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Cap
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Hallo, ich bin neu hier und ehrlich gesagt ziemlich verzweifelt weshalb ich mich hier angemeldet habe. Keine Ahnung ob mir das hier helfen kann aber ich versuche es einfach.
Mein Freund und ich sind seit fast 2 Jahren zusammen, wir sind beide 21 aber kennen uns seit dem wir 14 sind. Er hat Schizophrenie mit 16 diagnostiziert bekommen aber ich habe ihn vor seiner Krankheit kennengelernt und es war dazwischen auch lange Funkstille, so dass ich erst kurz vor unserer Beziehung (also mit 19) von seiner Diagnose erfahren habe. Ich muss ehrlich sagen wir haben nie viel über seine Krankheit geredet was, wie ich heute erkenne, ein großer Fehler war. Er ist aber nun mal ein Mensch der sehr abgeklärt und im Reinen mit sich selbst wirkt weshalb ich nie das Gefühl hatte das er großartig anders ist oder viel darüber zu sprechen braucht, weil nun mal immer alles normal war. Klar manche Dinge sind anders wie in einer normalen Partnerschaft, er will nicht wirklich weg gehen, trinkt keinen Alk., mag keine großen Menschenmengen sondern lieber seinen Geschützen Raum, bracht viel Zeit allein und manchmal hat es sich so angefühlt als wäre er weit weg von mir obwohl er direkt neben mir gesessen hat. Aber ich hab ihn einfach gelassen und das so akzeptiert, nicht aus Ignoranz sondern weil ich ihm das Gefühl geben wollte das es mir nichts ausmacht das er krank ist und ich ihn so liebe wie er ist.
Doch vor 1 Monat hatten wir einen Streit wegen etwas eigentlich irrelevanten, aber es hat sich so zugespitzt, weil ich das Gefühl hatte er versteht nicht was ich ihm sagen will und ich hab immer mehr Druck gemacht und hab immer mehr Fragen gestellt, weil ich einfach nicht verstanden habe warum er mich nicht versteht. Aber je mehr ich ihn gedrängt habe desto weiter hat er sich von mir distanziert, bis er mich in Konversationen nur noch angeschwiegen hat während ich heulend neben ihm zusammengebrochen bin und er auf meine Nachrichten nicht mehr reagiert hat. Ich habe leider zu spät erkannt das er wegen seiner Krankheit so reagiert, wie er eben reagiert und wollte dann zurück rudern. Ich hab ihm gesagt das ich für ihn da bin und wir uns treffen können aber auch nicht müssen, wenn er nicht will und das er sich keinen Druck machen soll, sondern sich einfach melden soll wenn es ihm besser geht. Aber ich glaube da war es schon zu spät. Er war anders, wie ausgewechselt, als ob ich einem fremden in die Augen schaue, ohne Mimik oder jegliches Gefühl und er meinte auch er kann gerade nicht wirklich was empfinden. Das ging 3 Wochen so. Vor einer Woche haben wir uns dann noch mal getroffen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe und wissen wollte was jetzt mit uns ist. Er hat dann mit mir Schluss gemacht weil er meinte, so wie es ihm grade geht kann er in keiner Beziehung sein und es wäre ihm alles viel zu viel. Ich hab gesagt ich kann ja auf ihn warten bis es ihm besser geht (weil er meinte er liebt mich noch und es liegt nicht an mir) aber das wollte er nicht, warum auch immer, vielleicht hat er die Trennung als einzigen Weg gesehen um sich zu schützen. Für mich ist jedoch eine Welt zusammengebrochen, vor ein paar Wochen haben wir noch darüber geredet zusammen zu ziehen und auf einmal schmeißt er mich einfach aus seinem Leben. In unserer Beziehung war alles so schön und harmonisch und von heute auf morgen hab ich alles verloren. Ich versuche bis heute zu verstehen was in den letzten 3 Wochen passiert ist und was falsch gelaufen ist. Er kann es mir nicht erklären, hat er selbst gesagt, aber ich brauche eine Erklärung. Irgendwas was mir hilft zu verstehen was gerade bei ihm passiert und was ich am besten tun soll - ihn in Ruhe lassen, damit er erst mal mit sich selbst klar kommen kann oder ihm meine Liebe und Fürsorge zeigen damit er weiß das ich ihn akzeptiere wie er ist, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann.
Ich hoffe vielleicht kann mir hier einer helfen und mir erklären was eventuell gerade in seinem Kopf vorgeht auch wenn ich weiß das die Krankheit individuell ist und es bei jedem anders ist.
LG

27.12.2025 #1


30 Antworten ↓


Micha2
Ist er denn medikamentenmäßig gut eingestellt?

Die Sache ist die das man als aussenstehender nie weis ob derjenige gerade im Schub steckt und irgendein Film schiebt.
Wenn er nicht gerade wirres zeug erzählt.

Das würde auch das "wie ausgewechselt" erklären.

Wie man sich verhalten soll puhh, das ist leider bei jedem anders, also wenn ich in einem Schub stecke, ist das nicht förderlich wenn man mich zufrieden lässt.

x 2 #2


A


Partner mit Schizophrenie verstehen wollen

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Schlaflose
Zitat von Cap:
er will nicht wirklich weg gehen, trinkt keinen Alk., mag keine großen Menschenmengen sondern lieber seinen Geschützen Raum, bracht viel Zeit allein

Das ist aber nicht spezifisch bei Schizophrenie. Ich bin genauso und habe nur eine "banale" soziale Phobie. Viele Menschen mit einfachen Angststörungen sind so.

x 3 #3


Feuerschale
Ich kann da auch eher nur ins blaue raten.
Ich denke, mitten in einem Schub ist Beziehung nicht einfach oder möglich, da man ja selber schon total wirr ist und nicht weiß, wo oben und unten.

Ihr seid ja auch noch jung, vielleicht möchte er dir auch nichts verbauen?
Weil er merkt, dass er da Grenzen hat und ggf. nicht das geben kann was du oder was man üblicherweise erwartet.
Was genau hatte dich den frustriert, wo du eher dann insistierst hast ihm gegenüber?

Ich denke mal, für einen Partner ist es auch nicht leicht, immer nur Rücksicht zu nehmen oder zu sehen wie der andere
verschwindet oder ggf. gerade nicht greifbar sein kann.
Zitat von Cap:
Er ist aber nun mal ein Mensch der sehr abgeklärt und im Reinen mit sich selbst wirkt weshalb ich nie das Gefühl hatte das er großartig anders ist oder viel darüber zu sprechen braucht, weil nun mal immer alles normal war.

Da denke ich, die rationale Phase und Fassade geht so lange, bis kein emotionaler Druck entsteht oder Aufregung oder was immer ein Trigger sein könnte für einen Schub.
Zitat von Cap:
Aber je mehr ich ihn gedrängt habe desto weiter hat er sich von mir distanziert, bis er mich in Konversationen nur noch angeschwiegen hat während ich heulend neben ihm zusammengebrochen bin und er auf meine Nachrichten nicht mehr reagiert hat.

Das könnte dann so ein "verschwinden" gewesen sein....also dass er da für sich selbst sich so aufgelöst hat und erstarrt ist.
Aber das ist ja in einer Partnerschaft auch belastend, für beide.

Du wolltest vielleicht mal an etwas emotionalem kratzen (was er dann nicht so richtig oder ausgiebig kann oder nicht ohne in sich zu fallen).

Kann es sein, dass dir das rationale (es funktioniert ja eigentlich, wenn ich die Füße still halte und alles akzeptiere) auf Dauer dann eben auch nicht reicht? Wäre ja verständlich, dass man auch wissen möchte, wo man emotional dran ist.
Und vielleicht ahnt er, dass er dir das inhaltlich nicht geben kann....nur eher eine Art Hülle, solange es stabil läuft.

Zitat von Cap:
Ich hab gesagt ich kann ja auf ihn warten bis es ihm besser geht (weil er meinte er liebt mich noch und es liegt nicht an mir) aber das wollte er nicht, warum auch immer, vielleicht hat er die Trennung als einzigen Weg gesehen um sich zu schützen.

Sich, oder auch dich. Oder er weiß auch nicht, wie die Klippe die ihr da erlebt habt, dann demnächst umschiffen könnt.
Wenn dann jedes mal ne Krise auftaucht, ist ja auch keinem mit geholfen.
Ist auch die Frage, wie die Zukunft aussehen soll, wollt ihr iwann mal Kinder oder wolltet, oder willst du welche?
Zitat von Cap:
In unserer Beziehung war alles so schön und harmonisch und von heute auf morgen hab ich alles verloren.

Vielleicht idealisierst du das auch zu sehr? Es war alles gut, solange ihr bestimmte Dinge umschifft und an der Oberfläche bleibt. Solange bleibt das Bild "alles gut" erhalten. Wenn dann emotional was fehlt, was er ggf. nicht geben kann, dann bricht es womöglich zusammen.
Zitat von Cap:
was ich am besten tun soll - ihn in Ruhe lassen, damit er erst mal mit sich selbst klar kommen kann oder ihm meine Liebe und Fürsorge zeigen damit er weiß das ich ihn akzeptiere wie er ist, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann.

Schwer zu sagen. Vielleicht könntet ihr als Freunde in Kontakt bleiben und du kannst dich noch weiter über die Krankheit informieren? Vielleicht kannst du auch andere Angehörige noch treffen, die das kennen?
Wobei ich die Freundschaftsebene schwierig finde, wenn da auch Liebesgefühle waren oder sind, dann wird die Hoffnung ja vermutlich auch bleiben.

x 1 #4


Luce1
Zitat von Cap:
Aber je mehr ich ihn gedrängt habe desto weiter hat er sich von mir distanziert,


Ich meine herauszulesen, dass Du Dir nun Vorwürfe machst? Oder?

Das brauchst Du aber wirklich nicht.

Jeder Mensch hat evtl. andere Bedürfnisse.

Du möchtest es durchsprechen, ihm ist alles zuviel.

Ich würde sagen, kümmere Dich jetzt erstmal um Dich selbst.
Lass’ ihn in Ruhe. Er weiß, dass Du nichts mit Absicht gemacht hat.

Er weiß, wo er Dich findet und dass Du bereit bist, zu sprechen.

Im Grunde genommen hat er Dir ja gesagt, dass er zur Zeit in keiner Beziehung sein kann.

Deswegen ist es mE wichtiger, dass Du Dich um Dich kümmerst, geh mit Deinen Freundinnen weg, mach’ was schönes…

x 2 #5


Micha2
Zitat von Schlaflose:
Das ist aber nicht spezifisch bei Schizophrenie.

Ist es auch nicht, meide auch Menschenmassen hat aber ein anderen Grund.

Und Alk auch nicht weil das zumindest für mich so ein Psychosetrigger sein kann wenn ich nicht klar im Kopf bin.


Schizophrenie ist sehr, sehr weit gefächert.

Ich weis z.b wenn ich aggressiv werde und immer schnell getriggert bin und das tagelang das ich psychotisch bin/werde.
Das sind z.b bei mir die ersten anzeichen.

Die Prob daran ist, das man das oft garnicht merkt (Schizophrene merken das oft halt nicht) mir müssen das aussenstehende sagen.

"Du bist ziemlich aggro in lertzter zeit" u.s.w.
Oder ich verhalte mich merkwürdig.

Dann kann man dagegen lenken, ich muss sagen hab mich viele Jahre damit auseinandergesetzt und auch tatiken etc ausgeklügelt mit hilfe von Psychater und co.


Will nur damit sagen das man hier schlecht weiter helfen kann, vielleicht ist er so das er sich dann zurückziehen muss.

x 2 #6

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C
@Feuerschale Danke für die Antwort, wir haben in der Vergangenheit auch schon Streit und bei Stress zieht er sich immer zurück und will seinen Raum, wohin ich hingegen gerne alles direkt klären möchte. Er hat Phase wo er sehr gut auf mich eingehen kann weshalb Streit bis jetzt immer geklärt werden konnte, doch dieses Mal war es als hätte ich gegen eine Wand gesprochen. Ich bin der Meinubg wenn er wieder stabil ist das man darüber hätte sprechen können um es in Zukunft besser zu machen aber er hat es ja dann komplett beendet. Er hat mir zwar versprochen sich zu melden wenn es ihm besser geht, aber wer weiß wie lange das dauern wird.

x 2 #7


C
@Micha2 Danke für deine Antwort! Ja er nimmt Antidepressiva. Ich weiß nicht ob er in einem Schub steckt aber er war einfach nicht er selbst irgendwie und er meinte auch ihm geht es nicht gut. Aber ich finde es komisch weil er normale Sacheb noch tut, wie zum Friseur oder auf die Weihnachtsfeier von der Arbeit gehen. Er ist jetzt auch umgezogen und hat in der Zeit wo wir uns gestritten haben und er mich ignoriert hat sich auch ganz normal um seinen Unzug gekümmert. Ich hab auch mit seiner Mama geredet um zu wissen ob sie ihn verändert wahr nimmt aber bei seiner Familie scheint er wie immer zu sein, nur ich bin ihm grade zu viel und mich meidet er. Ich Versuch es nicht persönlich zu nehmen aber das ist schwer wenn man nicht wirklich weiß was der andere denkt/fühlt und er es einem auch nicht erklären kann

x 1 #8


Lightning81
Hi huhu

Also ich denke auch, dass die „Diagnose“ so weit gefächert ist, dass man kaum was dazu sagen kann, wenn man die betroffene Person nicht persönlich kennt.

Ob wer Rückzug braucht.. oder Nähe.. bei diversen Problemen.. ist ja auch unabhängig von Krankheit bei jedem anders.

Also ich persönlich denke - wenn ich nach vorne blicke, mit allem Negativen der Krankheit im Visier - meist, dass eh nichts funktionieren kann. Also wozu etwas riskieren, wenn es sowieso scheitert.. und am Ende noch jemanden belasten könnte, den man liebt? Hat ja meist auch gefühlt nichts im Leben funktioniert, wenn man sich noch krank fühlt. 🙄

Und schon beendet man Dinge, die evtl. auch hätten funktionieren können. Kennen sicher auch einige hier.. auch unabhängig von Beziehungen ^^

Da wäre dann evtl. „Nähe“ nich ganz verkehrt. Die Sicherheit, dass der Partner/Freund/Chef/etc. mit solchen Gedanken umgehen kann, oder sie in Luft auflöst 😊

Kann auch sein, dass ihn die Situation, durch die er evtl „auf einmal anders war“, überfordert hat.. ein „akutes Gefühl“ getriggert wurde, durch den gefühlten „Stress“.. und er dieses Gefühl am besten nie wieder haben möchte.

Da wäre dann wohl eher etwas Ruhe angebracht. 🤔

Aber das sind letztendlich auch nur zwei „Spekulationen“ dazu.. möglich kann
leider vieles sein. Ich hoffe, ihr findet einfach mal nen ruhigen Moment, um in Ruhe darüber sprechen zu können, was genau das Problem war, oder ist.. um es in einer möglichen Zukunft möglichst vermeiden zu können 🍀

P.S.: Aus deinen letzten Worten ist eigentlich dann doch relativ klar zu sehen, dass er nach „Streit“ seine Ruhephasen braucht. Anscheinend konnte er das bisher ganz gut abfedern.. obwohl du ihm diese nicht geben konntest. Und jetzt verspricht er ja anscheinend auch, sich zu melden, wenn es ihm wieder besser geht. Dann wird er dies wohl auch tun, wenn er auch ansonsten keinerlei Anzeichen von akuter Phase zeigt. Und ich denke, dann wird es sich von selbst ergeben, dass ihr nochmal in Ruhe drüber sprechen könnt, wenn das bisher ja anscheinend auch meist möglich war 😊

Also wenn ich z.B. bei oder nach Streit aus dem Zimmer gehe.. muss ich auch erst runterfahren, bevor ich evtl. nochmal in Ruhe drauf eingehe.. oder das ganze innerlich „abhake“. Das ist bei Psychosen bei zu viel Stress auch Selbstschutz.. auch wenn es auch hier unabhängig von Diagnosen so sein kann. Und wenn sich das häuft möchte man irgendwann oft nur noch Ruhe.. und wenn man dann irgendwann im Gefühl wieder mehr bei sich ist, kann man wieder klarer sehen.

x 1 #9


Lightning81
Finde es übrigens gut, dass du trotzdem auch in seinem Umfeld mal nachfragst, ob für sie alles ok erscheint (zumindest, soweit die Krankheit offen kommuniziert ist) 🍀 zeigt auch, dass er dir wichtig ist, daher wünsche ich euch natürlich nur das Beste 😊

#10


Micha2
Zitat von Lightning81:
Finde es übrigens gut, dass du trotzdem auch in seinem Umfeld mal nachfragst, ob für sie alles ok erscheint

Die Sache ist die, das man das gut verstecken kann eine Zeit lang wenn man psychotisch grad was ausbrütet.


Daheim bin ich regelrecht durchgedreht aber ausserhalb war ich "normal".

Das hat einige Monate funktioniert, dann kam soviel das die realität ganz verschoben war dann hat das nicht mehr funktioniert, da war dann schon fast endstation.

Ich würde wohl etwas abstand halten, aber trotzdem ihn etwas im Auge behalten.

x 2 #11


Feuerschale
Zitat von Micha2:
Daheim bin ich regelrecht durchgedreht aber ausserhalb war ich "normal".

Ja dachte auch daran, dass mich das äußere teilweise stabilisieren kann, dass ich da noch "normal" reagieren kann und das chaotische innere etwas zurückdrängen oder tw ausblenden. Es ist trotzdem da, aber das Umfeld muss nicht unbedingt was mitkriegen. Gerade wenn man eh sonst eher zurückhaltend und beobachtend ist.

x 2 #12


Lightning81
Jo da hast du natürlich auch Recht @Micha2 .. im „sich normal verhalten“ - obwohl innerlich Chaos herrscht - wird man über die Jahre wohl oft zum Meister.. was nicht immer förderlich ist 🙄

Ich denke, da die beiden sich nicht erst seit gestern kennen.. wird er, egal was gerade ist, dennoch nicht einfach die Funkstille aufrecht halten.🍀

#13


Micha2
Zitat von Lightning81:
Chaos herrscht - wird man über die Jahre wohl oft zum Meister.. was nicht immer förderlich ist

Aber irgendwann bricht das ein, und das endet leider oft nicht gut dann.
Kommt drauf an was man erlebt, aber ich sage mal wenn man schon ein Mensch ist dem so schon alles zu nahe geht, dann ist das echt unpassend wenn die stimmen dich fertig machen noch.
Oder man ständig irgendwelche sache sieht oder hört..
Oder von abstrusen sachen überzeugt ist..
Ich hab z.b die ganze Schizophrenie Palette mit genommen.


Je nachem was in seinem Kopf dann so abgeht.
Muss aber auch nix bedeuten, vielleicht kicken auch nur die Negativsymtome grad rein.

Ist halt schwer zu beurteilen.

x 2 #14


Lightning81
Jo.. hab auch alles mitgenommen. Daher sag ich auch, das kann man ohne die Person zu kennen, im Grunde nicht abschätzen. Aber wenn aktive Dinge noch gehen, scheint es nicht der komplette Tiefpunkt zu sein. Also mit Halluzinationen/Visionen geh ich z.B. eher nicht mehr raus 🙈

Meine Rückfälle kamen trotz allem meist schleichend. Also da hab ich meist schon vorher absolut gar nichts mehr gemacht, und mich komplett von allem zurückgezogen. Von jetzt auf dann akut.. war bei mir rückblickend eigentlich nie der Fall. Oft hab ich es Wochen zuvor sogar noch angekündigt.

x 1 #15


Micha2
Zitat von Lightning81:
Meine Rückfälle kamen trotz allem meist schleichend.

Bei mir sind die Schübe immer unterschiedlich, mal von heut auf morgen, mal schleichend.


Ich bin jedenfalls erstaund welche verschiedene Gegebenheiten bei mir sowas triggern.
Ich lerne heute 5Jahre später noch besser damit unzugehen und zu verstehen.

Schizophrenie macht jedenfalls was mit einem, aber man kanns nicht erklären, z.b nach meiner ersten Psychose konnte ich danach nur noch 4H schlafen, das ist bis heute so geblieben, aber keiner weis zu helfen.
Und seit dem wache ich auch in 30-60minutentakt auf.

Schlaf ist so halt sehr grenzwertig, und nur ne halbe stunde noch weniger schlaf geht sofort auf de psyche.
Und dann werd ich für familie, kollegen und freunde auch sehr anstrengend.

Aber gut will hier auch nicht das Thema klauen.

Wurde glaub jetzt alles gesagt.

x 1 #16


C
@Micha2 Alles gut, mir hilft das total zu verstehen wie es für jemanden mit Schizophrenie sein kann. Er ist halt sowieso der Typ der nicht viel redet und eher beobachtet, außer wenn wir alleine waren da hatte ich das Gefühl das er freier sein konnte. Deshalb wundert es mich nicht wenn seine Familie nicht großartig eine Veränderung merkt. Es kann gut sein das es ihn davor schon nicht so gut ging, denn ein paar Tage vor dem Streit wollte er schon alleine sein, hat mich nach Hause geschickt und hat viel geschlafen, aber ich habe es einfach nicht ricutug eingeordnet.
Aber das er zu mir gesagt hat er empfindet grade nicht wirklich was und ihm ist alles egal, sind das dann Negativsymptome? Weil ihm war es auch voll egal das ich traurig war und obwohl er wusste das er sich unkorrekt verhält und mich sein Verhalten verletzt konnte er sich auch nicht wirklich bei mir entschuldigen…

x 2 #17

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Micha2
Zitat von Cap:
sind das dann Negativsymptome?

Unter anderem gehört das dazu.

Totale Emotions und Gefühlslosigkeit.
Einfach eine Leere in sich.

Man könnte schon fast "kalt" sagen.


Und ja da geht einem auch alles am A vorbei.

Die Negativsymtome gehen auch fast hand in hand mit einer Deppression.

Schizophrenie und Depression verschwimmen so mit einander.

Keine Ahnung wie ich das erklären soll, bin da nicht gut drinn^^


Und da ist man auch wie ausgewechselt.
Liegt auch mit an der Jahreszeit, die kickt da auch mehr rein.


Viele Leute kommen damit absolut nicht klar und wenden sich auch ab von einem.

Und ja wenn er so ein ruhiger Mensch ist, bin ich auch, ist das noch schwerer einzuschätzen.

Und falls er die bestimmte pflanze rauchen sollte, sollte er damit aufhören.


Schizophrenie ist halt eine Wissenschaft für sich und ist bei weitem nicht fertig erforscht.

Und leider hat das auch die höhste Suizidrate mit.

Weil man schon irre wird, aber i.d.R drücke pillen das größtenteils weg jedenfalls so das man nicht ganz durchdreht.

Ich nehem z.b nix mehr, da die Pillen mich auf dauert zerstört hätten.

Leb ich halt mit paar Schüben mehr , und die Gefahr besteht halt das ich vielleicht da mal nicht mehr raus komme.

Aber ich hab alle gut geschult im engsten Kreis.


Wie gesagt beobachten aber nicht bedrängen.
Und wenn er komische sachen erzählen sollte, dann sollte man schon hellhöriger werden.


Ist halt nicht einfach, weil man auch nicht weis was er für Filme dann schiebt, wenn dann Positivsymptome mit kommen sollten.

Das ist so großflächig, bei mir kommen die Positiven z.b direkt aus der Hölle....ohne jetzt da weiter drauf einzugehen....

x 1 #18


C
@Micha2 Vielen Dank das du versuchst mir das zu erklären! Tatsache raucht er diese bestimmte Pflanze, also hat er zumindest mit mir zusammen, aber ich denke er ist schlau genug damit aufzuhören wenn es ihm grade nicht gut geht (hoffe es zumindest) , kann es ja jetzt aber auch leider nicht kontrollieren. Vielleicht war der häufige Konsum in letzter Zeit auch mit Schuld an der jetzigen Situation, keine Ahnung…
So was wie Halluzination hatte er glaube ich schon lange nicht mehr deshalb denke ich nicht dass das noch dazu kommt, aber er nimmt seine Medikamente auch nicht immer. Er setzt sie manchmal eigenständig für eine Woche oder so ab, ich denke aber auch hier das er sie hoffentlich gerade nimmt, aber auch das liegt nicht in meiner Hand :/

#19


Feuerschale
Zitat von Cap:
Weil ihm war es auch voll egal das ich traurig war und obwohl er wusste das er sich unkorrekt verhält und mich sein Verhalten verletzt konnte er sich auch nicht wirklich bei mir entschuldigen…

Wahrscheinlich ist er in dem Moment weder bei sich(ohne Gefühl) und auch nicht bei anderen.

Würde es dir reichen wenn er nur so eine Entschuldigung sagt, ohne es selbst zu verstehen und zu fühlen?

Ich denke die Kapazität reicht dann nicht und Beziehung ist in akuten Phasen schwierig.
Zitat von Micha2:
Positivsymptome

Was meint ihr mit Negativ und Positive Symptome?

Bei mir ist der Zusammenbruch in einer Psychose und Depression auch sehr ähnlich. Leere, Erstarrung,
erdrückt sein.

Wenig Schlaf hab ich meist vorher während Ideenflut und während der Panik Phasen dann wenn es kippt.

Hab gelesen das Hirn ändert sich bei jedem Schub und muss dann quasi ausheilen, was Monate und länger dauern kann.

#20


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