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charly74
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Hallo,

ich wurde kürzlich auf Quetiapin umgestellt, die ich anscheinend nicht gut vertrage. Die Alpträume werden zwar weniger, ich hab aber heftige Probleme mit der Haut und die Sexualfunktion wurde eliminiert. Der Harnverhalt ist auch kein Spaß, die Beine zucken beim Einschlafen, also muss ich ne halbe Zopiclon nehmen.

Davor hatte ich Trimipramin für ca. 2,5 Monate und musste die absetzen. Ich hab eingeschlafen und wurde nach 2 h wach bzw. konnte noch schlechter einschlafen. Über die Jahre hab ich vielleicht 1x im Monat Zopiclon genommen, von da an fast täglich. Wie ich gerade woanders geschrieben hatte, die Sexualfunktion war sehr reduziert, das Begehren nach meiner Frau komplett weg. Nicht nur Sex sondern auch Nähe usw. Übel.

So, und davor hatte ich fast 4 Jahre Trazodon. Bis auf häufige Alpträume ok, antidepressive bzw. Angst-Wirkung war ok. Schlaf ok. Kein Einfluss auf Sexualfunktion, eher besser, kein Übergewicht, nicht abgenommen, nix. Aber zu Jahresbeginn bekam ich Probleme mit der Muskelkraft, hypertensive Entgleisungen aus der Hölle inkl Besuch der Notaufnahme und anderes. Also abgesetzt. Danach kurz die Mirtrazapin genommen, die ich vor vielen Jahren gut vertragen hatte. Ging gar nicht, leider keine Option. Tagelang nur ferngesteuert.

Mein nächster Termin bei der Psychiaterin ist erst im März. Sollte ich nicht eher einen Termin bekommen, würde ich um ein Rezept für was anderes bitten. Bloß was? Ich bin momentan ohne AD stabil, Antrieb ist gut, obwohl die Umstände momentan nicht gut sind.

Nachdem ich die Trimipramin abgesetzt hatte hab ich mich mit Perazin und Promethazin durchgehangelt. Mein alter Psy ist leider in Rente, da konnte ich bei Notfällen ohne Termin hin.
Wenn ich bei Promethazin mehr als 10 Tropfen nehme, zappeln die Beine, und anscheinend ging es mal auf meine Leber. Ich hatte 2x Leberwertentgleisungen dieses Jahr, ungeklärte Genese. was für ein Jahr.

Sorry für den Roman. Ich bin fast davor ne alte Packung Amitriptylin anzufangen. so gehts nicht weiter. Ich mach wieder Sport, am 1.1. waren es 6,5 km Nordic Walking im Schneeregen und Sturm, obwohl ich irgendwie krank bin. Ich mache alles, um auf die Beine zu kommen, nur so wird das nie was.

Womit konntet ihr auf Dauer gut schlafen, ohne viele NW?
Danke!

30.01.2026 #1


32 Antworten ↓


Kruemel_68
Zitat von charly74:
Womit konntet ihr auf Dauer gut schlafen, ohne viele NW?

Meiner Ansicht nach gibt es das nicht. Der Körper ist keine Maschine und es gibt immer Schwankungen. Kein Medikament der Welt kann diese Schwankungen immer zuverlässig ausgleichen. Wie auch.

Pflanzliche Mittel sind nicht stark genug, um bei längerfristigen Schlafproblemen zu helfen. Und chemische Medikamente, schlafanstoßende Antidepressiva oder Z-Substanzen haben immer Nebenwirkungen oder ein Abhängikeitspotential.

Meiner Ansicht nach gibt es nur die Möglichkeit, alles durchzuprobieren und eventuelle Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, oder wieder zu lernen, ohne Hilfe zu schlafen. Das dauert natürlich eine zeitlang, wenn man sich jahrelang mit Medikamenten beholfen hat.

#2


A


Schlafanstoßendes Medikament gesucht

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MichaelXX
Mich zerschiesst mirtazapin wirklich ganz ausgezeichnet 😄

x 1 #3


MichaelXX
Hab gerade gelesen dass du das schon probiert hast.
Atarax?

#4


Schlaflose
Zitat von charly74:
Womit konntet ihr auf Dauer gut schlafen, ohne viele NW?

Bei mir haben nur zwei überhaupt gewirkt: Amitriptylin und Doxepin. Ami hat nach ein paar Jahren nachgelassen, dann habe ich zu Doxepin gewechselt, das ich seit 2008 nehme. Es wirkt immer noch. NWs hatte ich nur bei Ami ( war das erste AD, das ich überhaupt nahm) die ersten paar Tage die üblichen Sachen wie Schwummrigkeit, Schwindel, Tagesmüdigkeit und leichte Übelkeit. Das ging aber alles schnell weg. Ach ja, und eine starke Mundtrockenheit, die im Laufe der Zeit besser wurde, aber nie ganz aufhörte. Mit Doxepin hatte ich keine NWs.
Zugenommen hatte ich im Laufe der Jahre schon an die 25kg mit den ADs, aber die hatte ich vorher durch eine Radikaldiät abgenommen. Deswegen weiß ich nicht, ob es davon kam.

x 1 #5


C
Nun, ich hab lange Trazodon genommen und kaum Probleme, bis halt zum Schluss. Ich hab wirklich lange gewartet bis ich die abgesetzt habe. Weil ich mir schon dachte, was für ne Baustelle ich aufmache. Es ging aber nicht anders, leider. Früher, als ich Amitriptylin in nicht zu hohen Dosen genommen hatte, war der Schlaf ok und die NW gingen einigermaßen. Irgendwann halt dann nicht mehr.

Atarax sagt mir nichts, hast du damit Erfahrung?

Was mir gerade auffällt, seit ich die Quetiapin nehme ist mir auch andauernd saukalt.

Danke für die Info zu Doxepin und die Amis. Das Ami war in meiner Jugend mein erstes Medikament, als ich die ersten Schlafstörungen hatte. Ich konnte erstmals wieder normal schlafen, bei niedriger Dosierung. Vor den Trazodon hab ich sie auch genommen, aber so hoch dosiert, dass die NW sehr stark waren. V.a. die Sexualfunktion, aber die Mundtrockenheit auch. extrem, aber war halt ne hohe Dosis. Nun wäre wertvoll zu wissen, wie Doxepin auf die Sexualfunktion wirkt. Trimipramin war schon ne Katastrophe, weil absolut kein Verlangen. Und jetzt geht sowieso fast nix mehr...

Ich tendiere, nach Ami oder Doxepin zu fragen. Glücklicherweise hält sich trotz diverser Gesundheitsprobleme und Kündigung die Depri momentan zurück. Der Antrieb ist überraschend gut.

Edit: als ich die Mirtrazapin früher, vor vielen Jahren genommen hatte, konnte ich sehr gut davon schlafen, und die NW waren gering. Bin nur fett geworden.

#6

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Schlaflose
Zitat von charly74:
Nun wäre wertvoll zu wissen, wie Doxepin auf die Sexualfunktion wirkt.

Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nie S. hatte. S.B. ging aber immer.

x 1 #7


Burn
Oh du hast ja auch schon einiges durch an Medis

Was ist eigentlich da Ziel? Also geht es derzeit gerade eher nur um Schlaf oder musst du noch eine antidepressive Wirkung erzielen oder Angst lösend?

Schlaf ist wie schon geschrieben immer ein Thema für sich.

Ich selbst hangele mich gerade tatsächlich mit einer Mischung aus Ami und Opipramol durch.
Ist aber auch eine längere Geschichte wie es dazu kam.

Egal funktioniert derzeit gut und tatsächlich nicht zu unterschätzen ausdauersport und Sauna

#8


C
Ja, meine Leber und Nieren haben viel erlebt sozusagen😆

Opipramol wäre noch ne Idee, hatte aber zum Schlafen nie richtig geholfen. Aber bei Ängsten durchaus. Ziel ist wieder vernünftigen Schlaf zu bekommen, Ängste habe ich durch die gesundheitlichen Probleme auch entwickelt. Es ging mir aber schon bedeutend schlechter, gewisse Dinge lassen die Depri nahe kommen, bin zum Glück nicht abgestürzt sozusagen.

Ich mache täglich mein Nordic Walking oder zumindest einen Spaziergang. Sauna werde ich wieder anfangen, das ist fast das einzige was mich innerlich komplett runter holt.

#9


Cathy79
Ich habe mit Pipamperon gute Erfahrungen gemacht. Amitriptylin allein reichte mir irgendwann nicht mehr.

Promethazin hat bei mir null gewirkt. Ich konnte mir die Höchstdosis reinpfeifen und war immer noch hellwach.

x 1 #10


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Hallo Charly,

wie sieht es bei dir mit der Schlafhygiene aus?
Hast dich damit schon mal beschäftigt?

Oder autogenes Training zum Einschlafen.

Hörbuch oder so Entspannungsgedudel von Vangelis, Irishmusic wirkt bei mir auch.

Da ich häufig Schmerzen habe, regt auch Novaminsulfon durch die Schmerzlinderung den Schlaf an.
Ansonsten, wenn gar nichts mehr geht, nehme ich mal eine Promethazin und schlafe dann 8 h.
Mein normaler Schlafbedarf liegt bei 6,5 h.

Und wenn alle Stricke reißen, kann ich mir als Rentner auch mal ein Nachmittagsschläfchen leisten.

x 1 #11


Windy
Opipramol hat mir auch immer zum schlafen gut geholfen.

x 1 #12


Hopeso
@charly74 Hallo. Daridorexant = Quiviviq soll lt meiner Ärztin so ein Wundermittel sein. Ich selbst hatte es noch nicht aber kenne Leute, die damit gut schlafen. Einige Ärzte verschreiben es nur nicht gerne, da es doch (verhältnismäßig) sehr teuer ist.
Dann gibt es natürlich noch die Schlafbenzos wie zB Flurazepam oder Ergocalm. Aber das ist wohl eher der letzte Ausweg.....

x 1 #13


Synapsenbanane
Zitat von Hopeso:
Dann gibt es natürlich noch die Schlafbenzos wie zB Flurazepam oder Ergocalm.

Hach, oder die guten alten Fluni's (Flunitrazepam, Rohypnol), wird in meinem Dunstkreis aber nicht mehr verschrieben.

Midazolam ist auch so ein Hammer. Abends um 21 Uhr eingenommen, um 22 Uhr gestorben und am nächsten Vormittag wieder auferstanden - so, als ob weder Raum noch Zeit dazwischen existiert hätten.

Zitat von Hopeso:
Aber das ist wohl eher der letzte Ausweg.....

Absolut.

x 1 #14


C
Danke für eure Antworten.
Ich war heute bei der Urologin zur Vorsorgeuntersuchung. Sie meint zum Quetiapin, dass das für mich nicht geeignet sei aufgrund der Harnrestmenge, und auch alle trizyklischen AD seien wegen der anticholinergen NW nicht geeignet. Sie meinte, v.a. das Trimipramin mache das auch was ich bestätigen kann.

Ich hab noch alte Pipamperon gefunden die werde ich wohl nehmen, die Q sind raus. Zu viele NW die sehr ungünstig sind. Kann mich halt leider nicht mehr erinnern, wie ich die vertragen habe.

Ich habe recherchiert und bin auf Agomelatin/Valdoxan gestoßen. Die sollen gut für den Schlaf sein weil es irgendwie auf Melatonin basiert. Kennt das jemand?
Mal sehen was ich bei der Ärztin erreiche, mir graut vor dem Anruf. Beim alten Doc biste in Notlagen einfach hin und hast genügend Zeit mitgenommen.

#15


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Hallo Charly,

das mit der zu hohen Restmenge Urin in der Blase beim Ultraschall hatte ich auch.

Zunächst bekam ich Medikamente, die das verhindern und das Prostatawachstum in Grenzen halten sollten.
Hat alles nichts gebracht.

Dann bekam ich den Hinweis, dass das Opipramol als Nebenwirkung eine Entleerungsstörung verursachen kann und musste es absetzen.
Auch keine Besserung und ich musste mich einer OP unterziehen, die die Prostata wieder durchgängiger gemacht hat (TURP).
Jetzt läuft die Blase bei der Kontrolle leer.

Allerdings haben die Medikamente und auch die OP Auswirkung auf die Sexualfunktion in Form retrograder Ejakulation.

Heißt du verlierst die Zeugungsfähigkeit und fühlst dich deiner Männlichkeit irgendwie beraubt, auch wenn Sex noch möglich ist.

Mein PSA - Wert war immer i.O. und auch die Prostata nicht übermäßig groß, ist aber so nach innen gewachsen und hat die Harnröhre abgeklemmt.

Der Heilungsprozess nach der OP war langwierig und nervig und ich bin immer noch etwas inkontinent, was aber immer weniger wird und ich jetzt schon ohne Einlagen zurechtkomme.

Positiv bleibt, ich kann wieder relativ normal pinkeln und Fahrrad fahren. Ich komme ohne AD aus und ich weiß, dass ich kein Krebs im Unterleib habe.

Die Familienplanung ist schon lange abgeschlossen.

x 2 #16


C
@Logo danke dir für die ausführliche Antwort. Das Problem ist bei mir bei unterschiedlichen Medikamenten auch unterschiedlich.
Soweit ich das verstehe hat Q. auch Auswirkungen auf den Prolaktinspiegel, mein P...s hat sich sehr eigenartig angefühlt die Tage. Zumindest war der Schlaf zuletzt ok, die Alpträume wurden weniger. Aber das Zappeln der Beine sind ein Problem, denn deswegen greife ich zur Schlaftablette, und das ist nicht gut.
Dann dachte ich mir gestern, ich versuchs mal mit Opipramol 50mg, die hab ich früher als Bedarfs- und auch als Dauermedikament genommen (ewig her). Ich konnte jedenfalls nicht einschlafen und bin heute richtig zerschossen.

Beim Kennenlern-Termin gab mir die Ärztin Dominal, die hab ich auch nicht vertragen, hier waren die Alpträume noch mal schlimmer. Ein richtig wilder Trip, tags darauf ging es mir in Summe nochmal schlechter. Mir fiele dann noch Melperon ein, die ich auch vor Ewigkeiten mal genommen habe. Nur hat sich mein Körper anscheinend verändert, weil ich Sachen, die früher ok waren, ich heute überhaupt nicht mehr vertrage wie z.B. Mirtrazapin.

Dazu kommt die Verschlechterung im Allgemeinzustand, ich weiß ja immer noch nicht was mit mir los ist und ob es tatsächlich eine Schuppenflechte-Arthritis ist. Mir gehts jedenfalls die letzten Tage schlechter, und ich weiß nicht was los ist, seit vielen Monaten. Das drückt gewaltig aufs Gemüt in den letzten Tagen, und ne Lösung ist nicht in Sicht.

x 1 #17

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Ist immer blöd, wenn sich Psyche und Physis die Hand geben.
Die Diagnostik ist dann schwierig und das richtige Medikament zu rechten Zeit ein Glücksfall.
Du hast ja schon viel ausprobiert und das leider ohne Erfolg.
Ich wünsche dir dieses Glück und die nötige Geduld und das Durchhaltevermögen bis dahin. Daumen hoch

x 1 #18


C
Die ersten Probleme gingen vor einem Jahr los, ich hatte unzählige Arztbesuche. Die Muskel und Knochenprobleme hatten sich durch Akupunktur gebessert sind jetzt wieder da. Das Krankheitsgefühl macht mich fertig. Ich hab Sachen mit Ärzten erlebt das will man nicht erleben. Ergebnis ist: nix weiß ich. Stattdessen sollte ich Bewerbungen schreiben, mir wurde im Oktober gekündigt. Ich krieg aber tagelang nix g'schissen.

#19


Somatom
Ich vertrage Amitriptylin sehr gut, nehme eine mittlere Dosis gegen Angst und Depri. Seit ich das Ami nehme kann ich das erste mal schnell einschlafen, was mir sonst eigentlich nie im Leben gelungen ist, bin immer ewig wach gelegen.

Warum versucht du es nicht noch einmal mit Ami wenn diese für dich schon einmal verträglich waren? Kann man ambulant bis 150 mg nehmen.

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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