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Alexander287

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Hallo Zusammen,

Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:
Ich heiße Alexander, bin 22 Jahre alt und Student.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:
Als ich ungefähr 17 war hatte ich schwere Depressionen, die lange Zeit nicht erkannt wurden. Mit 19 geriet ich dann mehr oder weniger durch Zufall an einen Psychologen, der mir dann ein Antidepressivum ( Citalopram ) verschrieb. Meine Stimmung hellte sich etwas auf. Und an sich geht es mir auch super, ich hab die Depression überwunden.

Jedoch leide ich jetzt sehr stark unter Einschlafproblemen. Ich hatte in der Depression nämlich sehr starke Einschlafprobleme weil mich die ständigen Sorgen des Tages quälten. Und hatte oft nur 3 Stunden am Tag geschlafen.

Mein Problem ist, dass ich das Schlafen sehr herrauszögere. Das zeigt sich darin, dass ich sehr spät ins Bett gehe.
Ich leide sehr darunter und möchte an dem Problem aktiv arbeiten.
Heute wurde es mir mal wieder richtig bewusst. Ich habe bis jetzt mal wieder nicht geschlafen....
Ich habe auch schon sehr viel ausprobiert von Meditation über Schieß mich tot. Ich glaube das Problem ist bei mir tief in der Psyche zu suchen.

Hatte jemand von euch schon einmal so ein Problem und wenn ja wie habt ihr es in den Griff bekommen? Oder hat jemand von euch einen Ratschlag für mich?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Schlaflose Grüße

28.07.2009 04:13 • 01.07.2019 #1


30 Antworten ↓


Herr-von-Blödef.


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ach du schande das gleiche hab ich auch

ich bin heut von der nachtschicht wieder da und kann einfach nicht pennen ... das hat sich seit 1 jahr extrem verschlimmert ! auch wenn ich urlaub hab egal wie lange, schlaf ich trotzdem sehr oft nur so 3 manchmal 2 st. ! mir kommts vor als der tag zu weing stunden um alles zu erledigen was man will ... und am nächsten tag fühl ich mich wie´n zombi ... dann machst du nen 1 stundenmittagschlaf und kannst wieder bis späht nachts nicht pennen

und jetzt kommts : ich hab das citalopram auch ne weile genommen

ich glaub aber auch dass echt einige son problem haben ... sind alles die s***** medis deswegen nehm ich sowas nichtmehr nur lebensnotwendige sonst nix ! die alle haben zu 99,999% nebenwirkungen

ich bin der meinung gerade "unser problem" bestimmt irgendwie trainierbar ist ...

lg. ...

28.07.2009 06:33 • #2


bronco


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Hallo, bin auch neu hier
Auch ich (inzwischen 60, aber als Angehöriger einer Minderheit noch berufstätig) habe seit vielen Jahren Schlafprobleme gepaart mit mittelschweren Depressionen, die unbehandelt blieben.
Früher dachte ich immer, ich bin halt eher der Typ Nachtschwärmer, der nicht vor Mitternacht schlafen kann. Damit ich überhaupt die richtige Bettschwere finde, geht es meist nicht ohne eine Flasche Wein, allerdings ohne Durchschlafgarantie.
Seit einigen Monaten kommt aber ein neues Phänomen hinzu, das ich früher nur sehr selten und nur in extremen Situationen kannte: eine zunehmende Klaustrophobie! D. h. ich kann nur in großen und hohen Räumen bei offenem Fenster einigermaßen schlafen. Wenn ich woanders in kleinen und/oder niedrigen Räumen (z. B. in Hotels oder bei Freunden/Verwandten) schlafen soll, so ist das der reinste Horror: Beklemmungen, Atemnot sowie Erstickungs- und Todesangst.
Kennt jemand Behandlungsmöglichkeiten, möglichst stationär in einer Klinik?
LG

29.07.2009 17:28 • #3


Herr-von-Blödef.


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hallo bronko,

das hört sich ja echt fies an ... wie als ob schlafprobleme nicht schon genug wären ...

sogesehen hab ich auch eine kleine klaustrophobie ... aber nur bei zu engen schuhen ! da dreh ich echt durch

vieleicht hast du ja schon immer einen staken freiheitsdrang ?
ist dein leben denn bissher nach "deinen" vorstellungen verlaufen ?
sprich: hast du dich immer irgendwo hineingezwungen gefühlt ?

lg. HB

29.07.2009 18:09 • #4


Herr-von-Blödef.


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achso .... hab noch vergessen wenns bei mir echt schlimm mit dem einschlafen ist, nehm ich ab und zu mal 50 mg thrimipramin am abend ...
ist eigentlich ein trizyklisches antidep. aber die haben als beste neben wirkung dass man sauuu müde wird

ich bin aber sonst eher ein gegner von medis ... aber diese haben anscheinend keine unangenehmen nebenwirkungen ...

lg. HB

29.07.2009 18:17 • #5


bronco


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Hallo HvB!

Zu deinen drei Fragen: ja, nein , ja!

Aber was nützt mir dieses Wissen heute?

LG

29.07.2009 18:30 • #6


panicchief


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Hallo Alexander,

psychische Ursachen kann man natürlich diskutieren (Angst vor dem Sich-Fallenlassen, Kontrollverlust, nicht mehr aufzuwachen usw). Ich hatte das immer mal wieder ganz extrem, zuletzt vor einem halben Jahr, das Einschlafen hat manchmal stundenlang gedauert, manchmal ging es auch gar nicht. Es wurde wieder besser, nachdem ich es aufgegeben habe, mich dazu zwingen zu wollen. Lange wachzubleiben ist ja ganz sinnvoll, damit eine ausreichende Müdigkeit vorhanden ist. Aber vielleicht würde es Dir helfen, mal zwei Stunden früher ins Bett zu gehen ohne Druck gleich einschlafen zu müssen. Und es kann helfen, vorher über solche Sorgen nachdenken, damit das nicht beim Einschlafen hochkommt, ist bei mir oft ähnlich..

Trimipramin zum Unterstützen des Einschlafens kann ich auch empfehlen.

Grüße

pc

29.07.2009 18:42 • #7


Alexander287


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Hallo Zusammen,

Ich will mich erstmal bei den zahlreichen Antworten bedanken.
Nun Herr von Blödefeld: Ich nahm ca. 2 Jahre Citalopram - 40mg und habe es vor 4 Monaten abgesetzt. Deshalb denke ich nicht, dass mein Problem davon kommt. Der Wirkstoff von dem Citalopram wird sich in meinem Körper abgebaut haben.
Grundsätzlich halte ich auch nicht viel von Psychopharmaka. Allerdings hat es mir über eine schwere Zeit geholfen. Das Problem ist jedoch meiner Meinung nach oft nicht die Depression, sondern die Lebenseinstelllung/ Die Umstände die Menschen depressiv machen. Das habe ich nämlich selbst miterlebt. Und Bronko: Es ist nicht gut vor dem Schlafen gehen sich übermäßig einen rein zu saufen, um besser einschlafen zu können bzw. die Angst vor dem nicht Schlafen können zu betäuben. Ich habe früher am Abend 10 Flaschen B. getrunken und bin dadurch knapp an einer Alk. vorbeigeschliddert. Ok durch das Saufen schläft man besser ein. Aber es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Qualität des Schlafes stark darunter leidet!

@Panichief
Danke für deinen Tip; Prinzipiell weiss ich das auch. Allerdings habe ich schon so oft die Erfahrung gemacht, nicht einschlafen zu können und verband damit immer schreckliche Folgen. Deshalb glaube ich, dass mein Problem nicht ins Bett gehen zu wollen fast wie ein Zwang ist - Ein Zwang der die Angst nicht einschlafen zu können ausblendet oder vermindert.
Ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll. Ich weiss dass du vollkommen recht hast. Aber an der Ausführung hapert es noch gewaltig.
Es ist jetzt schon wieder 2.15 und ich werde jetzt ins Bett gehen.

30.07.2009 01:14 • #8


Alexander287


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P.S.: An der Bettschwere liegt es nicht. Ich bin schon seit 23 Uhr müde

30.07.2009 01:16 • #9


Herr-von-Blödef.


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moin, moin ...

@ bronko : ... das wissen von heute, kann dein morgen verändern vieleicht kann man ja versuchen , die antwort auf die fragen 2 und 3 "ab jetzt" umzukehren ...
vieleicht beienflusst es ja die phobie ??
und auch von mir den tipp : lass den alk weg ... hab ich auch oft zum schlafen benuzt ... man schläft definitiv sehr schlecht ! ( ich weis wovon ich rede frag einfach mal nen doc. nach den trimipramin ist sicher gesünder ... und die machen auch 100% nicht abhängig ... ich habs se z.b. mal ein oder zwei wochen genommen und dann gings immer ne ganze zeit ohne

@ alex : ich dachte ja eher an einen auslöser ... hab auch schon nen guten kumpel nach der klapse nicht mehr wieder erkannt, der hat sich nie mehr verändert


lg. HB

30.07.2009 05:21 • #10


Alexander287


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Hey HB,

Also ich glaube nicht, dass mein Problem von dem Citalopram ausgelöst wurde. Denn Einschlafprobleme und Die Tatsache dass ich sehr spät ins Bett gehe aus Angst nicht schlafen zu können obwohl ich müde bin hatte ich auch schon bevor ich Citalopram genommen habe.

Was ist denn das trimipramin? Ist das ein Beruhigungs oder Schlafmittel und in welcher Form wird das verabreicht? Tabletten oder Tropfen?

Gruß Alex

30.07.2009 13:39 • #11


panicchief


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Hi Alexander,

ja etwas zu wissen und die Umsetzung ist natürlich immer was Verschiedenes ...

Auch wenn man oft das Gegenteil liest, bei mir hat es was gebracht, früher ins Bett zu gehen. Wenn man es aus Angst hinauszögert, wird der Druck ja irgendwie auch stärker ("jetzt ist es schon zwei Uhr ... bis ich einschlafe mind. halb drei usw.").

Das Trimipramin ist, wie H.v.B. geschrieben hat, ein Antidepressivum das gegen Ängste und Schlafstörungen sehr gut wirkt.

Grüße

pc

30.07.2009 15:14 • #12


Herr-von-Blödef.


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@ alex : sorry, mein fehler habs so verstanden, als wenn du erst "seit begin" der therapie die einschlafprobs. hast ...


@ pc : muss dir auch zustimmen ! es bringt nichts wenn man(n) sich verückt macht ... da bin ich auch so ein kandidat ... ich schaffs aber ab und zu ...
am liebsten schlaf ich auf der couch und seh vorher fern ... dass ist so herrlich langweilig


lg.HB

30.07.2009 16:12 • #13


Alexander287


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Ok, aber eigentlich bin ich nicht so an sich depressiv, halt die normalen Stimmungstiefs, die jeder so hat. Aber da komm ich oft auch wieder ziemlich schnell raus. Darum will ich auch keine Psychopharmaka mehr nehmen. Und wenn ich ehrlich bin, fühle ich kein Unterschied zu meiner Gefühlslage als ich das Citalopram genommen hab und als ich es wieder abgesetzt habe. Ok, am Anfang hat es mir auf jeden Fall sehr geholfen. Doch mein Problem war meine Lebenseinstellung.

Ich denke ich muss versuchen einfach mal früher ins Bett zu gehen. Ohne Druck, und ohne Zwang. Das sagt sich zwar wirklich so einfach aber bei der Durchführung hapert es leider sehr

30.07.2009 22:55 • #14


Herr-von-Blödef.


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..." wenn "... ich die mal nehme, dann sicher nicht zur stimmungsaufhellung
nehmen hinlegen schlafen morgen fit

ich finde spätestens nach so 5 -6 tagen verlieren die ihre einschlaf-nebenwirkung und werden für mich wieder länger uninterssant ...

31.07.2009 04:10 • #15


panicchief


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Zitat von Alexander287:
Ok, aber eigentlich bin ich nicht so an sich depressiv, halt die normalen Stimmungstiefs, die jeder so hat.


Macht nichts, der Wirkstoff dämpft recht stark, deshalb ist das Mittel so gut gegen Schlafstörungen geeignet, gerade wenn man es nur selten nimmt. Längere Zeit und gegen Depressionen ausreichend dosiert habe ich es auch nicht genommen. Mir gehts mit ADs im Übrigen (habe etliche verschiedene, auch Citalopram genommen) mittlerweile ähnlich wie Dir, es gibt keinen großen Unterschied mehr. Entweder komme ich mit best. Situationen klar oder nicht.

Man liest ja immer, man soll das mit dem Nicht-Einschlafen-Können nicht so ernst nehmen und einfach ohne Schlaf so weitermachen, keinesfalls tagsüber schlafen usw., aber bei mir geht das nicht so recht. Anderen Leuten ist das ziemlich egal, aber mir geht es schon mit nem geringen Schlafdefizit absolut schei.. Von daher verstehe ich schon, dass das eine ernste Sache ist.

Falls es nicht besser werden sollte, ein Versuch mit Medis kann echt vorteilhaft sein, da machst Du wenigstens mal wieder die Erfahrung, dass Du ohne Probleme schlafen kannst.

Grüße

pc

31.07.2009 11:14 • #16


rosabanane


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Hallo! Hat nicht viel mit dem diskutierten Thema zu tun, aber hier meine Story:

Ich hatte als Kind auch Panik vor dem Einschlafen, weil ich dachte ich könnte im Schlaf sterben. Deshalb hab ich das zu Bett gehen immer so lange wie möglich rausgezögert und je später es wurde „desto größer wurden meine Augen“ wie meine Mutter sagt. Bei jedem noch so kleinen Knarren schaltete ich blitzschnell das Licht an und konnte erst schlafen wenn ich so müde war, dass es mir egal war ob ich dabei draufgehe. Das war sehr schlimm. Wenn ich bei Freundinnen übernachtete bekam ich Panik wenn sie vor mir eingeschlafen sind. Dann fühlte ich mich in der Dunkelheit alleine gelassen und hatte dabei so Angst wie eine Frau, die verfolgt wird und langsamer rennt ist als ihre Freundin. Als Kind hatte ich einen wiederkehrenden Albtraum: Ich stehe in einem dunklen Zimmer, weiß aber wo ich bin und laufe schnell zum Lichtschalter, drücke ihn wie wild aber das Licht geht und geht nicht an. Dann bekomme ich im Traum Panik und wache dadurch auf.
So ging es mir bis ich mit 15 meinen ersten Freund hatte. Mit ihm habe ich mich sehr sicher gefühlt nachts und habe seit dem keine Angst mehr vorm Einschlafen. Allerdings haben sich mit 15 auch sehr belastende Probleme in Luft aufgelöst, falls das relevant ist.
Wir sind zwar schon lange kein Paar mehr aber heute schlafe ich sehr gerne und freue mich sogar drauf.

Liebe Grüße

21.04.2011 23:05 • #17


stegro73


Thema schlafen! Wer kennt das?

Kurz vorm Einschlafen. Ein Hoch-Schrecken.....als wenn dir die Luft wegbleibt!
Du legst dich zum Schlafen hin....und dann, kurz vorm Einschlafen, schreckst du hoch. Zwischen der Einschlaf-Phase und dem völligen Wach-Sein. Als wenn du erstickst und dir die Luft einfach wegbleibt.

Ich leb damit schon seit über 10 Jahren, aber hab Probleme, mich daran zu gewöhnen.
Mein Doc hat das wissenschaftlich erklärt, aber nützt mir auch nicht wirklich viel. Das Gehirn ist schneller und die Organe kommen nicht wirklich hinterher.

Kurz vor der Einschlaf-Phase, ich schrecke hoch, werde wieder ruhig und schreck wieder hoch. Dieses Spiel wiederholt sich ca. 10 Mal, bis ich die Gnade erfahre, wirklich einzuschlafen.

Wer kennt diesen Schei.....ß?

24.10.2017 21:33 • #18


juwi

juwi


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Ich habe eher so ein Zucken durch den ganzen Körper, das mich wieder hellwach macht. Ist was Nervliches. Das mit dem Atem kenne ich nicht. Aber vielleicht meinen wir doch dasselbe. Ich habe "meins" jedenfalls schon seit der Kindheit.

24.10.2017 21:37 • #19


Violetta


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Oh ja, das mit dem Atmen bzw kurz vorm einschlafen nach Luft schnappen, das kenne ich leider auch. .Dann kommt Herasen und Herzstolpern dazu. ICh habe das nicht jede Nacht. ...Zum Glück. ..Aber wenn ich es habe, zieht es sich über mehrere Stunden . Naja und dann morgens fit sein für die Arbei ist schwer. Eine Lösung habe ich dafür leider auch nicht Aber du siehst, du bist nicht alleine mit deinem Problem. Ich gehe bald in eine TagesKlinik. Vielleicht können Sie mir da helfen.

24.10.2017 22:01 • #20




Prof. Dr. Borwin Bandelow

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