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Gast
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Sammelthema
Hi Frank,

vielen Dank für deine schnelle Antwort. Tut irgendwie sehr gut, wenn man weiß, daß es anderen auch so geht.

Danke für deinen Tipp. Ich hoffe, es bringt mich weiter. Ich habe nämlich das Gefühl, daß mich kein Arzt so richtig ernst nimmt, die denken wahrscheinlich alle, ist bin eine Simulantin.

Des mit dem Psychater. Also irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken ja net so anfreunden, Psychater, das klingt so nach Klappsmühle!
Bist du in Behandlung und bringt dir des viel?
Ich weiß, daß die Erkrankung Reizdarm was psychisches ist, aber ich habe echt keine Ahnung, woher oder wovon das kommt. Klar ist nicht immer alles einfach im Leben, aber ich dachte bis jetzt immer, des schaffe ich alles!


Würde gerne noch ein paar Erfahrungen von dir oder anderen erzählt bekommen.

Bis hoffentlich bald und vielen Dank im voraus.

Melanie

08.10.2012 #1


55 Antworten ↓
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Gast
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Ein Hi an alle Mitfühlenden!

Es tut wirklich sehr gut hier zu lesen, dass sich viele Menschen in der selben Situation befinden. Bei mir fing alles ganz langsam an, eigentlich mit Beginn der Ausbildung im September 2006. Ich hatte schon immer Angst bei der Arbeit oder in der Schule aufs Klo zu müssen, musste bis Februar 2007 aber eigentlich nie. Doch dann bekam ich plötzlich in der Schule Durchfall und musste 4 Stunden aushalten und mit quälenden Bauchschmerzen, Angst und Panikattacken dort sitzen bleiben. Auf öffentliche Toiletten oder im Allgemeinen auf fremde Toiletten habe ich Angst zu gehen.....ich bekomme wenn ich daran denke Panik und Schweißausbrüche.
Da ich schon das 4 Mal wegen Durchfall nach Hause gegangen bin, habe ich nun panische Angst davor zur Arbeit und noch viel mehr zur Schule zu gehen. Ich weiß man soll sich seinen Ängsten stellen und so weiter, leider ist dies nur immer leichter gesagt als getan. Oft bekomme ich auch einfach nur Blähungen und Krämpfe ohne Durchfall. Trotzdem ist man immer bei dem Gedanken: "was wäre wenn...?"
In der Schule fehle ich nur noch und spiele die ganzen letzten Monate schon mit dem Gedanken meine Ausbildung hinzuwerfen.
Im Freundeskreis trifft man mit seinem Leid auf wenig Verständnis, was ich einerseits auch ein wenig verstehen kann. Schließlich kann man sich als nicht RDS-Patient glaub ich kaum in diese schwierige Situation hinein versetzen, wenn man in solcher noch nie war.
Meine Mutter und mein Freund sind eigentlich die, die mich noch verstehen und mir zu hören. Mein Vater, der eigentlich nur möchte, dass ich eine vernünftige Ausbildung abschließe und gar nicht verstehen und nachvollziehen kann, dass eine Krankheit auch von der Psyche kommen kann, zeigt da allerdings kein Verständnis.
In den Sommerferien sind wir auch nach Holland gefahren und wollten eigentlich zwei Wochen dort auf dem Campingplatz bleiben. Auf der Hinfahrt fing es schon im Auto mit Schweißausbrüchen und Panik an. Die Angst das jeden Moment eventuell auch noch ein Stau kommen könnte machte die ganze Situation noch viel schlimmer als so sowieso schon war.
Angekommen in Holland hatte ich die ganze Zeit einen aufgeblähten Bauch und schon jetzt tierische Angst davor auf das öffentliche Campingplatz-Klo gehen zu müssen.
Der ganze Urlaub endete dann schließlich so, dass wir eigentlich nichts unternommen hatten und nach einer Woche schon wieder den Abflug gemacht haben, weil die ganze Situation mit der ganzen ständigen Angst mich einfach zu sehr belastet hatte und es in Depressionen endete.
Zu meinem Pferd kann ich eigentlich problemlos gehen. Ich weiß ich kann immer nach Hause fahren wann ich möchte und brauche mich dafür vor keinem zu rechtfertigen. Wenn ich aber mit einer Freundin zu einem Ausritt verabredet bin sieht die ganze Geschichte schon wieder anders aus. Es herrscht Termindruck sozusagen.
Termine mit Freunden oder auch andere einzuhalten ist für mich jedes Mal eine Herausforderung die für mich viel Stress bedeutet.
Bin eigentlich gegen Tabletten und sowas. Versuche jetzt eine Behandlungs-Therapie in der Essener-Klinik. Mal sehen ob es was bringt.
Zuhause fühle ich mich am wohlsten und sehe es immer als Schutz für mich an.
Am meisten regt mich eigentlich noch das Umfeld auf, dass mir ständig neue Theorien bringt, woran es denn liegen könnte.

"Liegt es nicht vielleicht an der Pille?", "Hast du was falsches gegessen?", "Das geht bestimmt wieder weg, warte nur ab!"

Das Umfeld bringt einfach kein Verständnis auf, man kann es ihnen noch nicht mal übel nehmen, sie wissen einfach nicht wirklich wie ein RDS-Patient sich fühlt.

Gruß Kim

13.08.2007 11:55 • #29


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A


Angst wegen Reizdarm unterwegs

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S

sani
Gast

Morgen,
als erstes möchte ich Sabrina90 nur ganz dringend raten, ihre lehre nicht hinzuwerfen. glaub mir, versuche erst mal bei einem arzt , den du wirklich vertraust, dein leiden zu schildern. möglicherweise hast du eine laktoseintolleranz-sprich, lass mal die milchprodukte weg. wenn ärztlicherseits soweit alles abgeklärt ist, frag ihn ob eine psychotherapie sinnvoll für dich wäre.
und wegen deiner lehre- bevor du sie hinwerfen willst, sprich mit deiner chef/in darüber, egal wie blöd das klingt. vielleicht macht sie/er sich ja auch seine gedanken. chefs sind nicht immer ungeheuer. wenn es deine familie versteht, warum nicht auch dein chef-versuch aber zur arbeit zu gehen. du kannst bestimmt dann öfters zur toilette. schöpf erst mal bitte alles aus, was geht. nicht sofort alles hinwerfen! ich habs auch nie getan, obwohl mir wirklich sehr oft danach war, und auch heute noch ist.
nun, ich bin 27 jahre, habe seit 6 jahren reizdarm, chronische gastritis u. eine laktoseintolleranz-sprich mein magen-darm-system ist nicht das tollste.
ich habe selbst meine ernährung umgestellt, sprich, all das, was ich nicht vertrage(starke gewürze, milch, etc.) lass ich weg. versuch nicht allzu oft stark fettiges zu essen-hilft! greif besser auf olivenöl etc. zurück, mit viel ungesättigten fettsäuren.
da merkt man schon einen leichten unterschied. bei mir haben sich die durchfälle minimiert, aber schmerzhafte blähungen habe ich doch-ohne irgendwelche bohnen, körner etc. gegessen zu haben.
dann habe ich es mit einer ca. 2 jährigen psychotherapie versucht-absolut empfehlenswert.
die symptome sind nicht weg, die sind ja keine wunderheiler, es hilft aber viel über sich selbst zu lernen u. entsprechend sein leben dann zu gestalten. sprich, all das, was einen belasten-minimieren od. entfernen:
hört sich hart an, war für mich aber ne wohltat, dass ich mich von best. personen abgewandt habe. und die therapie gibt einiges an kraft!
autogenes training steht bei mir dann in zukunft noch an. dazu noch ein tipp: da ich studentin bin u. kaum geld habe, gibt es, zumindest in bochum, an der uni (oase) die möglichkeit, autogenes training für 45 euro zu machen. sonst ist es bei anderen "anbietern" sehr teurer, sprich 80-100. bei manchen, die mit krankenkassen in verbindung stehen, erhält man, wenn man regelmäßig zum training hingegangen ist, geld zurück. einfach mal erkundigen!
letztendlich, und jetzt komme ich zu meiner kleinen erkenntnis, liegt dieses reizdarm-syndrom in verbindung mit angst, meiner meinung an unserer gesellschaft-letztendlich ist derjenige, der karriere macht, der angesehenere! ist halt leider so. und damit verbunden sind selbstverständlich ängste. wer geht denn gern zur arbeit, wo ein furchtbarer druck herrscht bezüglich der arbeitsleistung. geht schon bei einem strengen chef los. also, ich glaube, es gibt keinen der keine existenzangst hat.
und dann ist da die überlegung, was angst mit einem macht. als beispiel ein nicht sehr schönes, aber hilfreiches- wenn z.b. katzen in angst geraten, bekommen sie einen angst... . sie machen sich auf gut deutsch "in die hose". ein weiteres kann man im internet bestaunen: ein bungee-jumper hat, unten angekommen, im wahrsten sinne die hosen voll.
alles eine wirkung der angst.
bei mir ist anhand dieser beispiele der groschen gefallen. nur ist es bei mir so, dass ich angst vor der angst habe. ich habe wirklich einen kampf vor mir meine angst endlich zu besiegen. denn wenn ich keine angst habe, gehts mir komischerweise gut.
letztendlich sollte man, und muss man, das problem an der wurzel anpacken. irgendwie muss man das doch schaffen.
lieben gruss an alle leidenden und viel glück u. erfolg!
sani

30.10.2007 11:19 • #36


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G
Hallo Frank, ich kenne dein Problem nur zu gut. Bei mir fing es ähnlich an. Vor 13 Jahren saß ich im Bus nach Italien. Als ich hörte das der Busfahrer einen Bus ohne Klo hatte, dach´te ich mir nóch nichts. Aber als die Darmkrämpfe angingen und ich 2 Stunden den Durchfall verdrücken musste, ging es mir ganz schlecht. Ich hatte dann die 2 Wochen Italien nur auf dem Klo verbracht und hatte Angst vorm Nachhause fahren. das ist jetzt schon 13 Jahre her und ich bin seit dem nur in einen Bus eingestiegen der ein Klo hatte. Ich hatte Jahre in denen ich niergens mehr hingefahren bin. Ich kann dir nur den Tipp geben, lasß dich nicht unterkriegen. Sag ihm den Kampf an. Rede dir selber gut zu und trotze deinem Magen/Darm. Bei Reisen habe ich MCP-Tropfen dabei, die helfen bei Übelkeit und RDS-Patienten bei Durchfall. Auserdem solltest du immer Immodium dabei haben. Es beruhigt ungemein ein sogenanntes Ausfallkonzept zu haben. Ein pflanzliches Durchfallpräparat ist z.B. auch OmnifloraN, es hat keine Nebenwirkungen und ist 100% verträglich. Auch Tavor kenne ich. In meinem schlimmsten Zeiten bekam ich sie. Aber ich rate dir auf eine Kur mit Johnniskraut umzusteigen und dies ein halbes Jahr mal durchzuziehen. Ich ertappe mich heute noch dabei, wie ich überall ein Klo ausfindig mache bevor ich mich entspanne. Ein Tipp am Rande. Wenn du auf Urlauptripps nicht verzichten willst, dann schaffe dir doch ein Wohnmobil oder ähnliches an. Wir haben jetzt einen Wohnwagen und somit habe ich mein Klo überall dabei. Ich kann immer und überall. Und wenn das so ist muss man nämlich nicht. Aber rede dir immer gut zu und höre nicht auf zu fahren, denn wenn es einmal wieder klappt, gehts jedesmal wieder besser. Vor jeder Situation, in der du was schlimmes erlebst, hast du künftig Angst. Und wenn du das zu lässt, dann kanns du nirgenswohin. Sag es deinen Freunden und sucht miteinander ein Klo. Du wirst sehen es wird leichter. Als ich mit meinem Mann abends im Bistro saß und er unbedingt aufs Klo musste sagte ich. Du kannst jetzt nicht gehen da ich Bauchweh habe und bestimmt gleich muss. Unsere Motorradklamotten, Sturzhelm, Handy usw. kann ich doch dann nicht aufs Klo zerren. Da antwortete er mir: "Lieber Handy geklaut als in die Hose gesch........." Und er hat recht. Wir machen um alles zu viel Wind. Wir regen uns zu schnell auf und geraten in Panik. Lieber Frank ich wünsche dir gute Nerven und einen schönen Urlaub. Gisela

#2


E
Hi Frank, bin in genau der gleichen Situation, ich muss nur eine S-Bahn sehen, dann gehts schon los... organisch gesund, Reizdarmdiagnose. Ich bin grundsätzlich gegen Tabletten (und dann gegen die auch wahrscheinlich noch allergisch, wird gerade getestet). Bei mir tritt der Reizdarm möglicherweise in Kombination mit einer Nahrungsmittelallergie auf. Ich hatte vor Jahren mir mit Dusphatal geholfen (hilft gegen Krämpfe und hat nicht müde gemacht und auch sonst keine Nebenwirkungen), dann hilft mir gegen die Panikattacken Psystabil (gibts in der Apotheke rezeptfrei und ist homöpatisch, von Pekana Natuheilmittel GmbH kostet 17,50DM oder so und es reichen täglich 3 x 15 Tr. und ich konnte wieder gut längere Strecken ohne Klo verbringen. Du musst wahrscheinlich eine zeitlang einfach dich leicht beruhigen mit Tropfen, damit dein Hirn diese Angst wieder verliert, bei mir hats geholfen, bloss nicht verkriechen, lieber riskieren, dass was schief geht, fahr einfach mal S-Bahn oder Strecken, die wenig befahren sind, nimm nen Eimer mit ins Auto und du wirst sehen, du brauchst ihn nicht. Ich wünsche dir auf alle Fälle alles gute - eine Leidensgenossin (Elvira), wenn du mal reden willst, kannste mich auch gern anrufen (06173 /67044) chiao

#3


M
Hi,
mir gehts genau wie euch und ich bin richtig froh zu hören, dass ich nicht der Einzige bin. Meine Erfahrung ist, dass ich alle schulmedizinischen Untersuchungen machen ließ und es nichts, ausser einer Milcheiweißunverträglichkeit, festgestellt wurde.
Mein Heilpraktiker hat mit Hilfe von Elektroakkupunktur festgestellt, dass ich gegen Kaffe allergisch bin und auch kein Alk. in Verbindung mit Hefe vertrage(B.,Wein,Sekt,etc.)Ausserdem hat er mir Enzym kapsel verschrieben, die helfen beim zersetzen von Fett und Eiweiß. Haben etwas geholfen, zumindest die Geräusche und das Grummeln nach dem Essen ist weg, sind aber richtig teuer.
Ansonsten bin ich seit 2 Jahren in psychatrischer Behandlung mit Hypnose und noch nicht den ersehnten Erfolg.
Im Moment ist mein größtes Problem, dass ich morgen mit meinem Zivildienst anfangen und dort im LKrankentransport und Bluteildienst eingesetzt werde! Wie soll das bloß klappen, ich kenn nur auf sehr viel toleranz meiner Kollegen hoffen.
Ich wünschen allen gute Besserung und hört niemals auf zu kämpfen,
die Welt ist durchaus lebenswert
gruß Malte

#4


U
Hallo Frank,
habe das was Du erzählst auch fast alles durch. Der Körper reagiert einfach nicht mehr so wie man es erwartet! Nach unzähligen med. Behandlungen die keinerlei Besserungen brachten, habe ich mich der sog. Naturheilkunde zugewandt. Da war schon eine gewisse Erleichterung spürbar. Den richtigen Durchbruch brachte bei mir die "Klassische Homöopathie". Obwohl die Hom. nicht zu der Naturheilkunde gehört, sondern eine eigenständige Behandlungsmethode ist, bin ich sehr gut gefahren damit.
Vielleicht hilft es Dir ja auch weiter?
Gruss Ulla

#5


G
Hallo Leidende,

habe mich die letzten 6 Woche einer Verhaltenstherapie vermacht.
Und ich kann sagen das ich so ziemlich geheilt bin. So etwas wie Reizdarm gibt es eigentlich fast gar nicht. In der Regel handelt es sich dabei um eine Angststörung die man teilweise nur mit profesioneller Hilfe in den Griff bekommt. (so wie ich).

FAzit: Kann ich jedem nur raten. Dann braucht ihr auch nicht soviel Medikamente.

gruss frank

#6


G
Lieber Frank, das sehe ich genau so wie Du. Das ist alles nur ein Kopfproblem. Und das bekommt man nur in den griff, wenn man sich seiner Angst / Ängsten stellt. Tabletten und Berühigungsmittel helfen nur kurzfristig und verschlimmern die Situation. FINGER WEG VOM Alk.!! Ich kann jedem empfehlen sich mit dem Thema Agoraphobie zu beschäftigen. Letztlich ist RSD nur ein Spielart der Platzangst. Angst vor der Angst, angst vor dem Versagen, angst angst angst....
Alles quatsch! Wenn ihr euch erleichtern müsst, dann macht es doch auf der Strasse! Würdet Ihr deswegen sterben? Seid Ihr deswegen schlechtere Menschen? Würde das jemanden interessieren? Ich glaube kaum. Das Problem liegt im Kopf. Kein natürliches Bedürfnis darf eine solche Angst verursachen. Ich habe für mich meinen Weg gefunden.

1. Für mich die alleinige Verantwortung übernehmen.
2. Nichts darum geben was andere über mich denken.
3. Mir keine Ausreden mehr suchen.
4. Alles womit ich Probleme habe (Bahn/Bus fahren etc.) machen. Vor allem die Angstsituation aufsuchen und in ihr bleiben bis die Angst verschwindet. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Üben und an sich glauben. Wer zweifelt hat keine Chance!

Lernt euch so zu lieben, wie Ihr seid und Ihr werdet angstfrei leben können.


Thomas

#7


G
Hallo Thomas,
ich muss dir in allem Recht geben. Im Unterbewusstsein, glaube ich, weiß das ein jeder. Aber es in die Tat umzusetzen ist doch schwieriger als man glaubt. Auch ich bin gerade dabei und erlebe immer wieder Rückschläge. Doch ich habe einen lieben Partner der mir hilft und deswegen gebe ich auch nicht auf. Auch den Angstsituationen stellen ist sehr heilsam. Ich freue mich für dich und hoffe es werden viele klar kommen, auf die eine oder andere Art. Tschau,Gisela

#8


K
Hallo Frank,
ich verstehe Dich sehr gut.
Ich bin 24 Jahre und leide auch unter den typischen Anzeichen eines Reizdarms.
Bei mir kommen die Panikattacken auch immer, wenn eine "länger Fahrt" ansteht.
Und dabei meine ich nicht solche Fahrten, wie Du sie machst.
Bei mir reicht es schon, wenn ich nur im Auto sitze.
Ich kriege Panik, Schweißausbrüche, üble Bauchkrämpfe und Durchfall.
Aber das ist nicht das schlimmste, Freunde und Verwandte tuen es immer mit einer Handbewegung ab.
Sie können es einfach nicht verstehen, wie es einem in solchen Situationen geht.
Ich war deswegen schon in Psychologischer Behandlung, aber auch hier Fehlanzeige, es wurde nur gesagt, daß man sich dazu zwingen muß seine Ängste zu überwinden, aber zu welchem Preis?
Ich hoffe das Du wenigstens ein verständnisvolles Umfeld hast, welches Dich versteht.

Alles Gute
Katja

#9


S
Hallo Ihr !

Ich kann euch auch sehr gut verstehen. Wenn ich irgendwo hin fahre
dann überlege ich erst mal ob es dort auch ein Toilette gibt. Am liebsten bin ich alleine unterwegs oder mit meinem Mann. Dann bekomme ich die Attaken besser in den Griff. Es gibt allerdings auch Phasen wo ich kein Probelme mit Durchfällen habe.

Ich reagiere zusätzlich auch wahrscheinlich auf Nahrungsmittel. Weil ich oft kurze Zeit nach den Mahlzeiten Krämpfe bekomme und dann schleunigst auf die Toilette muß. Allerdings reagiere ich nicht immer auf die gleichen Lebensmittel. Mal kann ich z. B Kaffee trinken und es ist alles ok. Und dann mal wieder nicht. So ist es mit vielen Sachen. Habe schon mal eine Diät gemacht und wurde auch auf Lebensmittelallergien getestet. Aber die Ärztin sagte mir es gibt so viele Stoffe in Lebensmitteln, dass es wahrscheinlich nicht möglich ist den Verursacher zu finden.
Am liebsten esse ich bei bekannten gar nicht. Wenn ich z.B. ein Stück Kuchen (Torte + Sahne ) oder sonstwas esse und ich Durchfall bekomme ist das auf Feten Sehr unangenehm. Ist mir mal passiert. Ich bin bestimmt 10 mal zur Toilette gelaufen. Und dann hatte ich während der Rückfahrt die ganze Zeit die Panik das ich es nicht bis nach Hause schaffe.

Wäre schön von jemandem zu hören, der vielleicht das gleiche Problem hat aber eine Lösung gefunden hat. Ärzte haben jedenfalls keine Organischen Ursachen gefunden. Nur die Diagnose Reizdarm1

Gruß
Sandra

#10


L
Hallo Frank,

deine Panikattacken kann ich gut nach empfinden. Habe ich auch immer. Ich habe jetzt immer Lopedium (gleicher Wirkstoff wie Immodium) dabei. Dann fühl ich mich etwas sicherer und wenn es mal ganz schlimm ist nehme ich sie profilaktisch. Sollte man zwar nicht in Mengen nehmen, aber die Attacken kommen ja auch nur in Schüben.

Außerdem finde ich ganz wichtig, dass du lernst, dich in Angstsituationen zu entspannen. Habe ich die Erfahrung gemacht, dann wird es meistens nicht so schlimm.

Gute Besserung

#11


G
Hallo Leute,
ich lese diese Seite schon seit längeren und möchte nun auch meinen Senf
dazugeben.
Ich bin jetzt 36 Jahre alt und leide eigendlich schon seit mindestens 10 Jahren unter diesen Durchfällen wenn ich irgendwo hinfahren möchte.
Das Problem ist ich leide nicht mehr alleine sondern auch meine Familie
leidet . Ich mache mit meinen Kindern eigentlich kaum noch etwas
meistens macht mein Mann alles mit denen zB. schwimmen gehen
zum Kino fahren ins Theater mit der Schule ich hasse das, ich möchte auch mal mit den Kindern was Tolles machen aber leider habe ich mal wieder Durchfallattacken. Wenn es mir dann so schlecht geht bin ich mit mir so unzufrieden das mich meine Kinder ja nicht ansprechen dürfen.
Bei mir ist es so zB. wir wollen Einkaufen:
Zuerst muß ich mindestens 2-5 mal auf Klo natürlich Durchfall Kinder nervenwann wollen wir endlich los nochmal auf die Toilette.
Dann gehts los ich muß schon wieder aber geht jetzt nicht Ehemann auch langsam genervt.
Angekommen in der Stadt Klo suchen, gehe nur Pinkeln bin jetzt aber ziemlich nervös brauche ziemlich lange um mich zu beruhigen.
Ich gehe auch nie irgendwo Essen mir wird vom warten immer schlecht.
Wenn wir wieder zuhause sind gehts langsam wieder aber nach ein paar Stunden bekomme ich ziemlich schlimme Bauchkrämpfe nehme dann Duspatal die mir mein Arzt verschrieben hat. Ich habe auch schon etliche Therapien hinter mir bis jetzt hat noch nichts richtig gewirkt.
Im moment mache ich eine Therapie bei einer Individual Psychologicher Beraterin hoffe das die mir helfen kann.
Habe allerdings auch schon öfter Durchfälle wenn bei mir ein Fest stattfindet einfach nur vor Aufregung.


Vielleicht könnt Ihr mir noch einen Rat geben.

Schönen Gruß Britta

#12


R
Hallo Sandra,
deine symptome hören sich an wie von mir geschrieben. Auch ich kann mal kaffee trinken, dann wieder löst ein sonst gut vertragenes essen durchfall und blähungen aus. Insbesondere vor autofahrten mit bekannten oder toiletten bei denen einer neben mir sitzt, den ich kenne, habe ich oft horror.
meine psychische situation ist sehr belastet durch einen schwerkranken mann. da ist natürlich mein leiden eher am rande stehend. nun habe ich von einem arzt tinctura opii empfohlen bekommen, die ich vor stresssituationen, also unterwegs ohne toilette, nehmen soll. bin mal gespannt, ob es wirkt, habe es erst jetzt bekommen.
meine enger freundeskreis kann gut damit umgehen, er weiß bescheid und hilft mir die situationen auf lustige art zu meistern. so wollten sie mit mir einen weltweiten toilettenfüherer mit qualitätsmerkmalen herausgeben.

lieben gruß regina

#13


G
Hallo Regina,
ich kann dir nur in allen Punkten recht geben. Auch ich habe einen Horror davor, Ausflüge, keine Toilleten usw.
Sollte dieses Mittel, dass dir der Arzt empfohlen hat helfen, dann lass es uns doch wissen. Ich habe heute einen Ausflug hinter mir. Dank eines Durchfallmittels passierte nicht viel. Bauchgrimmen und leichte Blähungen. Aber dieses Mittel muss ich die nächsten Tage wieder büßen.
Also, infomiere uns bitte über deinen Erfolg. Übrigens wenn die engsten Freunde es wissen erleichtert es die Situation ungemein. Muss ich dir wieder recht geben.
Gisela

#14


A
Hallo, ich kann euch allen sehr gut nachfühlen.

Ich bin 22 Jahre alt und habe seit 14Jahren diese Probleme wie sie von euch allen bisher sehr gut beschreiben wurden.

Ich muss sagen nach einem 3Monatigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hat es sich bei mir gebessert.

Früher konnte ich nicht mal vor das Haus, oder gar einkaufen.
Als ich dann mit 18 meine damalige Freundin kennen lernte, ist Diese meiner Problematik bezüglich sehr stark auf mich eingegangen. Dadurch war es mir möglich einige meiner Ängste mit ihr zusammen zu bewältigen (Was am Anfang doch sehr mit Rückschlägen bestückt war).

Bei mir treten die Beschwerden vor allem in Situationen wie Prüfungen, Fahrten, Menschenansammlungen auf. Da ich zur Zeit gerade mein Studium bestreite und jedes halbe Jahr diesen ganzen Stress durchmachen muss, kommt schon mal ab und zu die Frage auf warum man das alles noch macht .
Mit Depressionen hatte/hab ich auch sehr lange zu kämpfen. Aber ich denke das kennen ein paar von euch... . Man fühlt sich einfach nicht mehr als Mensch wenn der Körper einen kontrolliert und nicht wir den Körper.

Nun ich habe schon alle Arten von Therapien, Psychotanten und Medikamenten durch. Es gibt für mich bisher kein Allheilmittel. Und nach 14Jahren findet man sich auch irgendwann dann mit der Situation ab. Wenigstens so lange bis es sehr intensiv wird und/oder eine Beziehung zerstört, unmöglich macht.

Was ich früher gemacht habe: Vor dem Schlafen gehen Baldriantropfen. Wenn ich wusste, an einem bestimmten Termin ist es bei mir wieder soweit (Prüfung, Ausflug), schon einen Tag vorher mit Durchfallhämmer Loperhoe (Wirkstoff: Loperamid) darauf vorbereiten. Dazu vielleicht noch Wirkstoff: Butylscopola (ich benutze Buscopan), dies ist gegen Reizdarm krämpfe. Einen kleines Nusswasser (Was Großmutter noch wusste) hinterher. Langt dann diese Mixtur einem noch nicht, gegen Ende etwas MCP Tropfen welche aber leider sehr ermüden und den Harndrang verstärken (Somit nicht mehr DarmProblem, sondern Blasenschwäche), daher diese einen Tag vorher. Nichts Fettiges oder blähendes Essen (Kohl usw... .). Vor kurzem habe ich das ganze noch mit KavaKava abgerundet. Dieses Medikament ist aber leider nicht mehr zugänglich. Ein Nachteil war auch, daß es in Zusammenhang mit MCP-Tropfen zu verstärkten Panikattacken geführt hat, jedoch nach abkliengen dieser war es perfekt .

Wie ihr seht, Gesund war es nicht... . Aber manche Situationen wie Prüfungen oder Besprechung erfordnern eben andere Geschütze. Die Gesellschaft ist nun mal in Hinsicht auf Rücksicht bescheiden.

Vielleicht hilft es ja einem von euch.
Mein neuer Geheimtipp ist einfach alles mit einem Lächeln zu quitieren. Das hat weniger Nebenwirkungen. Wenn es einen Stört, daß man immer aufs klo muss, ist er es nicht wert die Gesellschaft von euch zu bekommen.

Gruß, Andy

#15


D
weiss nicht ob es Dir hilft aber vielleicht bringt es ein wenig. Siehe Tipps und Gedanken bei

#16


F
hallo,
ich hab jetzt zwar nur ein paar beiträge gelesen aber ich kann mich mit dem problem auch identifizieren. ich hab auch öfters mal durchfall/blähungen vor allem in situationen wo ichs nicht gebrauchen kann.
daheim usw eigentlich nicht.
hauptsächlich auch bei tätigkeiten wo ich kein klo habe oder sehr nervös bin.
z.b. auf der fahrt in den urlaub, im zug oder vor prüfungen usw.
aber wenn ich daheim bin und nicht damit konfrontiert bin gehts mir ganz normal und ich habe auch keine probleme mit meinem magen/darm.

ich für mich habe festgestellt dass es größtenteils psychisch bedingt ist bei mir. ich werde schnell nervös und denke oft schon im voraus daran dass ich im zug durchfall bekommen könnte und so passierts dann auch öfters mal...
oder wenn man bei freunden zum essen eingeladen ist und während dem essen schon daran denkt dass man das essen hoffentlich verträgt und nicht aufs klo muss


seit ich mich bewusst entspanne und mir weniger stress mache und mich mit entspannungsübungen usw befasse gehts mir schon besser. ich weiss dass ich psychisch stärker geworden bin und das gibt mir mehr sicherheit.
jetzt verzichte ich meistens auch auf medikamente weil ich mich selber beruhigen kann.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

G
Hallo Frank!

Auch ich hatte immer diese Probleme, wenn ich unterwegs war! Allein nur der Gedanke an eine Autofahrt hat mich auf´s Kloo getrieben.
Mittlerweile habe ich es geschafft meinen Kopf weitgehend zu überlisten und wenn ich unterwegs bin und ich denke jetzt muss aber schnell ein Klo her-lenke ich mich ab. Ich weiss, dass hört sich jetzt an als wäre das kein Problem, aber ich habe lange gebraucht, um das zu schaffen. Die Angst fährt trotzdem immer mit und ich habe mir im Laufe der Zeit eine Route zusammengestellt wo ich auf´s Klo könnte, wenn ich muss! Auch das beruhigt ungemein und bisher hatte es immer gereicht auch in sehr brenzligen Situationen. Zum Glück sind meine drei Männer sehr gelassen und wenn ich an manchen Tagen zum fünften Mal auf eine Toilette gehe beim bummeln, dann ist das auch kein Problem.
Versuche es mal mit Mucoflak Flohsamen, die gibt es in der Apotheke und mir hilft es sehr gut. Die Flohsamen quellen im Darm auf und machen ihn reizunempfindlicher. Es ist eine gute Stütze für die Psyche, wenn der Darm mal schweigt und der Kopf an was anderes denkt!
Eines habe ich nie gemacht-mich von meinem Darm bestimmen lassen. Ich bin immer weggegangen, fahre in den Urlaub, mache viel Sport und unternehme viel! Nur an Tagen an den es mir echt schlecht geht, sage ich alles ab und bleibe mit gutem Gewissen zuhause in der Nähe meiner Toilette, aber die gibt es zum Glück nicht mehr so oft!
Ich wünsche Dir viel Erfolg und lass Dich nicht unterkriegen.
Lieber Gruss Bine

#18


G
Hallo Frank!

Die Flohsamen heißen Mucofalk- hab ich mich doch glatt vertippt!

Gruss Bine

#19


G
hallo ich bin eben durch zufall auf diese seite gestossen. Ich habe die selben Probleme die ihr hier beschrieben habt auch schon seit einigen Jahren. Nur dachte ich die ganze Zeit das meine beschwerden von meiner Colitis Ulcerosa kommen bis mir gestern mein Arzt eröffnet hat das ich auch einen reizdarm habe.Ach wie ich mich gefeut habe. Nun habe ich ja so gar keine Ahnung was ich da gegen nehmen soll mein Doc will mich nähmlich nicht noch mehr mit Medikamente vollstopfen.Weiß vielleicht jemand ein Homöopatisches Mittel das man bei Reizdarm nehmen kann.Wäre euch für eure Hilfe sehr dankbar.
Es grüßt euch eine mitleidende Rita

#20


A


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