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A
Liebe Alle,
Seit ca. 3 Wochen leide ich unter einer Angststörung und bin in einer Psychosomatischen Klinik.

Da ich massive Schlafstörungen hatte, nahm ich jetzt insgesamt 6x 1mg Tavor jeweils zum Schlafen, jetzt das 3. Mal Oxazepam 10mg.

Ich habe festgestellt, dass es immer ab ca. 00:00 Uhr anfängt mit starker inner Unruhe, die ich nicht kontrollieren kann. Vorher nicke ich ab und zu alleine ein.
Aber dann geht gar nix mehr. Im Gegensatz zu Tavor, hält 10mg Oxazepam nur 3h an, dann hab ich kalten Schweiß und bin wieder hellwach und kann nicht schlafen.

Ist das ein Hinweis auf eine Abhängigkeit?

Ich leide auch an Geschmacksveränderungen. Andere Medikamente nehme ich derzeit noch nicht, werde aber zeitnah auf AD eingestellt.

Wie komme ich da am besten wieder raus?

Einfach weglassen funktioniert nicht.

Über eure Hilfe bin ich sehr dankbar!

LG Anna

10.11.2023 06:18 • 14.11.2023 #1


19 Antworten ↓


Kermit
Auch nach 6 Tagen Tavor merkt man deutlich wenn man es plötzlich weg lässt. Auch Oxazepan ist ein Benzodiazepin und macht abhängig wie alle Benzodiazepine. Das Dumme daran ist das man genau die Symptome dabei bekommt weswegen man die Tabletten überhaupt erst bekommen hat. Viele denken dann es wäre ihre Grunderkrankung dabei ist es bereits Abhängigkeit und die Entzugserscheinungen der Medikamente. Ein Teufelskreis. Ich denke die haben deshalb die Medikation umgestellt damit Du von den Tavor langsam entzogen wirst. Allerdings würde ich das mit Diazepam machen und langsam runter dosieren und nicht mit Oxazepam. Das ist mit Tavor kaum zu vergleichen. Wenn man bedenkt das 1 mg Tavor gleich 10mg Diazepam entsprechen,dann wundern mich die Schlafstörungen nicht.

Wie läuft unter den Symptomen eigentlich die restliche Therapie ? Gesprächsgruppen usw ? Oder schläfst Du da nicht schon ein vor Müdigkeit ?
.Sprich das mal in der Gruppe an und teile es Deinem Therapeuten und dem Arzt mit. Das ist sehr wichtig .

Hier kann Dir wohl keiner etwas dazu sagen,weil Du in Therapie bist und Du das dem Arzt dort mitteilen musst. Wir sind keine Ärzte hier.
. Frage. Seit wann darf man in einer psychosomatischen Therapie eigentlich ein Handy haben ?

Früher wäre so etwas unmöglich gewesen. Denn man soll möglichst keinen Kontakt zu seinen Angehörigen haben oder nach außen um sich nicht abzulenken,sondern um über sich nachzudenken und um eventuell schädliche Einflüsse von außen abzuhalten.

Du bist in einer Klinik,also löse dieses Problem dort mit Deinem Arzt und Therapeuten. Die können Dir all Deine Fragen beantworten.

Ich denke da sollte sich auch keiner einmischen. Du bist dort in Behandlung und nicht hier. Wir sind alle keine Ärzte .

10.11.2023 08:37 • x 2 #2


A


Bin in Benzo abhängig?

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L
@annamaus77 Hallo du, nach 6 Tagen bist du noch nicht abhängig, eine körperliche Abhängigkeit, sprich Toleranzentwicklung, entwickelt sich nach ca. nach zwei Wochen. ABER: Wenn das mal nach kurzer Zeit Einnahme - und du bist in einer psychiatrischen Behandlung - passiert, dann ist das überhaupt nicht schlimm. Dann wird die Dosis langsam ausgeschlichen, sodass sich die neuronalen Zellen regenerieren, sprich wieder die alte Sensibilität annehmen. Das Wichtige ist, dass man nicht über einen langen Zeitraum Benzos nimmt. Dann ist es schwer, diese wieder abzusetzen. Ich habe bspw. in einer Klinik auch mal 10 Tage 3x am Tag Tavor plus Temazepam zum Schlafen bekommen. Dann wurde es ganz langsam runterdosiert, nachdem das AD zu wirken begann. Das ist die normale Vorgehensweise. Ich würde dir empfehlen, deine Sorgen mit den Psychologen/Psychiatern in der Klinik zu besprechen, denn die wissen, was sie tun und du siehst ja schon hier, dass wir etwas unterschiedliche Auffassungen haben, daher würde ich mich dem letzten Satz von Kermit anschließen Aber die Angst ist verständlich! Ich hoffe, dir geht es bald besser!

10.11.2023 09:34 • x 1 #3


A
@LenaPhobia
Vielen Dank...

Wie wurde das bei dir runterdosiert?

LG Anna

10.11.2023 10:04 • #4


Kermit
@LenaPhobia Wenn man bedenkt das annamaus umgerechnet in 6 Tagen bereits 60mg Diazepam in sich hat und das dann plötzlich mit einem, ich sag mal relativ schwach wirksamen Benzodiazepin substituiert wird ist es kein Wunder das sich Entzugsymptome einstellen. Diese können auch vor allem bei Tavor noch Tage nach dem gar nichts mehr eingenommen wurde auftauchen. Man wird nicht erst nach 14 Tagen abhängig. Das geht bei einem schneller beim anderen langsamer. Je nach dem wie schnell der Stoff verstoffwechselt wird. Allein die Psychische Komponente ist nicht zu verachten, weil es ja sooo gut geholfen hat. Und diese Abhängigkeit kommt meist früher als die körperliche. Merkt man meist daran, das man verzweifelt Ausreden sucht um ja das Medi beibehalten zu können, weil andere ja nicht so gut wirken,was ja auch kein Wunder ist, weil Tavor so das stärkste Benzo ist was es gerade noch ohne Betäubungsmittelrezept gibt. Ich glaube die nächste Stufe wäre dann wohl Rohypnol und das gibts nur über Betäubungsmittelrezept. Tavor wird oft verharmlost und einfach so verschrieben oftmals auf Privatrezept. Nur damit es nicht in den Statistiken auftaucht bei den Ärzten. Sonst bekämen die nämlich was zu hören von den Krankenkassen. Nur mal so am Rande.

https://youtube.com/shorts/EOTPtdFnj7w?...oTr_WxiLMe

10.11.2023 12:50 • #5


L
@annamaus77 Ich glaube zuletzt waren es so 0,25mg. Also, wenn man es runterdosiert, dann werden in der Apotheke besonders kleine Größen hergestellt, die es sonst nicht gibt, die dann extra zum Ausschleichen sind. Ich weiß aber auch noch, dass ich leichtes Zittern hatte, wenn ich z.B. das Glas an den Mund gehoben hab oder so. Bei Pregabalin wurde es bei mir mal zu schnell runterdosiert, da hatte ich 3 Wochen ziemliches Schwitzen und sowas. Aber hinterher ist man ja immer schlauer und wenn du ohnehin in Behandlung bist und den Eindruck hast, dass du Absetzsymptome hast, dann kannst du das ja äußern, vielleicht ziehen die Ärzte die Ausschleichdosis dann noch über 1,2 Tage länger. Ich weiß ja nicht, wie ausgeprägt deine Ängste da sind, ich konnte das - trotz massiver Angststörung - z.B. ganz gut aushalten, wenn einem mal ein wenig die Hände zittern, weil ich wusste, woher es kommt und in ein paar Tagen aufhört. Das wird bei dir auch schnell rum sein! Wie gesagt, die körperliche Toleranz die du evtl. nach dieser Zeit entwickelt hast, ist nicht das Problem, sondern wenn du eine psychische entwickelst. Wobei man auch da sagen muss: Solang du es im Griff hast, kann man auch damit leben (ich habe z.B. eine, aber auch von Schokolade hehe)

10.11.2023 19:31 • x 1 #6


Fred68
Zitat von annamaus77:
insgesamt 6x 1mg Tavor jeweils zum Schlafen, jetzt das 3. Mal Oxazepam 10mg.

Also da halte ich für ausgeschlossen von der Dosis ist man nicht abhängig.

Ich habe Praxiten 15 mg über 10 Jahre sporadisch wenn ich um 02:00 immer noch noch nicht schlafen konnte eingenommen im Jahr ca 100 Stk.

Ich habe voriges Jahr während einer Corona Erkrankung plötzlich Panikatacken bekommen und konnte in keine Klinik oder zum Arzt solange ich positiv war. In diesen 10 Tagen nahm ich jedenTag 2 Stk. 15mg Praxiten damit ich meine Panikatacke aushalten konnte.

Als ich nicht mehr Corona positiv war konnte ich in die Klinik und erzählte meine Geschichte den Arzt das ich jeden Tag 2 Stk Praxiten genommen hatte um das zu überstehen. Er sagte mir kalt das haben sie sich selber zuzuschreiben sie sind Benzo abhängig sie müssen Lyrica nehmen und gehen sie stationär auf Entzug.

Zur berühgung bekam ich in der Klinik auch noch ein Benzo verabreicht das aber meine Panik nur etwas minderte aber nicht ausschaltete. Jetzt frage ich mich wenn ich von etwas süchtig bin und ich nehme es ein und es geht mir danach immer noch schlecht dann wird es wohl eine andere Ursache haben. Selbst meine Hausärztin die mir die Tabletten verschrieben hat eben maximal 100 Stk im Jahr meinte das schaffen sie zuhause nicht gehen sie stationär.

Ich habe dann vom psychosozialen Dienst Seroquel verschrieben bekommen und habe nie wieder Benzos genommen meine Angststörung habe ich noch immer auch nach eineinhalb Jahren. So lange dauert kein Entzug.

10.11.2023 20:23 • x 1 #7


Kermit
@Fred68 Genau das meine ich. Man redet sich die Pillen schön. Wer schon mal Tavor Entzüge gemacht hat so wie ich,weiss wie es ist. Die Hölle.

Ich kenn sie alle. Lorazepam was Tavor ist,Diazepam was Valium ist Bromazepam,Oxazepam und wie sie alle heißen und ich habe auch erfahren wie schnell man abhängig werden kann,wie lange was im Blut bleibt,wie heimtückisch der Entzug plötzlich anfängt nach Tagen und Wochen je nachdem wie lange welches Benzo im Blut bleibt bevor der Entzug einen eiskalt erwischt. Auch die Länge der Einnahme ist ausschlaggebend.Die Dosis auch. Benzos senken mit der Zeit die Toleranzgrenze so das man mehr braucht um sich zu beruhigen.

Nach 11 Jahren mit AD,s und Benzos bevor ich 3 mal zu je 6 Monate Langzeit-Therapie ging hatte ich viele Entzüge.

Wenn jemand davon wieder runter ist und trotzdem noch Ängste hat dann ist in der Therapie falls überhaupt gemacht etwas schief gelaufen.

In Therapie wird herausgefunden was die Ängste auslöst. Gegebenenfalls was man früher erlebt hat Traumata oder ähnliches was vieleicht längst aus Selbstschutz verdrängt wurde. Doch die Seele vergisst nichts.

Diese schlechten Erfahrungen aufzuarbeiten, gedeckelte Gefühle endlich freuen Lauf zu lassen ist das erste Ziel. Das ist sauschwer aber nötig um eine Heilung zu erreichen.

Weinen um Trauer und Entäuschung loszulassen,Wut und Schreien sogar körperlich seiner Wut oder Ohnmacht Ausdruck zu verleihen indem sich Therapeuten mit Schutzanzug als verhassten Feind hinstellen auf den man einprügeln kann falls notwendig. Verzweiflung Schuldgefühle die man sich macht werden herausgearbeitet auf ihre Berechtigung geprüft und anschließend per Selbsteinsicht an Akta gelegt weil gar nicht notwendig.

Das waren jetzt nur einige wenige Beispiele wie man lernt altes loszuwerden bevor es daran geht sich andere Verhaltensweisen anzueignen die man dort erlernen und in Feldübungen durchleben kann um sich zu stärken und gefestigt zu werden bevor es wieder raus ins Leben geht.

Auch neue Lebensweisen die man selber ändern muss werden besprochen wie z b Trennung von toxischen Beziehungen, Neue Arbeitstelle, oder in ein völlig neues Umfeld ziehen sind hier auch nur ein paar wenige Beispiele. Je nachdem wo der Hase im Pfeffer begraben liegt.

Wenn man in eine psychosomatische Klinik geht und erwartet das man dort behandelt wird,ist man verkehrt.

Man sollte sich öffnen.Wie sollen sie Therapeuten arbeiten wenn sie von einem kein Handwerkszeug bekommen ? Geht nicht.Wer da nur seine Zeit absitzt und den Mund nicht aufbekommt geht so wie er gekommen ist und hat einem anderen den Platz umsonst weg genommen.

Außerdem muss eine Vertrauensbasis zwischen Therapeuten und Patient hergestellt werden. Sonst kann man sich nicht öffnen.

Und was meist passiert ist das man Kritik einstecken muss. Viele sagen sich dann....nun bin ich schon so fertig,komme in die Klinik und werde noch blöd angemacht ? Ich brech die Therapie jetzt ab.

Fehler.Denn genau so etwas gehört zur Therapie. Das hat alles einen Sinn.

Wer das verstanden hat der hat gute Aussichten clean sauber und gefestigt dort wieder ins Leben entlassen zu. werden ohne Ängste und Panikattacken.

Gute Besserung

10.11.2023 22:44 • x 2 #8


Fred68
Zitat von Kermit:
Man redet sich die Pillen schön

Hallo Kermit vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Ich habe wie geschrieben Praxiten immer sporadisch genommen oft ein zwei Monate gar nicht und wenn ich Stress hatte vielleicht wieder vier fünf Tage hintereinander und hatte nie Entzugserscheinungen oder Ängste.

Ich hatte im Mai vorigen Jahres einen dummen Unfall. Ich wollte etwas von der Rückbank eines pkw nehmen und steckte mit meinen Oberkörper im wageninneren der Fahrer dachte ich bin schon draußen und fuhr langsam los wobei er mir auf meine Füße fuhr als er es bemerkte fuhr er langsam weiter vor damit meine Füße frei werden dabei hat mich aber die Rückbank ins Becken gedrückt und dann nach rechts umgeschmissen wobei der rechte Fuß noch unter dem Reifen steckte. Egal auf alle Fälle bekam ich nach zwei Wochen immer stärkere Schmerzen in der Hüfte und im Knie,

Nach zwei Monaten musste ich mich von der Arbeit krank melden wegen der Schmerzen. Zuhause im Krankenstand bekam dann meine Partnerin Corona und ich nach fünf Tagen dann auch. Da ich ein schlechtes Gewissen zuvor hatte das ich mich krank gemeldet habe (Angst die Arbeit zu verlieren) da wir ein kleines Team sind war ich nun legitimiert in Ruhe zuhause bleiben.

Nach fünf Tagen meiner Corona Erkrankung bekam ich dann plötzlich zuhause beim Fernsehen auf der Couch diese Panikattacke aus dem nichts.

Zu dieser Zeit hatte ich auch schon länger keine Praxiten genommen deswegen denke ich kam es auch nicht von den Benzos. Ebenfalls habe ich nie einen Entzug davon durchmachen müssen und habe nachdem ich Seroquel gegen meine Ängste bekommen habe auch nie wieder ein Benzo genommen.

Lange dachte ich es kommt von Corona aber heute denke ich es kam von der Angst die Arbeit zu verlieren und ob ich jemals wieder ohne Schmerzen leben kann. Dann begann meine Odessey mit Ärzten und Physiotherapie. Meine Schmerzen habe ich heute auch noch und ebenfalls eine generalisierte Angststörung. Die unterschwellige Angst ist seit dem Tag der Panikattacke nicht mehr verschwunden.

Ich kenne auch einige Menschen die Benzos ab und zu so wie ich konsumiert habe nehmen und keiner von ihnen hatte je Entzugserscheinungen.

Aber ich weiß der Benzo Entzug ist die Hölle schlimmer als Her oin.
Respekt das du davon los gekommen bist. LG

11.11.2023 19:10 • x 1 #9


Islandfan
Hab mal 2008 1 mg Tavor über sechs Wochen genommen und konnte es innerhalb einer Woche problemlos absetzen.
Jetzt ist es so, dass ich seit mehreren Monaten täglich 0,5 mg nehme, steigern muss ich es nicht. Die Dosis hilft mir, nicht mehr so zappelig und nervös zu sein. 1 mg nehme ich sehr selten, eigentlich nur an Tagen, an denen gar nichts mehr geht.
Meine Hausärztin in Bayern fand es nicht so optimal, aber aufgrund der vielen Veränderungen in meinem Leben vertretbar. Mit der neuen Hausärztin habe ich es auch besprochen, sie meinte, dass momentan es eher ungünstig wäre, wenn ich damit aufhöre, da es jobtechnisch gerade stressig ist. Am 29.11. habe ich einen Termin bei einer neuen Psychiaterin, mit der soll ich mal einen Absetzplan besprechen.
Laut Hausärztin gäbe es zwei Möglichkeiten, entweder soll ich täglich statt 0,5 nur 0,25 nehmen für eine Woche und es dann absetzen, oder nur alle 2 Tage 0,5, dann alle 3 Tage usw. Ich habe das „Glück“, dass ich eine minimale Dosis nehme und es nicht steigern brauche. Ich merke tw abends, wenn ich sie nicht genommen habe, dass ich total zitterig bin, das ist sehr unangenehm. Nach der Einnahme werde ich ruhiger, aber in einer angenehmen Art und Weise, ich fühle mich weder zugedröhnt noch wie in Watte, ich bin dann einfach ruhiger.
Auch wenn es mir sehr gut hilft, weiß ich, dass langsam der Zeitpunkt kommt, es wieder abzusetzen, ich denke, dass es klappen kann, da ich es damals nach 6 Wochen auch absetzen konnte.
Man hört verschiedenes, manche sagen, es ist die Hölle, andere sagen, dass es nicht so schlimm wäre. Ich weiß es nicht.

13.11.2023 22:19 • x 2 #10


Kermit
Zitat von Islandfan:
Hab mal 2008 1 mg Tavor über sechs Wochen genommen und konnte es innerhalb einer Woche problemlos absetzen. Jetzt ist es so, dass ich seit mehreren ...

Wirst Du merken. Hatte es damals über 4 Jahre verschieben bekommen täglich 1mg. Nie wieder. Sonst hätte ich nicht mehr mit der Bahn zur Arbeit fahren können und irgendwo muss das Geld für Miete und Nahrung ja herkommen.

14.11.2023 05:28 • x 1 #11


Islandfan
Zitat von Kermit:
Wirst Du merken. Hatte es damals über 4 Jahre verschieben bekommen täglich 1mg. Nie wieder. Sonst hätte ich nicht mehr mit der Bahn zur Arbeit fahren können und irgendwo muss das Geld für Miete und Nahrung ja herkommen.

1 mg ist ja der Standart, bin froh, dass ich mit 0,5 auskomme, gut ist es trotzdem nicht.
Ich denke, dass ich psychisch mittlerweile auch ohne hinkäme, aber hab ein wenig Angst vor dem Absetzen. Anfang Oktober gab es einen Lieferengpass und die hatten weit und breit nur die 50 Stück Packung mit 1 mg und da ich teile, sind es ja dann 100 Tage, die es reicht. Fühle mich immer irgendwie blöd, nach einem Rezept zu fragen. Ich hoffe, ich bekomme das mit dem Absetzen gut hin.

14.11.2023 07:21 • x 1 #12


Kermit
https://psychiatrietogo.de/2012/01/29/b...sierungen/

Bin damals mit Diazepam ganz gut runter gekommen von Tavor. Mal als Tipp. Erst die 10mg geviertelt und runter dosiert dann hab ich nur die 5mg Valium ist ja Diazepam verschreiben lassen und die dann geviertelt. Weil 1mg Lorazepam also Tavor entspricht 10mg Valium Diazepam. Hat gut funktioniert.Tipp vom Insider. Du könntest die 5wer Diazepam nehmen bei 0,5mg Tavor und die dann vierteln und runter dosieren. Gibt ne sanfte Landung.

14.11.2023 07:33 • x 1 #13


Islandfan
@Kermit Danke für den Tipp, das mit dem Diazepam habe ich auch schon mal gelesen, dass man Tavor damit ausschleichen kann. Habe Diazepam noch nie genommen, meine Psychiaterin meinte, dass es einen mehr umhaut als Tavor. Gut ist allerdings, dass man es in der Tropfenform besser dosieren kann beim Ausschleichen.
Ich finde, dass man den Alltag mit Tavor normal meistern kann, also dass man nicht das Gefühl hat,was genommen zu haben, außer dass man angenehm ruhig ist.
Dennoch ist es ein Teufelszeug. Meine Oma war lange tavorabhängig und ich wollte es nie so lange nehmen.

14.11.2023 07:51 • #14


Kermit
@Islandfan Also das Diazepam stärker ist als Tavor stimmt nicht. Tavor ist das Medikament was man noch bekommt bevor man ein Betäubungsmittelrezept braucht für Rohypnol und ähnlichem .

Diazepam hat lediglich eine längere Halbwertzeit. Also 5 Tage statt 18 Stunden wie Tavor. Das hat den Vorteil das man beim runterdosieren auch mal ein oder 2 Tage ausetzen kann.

Nur mal zur Info.

14.11.2023 08:19 • x 1 #15


Islandfan
Danke, das wusste ich nicht, das wäre ja praktisch, wenn es dann länger wirkt und man es dadurch nicht täglich nehmen muss. Bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt abhängig bin. Das Zittern spricht dafür, aber ich habe kein Verlangen danach oder so. Wäre ich nicht so zittrig und nervös ohne, hätte ich schon längst versucht, es abzusetzen.

14.11.2023 08:29 • #16


Sandy1986
Das ist aber interessant ....warum schlägt mir das meine Ärztin nicht mal vor ....ich bin immernoch bei 0.5mg tavor am tag und traue mich nicht das wegzulassen ,da es mir beim letzten versuch so mies ging .......

Ich war letztes Jahr in der Klinik da hab ich tavor zum ersten Mal bekommen ,hatte das vorher nie probiert ...3×täglich 1mg ....tja ich wurde dann entlassen mit 0.5mg tavor bin dann mal wieder auf 1mg gegangen und nun seit einem halben Jahr auf 0,5mg

14.11.2023 08:48 • x 1 #17

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Islandfan
Normalerweise rät jeder Arzt von einem Dauergebrauch ab, besonders bei jungen Menschen. Immer mehr Ärzte verschreiben es so gut wie gar nicht mehr.
Es ist halt schwierig, es wirkt besser als alles andere, da muss man sich nichts vormachen, aber das Abhängigkeitspotential ist halt da und dauerhaft ist es auch nicht so optimal für den Körper.
Manchmal denke ich auch, ich komme mit den 0.5 gut klar, warum dann nicht langfristig? Aber es hat wohl auch seinen Grund, warum man davon abrät, das geht wohl auch ganz schön an die Leber auf Dauer.

14.11.2023 09:02 • x 1 #18


Kermit
Zitat von Islandfan:
Normalerweise rät jeder Arzt von einem Dauergebrauch ab, besonders bei jungen Menschen. Immer mehr Ärzte verschreiben es so gut wie gar nicht mehr. ...

Das geht mit den Jahren aufs Gehirn. Deshalb. Die Lücken zwischen den Hirnwindungen werden immer größer und vergesslich wird man auch.

14.11.2023 09:20 • #19


Islandfan
Zitat von Kermit:
Das geht mit den Jahren aufs Gehirn. Deshalb. Die Lücken zwischen den Hirnwindungen werden immer größer und vergesslich wird man auch.

Hab mal gelesen, dass das widerlegt wurde. Bin mir aber nicht sicher.

14.11.2023 11:46 • x 1 #20


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