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kyra96
Hallo,
Ich hab seit 1995 den Motorradführerschein und seitdem auch einen Organspenderausweis.
Bitte nicht falsch verstehen, aber aufgrund des gefährlichen Hobbys sind das für mich leider potentielle Spender.
Seit dieser Woche bin ich auch in der DKMS.
Ich konnte gerade selber erfahren wie man sich fühlt wenn man erfährt dass man eine tödliche Krankheit hat (zum Glück war es eine Fehldiagnose)
Leider wurde in den Medien viel kaputt geredet.
Aber wenn wir mal selber ehrlich zu und sind.... Möchten wir nicht auch dass man uns hilft bevor wir sterben?

28.05.2014 22:37 • 25.11.2014 #1


131 Antworten ↓


Ich fahr zwar nicht Motorrad (da würde mich niemand jemals raufkriegen), aber einen Organspendeausweis habe ich auch. Wenn das Leben vorbei ist, ist es vorbei und dann kann man sich nehmen, was man möchte, von meinen verwertbaren Teilen. Ich finde das für mich wichtig und irgendwie tröstlich über den Tod hinaus.

Mein Knochenmark wollte bisher niemand haben, aber mein Freund hat einmal Knochenmark für seinen Cousin gespendet, der dadurch seine Leukämie überlebt hat.

29.05.2014 00:34 • x 2 #2



Was haltet ihr von Organ- bzw Knochenmarkspende?

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Schlaflose
Einen Organspendeausweis habe ich seit über zehn Jahren, aber zu Lebzeiten würde ich nichts spenden, noch nicht mal Blut, es sei denn es ginge um meine Mutter.

29.05.2014 07:52 • x 1 #3


Ich habe einen Organspendeausweis. Mein Freund ist in.der DKMS registriert und durfte letztes Jahr spenden. Allerdibgs kein Knochenmark sondern die gesunden Blutörperchen wurden aus seinem Blut gefiltert. Das war ähnlich wie eine dialyse.

Ich bin nich regestriert. Erstens hab ich bis vor kurzem noch nicht die erforderlichen mind. 50kg gewogen und zweitens traue ich mir das mit meiner Angst vor der Ohnmacht noch nicht zu. Das ganze Blut was man da vorher abgenommen bekmmt, da hatte sogar mein Freund Kreislaufprobleme :/
Aber ich finde es eine sehr gute Sache unf wenn meine Angst nich wäre würde ich mich sofort registrieren lassen

29.05.2014 08:15 • x 1 #4


kyra96
Das find ich ja schön, dass es doch einige von uns gibt, die sich mit dem Thema auch beschäftigen.
Wenn ich darüber nachdenke, dass irgendwo auf der Welt Kinder leben, die dringend auf eine Spende warten und keine bekommen können, stimmt mich das sehr traurig, sie haben doch noch ihr ganzen Leben vor sich....

29.05.2014 11:01 • #5


Habe zwar keinen Ausweis und bin nicht registriert, stehe dem aber aufgeschlossen gegenüber. Müsste ich mich mal drum kümmern.

29.05.2014 11:35 • #6


kyra96
Pumuckl, da brauchst Du nur deine Krankenkasse anrufen, die schicken Dir dann einen Organspenderausweis zu. Du kannst dann selber entscheiden, welche Organe Du spenden möchtest.
Für die Knochenmarkspende braucht man nur auf die Homepage von der DKMS gehen. Da kann man sich kostenlos registrieren und die schicken einem dann Stäbchen für eine Speichelprobe zu (auch kostenlos).
Klar bitten die einen um Spenden weil die Typisierung denen auch Geld kostet, aber das bleibt einem ja selber überlassen.

29.05.2014 11:43 • #7


Fantasy
Ich hab seit meinem 18. Lebensjahr schon einen Organspenderausweis.

29.05.2014 13:42 • x 1 #8


Ich hätte das auch gerne,aber nach meiner Krebserkrankung
und einer Gelbsucht als Kind,wird mir das leider verwehrt...
ich darf noch nicht mal Blut spenden.

29.05.2014 13:45 • #9


~Zoe~
Zitat von kyra96:
Bitte nicht falsch verstehen, aber aufgrund des gefährlichen Hobbys sind das für mich leider potentielle Spender.


Ich habe mal einen Motorradfahrer gesehen, der hinten auf seiner Lederjacke genau das stehen hatte:
"Potentieller Organspender"
Das ist eine Art von Humor, die ich mag.

Ich bin auch bei DKMS registriert und überlege, ob ich nicht auch "potentielle Organspenderin" werde.
Wie sieht denn das Prozedere aus?

Lieben Gruß

~Zoe~

29.05.2014 15:09 • #10


kyra96
Zitat von ~Zoe~:
Zitat von kyra96:
Bitte nicht falsch verstehen, aber aufgrund des gefährlichen Hobbys sind das für mich leider potentielle Spender.


Ich habe mal einen Motorradfahrer gesehen, der hinten auf seiner Lederjacke genau das stehen hatte:
"Potentieller Organspender"
Das ist eine Art von Humor, die ich mag.

Ich bin auch bei DKMS registriert und überlege, ob ich nicht auch "potentielle Organspenderin" werde.
Wie sieht denn das Prozedere aus?

Lieben Gruß

~Zoe~


Einfach bei Deiner Krankenkasse anrufen oder im Internet unter Organspende den Ausweis ausdrucken.....

29.05.2014 19:51 • x 1 #11


Organspende klingt erstmal sehr gut.
Was für eine schöne Vorstellung einem anderen,erkrankten Menschen zu helfen.Wenn man tot ist und diese Organe einem selber nicht mehr nützen.Wieviel Leid könnte man damit verhindern?
Somit wäre man über den eigenenen Tod hinaus noch hilfreich für andere.Großartig.

Es gibt aber auch Bedenken dagegen.Menschen,z.B.,die hirntot sind ,kommen noch in die Pubertät.Schwangere Hirntote gebären noch Kinder.Wer garantiert uns denn,daß die Organentnahme für den Hirntoten wirklich schmerzfrei ist?Es gibt Ärzte die sagen:"Organspende ja,wenn man mir garantiert,daß die Organentnahme bei mir unter Vollnarkose stattfindet........."
Es gibt Eltern,die ihr "verstorbenes"Kind zur Organspende freigaben und dies später bitter bereuten.Weil sie den Gesichtsausdruck ihres Kindes "vorher" und "nachher" gesehen haben.Die fanden,daß ihr Kind "danach"furchtbar abgekämpft und leidend aussah.

Ich finde,wir Lebenden sollten unsere Probleme selber lösen.Die Verstorbenen gehören uns nicht.Sie sind eben kein "Ersatzteillager".

Ich weiß sehr wohl,was das in der Konsequenz für mich bedeutet.Es bedeutet für mich, die Möglichkeit einer Organspende zu meinen Gunsten abzulehnen.Sollte dies jemals aktuell sein.
Aber ich glaube,ich ziehe das durch.

29.05.2014 20:24 • x 2 #12


In Österreich beantragt man keinen Organspenderausweis, sondern man muss umgekehrt aktiv einer Organentnahme nach Tod widersprechen. Macht man das nicht, ist man automatisch potenzieller Organspender. Finde ich gut, dieses System.
Organentnahme bei Kindern ist ein sensibles Thema. Die meisten Eltern würden wahrscheinlich sagen: "klar würde ich einer Entnahme zustimmen, wenn mein Kind sterben würde und seine Organe anderen Kindern das Leben retten." Aber wenn der Fall tatsächlich eintritt, ist es dann bestimmt doch schwer, sich zur Zustimmung durchzuringen...

29.05.2014 20:58 • #13


Die Lösung in Österreich finde ich unerträglich.
Was bildet sich die Medizin-Ärzte- Lobby eigentlich ein?Was machbar ist,ist auch erlaubt?

29.05.2014 21:25 • #14


Ich besitze ebenfalls einen Organspendeausweis auf dem vermerkt ist, dass ich KEINER Entnahme meiner Organe nach meinem Tod zustimme.

29.05.2014 21:46 • x 2 #15


Peppermint
Ich würde auch meine Organe nicht spenden.....Im umkehrschluss möchte ich auch nix transplantiert bekommen.

30.05.2014 06:39 • #16


prodomo81
Zitat von Peppermint:
Ich würde auch meine Organe nicht spenden.....Im umkehrschluss möchte ich auch nix transplantiert bekommen.


Sicher?....ganz sicher?

Zitat von Chingachgook:
Es gibt aber auch Bedenken dagegen.Menschen,z.B.,die hirntot sind ,kommen noch in die Pubertät.Schwangere Hirntote gebären noch Kinder.


Maschinen und Medikamente erlauben das. Ohne Schaltzentrale kein Leben. Fertig. Zumal werden die Spender trotz Hirntot sediert. Quasi, um jene Ärzte wahrscheinlich auch zu beruhigen.

Zitat von Chingachgook:
Die fanden,daß ihr Kind "danach"furchtbar abgekämpft und leidend aussah.


Das sind die Eltern... Subjektivität und Schmerz über den Verlust spielen da sicher auch eine Rolle.

Ich habe einen Ausweis. Was ich nicht mehr brauche, können gerne andere haben. Aber es muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich respektiere aber auch Ablehnung oder Angst davor.

30.05.2014 08:17 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich finde es ist auf alle Fälle ein Thema, mit dem man sich wirklich in Ruhe auseinandersetzen sollte. Bei uns war das damals in der Schule in der Oberstufe so, dass jemand in die Schule kam und uns informiert hat und so Ausweise verteilt hat. Die meisten Mitschüler haben unüberlegt ihren Ausweis sofort ausgefüllt. Diejenigen, die darüber nachdenken wollten, wurden sofort als Buhmänner beschimpft, die egoistisch seien.
Ich denke, dass es in jedem Fall eine persönliche Entscheidung ist, die man, egal wie sie ausfällt, akzeptieren sollte.

Ich habe mich nach langen Überlegen dagegen entschieden, weil ich persönlich meine Totenruhe haben möchte. Ich habe für mich Bedenken, wenn man mir nach meinem Hirntod Organe entnimmt.
Ich selber möchte aber auch keine Organe anderer in Anspruch nehmen, das ist ja logisch, sonst wäre es ja absurd, wenn ich mich selber weigere, aber selber annehme.

30.05.2014 08:29 • #18


prodomo81
Zitat von islandfan:
Ich selber möchte aber auch keine Organe anderer in Anspruch nehmen, das ist ja logisch, sonst wäre es ja absurd, wenn ich mich selber weigere, aber selber annehme.


So absurd ist das nicht....ich befürchte das ist sogar menschlich. Geben und Nehmen sind 2 Paar Schuhe.
Das ist jetzt nicht auf DICH bezogen, lediglich eine globale Feststellung!

30.05.2014 08:58 • #19


Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man ein Organ ablehnt, wenn es die einzige Chance ist zu überleben. Wenn man gesund ist kann man das leicht daher sagen.

Aber wenn man kurz vorm Tod steht, weiß ich nicht, ob man dann nicht vllt anders denkt.

Oder was ist wenn das eigene Kind ein Spenderorgan benötigt. Lehnt man es dann auch ab?

Das soll jetzt auch kein Vorwurf sein. Ich weiß nur, dass ich es sicher nicht ablehnen und mich für den Tod entscheiden würde.

30.05.2014 09:15 • #20



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