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Wulf

Wulf
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Hallo zusammen,

Gestern verschrieb mir meine Ärztin ein, für mich neues Medikament. Paroxetin.
Sieh sieht es als Alternative zu Opipramol, welches ich früher schon nahm und damit sehr schwere Nebenwirkungen hatte. Zum Beispiel Halluzination und Verstärkung meiner Panik-Attacken.
Daher hab ich natürlich schon ein bisschen Angst nun das Paroxetin zu nehmen.
Zudem finde ich beim Googlen nur widersprüchliche Aussagen zu Nebenwirkungen und Wirkung des Medikaments (abgesehen vom Online-Beipackzettel, der aber keine persönlichen Erfahrungen wiederspiegelt).

An jene die das Medikament nehmen:

Hat jemand von euch damit Nebenwirkungen?
Wie gut hilft es bei euch gegen die Ängste und Unruhen?
Wie hoch ist die Dosis bei euch?
Schränkt es euch irgendwie ein?

Liebe Grüße
Wulf

13.02.2026 #1


54 Antworten ↓
P

ParoxetinUser
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Mir hat Paroxetin letztes Jahr gut geholfen (Erschöpfungsdepression bzw. Burnout und Angststörung). Hab ca. ein 3/4 Jahr 20mg pro Tag genommen und im November runter auf 10mg.
Das Einschleichen war echt hart (sehr heftige Durchfälle, Kopfschmerzen, starke Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, Schlappheit, etc.), aber nach ca. 6-8 Wochen (so genau weiß ich das nicht mehr) hat das Zeug gewirkt. Hab in dem 3/4 Jahr mit den 20mg aber folgende Nebenwirkungen dauerhaft gehabt: Mundtrockenheit (als wenn das Zahnfleisch von innen heraus sich zurückzieht), Restless Legs Syndrom, vermehrtes Schwitzen (insbesondere nachts), Gefühlsleere (wobei Abstand zu bekommen ja gewollt war, aber ich hab phasenweise totale Gefühlsleere gehabt), Gewichtszunahme (ca. 10-12kg, erekt. Dysfunktion). Nachdem reduzieren der Dosis auf 10mg konnte ich wieder gut einschlafen und endlich wieder durchschlafen. Das Restless Legs Syndrom hat sich verabschiedet und ebenso die erekt. Dysfunktion.
Geblieben sind leider die ca. 10-12kg Mehrgewicht und immer noch die Mundtrockenheit, die mich insbesondere morgens beim aufwachen stört.
Im "Kosten-Nutzen-Vergleich" stell ich für mich aber fest, dass mir das Medikament in einer schweren Zeit geholfen hat, wieder in den Alltag reinzukommen und insbesondere die Angststörung in den Griff zu kriegen. Dafür habe ich dann die Nebenwirkungen in Kauf genommen. Muss jeder für sich selber entscheiden. Und die Medikamente wirken scheinbar bei jedem unterschiedlich.

Mittlerweile geht's mir psych. wieder besser, auch wenn ich glaube noch ein bißchen das Paroxetin nehmen zu müssen. Der Antrieb ist bspw. noch nicht wieder auf dem Level das ich vor der Erkrankung von mir kannte. Daher nehm ich das Paroxetin und damit die Nebenwirkungen noch eine gewisse Zeit lang in Kauf. Aber das Mehrgewicht und die ständige Mundtrockenheit möchte ich echt gern wieder los werden.

Stimmt es das Paroxetin Brustkrebs "fördert"? Ist das evtl. auch für andere Krebsarten bekannt? Familiär besteht leider eine gewisse Vorbelastung was Krebs (insbesondere Prostatakrebs) angeht.

27.06.2015 22:29 • #24


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Paroxetin - Wie wirkt es bei euch?

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ParoxetinUser
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So, ich war diese Woche bei meinem Psychiater zum Quartalstermin. Er war soweit mit der Entwicklung zufrieden und hat mich bestärkt die gelernten Inhalte aus der Reha weiter anzuwenden und weiter Änderungen (im Lebensstil etc.) voranzutreiben und bei der kognitiven Verhaltenstherapie weiter am Ball zu bleiben.
Einen Medikamentenwechsel hält er bei mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht (mehr) für ratsam, da er bei anderen Medikamenten der gleichen Wirkstoffgruppe von ähnlichen Nebenwirkungen ausgeht. Und ich seiner Einschätzung nach mit der Gewichtszunahme klar komme bzw. in der Lage bin dies (vorübergehend) zu akzeptieren. Im übrigen geht er davon aus, dass sich das Gewicht auch wieder normalisieren wird.

Naja, klingt schon irgendwie nachvollziehbar für mich. Ich mach ja momentan auch keinen Sport und war da früher aktiver. Das hat sicherlich auch einen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung. Zumindest ist das für mich jetzt erstmal ein Ansporn wieder mit dem sporteln zu starten. Ich hoffe das ich die nächsten 2-3 Wochen mit meinen Sportvorsätzen durchhalte und das danach zum Selbstläufer wird.


Ach so:
Vorsichtige Einschätzung des Psychiaters war, dass wir im Oktober erneut über Dosisreduzierung oder Absetzen des Medikaments reden können. Das würde ja auch passen, da die KVT ja auf jeden Fall auch noch weitergeht. Das Medikament soll ja lediglich ein Baustein sein und überhaupt die "therapierbarkeit" fördern.

Auch wenn ich das Medikament jetzt noch nicht absetzen kann, war es gut darüber geredet zu haben und jetzt wieder bestärkt zu sein.

Alles Gute.

11.07.2015 13:17 • #32


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Wulf
Kurzes Update:

Ich habs dann gestern doch angefangen zu nehmen und hatte keine 3 Stunden später eine ziemlich krasse Deprie.
So eine hab ich selten und normalerweise schleichen die sich bei mir ein. Aber diese war ziemlich prompt.

Kennt jemand auch so eine Nebenwirkung?

#2


F
Hallo Wulff

das ging mir am Anfang auch so. Du mußt dem Paroxetin ca. 3-6 Wochen Zeit geben bis zur vollen Wirkkraft. Habe am Anfang auch Probleme gehabt mit verstärkter Angst. Alles war zu bunt und zu grell. Man hat zum Teil das Gefühl das meine seine Umgebung ganz merkwürdig sieht. Aber all das gibt sich mit der Zeit und ich muß sagen das es gegn die Angst sehr gut wirkt. Hab ein wenig Geduld - es ist ein sehr gutes Medikament und ich nehme es seit ca. 8 Jahrenohne große Probleme.


LG Fenn

#3


Wulf
Hi,

Danke für deine Antwort @fennek.

Es beruhigt mich sehr, dass das irgendwann aufhört.
Denn seit heute habe ich ebenfalls, die von dir beschriebenen sensorischen Effekte. Ich fühl mich teilweise wie auf einem leichten Trip.

Ein paar mal habe ich mich heute zudem dabei ertappt, wie ich minutenlang und regungslos in den Raum starrte.
Sehr Angsteinflössend, diese Effekte.

LG
Wulf

#4


F
Hi Wulf,

ja ich hab mich auch wie auf Dro. gefühlt. Und dieses vor sich hinstarren kenn ich auch. Ich hatte das Gefühl in der Zeit als käme ich nicht von dieser Welt. Das hat sich aber nach 3-4 Wochen völlig verloren und heute geht es mir recht gut.
Bei mir ist der positive Effekt dieses Medis auch das mein Gedankenkreisen nicht mehr so schlimm ist. Der Nachteil ist allerdings das ich oft nicht schlafen kann - aber das muß bei Dir ja nicht so sein.
Und was die oft beschriebene starke Gewichtszunahme angeht, kann ich nicht bestätigen. Ist bei mir ausgeblieben ! Gott sei Dank ! breites grinsen


Gruß Fenn

#5


Wulf
Hi,

Hier ein kurzes Update für alle die noch den Thread lesen werden.

Ich nehme das Medikament nun schon seit dem 20.02.2013. Also seit genau 8 Tagen.
Die Nebenwirkungen lassen allmählich nach.
Allerdings ist die Angst hemmende Wirkung noch nicht voll da. Lediglich etwas entspannter bin ich derweil, als sonst.

Gewicht zugelegt, habe ich noch nicht. Was für ein Glück. ^^
Jedoch hab ich mehr Hunger als sonst. Kaugummies ohne Zucker und Salzstangen helfen aber ab.

Weitere Updates folgen.

LG
Wulf

x 1 #6


F
Hallo Wulff,

die angsthemmende Wirkung braucht auch ein wenig länger. Hab Geduld. Das wird schon. Wink

LG Fenn

#7


panikbraut
Ich nehme das Zeug jetzt ein halbes Jahr-bei mir tut sich nichts,ausser,dass ich immer mehr zu nehme.Bin jetzt in einer Tagesklinik,um von den Medis runter zu kommen.
Aber:bei jedem ist es anders!

#8


Wulf
Hi,

Nach knapp 2 Monaten Einnahmezeit wirkt es bei mir eigentlich recht gut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mittlerweile die Dosis ohne Absprache mit dem Arzt schrittweise verdoppelt habe.
Im Moment ist mein Angstlevel gut 50% niedriger als sonst.

Das einzige Problem sind bei mir die Nebenwirkungen.
Zwar hab ich nicht zugenommen, obwohl ich eigentlich dazu neige. Aber dafür hab ich ziemlich krasse Stimmungsschwankungen, bis hin zu Gefühlsleerheit.
Zum Glück aber nicht länger als 1-2, manchmal auch 3 Stunden am Tag, kurz nach jeder Neu-Einnahme.


In eine Tagesklinik werde ich auch ab diesem Monat gehen. Ich hoffe, dass ich da ein noch besseres Medikament rausleiern kann.

Grüße
Wulf

#9


N
Hallo Wulf,

da ich auch Paroxetin verschrieben bekommen habe, würde mich interessieren, wie es Dir jetzt, also ca. ein halbes Jahr später geht. Vielleicht magst Du ja mal was dazu schreiben.

#10


X
Ich habe Paroxetin 5 Jahre genommen und hatte während der Zeit keine Panikattacken oder sonstiges. Die Nebenwirkungen waren aber sehr stark. d.h Ich habe 30kg zugenommen und das Absetzen war unglaublich schwer.

#11


M
Hallo, da ich neu hier bin und selber Paroxat einnehme würde ich den Thread hier gerne einmal aufgreifen.
Mich würde INteressieren was ihr an Tagesdosen zu euch genommen habt oder noch zu euch nehmt?
Ich selber habe in der Therapiephase 40mg (also 2 Tabletten) täglich genommen. Danach habe ich über ca. 4 Jahre täglich eine Tablette genommen und jetzt seit einiger zeit bin ich auf 10mg, also eine halbe Tablette runter. Der Grund fürs absetzen ist eigentlich nur die Gewichtszunahme die ich durchgemacht habe, habe in den 5 Jahren ca. 25kg zugelegt und bekomm sie einfach nicht wieder runter. Desweiteren überstehe ich die Tage nurnoch mit "Mittagsschlaf" nach der Arbeit, das können auch gut und gerne mal 2 Stunden werden dich ich am Nachmittag schlafe, bei ca. 9std Schlaf in der Nacht 8 Stunden Arbeit und 2 Stunden Schlaf am Mittag bleibt vom rest nich so viel über.....

#12


M
Habe Paroxetin als Tropfen bekommen, und sollte mit 5 Tropfen Anfangen ( 5mg)

War am ersten Einnahme Tag wie auf einem Tripp , hatte kein Gleichgewichtsgefühl mehr.

Am 2ten Tag verschlimmerten sich meine Depressionen sehr, was aber glaube ich normal ist die ersten paar Tage

Nur als ich Anfing, nach dem 3 Einnahmetag Suiziedgedanken zu bekommen,mdie ich noch nie im geringsten vorhher gehabt habe, habe ich das Medi nach 5 Tagen wieder ausgeschlichen.

#13


S
Ist auch einfach ein ziemlich altes und ziemlich nebenwirkungs starkes Medikament. Nicht empfehlenswert meiner Meinung nach

#14


M
Ist es das ?! o.O Mir wurde es damals von meinem Neuro als das von seinen Patienten best vertragende ,und Wirkungsvollste Mittel mit so gut wie keinen Nebenwirkungen verkauft :/

#15


S

M
was wäre denn deiner /eurer Meinung nach ein empfehlendswertes Medikament ,um die Depressionen und somatischen Beschwerden loszuwerden? Gegen Panik und Angst wäre natürlich auch nicht verkehrt... Vllt kein SSRI oder SNRI, weil ich ja scheinbar resestend bin ?

#17

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S
was hast du denn schon alles probiert? Ansonsten sind Mittel der ersten Wahl:

Sertralin, escitalopram und falls die nicht genug wirken venlafaxin

#18


M
Venlafaxin habe ich 10 Wochen genommen, 225mg und hab keine Wirkung gehabt nur schwitzen nachts und keinen Stuhlgang mehr. Dann hab ich Escitalopram 6 Wochen gehabt, das hat nur Dauerpanik, nur Übelkeit und Erbrechen, Depressionen wurden auch nicht besser, und seit Escitalopram hab ich Sehstörungen, bzw. Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht. Paroxetin hat nach 4 Tagen starke selbstmordgedanken hervorgerufen. Fluoxetin hochdosiert gehabt schon auf 30 mg, hat auch verschlimmerung der Panik/Angst zur Folge gehabt, besser geast so eine Panikattacke hatte ich noch nie seufzen und Depressionen wurden auch nur schlimmer, und hab angefangen alles kaputtschlagen zu können .. jetzt nehm ich seit 2 Wochen nur noch 10 mg, womit ich vor dem ganzen wechsel 15 Jahre gut mit leben konnte, aber ich glaube das das die letzten Jahre seine Wirkung verloren hatt.

#19


S
Pregabalin, opipramol, Buspiron, tianeptin, Duloxetin schon probiert? an mangelndem serotonin scheint es ja jedenfalls nicht zu liegen.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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