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Hallo zusammen,

ich habe ein ziemlich großes Problem.
1. ich will immer allen Menschen alles recht machen
2. ich rcihte mich oft nach dem, was andere machen
3. ich nehme zu viel rücksicht auf andere.

Ich bleibe leider dabei auf der Strecke, das ist mir schon bewußt geworden, nur leider umsetzen kann ich es nicht, falle immer wieder in die gleiche Rolle zurück.

Hier ein paar Beispiele:
Ich grüße jemanden und er grüßt nicht zurück denke ich sofort, dass es an mir liegt oder derjenige was gegen mich hat.
Wird z.B. in der Wohnung unter mir die Tür laut zu gemacht, denke ich sofort man macht es, weil ich zu laut bin. Man will mich auf diesem Wege darauf hinweisebn, wie laut ich bin.
Habe ich Wäsche in der Waschküche hängen, habe ich immer Angst ich nehme zu viel Platz in Anspruch und andere könnten sauer sein.
Sage ich jemandem, was mir nicht gefällt, grübele ich tagelang und habe Schuldgefühle, dass ich diese Person kritisiert habe.
Außerdem achte auf jedes Wort und jeden Blick und habe ewig das Geühl
die Leute mustern mich , reden über mich usw.
Auf Menschen zugehen, die mich kennen mag ich auch oft nicht, vor allem, wenn sie dominant auf mich wirken. Dann gehe ich denen aus dem Weg, was na klar völlig falsch ist. Sie könnten ja irgendwelche Fehler an mir entdecken!! -
Ich möchte gerne etwas selbstbewußter auftreten ohne Zittern und Flattern und auch zeigen, wer ich bin und kritisieren ohne, dass ich ein
schlechtes Gewissen habe, einfach mehr Gelassenheit.

Habt Ihr Tipps für micht? Ich freue mich drauf !!

LG chrissi

11.01.2008 17:48 • 19.01.2008 #1


8 Antworten ↓


Shadow
Hallo Chrissi,
ist Dein Zittern u.Flattern denn von den Personen. die Du meidest auch zu sehen oder ist es mehr ein " innerliches Zittern " .Ich selbst habe z.B. Angst vor Einladungen, wo man Kaffee oder Wein trinken muß. Ich befürchte dann, ich werde -aus welchem Grund auch immer - total nervös u. bekomme das Weinglas bzw. die Kaffeetasse nur total zittrig zum Mund, alle sehen das u. fragen sich, was ist denn mit dem los. Zur Zeit gehe ich nur sehr ungern aus dem Haus, weil ich befürchte ,daß mir meine Nachbarn meine Ängstlichkeit ansehen. Manche davon haben mich früher für richtig arrogant gehalten.( dabei steckte in Wirklichkeit die pure Angst dahinter.) Tipps kann ich Dir leider nicht geben . Es gibt aber Bücher zu dem Thema z.B. von Rolf Merkle. Ich habe mehrere davon im Bücherschrank. Leider habe ich sie nur gelesen u.die ganzen Übungen, die man machen soll, um sicherer zu werden leider nicht. In der Einleitung sagt der Autor auch gleich " Wenn Sie die Übungen nicht machen, dann verschenken sie lieber das Buch an jemand, der sich wirklich ändern will.
LG
Shadow

12.01.2008 01:04 • #2



Flattern, Zittern, Angst vor Menschen

x 3


Shadow
Titel des Buches: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen (ein praktischer Ratgeber zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen u.Selbstzweifeln) Dr. Merkle P A L Verlag.

Ich werde es mir selbst nocheinmal vornehmen.

LG Shadow

12.01.2008 15:29 • #3


Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich habe diese Probleme auch.
Ich kann zwar Auseinandersetzungen, Diskutieren um ein Thema meist gut vertragen, aber der normale Alltag, eben das einfach "Aneinander Vorbeilaufen" Menschen näher kommen...ist für mich sehr schwierig. Wenn ich andere Menschen richtig mag wird es für mich irgendwann ein fast nicht leistbarer Drahtseilakt. Bis zum Tod meiner Tochter war ich deswegen glaube ich fast immer in Oppostion oder halt ganz KLein. Der Mittelweg war für mich nicht aushaltbar.

Ich wurde von meinem Vater zu Hause immer nach der Leistung beurteilt, etwas anderes zählte nicht und wie man eben nach Außen wirkt, ich denke da liegt unter anderem der Hase begraben.

Und die anderen Ängste, die ich habe entwickelten sich, denke ich, als Ablenkungsmanöver um sich der Lebensangst nicht stellen zu müssen.

Ich denke was ich jetzt am meisten Lernen muß ist, dass ich selber sehr wohl wertvoll und liebenswert bin und eigentlich ne Menge sehr wohl gebacken kriege und dass eine Rückversicherung, ob der andere mich nun wirklich jetzt nicht bescheuert findet, nichts bringt. Es wirft mich nur zurück.

Das hat mich jetzt echt was gekostet, das so aufzuschreiben.

Liebe und solidarische Grüße
Claudia

13.01.2008 15:20 • #4


Hallo ihr Lieben!

das wovon Ihr schreiben tut kenne ich auch nur zu gut! Man versucht immer und "fast" überall es jeden Recht zu machen. Unterdrückt seine eigene Meinung und Bedürfnisse. Wenn man dann etwas sagen möchte, hindern zum Teil einen die auftretenden Symptome daran. Diese Symptome nehmen die Leute dann auch war und es endet in Peinlichkeiten, Unsicherheit und noch mehr Symptome. Was man dagegen tun kann Fragst du...sich selbst lernen so zu akzeptieren wie man ist, sprich Selbstliebe, Üben und nochmals Üben. Ich habe hier mal einen Artikel den ich vor kurzem gepostet habe und vielleicht hilft dieser Euch so ein bisschen weiter.

Ich will nicht behaupten das ich schon geheilt wäre denn dass entspricht nicht der Wahrheit. Ich muss noch sehr viel Üben und bin offen zu Lernen. Ich habe aber schon sehr viel an Ängsten abbauen können und der Grund warum ich mich mit vielen verschiedenen Ängsten auskenne ist der, das ich im laufe der 25 Jahre viele Ängste hinzu bekommen habe. Es ist eigentlich auch kein Wunder denke ich. Wenn man sich immer mehr und mehr vom Leben da "draußen" isoliert, wachsen die Ängste mehr und mehr. Es kommen neue hinzu weil man den Kontakt zu Menschen verlernt hat. Gott sei dank aber gibt es Internet wo man wieder lernen kann, Schritt für Schritt Kontakte aufzubauen. Ich habe dadurch vieles lernen können. Das meiste was mich eigentlich überrascht hat war, das die Menschen, HALLO DA DRAUßEN eigentlich richtig nett und Freundlich sein können. Es wird soviel immer erzählt das man den Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr Vertrauen kann, da ist es kein Wunder wenn sich Ängste verstärken. Ich aber bin ein Mensch der nicht viel um das Gerede anderer gibt, ich überzeuge mich lieber immer selber.

Dann musste ich auch an mir feststellen, dass ich im Grunde meines Herzen den Menschen gerne Helfe, mir wurde sogar schon einmal ein Helfersyndrom nachgesagt Und ich finde es persönlich z.B. richtig toll das Du liebe/r Chrissi auf andere Menschen achtest, das zeugt von einem guten Charakter! Man muss in der Gesellschaft nicht immer der "Norm" entsprechen denn jeder Mensch ist Individuell, Wertvoll und ein richtiges Unikat! Wenn man lernt sich selbst Wert zu schätzen, dann erlaubt man niemanden mehr das einem weh getan wird. Man akzeptiert nicht immer alle gegebenen Umstände und ebenso trennt man sich von Menschen die einem nicht gut tun. Ich bin froh das ich meine Minderwertigkeitkomplexe überwunden habe und das konnte ich nur schaffen durch Selbstliebe!

Ich persönlich finde Euch alle Klasse und besonders toll und Lobenswert finde ich, dass ihr enorm viel Mut aufbringt um Euch hier zu Outen!
Nun habe ich aber genug geschrieben und hoffe das Ihr alle einen Weg finden werdet um glücklich und frei zu Leben!

LG Emina

13.01.2008 16:43 • #5


Ich hab schon unter einem oben aufgeführten Thread mein Problem eingefügt. Ich glaube, es passt auch hierhier. Weil ich soviel Angst habe, lade ich nicht viel Leute ein. Dadurch vereinsamen mein Mann und ich.
In den nächsten Tagen sollen nun ein paar Bekannte kommen. Ich bin in einer unglaublichen Verfassung. So etwas von gestresst. Wie soll ich das alles schaffen? Der Stress raubt zuviel Energie. Ich werde müde, so müde, dass ich die Vorbereitungen fast nicht mehr schaffe. Was kann man tun? Die Angst ist stärker als die Einsicht.

17.01.2008 21:32 • #6


Guten morgen!

ich denke das hier dass Problem ist das Du am liebsten aus dieser bevorstehenden Situation ausbrechen möchtest. Dein Körper signalisiert Dir das etwas nicht stimmt, du willst am liebsten absagen denn dann fühlst du dich wieder sicher. Vielleicht gehen Dir gerade auch viele Gedanken durch den Kopf das du diese oder jene Situation nicht meistern könntest, dass Dir Missgeschicke passieren. Solche Situationen kenne ich nur sehr gut! Man fühlt sich Unsicher weil man lange Zeit solch einer Situation nicht ausgesetzt war und Fehler möchte niemand machen.


Einsicht ist eine gute und sehr wichtige Voraussetzung um mit den Ängsten lernen umzugehen. Wichtig hierbei ist aber das man dies Schritt für Schritt lernen tut. Wenn Du lange Zeit Dich schon isoliert hast, und auch wenig vor die Türe gegangen bist, dann ist deine Innerliche Reaktion ganz normal! Vielleicht hättest du erst einmal wieder das "vor die Türe gehen" erlernen sollen. In deiner Vertrauten Umgebung fühlst du dich zwar sicherer aber wenn dann Besuch kommt ist es so als könntest du dem nicht entfliehen. "Draußen" hat man immer die Möglichkeit in einer kleinen abgelegenen Straße schnell zu Flüchten, in deiner Wohnung aber weniger.

Ich denke das Du deshalb diese Symptome bekommst und dein Körper Dir signalisiert das du noch nicht dazu bereit bist. Absagen wäre zwar eine Möglichkeit um ruhiger zu werden jedoch schiebst du das ganze nur auf. Ich denke dass Du hier einmal nachdenken solltest. Was könnte Dir so schlimmes Daheim passieren? Klar, man bedient die Leute und selbst wenn Dir mal etwas aus der Hand fällt (Was ja nicht zwangsläufig passieren muss!), selbst dann könntest du dass überspielen denn so etwas passiert auch Gesunden Menschen einmal. Versuche einfach Negative Gedanken in positive zu Wandeln, ist nicht leicht ich weiß.

LG Emina

18.01.2008 09:35 • #7


Vielen Dank, Emina, es leuchtet mir ein, was Du sagst, und ich will in diesem Sinne, weitere kleine Schritte zu unternehmen, um diese Angst vor Einladungen langsam überwinden zu können. Mit freundlichem Gruss.

19.01.2008 00:10 • #8


Guten Abend!

es freut mich sehr das zu lesen und ich bin mir sicher das Du dass auch schaffen wirst, denn mit kleinen Schritten kommt man gut weiter. Viele wollen direkt ganz große machen - kann ich auch nachvollziehen denn man sehnt sich schon viele Jahre nach Veränderungen, doch große werfen einen zurück weil diese kaum oder gar nicht zu bewerkstelligen sind. Ganz wichtig ist bei allen Arten von Angsterkrankungen, diese gehen einher mit üblen Gedanken sodass wir uns vor den Situationen drücken. Man sollte diese üblen Gedanken gut durchleuchten. Nicht immer findet im "wirklichen" Leben das statt was sich in unseren Kopf an Szenarien darstellt Ich wünsche Dir alles liebe!

LG Emina

19.01.2008 22:08 • #9




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