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Hallo,

ich musste in meiner Kindheit mehrmals mit ansehen, wie meine Mutter fast von ihrem Ehemann umgebracht wurde, bzw. schwer verletzt wurde.

Vor diesem Mann hatte ich Angst....ich hörte schon das Auto von ihm kommen, da war er noch 200m entfernt.

Kann es sein, daß man dadurch eine Hypochondrie entwickelt? ständig das Gefühl haben müssen, es passiert glöeich was schlimmes..und die Kinder haben keine Mama mehr ?

Wer hat auch sowas erlebt...und wie geht es heute damit ?

LG!

16.12.2016 16:45 • 23.12.2016 #1


5 Antworten ↓


ich denke doch dass solche Schlüsselerlebnisse solche Folgen haben können.
was Du erlebt hast ist ja auch nicht einfach zu verpacken gewesen. dass sich das auswirkt auf die Psyche ist klar. nur reagiert jeder anders, bei dem einen löst es Depressionen aus und bei dem anderen eben so eine Angststörung. bist Du in Behandlung deswegen ?
bei mir ist es ähnlich wie bei Dir. ich hab durch frühere Erlebnisse auch ständig Angst davor dass mir was passiert. ich hab zwar keine Angst davor dass ich krank werde aber ich bin meist ruhelos und deutlich wachsamer als meine Mitmenschen.
trotz Therapie ließ sich das nicht in den Griff bekommen, ich hab einfach "gelernt" damit zu leben und diese Wachsamkeit als Teil meines Lebens zu akzeptieren.
ich drück Dich mal ganz fest und wünsch Dir dass Du es schaffst damit umzugehen.

16.12.2016 18:14 • x 1 #2


Huhu...Danke Dir :::



Ja, ich war bereits in Therapie....aber "SWchlüsselsituationen" verstärken meine Symptome, bzw Ängste . Ich war schon angstfrei zwischendurch.

Diese Wachsamkeit kenne ich auch....es sind nicht nur Krankheiten...beim Autofahren denke ich manchmal..."war das jetzt meine letzte ?".....Fliegen...geht schon gar nicht..Angst vorm Abstürzen......Imaginäre Autounfälle usw gehören bei mir zum Tagesgeschäft. ..aber damit lebe ich...geht schon irgendwie. Das meiner Familie was passiert...sowieso..jeden Tag .

Was sind déine Ängste durch diese Erlebnisse ?

16.12.2016 18:52 • #3


Entwickler
Ich bin in 2006 grundlos angezeigt worden. Meine Ex wollte mich verlassen und das Haus eine Weile für sich und ihren Lover haben. Da die herbeigerufene Polizei aber keine Wunden fand außer meinen von ihr gefühlten psychischen Terror, wurde ich nur festgenommen und abgeführt, mit dem Ratschlag, ich müsse mir jetzt einen verdammt guten Anwalt suchen.

Als die Gerichtsverhandlung war, ging sie ohne Anwalt hin (vermutlich wollte sich keiner entblößen), und sagte aus, dass sie nichts aussagen wollte. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 500 EUR an eine gemeinnützige Stiftung eingestellt.

Jetzt kam ich am vergangenen Montag in eine Polizeikontrolle, und der Polizist fragte mich, ob ich schon mal was mit der Polizei zu tun hatte. Ich sagte nein. Daraufhin wurde ich gefragt, warum ich lügen würde. "Da war doch mal was mit schwerer Körperverletzung! Steigen Sie mal bitte aus!"

Und da kamen all meine Ängste wieder hoch, dass mich die Vergangenheit wieder einholt. Auf meinen Einwand, dass die Anzeige keine Grundlage hatte und ich vor Gericht freigesprochen wurde, ging der Polizistendarsteller nicht ein. "Schließlich sind Sie ja angezeigt worden, und diese Anzeige hätte es nunmal gegeben". Also logisch gesehen, eine Begründung durch sich selbst, ein Zirkelschluss.

Weiß jemand, ob ich diese Anzeige löschen lassen kann, oder heißt es dann, die Polizei hat mit dem Gericht doch gar nichts zu tun, oder welche lächerliche Begründung könnte dann noch kommen?

Ich wurde nach dieser "Tatsachenfeststellung" auch noch gefragt, ob ich Alk. getrunken hätte oder Dro. nehme, oder in Behandlung wäre. Ich sagte nur: "Ich lasse mich von Ihnen bestimmt nicht provozieren", was mir natürlich auch gleich wieder im Mund rumgedreht wurde, denn man unterstellte mir sofort, dass ich mich von anderen Menschen leicht provozieren lasse. Also habe ich gar nichts mehr gesagt, was diesen Möchtegernsheriff natürlich noch wütender machte. Er musste mich schließlich wegfahren lassen. Ca. 200 m von diesem Ort werden üblicherweise viele Dro. gehandelt. Und im Radio werden noch Ratschläge verteilt, wie die das machen, ohne ein Risiko befürchten müssen, festgenommen zu werden.

22.12.2016 21:51 • #4


Zitat von lechatnoir:
Hallo,

ich musste in meiner Kindheit mehrmals mit ansehen, wie meine Mutter fast von ihrem Ehemann umgebracht wurde, bzw. schwer verletzt wurde.

Vor diesem Mann hatte ich Angst....ich hörte schon das Auto von ihm kommen, da war er noch 200m entfernt.

Kann es sein, daß man dadurch eine Hypochondrie entwickelt? ständig das Gefühl haben müssen, es passiert glöeich was schlimmes..und die Kinder haben keine Mama mehr ?

Wer hat auch sowas erlebt...und wie geht es heute damit ?

LG!



Hallo,

Vielleicht kann ich dir etwas helfen. Ich bin gerade in Reha und in einer Gruppe hatte jemand genau das selbe wie du und musste auch mit ansehen wie die Mutter geschlagen wurde. Der Therapeut hat das ganze so erklärt:
Du bist ja als Kind extrem auf deine Mama fixiert und immer wenn er kam oder das Auto anfuhr, warst du schon in einer Habachtstellung. Du hast das sozusagen als Kind Antennen dafür entwickelt und warst immer in einer Art Anspannung. Immer wenn er kam haben diese Antennen Alarm gegeben. Dein warnsystem im Gehirn wurde dadurch sehr geprägt und gefördert.

Diese Antennen übertragen sich in das Erwachsene. Dadurch hat man dann z.b. eine hypochondrie oder zuckt zusammen bei bestimmten Geräuschen,.... es gibt viele Möglichkeiten wie sich das dann zeigt aber im Endeffekt erwartest du ständig das etwas schlimmes upassiert und befindest dich immer noch in dieser Habachstellung.


Vielleicht ist das was für dich und eine Erklärung.

LG Mimose

22.12.2016 22:31 • #5


@mimose :

danke

ja...so in der Art ist das eine gute Erklärung....

23.12.2016 10:16 • #6




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