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elena82

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Hallo an Alle,

ich bin seit knapp einer Woche völlig am Ende und weiss nicht mehr weiter.

2010 begannen bei mir starke Schlafstörungen aufgrund einer Angststörung, schlafen könne ich bis dahin immer super.

Ich bekam damals Doxepin was mir super geholfen hat. Allerdings bekam ich davon einen epileptischen Anfall und habe es daher wieder abgesetzt.

Nun nehme ich seit 1,5 Jahren Mirtazapin und war unendlich glücklich, dieses Medikament zu haben.
Ich kippte nicht um und konnte immer schlafen wie ein Baby.


Nun, seit einer Woche, bin ich völlig verzweifelt.
Ich habe das Mirtazapin für einen Tag abgesetzt, weil ich ohnehin frei hatte.
Ich hatte zuvor in einem 2wöchigen Urlaub auch drauf verzichtet, was super geklappt hat.

Diesmal ging es leider nach hinten los.
Als ich es nicht einnahm, konnte ich erst ganz spät schlafen und es ging mir schlecht.
So, da ich ein sehr großer Angstmensch bin, bin ich wieder in einen Angststrudel geraten, trotz des Mirtazapins.

Ich habe daraufhin noch 4 Nächte geschlafen, trotz Angst und dann vorgestern Nacht konnte ich trotz Mirtazapin nicht schlafen.

Nun bin ich wieder total verzweifelt, dass ich trotz 30mg Mirtazapin nicht schlafen kann.

War gestern total übermüdet und hatte starke Angstzustände und Panikattaken.

Nun hat mir mein Neurologe für 3 Tage Zopiclon verschrieben, davon konnte ich auch schlafen, aber das ist ja keine Lösung auf Dauer.

Ich hab einfach Angst, dass das Mirtazapin jetzt nicht mehr wirkt oder nur wirkte, weil ich daran glaubte.


Auch habe ich die Angst, dass man mir medizinisch da nicht helfen kann und ich jetzt aus Angst nie mehr richtig schlafen kann.

Sorry, habe die letzten Tage nur geheult und war völlig am Ende.

Mein Neurologe meinte, dass man in meinem Fall ein sedierendes Antidepressiva mit einem Serotonin-Aufnahmehemmer kombinieren kann.

Auch überlege ich, das Doxepin wieder zu versuchen und zusätzlich noch Antiepileptika zu nehmen.
Umkippen will ich auch nicht.


Würde mich sehr über ein paar Wortre freuen, kennt ihr etwas, was gut gegen Angst hilft und was man auf Dauer einnehmen kann?

Achja, eine Therapie mache ich, die Therapeutin ist auch wirklich nett, allerdings wird nicht an meiner Angst gearbeitet, sondern eher über das alltägliche Leben gesprochen.

Daher wollte ich gerne in eine Angstklinik und dort für mehre Wochen statiönär oder ambulant nochmal was machen.


Bin gerade völlig fertig!


Bitte, bitte helft mir.

18.01.2013 14:08 • 16.06.2017 #1


26 Antworten ↓


elena82


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Weiß denn niemand irgendwas?

18.01.2013 15:36 • #2


Gabi48

Gabi48


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Hallo es tut mir sehr leid, dass es dir so schecht geht.
Ich selber kenne Angst auch in deiner derzeitigen Form seid vielen Jahren.
Von einemTag Medi absetzen kann man eigendlich nicht abstürzen.
Ich würde auf den Rat deines Arztes hören und die andere Variante der Medis nehmen.
Ich kann dir nur sagen was ich mache wenn es so arg ist!
Du mußt Druck abbauen.
Ich laufe auch wenn ich es kaum schaffe mit aufzuraffen aber ich tue es.
Ich schreie laut in ein Kissen.
Ich singe ihrgend einen "Ohrwurm"
Oder atme, eine Hand auf das Herz die andere auf den Bauch .
Augen zu und solange Atmen bis der Atmen ruhiger wird.
Von ganz alleine geht die Panik nicht sofort man muß ihr auch Zeit geben.
Es sind zwar nur gute Ratschläge und nicht die Lösung
aber vielleicht helfen sie dir.
Vergess nie nach Regen kommt wieder die Sonne.
Die Panik wird auch wieder gehen.
Ich weiß das zu genau.
lG Gabi48

18.01.2013 16:15 • #3


elena82


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Hallo liebe Gabi,

vielen Dank für deine lieben Worte, das ist wirklich sehr lieb.

Darf ich denn fragen, welches Medikament du gegen die Ängste nimmst?

Danke Dir!!

18.01.2013 16:36 • #4


cleo84


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anstatt nach den "richtigen" medikamenten zu suchen, solltest du eher nach der richtigen therapie suchen. eine angststörung muss im grunde nicht medikamentös behandelt werden. vor allem aber ist eine medikation auf dauer nicht geeignet. angst ist nicht mit tabletten heilbar. nur dann, wenn du sie annimmst und nicht mehr dagegen ankämpfst, wirst du auch angstfrei sein. ich empfehle dir eine verhaltenstherapie. vielleicht können dir auch diese therapeuten helfen: www.hallo-angst.de

18.01.2013 16:43 • #5


elena82


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hallo cleo,

damit hast du wohl recht, vielen Dank.
ich mache bereits eine Therapie, allerdings hilft mir diese bei meiner Angst nicht wirklich wweiter.

vielen Dank für den Link, ich werde mal nachschauen!!

18.01.2013 16:49 • #6


Nautilus


Zitat von cleo84:
nur dann, wenn du sie annimmst und nicht mehr dagegen ankämpfst, wirst du auch angstfrei sein. ich empfehle dir eine verhaltenstherapie. vielleicht können dir auch diese therapeuten helfen: http://www.hallo-angst.de

Ei, verzeih, so ein Humbug ...

Zitat von elena82:
Ich bekam damals Doxepin was mir super geholfen hat. Allerdings bekam ich davon einen epileptischen Anfall und habe es daher wieder abgesetzt.

Zitat von elena82:
Auch überlege ich, das Doxepin wieder zu versuchen und zusätzlich noch Antiepileptika zu nehmen.
Umkippen will ich auch nicht.

elena, hast Du das mit Deinem Arzt schon besprochen?
Ich würde nie einfach so zusätzlich ein Hammer-Medikament nehmen, um die Hammer-Nebenwirkung eines Hammer-Medikaments zu unterdrücken. Wer weiß, welches Syndrom Du entwickelst bzw. verfestigst ... epileptische Anfälle ... nein, kein Doxepin mehr, wäre mein intuitiver Rat.

Gute Besserung!

18.01.2013 17:00 • #7


Lussi


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Hallo, hab auch mirtazapin 6 jahre genommen und jetzt erfolgreich abgesetzt. Du musst wirkich das mirtazapin täglich einnehmen damit dein körper täglich die 30 mg bekommt sonst wirkt es nicht gut. Dadurch kann es sein das es dir schlecht geht.

18.01.2013 17:05 • #8


elena82


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Hallo,

nein, natürlich spreche ich mit meinem Arzt darüber und umkippen möchte ich auch nicht, ich möchte aber auch nicht weiterhin in dieser Angst leben.

In einer Klinik gehe ich auch nochmal eine intensivere Therapie an, leider ist es nicht einfach, einen guten Therapeuten zu finden.

18.01.2013 17:12 • #9


Felixx


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Elena, der Hinweis von cleo84, dass eine Angsterkrankung nicht mit Medikamenten behandelt werden muss, ist irreführend und komplett falsch.
Da Du schon in Behandlung bist, kann ich Dir nur dringend empfehlen, Dich an die Verordnungen des Arztes zu halten. Was nicht ausschließt, die Medikation immer wieder zu überprüfen (Art und Dosis), und zwar im Dialog mit dem Doc. Das bedeutet, Du musst ihm auch Glauben schenken können, vertrauen können. Falls nicht, solltest Du den Arzt wechseln. Aber bitte, bitte nicht eigenmächtig was weglassen oder verändern. Ein guter (!) Arzt versteht, wenn Du sagst, das geht so nicht weiter, wir müssen unbedingt was ändern. Und Du musst das drastisch schildern.

18.01.2013 17:31 • #10


elena82


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Hallo Felix,

vielen Dank!

Einfach so änder ich nichts, ich werde mich nächste Woche wieder an meinen Neurologen wenden.
Vorerst hat er mir Zopiclon mitgegeben, das nehme ich aber nur 3 Tage.

Dennoch muss eine Lösung für die Dauer her, sowohl mit einer Medikation als auch mit einer Therapie.

18.01.2013 17:44 • x 1 #11


Felixx


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Du kannst, wenn Du magst, noch schauen, was ich in Sachen Therapieformen bisher gepostet hab. Auf meinen Namen gehen und meine Beiträge anklicken.

18.01.2013 18:12 • #12


Maja72


Zitat von Lussi:
Hallo, hab auch mirtazapin 6 jahre genommen und jetzt erfolgreich abgesetzt. Du musst wirkich das mirtazapin täglich einnehmen damit dein körper täglich die 30 mg bekommt sonst wirkt es nicht gut. Dadurch kann es sein das es dir schlecht geht.

@lussi,
sorry, Dein Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber viellecht antwortest Du mir ja. Du schreibst, Du hat das Mirtazapin erfolgreich abgesetzt. Hattest Du nach oder während dem Absetzen Schlafstörungen oder Ängste und Zwangsgedanken ?
Ich hatte bis Oktober 2016 Clomipramin, das habe ich bis dahin 10 Jahre genommen. Nach acht Jahren hat die Wirkung nachgelassen, aber ich konnte trotzdem noch 2 Jahre gut leben, trotz Angst und Selbstmordgedanken. Im Oktober 2016 habe ich dann versucht, mir das Leben zu nehmen, im künstlichen Koma wurde ch entgiftet und so wurde mir auch das Clomipramin entzogen. Als ich wieder zuhause war, bekam ich furchtbare Schlafstörungen, die bis heute anhalten. Ich glaube, es war nur die erste Zeit der Entzug von Clomipramin, und dann kam meine Angst wieder. An mir wurden seit Januar zig Medikamente ausprobiert. Alles half nicht richtig.
Seit 12 Tagen nehme ich jetzt Doxepin. ich schlafe einigermaßen damit. Ich habe solche Angst, das die Schlafstörung nie wieder weg geht. Hast Du das Mirta wegen Schlafstörungen und ÄNgsten bekommen ?

Liebe Grüße
Maja

15.06.2017 13:59 • #13


Flame


Lyrica ist ein effektives Medikament gegen Angststörungen.
Es wirkt schnell und ohne Erstverschlimmerung und man kann es auch längerfristig einnehmen.

Alternativ kann man bei Bedarf auch Beruhigungsmittel nehmen,die nicht abhängig machen,Perazin ist sehr gut und auch Promethazin.
Letzteres macht allerdings schnell müde,das ist eher was für abends oder nur ganz gering dosieren.

15.06.2017 16:03 • #14


Maja72


Zitat von Flame:
Lyrica ist ein effektives Medikament gegen Angststörungen.
Es wirkt schnell und ohne Erstverschlimmerung und man kann es auch längerfristig einnehmen.

Alternativ kann man bei Bedarf auch Beruhigungsmittel nehmen,die nicht abhängig machen,Perazin ist sehr gut und auch Promethazin.
Letzteres macht allerdings schnell müde,das ist eher was für abends oder nur ganz gering dosieren.

@flame,
wirkt es denn gut ? Vielleicht auch gegen Zwangsgedanken ?
Hatte es für drei Tage mal genommen. Aber durch den ganzen Medi Mix, seitens meines Psychiaters
habe ich es dann nicht mehr genommen. SSRI vertrage ich leider nicht !

Liebe Grüße
Maja

15.06.2017 16:47 • #15


Flame


es wirkt stimmungsaufhellend,beruhigend und man kann die Gedanken besser ordnen.

Drei Tage sind etwas kurz,obwohl Du da schon eine Wirkung hättest spüren müssen.
Ich hatte 20 Minuten nach der ersten Einnahme schon eine beruhigende Wirkung gespürt.

Bei mir wird es aktuell aufdosiert,bin jetzt bei 100mg/Tag.Ist glaub ich noch zu wenig aber das kann alles angepasst werden.

15.06.2017 17:15 • #16


Maja72


Zitat von Flame:
es wirkt stimmungsaufhellend,beruhigend und man kann die Gedanken besser ordnen.

Drei Tage sind etwas kurz,obwohl Du da schon eine Wirkung hättest spüren müssen.
Ich hatte 20 Minuten nach der ersten Einnahme schon eine beruhigende Wirkung gespürt.

Bei mir wird es aktuell aufdosiert,bin jetzt bei 100mg/Tag.Ist glaub ich noch zu wenig aber das kann alles angepasst werden.

Ich hab Schlafstörungen seit letzten Oktober. Ich habe bis dahin 10 Jahre 100mg Clomipramin genommen. Nach dem abruptem Entzug, bekam ich eine massive Schlafstörung, wahrscheinlich anfangs wegen dem Entzug. Der hat zumindest die Schlafstörung ausgelöst. Ich frage mich, warum mein Schlaf nicht wieder in die Reihe gekommen ist. Aber Clomipramin hat ja auch nur die Symptome überlagert, nicht geheilt. Darum ist meine Angst ja auch wieder gekommen. Hätte ich nicht auf die vom ADFD Forum gehört, wäre ich schon wieder gesund ! Seit Januar, hat mein Psychiater zig Medis an mir ausrpobiert und keins hat geholfen. Seit 12 Tagen nehme ich Doxepin. Ich schlafe schon besser und hoffe, das mein Schlaf noch besser wird.
Ich habe bis Oktober 2016, bis das mit meiner Dummheit war, immer 8-9 Stunden geschlafen.

Liebe Grüße
Maja

15.06.2017 17:27 • #17


Flame


Es ist nicht so einfach,das richtige Medikament zu finden.
Doxepin zum schlafen ist doch ganz passend,Doxepin hatte ich auch schon aber tagsüber und da hat es mich zu müde gemacht.

Lyrica hat halt den Vorteil,dass es zeitnah wirkt und im Vergleich zu Antidepressiva die Nebenwirkungen übersichtlich sind und somit viel besser auszuhalten.
Ich habe auch 4 Antidepressiva vergeblich ausprobiert,bin froh,nun endlich was wirksames gefunden zu haben,was das ganze nicht noch schlimmer macht und man nicht wochenlang auf eine Verbesserung warten muss.

15.06.2017 18:24 • #18


Maja72


Zitat von Flame:
Es ist nicht so einfach,das richtige Medikament zu finden.
Doxepin zum schlafen ist doch ganz passend,Doxepin hatte ich auch schon aber tagsüber und da hat es mich zu müde gemacht.

Lyrica hat halt den Vorteil,dass es zeitnah wirkt und im Vergleich zu Antidepressiva die Nebenwirkungen übersichtlich sind und somit viel besser auszuhalten.
Ich habe auch 4 Antidepressiva vergeblich ausprobiert,bin froh,nun endlich was wirksames gefunden zu haben,was das ganze nicht noch schlimmer macht und man nicht wochenlang auf eine Verbesserung warten muss.

Hast du Schlafprobleme ?

15.06.2017 18:42 • #19


TiffyK


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Zitat von Flame:
Lyrica ist ein effektives Medikament gegen Angststörungen.
Es wirkt schnell und ohne Erstverschlimmerung und man kann es auch längerfristig einnehmen.

Alternativ kann man bei Bedarf auch Beruhigungsmittel nehmen,die nicht abhängig machen,Perazin ist sehr gut und auch Promethazin.
Letzteres macht allerdings schnell müde,das ist eher was für abends oder nur ganz gering dosieren.


Kritisch...
Pregabalin ist neben den Benzodiazepinen das einzige Medi, das auf GABA wirkt (grob gesagt) und aus diesem Grund kann es ähnlich schlimme Entzugssymptome / Abhängigkeit verursachen und "desolate" GABA Rezeptoren hinterlassen.
Auch schon nach relativ kurzer Zeit und in therapeutischer Dosis.

Ich hab in der SHG während des Benzoentzugs Lyrica"nehmer" kennen gelernt, die durch eine ebenso schlimme Hölle gegangen sind wie Benzoabhängige.

Pregabalin ist noch recht neu, im Vgl zu den Benzos, und daher zum Verschreiben seitens der Ärzte die "elegantere Lösung".

Bei schwersten Benzoentzugssymptomen hat mir die Gabe von 25 mg Pregabalin sehr geholfen, das hat mir gezeigt, wie es "gestrickt" ist und dass ich damit nur vom Regen in die Traufe kommen würde.

15.06.2017 20:31 • #20




Dr. med. Andreas Schöpf

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