App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

73

Nemony

Nemony
Mitglied

Beiträge:
149
Themen:
1
Danke erhalten:
200
Mitglied seit:
Vorab: Ich bin neu hier und möchte auf keinen Fall jemanden triggern. Deshalb: Seit achtsam euch selbst gegenüber, wenn ihr weiter lest.

Ich bin seit einem schlimmen Erlebnis in der Kinderklinik sehr ängstlich, wenn es um medizinische Eingriffe geht. Mein erstes Kind musste per Kaiserschnitt geholt werden, worüber ich lange traurig war. Zum Glück war das Klinikteam super lieb und ich konnte sogar wieder Vorsorgen und ähnliches bei Ärzten machen. Dann kam die zweite Schwangerschaft. Meine Ärztin war etwas übervorsichtig wegen der Vorgeschichte und ich hatte viele Termine sowie Feindiagnostik. Ich bekam letztendlich grünes Licht fürs Geburtshaus. Tja, das setzte mich allerdings kurz vor ET vor die Tür, weil sie beschlossen hatten keine Geburten nach Kaiserschnitt mehr zu begleiten. Ich fand trotz Hebammenmangel ein anderes Geburtshaus, fühlte mich dort aber nicht sonderlich wohl. Unter der Geburt wurde ich nach zwei Stunden mit Geburtsstillstand in die Klinik geschickt.

Trigger

Da begann dann mein Horrortrip erst richtig. Zugang, Medikamente ohne Aufklärung und Zustimmung, Untersuchungen, die fortgesetzt wurden, obwohl ich "Aufhören" schrie. Schreien sollte ich sowieso nicht. Obwohl ich keine PDA wollte, wurde ich dazu überredet. Dann wurde ich über eine Stunde komplett allein gelassen. Notfallklingel außerhalb meiner Reichweite und überall verkabelt. Dann wurde ich gegen meinen Willen gewaltsam katheterisiert. Den Wehentropf, den ich aufgrund vorhandener Wehen abgelehnt habe, haben sie zum Glück versehentlich auf den Boden laufen lassen. Ich wurde ziemlich gehetzt, obwohl die Werte alle okay waren. Als die kleine da war, wurde noch darüber gewitzelt, dass ich es ja doch geschafft hätte und echt viel Energie zum Schreien gehabt hätte. (Selten so gelacht.) Nach drei Stunden wurde ich genäht, ohne auf die Wirkung der Betäubung zu warten. Da wir ambulant entbunden haben, konnten wir nur ein paar Stunden auf Station. Dort hat sich mein Mann erstmal ausgeschlafen. (Ich war zu diesem Zeitpunkt über 30 Stunden wach) Völlig verdreckt sind wir nach Hause gefahren. (Es gab kein Badezimmer) "Mutter und Kind wohlauf."




Jeglicher Versuch, psychologische Hilfe zu bekommen endete mit Absagen aufgrund mangelnder Kapazitäten. Irgendwann gab ich auf und lebe seither mit meinen Ängsten. Ich fürchte mich davor krank zu werden und dann behandelt werden zu müssen. Ich könnte mir niemals vorstellen noch ein Kind zu bekommen. Diese Erniedrigung würde ich kein weiteres Mal überstehen. Die Flashbacks sind im letzten Jahr weniger geworden. Krankenhausserien kann ich aber immer noch nicht gucken.

Entschuldigt den langen Text. Ich musste es endlich mal niederschreiben.

12.01.2023 x 3 #1


62 Antworten ↓
KiraStuttgart26

KiraStuttgart26
Mitglied

Beiträge:
777
Themen:
5
Danke erhalten:
569
Mitglied seit:
Hallo , ich habe auch einen Sohn und arbeite im Krankenhaus. Kenne also das System ..
Ich finde es ganz schwierig wenn man Entbindungen nur aus Sicht der Mütter betrachtet . Es ist oft eine große Kluft zwischen Vorstellung ( die Geburt wird meines Erachtens in Büchern, Zeitschriften und auch in den Kursen ) etwas zu sehr beschönigt Stichwort ; Liste machen , Musik raussuchen , emotional soll’s auch stimmen und dann kommt alles ganz anders. Ja da ist dann oft auch einfach nur schnell , ruppig und das Gegenteil von dem was man sich ausmalte .
Fakt ist aber auch oberste Priorität ist das Leben und Überleben. Sie sind schnell mit dem
Zugängen , müssen sie auch ,weil auch ein stabiler Geburtprozrss jederzeit kippen kann , im Krankenhaus erlebt das Personal das ja auch . Sie gehen oft auf Nummer sicher und übergehen dadurch oft eine Absprache auf Augenhöhe ..Du kamst mit einem Geburtsillstand ?
Da war die Situation ja schon nicht mehr ganz einfach und Arzt und Schwestern haben dann einfach ihren Ablauf im Fokus . Die Verantwortung der Entbindungsstation ist groß und ich will nicht wissen was los geht wenn ein Baby mit Geburtskomplikationen zu tun hat , die es
Schlimmstenfalls noch schädigen weil nicht korrekt gehandelt wurde . Ne Geburt ist kein ungefährliches Ereignis für Mutter und Kind . Auch das muss man sehen . Mir zumindest war das durch meine Arbeit in der Klinik vorab klar und ich war so froh dass ich und mein Sohn es gut überstanden haben …
Hoffe du kannst irgendwann Frieden mit deinem Erlebnissen schließen.
liebe Grüße

26.12.2022 07:35 • x 7 #16


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Gewalt unter der Geburt

x 3


K

Kosmos
Mitglied

Beiträge:
3136
Themen:
6
Danke erhalten:
2597
Mitglied seit:
Bei Geburten kann eine Frau schwer traumatisiert werden. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Wenn es weiterhin schwierig bleibt, dann würde ich versuchen, einen guten Traumatherapieplatz zu finden.

Wenn es einem als Mutter nämlich deswegen schlecht geht, dann überschattet das alles. Und Dein Kind braucht Dich und Du selbst brauchst Dich ja auch.

Ich habe hier in der Rubrik einen Thread aufgemacht zum Thema PTBS durch medizinische Traumata. Da kannst Du vielleicht ein paar Infos rausnehmen oder Dich einfach wahrgenommen fühlen in Deinem Kummer und Deiner Not.

Das ist eine eigene Welt und nur der, der es erlebt hat, kann es verstehen. Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, wenn dann jemand kommt, der auf der anderen Seite tätig ist und anfängt mit Erklärungen und das verteidigt. Das mag alles so sein und ich gehe auch nochmal darauf in einem weiteren Absatz unten drauf ein.

ABER:
Es ist Dir passiert! Und Du leidest und Du hast das so durchleiden und mitmachen müssen! Und das ist der springende Punkt!

Du hast keine Energie und keine Reserven übrig, um Dich damit auseinanderzusetzen, wie es jemand sieht, der das auf der anderen Seite als Beruf macht.

Ich bin selbst in der Medizin sehr lange und schwer traumatisiert worden. Es ging mir Jahrzehnte wie Dir, dass ich es selbst nicht sortieren konnte, dass mir niemand geholfen hat und dass mir Berufstätige aus der Medizin nicht wirklich geglaubt haben. Sie haben es gegeglaubt, dass es nicht schön war. Aber dass es es einen soooo kaputt machen kann, dass es so gravierende psychische Folgen haben kann, das haben sie mir nie geglaubt. Und das tut so weh. Und man kommt dann auch nicht weiter.

Ich bin am Ende in Traumakliniken gelandet und wurde aus der Traumagruppe raussortiert, weil ich angeblich nicht traumatisiert sei. Das war der Hit! Und heute, so lange danach, ist es klar, dass ich viel schlimmer traumatisiert war als die, die da drin waren. Man nimmt es nicht ernst.

Und genau das solltest Du nicht machen! Nimm' Dich ernst.

Ein Therapieplatz kommt, wenn er kommt. Bemühe Dich immer wieder drum und habe Geduld. Und wenn Du dann irgendwann jemanden findest, der modern arbeitet, wo Du Dich wohl fühlst und abgeholt wirst, dann machst Du Deine Traumatherapie. Und vorher halt nicht. Das Neurofeedback kann ich bei medizinischen Traumata auch empfehlen. Da wird nicht viel gemacht, nur Elektroden am Kopf angeklebt. Mehr passiert da nicht und Du musst Dich nicht mit dem konkreten Ereignis auseinander setzen. Auch da habe ich einen Thread aufgemacht, extra für Menschen wie Dich.

Wir gehören nirgendwo hin. In allen Traumatherapien geht es um Straftaten, Unfalle, illegale Angriffe. Wir passen nicht rein. Unsere Symptome und Ängste sind andere als deren Nöte. Man ist sooo allein damit. Und dieses Ewige "Die wollten Dir doch nur helfen! Es musste sein!", das hilft einem leider gar nicht und macht alles noch schlimmer. Soll man noch dankbar sein für das, was einem zu zugefügt wurde.

Der Grund, warum man so reagiert, ist, dass Traumatisierung hauptsächlich im Körper stattfindet. Und der entscheidet es. Und wenn der Angst hat oder wenn er sich bedroht oder penetriert fühlt, dann entsteht Traumafolge im ganzen Menschen. Deshalb würde ich Dir zu einer Körperpsychotherapie raten. Gerade bei medizinischen Traumata sind die SE-Therapeuten eine Wohltat. Nie hat man mir geglaubt, bis ich dann zu meinem Traumatherapeuten kam und der war von einem Amerikaner ausgebildet und die sind viel weiter als wir. In Deutschland ist nur sexuelle Gewalt als Trauma wirklich was, wo man Hilfe findet. Alle anders betroffenen Traumapatienten verzweifeln an der Therapieplatzsuche, für die ist nix vorgesehen. Das System ist auf Opfer von Sexualstraftaten ausgerichtet worden, nicht für Traumapatienten wie uns.

Und die besondere Sache ist eben, dass alle medizinischen Traumata, die dann noch im Intimbereich, im Schambereich vollzogen werden, quasi Komponenten aus beiden Bereichen haben und das macht sie zu besonders schweren Traumatisierungen. Und viele Therapeuten kommen darauf gar nicht klar und verhalten sich mit Verlaub "saublöde". Und dann geht man heim, geknickt, verzweifelt, gibt auf und traut sich nicht mehr der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Aber trotzdem ist man eben schwer traumatisiert.

Und genau deshalb solltest Du was für Dich tun. Das muss nicht schnell gehen. Aber warte auf den richtigen Ansprechpartner, versuche es hier und da und sei auf blöde Reaktionen gefasst. Die kommen leider viel zu oft.

Und irgendwann wirst Du jemanden finden, der Dich versteht und der Dir helfen will und kann.

Und auch ein Grund, warum so oft die Medizin traumatisiert?

Weil sich die, die da arbeiten, und sich um uns Patienten kümmern sollen, wie es sich gehört, oft versagen und es total vermeidbar wäre, so viel Schaden anzurichten.

Natürlich verstehen wir Patienten auch, was da los ist. Ich habe selbst gepflegt, viele Jahre und am Ende war ich ganz allein 24 Stunden für einen Sterbenden zuständig. Und ich weiß, dass man irgendwann versagen muss, wenn der Druck zu groß ist, das Kreuz nicht mehr mitmacht. Und immerhin sind das fremde Menschen, die zu versorgen sind. Dass da nicht unbedingt das Herz dran hängt und die Routine siegt, das ist klar. Wissen wir alles.

Trotzdem müssen sich die Menschen, die beruflich Medizin machen, endlich den Schuh anziehen, dass die Medizin mit zum aggressivsten gehört, was man in einem Leben erleben kann, voller Ängste, Ausgeliefertsein, Schmerzen, peinlichen Situationen. Wir liegen da und müssen vertrauen in wildfremde Menschen, müssen uns von Leuten anfassen lassen, die wir niemals gesehen haben und müssen alles schlucken, egal, ob da einer ekelig aussieht oder nicht, ob er ruppig ist oder charmant, ob er zugewandt ist oder ein Fachidiot, der nur an seiner Karriere und am Geld interessiert ist und welche Frau er Dank Arztkittel an Land ziehen kann. Und wer das nicht ernst nehmen kann und will, der sollte dort nicht arbeiten. Weil die Patienten kriegen es ab. Und wir haben auch keine Lust nach schweren oder langen Erkankungen oder eben wie hier Geburt eines Kindes als psychische Wrack durch die Gegend zu schaukeln und darin gefangen zu sein.

Man hat für seine Patienten eine Verantwortung und die bezieht sich auf den ganzen Menschen und nicht nur auf seinen Körper.

Und es ist oft gar keine Not und keine Zeitnot da, sondern es ist einfach kein Wille auf der anderen Seite da, einfühlsam zu sein und keine Lust, Mitgefühl zu haben. Es ist ihnen alles zu viel. Nur Nadeln reinrammen und all der medizinische Kram, der wird exakt ausgeführt, aber der Mensch auf der Liege bleibt auf der Strecke.

Es ist genau das Ruppige, was am Ende die Patienten so schädigt, dass sie danach Jahre bis Jahrzehnte Traumatherapien machen müssen, um irgendwie am Leben zu bleiben. Das kann man mit gar nichts rechtfertigen.

Das Schlimme ist, dass die, die das beruflich machen, sofort in den Verteidigungsmechanismus gehen und anfangen, zu erklären, warum, wieso das alles so sein musste und dass es doch irgendwie ok geht. Nein, es geht nicht ok. Es ist ein notwendiges Übel und das wichtigste Instrument, was Ärzte und Pflege zur Verfügung haben und bedienen können müssen, ist das Einfühlungsvermögen und Taktgefühl.

Es wäre viel leichter zu ertragen, wenn wenigstens einer aus dem medizinischen Bereich mal sagen würde:

"Hör' mal, ich habe das mitbekommen, dass Du dadurch ein ruiniertes Leben und eine kaputte Psyche hast. Wir hätten es anders machen sollen. Und wenn wir mitgedacht hätten und uns bemüht hätten, wäre es anders gelaufen. Es tut mir leid, dass man da versagt hat. Und ich verspreche Dir, dass ich das ernst nehme, dass ich das in mein Arbeitleben mitnehme und dass ich es in Zukunft beachten werde, weil ich jetzt weiß, welche Katastrophen wir anrichten können, obwohl wir nur versuchen, einem kranken Menschen zu helfen. Es hat zwei Seiten und jetzt habe ich das begriffen! Und ich werde mich danach richten.".

Warum ist es so schwer für Menschen, die in der Medizin arbeiten, das nachzuvollziehen? Das ist nicht schwer. Und es ist normal, dass Patienten so reagieren. Die Natur hat das nicht vorgesehen, was die moderne Medizin macht. Dafür sind wir nicht gemacht und deshalb verkraften wir das auch nicht. Und Kinder verkraften es erst recht nicht. Und auch da wird keine Rücksicht genommen. Da hat sich bis heute viel geändert. Aber bei den Sachen, wo ich traumatisiert wurde, wird es nach wie vor fast genauso gemacht. Sie haben nichts daraus gelernt. Das sind jedes Jahr zig Tausend Kinder, die aushalten müssen, was mir passiert ist. Und viele werden danach so krank und kaputt durch die Gegend rennen wie ich und niemanden finden, der hilft oder helfen kann oder es uns glaubt, dass wir völlig am Ende sind.

So, das möchte ich da lassen:

Ich sehe sehr genau, wie schlimm so eine traumatische Geburt die Mutter mitnimmt und wie schwer das ist. Dann muss das Kind versorgt werden, in dem Zustand und keiner nimmt einen ernst....

Ich wünsche Dir alles, alles Liebe und Gute!

Kosmos

PS Meine Schwester hatte auch eine traumatische Geburt. Ich kenne das nur zu gut und ich sehe, was draus wird. Sie hat auch niemanden gefunden, der für sie da war. Sie weiß nicht, dass sie schwer traumatisiert ist und sucht auch deshalb nicht nach Hilfe. Aber es hat sie auch keiner aufgeklärt, dass dies die Folgen einer Geburt sein können. Diesen Frauen hilft man bisher nicht, das kommt grade in Gang.

Ich flippe heute noch aus, wenn ich irgendwo zum Arzt muss. Ich werde wütend bei jeder Kleinigkeit, wo die nicht so machen, wie ich es will. Da kommt das wütende Kind hoch, dass damals keine Chance hatte sich aufzulehnen und zu gehen. Heute als Erwachsene kann ich gehen. Aber wenn ich zum Arzt gehe, dann bin ich in Sekundenschnelle wieder diese Etwas, in das die die Nadeln und Schläuche reinschieben und das zu spuren hat und alles wegzustecken hat, was denen noch so einfällt. Mit 11 wollte ich mich dann nur noch umbringen. Ich habe gedacht: "Lieber tot als noch einmal Uni-Klinik!" und das habe ich ernst gemeint. Ich glaube, lange hätte ich es nicht mehr gepackt. Aber ich bin dann wie durch ein Wunder einfach so gesund geworden und danach kam die psychische Sch.... Von wegen gesund und alles gut überstanden. Jetzt bin ich über 50 und war mein Leben lang bei Psychos, Beratungsstellen, in Kliniken, bei Psychiatern, in Reha und alles Mögliche. Ich habe alles durch. Alles nur wegen dem, was in der Medizin in ein paar Jahren kaputt gemacht wurde. Ich war 4 Jahre und die haben mich behandelt wie eine Laborratte und das über Jahre hinweg. Wenn ich nicht so einen guten Traumatherapeuten gefunden hätte, hätte ich schon aufgegeben. Irgendwann habe ich mich nur noch mit Beruhigungsmittel abgepumpt. Tagsüber Tavor und Kortison und nachts Zolpidem. So habe ich mich am Leben erhalten.

03.01.2023 15:50 • x 2 #27


Zum Beitrag im Thema ↓


DieSonne
Wie lange ist das her?
Ich war nach der Geburt auch noch mehrere Wochen traumatisiert, obwohl ich nicht finde, dass das Krankenhaus Schuld daran hatte.

x 2 #2


Nemony
@DieSonne Es sind nun 1 1/2 Jahre vergangen.

Was traumatisch ist, entscheidet wer betroffen ist. Tut mir sehr leid, dass es dir schlecht ging. Hast du etwas spezielles dagegen unternommen?

x 1 #3


Kimsy
Das ist garnichtmal selten ,dass Frauen so übelst behandelt werden, in den Geburtskliniken...auf Youtube habe ich so eine Reportage mir angeschaut...ich fands schrecklich..kann verstehen, wenn man da traumatisiert ist..

x 3 #4


DieSonne
Zitat von Nemony:
Hast du etwas spezielles dagegen unternommen?

Ich habe geredet, geredet und geredet. Egal ob es bei jener, welcher Person angebracht war. Es hat mir geholfen.
Trigger

Bei mir war das Problem, dass sowohl meine Tochter als auch ich noch nicht bereit waren.
Trotz sechs Tage Überfälligkeit hätte sie noch gekonnt.
Und ich war nur bei 7 cm als die Presswehen einsetzten. Ich musste an drei Seiten ohne Betäubung genäht werden, weil es so schnell keiner schaffte zu schneiden.
Ich lag mehr als 48 Stunden in den Wehen und es stand kurz vorm Kaiserschnitt (Blasensprung und Entzündungswerte).


Mittlerweile geht es uns gut, aber ich habe erst mit dem dem Trauma zu tun gehabt und dann noch ziemlich lange mit der Eingewöhnung, den Alltag mit Kind zu bewältigen.
Ein Zweites kommt auf Grund dessen nicht in Frage, weil jetzt für mich alles gut ist.
Ich habe die Herausforderung gemeistert und traue es mir aber nicht noch einmal zu

#5


Nemony
@DieSonne Reden hat mir auch von Zeit zu Zeit geholfen. Leider hat mein Mann das ganze als "völlig normale Geburt" abgetan. Manchmal bin ich auch wütend auf ihn, weil er durchaus dabei war, abgesehen von der Stunde Einsamkeit im Kreißsaal.

Ich kann dein Trauma gut verstehen.
Trigger

Warum denn ohne Betäubung?



Schön zu hören, dass es dir heute gut geht.

#6


E
@Nemony erst mal ganz herzlich willkommen hier im Forum Konfetti

Ich habe selbst Kinder und die Geburten sind zum glück alle schnell und gut verlaufen.
Aber ich habe mal ein Artikel gelesen das rund 20-30 % aller Frauen bei der Geburt ein Trauma erleiden.


Nemony
Was Dir widerfahren ist tut mir leid. knuddeln

"Behandlung" in welcher Form auch immer gegen den Willen des Patienten geht gar nicht. Finger
Dies ist soweit ich weiss auch gar nicht gestattet bzw. nur immer allnötigsten Notfall.
Und ich bezweifle mal ob das bei Dir der Fall gewesen ist, oder ob das Personal viel eher überlastet und überfordert war mit der Situation.

Wie verarbeitest Du das Trauma (?) - Du brauchst hier nicht zu antworten - ich wünsch Dir auf jedenfalls viel Kraft dabei.
Habt Ihr in Betracht gezogen rechtlich dagegen vorzugehen ? ...oder sonst wie zu intervenieren ?

x 2 #7


Nemony
@Donnervogel vielen Dank 😊

Bei der Eingangsuntersuchung sagte man mir noch, es wäre alles in Ordnung und einer natürlichen Geburt stünde nichts im Wege. Mir wurde sogar eine Wassergeburt angeboten. Ich hab mich da noch so gefreut und über den blöden Zugang hinweggesehen. Überfordert waren die mit Sicherheit, denn das Verhalten der Hebamme änderte sich schlagartig, als sie begann zwischen den Geburten zu pendeln.

Ich bin heute zum reden hier, weil ich nach so langer Zeit meine beste Freundin nicht ständig damit belasten will. Also zu deiner Frage, wie ich das verarbeite... Mal so, mal so. Eine feste Strategie habe ich nicht. Es gibt Tage, wie heute, an denen ich die Gefühle und Erinnerungen einfach zu lasse. Seit einiger Zeit stürze ich mich aber auch in Arbeit, was eigentlich der Ablenkung dienen soll. Das führt allerdings zu teils enormen Stress, was vielleicht nicht für diese Taktik spricht.

Über rechtliche Schritte habe ich schon mal nachgedacht. Dazu habe ich mir den Geburtsbericht schicken lassen und festgestellt, dass ich keine Chance habe. Nichts von dem, was oben steht wurde vermerkt. Das hingekritzelte Ding ließt sich, wie eine Bilderbuch-Geburt. Abgesehen davon müsste ich alles, bis ins kleinste Detail wildfremden Leuten schildern.

x 2 #8


E
Ich habe 2 Kinder und die Geburten waren zwar sehr kurz, auch nicht gerade angenehm, aber welche Geburt ist schon ein Spaziergang?

Wenn dich das alles so belastet, wäre es dann nicht angebracht dies prof. aufzuarbeiten?

x 2 #9


Nemony
@Grace_99 Du hast recht. Ich habe wochenlang versucht professionelle Hilfe zu bekommen. Natürlich könnte ich da hartnäckiger sein, aber mir fehlt momentan tatsächlich die Kraft dazu. Momentan liegen leider auch noch andere Dinge im Argen. Alles gleichzeitig zu bewältigen würde mich überfordern.

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch für eure Antworten bedanken. Es tut gut, dass da jemand ist. Dass da jemand zuhört.

x 1 #10


Butterfly-8539
Zitat von Kimsy:
Das ist garnichtmal selten ,dass Frauen so übelst behandelt werden, in den Geburtskliniken...auf Youtube habe ich so eine Reportage mir angeschaut...ich fands schrecklich..kann verstehen, wenn man da traumatisiert ist..

Generell habe ich das Gefühl, das Frauen in Krankenhäusern nicht gut behandelt werden.
Bei mir war es ein Horror in einer normalen Klinik. Die durch die jungen Krankenschwestern, dem Professor, ausländischem Putzpersonal sich zur Horrorklinik entpuppte. Zum Glück konnte ich Hilfe von außerhalb ...................................
Dann rumpelte es aber im Karton.
Sowas wie bei dir sollte bei der Krankenkassen bekannt gegeben werden, sowie auch Versicherungen, falls Zusatzversicherung besteht.

#11


Butterfly-8539
Zitat von Butterfly-8539:
Generell habe ich das Gefühl, das Frauen in Krankenhäusern nicht gut behandelt werden. Bei mir war es ein Horror in einer normalen Klinik. Die durch die jungen Krankenschwestern, dem Professor, ausländischem Putzpersonal sich zur Horrorklinik entpuppte. Zum Glück konnte ich Hilfe von außerhalb ...

Entschuldige, es sollte an @Nemony gerichtet sein. 😉

x 1 #12


Nemony
@Butterfly-8539 ob Frauen generell schlechter behandelt werden? Ich glaube nicht. Habe auch mit meinen Angehörigen einiges durch. (Was den Ängsten nicht gerade förderlich ist.)

Der Fehler scheint mir eher im System zu liegen. Profit vor Patientenwohl.

Auf die Idee, das der Versicherung zu melden, bin ich nicht gekommen. Was können die denn machen?

#13


Butterfly-8539
Zitat von Nemony:
@Butterfly-8539 ob Frauen generell schlechter behandelt werden? Ich glaube nicht. Habe auch mit meinen Angehörigen einiges durch. (Was den Ängsten nicht gerade förderlich ist.) Der Fehler scheint mir eher im System zu liegen. Profit vor Patientenwohl. Auf die Idee, das der Versicherung zu melden, bin ich nicht ...

Du kannst den Vorfall erstmal telefonisch deinem Ansprechpartner /Betreuer zu schildern und nachzufragen, ob der gesamte Vorfall mündlich gemeldet werden kann, oder ggf. schriftlich. Denn nur so kann sich was ändern. Wenn man nichts meldet, geht es so weiter.
Trigger

Sicher ist das gesamte System auch eine Ursache des ganzen Dilemmas. Aber wir zahlen unsere Kassenbeiträge, die nicht wenig sind und möchten auch dementsprechend behandelt werden. Die Politik hat zuviel eingespart, was sich nun stark bemerkbar macht. Es wurden schon Hebammen eingespart................................

Es ist vieles im Argen. Geht schon mit den Ausbildungen los, der deutschen Sprache, korrekte und genaue Arbeitsweise, richtiges Fachpersonal mit jahrelangem Wissen, bessere Bezahlung, sowie Möglichkeit von flexibler Arbeitszeiten.................................

x 1 #14


L
Hi @Nemony
Zitat von Nemony:
Seit einiger Zeit stürze ich mich aber auch in Arbeit, was eigentlich der Ablenkung dienen soll. Das führt allerdings zu teils enormen Stress, was vielleicht nicht für diese Taktik spricht.

Gut erkannt! Smile
Zugegeben, diese Methode ist an und für sich ja auch ein recht probates und 'nahe-liegendes' Mittel ,wenn es darum geht, sich 'vorübergehend' iiirgendwie über Wasser zu halten und findet wahrscheinlich auch deshalb so häufig Anwendung. Denn es funktioniert ja tatsächlich!.. und sogar auch über lange oder gar sehr lange Zeiträume hinweg.

Der Haken dabei ist allerdings, dass es i.a.R. so rein gar nichts am eigentlichen Problem ändert und zudem permanent Kraft zieht, was auf Dauer nicht nur mürbe macht - und das nicht zu knapp! -, sondern auch langsam zunehmend und in der Summe ziiiemlich viel Energie verbrät, die im Grunde auch sinnvoller und 'effizienter' an anderer, 'nachhaltigerer' Stelle hätte investiert werden können. Letzten Ende landen wir dann (für gewöhnlich) an einem Punkt, an dem wir das nicht mehr 'so eben nebenher' stemmen können und knicken im unglücklichsten Fall komplett ein.

Häufig wird uns leider erst dann so wirklich bewusst, dass wir auf diese Weise nicht mehr weiter machen können ..der 'Leidensdruck' hat endlich 'kritische Masse' erreicht. In der Zwischenzeit hatte die eigentlich auslösende Ursache - je nachdem, wie lange wir dieses Spielchen bereits treiben - auch ausreichend Zeit, sich in uns so richtig bequem einzurichten und ist von einer eventuell noch ganz gut zu händelnden Angelegenheit zu einem buchstäblich 'tief-sitzenden' Problem geworden, das zudem auch ganz klammheimlich bereits damit begonnen hat, weitere Kreise zu ziehen:
Zitat von Nemony:
Ich bin heute zum reden hier, weil ich nach so langer Zeit meine beste Freundin nicht ständig damit belasten will.

.. signalisiert mir eigentlich, dass du es selbst allem Anschein nach bereits über einen längeren Zeitraum für eine dermaßen 'vereinnahmende' Sache hältst, dass - zumindest dem Gefühl nach - sogar (oder insbesondere) die nächsten Vertauten davon 'übersättigt' sein (oder werden) könnten. Eine imo nicht ganz unbedenkliche Entwicklung, die u.U. dazu führen kann, dass wir mit der Zeit dazu übergehen, solche Sachen gewohnheitsmäßg eher 'mit uns selbst auszumachen', weil wir anderen 'damit nicht (mehr) auf den Wecker fallen' möchten. Dadurch lassen wir ggf. 'Stützpfeiler' von uns aus Außen vor, die im Prinzip von unschätzbarer Hilfe sein könnten. Und außerdem nagt's gehörig an unserem Selbstwertgefühl.

(Naja .. zumindest zum 'darüber-Quatschen' - und um vielleicht auch mal 'Dampf ablassen' zu können - bist du jetzt ja hier. Smile .. finde ich gut, wichtig und richtig, denn auch für genau solche Sachen sind diese Foren-Dingse doch einst geschaffen worden. zwinkern )

Warum ich dir das predige? Weil das:
Zitat von Nemony:
Momentan liegen leider auch noch andere Dinge im Argen. Alles gleichzeitig zu bewältigen würde mich überfordern.

.. auch so ein Klassiker (unter den 'selbst-Täuschungen') ist, der nicht gerade selten und teils erschreckend schnell zur Folge haben kann, dass wir eine vielleicht eher 'dringliche' Sache auf unbestimmte Zeit vor uns her schieben, weil andere Dinge momentan einfach viiiel 'wichtiger' sind .. oder zumindest erscheinen.
Vielleicht ja mitunter auch schon einfach in der vagen Hoffnung, dass die Zeit das schon 'irgendwie' heilen könnte - auch, wenn wir nicht wirklich daran glauben zwinkern - oder das Problem zumindest etwas 'abgemildert' mit größerem Abstand betrachtet werden kann. Und überhaupt!.. es geeeht ja momentan eigentlich auch noch .. ganz gut .. irgendwie ..
Joa, pfiffige Idee!.. funzt so leider bestenfalls in den allerseltensten Fällen. In aller Regel 'mildert' sich da nämlich gaanix wirklich, wir nehmen es vielleicht selbst 'nur' als weniger 'fremd' wahr, weil wir uns zu einem gewissen Grad an die permanente Gegenwart gewöhnt haben.
Trigger

Ganz ehrlich: du möchtest dich nicht wirklich mit einer 'richtig tief verhafteten' Angst davor, dich womöglich einmal wegen irgendeiner absolut notwendigen und unausweichlichen Geschichte in krankenhäusliche Behandlung begeben zu müssen, auseinanderzusetzen gezwungen sein müssen. Denn es ist eben - wie uns auch klar sein sollte - jederzeit! möglich, dass etwas geschieht, das Vorgenanntes schlichtweg zur absoluten Notwendigkeit macht. Und unter diesem Umständen wäre man dann ja echt! gekniffen.


Tjoa .. und somit versuchen wir deshalb womöglich, unser Leben - wenngleich vielleicht auch nicht unbedingt gaaanz bewusst - entsprechend 'einzurichten' (man könnte es vielleicht auch 'einzuschränken' nennen), im uns möglichen Rahmen vermeintliche 'Sicherheiten' zu schaffen, damit das Risiko des Eintretens des 'schlimmsten Falls' so gering, wie nur eben möglich gehalten wird. Das passiert eigentlich auch ganz automatisch, wir sind eben von Natur aus so 'vorprogrammiert', bevorzugt den Weg des geringeren Wiederstands zu wählen und bemerken womöglich noch gar nicht mal selbst, dass wir eigentlich schon bis zum Hals im Vermeidungssumpf stecken. Leider nur allzu häufig wird uns das eigentlich erst klar, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist ..

Langer Rede kurzer Sinn .. dessenthalber und fürderwegen zwinkern mein Tipp: wäge deine Prioritäten hinsichtlich der Bearbeitung der 'Dinge im Argen' bitte mit Bedacht ab!
Ich gehe zwar davon aus, dass du dies ohnehin tust, aber ich weiß eben auch aus eigener Erfahrung, dass wir mitunter schon recht schnell mal dazu neigen können, die zunehmende Macht solcher (sich-ein-)'schleichender' Dinge stark zu unterschätzen. Deshalb auch die 'Predigt'. zwinkern


Zitat von Nemony:
Der Fehler scheint mir eher im System zu liegen. Profit vor Patientenwohl.

Ja, das scheint im Grunde wohl schon auch so zu sein, allerdings ist diese Tendenz auch nicht erst seit gestern, einem Jahr oder Jahrzehnt relativ deutlich erkennbar.

Dein zweiter Spross erblickte also etwa im Sommer '20 das Licht der Welt? War ja sogar für's 'System' eine über die Maßen belastende Zeit. Nicht, dass ich das hier als 'gültige' Rechtfertigung ansähe .. sicher nicht!.. ich finde allein die Bereitschaft oder die schlichte 'Hinnahme' solcher, wie von dir beschriebener Zustände und Handlungsweisen seitens der 'Ausführenden' (des Personals) - ganz persönlich - auch unter Berücksichtigung solch 'mildernder', äußerer Umstände ziiiemlich bedenklich. Aber so etwas kann leider - so sehr wir's vielleicht zu vermeiden versuchen - vorkommen, auch wenn es uns - und wahrscheinlich eeeigentlich auch 'dem System' - nicht gerade gefällt.

Schade, dass es dich so dermaßen derb getroffen hat!. das hätte echt! nicht sein müssen!
Wünsche dir wirklich, dass du das für dich möglichst 'geschmeidig' wieder in den Griff bekommen und gerade biegen kannst!

Alles Gute! =)

----
(Ooops!.. tut mir leid, dass es hier jetzt so ausschweifend geworden ist Embarassed .. 'tschuldigung!)

x 2 #15


KiraStuttgart26
Hallo , ich habe auch einen Sohn und arbeite im Krankenhaus. Kenne also das System ..
Ich finde es ganz schwierig wenn man Entbindungen nur aus Sicht der Mütter betrachtet . Es ist oft eine große Kluft zwischen Vorstellung ( die Geburt wird meines Erachtens in Büchern, Zeitschriften und auch in den Kursen ) etwas zu sehr beschönigt Stichwort ; Liste machen , Musik raussuchen , emotional soll’s auch stimmen und dann kommt alles ganz anders. Ja da ist dann oft auch einfach nur schnell , ruppig und das Gegenteil von dem was man sich ausmalte .
Fakt ist aber auch oberste Priorität ist das Leben und Überleben. Sie sind schnell mit dem
Zugängen , müssen sie auch ,weil auch ein stabiler Geburtprozrss jederzeit kippen kann , im Krankenhaus erlebt das Personal das ja auch . Sie gehen oft auf Nummer sicher und übergehen dadurch oft eine Absprache auf Augenhöhe ..Du kamst mit einem Geburtsillstand ?
Da war die Situation ja schon nicht mehr ganz einfach und Arzt und Schwestern haben dann einfach ihren Ablauf im Fokus . Die Verantwortung der Entbindungsstation ist groß und ich will nicht wissen was los geht wenn ein Baby mit Geburtskomplikationen zu tun hat , die es
Schlimmstenfalls noch schädigen weil nicht korrekt gehandelt wurde . Ne Geburt ist kein ungefährliches Ereignis für Mutter und Kind . Auch das muss man sehen . Mir zumindest war das durch meine Arbeit in der Klinik vorab klar und ich war so froh dass ich und mein Sohn es gut überstanden haben …
Hoffe du kannst irgendwann Frieden mit deinem Erlebnissen schließen.
liebe Grüße

x 7 #16


P
Zitat von Nemony:
Vorab: Ich bin neu hier und möchte auf keinen Fall jemanden triggern. Deshalb: Seit achtsam euch selbst gegenüber, wenn ihr weiter lest. Ich bin ...


Herzlich willkommen hier.
Es tut mir sehr leid, was du erlebt hast und ich wünsche dir einen guten Austausch.
Sobald du wieder Kraft hast, würde ich rechtlich alle Hebel in Bewegung setzen. Dass mehrfach gegen deinen Willen Dinge getan wurden, ist völlig verständlich traumatisierend und ließe sich nur durch Gefahrensituationen verargumentieren, die es laut Geburtsbericht ja nicht gab. Ich glaube, dass eine Beschwerde oder gar Klage ein Stück weit bei der Verarbeitung des Traumas helfen könnte.

Ich selbst habe auch 2 Kinder und schon immer Horror vor genau solchen Situationen unter der Geburt gehabt. Deswegen hatte ich zwei geplante Kaiserschnittgeburten, die mich gern an die Geburten zurückdenken lassen.

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

E
Zitat von Nemony:
@Grace_99 Du hast recht. Ich habe wochenlang versucht professionelle Hilfe zu bekommen. Natürlich könnte ich da hartnäckiger sein, aber mir fehlt ...

Was du versuchen könntest, wäre eine Beratungsstelle. Vielleicht ist das sogar die bessere Wahl.

Ich war auch in einer, bevor ich einen festen Therapieplatz hatte und diese hat u.a. auch Angebote für traumatisierte Frauen gehabt.

Man zahlt da zwar, aber die Preise sind human.

x 2 #18


Nemony
@Liucid Oh Wow, danke, dass du dir so viel Zeit für mich genommen hast.

Tief im inneren weiß ich natürlich, dass ich eine Therapie o.ä. machen sollte. Inzwischen ist der Alltag mit zwei Kindern aber auch ziemlich durchgetaktet. Noch dazu waren wir dieses Jahr 14 mal krank. Ein Studium gibt es da auch noch und eine Haussanierung... und dann passierte noch das:

Trigger

Erst musste mein Mann zum 6. Mal notfallmäßig am Auge operiert werden, was natürlich auch erstmal heilen muss und er solange gehandycapt ist. Zeitgleich hat sein Vater jetzt einen Tag vor Heiligabend die Krebs-Diagnose bekommen.



Ich weiß, dass das total nach Ausrede klingt, aber ich möchte mich damit auseinandersetzen, wenn ich die Ruhe und Kraft dafür habe. Ohne, dass alle an mir zerren. Ihr merke ja auch, wie mich die oben genannte Situation selbst triggert. Ich pendel ständig zwischen Krankenhaus und Arbeit. Mal nicht in Panik zu geraten, wenn man eine körperliche Veränderung bemerkt, hätte viel schönes.

Ich danke dir für deinen Beitrag.

@KiraStuttgart26

Hm. Also ich bin schon sehr informiert in die Geburt gegangen. Es war ja auch nicht meine erste. Wie gesagt habe ich über den Zugang noch drüber hinweg gesehen,weil zu dem Zeitpunkt der Rest noch passte. Übrigens war ich in der Klinik schon deutlich weiter im Geburtsvorgang. Es gab keine Komplikationen. Fakt ist auch, dass es zu keinem Zeitpunkt eine wirklich bedrohliche Situation gab. Ich habe selbst immer wieder gefragt, ob es ihr gut geht.

Trigger

Und ich habe mich gewehrt. Ich habe Nein gesagt. Das wurde ignoriert. Ich habe versucht, die Hebamme von mir wegzustoßen, aber sie hielt mich nur noch fester. Ohne ein Wort.
Was rechtfertigt es, vor dem Nähen nicht angemessen zu betäuben, oder auf die Wirkung zu warten?



Bei allem Verständnis für Stress, Überlastung und gefährliche Situationen, in meinen Augen ist das Geschehene nicht zu rechtfertigen.

Ich habe einen riesen Respekt vor dem Beruf und bewundere jeden, der diese Jobs macht. Das ist aber kein Freifahrtschein.

#19


KiraStuttgart26
Ich wollte deine Erfahrung nicht kleinreden oder gar in Frage stellen .
Hoffentlich kam dies nicht so bei dir an.
Sicher gibt es auch übergriffiges Verhalten in solchen Situation.
Ich möchte an dieser Stelle nur auch einwerfen dass so eine Geburt immer auch viele Faktoren beinhaltet,die man als Gebärende nicht komplett erfassen kann.
Das Bestreben ist , auch wenn es im
Einzelfall auch solchen Unschönen Situationen kommt, immer das Kind und Mutter gut dadurch kommen.
Unter hohen Anforderungen und Personalknappheit laufen viele Dinge nicht immer ganz rund .

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore