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Heller_Wahnsinn
Hallo,

ich bins wieder mal.

Vor zwei Jahren ungefähr war ich beim HNO, weil ich beim Schlucken immer so ein Klicken habe (wie wenn was hartes irgendwo drüberschnappt), gerade beim Leerschlucken nehme ich das deutlich wahr. Der HNO hat den Kehlkopf gespiegelt, aber nichts weiter gesehen. Also habe ich es als gegeben hingenommen und war beruhigt. Das Klicken blieb, mir fiel auf, dass es bei einer bestimmten Kopfhaltung auftrat, also nicht immer.

Nun ist es so, dass ich in den letzten Monat gemerkt habe, dass ich bei einer bestimmten Kopfstellung (im Liegen) gegen einen harten Widerstand schlucken muß, es scheint irgendwie wie eine Blockade zu sein, und gegen diesen Widerstand zu schlucken ist schon unangenehm. Letzte Nacht bin ich davon sogar aufgewacht, weil es richtig blockierte/verhakte und wehtat, so dass ich davon wachgeworden bin.

Ich habe mir jetzt einen HNO-Termin geben lassen, habe aber total Angst vor einem schlimmen Ergebnis. Kehlkopfkrebs oder Tumor.

Da ich nicht google, also wegen Symptomen für Kehlkopfkrebs, meine Frage, hört sich das nach so was an?

LG
HW

23.09.2015 11:21 • 30.06.2019 #1


19 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey HW,

was ist mit Deinen Mandeln, hast Du sie noch? Sie können einem arge Probleme bereiten und daher sind meine raus.

23.09.2015 11:25 • #2



Kehlkopf blockiert im Liegen - Angst vor Kehlkopfkrebs

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Heller_Wahnsinn
Habe meine Mandeln noch, sie sind seit vielen Jahren zerklüftet, aber eine OP im Erwachsenenalter soll riskant sein, also lasse ich das, solange sie mich in Ruhe lassen.

Aber der Widerstand fühlt sich auch eher knorpelig an, ist auch auf der Höhe des Kehlkopfs. Letzte Nacht, das war wie eine Blockade, wenn sich was verhakt. Das ist mir jetzt
schon mehrfach passiert in den letzten Wochen, nur nicht so sehr wie letzte Nacht.

Ich habe gerade noch mal in meiner früheren HNO-Praxis nachgefragt, lt. der Arzthelferin wurde da im März 2014 eine Kehlkopfspiegelung gemacht (mir war, als wäre das länger her,
aber wenn sie es sagt, wird es wohl so gewesen sein), und da war alles unauffällig.

23.09.2015 11:50 • #3


Vergissmeinicht
Hm HW, dann wird wahrscheinlich jetzt auch alles unauffällig sein, da Du das Gefühl ja schon kennst. Bleiben vielleicht doch die Mandeln, die stören. Weiß nicht, bin kein Arzt, könnte es mir aber vorstellen.

23.09.2015 11:52 • #4


Heller_Wahnsinn
Naja, was heißt, das Gefühl kennen, es hat halt im Laufe der Zeit zugenommen. Erst war es nur dieses Klicken, dort wurde gespiegelt und nichts Auffälliges festgestellt. Aber das wurde halt mehr, aus dem Klicken wurden dann Schluckbeschwerden/Blockaden, die in meinem Fall aber definitiv keine psychischen Ursachen haben, weil ich keine Panikattacken habe und auch keine Ängste habe, die mir sprichwörtlich den Hals zuschnüren. Meine Mandeln sind schon seit sehr sehr langer Zeit zerklüftet und auch groß, die Beschwerden, die ich nun seit 1,5 Jahren habe sind aber relativ neu. Ich traue mir halt nicht nach irgendwelchen Krebsarten im Hals zu googeln. Ich rauche nicht und ich trinke praktisch keinen Alk.. Aber ich habe ein HWS-Syndrom, nur weiß ich nicht, ob diese sich auf den Kehlkopf auswirken können, zumal dieses HWS-Syndrom angeboren ist.

23.09.2015 11:58 • #5


Vergissmeinicht
Hey HW,

wenn Du dies 1,5 Jahre hast und in 2014 dies hast untersuchen lassen, wird sicher auch diesmal nichts feststellbar sein. Googeln würde ich allerdings auch nicht.

23.09.2015 12:01 • #6


Heller_Wahnsinn
Na, ich war so blöd und habe jetzt doch gegoogelt, und natürlich, wie sollte es auch anders sein, bin ich über das supraglottische Karzinom gestolpert, was auch zufällig das gefährlichste ist, weil es schnell in die Hals-Lymphknoten streut. Meine Lymphknoten im Halsbereich sind schon seit Jahren vergrößert, ein Teil davon wurde sogar mal entfernt zur Analyse, weil sie eben zu groß sind, das war Oktober 2013. Es war alles okay. Aber da meine LK anscheinend immer vergrößert sind, würde niemand merken, wenn es mal was wirklich Gefährliches wäre.
Heiser bin ich nicht, aber das soll beim supraglottischen Karzinom sowieso erst ganz spät kommen, es heißt, dass die Leute wegen Schluckbeschwerden zum Arzt gehen...

Super, jetzt habe ich wirklich Angst. Die Beschwerden bilde ich mir nicht ein, und sie haben zugenommen. Der HNO-Termin ist erst nächste Woche, und ich mach mich bis dahin bestimmt total verrückt.

23.09.2015 12:21 • #7


Vergissmeinicht
Hey HW,

lese immer wieder, das es bei den Betroffenen nach dem Googeln schlimmer wird. Zumindest dies habe ich mir abgewöhnt. Du hast es gelesen und nun sind die Beschwerden schlimmer. Das macht jetzt Dein Kopfkino.

23.09.2015 12:24 • x 1 #8


schnatterschnat
Hallo helleren wahnsinn,

Hast du schonmal die Schilddrüse untersuchen lassen?

Meine Mutter hatte immer schluckbeschwerden, als wenn was im Hals wäre. Vor 2 Jahren SD getestet, nix..jetzt War sie wieder hin und siehe da.. SD-UNTERFUNKTION.. seit sie eingestellt ist, ist das Problem weg.

LG schnatterschnatt

23.09.2015 12:28 • #9


Heller_Wahnsinn
Hallo,

ich habe eine SD-UF und Hashimoto, aber ich nehme seit Jahren L-Thyroxin, meine SD-Werte sind lt. Blutbild auch immer in Ordnung. Das, was ich habe, ist auch kein diffuses Kloßgefühl oder ein unbestimmter Druck im Hals sondern es ist wie eine Blockade, irgendwie knöchern bzw knorpelig.

Das mit dem Googeln war blöd, ja. Aber die Symptome waren schon vorher da. Mehr Beschwerden als vorher habe ich jetzt auch nicht, weil dieses Blockieren ja anscheinend nur im Liegen stattfindet, und auch nicht sehr oft, aber eben immer öfter. Ich habe echt keine Ahnung, was da "klemmt", aber es tut schon etwas weh.

23.09.2015 12:33 • x 1 #10


Heller_Wahnsinn
Immerhin habe ich es jetzt geschafft, kurzfristig der Klinik, die mich damals mit den LK am Hals operiert hat, einen Termin zu bekommen. Das ist ja immerhin schon mal was.
Jetzt muss ich nur sehen, dass ich mich irgendwie wieder runterkriege. Ich habe keine Ahnung, wie schnell Kehlkopfkrebs wächst? Und kann man das bei einer Kehlkopfspiegelung sehen? Auch das supraglottische Karzinom? Irgendwie geistert mir das jetzt im Kopf rum, dank Google. Weil es sich irgendwie auf die Schluckbeschwerden ohne zwingende Heiserkeit und Ziehen in die Ohren stützt, was ich auch habe. Das könnten natürlich Verspannungen sein. Aber was, wenn nicht?
Hoffentlich ist es harmlos. Und hoffentlich kann man mir das am Freitag bestätigen, denn wenn man mich dann noch zum MRT oder CT schickt, flippe ich aus, weil ich dann noch länger in der Luft hänge.

23.09.2015 12:52 • #11


Heller_Wahnsinn
Hat sonst keiner eine Idee, was das sein könnte? Wie gesagt, ich konzentriere mich nicht aufs Schlucken oder denke auch gar nicht darüber nach. Und nachts beim Schlafen denke ich schon gar nicht an irgendwas. Wenn mir das passiert ist, hat es mich völlig überraschend getroffen, und heute Nacht bin ich eben sogar davon wachgeworden.

Da ich ja nun schon so blöd war zu googeln und Google mir das Schlimmstmögliche gezeigt hat, hab ich halt weiter gesurft, und ich finde nirgends etwas anderes, was es sein könnte. Alle schreiben was von Kloßgefühl oder dass sie darüber nachdenken und glauben, nicht schlucken zu können und dann können sie es nicht. Bei mir ist das aber anders. Ich denke nicht über Schluckbeschwerden nach, auch jetzt tagsüber habe ich keine, kann immer normal essen und so.

Trotzdem macht mir das total Angst. Weil es sich diese Blockade so knöchern anfühlt. Als ob da was klemmt, schief ist oder sich verhakt.

Kennt das wirklich niemand?

23.09.2015 15:16 • #12


Schlaflose
Frag doch besser in einem Krankheitsforum nach, denn es handelt sich ja um etwas Körperliches. Bei Onmeda gibt es zu allen möglichen Krankheitsgebieten ein Forum, wo z.T. sogar ein Experte (Facharzt) antwortet.

23.09.2015 15:36 • #13


Perle
Hallo HW,

ich habe auch ein chronisches HWS-Syndrom und ich hatte vergangenes Jahr auch für einige Monate heftige Schluckbeschwerden, die mich völlig verunsichert haben. Am Anfang fühlte es sich an, als ob mir jemand von hinten die Hände um den Hals legt und zu drückt. Dann bekam ich das Essen nicht mehr runter, es blieb hängen. Das Gefühl kann ich immer nur mit einer Art "Ploppen" beschreiben, als ob etwas über springt. Hm, verstehst Du, was ich meine?

Jedenfalls gingen die Schluckbeschwerden mit der Zeit weg, nachdem ich Physiotherapie bekam. Fazit: Bei mir lag es definitiv an den Verspannungen (und wir haben in Hals / Kehle eine ganze Menge Muskeln) und am HWS-Syndrom.

LG, Martina

23.09.2015 15:42 • #14


Icefalki
Komische Knack-Geräusche im Kehlkopf

Kennen Sie Patienten, die ein Knacken in der Kehle beim Kopf-Drehen oder beim Schlucken haben? Möglicherweise ist es ein „Clicking-Larynx-Syndrom“.

Provozierbare Knackgeräusche im Kehlkopf beim Clicking-Larynx-Syndrom (CLS) lassen sich z.B. durch Druck auf den Kehlkopf von außen, Schlucken oder durch eine Veränderung der Kopf- oder Halsposition erzeugen. Abzugrenzen ist das CLS u.a. von myogenen Knack- und Klickgeräuschen, die bei pathologischen Muskelaktivitäten im Kehlkopfbereich –auftreten.
Patienten vor unnötigen 
Operationen bewahren!
Stellen sich Patienten mit Larynx-Knacken in der Praxis vor, wirken sie meist beunruhigt, bei begleitenden Schmerzen besteht eventuell sogar hoher Leidensdruck. Vermutlich ist den meisten schon damit geholfen, dass der Arzt das Syndrom kennt und dessen Harmlosigkeit erklärt. Die Geräusche entstehen, wenn knorpelige oder verknöcherte Strukturen des Kehlkopfes, des Zungenbeins bzw. der Wirbelkörper aneinander reiben. Die selten auftretenden Schmerzen entstehen vermutlich durch eine Nervenreizung.

Eventuell verschwindet das Phänomen nach einiger Zeit von selbst. Allerdings gibt es keine gesicherte nicht invasive Therapie, die man den Patienten anbieten könnte. In der Literatur finden sich lediglich Hinweise auf Resektionen der die Geräusche verursachenden Strukturen. Solche Eingriffe sollten aber nur bei begleitenden Schmerzen in Erwägung gezogen werden. Ansons­ten rät man aufgrund der blanden Symptomatik eher zu Aufklärung und abwartendem Verhalten.
CT und MRT können andere Ursachen entlarven
Möglicherweise wurde die Besserung durch Operation allein durch die muskelrelaxierende Narkose und/oder die Manipulation in dem betroffenen Gebiet verursacht – so die kritische Anmerkung von Dr. Michael Jungheim von der Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Gibt sich der Patient mit dem Hinweis auf die Gutartigkeit seiner Symptome nicht zufrieden, erfolgt eine differenzierte Diagnostik, wie die Kollegen anhand einer Kasuistik darlegen. Anamnestisch forscht man nach Kehlkopftraumata oder anderen Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.

Radiologisch und kieferorthopädisch sollten Kiefergelenkarthropathien, per Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) andere Schmerz­ursachen in diesem Bereich ausgeschlossen werden. Differenzialdiagnostisch ist auch an Blockierungen der Halswirbelsäule, muskuläre Verspannungen und das Eagle-Syndrom zu denken.

Beim sehr seltenen Eagle-Syndrom ist der Proc. styloideus verlängert oder das Lig. stylohyoideum ossifiziert. 
Betroffene klagen überwiegend über Pharynxschmerzen und Fremdkörpergefühl.

Quelle: Michael Jungheim et al., 
HNO 2013; 61: 965–969

wäre das vielleicht die Richtung?

23.09.2015 15:44 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Heller_Wahnsinn
Kann mir gut vorstellen, dass das sehr belastend war, vor allem, wenn so konkret diese Symptome hattest, beim Essen und so. Beim Essen habe ich nur sehr selten Beschwerden, aber auch nicht so schlimm wie Du, es ist dann eher so, dass ich das Gefühl habe, die Nahrung rutscht in Zeitlupe runter. Das würde ich noch am ehesten auf Verspannungen zurückführen.

Ich versuche mir ja auch zu sagen, dass es an der HWS liegt, vielleicht nimmt die Skoliose mit der Zeit einfach zu und damit wird der Kehlkopf auch irgendwie etwas gebogen und verschoben, keine Ahnung.

Das Klicken beim Schlucken, daran habe ich mich schon gewöhnt, aber ich hätte nicht gedacht, dass es mal soweit geht, dass man eine physische Schluckblockade hat. Zwar scheint das nur im Liegen zu passieren (ich schlafe halb auf dem Bauch, halb auf der Seite, so etwas wie in der stabilen Seitenlage), aber ich finde das trotzdem beängstigend. In meinem Kopfkino laufen dann die schlimmsten Szenarien ab wie Kehlkopfkrebs oder Tumore dort in der Nähe, die den Kehlkopf blockieren oder zur Seite drücken.

Das, was Icefalki vom CLS geschrieben hat, geht wirklich in die Richtung, allerdings nur für das Klicken, das ich seit 1,5 - 2 Jahren habe. Das Klicken hat mich anfänglich sehr genervt, und es hat auch irgendwie zugenommen, jetzt, wo ich mal darauf achte, würde ich sagen, wenn ich betont, also kräftig, schlucke, knackt und knirscht es ganz ordentlich, schlucke ich nur oberflächlich, passiert nichts. Aber wie gesagt, damals hat mir der HNO gesagt, der Kehlkopf besteht aus verschiedenen Teilen und kann eben auch knacken, sehen konnte er bei der Spiegelung nichts. Damit war das Thema für mich vom Tisch.

Nur jetzt, wo es so "hakt" und auch wehtut, kommen diese Horrorszenarien in meinen Kopf. Klar, mein HWS-Syndrom (habe Klippel-Feil) wäre eine Erklärung, aber nicht dafür, warum ich 45 Jahre lang keine Probleme damit hatte und jetzt zunehmend welche bekomme.

Ich hab so Schiß, dass es ein Tumor sein könnte oder Krebs, oder dass die Ärzte es leichtfertig auf die HWS schieben, so wie auch manchen übergewichtigen Patienten bei Schmerzen in der Schulter gesagt wird, sie sollten erst mal abnehmen.

23.09.2015 16:13 • x 1 #16


Icefalki
Heller Wahnsinn, sprich die Ärzte auf CLS an. Ich sage dir aus Erfahrung, dass manche Ärzte grausliche diagnostiker sind. Und bestehe auf gute Abklärung und nachvollziehbarer Erklärung.
Lass dich nicht abspeisen.

23.09.2015 16:25 • #17


Heller_Wahnsinn
Zitat von Icefalki:
Heller Wahnsinn, sprich die Ärzte auf CLS an. Ich sage dir aus Erfahrung, dass manche Ärzte grausliche diagnostiker sind. Und bestehe auf gute Abklärung und nachvollziehbarer Erklärung.
Lass dich nicht abspeisen.


Eigentlich genügt es mir schon, wenn sie mir sagen können, dass es kein Tumor ist. Denn was ich über das supraglottische Karzinom gelesen habe, das macht mir echt Angst. Ich habe keine Ahnung, ob die Betroffenen generell, also in jeder Körperhaltung, auch bei Essen, die (in der Beschreibung gelisteten) Schluckbeschwerden haben.

Was das CLS selbst angeht, würde das das Klicken erklären, das ich seit ca. 2 Jahren habe. Soweit so gut.

Aber dass sich beim mir in der Kehlkopfgegend was verhakt bzw blockiert, was dann beim Gegenschlucken wehtut, das ist ja wohl doch was anderes als CLS, das nicht wehtut und "nur" klickt. Ich hab so Angst vor was Schlimmen.... Ich meine, was anderes als ein Tumor kann es denn sein, was den Kehlkopf bis zur Blockade verschiebt bzw Teile davon, dass dieses Zusammenspiel der "Einzelteile" des Kehlkopfs nicht mehr richtig funktioniert?

23.09.2015 16:51 • #18


Hallo, und was kam bei dir raus? Ich selbst habe genau die selben Probleme.

29.06.2019 23:28 • #19


Angor
Ich glaube kaum , dass Du eine Antwort von dem User bekommst, er war zuletzt im August 2017 on.

30.06.2019 02:47 • #20



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Dr. Matthias Nagel