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Hallo,

ich weiß nicht was mit mir los ist und langsam bekomme ich Angst vor mir selbst quasi.
Alles fing erst vor wenigen Tagen an. Ich war gerade beim Abwasch, als ich ein Messer in der Hand hielt (da ich es gerde abtrocknen wollte) und plötzlich schoss mir der Gedanke in den Kopf, wie es denn wäre, wenn ich mir dieses Messer in den Hals rammen würde und irgendwie steigerte ich mich in diesen Gedanken total rein. Sosehr, dass ich mir das Messer wirklich an den Hals hielt, gleichzeitig aber immer den Gedanken wie absurt das ist und dann legte ich es wieder weg, zur Sicherheit versteckte ich sogar alle Messer erstmal, weil ich mich da gedanklich so extrem reinsteigerte. Ich hatte Angst, ich würde mir wirklich etwas antun, obwohl ich das ja gar nicht will. Ich konnte einfach von diesem Gedanken nichtmehr abweichen. Ich habe ANgst vor mir selbst entwickelt und Angst ich würde verrückt werden. Der Gedanke mit dem Messer wurde von einem neuen Gedanken abgelöst. Plötzlich schoss mir in den Kopf, wie es wäre, wenn ich mich selbst würgen würde. Parallel wieder die Gedanken, wie abnormal diese Gedanken sind und die Angst ich könnte mir wirklich etwas antun. Es war die ganze Zeit wie Engelchen und Teufel die in mir sprachen. Einmal wie so ein innerer Drang mich selbst würgen zu müssen und auf der anderen Seite ein "halt stopp mach das nicht, das ist völlig verrückt". Im Endeffekt hatte ich dann solch eine ANgst, dass in mir solche Gedanke wandern, dass ich in dieser Nacht auch nicht schlafen konnte, die ganze Zeit musste ich daran denken, was für komische Gedanken ich plötzlich hatte und was nur mit mir los ist. Auch der Gedanke bzw. die Angst, ich würde eine Shizophrenie entwickeln plagte mich.
Der Gedanke daran, dass ich solch Gedanken hatten hatte, plagt mich nun seitdem. ich will solch Gedanken nicht haben. Besonders Angst machte mir, dass mir in den Folgetagen Gedanken in den Kopf schossen anderen Menschen etwas anzutun. SituationsBsp von vor 2 Tagen: mein Freund war bei mir und wir kochten Nudeln, da schoss mir plötzlich der mega kranke Gedanke in den Kopf, ihm das heiße Wasser überzuschütten und zwischenzeitlich auch immer, (anstatt mich) ihn zu würgen. Oh man mir schießen Tränen in die Augen gerade, während ich das schreibe. Die selben Gedanken auch auf meine Eltern.

Was ist nur los mit mir ? Ich habe wirklich Angst verrückt zu werden oder die Kontrolle über mich zu verlieren und wirklich jemanden oder mir etwas anzutun. Derzeit ist es ein kleiner Kreislauf, ich denke daran, dass ich solch Gedanken hatte und dadruch schießen mir immer neue komische Gedanken in den Kopf. Ich will, dass es aufhört !
Ich traue mich kaum, ein Messer, zum Obst schälen oder so in die Hand zu nehmen, weil ich dann direkt daran denken muss, dass ich da solch komische Gedanken hatte.


Könnte der Hintergrund eventuell meine Ratlosigkeit und Versagensängste in Bezug auf mein Studium sein ?!
Mich plagen seit ein paar Wochen die Fragen, ob das Studium wirklich das ist, was ich später wirklich machen will (anderer seits fallen mir auch keine Alternativen ein) und ob ich es überhaupt schaffe und dass es so viele Kommilitonen gibt, die doch viel besser sind und ich das Studium nur mittelmäßig abschließe bzw. es nicht in der Regelstudienzeit schaffe und später auch keinen Job finde (und das obwohl ich grad mal im 1. Semester bin) naja und mein Ärger über mich selbst, wie sehr ich das Studium dieses Semester eigentlich vernachlässigt habe (gehe an 2 kompletten Tagen in der Woche arbeiten, die restlichen 3 Tage Uni ... aber da bin ich oft nicht zu den Vorlesungen gegangen und hab die Zeit lieber für Hausaufgaben genutzt oder so)

Ich wollte mich einfach mal mitteilen und vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich bin jemand, der seine Probleme nicht wirklich in sich reinfressen kann. Bin ich eventuell eh ein Fall für den Psychotherapeuten ?!


Ach was mir noch einfällt, ich habe öfters (seit Monaten) so Situationen, die sich ja, wie unreal anfüllen, als würde ich das eigentlich träumen ... besonders, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle bzw. in Phasen wo ich mich psychisch nicht so fitt fühle .. kennt das jemand ?

24.07.2013 15:40 • 13.08.2013 #1


6 Antworten ↓


hallo nilorac,

es ist erst einmal super das du das Messer weg legen konntest!
Und es war ja auch erst mal nur ein Gedanke!
ich habe in der Klinik häufig von mitpatienten gehört das die gedanken hatten irgendwelche schlimme sachen zu machen. Meistens waren es dann zwangspatienten. Und dann demzufolge wahrscheinlich auch zwangsgedanken.
Und das die zu so einer Angst führen ist ja auch klar. Wem würden solche Gedanken nicht Angst machen?!

Und du schreibst ja auch du willst es gar nicht!
Es sind nur gedanken.
Je mehr du natürlich sagst du willst die nicht haben, destso mehr kommen sie. Wenn du z.b. sagst du willst nicht an einen rosa elefanten denken, desto mehr denkst du an diesen eefanten.
ich weiß das ist jetzt so einfach gesagt und vielleicht auch ein blödes Beispiel aber mir fiel nichts besseres ein...
ich glaube es wäre besser wenn du sie erst einmal es akzeptierst das sie da sind. das heißt nicht das du es gut finden musst das sie da sind(die gedanken), es heißt nur das du es akteptierst das die da sind...

Klar kann es vom Stress kommen, das plötzlich so welche Gedanken da sind...
Vielleicht wäre es schon gut wenn du total damit überfordert bist dir therapeutische Hilfe zu holen.
Aber du bist nicht verrückt!
Und das du das hier geschildert hast ist schon super. da kannst du echt stolz auf dich sein:-)

hattest du früher denn schon mal so welche oder änliche gedanken?

ja und die sachen kenne ich auch. das könnte was du beschreibst dizzozieren sein,. Also das du dann flüchtest vor dir selbst weil du in dem moment nicht mehr mit dir klar kommst selbst. ich mache es nur in anderen situationen..

Mit lieben Grüßen,
Delphin2

24.07.2013 15:59 • #2



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Hallo Delphin2,

vielen Dank für deine Antwort.
Wie merkwürdig, als ich sie las kam in mir plötzlich wieder der Gedanke bzw. wie so ein Verlangen danach mir das Messer reinzurammen. Ich hatte echt Schiss mich verlässt gleich mein Ich und ich renne wirklich in die Küche und mache es. Eigentlich ist es wie, wenn man den inneren Schweinehund bei etwas überwinden möchte (für eine positive Situation), aber es nicht schafft, nur in dem Fall, als ob einem die Nichtüberwindung des inneren Schweinehundes und der Gedanke, wie dämlich das alles ist, einen (zum Glück) zurück hält. Ohjeee....

Ja, ich hatte solch Gedanken schonmal, aber nicht so umfangreich und intensiv.
Ich erinnere mich an 2 Vorfälle. Einmal als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Wieder die Sache mit dem Messer. Mir kam der Gedanke, es in meinen Bauch hineinzurammen und dann die Vorstellung wie ich dann da so liege, meine Eltern mich finden und ich hoffentlich überlebe. Ich packte damals das Messer gleich weg, versuchte mich auf andere Dinge zu konzentrieren und wenige Minuten später war die Sache erledigt und vergessen.
Gleiches Szenario vor ein paar Wochen ... oder Monaten...weiß ich nichtmehr ... bei mir in der Wohnung,
auch wieder der Gedanke mir das Messer in den Bauch zu rammen und dort schaffte ich es auch die Sache nach wenigen Minuten zu vergessen.
Nur diesmal mal schaffte ich das dann nicht und die potzenzielle Körperregion änderte sich ....

24.07.2013 16:29 • #3


Hallo nilorac,

ja das ist gut das du das messer wieder weglegen konntest als du die antwort hier gelesen hast:-)!
Am besten ist wirklich du legst sie sonst erst einmal in weiter weg...

Hast du dich damals jemanden anvertrauen können als du damals die Gedanken hattest?
Und wie hast es es damals geschafft die Gedanken auf etwas anders zu lenken?
irgendwie hat es ja funktioniert, denn sonst wären sie ja die ganze zeit über da gewesen bestimmt, oder?!

Was meinst du mit nur diesmal schaffte ich es nicht?
Das heißt jetzt nicht wirklich das du dich verletzte hattest oder?
Denn wenn ja bräuchtest du dringend hilfe und unterstüzung von Therapeuten und Ärzten.
Hast du dich deiner familie damit anvertrauen können oder deinen Freunden ect.?

Mit lieben Grüßen,
Delphin2

27.07.2013 19:27 • #4


ThE-Joker
hi nilorac, wie sieht es dann momentan bei dir aus... ist diese Angst wieder weg? Bei solchen Ängsten muss man diese einfach zulassen und es einfach vorbeiziehen lassen... irgendwann verliert es an Bedeutung. Lass dein Kopf das Szenario durchspielen wie es will, denn das wichtigste ist ja das deine Angst, es wirklich zu tun, es verhindert. Im Allgemeinen kann man sagen, wenn man vor etwas Angst hat, dann weiß man auch das man eigentlich Gesund im Kopf ist... klingt bisschen paradox ist aber meißtens so.

11.08.2013 20:21 • #5


Hallo, nilorac

ICh hatte das auch lange Jahre...immer mal wieder und immer dann wenn ich Stress hatte.
Es fing bei mir an, als ich 9 Jahre alt war und meine Eltern sich trennten. Da stand ich sehr unter psychischen Stress.
ICh schilderte es meiner Mutter und die machte ein Drama daraus. Wollte mich in eine Psychiatrie stecken und machte Panik. Das brannte sich so dermaßen in mein Hirn ein, dass ich es bis heute nicht vergessen kann. Mein Vater, den sie kontaktierte, blieb ruhig und beruhigte meine Mutter wieder.
Aber ab da hatte ich auch zwangsgedanken. Später, ich könnte das Lenkrad meines Autos rumreissen und vor enen Baum fahren oder ich könnte dem Fahrer, neben dem ich saß, ins Lenkrad greifen. Ich bekam Schweissausbrüche in dem Moment und musste mich echt konzentrieren es nicht zu tun. Schlimm war das.
Als ich dann freiwillig eine ambulante Therapie machte, sprach ich das an. ICh habe da mit niemandem drüber gesprochen und die Therapeutin blieb ruhig. Sie meinte, dass ich sehr unter Druck stand und solche Gedanken in dem Augenblick (wenn man den Stress hat), völlig normal seien. Das wars und seitdem schenkte ich dem kein Gewicht mehr und ich hatte es bisher nie weider. Dazu kommt, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, so wie es ist und von daher...keine Zwangsgedanken mehr

Ich denke, bei dir ist es der druck, wegen dem Studium und vielleicht hat es auch unterschwellig etwas mit deinen Eltern zu tun. Setzen sie dich auch ein wenig unter Druck, wegen des Studiums? Oder haben sie dich vorher schon unter Druck gesetzt?
ICh würde dir empfehlen zu einem Therapeuten zu gehen. Nicht weil ich denke dass du verrückt bist. Das bist du nicht! Sindern damit du den Druck los wirst. Das hilft wirklich ungemein und du kannst dich auf dein Leben konzentrieren.
Denke den Gedanken den du dann hast einfach weiter. Was ist wenn das passiert, was du denkst. Was sind die Konsequenzen? Bringen sie dir etwas?
Was ist schön in deinem Leben? Denke dann daran. Du bist jung und du kannst noch so viel machen!
Lebe!

Liebe Grüße

11.08.2013 21:46 • #6


Hallo Nilorac,

du bist nicht alleine !

Habe auch ganz extrem diese Gedanken gehabt bzw habe sie teilweise immer noch. Es macht einen wirklich fertig und ist kaum auszuhalten!
Diese Situationen die du schilderst, wo du dich wie im Traum fühlst, kenne ich auch zu gute. Habe ich auch und ist zur Zeit wieder schlimmer. Ich fühle mich wie unter einer Käseglocke und nehme meine Umwelt nur noch dumpf war. Ich spüre so null Emotionen und Empfinden auch nicht. Deswegen vermute ich, kommen diese Gedanken. Man spürt sich selber nicht mehr, nimmt sich nicht mehr wahr und will aus diesem Traum aufwachen. Du kennst ja sicher den Spruch: Kneif mich mal.. ich glaub ich Träume!

Ich glaube auch das, dass durch deine eigentliche Ängste kommt und dich das sehr belastet!

Auf jedenfall solltest du zu einen Psychologen gehen und evtl auch mal drüber nachdenken für den Anfang Tabletten zu nehmen. Ich bin eigentlich nicht für Tabletten aber durch diese Selbstverletzungsgedanken die mich zusätzlich noch zu meinen anderen Problemen plagten, sah ich keinen anderen Ausweg mehr und fing an Antidepressiva zu schlucken und es hat mir wirklich seeeehr gut geholfen von diesen Gedanken weg zu kommen & schießt nur noch ab und an in meinen Kopf. Bin aber auch jetzt dabei eine Therapie zu machen in der Hoffnung diese Gedanken endgültig zum Mond schießen zu können. Hoffe du wirst das auch schaffen !

13.08.2013 21:22 • #7




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Dr. Reinhard Pichler