App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

15

B

Brenner46
Mitglied

Beiträge:
1
Mitglied seit:
Sammelthema
Hey
Ich bin neu hier und Wende mich an euch ,in der Hoffnung, hier einige Aufklärungen zu erhalten.
Zur Zeit geht es mir total mies.
Ich Wechsel aufgrund von Nebenwirkungen des Venlafaxin auf Sertralin . Woche 1: Sertralin 25mg und Venlafaxin von 150 auf 75 . 2 Woche 50 Sertralin und 37,5Venlafaxin. 3 Woche nur noch 100 mg Sertralin . Heute ist der Siebte Tag auf Sertralin und mir geht es Mieserabel . Kopfschmerzen Usw. Das schlimmste sind jetzt die anhaltenden Angstattacken . Ist das der Entzug ?
Oder hilft das Sertralin nicht ? Mir schwindet die Hoffnung .

18.02.2025 #1


87 Antworten ↓
Jules77

Jules77
Mitglied

Beiträge:
2
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und würde gerne mal erfahren, was eure Erfahrungen zu diesem Thema sind.
Ich nehme seit 12 Jahren AD gegen Angststörung und Panikattacken. 2012 angefangen mit Paroxetin 25 mg. 2012 umstieg auf Venlaflaxin 75 mg (durch Hausarzt nach Rücksprache) weil Paroxetin nicht richtig wirkte. 2015 in der Tagesklinik auf 112,5 mg erhöht. Anfang 2017 Venlaflaxin innerhalb von 8 Wochen ausgeschliechen (war sehr unagenehm) auf eigenem Wunsch, da bessere Lebenseinstellung. Ende 2017 durch Schicksalsschlag wiedereinnahme auf erst 112.5. Da keine Richtige Wirkung Eintratt, Erhöhung auf 150.
Seit Januar 2024 hatte ich dann plötzlich Heulattacken und depressive Verstimmungen plus Panikattacken. Hinzu kamen Ventrikuläre Extrasystolen (10000-11000 Stück). Nach einem Kreislaufkolaps mit Behandlung in einer Neuroklinik, sollte ich die Venlas auf 112,5 mg reduzieren und Opipramol als Ersatz nehmen, da die sich besser auf die QT-Zeit des Herzens auswirken (Wegen den VES). Habe ich von meinem Hausarzt nie bekommen, da er meint dass ich mit Opipramol dann mein ganzes Leben verschlafen würde. Der Kardiologe sagte zu mir ich muss weiter von den Venlas runter damit sich die QT-Zeit vom Herz verbessert. Also wurde nach Rücksprache mit dem Hausarzt reduziert. Von März bis Ende November habe ich dann von 150 langsam reduziert auf 50. Im Dezember ging es mir von den Panikatracken so schlecht, daß ich erst auf 75 und nach Weihnachten auf 100 mg selbst wieder erhöht habe um klar zu kommen. Jedoch keine signifikante Besserung. Jetzt hat mein Hausarzt, nach Rücksprache mit einem Psychiater aus seinem Netzwerk der Suchtambulanz in der er auch tätig ist, 25 mg Sertralin verschrieben. Letzten Freitag habe ich dann nur 75 mg Venla genommen damit ich Samstags 25mg Sertralin dazu nehme zum einschleichen. Der Einschleichplan sieht so aus: 1. Woche 75 Venla 25 Sertralin, 2.Woche 50 Venla 50 Sertralin, 3.Woche nur noch 50 Sertralin. Die ersten beiden Tage liegen erstaunlich gut. Am Montag Abend atte ich aber dann auf einmal plötzlich heftige VES, das Gefühl als würde mein Brustkorb platzen und mir würde einer den Kopf abreißen. Noch schlimmer als vorher. Dies geschah auch Nachts. Durch Atemübungen bekomme ich das einwenig gellndert, aber es bleibt trotzdem. Ich vermute das
a) entweder Venlas und Sertralin zusammen eine nicht so gute Kombi ist und das verschlimmern

b) das Sertralin mit 25 zu niedrig ist und ich die Venlas ganz weglassen muss und höher mit Sertralin Anfange.

Es kann aber auch sein dass es auch ein Serotonin Überschuss wäre.

Hat jemand ähnliche Erfahrung?

Liebe Grüße

28.01.2025 08:36 • #84


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wechsel von Venlafaxin auf Sertralin

x 3


T

Tfsgrk
Gast

Guten Abend zusammen,
ich habe mich extra registriert, um hier antworten zu können. Der Wechsel von Venlafaxin auf Sertralin ist bei mir auch ein Thema, deswegen würde ich mich gerne hier reinhängen.
Ich habe für ca.15 Jahre Venlafaxin eingenommen, 150 mg. Ich bin der Ansicht, dass es mir recht gut geholfen hat. Im Jahr 2018 hörte meine damalige FÄ auf und ich musste mir einen neuen Arzt suchen. Dieser riet mir gleich beim 1. Gespräch, das Venlafaxin doch abzusetzen, da es mir zu dem Zeitpunkt echt gut ging.
Ich habe 2 Jahre (!) gebraucht, um das Medikament langsam auszuschleichen, zuletzt hatte ich die Kapseln geöffnet und dann nur noch ein Kügelchen genommen. Dann ein Kügelchen alle 2 Tage, alle 3 Tage, usw.
Anfang diesen Jahres hab ich dann komplett aufgehört damit und dadurch die Absetzerscheinungen (oh ja, die kenne ich!) absolut minimiert.
Eine Weile ging es auch ganz gut, aber seit einiger Zeit habe ich wieder stärkere Ängste, bin sehr schnell gereizt, fühle mich oft überfordert und denke, ich kann einfach nicht mehr.
Endlich hatte ich auch einen neuen Termin beim neuen FA, dieser verschrieb mir nun Sertralin, da dies "besser" sei und im Fall der Fälle auch einfacher auszuschleichen wäre.
Ich hatte nach dem Lesen einiger Berichte und des Beipackzettels sehr große Angst vor der Einnahme, denn die möglichen Nebenwirkungen (Schwindel, Erbrechen, Durchfall) sind genau die Dinge, die mir richtig Angst machen. Ich habe das Sertralin letztlich nicht eingenommen.
Ich habe stattdessen eigenmächtig wieder mit dem Venlafaxin angefangen, in besagter Minimaldosierung von täglich 1/3 von 37,5mg. Ich hatte 11 Tage lang wasserartigen Durchfall. Nach dem Weglassen des Medikaments wurde es innerhalb eines Tages besser. Somit bin ich mir fast sicher, dass das Venlafaxin die Ursache war. (Ein anderer Faktor wäre allerdings noch Promethazin, was ich gegen meine Schlafprobleme nehme.)
Ich habe mich sehr um einen neuen Termin beim Arzt bemüht, aber komme erst im Dezember dran.

Kann es denn überhaupt sein, dass das Venlafaxin nach 1/2 Jahr Nichteinnahme plötzlich solche Beschwerden macht?

Viele Grüße, M

19.11.2024 22:01 • #80


Zum Beitrag im Thema ↓


Lillymaus
Zitat von Brenner46:
Hey
Ich bin neu hier und Wende mich an euch ,in der Hoffnung, hier einige Aufklärungen zu erhalten.
Zur Zeit geht es mir total mies.
Ich Wechsel aufgrund von Nebenwirkungen des Venlafaxin auf Sertralin . Woche 1: Sertralin 25mg und Venlafaxin von 150 auf 75 . 2 Woche 50 Sertralin und 37,5Venlafaxin. 3 Woche nur noch 100 mg Sertralin . Heute ist der Siebte Tag auf Sertralin und mir geht es Mieserabel . Kopfschmerzen Usw. Das schlimmste sind jetzt die anhaltenden Angstattacken . Ist das der Entzug ?
Oder hilft das Sertralin nicht ? Mir schwindet die Hoffnung .


Hallo
Ich nehme seit ewigkeiten Sertralin 50 mg und ich komme damit wunderbar klar. Es dauert aber eine Zeit (so 4-6 Wochen) bis Sertralin so richtig wirkt. Am Anfang wo ich es genommen habe ging es mir auch total schlecht aber die Wirkung kommt dann mit der Zeit. Man muß da leider ein bißchen Geduld haben knuddeln

x 1 #2


Holly83
Ich nehme seit Freitag Sertralin 25mg ...nach 7 Tagen soll ich auf 50mg und dann am 02.11. Auf 75mg.....
Habe mit Übelkeit und magenschmerzen zu Kämpfen....aber Übelkeit und würgen gehört sowieso zu meinen Symptomen der Panik.
Hoffe das lindert sich sobald das sertralin richtig wirkt und die einschleich NW weg sind.
Aber ich bin fest gewillt es auszuhalten um zu wissen ob es hilft.

Ich habe vermutlich vom Sertralin auch einige Stunden nach einnahme eine große Müdigkeit.
Merke aber bereits das ich die Attacken etwas besser abwehren kann und mein Antrieb etwas besser wird...auch wenn das bei der geringen Dosis und nach 4 Tagen wohl eher ungewöhnlich ist .
Donnerstag muss ich dann auf 50mg erhöhen und bin gespannt wie es dann mit den NW wird

#3


Holly83
Zitat von Brenner46:
Heute ist der Siebte Tag auf Sertralin und mir geht es Mieserabel . Kopfschmerzen Usw. Das schlimmste sind jetzt die anhaltenden Angstattacken . Ist das der Entzug ?
Oder hilft das Sertralin nicht ? Mir schwindet die Hoffnung .



Ich denke du musst dem ganzen etwas Zeit geben .
Mein Psychiater hat gesagt das bei Sertralin zu Beginn vor allem Übelkeit und Kopfschmerzen auftreten können die aber nach 1-2 Wochen deutlich weniger werden bzw. weg sind.
In anderen Berichten hab ich gelesen das sich viele zu Beginn starke Unruhe hatten das sich aber wieder gelegt hat .

#4


Chaosgirl66

Wer hat von venlafaxin auf sertralin umgestellt

Hallo alle zusammen ,

Wer hat von euch von venlafaxin auf sertralin umgestellt und wie ?

Das ausschleichen gestaltet sich extrem schwer von venlafaxin

Der Termin beim doc ist erst in zwei Monaten
Dann habe ich keine Haare mehr auf dem Kopf .

Habe mir beim Wochenddienst jetzt sertralin besorgt und habe von 75 langsam runter dosiert mit extremen Entzugserscheinungen

Bin jetzt bei zwei Kügelchen aus der Kapsel als knapp 30 mg
Muss ich erst ganz runter ?
Oder kann ich mit kleiner Dosierung sertralin langsam dazu dosieren ?

Manchmal habe ich das Gefühl die Ärzte haben auch keine Ahnung

Vielen Dank u Lieben Gruß

#5


J
Ich! Ich bin von 225 mg Venlafaxin auf vorerst 100 mg Sertralin umgestiegen. Direkt, ohne Ausschleicherei. Bitte nicht gleichzeitig nehmen, es bestehen Wechselwirkungen!

x 1 #6


Chaosgirl66
Zitat von juwi:
Ich! Ich bin von 225 mg Venlafaxin auf vorerst 100 mg Sertralin umgestiegen. Direkt, ohne Ausschleicherei. Bitte nicht gleichzeitig nehmen, es bestehen Wechselwirkungen!


Danke Yuwi für deine Mail

Also du hast sertralin direkt am nächsten Tag statt venlafaxin genommen ,

Ich hoffe es geht dir jetzt besser
Lg

#7


J
Ja genau, von einem auf den anderen Tag einfach gewechselt. Hab' das bei jedem Medikamentenwechsel so gemacht. Das neue Medi hilft eh gegen die Entzugserscheinungen vom alten. Beim Venlaentzug habe ich zwar schon einige Tage lang was gespürt, aber ich hab's durchgezogen.

x 1 #8


Chaosgirl66
Guten Morgen
Vielen Dank

Für deine Mail
Umarmung

x 1 #9


Chaosgirl66
Zitat von juwi:
Ja genau, von einem auf den anderen Tag einfach gewechselt. Hab' das bei jedem Medikamentenwechsel so gemacht. Das neue Medi hilft eh gegen die Entzugserscheinungen vom alten. Beim Venlaentzug habe ich zwar schon einige Tage lang was gespürt, aber ich hab's durchgezogen.



Juwi...

Eine Frage ...
Wie ist es mit dem Gewicht ..
Ging es Berg auf ?

Diese vielen Nebenwirkungen sind teilweise echt krass

Auch mit der Libido ist immer schlimm
Ok jetzt bin ich eh alleine

Mit dem alprazolam habe ich für mich bisher am besten gefahren ...

Aber im Moment brauche ich wirklich Antrieb und bin durch die Trennung traumatisiert und wie gelähmt..

Ich kenne das gar nicht von mir ..

Lg chaosgirl

#10


J
Ja leider, habe stark zugenommen, aber wohl nicht nur vom Sertralin, sondern vor allem vom Neuroleptikum, das ich zusätzlich nehmen muss.
Zur Libido kann ich nichts sagen, bin seit jeher partnerlos.

x 1 #11


B

Umstellung von Venlafaxin auf Sertralin

Hallo !

Ich komme am Freitag ins Krankenhaus da ich von Venlafaxin auf Sertalin umstellen soll. Da die Venlafaxin nicht mehr wirken. Also meine Angstattacken sind wieder da. Hat jemand Erfahrung mit dem Wechsel oder mit Sertalin an sich ? über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Smile

#12


Lottaluft
Guck mal in der Suchfunktion
Gibt super viele Beiträge zu sertralin

#13


K
Zitat von Bartos:
Hallo !Ich komme am Freitag ins Krankenhaus da ich von Venlafaxin auf Sertalin umstellen soll. Da die Venlafaxin nicht mehr wirken. Also meine Angstattacken sind wieder da. Hat jemand Erfahrung mit dem Wechsel oder mit Sertalin an sich ? über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Smile

Die Äquivalenzdosis (80% SERT Blockade) von 50mg Sertralin sind 75mg - 125mg Venlafaxin... man kann von einer zu anderen Äquivalenzdosis direkt wechseln. Nimmst an Tag x die letzte 75er Venlafaxin ein und dann am nächsten Tag direkt die 50er Sertralin.

x 2 #14


B
Habe nur tierische angst das sie auch nicht mehr wirken. Habe vor venlafaxin schon 8 jahre venlafaxin genommen.

#15


B
Ähhm paroxetin habe ich genommen.

#16


C
Oh, dann ist ja heute Tag der Wahrheit oder stellen die erst Montag um? Vielleicht magst du dann berichten, wie es klappt

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

D

Wechsel von Venlafaxin 37,5mg, retard auf Sertralin 50mg

Liebe Mitglieder,

aufgrund einer Angststörung (wiederkehrende Panikattacken, teilweise depressive Verstimmungen) hat mir meine neue Psychologin Sertralin 50mg statt Venlafaxin 37,5mg (vom Hausarzt) verschrieben. Sie meinte, man kann hier problemlos an von einem Tag auf den anderen das Medikament wechseln. Jetzt ist Venlafaxin ja ein SNRI und Sertralin ein SSRI - die Äquivalenzdosis scheint soweit stimmig zu sein, aber kann ich hier problemlos switchen? Was habt ihr denn für Erfahrungen damit gemacht?

Viele Grüße,
Darki

#18


R
Hallo DarkTemplar,

Ja du kannst bei dieser Dosierung problemlos wechseln.
Da du bei dem Venlafaxin die geringste Dosis nimmst.
Würdest du anstatt 37mg, 50mg einnehmen dann müsstest du es runter dosieren aber das ist hier nicht der Fall.
Du könntest ab morgen das Sertralin ganz normal einnehmen und Venlafaxin weg lassen.
LG Rina

#19


D
Hi, vielen Dank für die Einschätzung aber muss ich mit irgendwelchen Nebenwirkungen rechnen und was unterscheidet sich denn beim Sertralin?

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore