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Hallo!

Ich hab ehrlich gesagt, keine Ahnung, warum ich das hier mache. Ich bin mir nicht mal sicher, ob das hier das richtige Forum für so etwas ist, oder nicht, aber ich will es zum ersten Mal jetzt probieren.

Wie man in der Überschrift lesen kann, habe ich Angst davor, im Unrecht zu liegen. Nun, vielleicht habe ich das sehr frei formuliert und wirklich Angst davor ist es nicht, sondern viel mehr danach:

Wenn ich vom jemandem zurecht gewiesen werde, weil ich etwas falsch gemacht habe, fühle ich mich sofort traurig, niedergeschlagen und will mich nur verkriechen. Das kann sogar bei kleinen Dingen, wie einer falschen Lösung einer Mathehausaufgabe auftreten. Ich fange an, leicht zu zittern, will nie wieder etwas falsch machen, fange an, mich rechtzufertigen, gifte die Person teilweise sogar an. Doch das schlimmste ist: Ich versuche diesen Fehler auszublenden, weill so tun, als gäbe es ihn nicht, als wäre er nie von mir begangen worden, wobei doch Fehler, wie man so sagt, zum Lernen dazu gehören.

Ich stehe oft unter Druck, weil ich alles zu 100%iger Zufriedenheit aller erledigen möchte, melde mich teilweise in der Schule nicht, weil ich mir nicht sicher bin. Ich versuche, so wenig wie möglich aufzufallen, weil alles, was ich sagen oder machen könnte, falsch sein könnte.

Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Angst ist, aber wenn jemand Erfahrungen mit einem solchen Fall gemacht hat, soll er mir doch bitte helfen, sofern es ihm/ihr möglich ist!

Der Grund warum ich mich dazu entschieden habe, ein solches Forum aufzusuchen: Eine Zurechtweisung: Mir wurde in Textform übers Internet von einer Unbekannten vorgehalten, wie stark ich ausraste, wenn ich auf einen Fehler hingewiesen werde.

Gibt es noch etwas Wichtiges, was ich hinzufügen soll?

MfG
cräsh

24.12.2011 01:02 • 26.12.2011 #1


34 Antworten ↓


hey cräsh also ich kenne das von mir aber nicht so schlimm.
ich denke mal dass ist i-was tiefnepsychologisches.vllt. haben deine eltern dir früher immer gesagt dass du alles falsch macht oder du willst perfekt sein?keine ahnung aber irgendsowas wird es sein.denk mal drüber nach vielleicht hast du ja einen geistesblitz und du weißt warum das bei dir so ist.und wenn nicht redest du mal mit einem psychologen reicht ja schon wenn du ein paar mal hingehst und ihr beide das problem analysiert.dass hört sich jetzt nicht soo schlimm an aber nicht dass sich daraus noch ein perfektionszwang oder eine neurose i-wann bildet oder so.will dir jetzt keine angst machen sorry..

ich sage mir immer dass andere ja auch fehler machen und schei. drauf is doch egal was die anderen denken.außerdem wird keiner jetzt was ganz schlimmes über dich denken.du denkst ja auch nicht über leute die mal einne fehler gemacht haben ganz schlecht;es ist eig. egal.

liebe grüße

24.12.2011 02:52 • #2



Angst davor, im Unrecht zu liegen

x 3


hey, chaleena, danke für die schnelle antwort...

also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun.. und das drauf schei. ist mir nie wirklich gut gelungen...

ist denn ein besuch beim psychologen wirklich notwendig, also, gibt es keine ausweichmöglichkeit?

ehrlich gesagt will ich das thema nicht einmal mit meinen engsten verwandten besprechen, da es mir recht peinlich ist.

MfG
cräsh

24.12.2011 03:08 • #3


hey cräsh, also du musst ja nicht unbedingt zum psychologen du bist ja nicht schwer krank jetzt oder so.es ist halt ne macke denk ich aber ich meine du solltest es beobachten dass es nicht schlimmer wird.außerdem braucht es dir doch nicht peinlich sein zu eineer psychologin zu gehen.in amerika z.b. hat jeder nen therapeuten ist das normalst der welt für die.
also ich würde mich an deineer stelle eifach mal bei einer psychologin vorstellen und fragen was sie davon hält von deinem problem und dann weierschauen.ruf einfach mal bei deiner krankenkasse an und frag ob die dir einen therapeuten vermitteln können oder such dir jemand aus dem intenet.

liebe grüße

24.12.2011 12:37 • #4


Zitat von craesh:
also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun..

Das ist aber eine mutige Behauptung!

Woher willst du das wissen? Wie kommst du zu dieser Annahme?

24.12.2011 16:12 • #5


Zitat von GastB:
Zitat von craesh:
also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun..

Das ist aber eine mutige Behauptung!

Woher willst du das wissen? Wie kommst du zu dieser Annahme?


Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

@chaleena:

Dass es mir nicht peinlich sein muss, denke ich mir auch, aber über meinen Schatten zu springen wage ich mich nicht...
Ich will nicht, dass mich meine Freunde für bekloppt halten, oder sowas...

24.12.2011 18:17 • #6


Hallo, Craesh,
vermute, dass da eine Art von sozialer Phobie vorliegt bei Dir (da hat man u.a. auch immer die Befürchtung, etwas falsch zu machen, beurteilt, verurteilt zu werden usw.).
Kannst ja mal googeln, ob u Dich da teilweise wiederfindest!
Woher die kommt, ist ein weites Feld...
Wenn es Dich belastet, solltest Du, wie meine Vorredner acuh schon gesagt haben, doch mal überlegen, zu einem/einer Terapeuthen/in zu gehen, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Du brauchst es ja zunächst mal auch gar keinem sagen, wenn Du nicht magst.
Sicher würde die/der Terapeuth/in Dir später helfen, dazu stehen zu können.
Du sagst, Du hast Angst davor, von Deinen Freunden "für bekloppt gehalten" zu werden-dazu möchte ich Dir gerne 1. sagen, dass allein hier im Forum Hunderte von Leuten "bekloppt" sein müssten, wenn jeder, der terapeuthische Hilfe in Anspruch nimmt, dieses wäre. 2. was heißt für Dich eigentlich "bekloppt"? Eine seelische Krankheit oder Störung kann hundert Ursachen haben, körperliche (Hormone usw.) wie psychische und ist eine Krankheit, die genauso behandelt werden sollte wie andere vermeintlich "rein körperliche" auch. Und 3. möchte ich Dich einfach mal fragen: Was hast Du für Freunde, wenn Du fürchten mußt, von ihnen verurteilt zu werden, weil Du möglicherweise psychische Probleme hast?! Und kommen wir da nicht bereits in die Richtung der sozialen Phobie und der Angst, beurteilt und verurteilt zu werden?
Sicher ein Nachdenken wert!
Wünsche schöne Weihnachten!

24.12.2011 18:57 • #7


hey cräsh;also was deine befürchtung wegen deiner freunde angeht,schließe ich mich mahatmabha...blabla an.
außerdem glaube ich dass es nicht mal i-jemand erfahren müsste oder bist du privat versichert?und wie alt bist du?

24.12.2011 21:59 • #8


ach ja..und frohe weihnachten

24.12.2011 22:01 • #9


Also, ich bin 16 Jahre alt...

@Mahabharata:

Ich will ja nicht sagen, dass hier Bekloppte posten, dann würde ich mich ja selbst als bekloppt abstempeln, aber ich habe nun mal Angst, dass meine Freunde (auch wenn ich mir diesen Begriff demnächst wohl werde überdenken müssen - ihr habt irgendwo ja recht!) das so empfinden würden...

Ich denke, ich komme um ein Gespräch mit einem Fachmann nicht rum... Danke auf jeden Fall für eure Antworten!

MfG
cräsh

25.12.2011 00:52 • #10


Zitat von craesh:
Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

Wer also war es sonst? Wem gegenüber wolltet du überlegen oder nicht unterlegen sein?

Bruder? Schwester? Freund? Freundin? Nachbarskind? Oma? Opa? .....?

25.12.2011 11:07 • #11


hey cräsh

25.12.2011 16:13 • #12


Zitat von GastB:
Zitat von craesh:
Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

Wer also war es sonst? Wem gegenüber wolltet du überlegen oder nicht unterlegen sein?

Bruder? Schwester? Freund? Freundin? Nachbarskind? Oma? Opa? .....?


Nun, seit ihr meine Freunde angesprochen habt, habe ich mal meine Lage mit ihnen überdacht...

In der Schule war es seit Anbeginn schon immer so, dass ich ziemlich gut war, ich will nicht sagen, dass ich überall der Beste war, aber in der Grundschule war ich auch noch aktiv im Sportverein, weswegen ich ein ziemliches Multitalent abgab. Zur Folge hatte das, dass ich ziemlich oft gemobbt wurde, kam jede Woche min. 2 mal weinend nach Hause...
auch oft, weil ich in der Grundschule schon alles richtig machen wollte, ich weiß nicht wieso, aber eigene Fehler habe ich nie akzeptiert.

Ich fragte mich irgendwann, wieso ich gemobbt wurde, meine Mutter nannte "Neid" als einen Grund und das gefiel mir, weil es bedeutete, dass ich etwas konnte, was andere auch können wollten.

Auf jeden Fall fingen die anderen an, sich irgendwann auch mit der Schule zu beschäftigen, trotzdem war ich immer einen Tick besser. Doch irgendwann fingen sie an, mich bei Fehlern... lautstark darauf hinzuweisen, was ich falsch gemacht hätte und dass sie das besser könnten.

Später auf der weiterführenden Schule galt dann das Können im Unterricht nur noch wenig, obwohl die völlig Dummen auch nur belächelt wurden. Auch, wenn jemand (wie ich) Musik machte, galt das als idiotisch und auf keinen Fall bewunderungswert.
Wir spielten in der Pause IMMER Fußball, doch ich war aus dem Verein ausgetreten und konnte kaum spielen. Wer jedoch spielen konnte, der war auf einmal ganz groß, wer sportlich war, der konnte etwas Erwichtliches. Ich hinkte mit meinem Können hinterher. Das Mobbing ging weiter, weil ich ja nicht einmal kicken konnte, also konnte ich in den Augen der anderen GAR nichts.

Ich denke, dass ich vielleicht versuche alles richtig zu machen, damit man sieht, dass auch ich etwas kann, dass ich kein talentloser Idiot bin, aus dem nie etwas wird. Denn dieses Gefühl wurde mir damals vermittelt...

Könnt ihr mir folgen, bzw. denkt ihr das auch?

MfG
cräsh

25.12.2011 21:50 • #13


Aber sicher kann ich dir folgen.

Die Masse mag immer nur den Durchschnitt - sowohl nach oben als auch nach unten mobbt sie. Das machen angeblich sogar Affen so in ihrer Horde, weshalb Wissenschaftler vermuten, dass das irgendwelche Überlebensvorteile der Gruppe hat.
Und ich habe den Eindruck, dass in Deutschland heute Fehler und Nicht-Perfektionismus geradezu zum Kult erhoben werden. "Perfektionist" wird zum Schimpfwort und bekommt einen Krankheitswert zugeschrieben. Dabei wäre das Überleben der Menschheit in unseren Zeiten bestimmt besser gesichert, wenn man mehr Erstklassigkeit anstreben und würdigen würde.

Sportlichkeit und Fußball dagegen stehen ganz oben, was man ja auch an den Gagen der Fußballspieler sehen kann. In Amerika steht der Sport ja noch höher im Rang.

Was für Musik hast du denn gemacht? Klassik? Denn in einer Band zu spielen wird doch normalerweise eher bewundert?

Schade, dass man dir nicht geholfen hat, dich bei deinen Mitschülern durchzusetzen ... Etwas Judo o.ä. hätte dir vermutlich genügend Respekt verschafft.

Aber jetzt bist du ja weg aus der Schule und kannst deine Werteskala und dein Auftreten neu ordnen, oder? Ich finde es super, wenn jemand versucht, seine Arbeit fehlerfrei und erstklassig zu machen, und ich liebe Menschen, die so sind.

Hast du die richtigen Freunde? Offenbar können die mit Gefühlen gar nichts anfangen?

25.12.2011 22:06 • #14


Ich bin 16, demnach gehe ich nächstes Jahr (G9 ist schön) in die 11. Klasse... Schule ist also noch ein wenig angesagt!

25.12.2011 22:11 • #15


Zitat von craesh:
Ich bin 16, demnach gehe ich nächstes Jahr (G9 ist schön) in die 11. Klasse... Schule ist also noch ein wenig angesagt!

Ah, sorry, ich dachte, das sei ein anderer gewesen.

Dann habe ich irgendwie den Faden verloren. Ist die Situation in der Schule noch immer so, dass du dich von anderen gemobbt fühlst?

Oder wirst du gar nicht gemobbt, sondern möchtest nur mehr anerkannt werden und bist neidisch auf die Mitschüler, die ihre Anerkennung durch Fußballspielen erzielen?

25.12.2011 22:16 • #16


Inzwischen sind sie alle ein wenig erwachsener geworden, gemobbt direkt werde ich nicht, "Mongo" ist zwar immer noch mein Schimpfname, aber im Allgemeinen ist es besser geworden...

Was geblieben ist, ist dieses ständige perfekt sein wollen...

25.12.2011 22:28 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von craesh:
Was geblieben ist, ist dieses ständige perfekt sein wollen...

Was genau ist dabei das Problem?

25.12.2011 22:36 • #18


Wenn ich nicht perfekt bin, ticke ich aus, wie ich es im Erstellungspost beschrieben habe... das ist das Problem!

25.12.2011 22:38 • #19


Zitat:
Wenn ich vom jemandem zurecht gewiesen werde, weil ich etwas falsch gemacht habe, fühle ich mich sofort traurig, niedergeschlagen und will mich nur verkriechen. Das kann sogar bei kleinen Dingen, wie einer falschen Lösung einer Mathehausaufgabe auftreten. Ich fange an, leicht zu zittern, will nie wieder etwas falsch machen, fange an, mich rechtzufertigen, gifte die Person teilweise sogar an. Doch das schlimmste ist: Ich versuche diesen Fehler auszublenden, weill so tun, als gäbe es ihn nicht, als wäre er nie von mir begangen worden, wobei doch Fehler, wie man so sagt, zum Lernen dazu gehören.

Ich stehe oft unter Druck, weil ich alles zu 100%iger Zufriedenheit aller erledigen möchte, melde mich teilweise in der Schule nicht, weil ich mir nicht sicher bin. Ich versuche, so wenig wie möglich aufzufallen, weil alles, was ich sagen oder machen könnte, falsch sein könnte.

Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Angst ist, aber wenn jemand Erfahrungen mit einem solchen Fall gemacht hat, soll er mir doch bitte helfen, sofern es ihm/ihr möglich ist!

Wie wäre es, wenn du jetzt mal schrittweise eine Selbst-Verhaltenstherapie machen würdest?

Was lässt dich denn nach einem Fehler so ausrasten? Ist es
- verletzte Eitelkeit?
- Angst vor jemandem?

25.12.2011 22:43 • #20



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