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5

H

hide&seek
Mitglied

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Sammelthema
hi,

mein betreff klingt recht dramatisch,aber dennoch beschreibt er meine angst so gut, dass ich hoffe dadurch andere leute zu finden, denen es ähnlich oder sogar genauso geht.

diese angst kenne ich schon seit meiner kindheit. ich glaube,dass es damit anfing, dass ich zum einkaufen ging für meine mutter und dann nicht genug geld dabei hatte. sie hatte mir genügend mitgegeben,aber ich lud mehr in meinen einkaufswagen, als ich sollte. die preise rundete ich ab,da man mir in der schule erklärt hatte,dass man bis x,4 so etwas tun kann. es aufs einkaufen zu übertragen,kam mir sehr logisch vor und es ließ sich alles auch leichter zusammenrechnen. an der kasse kam dann der schock. das geld reichte nicht aus. alle starrten mich an. die kassiererin wurde wütend. ich wurde knallrot und bat sie, das kaugummi zurückzulegen. sie tat dies,aber natürlich reichte das bißchen nicht aus. immer noch starrten mich alle an.

spätestens von dem tag an, konnte ich nirgends mehr alleine hingehen. meine eltern nahmen meine angst nicht ernst, denn schließlich trieb ich mich völlig unbesorgt alleine im wald herum. es dauerte einige jahre und ein gespräch mit der kinderärztin, bis sie auf die idee kamen,dass ich nicht bloß einfach faul war, sondern dass es mich wirklich ernsthaft quälte alleine unter menschen zu gehen.

man schickte mich zu einer ergotherapeutin und ich blieb zwei jahre dort. dann zog sie weg und meine therapie war beendet. das hatte mir schon etwas geholfen, aber der wirkliche durchbruch kam erst mit 18 ungefähr. ich hatte nämlich während der pubertät ganz gut zugelegt und dieses gewicht konnte ich mit viel disziplin loswerden. vielleicht war es der stolz über das erreichte, die neuen freunde und damit verbundene unternehmungen und auch das plötzliche interesse des anderen geschlechts an meiner person, aber es erfüllte mich nicht mehr so sehr mit angst mich frei und alleine in der öffentlichkeit zu bewegen.es machte mich nervös, aber nicht so, dass es quälend war. ich dachte tatsächlich, es wäre endlich vorbei und ich normal.

während meiner handwerklichen ausbildung wurde ich noch offener und selbstbewusster. ich hatte nun auch eine feste beziehung und war kein stiller außenseiter mehr in der schule. auch dort hatte ich mich früher stets zurückgehalten um bloß nicht im fokus zu stehen.

das ende der ausbildung kam,arbeitslosigkeit, verlust einer wichtigen freundschaft und gewichtszunahme durch mein frustfressen. ich ernährte mich fast ausschließlich mit döner.ich kann jetzt ganz sicher sagen..er macht leider nicht schöner. die beziehung hielt und es war eine wichtige erfahrung für mich,dass mich jemand trotz übergewichts lieben kann. früher ließ ich manchmal verabredungen platzen,weil ich zwei kg zugenommen hatte und ich fürchtete mein gegenüber würde mich nun ganz sicherlich ablehnen. wenn man es so sieht, war ich wohl auch damals nicht wirklich ganz normal.

kurzum, ich habe mich seitdem stark zurückgezogen.ich gehe nie aus.die wohnung verlasse ich für meine arbeit,die schule und arztbesuche oder wenn ich zu meinen großeltern möchte. selten fahre ich mal einkaufen.meist übernimmt das meine bessere hälfte.

jetzt kommt wieder der sommer und ich befürchte,dass ich wieder mal bloß von drinnen zusehe, wie er wieder vorbei geht. ich würde so gerne etwas unternehmen. so wie früher abends was trinken gehen. ich bin 27 jahre alt,aber es gibt tage,da wird mir bewusst, dass ich das leben einer alten dame führe, die gehbehindert ist. der unterschied ist bloß, dass ich einfach keinen weg weiß aus dieser sache herauszukommen.

klar. die meisten sagen.. geh einfach raus. reiß dich zusammen und ich habs auch versucht. aber wenn ich dann nach hause komme,habe ich kopfschmerzen,weil ich ständig die luft angehalten habe. ich bin verschwitzt, obwohl es nicht unbedingt warm war. meine hände sind klebrig,kalt und zittrig und ich fühlemich wieder hinterletzte trampel, weil ich mal wieder gestolpert bin.

naja,es wäre wirklich ganz toll,wenn es hier wenigstens einen menschen gibt,der bereit ist, sich mit mir auszutauschen und der mich ein wenig versteht.

schöne grüße,

hide&seek

16.05.2020 #1


27 Antworten ↓
klaus-willi

klaus-willi
Mitglied

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Zitat von margarita95:
Diese Gedanken sind in meinem Kopf für mich völlig unerklärbar und ohne jegliche Auslöser in der Realität entstanden (denke ich jedenfalls). Ich traue mich oft nichtmal auf meinen eigenen Balkon weil ich mich so beobachtet fühle.

Genau das kannte ich früher in meiner ersten Wohnung auch.
Die Nachbarn fuhren Porsche und Mercedes und ich hatte Komplexe weil ich ein armes Würstchen war .
Ich dachte die können mich ja nicht akzeptieren weil ich nichts habe und das meine Eltern und die Mitschüler in der Schule auch nicht gemacht haben.
Das hat schon mit Sozialphobie zu tun.
Die hatte ich als 10 Jähriger schon.
Als ich aber dann 1990 in eine neue Wohnung zog hatte ich sehr nette Nachbarn in der gleichen Etage.
Da war der Kontakt auch erst zögerlich ,aber als ich merkte wie nett sie sind hat sich das gelegt.
Ich hatte Minderwertigkeitsgefühle ,denn mir wurde nie beigebracht das ich auch etwas wert bin.
Weg ist das aber noch nicht ,nur mit der Nachbarschaft im Haus habe ich keine Probleme mehr.
Eher wenn ich unterwegs bin ..da habe ich Angst Panik zu bekommen weil ich mich unsicher fühle und keinem groß vertrauen kann.

02.05.2020 17:14 • x 1 #26


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst die Wohnung zu verlassen

x 3


J

Julie80
Gast

@Hide and Seek

Ich war wirklich überrascht, zu sehen, dass es auch andere gibt, die das gleiche Problem wie ich haben, denn ich dachte immer, ich wäre die einzige, der es so geht.
Mir ging es früher genauso wie dir, wenn meine Eltern mich als Jugendliche zum Einkaufen schickten..ich erfand dann immer tausende Vorwände und Ausreden, mich davor zu drücken...aber auch nicht aus Faulheit, sondern weil ich Angst hatte, meinen mobbenden Klassenkameraden zu begegnen, die ausgerechnet in der Nähe des einzigen supermarktes rumhingen. Meine Teenagerzeit habe ich weitestgehend am liebsten drinnen verbracht, weil ich mich dort sicher fühlen konnte, denn die Mobber gaben sich keineswegs damit zufrieden, mich nur in der Schule zu mobben. Einmal, als wir alle zusammen Firmunterricht hatten, gingen zwei von ihnen unter einem Vorwand raus, und beschmierten mein Fahrrad mit Hundekot, und stellten es dann noch auf eine hohe Mauer, wo ich es nicht mehr herunterbekommen hätte, wenn mir nicht die Pfarrhaushälterin geholfen hätte. Da ich mich draußen nirgendwo sicher fühlte, zog ich es schliesslich vor, nach Schulschluss gleich heimzulaufen und ich rannte, damit sie mich nicht einholen und weiter fertigmachen konnten. Manchmal habe ich auch die Schule geschwänzt, und da die Mobber dann in der Schule waren, konnte ich endlich einmal Angstfrei draußen unterewegs sein..allerdings kam es nach und nach so weit, dass sich selbst dann, wenn kein Mobber in der Nähe war, bei mir die Angst einstellte.
Ich kann gut verstehen, wie mies du dich gefühlt haben musst, als du gehört hast, was der Junge über dich sagte, denn ich habe das selbst auch oft genug mitgemacht. Und mir ging es genau wie dir, ich wagte in meiner SChulzeit nicht, einen Jungen auch nur anzusehen, aus Angst, die anderen könnten glauben, ich wäre in einen verliebt und würden dann mit ihm zusammen ihre Scherze auf meine Kosten machen.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner dieser Mobber mich attraktiv fand, ich konnte ihre Abneigung regelrecht auf den Gesichtern ablesen und habe es auch gespürt.
Außerdem hatte ich als Teenager einen Rundrücken, ein Problem, das ich zum Glück mittlerweile in den Griff bekommen habe, dank Gymnastik und Rückenkorsett, aber damals nannten sie mich an einer der Schulen an denen ich war, immer Quasimada, und das tat unerträglich weh und war so verdammt demütigend.
Einer von denen sagte damals zu mir "Ey Quasimada, ich bin Esmeraldo...und für 200 Euro kriegst du nen Mitleidsfick von mir..."
Das war nur einer von vielen miesen Sprüchen, die ich mir im Laufe der Jahre anhören musste. Immerhin habe ich heute einen geraden Rücken, auch wenn das mich viele Schmerzen und Tränen gekostet hatte...und bis heute hasse ich die Filme vom Glöckner von Notre Dame, und kann die nicht sehen, weil ich dann in Tränen ausbreche, weil es mich an damals erinnert, an diese grässliche Zeit.

Ich habe übrigens Bürokauffrau gelernt, und lebe in Rheinland Pfalz.
Weiter oben stand irgendwo, du gehst Teilzeit arbeiten und zur Schule. Wie schaffst du das denn, trotz deiner Angst, die Wohnung zu verlassen? Bei mir ist ja gerade das auch ein Problem, dass ich das nicht schaffe, irgendeiner Arbeit nachzugehen, weil meine Angst vor Menschen zu groß ist.
Und...darf ich dich das fragen, wie hast du eigentlich trotz deiner Phobie deinen Freund kennengelernt? Ich weiss ja aus eigener Erfahrung, dass es schwer, wenn nicht sogar fast unmöglich ist, so jemanden kennenzulernen.

Da hattest du aber eine merkwürdige Ärztin, wenn sie dir gesagt hat, dass man dagegen nichts tun kann...eigentlich hätte sie dir ja damals schon eine Therapie empfehlen müssen. Da drücke ich dir die Daumen, dass deine jetzige Ärtzin mehr Verständnis zeigt. Mir fehlt ja nach wie vor der Mut, meine Hausärztin zu fragen.

@Zauberstern

Das mit den Hunden ist ein guter Tipp, aber leider für mich nicht umzusetzen, denn weil ich arbeitslos bin, habe ich nur eine kleine Wohnung, in der ich ein Tier nicht artgerecht halten könnte, und ich könnte mir auch das Futter gar nicht leisten.
Hat das denn bei dir vom ersten Tag an funktioniert, hast du es gleich geschafft, mit den Hunden rauszugehen?

12.06.2012 03:08 • #8


Zum Beitrag im Thema ↓


J
@Hide and Seek

Ich habe fast genau dasselbe Problem wie du, und kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. Auch ich verlasse meine Wohnung nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt, wenn ich zu Friseur oder Arzt, oder Lebensmittel kaufen muss. Und auch ich habe eine Essstörung..habe bis letztes Jahr Pizza und heiß Dogs und ähnliches in mich hineingestopft, um meinen Kummer zu betäuben, und dann schlug das Ganze bei mir ins Gegenteil um, und ich hungerte 35 kg herunter, in der Hoffnung, dann endlich von anderen positiver wahrgenommen und endlich akzeptiert zu werden, doch das ist leider nicht passiert, und so hungere ich weiter, obwohl ich mit 70 kg eigentlich jetzt ein ideales Gewicht habe, ich fühle mich aber überhaupt nicht schön. Mir ging es nicht wie dir, dass das andere Geschlecht durch meine Abnahme auf mich aufmerksam wurde, für mich hat das nichts geändert, Männer ignorieren mich entweder oder mobben mich massiv.
Ich wurde seit meiner Kindheit massiv gemobbt, vor allem von den Jungen in meiner Klasse, hörte vom 11. bis 21. Lebensjahr an vier Schulen dumme Sprüche über mein Aussehen und dass "Jeder sich lieber erschießen würde als sich in mich verlieben."
Mein Leben wird im Moment von der panischen Angst, wieder in eien Maßnahme der Arge zu müssen, bestimmt, denn auch dort werde ich meistens zum MObbingopfer, und ewig macht meine Hausärtzin das mit den Krankschreibungen auch nicht mit.
Bei mir ist es so, dass ich vor allem vor Männern eine geradezu panische Angst habe, und die Straßenseite wechsele, wenn ich welche sehe. Und genau wie du fühle ich mich nur zu hause wirklich sicher, und rausgehen ist für mich ein Greul.

Zu gerne würde ich dir einen Rat geben, was du tun kannst, um wieder ohne Angst rausgehen zu könne, aber leider habe ich selbst noch keine Lösung für das Problem gefunden, ich überlege, ob ich eine Therapie machen soll, hatte aber bisher nicht den Mut, mich darum zu kümmern.
Ich kann dich gut verstehen, und fände es auch schön, wenn ich hier jemanden hätte, der das gleiche Problem hat wie ich, und mit dem ich mich darüber austauschen kann.
Vielleicht wäre eine Therapie ja auch für dich eine HIlfe...

Liebe Grüße

Julie

#2


H
Hey julie,

du bist ja flott unterwegs.ich bin wirklich froh,dass mir jemand geantwortet hat. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass meine angst sogar einen namen hat und ich hätte nicht gedacht,dass es viele leute gibt, denen es ähnlich geht.

Deswegen hab ich auch nachdem meine ergotherapie vorbei war nicht mehr mit einem arzt darüber gesprochen, weil man damals sagte, dass man da im grunde nichts tun kann.ich kam mir ziemlich blöd vor es überhaupt erwähnt zu haben.lange zeit glaubte ich tatsächlich,ich sei einfach faul, weil meine eltern das ja immer wieder gerne betonten,wenn ich nicht einkaufen gehen wollte oder so.aber mal ehrlich.. wer fängt an zu heulen,weil er einfach keine lust hat sein zimmer aufzuräumen? Wenn ich das tun sollte,hab ich rumgemault und es getan.sollte ich aber einkaufen gehen oder sogar in die innenstadt fahren, brach ich in tränen aus und wäre lieber gestorben.

Das unhöfliche benehmen von männlichen wesen ist auch mir bestens bekannt. In der sechsten klasse wurde ein junge von den anderen geärgert, er sei in mich verknallt.das war auf einer klassenfahrt in den harz. Er wurde richtig wütend. Das zimmer der mädchen war direkt neben dem der jungen und so hörte nicht nur ich was er sagte,sondern alle anderen auch. Er wütete, dass ich abschaum sei und total widerlich. Ich lachte darüber,weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte, aber innerlich sah das ganz anders aus. Zum glück war ich nicht in ihn verliebt,sonst hätte es wohl noch größeren schaden angerichtet. Von dem tag an machte ich mir große sorgen,dass jemand glauben könnte, ich sei in den oder den verschossen. Ich würde ja schließlich doch nur zurückweisung erfahren; egal ob was dran war oder nicht.

Durch meine ausbildung zur tischlerin wurde ich häufig mit dem rüden verhalten von sexuell unterversorgten männern konfrontiert und kann heute ganz gut damit umgehen. Jedenfalls denke ich,dass sie unterversorgt sind,weil sie sonst nicht rund um die uhr darüber sprechen müssten. Ich weiß ja nicht,was diese männer so gesagt haben über dich oder zu dir, aber kann es nicht sein,dass sie dich attraktiv fanden und du vielleicht aus angst arrogant gewirkt haben könntest und sie einfach beleidigt waren? Viele männer halten sich ja für so eine art halbgott und mögen es garnicht,wenn man dies nicht zur kenntnis nimmt oder ihnen das gefühl gibt,wie richtig sie damit liegen. In der herde wird das symptom noch verstärkt. Unintelligente männer sind wohl noch schlimmer, würde ich sagen.

Vor männern habe ich hauptsächlich angst,wenn ich mit meinem freund beim einkaufen im supermarkt bin und sie in grüppchen dort sind. Ich habe angst, dass sie sehen,dass wir ein paar sind und dann abwertende dinge über mich sagen.
Wenn wir allerdings auf frauen treffen habe ich angst davor,dass ihm so im direkten vergleich klar wird, dass er etwas viel hübscheres an seiner seite haben könnte,wenn er es so wollte. Außerdem komme ich mir dann noch unweiblicher vor als sowieso schon.

Jetzt hab ich schon wieder soviel geschrieben. Ich würde gerne mehr von dir erfahren. Bist du schon lange auf die arge angewiesen? Das stelle ich mir schrecklich vor. Letztes jahr war ich zumglück nur zwei wochen ohne arbeit.. aber meine herren, die agentur für arbeit schickte mir schon ständig irgendwas ins haus ein halbes jahr bevor mein vertrag auslief. Hast du auch etwas gelernt oder studiert? In welchem teil von deutschland wohnst du? Ich komme aus dem norden und wohne da auch noch. Ich hoffe, ich lese nochmal was von dir.

Schöne grüße,

hide&seek

#3


zauberstern
Hi !


ALso bis vor ein paar Monaten ging es mir genauso !
Wisst was mir geholfen hat? Ich habe mir 2 Hunde zugelegt! Und jetzt muss ich raus und ich mache es auch gerne!

Mein Kopf ist zwar wie Watte wenn ich gehe und den schwindel hab ich auch ! Aber sie haben mir geholfen ! Und letzens gind ich auf dem Radweg und mich überkam eine Attacke! Ich hab mit mir selbst geredet und gesagt ja ja komm du nur ich habe keine Angst.

Du musst die Angst kommen lassen sie als deinen Freund ansehen ist schwer bei mir klappts auch noch nicht richtig! Aber ich bin auf dem Weg! Und ich kann wieder einkaufen gehen !! alles alles Gute

#4


zauberstern
Hi !


ALso bis vor ein paar Monaten ging es mir genauso !
Wisst was mir geholfen hat? Ich habe mir 2 Hunde zugelegt! Und jetzt muss ich raus und ich mache es auch gerne!

Mein Kopf ist zwar wie Watte wenn ich gehe und den schwindel hab ich auch ! Aber sie haben mir geholfen ! Und letzens gind ich auf dem Radweg und mich überkam eine Attacke! Ich hab mit mir selbst geredet und gesagt ja ja komm du nur ich habe keine Angst.

Du musst die Angst kommen lassen sie als deinen Freund ansehen ist schwer bei mir klappts auch noch nicht richtig! Aber ich bin auf dem Weg! Und ich kann wieder einkaufen gehen !! alles alles Gute

#5


H
hi,

hab ich schon oft gehört, dass ein hund eine hilfe sein kann. allerdings ist es so,dass mein freund voll arbeitet im dreischichtsystem und ich teilzeit in der spätschicht (ca. 3 bis 4 mal in der woche ). zudem gehe ich dreimal vormittags zur schule. sich dann einen hund zu halten, wäre tierquälerei. platz genug haben wir auch nicht, weil wir um geld zu sparen in einer kleinen zweizimmerwohnung wohnen.

es ist ja auch nicht so, dass ich überhaupt nicht nach draußen gehe. ich gehe auch mal alleine in den supermarkt. ich merke nur, dass ich es sehr ungern tue und solche situationen der angst wegen lieber meide.

langsam merke ich aber, dass es mich sehr belastet keine normale freizeit zu haben. nur deswegen kam ich auf die idee nach einem forum zu suchen und durch zufall las ich etwas von sozialen phobien, die mir bisher nicht bekannt waren. ich habe mich recht alleine gefühlt mit diesem problem, weilmeine ärztin mir als jugendlicher erklärte,dass man nichts dagegen tun kann. jetzt weiß ich ja, dass es viele menschen mit diesem problem gibt und ich werde meine jetzige ärtzin mal nach behandlungsmöglichkeiten fragen. ist ja schließlich schon bald 14 jahre her, dass meine kinderärztin dies zu mir sagte.

trotzdem danke für deine antwort.

#6


Peppermint
Du solltest versuchen jeden Tag die Dinge zu machen ,die du am liebsten vermeiden würdest...
Gehe jeden Tag in den Supermarkt....immer und immer wieder....und du wirst merken irgendwann,das es dir nicht mehr schwer fällt.
Das schlimmste was man machen kann, ist die Dinge zu meiden...

x 1 #7


J
@Hide and Seek

Ich war wirklich überrascht, zu sehen, dass es auch andere gibt, die das gleiche Problem wie ich haben, denn ich dachte immer, ich wäre die einzige, der es so geht.
Mir ging es früher genauso wie dir, wenn meine Eltern mich als Jugendliche zum Einkaufen schickten..ich erfand dann immer tausende Vorwände und Ausreden, mich davor zu drücken...aber auch nicht aus Faulheit, sondern weil ich Angst hatte, meinen mobbenden Klassenkameraden zu begegnen, die ausgerechnet in der Nähe des einzigen supermarktes rumhingen. Meine Teenagerzeit habe ich weitestgehend am liebsten drinnen verbracht, weil ich mich dort sicher fühlen konnte, denn die Mobber gaben sich keineswegs damit zufrieden, mich nur in der Schule zu mobben. Einmal, als wir alle zusammen Firmunterricht hatten, gingen zwei von ihnen unter einem Vorwand raus, und beschmierten mein Fahrrad mit Hundekot, und stellten es dann noch auf eine hohe Mauer, wo ich es nicht mehr herunterbekommen hätte, wenn mir nicht die Pfarrhaushälterin geholfen hätte. Da ich mich draußen nirgendwo sicher fühlte, zog ich es schliesslich vor, nach Schulschluss gleich heimzulaufen und ich rannte, damit sie mich nicht einholen und weiter fertigmachen konnten. Manchmal habe ich auch die Schule geschwänzt, und da die Mobber dann in der Schule waren, konnte ich endlich einmal Angstfrei draußen unterewegs sein..allerdings kam es nach und nach so weit, dass sich selbst dann, wenn kein Mobber in der Nähe war, bei mir die Angst einstellte.
Ich kann gut verstehen, wie mies du dich gefühlt haben musst, als du gehört hast, was der Junge über dich sagte, denn ich habe das selbst auch oft genug mitgemacht. Und mir ging es genau wie dir, ich wagte in meiner SChulzeit nicht, einen Jungen auch nur anzusehen, aus Angst, die anderen könnten glauben, ich wäre in einen verliebt und würden dann mit ihm zusammen ihre Scherze auf meine Kosten machen.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner dieser Mobber mich attraktiv fand, ich konnte ihre Abneigung regelrecht auf den Gesichtern ablesen und habe es auch gespürt.
Außerdem hatte ich als Teenager einen Rundrücken, ein Problem, das ich zum Glück mittlerweile in den Griff bekommen habe, dank Gymnastik und Rückenkorsett, aber damals nannten sie mich an einer der Schulen an denen ich war, immer Quasimada, und das tat unerträglich weh und war so verdammt demütigend.
Einer von denen sagte damals zu mir "Ey Quasimada, ich bin Esmeraldo...und für 200 Euro kriegst du nen Mitleidsfick von mir..."
Das war nur einer von vielen miesen Sprüchen, die ich mir im Laufe der Jahre anhören musste. Immerhin habe ich heute einen geraden Rücken, auch wenn das mich viele Schmerzen und Tränen gekostet hatte...und bis heute hasse ich die Filme vom Glöckner von Notre Dame, und kann die nicht sehen, weil ich dann in Tränen ausbreche, weil es mich an damals erinnert, an diese grässliche Zeit.

Ich habe übrigens Bürokauffrau gelernt, und lebe in Rheinland Pfalz.
Weiter oben stand irgendwo, du gehst Teilzeit arbeiten und zur Schule. Wie schaffst du das denn, trotz deiner Angst, die Wohnung zu verlassen? Bei mir ist ja gerade das auch ein Problem, dass ich das nicht schaffe, irgendeiner Arbeit nachzugehen, weil meine Angst vor Menschen zu groß ist.
Und...darf ich dich das fragen, wie hast du eigentlich trotz deiner Phobie deinen Freund kennengelernt? Ich weiss ja aus eigener Erfahrung, dass es schwer, wenn nicht sogar fast unmöglich ist, so jemanden kennenzulernen.

Da hattest du aber eine merkwürdige Ärztin, wenn sie dir gesagt hat, dass man dagegen nichts tun kann...eigentlich hätte sie dir ja damals schon eine Therapie empfehlen müssen. Da drücke ich dir die Daumen, dass deine jetzige Ärtzin mehr Verständnis zeigt. Mir fehlt ja nach wie vor der Mut, meine Hausärztin zu fragen.

@Zauberstern

Das mit den Hunden ist ein guter Tipp, aber leider für mich nicht umzusetzen, denn weil ich arbeitslos bin, habe ich nur eine kleine Wohnung, in der ich ein Tier nicht artgerecht halten könnte, und ich könnte mir auch das Futter gar nicht leisten.
Hat das denn bei dir vom ersten Tag an funktioniert, hast du es gleich geschafft, mit den Hunden rauszugehen?

#8


H
Deswegen hab ich auch nachdem meine ergotherapie vorbei war nicht mehr mit einem arzt darüber gesprochen

#9


H
@ hdekker44

was möchtest du damit aussagen? verstehe ich nicht wirklich

#10


zauberstern
Hi

Nein am ersten Tag hats noch nicht geklappt da war ich in unserem Garten! Dann hab ich mal den Mut zusammen genommen und gedacht ich muss gehen! Plastiksackerl eingepackt falls die Luft weg bleibt und bin schon maschiert! Nein ich meinte ja nur Tiere können dabei eine große rolle spielen!

#11


M

Angst das Haus zu verlassen

Also ich mach mal von Anfang an .
Ich bin immer gerne raus , zum einkaufen shoppen usw . Langsam hat sich aber immer ein bisschen eine Angst eingeschlichen die anfangs noch unbemerkt war . Es hat beim Arbeiten angefangen das mir immer schlecht wurde und ich Angst hatte vor der Menschenmasse die immer zur Arbeit reinkam . Ich habe mich grundsätzlich dann immer in ein anderes Zimmer verzogen . Ich arbeite als Reinigungskraft in einer Kinder Krippe . Wenn die Eltern ihre Kinder abholen bekomme ich immer Panik . Mir sind die Menschen zu viel und ich fange innerlich das Zittern an . Wir haben den August immer komplett frei und da fühle ich mich am besten . Nun hat es aber letzte Woche angefangen das ich nicht mehr so gerne raus möchte . Als ich diese schwere sommergrippe bekommen habe , da war mir klar das es zuhause am besten ist . Gestern wollte ich mit meiner besten Freundin shoppen , und als wir eben unterwegs waren da wurde mir richtig schwummerig und ich hatte Angst in Ohnmacht zu fallen. Ich habe plötzlich innerliches Zittern gehabt und dachte ich falle gleich um . Mein Ziel die Kontrolle über meinen Körper zu bekommen ist nicht so gelungen wie ich es wollte , ich wollte nur noch nachhause . Wenn ich zuhause bin geht es mir sofort besser und meine Panik ist weg und ich fühle mich in meinen eigenen Mauern sicher , natürlich bekomme ich in der Wohnung auch Panikattacken aber die kann ich besser kontrollieren als wenn ich sie draußen bekomme. Ich hab nun Panik das mein geliebtes zuhause mein Gefängnis wird , aber hier ist der einzige Ort wo ich einfach ich bin und mich sehr sicher fühle . Ich weis nun nicht was ich machen soll, wenn ich mein Job verliere, was wird dann aus mir ? Ich arbeite mit meiner Schwester zusammen sie ist dann ganz allein. Vom Jobcenter leben ist auch nicht toll, und wie soll ich so ein Gespräch schaffen wenn ich nicht mal in der Lage bin einkaufen zu gehen ?
Das macht mich im Moment sehr kaputt.
Was meint ihr dazu ?

#12


FredM
Hallo Moppel,

alles, was du schreibst, ist typisch für eine Angsterkrankung.

Die Angst vor vielen Menschen, weil es da sehr eng werden kann und man sich eingeengt fühlt, die Angst beim shoppen, weil die ganzen Menschen im Geschäft sind, überhaupt die Angst, wenn man draussen rumläuft, weil man nicht weiss, ob man schnell genug zu Hause ist, das ist ganz typisch für diese Erkrankung.

Was machst du denn dagegen? Bist du in Behandlung? Machst du eine Therapie? Versuchst du, den Grund für die Angst herauszubekommen?

Bevor du dir Gedanken über den Verlust des Jobs machst, solltest du versuchen, etwas gegen die Krankheit zu unternehmen.

Und selbst wenn es schlimmer werden sollte, gibt es noch genügend soziale Sicherungssystem, die dann greifen können und müssen. Du wirst also nicht verhungern müssen. Smile


lg

x 1 #13


M
Hallo FredM

Ich habe noch nichts dagegen gemacht weil ich immer dachte das ich es alleine schaffe. Aber da hab ich mich getäuscht. Das erste was ich mache ist Montag einen Psychologen suchen der Hausbesuche macht . Und ich muss schauen das mein Arzt mich krankschreiben wird . Ich will nicht mehr in die Arbeit , nicht weil ich nicht arbeiten will sondern weil mir alles zu viel wird. Die ganzen Menschen machen mich wahnsinnig . Ich hoffe das ich das hinbekomme, weil ich hab immer Angst das man mich wo einsperrt wenn ich sage das ich nicht mehr aus dem Haus will, deswegen hab ich lange nichts gesagt . Und nun hab ich gelesen das tatsächlich viele Menschen nicht aus dem Haus können, und das ist krass und man fühlt sich einerseits gut weil man mit diesen Problem nicht allein ist . Ich hoffe ich finde einen Psychologen der sich tatsächlich mit sowas auskennt, ich weis nicht mal wie ich so ein Gespräch beginnen soll, ich bin das sehr unbeholfen Sad

#14


Icefalki
Moppel, wirst viel Glück haben müssen, einen Therapeuten zu findest, der Hausbesuche macht. Wenn es dir so schlecht geht, schau, dass du in eine Klinik kommst, damit das schnell und intensiv behandelt wird. Alles andere funktioniert nicht.

Frag deine beste Freundin, ob sie dich unterstützen kann, du musst raus. Mach kleine Ausflüge, auch mit Begleitung, aber geh raus bis du in die Klinik kannst.

Das was du gerade durchmacht ist typisch für eine Angsterkrankung. Allerdings wird die nicht besser, wenn du dich einsperrst. Glaub mir, die Barrieren werden immer undurchdringlicher.

x 1 #15


Gandalf
Ich persönlich habe nicht das Problem, mit dem nicht rausgehen wollen/können, aber eine mir nahe stehende Person. Eine Therapie ist definitiv angebracht, in welche Form auch immer, je eher desto besser. Denn wie bei allen Krankheiten oder Störungen: Je schneller man was unternimmt, um so eher kann auch eine Heilung erfolgen.

Ich finde den Tipp mit der besten Freundin sehr gut. Wäre das was für dich?

#16


Kay912
Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen
Bei mir wurde das nachher so schlimm, dass ich sogar panik in der Dusche bekommen habe.
Schau dass du dir ein Beruhigungsmittel verschreiben lässt und dann am besten in eine Klinik fährst. Glaub mir, je länger du zu Hause bleibst desto schlimmer wird es.

#17

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FredM
Moppel, du suchst dir keinen Psychologen, sondern einen Psychotheraputen. Diese sind, wie der Name schon sagt, für die Theapie psychischer Erkrankungen ausgebildet.

Gleichzeitig suchst du dir einen Psychiater, zu dem du hingehen kannst. Der Hausarzt müsste dir eh empfehlen dorthin zu gehen. Der kann versuchen, mit einer medikamentösen Behandlung deine Ängste zu mildern, sodass du vielleicht auch bald wieder das Haus verlassen musst. Aber die Medis sollen nur eine Hilfe sein, sie sollen die nur unterstützen, heilen können die nicht.

Smile

#18


Flousen
Hey.
das ganze was du hier beschreibst ist Typisch (Angst/Panik) auch genannt Agoraphobie.
Man fühlt sich in seinen eigenen 4 Wänden sicher und sobald es aus der Angst Situation raus geht legt sich die Angst/Panik.
Dein Ziel wird sein sich damit auseinander zu setzen was mit dir geschieht welche Ursachen das hervorrufen und wie du damit umzugehen hast.
In einer Therapie gibt es viele Optionen. Entspannungstechniken (hilft nicht bei mir) in den Angst Situationen. Zu lernen nicht abzuhauen wenn sich die Angst breit macht und man es nicht als Gefahr einstuft. Ich habe das ganze seit 5 Jahren und war genau dort wo du gerade bist.
Aber man kommt da mit Hilfe raus! Es wird zwar ein Langer weg aber wir haben das gehen ja auch nicht an einem Tag gelernt!
Viel Erfolg!

x 1 #19


M
Hallo liebe Community,

ich bin neu hier und versuche mal dieses Forum zu nutzen, um mir vielleicht ein wenig Meinungen oder gar Tipps zu meinem Problem einzuholen. Vor allem in der momentanen Lage ist das womöglich ganz hilfreich, hoffe ich.
Es geht darum, dass ich seit Jahren Angst habe meine Wohnung zu verlassen. Ich habe dabei gezielt Angst vor den anderen Leuten, die mit im Haus wohnen. Dass ich ihnen im Treppenhaus begegnen kann oder dass diese mich durch ihre Fenster beobachten, während ich über den Hof gehe. Ich wohne seit einem halben Jahr in meiner jetzigen Wohnung und kenne kaum jemanden der anderen Nachbarn. Es hat sich bisher einfach nicht ergeben. Mich selber vorstellen und an deren Tür klingeln ist für mich unvorstellbar. Ich weiß nicht genau, weshalb ich Angst vor Nachbarn habe (das war auch schon in meiner Wohnung davor fast genauso), aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige von ihnen mich entweder nicht mögen werden oder bereits nicht mögen oder sie irgendwelche seltsamen Menschen sind. Diese Gedanken sind in meinem Kopf für mich völlig unerklärbar und ohne jegliche Auslöser in der Realität entstanden (denke ich jedenfalls). Ich traue mich oft nichtmal auf meinen eigenen Balkon weil ich mich so beobachtet fühle.

Vielleicht versteht der ein oder andere ja mein Problem. An manchen Tagen ist es übrigens schlimmer als an anderen Tagen.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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