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unwritten222333
Hallo Leute.

nun nehme ich schon seit knapp 6 wochen paroxetin und war anfangs
echt hoffnungslos .. diese dinger wollten einfach nicht richtig wirken ..

klar habe ich nach etwa 2 wochen eine kleine besserung gespürt .. konnte sogar
wieder mit ach und krach arbeiten .. aber die angst war unterschwellig und teilweise
komplett noch da.

nun sind ja einige wochen vergangen (wie gesagt 6) .. und ich muss sagen, mir geht
es fantastisch. ich habe das gefühl total viel unternehmen zu wollen und überall hingehen
zu wollen. ich habe lediglich das problem mit der libido und morgens mit dem aufstehen
klappt es noch nicht richtig. aber wenn dadurch die panik und die ständige angst weg ist,
nehme ich das gerne in kauf.

ich kann nur jedem empfehlen .. haltet durch .. denn gerade die ersten paar tage mit paroxetin
sind echt der horror .. danach wird es aber schnell wieder besser. BLEIBT DABEI! denn es lohnt
sich. das leben ist nun wieder schön für mich ^^

GLG euer tim

08.01.2013 21:20 • 24.07.2018 #1


61 Antworten ↓


Hi unwritten,

habe ich doch gesagt - 6 Wochen so war es bei mir auch !! Ich freu mich für Dich ! Ja Du hast recht, die ersten paar Tage sind mit den Dingern der Horror aber dann ist es o.k.

LG Fenn

09.01.2013 01:00 • #2



Paroxetin - Es wirkt endlich

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Ich kann´s nur bestätigen. Das sind genau die Erfahrungen, die ich auch machte. Allerdings schon nach 2-3 Tagen.

09.01.2013 13:05 • #3


unwritten222333
Zitat von fennek:
Hi unwritten,

habe ich doch gesagt - 6 Wochen so war es bei mir auch !! Ich freu mich für Dich ! Ja Du hast recht, die ersten paar Tage sind mit den Dingern der Horror aber dann ist es o.k.

LG Fenn


Vollkommen richtig ..

Heute habe ich zwar ehrlich gesagt wieder
Einen eher schlechten Tag .. Aber wenigstens
Habe ich wieder etwas Hoffnung

Das Wetter läd ja auch nicht unbedingt zur
Guten Stimmung ein -.- alles grau und regnerisch.

09.01.2013 14:48 • x 1 #4


Ich kann dazu nur eins sagen: Ich leide weiß Gott unter sehr schlimmen Panikattacken und das im Grunde genommen schon seit 17 Jahren. Ich habe schon so ziemlich alles erlebt im negativen Sinne.
Aber ich glaube, dass in allen Foren, die es so gibt, auch Lobbyisten der Pharmaindustrie unterwegs sind. Berichte über Medikamente sind meiner Meinung nach mit äußerster Vorsicht zu genießen!
Ich für meine Begriffe könnte mich nicht wirklich darüber freuen, wenn meine Beschwerden nur durch ein Medikament "platt gemacht" wurden. Die Probleme schwelen weiter! Und sie brechen meiner Erfahrung nach wieder aus. Entweder in Unverträglichkeiten, Absetzproblemen oder körperlichen Krankheiten. Bei reinen Angst- und Panikattacken wird sich der Körper einen anderen Weg suchen. Da bin ich mir vollkommen sicher. Nicht umsonst heißt es, dass in 80 % der Fälle eine Heilung durch Konfrontationsmaßnahmen möglich ist.
Es gibt keinen Arzt und kein Medikament, das einen von seinen Ängsten befreien kann!

12.01.2013 11:23 • x 1 #5


Zitat von karlakolummna:
Ich kann dazu nur eins sagen: Ich leide weiß Gott unter sehr schlimmen Panikattacken und das im Grunde genommen schon seit 17 Jahren. Ich habe schon so ziemlich alles erlebt im negativen Sinne.
Aber ich glaube, dass in allen Foren, die es so gibt, auch Lobbyisten der Pharmaindustrie unterwegs sind. Berichte über Medikamente sind meiner Meinung nach mit äußerster Vorsicht zu genießen!
Ich für meine Begriffe könnte mich nicht wirklich darüber freuen, wenn meine Beschwerden nur durch ein Medikament "platt gemacht" wurden. Die Probleme schwelen weiter! Und sie brechen meiner Erfahrung nach wieder aus. Entweder in Unverträglichkeiten, Absetzproblemen oder körperlichen Krankheiten. Bei reinen Angst- und Panikattacken wird sich der Körper einen anderen Weg suchen. Da bin ich mir vollkommen sicher. Nicht umsonst heißt es, dass in 80 % der Fälle eine Heilung durch Konfrontationsmaßnahmen möglich ist.
Es gibt keinen Arzt und kein Medikament, das einen von seinen Ängsten befreien kann!


@karla, auch wenn du es nicht für möglich halten wirst, bin ich trotzdem ganz deiner Meinung.
Ich habe drei Wochen Paroxetin genommen und das war in fast 23 Jahren Angst- und Panik die schrecklichste Zeit meiner Angstkarriere.
Und auch frage ich mich immer wieder: Was macht die Angst nach den Medikamenten? Wäre sie komplett weg für alle Zeit, würde doch jeder von uns sich damit vollpumpen oder nicht?
Selbst die Leute die mit einem Psychopharmaka dann lange Zeit wieder ein normales Leben führen konnten, klagen darüber, dass nach Absetzen und einer bestimmten Zeit, die Angst wieder da war.

Natürlich frage ich mich auch, ob es nicht auch gut für uns wäre Karla, mal wenigstens für ne bestimmte Zeit wenn auch mit Hilfe eines Medis, "normal" leben zu können?
Ich weiß es nicht.

12.01.2013 11:47 • x 1 #6


Krok, man muss unterscheiden zwischen Medis, die abhängig machen und denen, die es nicht tun. Zu letzteren gehören z.B. die Antidepressiva. Die machen definitiv nicht abhängig. Und es gibt noch einen weiteren, entscheidenden Unterschied zu den Benzos. Der ´Klassiker´ Tavor dämpft die Angst, man kann es auch als Unterdrücken beschreiben. Eine vorübergehende/überbrückende Einnahme ist ja genau deswegen auch vorgesehen. Ein Antidepressivum sorgt dafür, dass die Angst nicht mehr entsteht. Das ist ein wesentlich besserer Ansatz als bei Tavor und deshalb einen Versuch, in Absprache mit einem kompetenten Arzt, allemal wert.

13.01.2013 12:49 • #7


Ja,krok. Ich denke, diese Frage stellen sich viele Leute, die das haben! Ich natürlich auch. Aber ich habe zwei Mal so ein Medikament bekommen. Einmal Paroxetin von einer Ärztin. Nachdem ich die Nebenwirkungen gelesen habe, habe ich das Zeug in die Tonne geworfen. Anschließend habe ich viele Jahre völlig beschwerdefrei gelebt. Bis eben in meinem Leben wieder zu viel Negatives passiert ist. Manche Menschen stecken das eben nicht so einfach weg wie andere. Das ist genau unser Problem.
In meiner jetzigen Phase habe ich von einem Arzt dann Cipralex (ich glaube, dass es Cipralex war, jedenfalls irgendein Antidepressivum mit "C") bekommen. Ich habe das gar nicht erst in der Apotheke geholt. Habe im Internet die Nebenwirkungen gelesen und der Arzt hatte mir auch schon tagelange Nebenwirkungen voraus gesagt.
Das sind dann so Momente wo ich sage: Nein! Stopp! Ich komme auch ohne dieses chemische Zeug wieder irgendwie auf die Füße. Und ich hoffe, dass dem immer so sein wird. Jedenfalls so lange ich jung bin.
Ich streite nicht ab, dass manche Menschen einfach keine andere Wahl haben. Depressive und Menschen mit anderen schweren Psychosen. Aber Leute mit reinen Panikattacken können es ganz bestimmt auch ohne Medikamente schaffen. Ich finde es traurig, dass die Ärzte sie dann damit abspeisen. Denn das ist ja leichter getan als den Menschen zuzuhören. Und ihnen eine adäquate Therapie zukommen zu lassen!
Überlegt mal: Das wäre gar nicht machbar. Die Therapeuten sind jetzt schon hoffnungslos überlaufen. Und wie viele tausende von Menschen nehmen nur Tabletten? Und arrangieren sich damit? Und in Wahrheit könnte man ihnen auch ohne helfen. Aber dafür gibt es gar keine Kapazitäten!
Das ist so traurig. Wem man gerade "in die Finger fällt". Ist das ein Arzt, der einem zuhört? Der einem Möglichkeiten aufzeigt? Der vielleicht pflanzliche Dinge erstmal verordnet? Oder ist das ein Arzt, der seine Liste von Medikamenten hat, eines auswählt, klick, Rezept ausdruckt und man kann wieder gehen?!
Das alles ist Schicksal. Aber die Frage ist, was man selbst daraus macht!
Kein Fall von Panikattacken ist so hoffnungslos, dass man sich direkt auf Medikamente einlassen müsste.
Naja. Das war mein Wort zum Sonntag

13.01.2013 13:17 • #8


novemberrain
Es wundert mich immer wieder, wieviele doch diese Medis nehmen....

Wenn der Doc mal lieber eine Stunde mit den Patienten Konfrontation durchführen würde, wäre den Patienten mehr geholfen...

13.01.2013 13:45 • #9


Zitat von Felixx:
Krok, Der ´Klassiker´ Tavor dämpft die Angst, man kann es auch als Unterdrücken beschreiben. Eine vorübergehende/überbrückende Einnahme ist ja genau deswegen auch vorgesehen.


@Felix
Das ist es ja eben, wieviele Menschen haben "Tavor" oder was auch immer, wirklich im Griff? Ich weiß einfach von viel zu vielen Leuten, dass das Gefühl der Angstlosigkeit zu verführerisch ist. Ich muß zugeben, dass ich garantiert noch vor 22 Jahren, damals begann meine Angstkarriere, es nicht im Griff gehabt hätte, da ich ein extremer Suchtmensch war und solche wie mich gibt es viele. Was habe ich denn von einer unterdrückten Angst, die mich dann mein Leben genauso falsch weiterleben lässt wie vorher? Nichts, oder? Ich verändere nichts, freu mich meines Lebens, mache allen Blödsinn wie gehabt, setze Tavor ab und der ganze Mist geht von vorne los.

Bei mir wäre das genau so passiert. Und wer bitteschön von den Ärzten überwacht denn wirklich irgendwas? Es wird in aller UNACHTSAMKEIT auf Teufel komm raus konsumiert mit aller Konsequenz. Leben um jeden Preis scheint das Motto zu sein.

Wenn du magst Felix dann lies mal hier, vielleicht verstehst du dann meine wieder mal extreme Einstellung.

13.01.2013 13:50 • #10


Naja,
der TE hat ja nichts darüber geschrieben, ob Paroxetin seine einzige Maßnahme gegen die Angst sein soll. Das würde auf Dauer nicht funktionieren.

Aber: Bei mir hat Paroxetin damals geholfen, erstmal wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen, um mit der Verhaltenstherapie wieder anfangen zu können. Ich habe hier http://www.psychic.de/forum/medikamente-bei-angst-und-panikattacken/paroxetin-absetzen-erfahrungsbericht-t37488.html was dazu geschrieben.

Meine Therapeutin war auch nicht begeistert, als sie mir vorgeschlagen hat, eine Weile Antidepressiva zu nehmen. Aber ich war zu dem Zeitpunkt so im Eimer, so daueraufgeregt, unter Vollspannung, so ängstlich und so attackig, das ich gar nicht in "Therapieform" gewesen wäre. Und was mir total geholfen hat, wieder in die Spur zu finden, war während der Medikamentenphase der Gedanke: "Hey, bloß weil du jetzt ein bißchen mehr Serotonin im Hirn hast, denkst du nicht mehr, das du herzkrank bist und hast auch keine derartigen Symptome. Das heißt: Du bist wirklich "nur" angstkrank. Und dagegen kann man was tun!"

Nur Medikamente alleine funktionieren auf Dauer nicht. Medikamente + Therapie zusammen können ein Anfang sein. Therapie ohne Medikamente ist sicher der Königsweg, aber der ist eben nicht für alle gleich gangbar, vor allem wenn evtl. auch noch Wartezeiten auf einen Therapieplatz dazu kommen.

Ich gebe Euch natürlich allen recht, dass die Medikation genau abgewogen werden muss und absolut verantwortungsvoll kontrolliert sein muss, was sicher viel zu selten der Fall ist.

Alles Gute.

14.01.2013 13:23 • #11


"Welcher Arzt überwacht denn wirklich irgendwas?"
Antwort: Meiner. Deshalb schreibe ich ja auch, dass gute Ärzte das tun. Ich hab nicht behauptet, dass das alle Ärzte machen, und ebenfalls nicht, dass es leicht ist, so einen zu finden. Und: Klar sind die guten meist überlaufen. Und man muss viel Energie aufbringen, um die zu finden bzw. hartnäckig bleiben, um einen Termin zu kriegen. Diese Energie hatte ich selbst oft nicht, ich kenne das. Oder Termin ändern: Weiß noch, wie ich einmal absagen musste, weil ich nicht mit der Bahn fahren konnte (Strecke von 3/4 Stunde). Da war was los, als ich anrief: Wir sind Monate im voraus mit Terminen belegt, gerade jetzt, wo es Ihnen schlecht geht, müssten Sie doch herkommen, den Termin kann ich nicht mehr an einen anderen Patienten vergeben, blabla... Meine Schlussfolgerung: Für so einen Fall muss man eigentlich gesund sein!
Also, ich wollte damit sagen, dass es gute Ärzte gibt. Aber es schützt nicht vor Auseinandersetzungen, Konflikten, Diskussionen über die Wirkungsweise von Medikamenten etc. Und ob mein Arzt oder die Pharmaindustrie reich wird, ist mir sowas von latte! Wenn meine Gesundheit von profitiert, bin ich zufrieden.

14.01.2013 13:26 • #12


Zitat von novemberrain:
Es wundert mich immer wieder, wieviele doch diese Medis nehmen....

Wenn der Doc mal lieber eine Stunde mit den Patienten Konfrontation durchführen würde, wäre den Patienten mehr geholfen...


So ein Blödsinn !! Dieses dumme Gequatsche gegen Medikamente ist wirklich unterste Schublade. Es gibt genug Leute, die dankbar sind, solche Medikamente zu haben. Und von den 10.000 Menschen, die sich allein in D jährlich wegen Depression das Leben nehmen, würden auch einige noch leben, wenn sie was genommen hätten.

Doc, Konfrontation, 1 Stunde? Wo leben einige?! Im Wunderland? Die Zeiten gibt die K-Kasse vor und kein Arzt hat heute noch 1 Stunde Zeit für Patienten.

Und..., Konfrontation ist eben nicht immer Mittel der Wahl, im Gegenteil.

14.01.2013 18:42 • #13


Zitat von Felixx:
"Welcher Arzt überwacht denn wirklich irgendwas?"
Antwort: Meiner.
Meiner auch!

14.01.2013 18:43 • #14


Zitat von Malte:
Zitat von novemberrain:
Es wundert mich immer wieder, wieviele doch diese Medis nehmen....

Wenn der Doc mal lieber eine Stunde mit den Patienten Konfrontation durchführen würde, wäre den Patienten mehr geholfen...


So ein Blödsinn !! Dieses dumme Gequatsche gegen Medikamente ist wirklich unterste Schublade. Es gibt genug Leute, die dankbar sind, solche Medikamente zu haben. Und von den 10.000 Menschen, die sich allein in D jährlich wegen Depression das Leben nehmen, würden auch einige noch leben, wenn sie was genommen hätten.

Doc, Konfrontation, 1 Stunde? Wo leben einige?! Im Wunderland? Die Zeiten gibt die K-Kasse vor und kein Arzt hat heute noch 1 Stunde Zeit für Patienten.

Und..., Konfrontation ist eben nicht immer Mittel der Wahl, im Gegenteil.


Malte Schätzchen ich versuche dir mal Novemberrains Text zu übersetzen, gell.

Also, er/sie meinte damit, dass es viele Leute nicht nötig hätten, würden sich generell Menschen und zu denen zähle ich auch Ärzte, den Patienten zuwenden.
Das das nicht von der Krankenkasse bezahlt wird, hat sich auch schon in unserem "Wunderland" herumgesprochen.

Stell dir vor, wir sind nicht alle naiv und unser geistiger Bewegungsradius ist auch größer als der, der in einer untersten Schublade möglich ist.

Würden sich die Menschen gegenseitig mehr Zuwendung geben statt von einem Event, von einer TV-Serie oder von einem Computerspiel zum anderen zu springen, wäre meines Erachtens die Zahl derer, die sich mit Psychopharmakas vollpumpen müssen um das Leben überleben zu können, wesentlich geringer.

Manche allerdings wollen oder können aus mir unbekannten Gründen ihr Verhalten nicht ändern und für die sind Psychopillchen die Lebensretter.
Zuwendung geben, am Leben des anderen interessiert sein, es mit ihm teilen, ist unbequemer und zeitaufwendiger als ein Rezept in der Apotheke einzulösen.
Also reg dich bitte ab, nimm weiter das was du zum Leben brauchst in Form von gepresster Chemie ein, wenn es DIR so besser geht, dann ist doch alles gut.

@Novemberrain, ich hoffe, dass meine Worte in deinem Sinn sind.

Einen entspannten lieben Gruß schickt allen
die Kroki

14.01.2013 19:08 • #15


Es geht einfach um diese ständige Abwertung. Allein "vollpumpen müssen...". Niemand muss was. Und es kommt auch immer auf die Ausgangssituation an. Es gibt dann eben doch Menschen, die müssen schnell wieder fit sein, am besten seit vorgestern, nicht erst übermorgen. 2, 3 oder mehr Monate auf einen Therapieplatz warten, dann dauert es noch Monate, bis was anschlägt, wenn überhaupt. Und so weiter.

Medikamente sind nicht immer nur der einfachere Weg, sondern bei vielen Leuten einfach der einzig mögliche. Wenn am Gesundheitszustand vielleicht ne Firma hängt, Personal, ne Hypothek, Familie etc., dann kann sich nicht jeder erstmal so locker auf Experimente einlassen, die manchmal auch Jahre dauern.

14.01.2013 19:21 • #16


Peppermint
Da gebe ich dir vollkommen recht malte.....

Es kann sich halt nicht jeder leisten Monate oder gar Jahre zuhause zu verbringen ohne vielleicht einmal vor die Tür zu gehn....

14.01.2013 19:34 • #17


novemberrain
Zitat von krok:
@Novemberrain, ich hoffe, dass meine Worte in deinem Sinn sind.



14.01.2013 19:45 • #18


So ist es. Und ich kenne einen Fall, der Mann ist Ende 40, hat ne Firma mit 30 Leuten, Familie, Haus etc., alles muss bezahlt werden und blöderweise hat der für Notfälle keine fähige Vertretung. Der konnte bei einem Bandscheibenvorfall, der nahe der Lähmung war, nicht erst monatelang krankmachen, sondern war nach wenigen Tagen wieder auf den Beinen. Aber eben erstmal einige Wochen mit Opiaten. Heute ist alles ok, Medikamente sind nicht notwendig.

Da kann man Opiate 100 x verteufeln, in dem Fall waren sie die Rettung und ohne davon süchtig zu werden. Weil ja gern so getan wird, man nimmt 3 x Benzo oder Opiat und wird gleich zum Junky, was völliger Blödsinn ist.

14.01.2013 19:49 • #19


Zitat von Peppermint:


Es kann sich halt nicht jeder leisten Monate oder gar Jahre zuhause zu verbringen ohne vielleicht einmal vor die Tür zu gehn....


Sehr interessanter und qualifizierter Satz, den werd ich mir merken und auch das er von Peppermint geschrieben wurde .

Ich frage mich nur, wie lange Mann/Frau sich gesundheitlich leisten kann, sich mit Medikamenten (das ist wohl ein gefälligeres Wort für manche) über Wasser zuhalten, um wie eine Maschine funktionieren zu können.

Klar, wenn der Mensch sich verschuldet, über seine psychischen- und physischen Kräfte leben muß, sich generell überfordert, dann gibt es ja Gott sei Dank schnelle Abhilfe um ja nix ändern zu müssen.

Vielleicht könnte man auch mal dahin denken, dass eine chronische Überforderung egal in welchen Lebensbereichen nachweislich, genau wie eine chronische Unterforderung Stress macht.

14.01.2013 20:04 • #20



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