Pfeil rechts
10

07.08.2010 15:58 • 07.12.2020 #1


46 Antworten ↓


Ich hatte Cipralex, aber nur 10 Tage. Gleich vorweg, viele Leute vertragen sie gut, aber nicht alle, so wie ich. Ich hatte die schlimmste Angst und Panik meines Lebens, es ging nichts mehr. Ausserdem dann noch starke Nesselsucht. Nun wird aber gesagt, die Nebenwirkungen, wie ich sie hatte, verschwinden ungefähr ab der 3. Woche und man soll durchhalten. Für mich war es aber nicht auszuhalten und als meine Psychiaterin den Ausschlag sah, war sie selbst geschockt, ich sah aus wie ein Streuselkuchen. Sofort absetzen, sagte sie, weil da auch die Gefahr eines allergischen Schocks besteht. Sofort nach dem Weglassen ging es mir besser.

Einer Bekannten ging es mit Citalopram ähnlich, sie hielt aber durch, allerdings war bei ihr 2 Monate die Angst wesentlich schlimmer, bis es besser wurde. Mit ab der 3. Woche Besserung ist da als nichts.

Nun muss man auch sagen, SSRI wirken aktivierend, drehen auf. Wer vom Typ her eh schon so ist, wie ich, da kann das voll nach hinten losgehen. Aber selbst wenn man sagt, die Wirkung setzt nach einigen Wochen ein und man muss durchhalten, die Symptome können eher erstmal noch schlimmer werden, für mich ist das eine Zumutung! Ich muss es so krass sagen, aber für mich sind solche Medikamente Müll. Wem sie helfen, ok, mir nicht.

Und wenn als anfängliche Nebenwirkung die Angst verstärkt wird, dann hat man auch Herzrasen und mehr. Probier es aus, vielleicht hilft es Dir ja sehr, jeder Mensch reagiert anders. Man liest von jedem Medikament Horrorberichte, verallgemeinern sollte man das aber nicht.

07.08.2010 16:30 • #2



Cipralex / Escitalopram Tropfen

x 3


Was hast Du statt Cipralex bekommen, wie geht es dir dabei?

07.08.2010 21:05 • #3


Hab gleich danach Trazodon genommen, aber nur 6 Wochen. Nehme aber seit 7 Monaten nichts mehr. Wir hatte 5 oder 6 AD versucht, aber wirklich zufrieden war ich mit keinem. Ich muss auch sagen, gravierende Nebenwirkungen toleriere ich nicht und wenn dann nur, wenn es wirklich hilft.

Im Sommer 2009 hatte ich auch knapp 3 Wochen Stangyl genommen, ein altes trizyklisches AD. Musste es wegen Ausschlag auch weglassen. Die alten AD sind bei vielen Psychiatern nur noch 2. Wahl (bei manchen aber auch 1.), wegen der Nebenwirkungen. Eins muss man aber sagen, die helfen und zwar sehr.

Ich hab viel über SSRI gelesen, auch auf Fachseiten und eins muss man sagen, neu hin oder her, es gibt auch viel Kritik, was die Wirksamkeit angeht. Neu ist nicht immer besser und wirksamer. Und auch die Studienlage ist sehr dürftig.

07.08.2010 21:28 • #4


Hallo Crazy030,

7 Monate ohne Medikamente , das ist doch toll! Gratuliere.
Ich bin ein totaler Medikamentengegner, vertrage auch eigentlich nichts, aber wenn so nach 10 Jahren mit Üben und Therapie nicht viel Besserung eintritt, muß ichs halt mal mit den Tropfen versuchen. Kommende Woche werde ich es wagen.

08.08.2010 10:19 • #5


Zitat von Lucky1:
aber wenn so nach 10 Jahren mit Üben und Therapie nicht viel Besserung eintritt, muß ichs halt mal mit den Tropfen versuchen. Kommende Woche werde ich es wagen.
10 Jahre? Das ist aber übel. Man muss aber auch ganz klar sagen, manchmal reicht eben "nur" Therapie nicht und da machen dann Medikamente Sinn. Ich bin auch nicht für Medikamente, aber wenn das 10 Jahre so gehen würde, neee, da hätte ich dann doch was genommen.

08.08.2010 11:32 • #6


Hallo ,ich nehme 20mg cipralex täglich,jedoch begleitend mit psychotherapie.mir hilft es sehr! Nebenwirkung=schwitzende Hände das verging nach einer Woche.Ohne Medikament hätte ich die ersten Schritte zurück ins Leben nicht geschafft.Ich lasse regelmäßig meine Werte kontrollieren:alles super.

10.08.2010 08:59 • #7


19.09.2016 12:29 • #8


Schlaflose
Zitat von Patrick457:
Nun meine Frage: Kann mit einer so geringen Dosierung überhaupt schon etwas erreicht werden? Ich lese immer nur von 10mg des Medis...


Die therapeutische positive Wirkung tritt tatsächlich erst ab einer Dosis von 10mg ein. Nebenwirkungen hat man aber schon bei geringeren Mengen. Die dauern in der Regel 3-4 Wochen an, und dann erst setzt die positive Wirkung ein. Wenn man die Einschleichphase verlängert, dauert es natürlich länger, bis man bei der Dosis anlangt, die wirksam ist. Und bei jeder Erhöhung der Dosis kommt es meist zu einer Verschlimmerung der Nebenwirkungen.

19.09.2016 13:37 • #9


Vielen Dank für die Antwort. Das bedeutet, vorher kann man definitiv davon ausgehen, dass man keine positive Wirkung verspürt?

19.09.2016 14:20 • #10


Schlaflose
Definitiv vielleicht nicht unbedingt, es gibt auch einige Menschen, die sehr empfindlich auf ADs reagieren und schon auf eine sehr geringe Dosis ansprechen, aber bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten wird erst ab 10mg eine Wirkung erreicht.

19.09.2016 15:44 • x 1 #11


petrus57
Zitat von Patrick457:
Vielen Dank für die Antwort. Das bedeutet, vorher kann man definitiv davon ausgehen, dass man keine positive Wirkung verspürt?


Es kann aber auch sein, dass du überhaupt keine positive Wirkung verspürst. Gut 50% der Wirkung beruht auf den Placeboeffekt. 24% gehen auf das Konto des Wirkstoffs.

19.09.2016 17:13 • #12


Wirkt Escitalopram tendenziell eher Antriebssteigernd oder wird man davon müde? Habe morgens die größten Probleme damit...

19.09.2016 18:43 • #13


petrus57
Bei mir wirkt es antriebssteigernd.

20.09.2016 07:21 • #14


Ängstchen

10.12.2019 20:35 • #15


Hallo!
So weit ich weiß entspricht 1 Tropfen 1mg escitalopram.
Wenn du dir sehr unsicher bist kannst du auch langsamer aufdosieren.
Die meisten Menschen nehmen 10mg escitalopram, die höchstdosis liegt bei 15/20mg.
Liebe Grüße

10.12.2019 20:52 • x 1 #16


Ängstchen
Achso, dann sind es bei 5 Tropfen =5mg?
Weil auf der Packung 20mg steht bin ichverwirrt.
Aber ich habe nachgelesen im Beipackzettel- es stimmt- pro Tropfen 1mg.
Ich hoffe Nun das die NW Ausbleiben und die minimale Dosis genügt..

10.12.2019 20:57 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich hatte nur für ein paar Tage Nebenwirkungen, die waren aber nicht schlimmer als dir grunderkrankung und gut aus zu halten und ich habe gleich mit 5 mg angefangen.
Lies auf keinen Fall im Beipackzettel die Nebenwirkungen, sonst machst du dir zu viele Gedanken und wartest darauf.
Ich hoffe, es geht dir bald besser!

10.12.2019 21:38 • x 2 #18


11.12.2019 11:38 • #19


petrus57
Man sollte die auch langsam einschleichen. Am Besten mit 5 mg beginnen und dann jede Woche um 5 mg bis zur Zieldosis steigern. Bei mir hatten 15 mg gereicht.

Bei der kurzen Zeit musst du nichts ausschleichen.

11.12.2019 11:43 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf