App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

C

craesh
Mitglied

Beiträge:
12
Themen:
1
Mitglied seit:
Hallo!

Ich hab ehrlich gesagt, keine Ahnung, warum ich das hier mache. Ich bin mir nicht mal sicher, ob das hier das richtige Forum für so etwas ist, oder nicht, aber ich will es zum ersten Mal jetzt probieren.

Wie man in der Überschrift lesen kann, habe ich Angst davor, im Unrecht zu liegen. Nun, vielleicht habe ich das sehr frei formuliert und wirklich Angst davor ist es nicht, sondern viel mehr danach:

Wenn ich vom jemandem zurecht gewiesen werde, weil ich etwas falsch gemacht habe, fühle ich mich sofort traurig, niedergeschlagen und will mich nur verkriechen. Das kann sogar bei kleinen Dingen, wie einer falschen Lösung einer Mathehausaufgabe auftreten. Ich fange an, leicht zu zittern, will nie wieder etwas falsch machen, fange an, mich rechtzufertigen, gifte die Person teilweise sogar an. Doch das schlimmste ist: Ich versuche diesen Fehler auszublenden, weill so tun, als gäbe es ihn nicht, als wäre er nie von mir begangen worden, wobei doch Fehler, wie man so sagt, zum Lernen dazu gehören.

Ich stehe oft unter Druck, weil ich alles zu 100%iger Zufriedenheit aller erledigen möchte, melde mich teilweise in der Schule nicht, weil ich mir nicht sicher bin. Ich versuche, so wenig wie möglich aufzufallen, weil alles, was ich sagen oder machen könnte, falsch sein könnte.

Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Angst ist, aber wenn jemand Erfahrungen mit einem solchen Fall gemacht hat, soll er mir doch bitte helfen, sofern es ihm/ihr möglich ist!

Der Grund warum ich mich dazu entschieden habe, ein solches Forum aufzusuchen: Eine Zurechtweisung: Mir wurde in Textform übers Internet von einer Unbekannten vorgehalten, wie stark ich ausraste, wenn ich auf einen Fehler hingewiesen werde.

Gibt es noch etwas Wichtiges, was ich hinzufügen soll?

MfG
cräsh

26.12.2011 #1


34 Antworten ↓
Capricorn

Capricorn
Mitglied

Beiträge:
1201
Themen:
24
Danke erhalten:
3
Mitglied seit:
@ Cerbi:

*zustimm* auf der ganzen Linie!
Nicht nur was deine Analyse angeht, sondern auch den Schmerz, den du (wieder-)empfindest, wenn du craeshs Geschichte liest.




@ Gast:

Ja. Das mit der Eltern-Kiste ist doch wirklich immer wieder total verführerisch. Sprich: solche Problematiken immer ursächlich bei den Eltern zu suchen. Und manchmal stimmt das ja auch.

Nur:
Nicht jedes Kind reagiert auf das Benehmen/Verhalten der Eltern gleich, auch wenn die Eltern sich mehreren Kindern/Geschwistern gegenüber gleich verhalten. Das muss doch dann einen anderen Grund haben!?!

Ich bin davon überzeugt (eigene Erfahrung), dass jeder Mensch eine ganz eigene innere Anlage hat, die dazu führt, mit dem Verhalten der Eltern anders umzugehen, als das eigene Geschwister tun. Man könnte das evtl. auch als „individuelle Wahrnehmung“ bezeichnen, wenn Kinder/Geschwister auf ihre Eltern unterschiedl. reagieren.

Bei „craesh“ würde das z.B. bedeuten: Seine (evtl.) Geschwister hätten die Gelassenheit der Eltern bezügl. Schulnoten vielleicht eher als Bestätigung und Entlastung angenommen, weil sie selbst andere Anlagen haben. Und wer möchte schon ein Urteil darüber fällen, welche Anlage besser und welche schlechter ist?!? … außer die (dumme) Masse des aktuellen Zeitgeist’s?



@ craesh:

Erst mal ein ganz dickes Kompliment an dich!
Ein 16jähriger, der so reflektiert ist, das gehört sich positiv erwähnt! Also fühl dich mal ganz freundlich auf die Schulter geklopft!

Dass du mit deiner Art Probleme bekommst wundert mich nicht, aber das liegt primär sicher nicht an DIR ! – es liegt an unserer kranken Gesellschaft. Nicht DU bist also „krank“, sondern diese irrwitzige Gesellschaft, in der wir leben. Die meisten haben keine Ahnung mehr von dem, was man „soziale Kompetenz“ nennt. Diese würde es verhindern, dass man so mit dir umgeht. Deine Reaktion empfinde ich als total GESUND! – denn JEDER Mensch fühlt sich mehr oder weniger verletzt/gekränkt, wenn er sich nicht angenommen, erkannt oder verstanden fühlt, sogar diejenigen, die sich selbst verletzend verhalten!

Leider kann ich dir auch nichts anderes dazu sagen, wie es schon Cerberus oben gesagt hat. Es wird evtl. lange dauern, bis du den Ausschluss aus scheinbar (!) sozialen Gruppen als Kompliment empfinden kannst.

Trotzdem hab ich evtl. doch noch einen Tipp für dich:
Glaub bitte nicht, dass Psychotherapeuten nur für „Verrückte“ („Geisteskranke“ sind NICHT identisch mit seelisch Leidenden!) und total psychopathologische Fälle zuständig sind. Tatsächlich hab ich den Eindruck, dass sie mit diesen meist heillos überfordert sind. Aber Menschen wie dir, die grad am Anfang ihrer Problematik stehen, wirklich weiterhelfen können.

Vielleicht versuchst du also doch, dir Unterstützung bei einem Therapeuten zu suchen. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr wohl erfolgversprechend sein kann, so gut, wie du deine Problematik schildern kannst. Auf keinen Fall aber musst du dich als „verrückt“ ansehen, nur weil du die Dienstleistung eines Therapeuten in Anspruch nimmst.

Ich drück’ dir die Daumen

LG
Capri

26.12.2011 18:01 • #32


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst davor, im Unrecht zu liegen

x 3


G

GastB
Gast

Zitat von Capricorn:
@ Gast:

Ja. Das mit der Eltern-Kiste ist doch wirklich immer wieder total verführerisch. Sprich: solche Problematiken immer ursächlich bei den Eltern zu suchen. Und manchmal stimmt das ja auch.

Nur:
Nicht jedes Kind reagiert auf das Benehmen/Verhalten der Eltern gleich, auch wenn die Eltern sich mehreren Kindern/Geschwistern gegenüber gleich verhalten. Das muss doch dann einen anderen Grund haben!?!

Ohne damit behaupten zu wollen, dass es bei craesh an den Eltern lag (wenn du den Thread genau durchgelesen hast, wirst du gesehen haben, dass das nur der erste Ansatz war),
möchte ich der beliebten Schlussfolgerung, die Kinder einer Familie würden unterschiedlich auf ihre Eltern reagieren, obwohl diese sich doch ganz genauso verhalten, vehement widersprechen, denn:
1) Eltern verhalten sich nachweislich keineswegs zu allen ihren Kindern gleich; manche mögen sie mehr, manche weniger
2) Die Stellung des Kindes innerhalb der Geschwisterfolge spielt - inzwischen ebenfalls nachgewiesen, aber auch aus Erfahrung ablesbar - eine Rolle dabei, wie sich die Eltern zu dem Kind verhalten, wie sich die Geschwister zu diesem Kind verhalten und wie sich das Kind innerhalb dieser Kindergruppe und dem Familienverband fühlt.
Z.B. wird den Ältsten in den meisten Familien Verantwortung für die anderen Geschwister zugewiesen, egal wie jung sie eigentlich noch sind; den Jüngsten hingegen niemals, egal, wie alt sie bereits sind. Usw.

Aber da das hier nicht mehr das Thema ist, möchte ich es hierbei bewenden lassen.

@ craesh

Du bist offenbar sehr reflektiert und wahrscheinlich gescheiter als der Durchschnitt deiner Altersgenossen. Das ist nicht einfach für dich. Vielleicht fühlst du dich häufig von den anderen Menschen nicht richtig gewürdigt und reagierst vielleicht deswegen so pikiert, wenn dich dann einer, der dir eigentlich intellektuell nicht das Wasser reichen kann, für dümmer oder unwissender hält als dich selbst? Ich weiß, das tut wirklich weh. Ich denke, es ist am besten, wenn du dir für solche Situationen passende Reaktionsmöglichkeiten überlegst und sie einübst. Denn das wird dir im Leben noch oft passieren, und du brauchst dafür passende Rekationsmöglichkeiten.

Eine Therapie in deinem Alter für das von dir geschilderte Problem kann ich nicht empfehlen. Du bist in einem Entwicklungsstadium zum Erwachsenwerden. Das ist keine Krankheit.

Außerdem könnte es dich in deiner späteren Berufswahl beeinträchtigen.

26.12.2011 18:21 • #34


Zum Beitrag im Thema ↓


C
hey cräsh also ich kenne das von mir aber nicht so schlimm.
ich denke mal dass ist i-was tiefnepsychologisches.vllt. haben deine eltern dir früher immer gesagt dass du alles falsch macht oder du willst perfekt sein?keine ahnung aber irgendsowas wird es sein.denk mal drüber nach vielleicht hast du ja einen geistesblitz und du weißt warum das bei dir so ist.und wenn nicht redest du mal mit einem psychologen reicht ja schon wenn du ein paar mal hingehst und ihr beide das problem analysiert.dass hört sich jetzt nicht soo schlimm an aber nicht dass sich daraus noch ein perfektionszwang oder eine neurose i-wann bildet oder so.will dir jetzt keine angst machen sorry..

ich sage mir immer dass andere ja auch fehler machen und schei. drauf is doch egal was die anderen denken.außerdem wird keiner jetzt was ganz schlimmes über dich denken.du denkst ja auch nicht über leute die mal einne fehler gemacht haben ganz schlecht;es ist eig. egal.

liebe grüße

#2


C
hey, chaleena, danke für die schnelle antwort...

also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun.. und das drauf schei. ist mir nie wirklich gut gelungen...

ist denn ein besuch beim psychologen wirklich notwendig, also, gibt es keine ausweichmöglichkeit?

ehrlich gesagt will ich das thema nicht einmal mit meinen engsten verwandten besprechen, da es mir recht peinlich ist.

MfG
cräsh

#3


C
hey cräsh, also du musst ja nicht unbedingt zum psychologen du bist ja nicht schwer krank jetzt oder so.es ist halt ne macke denk ich aber ich meine du solltest es beobachten dass es nicht schlimmer wird.außerdem braucht es dir doch nicht peinlich sein zu eineer psychologin zu gehen.in amerika z.b. hat jeder nen therapeuten ist das normalst der welt für die.
also ich würde mich an deineer stelle eifach mal bei einer psychologin vorstellen und fragen was sie davon hält von deinem problem und dann weierschauen.ruf einfach mal bei deiner krankenkasse an und frag ob die dir einen therapeuten vermitteln können oder such dir jemand aus dem intenet.

liebe grüße

#4


G
Zitat von craesh:
also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun..

Das ist aber eine mutige Behauptung!

Woher willst du das wissen? Wie kommst du zu dieser Annahme?

#5


C
Zitat von GastB:
Zitat von craesh:
also, mit meinen eltern hat das sicher nichts zu tun..

Das ist aber eine mutige Behauptung!

Woher willst du das wissen? Wie kommst du zu dieser Annahme?


Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

@chaleena:

Dass es mir nicht peinlich sein muss, denke ich mir auch, aber über meinen Schatten zu springen wage ich mich nicht...
Ich will nicht, dass mich meine Freunde für bekloppt halten, oder sowas...

#6


M
Hallo, Craesh,
vermute, dass da eine Art von sozialer Phobie vorliegt bei Dir (da hat man u.a. auch immer die Befürchtung, etwas falsch zu machen, beurteilt, verurteilt zu werden usw.).
Kannst ja mal googeln, ob u Dich da teilweise wiederfindest!
Woher die kommt, ist ein weites Feld...
Wenn es Dich belastet, solltest Du, wie meine Vorredner acuh schon gesagt haben, doch mal überlegen, zu einem/einer Terapeuthen/in zu gehen, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Du brauchst es ja zunächst mal auch gar keinem sagen, wenn Du nicht magst.
Sicher würde die/der Terapeuth/in Dir später helfen, dazu stehen zu können.
Du sagst, Du hast Angst davor, von Deinen Freunden "für bekloppt gehalten" zu werden-dazu möchte ich Dir gerne 1. sagen, dass allein hier im Forum Hunderte von Leuten "bekloppt" sein müssten, wenn jeder, der terapeuthische Hilfe in Anspruch nimmt, dieses wäre. 2. was heißt für Dich eigentlich "bekloppt"? Eine seelische Krankheit oder Störung kann hundert Ursachen haben, körperliche (Hormone usw.) wie psychische und ist eine Krankheit, die genauso behandelt werden sollte wie andere vermeintlich "rein körperliche" auch. Und 3. möchte ich Dich einfach mal fragen: Was hast Du für Freunde, wenn Du fürchten mußt, von ihnen verurteilt zu werden, weil Du möglicherweise psychische Probleme hast?! Und kommen wir da nicht bereits in die Richtung der sozialen Phobie und der Angst, beurteilt und verurteilt zu werden?
Sicher ein Nachdenken wert!
Wünsche schöne Weihnachten!

#7


C
hey cräsh;also was deine befürchtung wegen deiner freunde angeht,schließe ich mich mahatmabha...blabla an.
außerdem glaube ich dass es nicht mal i-jemand erfahren müsste oder bist du privat versichert?und wie alt bist du?

#8


C
ach ja..und frohe weihnachten

#9


C
Also, ich bin 16 Jahre alt...

@Mahabharata:

Ich will ja nicht sagen, dass hier Bekloppte posten, dann würde ich mich ja selbst als bekloppt abstempeln, aber ich habe nun mal Angst, dass meine Freunde (auch wenn ich mir diesen Begriff demnächst wohl werde überdenken müssen - ihr habt irgendwo ja recht!) das so empfinden würden...

Ich denke, ich komme um ein Gespräch mit einem Fachmann nicht rum... Danke auf jeden Fall für eure Antworten!

MfG
cräsh

#10


G
Zitat von craesh:
Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

Wer also war es sonst? Wem gegenüber wolltet du überlegen oder nicht unterlegen sein?

Bruder? Schwester? Freund? Freundin? Nachbarskind? Oma? Opa? .....?

#11


C
hey cräsh

#12


C
Zitat von GastB:
Zitat von craesh:
Meine Eltern wollten nie von mir, dass ich der Beste bin, sie haben nie Druck gemacht, wenn es um Leistung ging! Ich habe alles immer alleine gemacht, brauchte kaum Hilfe in schulischen Dingen... wenn ich mal eine 3 hatte, was für mich schon so ziemlich einem Weltenzusammenbruch glich, zogen sie die Schultern hoch und meinten, dass es einmal eine 3 war, für sie etwas völlig Normales und vor allem nichts Schlimmes.
Deswegen glaube ich nicht, dass ich wegen ihnen alles richtig machen will...

Wer also war es sonst? Wem gegenüber wolltet du überlegen oder nicht unterlegen sein?

Bruder? Schwester? Freund? Freundin? Nachbarskind? Oma? Opa? .....?


Nun, seit ihr meine Freunde angesprochen habt, habe ich mal meine Lage mit ihnen überdacht...

In der Schule war es seit Anbeginn schon immer so, dass ich ziemlich gut war, ich will nicht sagen, dass ich überall der Beste war, aber in der Grundschule war ich auch noch aktiv im Sportverein, weswegen ich ein ziemliches Multitalent abgab. Zur Folge hatte das, dass ich ziemlich oft gemobbt wurde, kam jede Woche min. 2 mal weinend nach Hause...
auch oft, weil ich in der Grundschule schon alles richtig machen wollte, ich weiß nicht wieso, aber eigene Fehler habe ich nie akzeptiert.

Ich fragte mich irgendwann, wieso ich gemobbt wurde, meine Mutter nannte "Neid" als einen Grund und das gefiel mir, weil es bedeutete, dass ich etwas konnte, was andere auch können wollten.

Auf jeden Fall fingen die anderen an, sich irgendwann auch mit der Schule zu beschäftigen, trotzdem war ich immer einen Tick besser. Doch irgendwann fingen sie an, mich bei Fehlern... lautstark darauf hinzuweisen, was ich falsch gemacht hätte und dass sie das besser könnten.

Später auf der weiterführenden Schule galt dann das Können im Unterricht nur noch wenig, obwohl die völlig Dummen auch nur belächelt wurden. Auch, wenn jemand (wie ich) Musik machte, galt das als idiotisch und auf keinen Fall bewunderungswert.
Wir spielten in der Pause IMMER Fußball, doch ich war aus dem Verein ausgetreten und konnte kaum spielen. Wer jedoch spielen konnte, der war auf einmal ganz groß, wer sportlich war, der konnte etwas Erwichtliches. Ich hinkte mit meinem Können hinterher. Das Mobbing ging weiter, weil ich ja nicht einmal kicken konnte, also konnte ich in den Augen der anderen GAR nichts.

Ich denke, dass ich vielleicht versuche alles richtig zu machen, damit man sieht, dass auch ich etwas kann, dass ich kein talentloser Idiot bin, aus dem nie etwas wird. Denn dieses Gefühl wurde mir damals vermittelt...

Könnt ihr mir folgen, bzw. denkt ihr das auch?

MfG
cräsh

#13


G
Aber sicher kann ich dir folgen.

Die Masse mag immer nur den Durchschnitt - sowohl nach oben als auch nach unten mobbt sie. Das machen angeblich sogar Affen so in ihrer Horde, weshalb Wissenschaftler vermuten, dass das irgendwelche Überlebensvorteile der Gruppe hat.
Und ich habe den Eindruck, dass in Deutschland heute Fehler und Nicht-Perfektionismus geradezu zum Kult erhoben werden. "Perfektionist" wird zum Schimpfwort und bekommt einen Krankheitswert zugeschrieben. Dabei wäre das Überleben der Menschheit in unseren Zeiten bestimmt besser gesichert, wenn man mehr Erstklassigkeit anstreben und würdigen würde.

Sportlichkeit und Fußball dagegen stehen ganz oben, was man ja auch an den Gagen der Fußballspieler sehen kann. In Amerika steht der Sport ja noch höher im Rang.

Was für Musik hast du denn gemacht? Klassik? Denn in einer Band zu spielen wird doch normalerweise eher bewundert?

Schade, dass man dir nicht geholfen hat, dich bei deinen Mitschülern durchzusetzen ... Etwas Judo o.ä. hätte dir vermutlich genügend Respekt verschafft.

Aber jetzt bist du ja weg aus der Schule und kannst deine Werteskala und dein Auftreten neu ordnen, oder? Ich finde es super, wenn jemand versucht, seine Arbeit fehlerfrei und erstklassig zu machen, und ich liebe Menschen, die so sind.

Hast du die richtigen Freunde? Offenbar können die mit Gefühlen gar nichts anfangen?

#14


C
Ich bin 16, demnach gehe ich nächstes Jahr (G9 ist schön) in die 11. Klasse... Schule ist also noch ein wenig angesagt!

#15


G
Zitat von craesh:
Ich bin 16, demnach gehe ich nächstes Jahr (G9 ist schön) in die 11. Klasse... Schule ist also noch ein wenig angesagt!

Ah, sorry, ich dachte, das sei ein anderer gewesen.

Dann habe ich irgendwie den Faden verloren. Ist die Situation in der Schule noch immer so, dass du dich von anderen gemobbt fühlst?

Oder wirst du gar nicht gemobbt, sondern möchtest nur mehr anerkannt werden und bist neidisch auf die Mitschüler, die ihre Anerkennung durch Fußballspielen erzielen?

#16


C
Inzwischen sind sie alle ein wenig erwachsener geworden, gemobbt direkt werde ich nicht, "Mongo" ist zwar immer noch mein Schimpfname, aber im Allgemeinen ist es besser geworden...

Was geblieben ist, ist dieses ständige perfekt sein wollen...

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

G
Zitat von craesh:
Was geblieben ist, ist dieses ständige perfekt sein wollen...

Was genau ist dabei das Problem?

#18


C
Wenn ich nicht perfekt bin, ticke ich aus, wie ich es im Erstellungspost beschrieben habe... das ist das Problem!

#19


G
Zitat:
Wenn ich vom jemandem zurecht gewiesen werde, weil ich etwas falsch gemacht habe, fühle ich mich sofort traurig, niedergeschlagen und will mich nur verkriechen. Das kann sogar bei kleinen Dingen, wie einer falschen Lösung einer Mathehausaufgabe auftreten. Ich fange an, leicht zu zittern, will nie wieder etwas falsch machen, fange an, mich rechtzufertigen, gifte die Person teilweise sogar an. Doch das schlimmste ist: Ich versuche diesen Fehler auszublenden, weill so tun, als gäbe es ihn nicht, als wäre er nie von mir begangen worden, wobei doch Fehler, wie man so sagt, zum Lernen dazu gehören.

Ich stehe oft unter Druck, weil ich alles zu 100%iger Zufriedenheit aller erledigen möchte, melde mich teilweise in der Schule nicht, weil ich mir nicht sicher bin. Ich versuche, so wenig wie möglich aufzufallen, weil alles, was ich sagen oder machen könnte, falsch sein könnte.

Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Angst ist, aber wenn jemand Erfahrungen mit einem solchen Fall gemacht hat, soll er mir doch bitte helfen, sofern es ihm/ihr möglich ist!

Wie wäre es, wenn du jetzt mal schrittweise eine Selbst-Verhaltenstherapie machen würdest?

Was lässt dich denn nach einem Fehler so ausrasten? Ist es
- verletzte Eitelkeit?
- Angst vor jemandem?

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Reinhard Pichler
App im Playstore