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@Fred68 Genau das meine ich. Man redet sich die Pillen schön. Wer schon mal Tavor Entzüge gemacht hat so wie ich,weiss wie es ist. Die Hölle.
Ich kenn sie alle. Lorazepam was Tavor ist,Diazepam was Valium ist Bromazepam,Oxazepam und wie sie alle heißen und ich habe auch erfahren wie schnell man abhängig werden kann,wie lange was im Blut bleibt,wie heimtückisch der Entzug plötzlich anfängt nach Tagen und Wochen je nachdem wie lange welches Benzo im Blut bleibt bevor der Entzug einen eiskalt erwischt. Auch die Länge der Einnahme ist ausschlaggebend.Die Dosis auch. Benzos senken mit der Zeit die Toleranzgrenze so das man mehr braucht um sich zu beruhigen.
Nach 11 Jahren mit AD,s und Benzos bevor ich 3 mal zu je 6 Monate Langzeit-Therapie ging hatte ich viele Entzüge.
Wenn jemand davon wieder runter ist und trotzdem noch Ängste hat dann ist in der Therapie falls überhaupt gemacht etwas schief gelaufen.
In Therapie wird herausgefunden was die Ängste auslöst. Gegebenenfalls was man früher erlebt hat Traumata oder ähnliches was vieleicht längst aus Selbstschutz verdrängt wurde. Doch die Seele vergisst nichts.
Diese schlechten Erfahrungen aufzuarbeiten, gedeckelte Gefühle endlich freuen Lauf zu lassen ist das erste Ziel. Das ist sauschwer aber nötig um eine Heilung zu erreichen.
Weinen um Trauer und Entäuschung loszulassen,Wut und Schreien sogar körperlich seiner Wut oder Ohnmacht Ausdruck zu verleihen indem sich Therapeuten mit Schutzanzug als verhassten Feind hinstellen auf den man einprügeln kann falls notwendig. Verzweiflung Schuldgefühle die man sich macht werden herausgearbeitet auf ihre Berechtigung geprüft und anschließend per Selbsteinsicht an Akta gelegt weil gar nicht notwendig.
Das waren jetzt nur einige wenige Beispiele wie man lernt altes loszuwerden bevor es daran geht sich andere Verhaltensweisen anzueignen die man dort erlernen und in Feldübungen durchleben kann um sich zu stärken und gefestigt zu werden bevor es wieder raus ins Leben geht.
Auch neue Lebensweisen die man selber ändern muss werden besprochen wie z b Trennung von toxischen Beziehungen, Neue Arbeitstelle, oder in ein völlig neues Umfeld ziehen sind hier auch nur ein paar wenige Beispiele. Je nachdem wo der Hase im Pfeffer begraben liegt.
Wenn man in eine psychosomatische Klinik geht und erwartet das man dort behandelt wird,ist man verkehrt.
Man sollte sich öffnen.Wie sollen sie Therapeuten arbeiten wenn sie von einem kein Handwerkszeug bekommen ? Geht nicht.Wer da nur seine Zeit absitzt und den Mund nicht aufbekommt geht so wie er gekommen ist und hat einem anderen den Platz umsonst weg genommen.
Außerdem muss eine Vertrauensbasis zwischen Therapeuten und Patient hergestellt werden. Sonst kann man sich nicht öffnen.
Und was meist passiert ist das man Kritik einstecken muss. Viele sagen sich dann....nun bin ich schon so fertig,komme in die Klinik und werde noch blöd angemacht ? Ich brech die Therapie jetzt ab.
Fehler.Denn genau so etwas gehört zur Therapie. Das hat alles einen Sinn.
Wer das verstanden hat der hat gute Aussichten clean sauber und gefestigt dort wieder ins Leben entlassen zu. werden ohne Ängste und Panikattacken.
Gute Besserung
🙂👍