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Hallo,
Seit dem 05.12.2014 nehme ich kein Paroxetin mehr, weil mein Arzt es auf Grund schlechter Blut und Leberwerte abgesetzt hat. jetzt habe ich seit ein paar Tagen so ein komisches Zittern besonders Nachts wenn ich schlafen will und am Tage fühle ich mich total Rast und Ruhelos ich kann nicht lange sitzen bzw. stehen. kann mich auf nichts mehr wirklich konzentrieren selbst jetzt das Schreiben hier fällt mir extrem schwer. Ich drehe mich ständig im kreis und weiß manchmal nicht mehr wo oben und unten ist. Ich habe sogar schon wieder an Suizid gedacht, um dem ganzen ein Ende zu setzen, aber selbst davor habe ich Angst weil ich nicht weiß was danach kommt. Meine Frage an euch sind das Entzugserscheinungen. ich Fühle mich wie ein Junkie der plötzlich ohne Stoff auskommen muss. was soll ich machen, ich weiß es nicht.

Danke für eure Ratschläge

11.12.2014 11:17 • 19.12.2014 #1


11 Antworten ↓


Schlaflose
Paroxetin ist bekannt dafür, starke Absetzerscheinungen zu verursachen. Hast du es denn von einem Tag zum anderen abgesetzt? Eigentlich sollte man alle ADs langsam ausschleichen. Wirst du nicht auf ein anderes Medikament umgestellt? Ich rate dir, zum Arzt zu gehen, damit er dir etwas andres verschreibt.

11.12.2014 11:30 • #2



Entzugserscheinungen nach Absetzen von Paroxetin

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Nein, Mein Arzt hat die Dosis wegen auftretender Probleme zunächst von einer Tablette auf 1 1/2 Tabletten raufdosiert und dann nach Auswertung des Bluttests auf eine 1/2 Tbl. runterdosiert die Letzte Tbl. hab ich am 05.12. genommen, seit dem 06.12.2014 bin ich auf null.

11.12.2014 14:43 • #3


Hallo blue-sky!

Paroxetin und Venlafaxin sind dafür bekannt heftige Absetzerscheinungen hervorzurufen. Ich hatte das beim Venlafaxin und bin durch die Hölle gegangen!
Guck mal auf die Seite vom adfd.org und Antidepressiva ausschleichen. Da wirst Du mehrere Leidgenossen antreffen und dort auch Tipps bekommen.

Ich habe von dem Venla sehr hohen Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzrasen und Darmblutungen bekommen. Ich sollte das auch innerhalb von zwei Wochen absetzen. Aber das klappte überhaupt nicht. Starke Stimmungsschwankungen, Wutausbrüche, starke Übelkeit, Blitze im Kopf (brain-zaps) usw usw.
Ich habe mir dann das Venla als Kapsel verschreiben lassen und die kleinen Kügelchen da drinnen gezählt und jeden zweiten Tag ein Kügelchen weniger genommen. Es war zwar eine Heidenarbeit die zu zählen und abzufüllen, aber so konnte ich das Ausschleichen ohne heftige Entzugserscheinungen ertragen.

Sprich unbedingt mit Deinem Arzt darüber und versuche es genauso zu machen. Vielleicht kann man ja die Blutwerte so lange anders bessern. Ich habe ja auch heftige Nebenwirkungen gehabt wie oben beschrieben. Aber die Entzugserscheinungen waren einfach zu heftig.
Ich brauchte ein Dreivierteljahr um davon los zu sein, aber es ist besser als die schlimmen Entzugserscheinungen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und eine schnelle Besserung!

Liebe Grüße von Jess

11.12.2014 21:52 • #4


Hallo, Danke für deine Antwort.

Ich war heute beim Arzt und der hat mir Venlafaxin verordnet.

12.12.2014 12:21 • #5


Hallo!

Schrein mal wie es Dir mit Venla geht. Ich habe damit ja richtig Probleme gehabt.

Alles Gute von Jess

15.12.2014 19:51 • #6


Hallo

ich kann dazu noch nicht viel sagen, da ich erst seit Freitag, dem 12.12. auf Venla bin und im Moment geht´s mir recht gut damit, ich konnte sogar mal wieder durchschlafen. Aber ich weiß ja nicht was noch so alles kommt wenn der Körper erst mal richtig eingestellt ist, das dauert laut Aussage meines Arztes zw. 4 bis 6 Wochen. Bitte beschreibe doch mal deine Probleme mit den Medis.

dir auch alles gute Blue

16.12.2014 00:25 • #7


Huhu!

Also Probleme hatte ich bislang ja nur mit dem Venlafaxin. Ich mußte im Krankenhaus an der Hand operiert werden und da ist aufgefallen, daß ich einen hohen Blutdruck hatte. Die haben aber immer gesagt, ich sei wohl sehr aufgeregt. War ich aber gar nicht, zumal ich medizinisch sehr interessiert bin und nächstes Jahr Medizin studiere. Jedenfalls wurde der hohe Blutdruck mit der Ausregung abgetan.
Ein paar Monate später hatte ich Schmerzen im Unterbauch bekommen und am nächsten Tag recht viel Blut mit dem Kot. Also ab zum Arzt wegen Darmblutungen. Koloskopie zeigte viele wunde Flecken, der Arzt wußte aber nicht woher, weil die Proben auch alle gut waren.

Dann habe ich mit meiner Freundin Blutdruck messen geübt und meiner war sehr hoch. In Ruhe 180/110. Einen Tag später kam dann noch Herzrasen und Herzrhythmusstörungen dazu. Ich habe dann mal die Packungsbeilage von Venla studiert, weil kein wußte, woher das alles kam. Und da stand dann alles schwarz auf weiß. Aber langer Kampf mit der Psychologin, die meinte nämlich es liegt nicht am Venlafaxin. Ich habe das dann ausgeschlichen und ich sollte das innerhalb von einer Woche raus haben. In einer Woche von 225 mg auf Null. Klappte überhaupt nicht. Zum ersten Mal in meinem Leben Absetzerscheinungen.

Ich hatte brain zaps, Kopfschmerzen, ganz heftige Träume mit Nachtschweiß, starke Übelkeit mit Erbrechen, plötzlich Wutanfälle gefolgt von Weinkrämpfen. Ich dachte, ich werde verrückt. Die Ärztin wollte das wiederrum nicht glauben und meinte nur, ich hätte Panikattacken usw.
Hab das Zeug dann mit Hilfe der Kügelchenzählmethode langsam ausgeschlichen. Es hat ein Dreivierteljahr gedauert. Weil ich kein anderes AD in der Zeit hatte, kamen aber die PA vor dem Tod wieder.

Ich habe die Ärztin gewechselt und sie hat das alles gleich verstanden und geglaubt. Ich hätte das Venlafaxin gar nicht so ausschleichen müssen, sondern hätte nebenbei mit einem anderen AD substituieren können. Ja das soll man wissen...

Jetzt nehme ich Cymbalta. Ich bin derzeit recht zufrieden damit, bis auf heftige Träume, die ich jede Nacht habe. Ich mache einen neuen Termin und dann frage ich die Ärztin ob es vom AD kommt. Steht ja immerhin auch bei den Nebenwirkungen an zweiter Stelle.

Ich wünsche Dir mehr Erfolg beim Venlafaxin! Solltest Du es mal ausschleichen müssen, lies vorher unbedingt bei adfd.org quer, damit Du nicht so leiden mußte wie ich damals. Nicht jeder hat damit Probleme, aber nur für den Fall...

Alles Gute wünscht Dir Jess

16.12.2014 12:51 • x 1 #8


Hallo Jess,

Danke dir für deine Antwort, kannst du mir bitte mal die Begriffe erklären, kann damit nichts Anfangen

- ausschleichen
- Kügelchenzählmethode
- brain zaps
- substituieren

Danke dir

17.12.2014 00:08 • #9


Naja,

mit ausschleichen meint er, die Dosis schrittweise runterzudosieren. Meinetwegen Tag für Tag, Woche für Woche (Kügelchen aus der Kapsel nehmen - also immer weniger nehmen, damit der Körper sich darauf einstellen kann, die Kapsel quasi selbst dosieren) - das ist dann die Kügelchenzählmethode. Brain zaps, sind so komische Blitze und Zuckungen, die man bekommt, wenn man bestimmte AD abrupt absetzt. Hatte ich bei Cymbalta sehr stark. Naja, und substituieren, heißt einfach Austausch, also Austausch auf ein anderes Medikament in diesem Zusammenhang.

17.12.2014 01:08 • #10


Ich da nicht so bewandert auf diesem Gebiet deshalb meine dummen Fragen sorry

ok, Danke

17.12.2014 02:52 • #11


Hallo John!

Super erklärt, dem brauche ich nichts weiter hinzuzufügen .

19.12.2014 10:25 • #12



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Dr. med. Andreas Schöpf