App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

204

M

michaela8872
Mitglied

Beiträge:
6
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo zusammen

Ich bin ziemlich verzweifelt. Ich habe vor ungefähr 6-7 Wochen Mirtazapin abgesetzt- Mir ging es die ersten Tage recht gut und danach überhaupt nicht mehr und habe das Gefühl es wird immer schlimmer. Ich kann nachts so gut wie gar nicht mehr schlafen. Die letzte Nacht waren es mit Unterbrechungen nur 3 Stunden und so langsam gehe ich im Krückstock. Zwischenzeitlich dachte ich mal es wird besser und jetzt wieder gar nicht- Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich überlege, einfach wieder damit anzufangen. Wieso soll ich mich so quälen Seit drei Tagen muss ich aufgrund meines Schlafmangels ständg weinen. Meine 7-jährige Tochter bekommt das natürlich dann auch ab und an mit. Kann mir jemand einen Rat geben oder hat jemand selbst Erfahrungen mit dem Absetzen gemacht. ICh würde mich freuen recht bald was zu hören da ich ernsthaft überlege, heute wieder damit anzufangen.

LG Michaela

30.12.2025 #1


765 Antworten ↓
M

Mupfl
Gast

Hallo zusammen. Da ich über 14 Jahre Mirtazapin wegen Depression genommen habe und das letzte Jahr nur noch 7,5 mg, habe ich nach Absprache mit meinem Arzt das Medikament im Dezember abgesetzt. Da es die ersten zwei Wochen ohne Probleme ging und erst danach übelste Absetzsymptome gab, habe ich mich hier im Forum eingelesen. Ich musste feststellen, dass ich ähnliche Beschwerden, wie manche berichtet haben, hatte. Mittlerweile habe ich seit circa einer Woche nach über viereinhalb Monaten keine Symptome mehr. Den ersten Monat habe ich fast nicht geschlafen und hatte jeden Tag Rückenschmerzen, die ich allerdings auch während meiner Depression hatte. Außerdem hatte ich regelmäßig leichte „Stromschläge“ im Unterarm. Auf dem Rücken konnte ich anfangs nicht schlafen. Das Gefühl war, wie wenn ich auf Feuer liege. Tagsüber hatte ich verschiedene Wahrnehmungsstörungen, Tinitus, Schwindel oder sonstige Schmerzen am ganzen Körper. Diese hielten jedoch meist nur circa eine halbe Stunde an und waren danach wieder verschwunden. Mir war klar, dass dies keine erneute depressive Phase ist. Nur so habe ich jetzt die lange Zeit durchgehalten und bin froh, nach Jahren dieses Medikament endlich abgesetzt zu haben. Auch wenn es mir sehr gut geholfen hat, werde ich aufgrund dieser Absetzsymptome keine Antidepressiva mehr nehmen. Diese Zeit war schlimmer, als was ich davor je bei einer Depression erlebt habe. Ich kann nur jeden die Daumen drücken, beim Absetzen durchzuhalten und nicht wieder damit zu beginnen.

20.04.2025 21:05 • x 4 #676


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Mirtazapin absetzen?

x 3


Kruemel_68

Kruemel_68
Mitglied

Beiträge:
2774
Themen:
31
Danke erhalten:
4072
Mitglied seit:
Zitat von Puschkin1978:
Ich war heute beim Psychater und er sagte mir das könnte vom Mirtazapin kommen und die Angst kehrt zurück

Das ist mal wieder der Klassiker. Die Ärzte verneinen grundsätzlich, dass es beim Absetzen von ADs zu Absetzerscheinungen kommt und diagnostizieren dann munter ein wiederaufflammen der Krankheit. Dann wird dass AD wieder aufdosiert. Ein Teufelskreis, der verhindert, dass der Patient jemals wieder vom AD runterkommt. Und dann auch noch zwei Medikamente gleichzeit absetzen - ehrlich, manchmal wünsche ich mir, dass jeder Psychiater erst einmal eine Runde solche Medis selbst nehmen und absetzen muss, bevor er auf Patienten losgelassen wird.

Mirtazapin hat eine sehr lange Halbwertzeit, weshalb die Absetzerscheinungen nicht sofort auftreten. Bei mir dauert es immer ca. 14 Tage bis sie auftreten. Dieses Medikament greift in den Hirnstoffwechsel ein, weshalb das Gehirn bei Reduktion erst einmal recht unwirsch reagiert. Mirtazapin besetzt z.B. Histaminrezeptoren im Gehirn. Beim Absetzen wird der Körper dann mit Histamin überschwemmt. Das muss sich erst mal abbauen. Sicher, es gibt Menschen, die setzen einfach ab und merken nix. Es gibt aber auch welche, die merken die kleinste Dosisreduktion und werden von den Ärzten dann als "Hypochonder" abgestempelt. Standardsatz: "Das habe ich ja noch nie gehört" und "Das kann gar nicht sein."

Es gibt sicherlich auch den Fall, dass nach Absetzen eines ADs die Krankheit wiederkommt, besonders, wenn man nur mit Medis behandelt wurde und keine Therapie gemacht hat, um die Ursachen der Ängste/Depression zu finden. Das passiert aber erst nach längerer Zeit. So wie Du es beschreibst hört es sich für mich aber nach klassischen Absetzerscheinungen an. Bei Dir wurde in einem Absetzschritt um 50% reduziert, das ist viel zu viel. Wie hier schon viele geschrieben haben sollte man um max. 10% reduzieren, warten bis die Absetzerscheinungen sich gelegt haben, dann 4 Wochen halten und dann wieder um 10% reduzieren, etc. Klar, das dauert lange, ist aber nachhaltiger und schon das Zentrale Nervensystem. Es gibt Menschen, bei denen selbst die 10% schon zu viel sind.

Und dann noch gleichzeitig Tavor auszuschleichen ist auch eine grandiose Idee vom Arzt. Da fass ich mir echt an den Kopf. Das einzige, womit Dein Arzt Recht hat: Tavor hat eine kurze Halbwertzeit, daher setzen die Absetzsymptome hier schneller ein. Ich würde mich an Deiner Stelle entscheiden, welches Medi zuerst raus soll und dann eins nach dem anderen absetzen.

29.04.2023 10:25 • x 3 #568


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlafkappe
Hallo Michaela,
hast du mit Hilfe einem Psychologen das Medikament abgesetzt? Dann würde ich erst mit ihm reden, ob du es einfach wieder nehmen sollst.
Ich hab Mirtazapin auch mal genommen, hab es aber gern wieder abgesetzt, hab sie nicht vertragen und die reinsten Alpträume davon bekommen. Ich nehm Citalopram und die vertrage ich prima, möcht sie aber auch langsam absetzen.

#2


L

Absetzen Mirtazapin

Hallo zusammen.

Ich habe vor 5 Wochen mit Mirtazapin begonnen.
Leider vertrug ich die garnicht und bin dann von 22,5mg auf 7,5mg runter und es geht mir schon deutlich besser.
Jetzt möchte ich sie gerne ganz absetzen,da ich immernoch Nebenwirkungen habe ( nicht mehr so stark wie bei 22,5mg). Habe aber total angst von 7,5 auf 0, da ich nur schlechtes übers Absetzen gelesen habe.
Aber da bei mir schon bei der Reduzierung eine Besserung aufgetreten ist hoffe ich,dass es durch das "ganz weglassen" auch wieder besser wird.
Was meint ihr?

#3


S
Hallo,

ich habe über 4 Monate Mirtazapin (30mg zur Nacht) genommen. Aufgrund der ziemlich Gewichtzunahme wollte ich es dann wieder absetzen. Ich habe dann mit meiner Ärztin darüber gesprochen und sie hat mir dann ein anderes Antidepressiva verschrieben. Ich habe dann anfangs morgens eine halbe Citalopram genommen und abends das Mirtazapin auf 15 mg reduziert. Nach 2 Wochen habe ich dann eine ganze Citalopram morgens genommen und die Mirtazapin ganz abgesetzt. Ich hatte durch das absetzen keine Probleme

Ich würde aber nicht ohne Rücksprache mit deinem Arzt das Mirtazapin einfach absetzen. Es gibt ja einen Grund warum du es nehmen solltest. Meine Ärztin hat mir von anfang an gesagt, dass es zu starken Nebenwirkungen kommen kann und dass wenn es Probleme gibt, ich bescheid sagen soll, damit man schauen kann ob ein anderes Medikamt besser passt.
Jeder reagiert auf die Medikamente anders und nicht alle Medikamente werden von allen vertragen. Manchmal dauert es eine Weile bis man das richtige Medikament für einen gefunden hat.

Wenn du einfach das Mirtazapin wieder absetzt kann es sein, dass es zu einem Rückfall kommt.
Ich bin auch kein großer Fan von Medikamenten und ich möchte so bald es geht wieder davon weg. Aber im Moment bin ich echt froh, dass ich meine Medikament habe.

Rede mit deinem Arzt. Ich bin sicher ihr findet eine gute Alternative.

Viele Grüße und viel Glück

Saskia

#4


L
Der Arzt meinte ich kann sie absetzen, wenn ich das Gefühl habe ich vertrage sie nicht. Sollte erst eine Woche 7,5mg nehmen und dann ganz weglassen.

#5


S
Hallo,
ich denke, wenn es mit dem Arzt abgesprochen ist, dürfte es kein Problem sein.
Wie gesagt, ich hatte dadurch keinerlei Nebenwirkungen, aber ich habe auch gleichzeitig mit Citalopram angefangen.
Da es dir aber jetzt schon besser geht, nachdem du reduziert hast und du die Mirtazapin noch nicht lange nimmst, denke ich nicht, dass du große Probleme haben wirst.

Wünsch dir viel Glück, dass du wieder ohne klarkommst. Wünschte ich wär auch schon soweit.

Viele Grüße

Saskia

#6


M
ich habe es 4 jahre lang genommen,30 bis 60 mg am tag. neulich habe ich es auch abgesetzt.erst 2 tage 25 mg, dann 2 tage 14, 2 tage 7,5 und dann nix mehr. ich hatte gar keine absetzerscheinungen. der einzige nachteil ist,mein körper kommt ohne was nicht mehr in den schlaf.jetzt habe ich wieder was anderes zum pennen angesetzt.
mach dir keine gedanken.nach nur 5 wochen nehmen,wird es dir nicht fehlen

#7


somedays
Hallo ihr,

ich nehme seit ca. einem Jahr das Mirtazapin, 30 mg, ich möchte es wieder absetzen, da ich seit über einem halben Jahr keine wirkliche Wirkung mehr verspüre, meine Angst ist allgegenwertig und daher kann ich es auch erst mal ohne Medikamant weiter probieren.

Bitte nicht antworten mit, frag doch deinen Arzt. Smile Ich wollte erst mal hier nachfragen.

Würde es reichen zwei - drei Wochen auf eine halbe Tabelle zu gehen und dann aufzuhören?

Gruß

#8


I
Anstatt es abzusetzen wäre vielleicht eine Dosiserhöhung anzuraten auf 45 mg. Ich nehme auch 30 mg und momentan reicht das auch. Aber in schlimmeren Phasen nehme ich manchmal für ein paar Wochen 45 mg, welches ich dann wieder reduziere, wenn ich wieder stabiler bin.

#9


Schlaflose
Zitat von somedays:
Würde es reichen zwei - drei Wochen auf eine halbe Tabelle zu gehen und dann aufzuhören?


Ich denke, es wäre sinnvoller erstmal um 7,5 mg zu reduzieren und damit 2-3 Wochen bleiben, dann wieder um 7,5 mg. und danach in noch kleineren Schritten, damit der Körper nichts merkt. Ich habe mein Doxepin von 125 mg im Laufe von 7-8 Monaten auf 25 mg reduziert und habe dabei gar keine Absetzsymptome gehabt. Und dann habe ich immer wieder versucht, die 25mg milligrammweise weiter zu reduzieren, bis ich ein paar Tage gar nichts mehr genommen habe, aber das hat leider nie geklappt, dann kamen meine Schlafstörungen wieder. Aber solange ich mit 25mg auskomme, bin ich sehr froh.

#10


somedays
Zitat von islandfan:
Anstatt es abzusetzen wäre vielleicht eine Dosiserhöhung anzuraten auf 45 mg. Ich nehme auch 30 mg und momentan reicht das auch. Aber in schlimmeren Phasen nehme ich manchmal für ein paar Wochen 45 mg, welches ich dann wieder reduziere, wenn ich wieder stabiler bin.


Hab ich schon mal probiert, hat leider nichts verändert. Hatte ein halbes Jahr auch nur 15 mg genommen und dann angepasst in Abstimmung mit dem Arzt, ohne Erfolg. :-/

Würde gerne wieder ein SSRI nehmen, aber diesmal ein anderes, damit ging es am anfang echt super, dass hatte ich nach ca. 2 Monaten eine leichte sexuelle Störung... keine Lust mehr, darum hatten wir auf Mirtazapin gewechselt.

#11


Schlaflose
Zitat von somedays:
Würde gerne wieder ein SSRI nehmen, aber diesmal ein anderes, damit ging es am anfang echt super, dass hatte ich nach ca. 2 Monaten eine leichte sexuelle Störung... keine Lust mehr, darum hatten wir auf Mirtazapin gewechselt.


Wenn du wechseln willst, brauchst du aber das Mirtazapin nicht erst abzusetzen. Je nachdem, was du als neues Medikament bekommst, kannst du gleich wechseln oder das Mirtazapin ausschleichen und das neue Medikament parallel dazu einschleichen.

#12


R

Mirtazapin nicht mehr nehmen

Hallo wollte mal fragen ob jemand Erfahrungen mit Mirtazapin hat habe am Anfang 7.5 genommen dann 15 dann 30mg und dann wieder 15 was es schlechter gemacht hat dauermüde und jetzt seit 4 tagen nehmen ich gar nix mehr und könnte nur noch schlafen. Und alles tut weh....

#13


My-Secret
Mirtazapin brauch seine Zeit bis es aus deinem Systen draussen ist.
Das geht nicht von jetzt auf gleich. 14 Tage kannst mit rechnen, bis es komplett aus dir raus ist

Hoffe du hast das mit Ärztlicher Absprache abgesetzt

#14


R
Mein Arzt hat gesagt ich kann von 15 mg einfach aufhören. Habe es 8 Monate genommen . weis nicht ob die Müdigkeit und alles daher kommt....

#15


My-Secret
Hab vor Paar Tagen auch mit 15 mg dann auf gehört die zu nehmen.
Musst dir halt vorstellen, dass du deinen Körper auf eine Arzt entzug schickst.
Mirtazapin, bzw generell Antidepressiva geben dem Körper, bzw Kopf etwas, um wieder gewisse Empfindungen zu erlangen. usw.
Das hast dem jetzt weg genommen und nu läufst du erstmal auf Sparflamme.

Kann Dir nur empfehlen, dich zu bewegen. Wenn dein Körper schreit das du dich hin legen sollst, dann geh lieber spazieren - In zügigen Schritten.
Dein Kreislauf fährt anders als vorher.

#16


R
Danke für die Tipps.. Werde es so versuchen auch wenn ich mir in den Ar. treten muss. Mit 15 mg war ich aber auch Hunde müde .

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

R
Sonst noch wer der erfahrung damit hat?

#18


Frozen93
Hallo ihr Lieben ich nehme das Mirtazapin seit August 17 anfangs 15 mg und bis vor kurzem dann 30 mg. Da ich nun wieder ein gutes Gewicht habe darf ich es ausschleichen. Ich habe eine Woche lang von 30 auf 15 mg runterdosiert und seit Montag auf 7,5 mg . Nun bin ich am überlegen wie lange ich bei 7,5 bleiben soll und dann auch direkt absetzen ? Weil ich habe nun die 15 mg und die habe ich ja nun schon geteilt. Was mich auch interessieren wurde ich nehme morgens ja noch 100 mg Sertralin was an den zwei Medikamente der Unterschied ist bzw. welche Symptome gedämpft werden außer das dass Mirtazapin ja sedierend wirkt. Ich habe in den acht Monaten von 42 Kilo auf 54 Kilo zugenommen.

#19


Acanthurus
Gerade die letzte Dosisreduzierung ist bei Mirtazapin nicht selten heikel. Von 7,5mg direkt auf 0 in kurzer Zeit kann problematisch werden. Wiederkehrende Schlafstörungen, Ängste und Unruhe sind nur ein paar von möglichen Absetzsymptomen.

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore