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Vergissmeinicht

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Ihr Lieben,

nun, seit langer Zeit kenne ich Benzos.

Vor 21 Jahren kam ich in die Klinik und bekam vom ersten Tag an 8 mg Tafil. Da ich bis dato keine Medis nahm, hauten sie voll rein und schlief wochenlang. Im Laufe des halben Jahres erfolgte dann eine Reduzierung auf 4,0 mg mit denen ich auch entlassen wurde. So fuhr ich zur ambulanten Thera mit 4,0, mg Tafil, was ich heute niemals mehr machen würde.

Im Laufe der Jahre reduzierte ich enstprechend. Dann kam ein Rückfall durch den Tod meines Schwiegervaters und ich erhöhte wieder nach Absprache mit meinem Thera auf 4,0 und wieder Reduzierung.

Irgendwann war ich dann auf Null.

Als es mir voriges Jahr schlecht ging griff ich erneut zu dem Strohhalm Tafil und besorgte sie mir von einemm befreundeten Azrt. Wieder nahm ich 4,o mg die dann irgendwann nicht mehr halfen und so hieß es erneut Klinik.

In der Klinik wurden sie abgesetzt auf Null und es wurde erstmal mit Diazepam (Valium) dagegen gehalten. Der Entzug war die Hölle. Schmerzen wochenlang als ob ein Messer in der Brust steckt. 50 x auf Toilette und vieles mehr und gönne es meinem ärgsten Feind nicht.

Dann war ich wieder auf Null und seit die Ängste wieder anfingen griff ich dann zu Tavor. Ich sagte es meiner Ärztin die aus allen Wolken fiel und ordnetet eine Reduzierung an mit einem Zeitraum von jeweils 7 Tagen. Nun bin ich wieder auf Null.

Mitunter glaubte ich nur durch die Einnahme was schaffen zu können. Dem ist nicht so. Ich schaffe es auch ohne Benzos.

Wie sind Eure Erfahrungen?

18.08.2015 #1


70 Antworten ↓
Black-Sheep

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Zitat von Schwarzhorn:
Das sehe ich genauso, ausser dass es Spass macht. Ich habe mich eigentlich immer gegen Medikamente gewehrt und versuche seit 13 Jahren immer wieder an meiner Persönlichkeit zu arbeiten, in der Verhaltenstherapie, und habe da schon einige Fortschritte erzielt. Allerdings ist es ein Auf und Ab und prozentual gesünder fühle ich mich nicht. Ich habe fünf mehrmonatige Klinikaufenthalte hinter mir in denen ich mich immer auf eigenen Wunsch von den Medis befreit habe und via Psychotherapie, Sport und Meditation zurück ins normale Leben gekämpft habe. Leider waren diese Erfolge jeweils nicht von Dauer, da einige dienstliche PTBS Erlebnisse gekoppelt an meinen Schwindel immer wieder die Angstzustände reaktivierten, gespeicherte Mechanismen halt. Durch die langen Jahre habe ich schon gemerkt, wann eine Angst beherrschbar bleibt und ich sie durchleben kann und wann eine Eskalation droht. Bei letzterem ist mir persönlich dann ein Benzo lieber als eine Nacht in der Notaufnahme. Dazu muss ich sagen, dass ich Benzos nur Nachts und zum Schlafen nehme, tagsüber gehe ich bei Panik und Schwindel raus Sport machen. Zurück zum ersten Satz , Spass macht mir ein Benzo niemals, hat er nie und wird er nie.Vielleicht war das ja auch gar nicht so gemeint, aber ich habe in den Kliniken fenug Mitpatienten kennen gelernt die Benzos wirklich aus Spass und für den Kick genommen haben. Das hat mich ziemlich erschüttert, zugegenermassen.

Bzgl. Deiner ursprünglichen Aussage Face the Fear musst Du aber unterscheiden, dass es Ängste gibt die immer, gut und regelmässig zu konfrontieren sind. Da bieten sich natürlich wiederkehrende Expositionen an. Dagegen gibt es aber entgleisende und eskalierende Zustände ( oft getriggert und per Traumata befeuert) die eben nicht beherrschbar sind und bei denen eine Unterbrechung vor fatalen Kurzschlussreaktionen schützt. Dafür finde ich die Benzos als Segen.


Zum Spaß......es ist einfach so, das ich mich gerne über mich und meine Ängste lustig mache, außerdem mag ich es Worte zu benutzen die andere empören...schon alleine deswegen, weil sie dann eher geneigt sind darüber nachzudenken.

Ich meinte mit Spaß nicht, sich aus lauter Lust am Leben, in einen Rauschzustand zu versetzen.....aber wenn man Nachts schweißgebadet, und halb tot vor innerer Unruhe, Schwindel, und Kurzatmigkeit, auf der Couch festgenagelt ist...in diesem Moment in dem man weder Zukunft noch Vergangenheit hat, wenn Sekunden zu Stunden werden, und sich die Aussicht auf den Tot schon fast erstrebenswert anfühlt......ja in diesen Momenten kann ein Beruhigungsmittel echt Spaß machen.....weil es all das, für eine Weile beendet.

Zu deinen persönlichen Problemen mit de Angst.....ich bin mir nicht sicher das du da meine Meinung hören willst, ich schreibe seit etwa anderthalb Jahren hier, und es gab nicht einen...... der auch nur annähernd ähnlich darüber denkt wie ich, es gibt viele Erfolgsberichte über den "richtigen" Umgang mit der Angst, ich denke das du dort besser aufgehoben bist, und eher Antworten findest die deine Meinung unterstreichen.

Ich habe es nicht so mit den üblichen Fachbegriffen, und halte Diagnosen bezüglich Angst für Schubladen in denen sich Menschen nur allzu gerne verstecken, die sie benutzten um zu erklären warum sie aufgehört haben zu leben, Gespräche mit Therapeuten haben mich immer gelangweilt, Entspannungstechniken, Achtsamkeit und ähnliches jagen mir Schauer über den Rücken, weil es mir so vorkommt als sollte ich meinen Namen tanzen.....das bin nicht ich, so wollte ich meine Ängste nicht besiegen....also tat ich es auf meine Art.

Jetzt weißt du worauf meine Meinung beruht....also denk darüber nach oder lass es, du entscheidest.

Ich denke das du bist wie ganz viele von denen ich hier gelesen habe, du denkst keiner könnte die Ängste unter denen du leidest nachvollziehen, du denkst deine Ängste sind schlimmer als das was andere fühlen, und eben deshalb könnte dir keine sagen was du tun solltest.....bei allem was du liest, und hörst denkst du.....was weißt du schon, du hast nicht gefühlt was ich fühlen musste.

Einerseits ist das wohl richtig....anderseits denke ich das es so ist das jeder von, seine persönliche Hölle hat in der er gefangen ist, ich denke das in einer Panikattacke das schlimmste passiert was wir uns persönlich ausmalen können, und so denkt jeder von uns das seine Ängste die schlimmsten sind, die unüberwindbarsten, und so ist es ja auch, weil die Angst individuell auf jeden von uns zugeschnitten ist, eine persönliche Hölle für jeden von uns.....

Von diesem....meinem Blickwinkel aus ist es falsch zu sagen ich müsste deine individuelle Geschichte kennen um mir ein Urteil erlauben zu können, und es ist nicht so einfach.......doch es ist so einfach, was nicht weiß ist, ist schwarz, und da spielt die Vorgeschichte keine Rolle....

Fakt ist.....du hast Ängste, die dein Leben stark beeinträchtigen, und du willst sie loswerden, Ende der Geschichte.

Ich sehe in dem was du schon geschrieben hast viel Vermeidung, jedes mal Notaufnahme, jedes mal Beruhigungsmittel, ist Vermeidung, und du weißt das....darüber brauchen wir nicht weiter diskutieren.

Du willst die Angst beherrschen....das wird nicht klappen, lerne erstmal dich nicht von ihr beherrschen zu lassen.

Anhand der vielen Klinikaufenthalte, und Besuchen in der Notaufnahme, denke ich das du eine Sache nach 15 Jahren immer noch nicht verstanden hast, du bist immer noch auf der Suche nach Hilfe von außen.....aber die gibt es nicht, es gibt Unterstützung, es gibt Worte die dich zum nachdenken anregen, es gibt Tabletten, die es ermöglichen die eigenen Gefühle nicht mehr wahr zu nehmen.....aber helfen kannst du dir nur allein.

Solange wie du auf Hilfe von außen hoffst und darauf wartest, wird sich dein Zustand nicht verändern, erst wenn du versuchst deine Gedanken zu verstehen, wenn du ergründest warum du denkst was du denkst, wirst du eine Veränderung spüren.
Jeden Tag müssen wir uns selbst begegnen, und das sofort nach dem wachwerden, manchmal auch in unseren Träumen, diese Begegnung ist nicht immer leicht, weil wir immer ganz allein sind mit unseren Gedanken, und wir oft einem Menschen begegnen den wir gar nicht kennen.

Zu den Ängsten selbst.....ja es gibt Unterschiede, es gibt die Konfrontation die mit Aktion, verbunden ist....Beispielsweise Autofahren, und es gibt die Konfrontation die nur im Kopf stattfindet....Beispielsweise Todesangst, natürlich ist es viel leichter den Ängsten mit Aktionen gegenüberzutreten, als mit der Kraft seiner Gedanken....das Verfahren ist aber trotzdem gleich.....ich tue eigentlich immer einfach das Gegenteil von meinem ersten Gedanken, und egal was passiert, ich tue es trotzdem.

Bei diffusen Ängsten, wie der Angst vor Unfällen der Familie, Anfällen, Krankheiten etc. denke ich vereinfacht gesagt.....na und, ich werde trotzdem weiterleben und mit der Situation klarkommen.....und der Tod, der beendet alles, wenn es so sein soll....soll es so sein, aber eben nicht jetzt, jetzt ist mein Leben....meine Party, also wird auch noch gefeiert solange das geht.

Zu eskalierenden Zuständen.....ich vergleiche Panik zu gerne mit Orgasmen, weil es irgendwie das selbe ist, es gibt keine eskalierenden Zustände....du musst nur zulassen das sich der Zustand so weit aufbaut, bis du über den Berg bist....danach baut er sich wieder ab, eben wie bei einem Orga.....wenn du es nicht zulässt wirst du/die Angst immer unbefriedigt sein.

Kurzschlussreaktionen......die kleine Schwester der Zwangsgedanken, klar die gibt es, brauchen wir nicht zu beschönigen, aber auch Menschen die nicht unter ihren Ängsten leiden, können in der Wut, mit dem Auto gegen den Baum fahren, oder den Boden unter ihrem Balkon als willkommene Alternative ansehen, und auch da gilt, du musst dich dieser Gefahr stellen, du musst dich auf dich selbst verlassen.....den das ist es was du verlernt hast.

18.08.2015 11:28 • x 1 #69


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A


Vermeintliche Hilfe Benzo´s

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Black-Sheep

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Zitat von Schwarzhorn:
Auch wenn für Dich Therapeuten, Entspannungsübungen pp. Voodoo sind, sind sie doch für viele hilfreiche Wege an der Angst zu arbeiten.


Nicht das Missverständnisse entstehen.....ich halte das alles nicht für Voodoo, ich denke sogar das es für die meisten die einzig in Frage kommende Lösung ist, nur eben für mich nicht......also noch mal ganz klar, ich halte das hier beschriebene, für den richtigen Weg, diesmal nicht in Anführungszeichen, damit es nicht falsch verstanden wird, ich wusste aber schon beim lesen das ich diesen Weg nicht gehen kann.

erfolgserlebnisse-f59/wie-ich-es-schaffte-meine-angst-zu-besiegen-t57780.html

Zitat:
Nicht alles was nicht Schwarz ist ist weiss, es gibt jede Menge Grauschattierungen.


Ich habe mir schon beim schreiben gedacht das du dich daran stören wirst.....aber es ist meine Überzeugung....es tut mir sehr leid das du echte körperliche Beeinträchtigungen hast....aber die spielen hier keine Rolle, es geht nur um die Angst, und da gibt es nur 2 Zustände....du hast Angst, oder du hast keine Angst.....schwarz oder weiß, es ist wie mit der Schwangerschaft, ein bisschen geht nicht.

Zitat:
Senke Deinen eigenen Stress und Du kommst nicht in die Überlastungszone, die Deine Angst und Panik auslöst. Hat bei mir phasenweise funktioniert und wurde damit für tauglich befunden.


Hier geht es um Entspannung, was passiert also......dein Körper entspannt sich durch die Übungen, deine Symptome verschwinden, du fühlst dich besser.......allerdings ist die Angst immer noch da, und das sehe ich kritisch, ich arbeite doch lieber daran meine Ängste zu akzeptieren, den dann verspannt sich mein Körper nicht mehr, und ich habe eh keine Symptome.

Oder nehmen wir Sport....Sport ist toll, für die die in mögen, aber im Endeffekt ist Sport nur Ablenkung von der Angst, man tut etwas das einen ablenkt und vergisst eine Weile die Angst.....an Lösungen arbeitet man aber nicht, man tritt auf der Stelle, und verschwendet Zeit.....es sei denn man sieht den Sport als Konfrontation, so wie du es im Moment tust, dann ist er Lösungsorientiert, wie du siehst ist alles eine Sache des Blickwinkels.

Zitat:
Ich als reiner Kopfmensch


Du bezeichnest dich in diesem Text zweimal als "reiner Kopfmensch", leidest aber wie ein Hund unter der Emotion Angst, kannst du mir und dir, das mal erklären...aber komm vorher bitte aus der Schublade, und wasch dir die Stempel ab die du dir aufgedrückt hast.

Zitat:
Einfache Selbstinstruktion scheitert bei mir oft kläglich.


Ja, bei mir auch.......wie das geht ist schwierig zu erklären, weil es so schwer ist Gedankengänge in Worte zu fassen, grob vereinfacht geht es darum die eigenen Gedanken zu hinterfragen, und zu trennen, schwarz und weiß....und einfach alles was schwarz ist nicht zu glauben, und als reine Lüge deiner Ängste abzuhacken und zu vergessen.

Wichtig ist auch das du dir selbst Fragen stellst, die wichtigste Frage, die du stellen musst wenn die Angst zu dir spricht ist....und was passiert dann...du stellst diese Frage so oft bis du am Ende angekommen bist.....meistens ist man dann tot, gelähmt, Bettlägerich oder sonst was fürchterliches....und dann kommt dein Auftritt, du sagst dir.......O.K, wenn es so sein soll, werde ich das akzeptieren.

Durch dieses zu Ende denken, ersparst du dir mit der Zeit das berühmte Gedankenkarussell, und in deinem Kopf tritt Ruhe und Ordnung ein, also ganz egal wie fürchterlich und düster deine Gedanken sind, brich sie nie ab, denk sie immer bis ganz zu Ende.

Was ich auch gerne tue ist die Angst herauszufordern....wenn mir mal schwindlig war, oder "komisch" im Kopf, oder auch wenn mir das Leben unwirklich vorkam....ich habe einen Flur, der ist nur einen Quadratmeter groß, er hat 2 Türen und wenn man die schlie0t ist man wie blind...ich stellte mich in die Mitte, drehte mich 50 mal im Kreis, und sagte zu mir, das die Angst doch nun mal zeigen soll was sie wirklich drauf hat......ich kann dir sagen, sie hat nichts drauf, außer Lügen.

Zitat:
Ich persönlich haben einen organische Restschwindel (mit psychischer Verstärkung, ok, aber Gleichgewichtsorgan im Ohr ist kaputt) und einen Tumor im Kopf, der meine Hormone phasenweise entgleisen lässt


Wie gesagt, es tut mir leid das du zur Angst auch noch organisches hast was du akzeptieren musst, aber tu mir mal einen Gefallen, nimm deine gesamte verbliebene Vorstellungskraft, und stell dir deine Beschwerden mal komplett ohne die Angst vor.....

Ich persönlich denke das deine Hauptbaustelle die Angst ist.....hast du schon mal daran gedacht ob sie nicht deinen Hörsturz verursacht hat?

Zitat:
Da ich Deine 1 1/2 Jahre hier nicht alle nacharbeiten kann, würde mich mal interessieren seit wann Du diesen Zustand erreicht hast und wie lange er schon andauert ?


Ich denke das ich vor etwas mehr als einem Jahr verstanden habe, das mir niemand helfen oder mich verstehen wird, also machte ich mich auf den Weg und lernte mich selbst zu verstehen, vor ca 3 Monaten traf ich die Entscheidung, das jetzt das schlimmste vorbei ist, und setzte die Tablette die ich dahin nahm ab.....seitdem geht es mir gut.

18.08.2015 20:50 • #71


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J
Super, dass du den Entzug geschafft hast und so gut zurecht kommst!
Ich bin auch inzwischen benzo-frei, nachdem ich jahrelang von Tavor abhängig war. Ich habe es in der Klinik (psychiatrische Ambulanz) als Schlafmittel bekommen (weil schlafanstoßende Antidepressiva und echte Schlafmittel entweder nicht halfen oder zu starke Nebenwirkungen hatten). Zum Schluss nahm ich bis zu 4 mg. Den Entzug schaffte ich ganz allein und er war überhaupt nicht schlimm; ich habe nichts davon gespürt, außer dass ich halt wieder schlechter schlief. Sonst schaffe ich es sehr gut ohne Tavor. Nur ab und zu, so 1 bis 2x im Monat, werde ich nachts schwach und werfe mir 1 mg ein. Es ist sicher schwerer, wenn man Benzos gegen das nimmt, wofür sie gedacht sind: gegen Angst und Panik.

#2


Schlaflose
Ich nehme gelegentlich ein Benzo (Alprazolam) zum Schlafen. Ich brauche aber nur 0,5-1mg. ich achte darauf, dass es nicht zu oft vorkommt, nicht mehr als dreimal hintereinander.

Meine Mutter war in der Zeit, als ich 12-21 war schwer abhängig von Schlaf- und Beruhigungsmitteln aller Art. Sie war oft tagsüber gar nicht ansprechbar, oft fand ich sie bewusstlos auf dem Boden, wenn ich heimkam. Diese Situation hat mir meine ganze Jugend kaputt gemacht, weil ich permanent nur Angst um sie hatte.

Deswegen bin ich sehr vorsichtig mit den Benzos, weil ich miterlebt habe, was sie anrichten können.

#3


J
Ich muss aber sagen, dass ich dankbar dafür bin, dass es Tavor gibt und mir so geholfen hat, als ich gar nicht mehr schlafen konnte. Ich war, als ich schließlich Tavor bekam, schon völlig übernächtigt, erschöpft und mit meinen Nerven so am Ende, dass ich nur noch sterben wollte. Das Zeug hat mir sozusagen das Leben gerettet.

#4


X
Das ist wohl sehr personenbezogen. Ich kann (glücklicherweise) keine Aussagen zu irgendwelchen Medikamenten dieser Art treffen. Vor etlichen Jahren habe ich Mal kurzzeitig hochdosiertes Johanniskraut genommen, aber das halte ich nicht für vergleichbar.
In meiner jetzigen Therapie sind meine persönlichen "Benzo`s" Meditation und Sport. Die kann ich je nach Bedarf anpassen und sie haben nur positive Nebenwirkungen Wink Vielleicht dauert meine Therapie dadurch bereits länger als sie es mit Medikamenten gedauert hätte, aber ich glaube das mir manche Erfahrungen unter Medikamenteneinfluss verwährt geblieben wären - sowohl schlechte, als auch gute.

#5


L
Hallo Vergissmeinicht
Hallo an alle,

Am Anfang meiner Leidensgeschichte hat mir mein Neurologe Benzos verschrieben,
da ich Null Ahnung hatte, habe ich natürlich auch diese in der Apotheke geholt.

Habe mir aber auch Zeit genomen und im Internet nach Erfahrungsberichten gesucht.

Seid den Liegt die Schachtel in der Schublade ohne, dass ich auch nur eine davon genomen habe,


LG
Lockenkopf

#6


Schlaflose
Zitat von Lockenkopf73:
Seid den Liegt die Schachtel in der Schublade ohne, dass ich auch nur eine davon genomen habe,


Schade um das gute Stück Laughing

Wenn man verantwortungsbewusst damit umgeht, kann man sich die positiven Eigenschaften von Benzos gut zu Nutze machen. Aber man muss wissen, wo Schluss ist. ich kann mir 100% vertrauen, dass ich das weiß. Ich verwende seit mindestens 25 Jahren welche, ohne dass es mir geschadet hat.

#7


Vergissmeinicht
Danke für Eure Zeilen.

Hey juwi,

ich weiß auch nicht, wie ich es hätte damals schaffen sollen ohne. Umso erstaunter war ich als ich mich hier anmeldete, das Tavor immer noch als das Mittel verabreicht wird. Es sind darüber 2 Jahrzehnte bei mir vergangen.

#8


F
habe tavor noch nicht oft genommen, deshalb weiß ich nicht so recht obs bei mir anders wirkt. finde die dinger machen kein bisschen müde. vieleicht war die dosis auch zu schwach- so um die 5mg das letzte mal vieleicht warens auch 7,5mg weiß nich mehr genau

#9


Vergissmeinicht
Hey fruity,

meinst Du o,5 oder 5 mg?

#10


F
5mg

#11


Vergissmeinicht
Puh das ist eine Menge?!

#12


F
sind benzos, tavor etc. eigendlich tödlich ab ner gewissen dosis? ich mein von den 0,5 ern kann man ohne probleme ne kleine packung auf ein schlag schlucken. bei den 2,5ern gehn bestimmt auch 7-8 oder unterschätz ich die dinger so stark?

#13


Vergissmeinicht
Ja, das unterschätzt Du sehr fruity. Ich würde mich heute nicht mehr getrauen solch eine Menge zu nehmen.

Tavor ist ein Benzo und bei soviel besteht ein Missbrauch. Ich bin kein Arzt, aber bei einer bestimmten Menge denke ich gibt es Probleme.

Hast Du keine anderen Medis?

#14


F
ähm doch ab und an

#15


A
Bei mir war es vor vielen Jahren Bromazepan welches ich verschrieben bekommen habe.

Ich hatte keinen Plan von den Dingern und fand sie toll.Und so kam es wie es kommen musste.Als ich keine mehr hatte bekam ich Entzugserscheinungen vom Feinsten.Bin dann zum Notdienst der mir sagte ich sei abhängig Sad

Dann habe ich es mit Hilfe eines AD geschafft davon weg zu kommen.

Viele Jahre später musste ich dann wieder zu Alprazolam greifen.Aber dieses mal vernünftig! Bis das schlimmste sozusagen vorbei war und das AD Wirkung zeigte.

Ich möchte Benzos in der Krise nicht missen denn sie helfen absolut!

Momentan brauche ich zum Glück keine denn das AD wirkt sehr gut

#16


F
Zitat von fruity:
sind benzos, tavor etc. eigendlich tödlich ab ner gewissen dosis? ich mein von den 0,5 ern kann man ohne probleme ne kleine packung auf ein schlag schlucken. bei den 2,5ern gehn bestimmt auch 7-8 oder unterschätz ich die dinger so stark?


Ab 7,5 mg/Tag wirds kritisch und es kann vor allem in Verbindung mit Alk. oder Opiaten zur Atemdepression mit evtl tödlichem Ausgang kommen.
So viel dazu ob man sich damit ins Jenseits befördern kann Wink

#17

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Black-Sheep
Zitat von Vergissmeinicht:
Wie sind Eure Erfahrungen?


Dazu möchte ich euch erst mal ne Frage stellen....was denkt ihr warum Fixer, die kein Geld für H haben Diazepam oder ähnliches nehmen.....richtig weil es ganz ähnlich wirkt.

Würde ich jetzt sagen ihr könntet doch auch einfach Dro. nehmen um eure Probleme, eine Zeitlang zu vergessen, wärt ihr sicherlich alle total empört wie ich euch kenne, aber eigentlich tut ihr genau das selbe, was jeder Dro.süchtige tut.....ihr blendet euer Leben und eure Probleme eine Zeitlang aus.

Das mag in akuten, sehr belastenden Lebenssituationen gut sein, um wieder den Halt zu finden, das eigene Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, aber eben nur dazu, wenn man bemerkt das man sich andauernd die Birne wegschießt, ohne an Lösungen zu arbeiten, wird es schwierig.

Wer jetzt sagt man könnte ja verantwortungsvoll damit umgehen, und sich den Kick der Angstlosigkeit nur ab und zu gönnen.....ich habe Fixer und Kokser, ganz genau so reden hören.

Zu meinen eigenen Erfahrungen....ich habe 2 mal eine halbe Diazepam genommen, und es war echt g.e.i.l, alles was ich mir jemals wünschte geschah innerhalb von 5 Minuten, die Angst verschwand, genau wie die innere Unruhe, ich und die Welt waren mir s.c.h.e.i.ßegal....genau 6 Stunden, dann war alles wieder da....und ich nahm die zweite Hälfte, 12 Stunden Ruhe vor mir selbst......

Mein Fazit.....zu schön um wirklich wahr zu sein.

#18


Schlaflose
Zitat von Black Sheep:
Wer jetzt sagt man könnte ja verantwortungsvoll damit umgehen, und sich den Kick der Angstlosigkeit nur ab und zu gönnen.....ich habe Fixer und Kokser, ganz genau so reden hören.


Ich merke davon überhaupt keinen Kick, sondern einfach nur, dass ich einschlafe. Am nächsten Tag habe ich sogar die ersten Stunden nach dem Aufstehen meistens depressive Gefühle. Deshalb ist es für mich keine Dauerlösung, sondern nur eine Notlösung, wenn ich z.B. wichtige Termine habe, die ich einhalten muss und für die ich es mir nicht leisten kann, so übernächtigt zu sein, dass es nicht funktioniert.
Die Tatsache, dass ich das seit gut 25 Jahren so halte und nicht in eine Sucht geraten bin, spricht ja für sich selbst. Das ist mit Alk. genauso. Viele Leute trinken über Jahrzehnte zu bestimmten Gelegenheiten Alk. und werden nicht süchtig. Es ist eine Sache der Selbstkontrolle. Manche sind dazu fähig, andere nicht.

#19


Black-Sheep
Zitat von Schlaflose:
Ich merke davon überhaupt keinen Kick, sondern einfach nur, dass ich einschlafe. Am nächsten Tag habe ich sogar die ersten Stunden nach dem Aufstehen meistens depressive Gefühle.


Alles was du dir wünschst ist einzuschlafen.....dann ist einschlafen dein Kick, das du am nächsten Morgen depressiv bist ist normal, dein normales Leben ist ja wieder zurück....das kann einen schon traurig machen.

Zitat von Schlaflose:
Die Tatsache, dass ich das seit gut 25 Jahren so halte und nicht in eine Sucht geraten bin, spricht ja für sich selbst.


Ich selbst glaube nicht an Sucht...ich denke man hat immer die freie Wahl......aber da du es schon erwähnst, ab wann spricht man den von Sucht, einmal am Tag...einmal die Woche.....einmal im Monat? Lass es einfach mal 1 Jahr weg, und wir reden nochmal.....

Zitat von Schlaflose:
Das ist mit Alk. genauso. Viele Leute trinken über Jahrzehnte zu bestimmten Gelegenheiten Alk. und werden nicht süchtig. Es ist eine Sache der Selbstkontrolle. Manche sind dazu fähig, andere nicht.


Siehe oben....

Ich will keinem was ausreden....ihr seit alt genug.

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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