Zitat von Katzenfan:Ich wäre damals nur froh gewesen wenn das jemand erkannt hätte weil ich überhaupt nicht wusste was mit mir los ist.
Ich wäre rückblickend auch froh gewesen, wenn dies damals jemand erkannt hätte, weil ich ebenfalls nicht wusste, was mit mir los war. Dies hätte mir vielleicht viel Leid und noch viel mehr Probleme erspart, aber dem war eben nicht so, und es macht keinen Sinn heute noch darüber noch nachzudenken.
Zitat von Avalon:Ich fühlte mich mit der Situation überfordert und habe mich irgendwie allein gelassen gefühlt.
Es gibt wohl genug Betroffene, die eine Diagnose und auch professionelle Hilfe und Bestand von anderen Menschen haben, aber sich trotzdem noch weiterhin mit der Angststörung überfordert fühlen, und auch irgendwie alleine fühlen.
Zu wissen, dass diese Symptome von der Angststörung kommen macht diese nicht unbedingt erträglicher oder leichter zu bewältigen. Und auch so eine Panikattacke erlebt man dann ja weiterhin völlig allein, und es kann dauern bis man lernt damit umzugehen oder sogar zu überwinden.
Zitat von Katzenfan:Kann es sein, das manche Therapeuten es auch nicht immer erkennen ?
Natürlich, es gibt Betroffene die erst mehrere andere Diagnosen bekommen haben bis sie an den richtigen Therapeuten geraten sind, der die richtigen Fragen gestellt und die richtigen Schlüsse gezogen hat. Therapeuten sind auch nur Menschen, sie können nicht wirtlich in die Köpfe der Menschen hineinschauen, um ihre Diagnose zu stellen. Und die Diagnose ist eben davon abhängig, was die Betroffenen von ihren Problemen erzählen, und wie der Therapeut dies einordnet.
Meine ehemalige Therapeutin hat beispielsweise bei mir ein Soziale Phobie und eine generalisierte Angststörung diagnostiziert. Mein jetziger Therapeut hat dagegen meinen Verdacht bestätigt, dass es wohl eher eine Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung sein muss.