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Lipton
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Hallo!

Mein Arzt hat mir heute Tabletten verschrieben und zwar:
Opipramol 50mg (1 Morgens, 1 Abends)
Citalopram 10 mg(1 Morgens)

Die Tabletten mussten bestellt werden, deswegen konnte ich die Morgen-Dosis erst mittags nehmen. Macht aber nichts, ich werd heute abend eh spät ins Bett gehen.

Nach ca. einer Stunde der Einnahme bin ich unfassbar müde geworden (hab allerdings auch die letzten zwei Tage wenig geschlafen - kommt verstärkend wohl dazu), hab mich ins Bett gelegt und hab erstmal 3 1/2 Stunden geschlafen. Wenn das Telefon nicht geklingelt hätte, läge ich wahrscheinlich noch immer schnarchend in der Koje!

Es hat dann ca. 5 Minuten gedauert, bis überhaupt richtig wach geworden bin, jetzt gehts eigentlich.

Frage, an welchem Medikament liegt diese Müdigkeit? An beidem? An einem bestimmten? Ich habe beide Medikamente vor ca. 4 Jahren schon mal genommen, aber komischerweise kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich die vertragen habe.

Ist diese Müdigkeit anfangs normal und geht die langsam wieder weg, wenn sich der Körper daran gewöhnt? Finde es etwas merkwürdig, das beim Citalopram Müdigkeit unter Nebenwirkungen steht, aber vorher drauf hingewiesen wird, dass man bei Nebenwirkungen das Medikament nicht weiternehmen soll. Ich könnte mir aber einfach vorstellen, dass der Körper ein bisschen braucht, um sich darauf einzustellen.

Was meint Ihr?

Liebe Grüße,
Lipton

19.04.2020 #1


49 Antworten ↓
Darcyless

Darcyless
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Hallo Marco,

ich bin weder Ärztin noch Expertin, daher ist meine Antwort auf deine Frage jetzt sehr allgemein gehalten und entspricht nur meiner eigenen persönlichen Meinung.
Ich bin der Meinung, dass Psychopharmaka in vielen Situationen im Leben ein wahrer Segen und unglaublich wichtig für Krisensituationen sowie organisch bedingte psychische Störungen sind, wie beispielsweise eine genetisch bedingte Schizophrenie/Depression etc. etc. Sowohl ich selbst als auch mein Freund waren in unseren akuten Phasen psychischer Krankheit auf diese Medikamente und Beruhigungsmittel angewiesen und ich wurde damals vom strikten Medikamenten-Ablehner zum "Gott sei Dank gibt es Medikamente" Denker...
ABER: ich glaube AUCH, dass Medikamente nur in einem gewissen Umfang helfen können, nämlich wie ich oben gesagt habe, entweder in akuten Krisensituationen oder um eine wirklich organisch bedingte Störung der Hirn-Biochemie auszugleichen (Beispiel auch Epilepsie o.ä.)
Ich sage es jetzt wirklich ganz allgemein: Bei """nur""" psychisch bedingten Störungen denke ich, dass Medikamente keine Dauerlösung sind. Einmal weil dein Körper sich mit der Zeit an sie gewöhnt und zweitens weil ein tieferliegendes psychologisches Problem dahintersteckt, dass man nur durch eine Therapie angehen kann. Ich kenne viele Menschen, die seit Jahren oder sogar Jahrzehnten Psychopharmaka einnehmen. Davon abgesehen, dass diese Menschen hochgradig abhängig von den Medikamenten sind, sind die Medikamente in keinem Fall ein "Garant" für eine dauerhafte unbeschwerte Symptomfreiheit - denn, so hart das klingt, so ist das Leben einfac nicht. Wir alle gehen regelmäßig durch sch**** Phasen durch, müssen zahlreiche Hürden, Probleme im Leben überwinden, lernen mit unseren größten Ängsten umzugehen, immer wieder Hinfallen und Aufstehen. Das ist einfach das Leben und ich finde die Denkweise falsch, jegliche negativen Ereignisse im Leben mit Medikamenten betäuben zu wollen.

Ich will damit eins sagen: Wenn die Medikamente dir helfen, ein besseres Leben zu führen, ist das super. Aber kein Medikament der Welt wird dich vor JEDER Panikattacke, vor JEDEM Anfall von depressiven Gedanken schützen. Es bleibt ein Teil zurück, den du selbst besiegen musst -wie wir alle. Oder zumindest lernen musst, damit zu leben.

Und anstatt die Dosis des Medikaments immer weiter zu erhöhen, würde ich tatsächlich den Fokus stärker auf die nicht-medikamentöse Therapie setzen. Es gibt so unglaublich viele Menschen mit Panikattacken, die es über die Jahre geschafft haben, zu einem Umgang mit Panikattacken zu finden, der in Ordnung für sie ist. Und das kannst du auch schaffen, ohne dich mit Medikamenten "vollzupumpen", denn dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Strategien und Therapiemöglichkeiten.

Die Konfrontation mit unseren Ängsten ist der härteste Weg, aber wirkliche innere Heilung ist meiner Meinung nach nur so möglich. Medikamente sind eine gute Krisenhilfe, eine Stütze - doch sie sind KEINE Heilung. Zumindest nicht für sehr viele von uns.

19.04.2020 01:14 • x 1 #50


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Citalopram und Opipramol zusammen?

x 3


T

Tamara76
Mitglied

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Also, ich bin zurück vom Arzt.
Ich soll das Opipramol nun als Bedarfsmedikament nehmen. Also tagsüber weglassen und wenn ich merke, dass ich abends immer noch unruhig bin und nicht schlafen kann, soll ich eine halbe bis eine ganze Tablette nehmen. Er überlässt mir da die Entscheidung, wie hoch ich die Dosis ansetze. Ich denke, dass ich heute Abend mal eine halbe Tablette nehme und sehe, wie ich die Nacht überstehe. Denn ich glaube, dass ich von dem Citalopram so unruhig war und nicht mehr schlafen konnte. Hinzu kamen ja leider die Magen-Darm-Beschwerden, aber da kann ich wohl Iberogast nehmen, um das ein wenig in den Griff zu bekommen.

Das Citalopram nehme ich in der ersten Woche mit einer halben Tablette, also 10 mg, und wenn ich merke, dass die Nebenwirkungen langsam besser werden, soll ich die Dosis auf 20 mg erhöhen. Das soll dann auch erst einmal 4 Wochen so bleiben, um dann zu entscheiden, ob die Dosis auch die Richtige für mich ist.

Ich denke, ich probiere das jetzt ein paar Tage bevor ich entscheide, ob ich das alles weitermache oder ganz sein lasse. Morgen habe ich ja auch meine Therapiestunde und ich denke, da werde ich hoffentlich eine bessere Entscheidung finden können.

07.03.2013 13:24 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Hi Lipton

ich habe mal beide genommen..aber komischerweise ..einzeln..also ..als ich keine besserung durch Opipramol bekam ...wurde es ausgeschlichen und daraufhin bekam ich citalopram..aber dein arzt wird schon wissen was er macht...und ja ich hatte auch müdigkeit...sei es bei dem einen oder beiden anderen..ich habe es trotzdem weiter gemommen(nach rücksprache mit dem arzt...)

Grüsse Maus

#2


Strand
Hey Lipton,

ich nehm auch Opi und Cita seit einem halben Jahr.
Opi 100mg morgens, Cita 30mg morgens.
Also das Opi macht anfangs echt supermüde, weil es sedierend wirkt.
Aber nach einer Weile war ich nicht mehr so müde, nur anfangs.
Bin gerade beim Ausschleichen vom Opi.

Das Cita soll eher antriebssteigernd sein, und ich hab das auch so empfunden, dass man morgens aktiver ist und motivierter ist. Das Cita ist meiner Meinung nach auch ganz ok gegen Angst, aber Therapie muss natürlich trotzdem sein.

Also ich fand die Kombi der beiden Medis hilfreich, und hatte so gut wie keine NW

LG
Strand

#3


L
Hi!

Hab nun im Beipackzettel entdeckt, dass beim Opi es zu Behandlungsbeginn zu Müdigkeit kommt. Also harre ich einfach mal der Dinge. Ein paar Tage Müdigkeit bringt mich ja nicht um!

Wenigstens habe ich ansonsten groß keine Nebenwirkungen. Gestern abend war ich wieder ziemlich müde, aber gleichzeitig so hibbelig. Das war ein bisschen merkwürdig, weil ich schlafen wollte, aber erstmal bestimmt ne Stunde nicht konnte.

Aber wie gesagt - das sind alles Nebenwirkungen, die ich nicht so schlimm finde und die man auch ein paar Tage aushalten kann.

Grüße,
Lipton

#4


M
Hallo....darf ich fragen wie es bei euch so mit dem Gewicht dann war?
Ich hab eine Weile doxepin genommen, und meine Waage hat immer mehr angezeigt...obwohl ich mir das essen total verkniffen hab, und ich dann zusätzlich gefrustet war.


Lg muc

#5


L
Also ich habe vor vier Jahren, als ich beide Medis schon mal genommen habe, über 10 kg zugenommen. Meine Ärztin formulierte es mal so treffend... die Medis sprechen das Fresszentrum im Hirn an. Du hast halt irgendwie immer Hunger.

Ich bin mal gespannt, ob das diesmal wieder so ist. Allerdings bin ich diesmal vorgewarnt und werde einfach versuchen nicht mehr zu essen.

#6


M
oh man....warum kann es nicht was geben, das diese bescheuerte nebenwirkung nicht hat....
ich leide eh schon unter meinem gewicht, und will auf keinen fall noch mehr zu nehmen....
durchs doxepin hab ich auch 8 kilo innerhalb von nem halben jahr zugenommen...obwohl ich regelmässig sport gemacht hab, und auf mein essverhalten geachtet hab....

so ein rotz!

lg muc

#7


Strand
Also ich hab auch 10kg zugelegt. Könnte jeden Tag Süssigkeiten in mich reinstopfen ohne Ende!

#8


M
schon komisch....das es bei dem einen fressattacken auslöst, und bei dem anderen gar nix...
ist doch ungerecht!

#9


L
Ich hab da noch mal ne Frage. Seitdem ich diese beiden Medikamente nehme (also seit Dienstag) habe ich so eine merkwürdig warme und trockene Haut. Mein ganzer Körper fühlt sich so an, als hätte er ganz ganz leichtes Fieber.

Hatte das schon mal jemand? Was sagt ihr dazu?

#10


Strand
Hallo,

trockene Haut kann ich auch bestätigen. Da musst Du fleissig eincremen
Warm im Gesicht wurde es mir auch oft, aber denk nicht soviel dran
Also einfach ignorieren tät ich sagen, wenn Du es aushälst
Das geht auch wieder vorüber!

LG
Strand

#11


L
Hallo Strand!

Ne, mir macht das nix. Und selbst wenn ich Fieber hätte, dann hätte ich halt Fieber. Panik vor Krankheit oder Nebenwirkungen habe ich glücklicherweise nicht. Wenigstens etwas!

Liebe Grüße,
Lipton

#12


Z
ich musste auch opipramol nemen und werde heute das medi wechseln und citalopram nemen . opipramol hat eine sehr müde machende und sehr benebelnde wirkung was für mich eine qual war . ich wurde morgends wach und war nur matsch im kopf , wenn ich dann auch noch die morgendliche dosis genommen hatte wurde es unerträglich . mir hätte man beim denken zusehen können . ich habe 4 kinder und bin hausfrau , das ging dann garnicht .

#13


T
Ich nehme opipramol und Citalopram erst seit gestern, bin aber am überlegen, beide Medikamente wieder abzusetzen und zu hoffen, dass ich es doch ohne schaffe. Ich habe sehr starke Nebenwirkungen bekommen und das bereits am ersten Tag.
Ich hatte gestern Nachmittag und am Abend das Gefühl, ich stehe neben mir, ich war müde und benebelt. Allerdings wurde ich zunehmends unruhiger. Ich konnte zwar recht schnell einschlafen, war aber nach 3 Stunden Schlaf hellwach, alles kribbelt - dabei war ich froh, dass seit Dienstag das Kribbeln langsam wieder besser wurde bei mir.
Außerdem habe ich die restliche Nacht meist auf dem Klo verbracht, so sehr ist mir das auf den Magen geschlagen.

Da ich das erst seit einem Tag nehme, kann ich das ohne irgendwelche Auswirkungen einfach wieder absetzen? Ich würde das noch mit meinem Arzt besprechen, aber ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde, die Nebenwirkungen so lange auszuhalten.

#14


Z
das mit dem neben mir stehen kenne ich nur zu gut und ich bin mir sicher das es von dem opipramol kommt . habe gestern mit meiner ärztin telefonniert , da ich durch die einname opipramol noch erhebliche andere nebenwirkungen hatte und ich habe es abgesetzt und werde heute mit citalopram anfangen und hoffe sie besser zu vertragen .

#15


T
Ich drücke dir beide Daumen, dass das andere Medikament besser bei dir anschlägt und du weniger Nebenwirkungen hast.
Ich habe ja beide Medis in Kombination genommen und kann daher nicht sagen, von welchem Medi ich welche Nebenwirkung bekam. Jedenfalls fühlte ich mich gestern Abend und heute Nacht genauso elendig wie letztes Wochenende als meine Panikattacken wieder zu Hochform gekommen sind.
Ich werde mal schauen, was mein Arzt mir rät, vielleicht ist auch die Dosis vom Opipramol zu hoch gewesen.

#16


Z
ich kann nur aus meiner erfahrung sagen , das ich mich mit opipramol so matschig im kopf gefühlt habe , dazu unsagbarer schwindel und elende müdigkeit . ich war zu absolut nichts mehr in der lage und das bei kindern und einem berufstätigen mann .

#17

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T
Das ist ja auch mein Problem. Ich bin zwar momentan krankgeschrieben, aber ich möchte ja auch bald wieder meinen gewohnten Alltag aufnehmen und ich denke, dass ich mit dem Medikament einfach nicht dazu in der Lage sein werde. Ich hatte einerseits das Gefühl, ich wäre voll da, andererseits fühlte ich mich so in Watte eingepackt und hatte echt das Gefühl, ich hätte Gedächtnisausetzer. Vor allem die Unruhe fand ich schrecklich. Die hat zwar keine Panikattacke bei mir ausgelöst, aber das Grübeln hat sich noch mehr verstärkt. Vielleicht ist das jetzt auch nur am Anfang so, aber ich scheue mich echt davor, die Medis weiterzunehmen. Meine Therapeutin kann ich leider telefonisch nicht erreichen, sonst hätte ich sie vor dem Arzttermin noch gern dazu befragt.

#18


Z
der schwindel und das matschige waren mein größtes problem , ich konnte weder aufräumen noch mich um die kinder kümmern . das war soo schlimm , mich hat auch alles genervt und wollte niemanden sehen . es wirkt beruhigend auf jeden fall , man ist auch soweit ausgeschaltet , das man nicht mehr denkt , weils einfach nicht ging , aber alles andere ? nein danke , ich brauche ein medi das mich nicht unbedingt so ausnockt ..

#19


P
Zimtsternchen: Wie ist dein Blutdruck? Ich habe gelesen, dass Opipramol wohl den Blutdruck sehr erniedrigen kann. Das würde diese Symptome bei dir erklären.

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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