeinsam, währen dafür verantwortlich, ja sogar manchmal schuld daran...

Niemals würden wir so über die anderen Sinneseindrücke (Gesehenes, Gehörtes, Gerochenes etc.) denken! Weshalb ist das so? Weil diese Sinneseindrücke (vermeintlich!) von außen kommen, Gedanken jedoch, wie oben beschrieben, von innen. Der unachtsame Geist meint deshalb, er wäre der Schöpfer derselben.

15.10.2021 09:16 • x 7 #31


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A


Gedanken über das Denken

x 3


Abendschein

Abendschein
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Zitat von Blumen:
Wie stoppst du sie ?

Indem ich mir selbst sage, STOPP hier und nicht weiter.
Ich bin er Herr meiner Gedanken, so wie ich sie in schlechte Gedanken denken kann,
kann ich sie auch in Gute umwandeln. Geht nicht von Heute auf Morgen und wenn man
einmal in dem schlechte Gedanken Kreisel drin steckt, ist es schwer, sehr schwer daraus zu
kommen. Jeden Tag ein Stückchen mehr, klappt bei mir auch nicht immer. Ablenken,
war für mich eine gute Option.


Zitat von Blumen:
Wie machst du das dass du nicht am Gedanken hängen bleibst?

Andere Gedanken denken. Ganz Bewußt.


Zitat von Blumen:
Also ich habe zb oft Angst vor meinen eigenen Gedanken. Ich fürchte mich davor dass ich nurmehr abwertende Gedanken habe und mich dagegen nicht wehren kann , dass alles außer Kontrolle gerät.

Habe ich Früher auch gedacht, das ich die Kontrolle verliere, ich habe sie nie verloren.
Ich bin auch nicht Dumm geworden, das war auch immer meine Angst. Durch die Angst (Gedanken)
Dumm zu werden. Isst nie passiert.

Wichtig war für mich die gute Therapie, gute Gespräche. Angst ist nicht immer schlecht,
sie will was sagen, aber diese Angst und Panik macht krank. Mein Therapeut hat Damals gesagt,
durch die dauernde Angst, läuft der Körper, die Organe auf Hochtouren, nicht gut.

Ich habe und hatte ja immer Angst vor Krankheiten. Wenn ich Heute was habe oder bekomme,
zähle ich bis 10 und sage mir dann selbst Aaaaaallleees ist guuuut. Dann bekomme ich ein wenig
Abstand von mir selbst, von meinen Gedanken. Wenn ich Google geht es mir schlecht um nicht zu
sagen, Schei ß e. Google tut nicht gut. Auch den Gedanken nicht.

Ich möchte mich nie wieder Situationen aussetzen müssen, wo ich permanent Angst habe
und das gilt für alle Bereiche dieser Welt.

15.10.2021 10:46 • x 4 #39


Zum Beitrag im Thema ↓


klaus-willi
Ich denke,also bin ich.
Das sagte schon René Descartes

Denken ist das wichtigste im Leben um unser Handeln zu steuern.
Gedanken können auch auch krank machen ,wenn sie nur negativ sind.
Ich versuche immer eine Balance zu finden ,was aber nicht immer gelingt.
Das ist immer so eine Sache,hoch sensible Menschen leiden oft darunter weil sie sich über andere so sehr Gedanken machen ,das sie selber darunter Leiden.


https://www.quellonline.de/philosopie-f...o-bin-ich/

x 3 #2


Abendschein
Zitat von Hilfesuchende01:
Hallo ihr Lieben, da ich immer wieder unter abwertenden Gedanken leide, habe ich mir mal Gedanken über die Gedanken gemacht. Es würde mich freuen eure Meinung dazu zu hören. Also ich habe gelernt, dass man nicht beeinflussen kann welche Gedanken man hat. Gedanken passieren einfach und sind willkürlich daher auch ...

Natürlich kann ich meine Gedanken beeinflussen. Das was ich denke, strahle ich aus. Wer sonst könnte meine
Gedanken denken, doch nur ich. Denke ich gut, bin ich ausgeglichen und positiv, denke ich schlecht, geht es mir nicht gut und das sehen auch meine Mitmenschen. Aber kein Mensch denkt immer nur gut.

x 5 #3


kritisches_Auge
Ich halte nichts davon mich selber zu belügen, wenn ich nicht positive Gedanken habe sind sie eben da und ein Teil von mir.

Ich machte die Erfahrung wenn ich nicht dageen ankämpfe, sondern sie fließen lassen, gehen sie ganz von selber weg, und sie zu akzeptieren hat gerade zur Folge sie nicht auszuleben.

x 1 #4


Icefalki
Ausserdem muss man nicht alles glauben, was man so denkt.

Und auch wissen, dass bei negativer Stimmungslage, das Denken auch nicht positiv sein kann. Ist eben so.

Mir hilft das bewusste Denken. Bedeutet, wenn ich merke, oh, alles S cheisse, dann versuchen, bewusst ins Hier und Jetzt zu kommen. Die Gedanken auf "Wahrheiten" überprüfen. Oder nach Lösungen suchen.

Oder ablenken. Nicht alles was man denkt ist wirklich wahr.

x 8 #5


G
denke nie, gedacht zu haben, denn das denken der gedanken, ist gedankenloses denken-wenn du denkst du denkst-dann denkst du nur du denkst-denken tust du aber nicht 🤨
p.s. habe ich mal irgendwo aufgeschnappt-und ist hängengeblieben.....

x 2 #6


E
Zitat von gerald:
denke nie, gedacht zu haben, denn das denken der gedanken, ist gedankenloses denken-wenn du denkst du denkst-dann denkst du nur du denkst-denken tust du aber nicht 🤨 p.s. habe ich mal irgendwo aufgeschnappt-und ist hängengeblieben.....

Der erinnert mich stark an dieses Video:
😂😂😂

#7


Abendschein
Zitat von Icefalki:
Ausserdem muss man nicht alles glauben, was man so denkt. Und auch wissen, dass bei negativer Stimmungslage, das Denken auch nicht positiv sein kann. ...

Aber was ist die Wahrheit?
Meine ? Der Anderen? Wenn zwei sich streiten, wer hat Recht?
Meine Gedanken? Kompliziert, oder?

x 2 #8


Nora5
Zitat von Hilfesuchende01:
dass man nicht beeinflussen kann welche Gedanken man hat.

Ich glaube, dass man Gedanken sehr üben kann, zu steuern. Mir hilft zum Beispiel der Satz "Ich darf es mir leicht machen" immer wieder sehr in brenzligen und stressigen Situationen

x 2 #9


kritisches_Auge
Wenn ich wirklich begriffen und verinnerlicht habe dass ich es mir leicht machen kann um bei deinem Beispiel zu bleiben, muss ich es nicht mehr durch Gedanken steuern.

x 1 #10


hereingeschneit
Interessantes Thema.
Gedanken, die mir jetzt da spontan kommen:
Gedanken, die positiv oder negativ eingeordnet werden, sind bewertete Gedanken. Das ist gut oder schlecht. Warum müssen wir alles bewerten?
Gedanken, die immer wieder kehren, wie: ich schaff das nicht, ich bin nicht hübsch... oder aber auch, darin bin ich gut, das kann ich, ich habe schöne Augen.... sind Glaubensätze und prägen unser Leben.
Wie sie entstanden sind hängt mit unserer Vergangenheit und Umfeld zusammen. Ob sie wahr sind, könnte sich also durchaus lohnen zu überprüfen, was aber nicht so einfach ist, weil man ja davon überzeugt ist und man somit auch die Bestätigungen dazu findet. So ist das halt mit dem Glauben, der lässt sich nicht so einfach umgestalten, denn er gibt uns einen gewissen Halt, etwas Vertrautes.
Zählt der Glaube als Gedanke? Sind immer wiederholende Gedanken Gedanken? Oder könnte man es sogar Gehirnwäsche nennen?
Aber was sind dann Gedanken? Wenn ich etwas organisieren möchte, etwas gestalten möchte, etwas planen möchte, dann muss ich mir Gedanken machen, damit ich ins Tun kommen kann.

Ja, interessantes Thema.

x 1 #11


hereingeschneit
Zitat von kritisches_Auge:
Wenn ich wirklich begriffen und verinnerlicht habe dass ich es mir leicht machen kann um bei deinem Beispiel zu bleiben, muss ich es nicht mehr durch Gedanken steuern.

Zitat von hereingeschneit:
Sind immer wiederholende Gedanken Gedanken? Oder könnte man es sogar Gehirnwäsche nennen?

Warum wiederholen wir immer wieder unsere Gedanken?
Haben wir tief in uns eine andere Meinung und damit die nicht durchkommt müssen wir uns mantramäßig einreden, dass wir nicht gut genug sind?

Und wiederholen wir nur unsere negativen Gedanken oder auch die positiven?
Und wenn die positiven verinnerlicht wurden, dann hört das Denken darüber auf?
Was mich dann eben wieder fragen lässt, warum müssen wir die negativen ständig wiederholen? Was veranlasst uns dazu?

x 1 #12


California1
Ich kann jedem den das Thema Gedanken/Denken interessiert die Bücher und Videos von Eckhart Tolle empfehlen. Sobald ich etwas von ihm lese oder ein Video schaue, geht es mir nur davon allein schon gut bzw. besser. Daumen hoch

LG

x 3 #13


Susanne05
Beim Achtsamkeitstraining hat mal eine Psychaterin gesagt:

"80 bis 100 Grdanken gehen uns in der Minute durch den Kopf, aber die müssen wie nicht alle glauben."

Ich fand das tröstlich und den Gedanken der Anderen glaub ich ja auch nicht alles. Warum dann meinen?

x 1 #14


H
Zitat von Icefalki:
Ausserdem muss man nicht alles glauben, was man so denkt. Und auch wissen, dass bei negativer Stimmungslage, das Denken auch nicht positiv sein kann. Ist eben so. Mir hilft das bewusste Denken. Bedeutet, wenn ich merke, oh, alles S cheisse, dann versuchen, bewusst ins Hier und Jetzt zu kommen. Die Gedanken auf ...

Wie überprüfst du deine Gedanken auf die Wahrheit?

#15


H
Zitat von California1:
Ich kann jedem den das Thema Gedanken/Denken interessiert die Bücher und Videos von Eckhart Tolle empfehlen. Sobald ich etwas von ihm lese oder ein Video schaue, geht es mir nur davon allein schon gut bzw. besser. Daumen hoch LG

Hast du ein paar Zitate von ihm die dir helfen?

#16


H
Zitat von Susanne05:
Beim Achtsamkeitstraining hat mal eine Psychaterin gesagt: "80 bis 100 Grdanken gehen uns in der Minute durch den Kopf, aber die müssen wie nicht alle glauben." Ich fand das tröstlich und den Gedanken der Anderen glaub ich ja auch nicht alles. Warum dann meinen?

Ja genau damit meinte ich den Gedankenstrom der in einem den ganzen Tag abläuft und denn man nicht beeinflussen kann.
Dass man den Gedanken der Anderen ja auch nicht alles glaubt , find ich wunderbar formuliert von dir. Dass ist mal was neues was ich bis jetzt noch nicht gehört habe.

x 1 #17

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G
Zitat von Hilfesuchende01:
Wie überprüfst du deine Gedanken auf die Wahrheit?

denke das lässt sich nicht machen-die meisten gedanken spiegeln durch nur die momentanen emotionen wider...wahr ist nur, was hieb und stichfest ist-und das sind die wenigstens gedanken-ausser ich denke gerade, dass es draussen dunkel ist zwinkern))))))

#18


klaus-willi
Man darf fast alles denken ,nur nicht sagen.
Die Gedanken sind frei und können einem nicht verboten werden.

#19


G
Zitat von klaus-willi:
Die Gedanken sind frei und können einem nicht verboten werden.

das ist einerseits das gute-und andererseits das schlechte-denn dadurch kann man viel unnötiges denken und sich damit nur das leben schwer machen Sad

x 1 #20


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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