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petrus57
In den USA erschießt 2012 James Holmes während einer Batman-Kinovorführung 12 Menschen und verletzt 70 weitere, zum Teil schwer. Psychiatrischer Berichte und Gerichtsprotokolle sollen helfen Ursachen und Hintergründe der tödlichen Schießerei zu erklären. Stand James Holmes während der Tat unter Einfluss eines ihm verschriebenen Medikaments? Auch andere Gewaltverbrechen können mit einer, nach der Einnahme von SSRI entwickelten Psychose, in Verbindung gebracht werden. Wie viel ist über diese Nebenwirkungen bekannt? Stellen Ärzte unwissentlich Rezepte für Mord aus?

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf. t-102.html

08.06.2019 12:31 • 09.06.2019 #1


14 Antworten ↓


Keine Ahnung, aber ich kann bestätigen, dass SSRI Aggressionen fördern können und auch die Persönlichkeit verändern. Habe damals vor Jahren auch Aggressionen gegen fremde Menschen entwickelt. Nach dem Absetzen ging es dann wieder

Finger weg von dem Zeug.

08.06.2019 14:52 • x 2 #2



Im Medikamentenrausch - Nebenwirkung Gewalt Tipp!

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petrus57
Bei mir wurden die Gedanken ja auch schlimmer je höher die Dosis Sertralin wurde. Obwohl ich massive aggressive Zwangsgedanken hatte, wurde ich ja als stabil aus der Klinik entlassen.

08.06.2019 15:03 • x 1 #3


Ich hatte die Probleme mit Fluoxetine / Prozac. Sertralin wirkte relativ mild bei mir. Pauschal kann man nicht sagen, wie es auf die Personen wirkt. Das ist ja das Problem. Aber wenn es für die breite Masse verträglich ist, d.h. möglichst wenige Suizidversuche usw passt es

Wenn man sich die Statistiken zu Prozac ansieht, wird man aber auch feststellen, dass viele Personen Selbstmord begehen. Das ist dann eben ein kleines Übel. Wird einfach ignoriert. Eigentlich müsste man Medikamente vom Markt nehmen, sobald solche Fälle auftreten..

Ich würde nur jedem vom Braindoping durch Chemie abraten und empfehlen einfach Sport zu machen. Erstmal vielleicht nur kleine Sessions... Hat ungefähr denselben Effekt bzw wirkt wsh sogar besser

08.06.2019 15:04 • x 2 #4


Angor
Zitat von tox:
Eigentlich müsste man Medikamente vom Markt nehmen, sobald solche Fälle auftreten..

Und was ist mit den Millionen Menschen, dennen das Medikament hilft? Wieviele Suizide würde es dann z.B. geben, wenn niemand ein AD bekommt?
Meine Schwägerin hat sich auch umgebracht, weil sie aus unerklärlichen Gründen ihr Medi gegen ihre schweren Depressionen nicht mehr genommen hat.

08.06.2019 15:13 • x 8 #5


Abendschein
Zitat von tox:
Ich hatte die Probleme mit Fluoxetine / Prozac. Sertralin wirkte relativ mild bei mir. Pauschal kann man nicht sagen, wie es auf die Personen wirkt. Das ist ja das Problem. Aber wenn es für die breite Masse verträglich ist, d.h. möglichst wenige Suizidversuche usw passt es

Wenn man sich die Statistiken zu Prozac ansieht, wird man aber auch feststellen, dass viele Personen Selbstmord begehen. Das ist dann eben ein kleines Übel. Wird einfach ignoriert. Eigentlich müsste man Medikamente vom Markt nehmen, sobald solche Fälle auftreten..

Ich würde nur jedem vom Braindoping durch Chemie abraten und empfehlen einfach Sport zu machen. Erstmal vielleicht nur kleine Sessions... Hat ungefähr denselben Effekt bzw wirkt wsh sogar besser

Ne, also ich bin ja auch ein Tablettengegner. Meine Freundin hat ein Leben lang Depressionen, davon auch schwere. Sie nimmt Tabletten, wenn sie diese nicht nehmen würde, wäre sie glaube ich, schon tot. Sport gegen Depressionen ist das blödeste was ich je gehört habe. Man kann Sport machen, aber ich denke wer Depressionen hat, ist kaum in der Lage zum Sport machen.

08.06.2019 15:34 • x 3 #6


Es kommt drauf an wie ausgeprägt die Depressionen sind.
Das Sport die Glückshormone anregt ist bewiesen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,dass mir das oft gut getan hat.

08.06.2019 15:37 • x 5 #7


Nun, das Problem ist, dass die Menschen das Zeug verschrieben bekommen, aber dann auch nicht dazu gebracht werden, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Man wird oft nicht dazu ermutigt, sich nicht nur auf die Pillen zu verlassen. Falls jemand wirklich instabil ist, können die Pillen zur Stabilisierung helfen. Aber sowohl Ärzte, als auch Patienten ruhen sich dann darauf aus, sobald eine Verbesserung auftritt.

Ich selber habe fünf Jahre lang AD verschrieben bekommen von einem Psychiater, ohne dass dieser andere Therapieschritte in die Wege geleitet oder empfohlen hätte.

Sport und Bewegung sind extrem wichtig gegen Depressionen und die wirksamsten Mittel. Jeder gute Therapeut wird dir dazu raten.

08.06.2019 15:38 • x 3 #8


Abendschein
Zitat von tox:
Nun, das Problem ist, dass die Menschen das Zeug verschrieben bekommen, aber dann auch nicht dazu gebracht werden, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Man wird oft nicht dazu ermutigt, sich nicht nur auf die Pillen zu verlassen. Falls jemand wirklich instabil ist, können die Pillen zur Stabilisierung helfen. Aber sowohl Ärzte, als auch Patienten ruhen sich dann darauf aus, sobald eine Verbesserung auftritt.

Ich selber habe fünf Jahre lang AD verschrieben bekommen von einem Psychiater, ohne dass dieser andere Therapieschritte in die Wege geleitet oder empfohlen hätte.

Sport ist extrem wichtig gegen Depressionen und das wirksamste Mittel. Jeder gute Therapeut wird dir dazu raten.

Ic hhatte zum Glück keine Depressionen, nur Angst und Panikattacken. In manchen Punkten gebe ich Dir Recht.
Grade was die Angst angeht, da werden Medis verschrieben und der Patient hat trotzdem Ängste. Oder die Angst wird damit unterdrückt, mit den Tabletten.Ich würde die Dinger auch nicht, ein Leben lang einnehmen, aber wenn es manchen Menschen damit wirklich besser geht.,warum nicht?
Die meisten Therapeuten verschreiben Tabletten, dabei wäre es wichtiger zu erforschen, woher die Ängste stammen-. Bei Depressionen ist das ganze schon wieder eine andere Nummer. Sport kann helfen, aber zu der Zeit, als ich die starken Ängste hatte, konnte ich auch kein Sport machen.

08.06.2019 15:43 • #9


Du wirst dazu unzählige Quellen und Beiträge im Netz finden.

aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/depressionen/article/850155/depressionen-sport-hilft-antidepressivum.html

Ja, das war auch gemeint. Man verschreibt das Zeug, nutzt es aber nicht als Starthilfe, sondern als Krücke und schaut dann nicht, dass sich wirklich etwas in dem eigenen Leben ändert. Und vor allem Psychiater stört überhaupt nichts, die wollen nur ihre Kohle machen und ihre Stammkunden behalten. Wenn sich die Laune nicht erheblich bessert, ist der Dealer zufrieden.

08.06.2019 15:45 • x 1 #10


Angor
Zitat von Abendschein:
Sport kann helfen, aber zu der Zeit, als ich die starken Ängste hatte, konnte ich auch kein Sport machen.

Richtig, den Sport konnte ich damals auch nur anfangen, als ich mich etwas besser fühlte, wenn man erst mal dabei ist, hilft das wunderbar.
Sitzt man aber im tiefsten Depriloch, oder kämpft mit seinen täglichen Ängsten, geht gar nichts.

08.06.2019 16:26 • x 6 #11


Schlaflose
Zitat von tox:
Du wirst dazu unzählige Quellen und Beiträge im Netz finden.

aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/depressionen/article/850155/depressionen-sport-hilft-antidepressivum.html

Ja, das war auch gemeint. Man verschreibt das Zeug, nutzt es aber nicht als Starthilfe, sondern als Krücke und schaut dann nicht, dass sich wirklich etwas in dem eigenen Leben ändert. Und vor allem Psychiater stört überhaupt nichts, die wollen nur ihre Kohle machen und ihre Stammkunden behalten. Wenn sich die Laune nicht erheblich bessert, ist der Dealer zufrieden.

Von Rezept ausstellen machen Ärzte keine Kohle. Dafür gibt es nur kaum ein paar Euro.

09.06.2019 05:48 • #12


Veritas
Interessanter Beitrag, petrus.

Ich habe davon mal vor 'ner Weile in 'nem Buch von Guido Grandt über den Amoklauf in BaWü (vor zehn Jahren) gelesen. Es las sich damals auch schon erschreckend, Ich selbst bin aber kein Experte von AD, habe nie was genommen (der Gedanke wäre auch etwas gruselig, Ich möchte aber nichts generell verteufeln).

09.06.2019 05:55 • x 1 #13


Zitat:
Von Rezept ausstellen machen Ärzte keine Kohle. Dafür gibt es nur kaum ein paar Euro.

Immerhin, plus jeden Besuch. Plus Sponsoring diverser Lobbyvereine, weil sie bestimmte Auflagen erfüllen müssen, um jeweils X Packungen von Medikament Y auszustellen um ihren Bonus zu bekommen. Ein Psychiater hat nun mal kaum eine Funktion außer die Leute in seine Praxis zu bekommen und ihnen Medikamente zu verschreiben, das ist sein Brot. Gut, Atteste ausstellen, Gutachten, Überweisungen schreiben, aber viel mehr dann auch nicht. Sehr lukrativ, aber kaum hilfreich. Man kann sich aber nicht wie ein Allgemeinmediziner darauf verlassen, dass die Leute wirklich häufig kommen, es sei denn sie bleiben im System, machen Termine um sich ihre Rezepte abzuholen und kurz 10-40min zu sprechen.

09.06.2019 07:16 • #14


Angor
Zitat von tox:
Immerhin, plus jeden Besuch.

Nicht ganz korrekt.
Der Arzt bekommt für jedes Quartal pro Patient beim ersten Besuch einmalig einen Pauschalbetrag, unabhängig wie oft er dann später noch zur Behandlung kommt.
Also je mehr Besuche ein Patient im Quartal absolviert, um so schlechter für den Arzt, kostet Zeit und gibt kein zusätzliches Geld.

09.06.2019 08:08 • x 1 #15



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